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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Der Vormärz als ‚ausgelesenes‘ Buch.

    Grabbes historische Dramen als ‚zum Theater gewordene Tragödien‘
    Sientje Maes, Bart Philipsen
    …(Nicht-)Ereignis, das auf exzessive Weise Theater braucht, weil es ‚nichts mehr vorstellt‘ und nicht mehr über sich selbst zu etwas Anderem, Neuem hinausweist. Die… …noch nicht vertirt, selbst die historischen Compendien-Fabrikanten und Guckkastenzeiger, wozu insbesondere die deutschen Geschichtschreiber mehr oder… …zusammengeschrieben, ist ihnen oft mehr werth als das recensirte Buch, denn – es ist eine Recension, – eine Pflanze lernen sie eher aus Linnés System kennen, als in der… …inszeniert, denen es nicht mehr gelingt, dem eigenen Ideal – souverän Geschichte zu machen und über diese zu entscheiden – zu entsprechen. In ihrem gespaltenen… …irdene, zerbröckliche kommen, voll Halbheit, albernen Lugs und Tandes, – von gewaltigen Schlachttaten und Heroen wird man freilich nichts hören, desto mehr… …braucht, weil es ‚nichts mehr vorstellt‘ und nicht mehr über sich selbst zu etwas Anderem, Neuem hinausweist. Das Übermaß an sukzessiven spektakulären… …einer gesteigerten, die reale Aufführbarkeit auch wieder gefährdenden Theatralik einher, von der die nicht mehr handlungsfähigen Protagonisten zu oft sehr… …auf ein reines Aushalten bis zum Ende an. Da es nichts mehr zu hoffen gibt und sogar der Tod auf dem Schlachtfeld unbedeutend geworden ist, flieht… …die Ehre ihres Vaterlandes (einen sinnlosen Tod) zu sterben, evozieren sie die Idee eines Märtyrertums, die sich nicht mehr in Grabbes Napoleon… …Einstellung wie diese erlaubt kein sinnvolles Heldentum mehr, und jede tragische Verklärung wirkt – wie am Schluss von Hannibal erkannt werden kann – künstlich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG), begr. v. Wolfgang Stammler, Adalbert Erler, Ekkehard Kaufmann. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Aufl., hg. v. Albrecht Cordes, Heiner Lück, Dieter Werkmüller unter philologischer Mitarbeit von Ruth Schmidt-Wiegand, 1. Lieferung (Aachen-Anarchismus), Erich Schmidt, Berlin 2004, 112 Seiten

    Ursula Schulze
    …(Aachen-Anarchismus), Erich Schmidt, Berlin 2004, 112 Seiten Die interdisziplinäre Bedeutung des HRG bedarf heute keiner besonderen Erläuterung mehr, da die zwischen… …geworden ist. Umso mehr erfreut das Erscheinen einer überarbeiteten und ergänzten Neuauflage seit 2004, die etwa 2024 abgeschlossen sein soll. Sie ist auf…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2019

    Juliane Vogel: Aus dem Grund. Auftrittsprotokolle zwischen Racine und Nietzsche, Paderborn: Wilhelm Fink 2018.

    Hendrik Blumentrath
    …Dramas um die Frage des Mythos hatte gravitieren lassen, ist für die Geschichte des Theaters auf mehr als nur eine Weise prägend geworden: Sein Entwurf des… …gattungstheoretischen Fokus setzt und sich auf die Tragödie des 18. und 19. Jahrhunderts – zwischen Racine und Nietzsche – konzentriert, so ist das weit mehr als nur… …ist dabei in der Studie stets mehr als Metapher des Tragischen: Vogel entwickelt den Begriff in der Auseinandersetzung mit der kunstgeschichtlichen… …kriegerischen, von nicht kontrollierbaren Kräften 303 Buchbesprechungen durchdrungenen Grund nicht mehr abstreifen kann, Figur und Grund nicht mehr zu trennen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Regesten deutscher Minnesänger des 12. und 13. Jahrhunderts, hg. v. Uwe Meves unter Mitarbeit v. Cord Meyer, Janina Drostel, Walter de Gruyter, Berlin, New York 2005, CXXXVII und 1075 Seiten sowie eine CD.

    Helmut Tervooren
    …Leben stets bescheiden. (Minnesänger-Biographien zu konstruieren, reizte immer mehr). Man überließ die Kernerarbeit, Bausteine zu Minnesänger-Biographien… …dem Rezensenten auf. Von den 846 Seiten, die das Werk umfasst, gelten mehr als die Hälfte den Regesten Heinrichs III. von Meißen (220 Seiten), Albrechts… …für die Aufnahme von mehr Autoren bei Verzicht auf das ein oder andere größere Corpus nicht sachdienlicher gewesen wäre. Ich verkenne bei diesen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Jochen Splett, Althochdeutsches Wörterbuch. Analyse der Wortfamilienstrukturen des Althochdeutschen, zugleich Grundlegung einer zukünftigen Strukturgeschichte des deutschen Wortschatzes. Bd. I, 1. 2. Einleitung, Wortfamilien A–Z, Einzeleinträge. LXXVI, 1240 S. (2 Bde). Bd. II. Präfixwörter, Suffixwörter, Alphabetischer Index. 620 S. Berlin, New York: W. de Gruyter 1993.

    Ingo Reiffenstein
    …im Ahd. gegeben haben, andere, die seit dem Ahd. oder dem Mhd. schriftlich nicht mehr belegt sind, leben in manchen Dialekten bis heute weiter. 2 Es… …Wortfamilien Spletts schließen auch etymologische Beziehungen ein, die für die Sprecher des Althochdeutschen m. E. kaum mehr durchsichtig waren, umso mehr dann… …Verwandtschaften im Sprecherbewußtsein einer Sprachstufe, in der solche Ableitungen längst nicht mehr bildbar waren, überhaupt noch ein Stellenwert zukam. Der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2025

    Vergangenheit oder Geschichte?

    Überlegungen zum Neuen Historismus in der Literatur und Medienkultur der Gegenwart
    Claude Haas
    …mehr abgewinnen will. Diese Aufgabe scheinen derzeit eher historische TV-Serien zu übernehmen, mit denen der historische Roman abschließend konfrontiert… …Vergangenheiten, die er – wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen – in keine einheitliche Geschichtsvorstellung mehr einfügen kann und will. In einem zweiten… …historischen Roman der Postmoderne, allerdings nicht mehr die Geschichte, die den Anlass zur Reflexion ihrer angemessenen narrativen Darstellung oder… …Geschichte einer treffenden Formulierung Achim Landwehrs zufolge „nicht mehr in unserem Hier und Jetzt einsortier[t] und mit Bedeutung versehen“ 11 werden… …Stils. Der Roman Mantels, so könnte man es zuspitzen, zeigt sich schon in seiner akribischen historistischen Detailverliebtheit mehr an der Vergangenheit… …Gegenwart als Bezugspunkt gleichsam selbstverständlich und waren es v. a. (mehr oder weniger) verklausulierte Anspielungen 17 Vgl. dagegen Jerome de Groot… …wissen, und wenn wir nur einen Moment nachdenken, wissen wir gar nichts. Wußte man damals mehr? War denn tatsächlich damals jenes Wort eines wie Soldat… …weiter. Heute sagt eigentlich niemand mehr ‚wir Heutigen‘ und auch das ‚Vermögen‘, zumal im Konjunktiv, scheint uns unserer eigenen Gegenwart stilistisch… …darüber belehrt, dass mit der Geschichte kein Staat mehr zu machen ist – et vice versa. Der wichtigste Hinweis auf die Erzählgegenwart fällt bei Kracht ganz… …erzählerlosen Erzählens“ zu begreifen (Tom Kindt: „Ein Zahnrad greift nicht mehr ins andere …“ Zu Erzählstrategie und Wirkungskonzeption von Christian Krachts…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Die Rolle der II. Orthographischen Konferenz (1901) in der Geschichte der Deutschen Rechtschreibung

    Dieter Nerius
    …mehr spielen. This article places the 2nd Orthographical Conference in the historical process leading to the development of the unified spelling of… …Schulwesen, aber auch für den zunehmenden behördlichen Schriftverkehr benötigte man mehr als bisher zur Verfügung stand, nämlich eine relativ genau fixierte… …der Fremdwortschreibung auch Eigenentwicklungen im Gebrauch vollziehen, so gilt dennoch von nun an grundsätzlich, dass jetzt nicht mehr der… …Regelungsbemühungen immer mehr zurück, was dann zunehmend auch im Schreibgebrauch sichtbar wurde, bis sie schließlich auf der Konferenz von 1901 als funktionsloses… …Ebene oder sogar auf der Ebene einzelner Schulen betriebenen orthographischen Regelungsbemühungen jeweils einen mehr oder weniger großen Einfluss, was zu… …befolgen. Mehr als 400 der etwa 600 einbezogenen Druckbetriebe stimmten dem zu, worauf die Firma Breitkopf und Härtel beim preußischen Unterrichtsminister… …1900 im allgemeinen, öffentlichen Schreibgebrauch mehr und mehr zugunsten der Schulorthographie entschieden. Dazu trugen eine ganze Reihe von Faktoren… …sprachen sich im Laufe der 90er Jahre immer mehr Persönlichkeiten, Vereine und Verbände für die allgemeine Durchsetzung der Schulorthographie aus und eine… …Zahl der Schreibvarianten allmählich mehr und mehr abgebaut. Gegenüber der voraufgehenden Schulorthographie waren die Normänderungen, wie gezeigt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Hermann Paul: Mittelhochdeutsche Grammatik. 25. Auflage, neu bearbeitet von Thomas Klein, Hans-Jürgen Solms, Klaus-Peter Wegera. Mit einer Syntax von Ingeborg Schröbler, neu bearbeitet und erweitert von Heinz-Peter Prell, Max Niemeyer, Tübingen 2007 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte A. Hauptreihe 2), XX und 618 Seiten

    Ursula Götz
    …, und so ist es eigentlich weder verwunderlich noch wirklich zu bedauern, dass die Paul‘sche Grammatik ihren Umfang im Laufe der inzwischen mehr als… …Entwicklung entspricht nun dem in den letzten Jahrzehnten erreichten Forschungsstand: Es ist nicht mehr die Rede von der „omd. Verkehrssprache“ 473… …verschiedenen Stellen etwas modifiziert. Seit der 23. Auflage von 1989 sind sie nicht mehr durchgängig kursiv gesetzt, sondern häufig durch Schrägstriche (//)… …Darstellung der übrigen Wortarten enthält ebenfalls mehr oder weniger große Eingriffe. Das schwierige Kapitel zu den Indefinitpronomen wurde durch eine… …„Konjunktionen“ (24. Aufl. § 434) zu „Konjunktionen und Subjunktionen“ (§ S 141) hätte man wohl verzichten können – um so mehr, als alle Erläuterungen zu den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2015

    Werner Besch: Luther und die deutsche Sprache. 500 Jahre deutsche Sprachgeschichte im Licht der neueren Forschung

    Dietz Bering
    …herbeigeführt zu haben, das weit mehr als ein Jahrhundert umstritten war. So kann man denn sagen: Es gibt eine Zeit vor Luther und es gibt eine Zeit vor Besch… …. Jahrhunderts in Deutschland“ (S. 115) fungierte – ein wichtiges, allerdings nicht mehr für jedermann fassliches, weil etwas kompliziert hergeleitetes Ergebnis… …Verständnis der von ihnen gewählten Sprache mehr haben. Dabei hätte man sich gerade von einem Forscher vom Autoritätsgrad Beschs erhofft, dass er zum Jubeljahr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Stephan Kraft: Geschlossenheit und Offenheit der „Römischen Octavia“ von Herzog Anton Ulrich. „der roman macht ahn die ewigkeit gedencken, denn er nimbt kein endt.“ Königshausen & Neumann, Würzburg 2004.

    Olaf Simons
    …Leibniz reagierten auf das Werk, das zu gar keinem Ende mehr kommen wollte. Der Herzog selbst äußerte sich mit Selbstironie darüber, dass er nun endlich in… …. Diesen Kosmos kann Anton Ulrich am Ende in keinem schriftstellerischen Gewaltakt mehr zusammenfügen. Heliodors Romanschema verliert gegenüber dem… …seinen Roman am Ende bei aller Mühe nicht mehr abschießen konnte. Mit den „Schlußbetrachtungen und Betrachtungen zum Schluß“ (S. 157–171) schlägt Kraft den…
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