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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Nationale und terminologische Fallen bei raumspezifischer Literaturbetrachtung: Das Beispiel Niederrhein

    Ein Diskussionsbeitrag
    Helmut Tervooren
    …ihnen noch keine nationale Komponente. Die Opposition zu diesem Begriff ist im „Servatius“ – wie meist in dieser Zeit – ‚lateinisch‘, will sagen, dass… …bei dieser überragenden Figur der frühen Literaturgeschichte noch verständlich ist, dass beide Philologien ihn für sich reklamieren, weil es ja… …liegen und könnten damit zu Recht von der niederländischen Philologie beansprucht werden, denn dieser Raum ist mittelniederländisches Sprachgebiet. Hierzu… …entsprochen. Aus dieser Problematik kommt man nicht heraus, wenn man – der ‚political correctness‘ verpflichtet – die heutigen Staatsgrenzen zu Grenzen des… …historische Landschaften. Dies geschieht besonders in seinem nördlichen Teil, wo er mit heute niederländischem Staatsgebiet zusammentrifft. Dieser im Vorwort… …genügen. Es geht im Rahmen dieser Ausführungen auch nur darum, ein Bewusstsein für solche Phänomene zu wecken, auf die jeder, der diesbezügliche… …Niederfränkische ist. Die Niederlandisten überlassen solche Autoren gerne den Germanisten an niederländischen oder belgischen Universitäten. Dabei könnte dieser… …Liederhandschrift‘ (Berlin, SBB-PK, mgf 922). Der Basisdialekt dieser Handschrift ist ripuarisch, allerdings durchsetzt mit nördlicheren, d.h. mittelniederländischen… …Niederlandistik interessiert vor allem „Seghelijn van Jeruzalem“, die Germanistik dagegen die Lyrik und die Minnereden. Wie hätte der Auftraggeber dieser… …bzw. „Reime weisen das Denkmal dem Mittelfränkischen zu.“ 31 Dieser Konnex von Sprache und geographischem Raum kann man auch bei Wernher vom Niederrhein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Alison I. Beach: Women as Scribes. Book Production and Monastic Reform in Twelfth-Century Bavaria

    Jürgen Wolf
    …Markenzeichen – und das religiöse bzw. intellektuelle Klima eben dieser Gemeinschaften von Männern und Frauen als besonders ergiebig. Die informative Skizze… …place of women in the religious and intellectual world of twelfth-century Germany)“ (S. 31). Die erste dieser Einzelstudien ist Diemut und den… …. Quantitative und qualitative Aspekte, 2 Bde., Wiesbaden 1998 (Buchwiss. Beiträge 61). 4 Zu dieser Beobachtung vgl. grundlegend Karin Schneider: Gotische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    „Der kranke Jude und der große Künstler“ – Richard Dehmels Gedicht

    Richard Dehmels Gedicht „Ein Heine-Denkmal“
    Christian Neuhuber
    …, dieser Erstausgabe folgend, im Text mit Kürzel HD und Seitenzahl markiert. 2 Richard Dehmel: Ausgewählte Briefe aus den Jahren 1883–1902, 4.–6. Aufl… …scherzhaften, nicht ungern gehörten Beinamen „Corrector Germaniae“ 16 eintrug). Und Teil dieser Verantwortung sei es, Werke zu schaffen, die die Menschheit in… …Dichter, auch wenn er ein starker Künstler ist“. 29 Im Streit um die richtige Beurteilung dieser künstlerischen Bedeutung freilich steht Dehmel… …, und zwar satirischer Art; das 19. Jahrhundert hat keinen größeren dieser Art hervorgebracht.“ 32 Die judenfeindlichen Argumentationsmuster des… …Funktionalität von Kunst in der Gesellschaft zum einen, zum anderen aber und vor allem die zu dieser Zeit schon hochbrisante ‚Judenfrage‘. Zunächst zur Kunstfrage… …. Schon der erste Abschnitt des Gedichts ist von dieser Dichotomie zwischen ‚alt‘ und ‚neu‘ geprägt, die die verschiedenen Möglichkeiten des Zukünftigen… …. Dahingestellt sei, inwieweit es dem Bildhauer gelingen kann, die verschiedenen Konzepte noch einmal zu versöhnen. Deutlich wird aber in dieser Konstellation die… …. Jahrhunderts lassen die Problematik dieser Verknüpfung deutlich werden. Schon Liliencron hatte sich von der poetischen Adaption der Krankheitsmetapher bei der… …die Welt anschauen und dieser Anschauung Gestalt geben. Wenn es sein Schicksal ist, krank zu sein, dann mögen wir Gesunden uns vor der Ansteckung hüten… …stellen, dass Dehmel in dieser privaten Äußerung der antisemitischen Grundhaltung Schäfers Konzessionen machte und sich zu einer Aburteilung verleiten ließ…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Susanne Köbele: Frauenlobs Lieder. Parameter einer literarhistorischen Standortbestimmung

    Gert Hübner
    …auch im Minneleich begegnet, situiert Köbele an dieser Schnittstelle das alle Texte übergreifende Konzept der Liebe als universales, nämlich sinnliches… …wird ein irdisches Paradiesesglück erwartet. Auf dieser konzeptionell weder paradoxen noch ambivalenten Konstruktion beruht die schlichte Verhaltenslehre… …dieser Abstraktionshöhe liegen die Unterschiede. Was Steinmetz an der ersten Hälfte des Minneleichs und ich an der zweiten zu zeigen versuchten [Anm. 1]… …Strahlkraft kristallisieren. Aus dieser Perspektive bleibt Frauenlob dann doch eher der ambitionierten Liebe der Minnesangtradition in der erneuerten Steigerung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Christian Kiening: Zwischen Körper und Schrift. Texte vor dem Zeitalter der Literatur

    Hartmut Bleumer
    …zügig integriert, während gerade hier ein eindringlicher Dialog zu wünschen wäre. Dieser Befund mag mit zwei Aspekten von Kienings Studien zu tun haben… …In sehr überzeugender Weise führt dieser Beitrag die Bewegung literarischer Selbstdifferenzierung vor. Die immanente literarische Reflexion, die… …Wolframs buchstäblich eine Reflexionsfigur ausfindig macht. Auch in dieser werde die „Differenz als poetologisches Prinzip“ (S. 175) deutlich. Nur bleibt… …, Schema- und Kartenwelt, die sich in den zwei Autographen des Opicinus de Canistris aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts entfaltet. Der Reiz dieser…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Józef Wiktorowicz, Die Temporaladverbien in der mittelhochdeutschen Zeit, Warszawa 1999, 225 Seiten (zit. I). Józef Wiktorowicz, Die Temporaladverbien im Frühneuhochdeutschen Tl. 1 (1350- 1500), Warszawa 2001, 210 Seiten (zit. II)

    Norbert Richard Wolf
    …wird, auch die Interpretation ‚lange Zeit‘ möglich ist“ (S. 10). Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage, ob derart feine semantischen 142… …deutlich werden; dass der Autor, wie schon mehrfach angemerkt, immer wieder von „Sememen“ spricht, tut dem großen Wert dieser Sammlung für die konkrete…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Subjektivität, Fiktion und Realität in Reinmars Frauenliedern

    Harald Haferland
    …„lyrischen Subjekt“ 6 , als sei eine Instanz gemeint – ähnlich wie übrigens etwa auch schon Herder und Schelling. 7 Und eine weitere Präzisierung in dieser… …unendlich viele Rollen durchspielt“ 10 . Aber Hegel zieht nicht wirklich die Konsequenz aus dieser Redeweise, und so ist es doch wieder nur der konkrete… …vorgezeichnet. 8 Hegel [Anm. 1], S. 431. 9 Vgl. ebd., S. 416 f., 429, 439. Wie sehr dieser Gedanke auch schon vor 1800 verankert ist, lässt eine großartige… …Dichter dem Text eingebildet hätte. In dieser Richtung zieht erst Nietzsche eindeutige Konsequenzen. 12 Bei Hegel und seinen Zeitgenossen kann das Subjekt… …Anlass zu Bedenken geben können –, hat in dieser Zeit niemanden umgetrieben. Auch die Dichterin zählt als Dichter. Nun gab es noch keinen Fernando Pessoa… …, anklingen. 16 Dieser Umstand muss in eine präzise Definition des Rollengedichts oder -liedes eingehen, das in seiner Eigenart oft verkannt und mit der… …Aussagesubjekts dieser Untergattung der Lieddichtung sowie seine Sprechsituation betreffen. Die übliche Gattungsbenennung lässt aufhorchen, wenn sie zusammen mit… …. Das gilt auch für das Verhältnis von Mannesliedern zu anderen sog. objektiven Gattungen, und dieser Umstand wird durch das quantitative Verhältnis der… …Umstand hingewiesen. Ich spreche im Folgenden von Reinmar als Aussagesubjekt seiner Manneslieder, räume aber ein, dass dieser Reinmar sich in einer Pose… …Geltung brächten, sondern eben der Sänger (Reinmar) und seine Dame. Dann wäre dieser Wechsel nur ein Anhängsel der 28 Alfred Jeanroy: Les Origines de la…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Ein neues Feld, ein alter Habitus und eine Erfindung: ‚Gruppen’ in der jüngeren, ostdeutschen Literatur

    Jens Loescher
    …dieser Delegierung existiert und über und durch ihn agiert und spricht. Er ist die Mensch gewordene Gruppe“ 8 . Ähnlich wie die charismatischen Priester… …, mit Worten schaffen lassen“. 11 Rechnung stellen, was diese zur Konstruktion dieser Welt selber beitragen – vermittels jener unaufhörlichen… …Repräsentationsarbeit (im weitesten Sinn des Wortes), mit der sie ihre Weltsicht bzw. Auffassung von ihrer eigenen Stellung in dieser Welt, mit anderen Worten: ihre… …eine Position nicht mehr kapitalträchtig ist (die Sächsische Dichterschule Mitte der siebziger Jahre), dann versucht dieser Häretiker eine neue Gruppe zu… …den Bruch der Wende in den Texten abspiegeln: Kurt Drawert, Durs Grünbein. Den Autoren dieser drei Gruppen ist es mehr oder weniger gelungen, sich im… …sozialen Struktur in ihrer Gesamtheit dar – vermittels des Sinns für den eingenommenen Platz in dieser. Die Wahrnehmungskategorien resultieren wesentlich aus… …und immer wieder zu waschen. Es fehlt in den Texten dieser Autoren das Pathos des Rechthabens, das bei Maron und Kunert das künstlerische Profil… …Thomas Rosenlöcher, Kerstin Hensel und auch Wolfgang Hilbig sowie Wulf Kirsten an. Das ästhetische Programm dieser Gruppe lässt sich Hilbigs „das meer in… …gestellt […]. 38 Dieser Apostelbrief ernüchtert den versöhnlich gestimmten Leser, gar bisweilen den der „allgemeinen Zeitung“: Proselyten jedenfalls können… …garantiert, dass hier niemand einen Erholungsurlaub nimmt, um sich sodann wieder voller Lust in den Verteilungskampf zu stürzen. Und dieser habituelle Blick…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    … und sanc ir sîniu liet – Der Auftritt des Sängers in der Epik

    Der Auftritt des Sängers in der Epik
    Patrick Fortmann
    …abstellt und unter dieser theoretischen Vorgabe begriffen werden sollte. Die Worte, die die Texte überliefern, geben deshalb nur über eine Dimension des… …‚Schrift‘ lassen sich auf der einen Seite die Extremwerte der Rezeptionsgegebenheiten auf Begriffe bringen, wobei im spannungsvollen Zwischenraum dieser Pole… …Soeffners, die zwischen alltagsenthobenen und alltäglichen Ritualen unterscheidet. Von dieser Basis aus gelangt er zu einer Neubewertung, die er in der… …Ritualen. Das Lied ist Werk eines einzelnen literarischen Autors, und doch soll, was dieser Autor sagt oder inszeniert, nicht nur ihn betreffen, sondern alle… …Forschung bereits eine Diskussion einschlägiger Belegstellen aus der Erzählliteratur. 11 Eine Zusammenschau und Auswertung dieser Stellen im Lichte des… …mynne, / das in auch drumb die suesse mynn pelonet“ (Str. 76). In dieser Szene stellt der Roman die Aufführung eines Minnelieds episch dar, von dem uns… …dieser Stelle handelt es sich um „die einzige durchgeführte Strophe höfischen Minnedienstes“ 35 , und laut der Einschätzung von Tervooren zieht die Strophe… …spricht (S. 86); Müller [Anm. 16], S. 392. 38 Vgl. Tervooren [Anm. 36], S. 56. 39 Die Forschung ist in dieser Frage gespalten. Der oben zitierten Auffassung… …Herrschaftsverbänden fortwährend intensiviert werden, erscheint ein beiläufiger Vortrag von Musik und Gesang als Einschub kaum möglich. Denn dieser würde aus dem… …hôhgezît (NL 1707,3), so revanchiert sich dieser später in Etzels Halle, indem er nun seinerseits den Markgrafen zum Zeugen dafür bestellt, dass er sich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    „quasi jenseits der Zeit“ – Zur Poetik der Fotografie bei W. G. Sebald

    Zur Poetik der Fotografie bei W. G. Sebald
    Torsten Hoffmann, Uwe Rose
    …könnte.“ 2 Dieser Konnex von Fotografie und Erzählen prägt auch das literarische Werk Sebalds. Wer sich mit den Arbeiten des Autors beschäftigt, stößt auf… …außerdem noch dadurch an Komplexität, dass sich der Autor dieser Funktionen einerseits ausgiebig bedient, andererseits aber immer wieder auch einen… …. Einer der Sätze dieser Erzählung wird unvermittelt unterbrochen durch eine ovale Fotografie, die eine Gruppe von Schuljungen vor einem Kirchturm zeigt… …(SG 103). Offensichtlich scheint ihm die Belegfunktion seines Berichts an dieser Stelle nicht auszureichen: Der Text verlangt nach einer Bestätigung… …Hinweis auf den freien Umgang des Autors mit seinem Material lesen – mithin als ein verstecktes Fiktionalitätssignal. 35 Dieser ironische Umgang mit der… …Entwirrung dieser Vermischungsstrategie ablesen; vgl. u.a. Angier [Anm. 27]. 41 Atze [Anm. 36], S. 155 und 160; Anne Fuchs: Die Schmerzensspuren der Geschichte… …[unterwirft]“ 45 , wie Markus Nölp in Bezug auf „Die Ringe des Saturn“ behauptet, kann deshalb – zumindest in dieser Pauschalität – nicht die Rede sein. Vielmehr… …Alexander Kluge (die Sebald in dieser Hinsicht als Anregung nennt) „visuelle Momente auf eine völlig neue Ebene“ gehoben würden (Sebald/Scholz [Anm. 1], S. 2… …Inseln“ von Klaus Böldl (2003). In Bezug auf einige dieser Texte spricht auch Silke Horstkotte Sebald eine „key role“ zu (Horstkotte [Anm. 13], S. 27). 45…
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