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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Evelyn Annuß: Elfriede Jelinek – Theater des Nachlebens, Fink, München 2005.

    Michael Wetzel
    …Buchbesprechungen Evelyn Annuß: Elfriede Jelinek – Theater des Nachlebens, Fink, München 2005. Was ist eine Prosopopoiia? Auf diese Frage gibt das… …Buch von Evelyn Annuß eine 256 Seiten lange Antwort, die entlang der ausgewählten Beispiele aus dem dramatischen Werk von Elfriede Jelinek vor allem aber… …eine stereotype Figur von Selbstheit. Diese Dialektik wird von der Tradition neuzeitlicher Subjektivität aber in philosophischer wie theatralischer… …Stimmen auf der Bühne überlagern sich auf eine Weise, die alle Zuschreibungsmechanismen personaler, ja selbst lokaler Art außer Kraft setzt. Die… …Buchbesprechungen Die Werke Jelineks zeichnen sich durchweg durch eine hohe Selbstreflexivität des Sprachlichen aus, die gewissermaßen das Sagen ständig über die… …mehr linear oder ganzheitlich von einer Geschichte ausgeht, sondern diese durch eine Art Diskursbrei hindurch rekonstruiert, wie er von den Massenmedien… …vielfältigen Verweisungen, die im ersten Beispiel nicht auf Ibsens „Nora“ beschränkt bleiben, schließen auch eine Fülle von Formzitaten ein, in denen… …genealogische Nachträglichkeit solidarisiert. Müßig wäre es auch, das eine oder andere fehlende Argument aufzulisten, denn das Überzeugendste dieser Arbeit zeigt… …Tradition der „Simpsons“ vor allem den niedrigen Instinkten der modernen Zivilisationsmenschen widmet, wird eine typische Familie vorgeführt, deren… …Lebensalltag die Folie für eine burleske Montage aller Platitüden und Klischees dieser Form von Gemeinsamkeit bietet. Alles ist wie im richtigen Leben und doch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 3/2006

    Rüdiger Schnell: Sexualität und Emotionalität in der vormodernen Ehe

    Ingrid Kasten
    …Norbert Elias, nach welcher der Prozess der Zivilisation durch eine entscheidende Zäsur im späten Mittelalter markiert wird, die eine zunehmende… …eine mögliche „Schnittstelle zwischen prädiskursiven Positionen und diskursiv erzeugten Auffassungen“ (S. 6) verraten. Dabei versucht Schnell… …erklärtermaßen, zwischen ‚Essentialismus‘ und ‚Konstruktivismus‘ einen mittleren Weg einzuschlagen. In einem ersten Kapitel erfolgt eine die einleitenden… …. Schnell betont vielmehr selbst die Vagheit seiner Begrifflichkeit, indem er mit Blick auf den Terminus Emotionalität erklärt: „Eine Differenzierung von… …demnach das Gesamtbild, das ein Text, ein Autor, eine Institution oder eine wissenschaftliche Disziplin vom sexuellen Begehren bzw. Tun eines Menschen bzw… …wiederum auf die Person des zweiten Mannes, der der sexuell unbefriedigten Frau zugestanden wird“ (S. 220). „Es scheint dem Menschen eine prädiskursive Macht… …dieser Kategorien von denen der Moderne unterschieden. Die These, dass die Relationen von sex und gender sich in der Vormoderne durch eine Pluralität… …. Dabei ist es ihm durchaus klar, dass die Literatur eine andere, in mancher Hinsicht sogar reichhaltigere Fundgrube für dieses Problemfeld bietet. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Mhd. +moysel, mndl. damoyseel – Zum Wortschatz des „Zwettler Erec“

    Zum Wortschatz des „Zwettler Erec“
    Eberhard Nellmann
    …mit Frau Ziegler konnten sie erstmals eine Transkription sämtlicher Pergamentschnipsel anfertigen 1 nebst einer hilfreichen… …kodikologisch-paläographischen Beschreibung. 2 Auf eine gemeinsame Auswertung mussten sie freilich verzichten. Ziegler bleibt bei ihrer Meinung, dass die Texte auch… …verständlich ist. Trotz mancherlei Divergenzen, die jeweils im Apparat dokumentiert sind 6 , sieht man nun aber klarer. Eine große Zahl schwer lesbarer Partien… …(mit Anm. 2), ferner im Apparat die Angaben zu 8r 2, 8r 6 und 8v 4. 4 Dem Verzicht auf eine genaue Wiedergabe des Forschungsstandes fallen leider auch… …, wenn man von Abb. 9 r absieht, wo jetzt eine zusätzliche Zeile – mit einem Dreireim! – sichtbar geworden ist. 11 Dieser Dreireim ist eines der… …wichtigsten Ergebnisse der neuen Transkription. Er findet eine Parallele in 11 r 6, wo ich einen Dreireim vermutete 12 , ihn aber nicht mit Sicherheit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Mathias Herweg: Ludwigslied, De Heinrico, Annolied. Die deutschen Zeitdichtungen des frühen Mittelalters im Spiegel ihrer wissenschaftlichen Rezeption und Erforschung

    Brian Murdoch
    …größtenteils gelungene Arbeit bietet mehr als eine Zusammenfassung der jeweiligen Sekundärliteratur. Auf die Sackgassen und auf die (manchmal geradezu grotesken)… …Irrwege der Forschung wird zwar verwiesen wie auch auf verschiedene Aspekte, bei denen sich eine communis opinio nachweisen lässt; doch das alles könnte man… …ja etwas kürzer in einem Metzlerband finden. Da Herweg gerade jetzt eine Stagnation in der Forschung an den drei Texten registriert, sieht er nun die… …Schwerpunkten der Kritik bestimmt, doch es ist ebenso wichtig anzudeuten, wo die Forschungslücken sind. Eine weitere (und vielleicht wichtigere) Vorfrage wäre… …könnte eine Memorialfunktion die drei Werke zusammenbinden. In der Präsentation des „Ludwigsliedes“ wird selbstverständlich das Heilsgeschichtliche betont… …„Ludwigslied“ ist und bleibt eine Gedenkschrift de piae memoriae. Nach dem jähen Tod des Königs so kurz nach Saucourt kann man bestenfalls an einen… …dem „De Heinrico“ kann man sich einem zwîvel schwer entziehen. Auch hier lässt sich eine Memorialfunktion vermuten, die aber nicht bestimmt werden kann… …lange durch einen Lesefehler beinträchtigt (Z. 7 bringit her statt früher bruother); beim „Annolied“ fehlt überhaupt eine handschriftliche Überlieferung… …„genotypischen verwertbaren Zusammenhänge“ postuliert. Eine zukünftige Untersuchung der beiden Texte (also nicht „De Heinrico“!) „schüfe aber womöglich… …des „De Heinrico“. Stirling, Schottland Brian Murdoch 5 Eine neue Ausgabe des „Annoliedes“ mit vollständigem Text, den Anmerkungen von Opitz und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Nationale und terminologische Fallen bei raumspezifischer Literaturbetrachtung: Das Beispiel Niederrhein

    Ein Diskussionsbeitrag
    Helmut Tervooren
    …Helmut T e r v o o r e n , Meckenheim Einen Text, besonders einen literarischen Text, an eine Person, an eine Sprache und eine Nation zu binden, ist das… …angemessenes Vorgehen für eine Zeit, in der die biographischen Daten reich fließen, die Sprache mit der Nation zusammenfällt und die Nation einen weitgehend… …, dass ein Wissen um diesen historischen Sachverhalt eine selbstverständliche Voraussetzung für eine literaturgeschichtliche Arbeit in dem Raum ist, den… …sind. Auch heute betreiben Wissenschaftler eine Staatsgrenzenphilologie und gehen nur zu oft von geschlossenen niederländischen oder deutschen Literatur-… …durch ‚bij Nijmegen‘ charakterisiert, hat offensichtlich nicht einmal auf eine Landkarte geschaut). Man weiß zwar, dass moderne nationale oder kulturelle… …hat. Darüber hinaus spielen zunehmend wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Wissenschafts- und Förderungsstrukturen sind auch in einem modernen Europa… …Handwoordenboek“ von J. Verdam nachschlägt, findet zu / ‚dietsch‘ / ‚dutsc‘ eine differenziertere Auskunft: „ bnw. 1.) Germaansch […] 2.) (middel)nederlandsch“ bzw… …Etikettierungen in späterer Zeit bedenklich. Vor kurzem erschien eine Monographie, die durchaus die Züge eines Standardwerkes, eines künftigen Handbuchs trägt… …Jahre als eine 4 Vgl. dazu Karl Meisen: Niederland und Oberland, in: RhVjbll. 15/16, 1950/51, S. 417– 464. Zu den Grenzen vgl. auch den Blick aus dem… …deutschen Sprachraum. Eine Dokumentation zum geistlichen Schauspiel, Teil 1: Die Erforschung der Spielbelege, Köln 1979. 417 Diskussion sehr lebendige…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Call for Papers. Internationales Symposium, Leitbild mit Widersprüchen – Vormärz und Aufklärung, 3.–6. Mai 2007, Wolfenbüttel

    …. Jahrhundert eine entscheidende Etappe innerhalb der neuzeitlichen Modernisierungsprozesse dar: Mit der Durchsetzung eines neuen Menschenbildes, der Aufforderung… …Bildungsfähigkeit des Menschen, die über die pädagogisch-didaktische Seite hinaus eine eminent geschichtsphilosophische Bedeutung hat, verweltlicht die Aufklärung die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2006

    Edition und Sprachgeschichte, Basel, 2.–4. 3. 2005

    Michael Stolz
    …Beteiligung eine von der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition (Kommission für die Edition von mittelalterlichen Texten, verantwortlich: Thomas Bein)… …heute gebräuchlichen Hilfsmitteln wie Wörterbüchern und Grammatiken. Damit aber ist eine Situation entstanden, die sowohl für literatur- wie für… …Tagungsbericht renten, mitunter aber auch missverstandenen und einseitig rezipierten Bewegung griff Gärtner Komponenten heraus, die im Sinne des Tagungsthemas eine… …konventionellen Druckausgabe vorbehalten, während begleitend eine Internet-Plattform exakte Transliterationen der einzelnen Überlieferungszeugen zur Verfügung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Mittelelbisches Wörterbuch, [hg. v. der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Germanistisches Seminar) und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Vorhabenbezogene Kommission Mundartwörterbücher)]. Begr. v. Karl Bischoff. Weitergef. und hg. v. Gerhard Kettmann. Unter Leitung des Herausgebers bearb. v. Hans-Jürgen Bader, Jörg Möhring, Ulrich Wenner

    Werner Besch
    …bis zum 2. Weltkrieg, haben uns letztlich eine unschätzbare Dokumentation althergebrachten sprachregionalen Wortgutes beschert, heute vielfach schon… …über Jahrhunderte ihre Lebenswelt vielfach mit eigenen Benennungen markierten, eine Art ‚worten‘ von Welt vollzogen (Leo Weisgerber), die gewiss unsere… …Buchbesprechungen riet in der DDR unter politischen Druck, übersiedelte 1958 nach Mainz und musste Bibliothek und alles Belegmaterial zurücklassen. Eine Weiterarbeit… …mitteldeutsch u. oberdeutsch) Lautgrenze immer auch eine Wortgrenze bedeutet, denn Wörter folgen z.T. anderen Verbreitungsregeln, aber der Gegensatz Niederdeutsch… …aufmerksam zu machen, die als Folie für die schriftsprachliche Wortselektion ihre Bedeutung haben. Da ist eine eigene Karte nicht vonnöten, zumal wenn nur eine… …, kneifen, Kohl, Korken, Kopfschmerzen, Mädchen und noch eine Reihe mehr. Die Darstellungstechnik für Beleg-Ortung und Zuordnung zu mundartlichen Teilräumen… …scheint mir gut gewählt zu sein. S. XVIII bietet eine Karte der größeren Sprachraumgliederung: insgesamt vier niederdeutsche und zwei mitteldeutsche… …, Nordthüringisch, Anhaltisch u.a.m. S. XIX folgt eine Karte der Kreiseinteilung nach dem Stand von 1938 für das ganze Gebiet, und die einzelnen Belegorte finden sich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Susanne Köbele: Frauenlobs Lieder. Parameter einer literarhistorischen Standortbestimmung

    Gert Hübner
    …der poetischen Verfahrensweisen nichts Geringeres als eine Überschreitung der ‚Substanzenontologie‘ – der Ordnung der Welt in Dinge und Eigenschaften… …, die die Metapher als Vergleich versteht. Profiliert wird dagegen eine der Metapher „auch mittelalterlich eigene Komplexität“; „aus der unbestimmten… …Referenz“ beziehe sie „ihre paradoxe Qualität“ (S. 142). Eine ideengeschichtliche Verortung ermöglicht die „geistige Kontinentalverschiebung“ (S. 19) infolge… …führt zu der Einschätzung, für Lied-, Leich- und Spruchdichtung sei „eine hypothetische Autoridentität beschreibbar zu machen“ (S. 34). Die sieben in die… …Göttinger Ausgabe aufgenommenen Minnelieder ergeben „eine Art ‚Werkganzes‘“ (S. 38), das an einem autorspezifischen Sprachgebrauch samt Sinnangebot teilhat… …einen säkularen oder transzendenten Heilssinn“ (S. 81) entscheidet. Wie im Marienleich werden beide Referenzsysteme so aufgerufen, dass sich eine… …Naturmetaphern an und besetzt es um, indem er sich Konrads Liedmodell entzieht: An die Stelle des generalisierten, unproblematischen Freudekonzepts tritt eine dem… …unkenntlich wird“ (S. 178): Ein „vom religiösen Paradox aus transformierter, ins Ich verlegter und von dort aus auf eine neue Reflexionsstufe gehobener… …von Lied 1. Wie das Ich und seine Verfasstheit auf eine vielschichtige Weise zur Sprache kommen und wie die Innenweltdarstellung eine die… …Minnesangtraditionen. Referiert Frauenlob wirklich auf das Liedschema Neifens, statt eine (belegbare) Verfahrensweise des östlichen Minnesangs – mit Naturmetaphern auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    Andreas Gryphius: Fewrige Freystadt. Erste Neuedition seit 1637. Text und Materialien. Herausgegeben und kommentiert von Johannes Birgfeld, Wehrhahn, Hannover 2006 (Fundstücke, Band 4).

    Nicola Kaminski
    …im Untertitel hervor, daß es sich um die „erste Neuedition seit 1637“ handelt. In der Tat zählt eine Neuausgabe dieser frühen Prosaschrift (genauer… …erschließen. Auf eine Vorbemerkung (S. IX–XII), die (vielleicht ein wenig hyperbolisch) den forschungsgeschichtlichen Stellenwert der vorgelegten Edition… …herausstreicht und Anlage und Zielpublikum exponiert, folgen (unter A.) zur „Einführung“ (S. XV–LV) eine biographische Kontextualisierung des „Freystadt“-Textes… …Abschluß macht ein „Nachwort“ (S. 145–182), welches dem eigenen Anspruch zufolge „eine kurze kulturgeschichtliche Einbettung des Textes vor[nimmt]“ und… …auch das philologische Herzstück, die Edition im eigentlichen Sinne, erweist sich bei genauerem Hinsehen leider nur in Grenzen als verläßlich. Eine… …stichprobenhafte Kollationierung der Seiten 1–21 (Mitte) des Originaldrucks (mir liegt eine Kopie des der Ausgabe zugrundegelegten Breslauer Exemplars vor) mit der… …hilfesuchenden Leser hier doch eine Mischung aus Geschwätzigkeit, einem Dilettantismus, der wenig Vertrautheit mit frühneuzeitlichen Selbstverständlichkeiten… …Be- aus resultiert aus dieser künstlichen Einfügung zusätzlicher Absätze eine die Lektüre unnötig belastende Unannehmlichkeit: daß der Leser nämlich auf… …vermißt man beispielsweise zu „einig“ im Sinne von ‚einzig‘ (S. 7, Z. 3 u. ö.; eine Erklärung findet sich erst zu S. 17, Z. 11), „Trachten“ (S. 7, Z. 6)… …im Unterschied zu einem Großteil der übrigen Texte in dieser Rubrik Gryphius’ erste Leichabdankung bislang nur an für eine barocke Textedition wenig…
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