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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Die Inschriften des Münchner Minnekästchens: Eine Fälschung?

    Christine Wand-Wittkowski
    …DIE INSCHRIFTEN DES MÜNCHNER MINNEKÄSTCHENS: EINE FÄLSCHUNG? von Christine Wand-Wittkowski, Castrop-Rauxel Abstract Das mittelalterliche Münchner… …Minnekästchen steht noch immer unter dem Verdacht, eine Fälschung aus dem 19. Jahrhundert zu sein. Die Inschriften ergeben einen poetischen Text, der bislang als… …, darunter eine Szene, in der ein Mann ein Kästchen anbietet. Vor allem aber enthält das Münchner Kästchen deutschsprachige Inschriften, die eine Frau anreden… …und in denen die Hoffnung auf eine erfüllte Liebesbeziehung zum Ausdruck gebracht wird. Damit schien die Vermutung einer Verwendung dieses und ähnlicher… …wieder in den Verdacht geraten, eine Fälschung aus dem 19. Jahrhundert zu sein. Dorothea und Peter Diemer haben in ihrem 1992 erschienenen Aufsatz… …„Minnesangs Schnitzer“ die in jahrelangen Diskussionen vorgebrachten Argumente, die für eine Fälschung sprechen, gesammelt. Am Münchner Kästchen störe die… …Münchner Minnekästchens: Eine Fälschung? des Kästcheninneren sowie die gänzlich singuläre Szenenfolge der bildlichen Darstellungen. Auch das… …geführt. Dorothea und Peter Diemer erklären schließlich das Kästchen für eine Fälschung. Ihre Untersuchung bringt nicht nur das Münchner Kästchen, sondern… …Chancen für eine Ehrenrettung des Münchner Kästchens als mittelalterlich stehen nun günstiger. Nach Rudolf Göbels neuester technologischer Untersuchung… …vor 1250–60 gefällt worden (Ergebnis nach der 14 C-AMS-Altersbestimmung). Eine Fälschung hält Göbel nicht für möglich. Ein Fälscher des 19. Jahrhunderts…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    „Daß ihm bei jedem Wort, das es spricht, eine Kröte aus dem Mund springt“. Die Brüder Grimm und Perraults Märchen.

    Heinz Rölleke
    …MISZELLE „DAß IHM BEI JEDEM WORT, DAS ES SPRICHT, EINE KRÖ- TE AUS DEM MUND SPRINGT“ Die Brüder Grimm und Perraults Märchen von Heinz R ö l l e k e… …Grimm gewiß schon bei Beginn ihrer Märchensammeltätigkeit, also seit 1807, bekannt. Darauf läßt u.a. eine Anmerkung Jacob Grimms zu seiner eigenhändigen… …Grimm seinerzeit mit den acht Prosamärchen der Perraultschen Erstausgabe vertraut waren oder eine der späteren um vier Texte ergänzten Auflagen kannten 2… …‚comique‘ (Paris 1651, p. 78.) der ‚Peau d’Ane‘“; zu ,Riquet‘ merkt er an: „Könnte am ersten als eine bloße Erfindung gelten“. 9 Außer den Notizen Jacob… …„dürftigste“. 10 In dem Perraultschen Märchen begabt eine Fee zwei Schwestern gemäß ihrem Charakter und Benehmen höchst gegensätzlich: Der ersteren wird bei… …jedem Wort, das sie spricht, eine Blume oder ein Edelstein aus dem Mund fallen, der letzteren aber eine Schlange oder eine Kröte („je vous donne pour don… …„Kinder- und Hausmärchen“ von 1819: „Ich schenke ihm, daß ihm bei jedem Wort, das es spricht, eine Kröte aus dem Mund springt“. 13 Diese neu eingefügte… …„Perrault: les fées“ hingewiesen wird, heißt es dort nämlich: „Die Verwünschung der bösen Tochter, daß ihr bei jedem Wort eine Kröte aus dem Mund springen… …weitergewirkt hat, bezeugt niemand geringeres als Thomas Mann: [...] wir hatten zu Haus eine Geschichte von einer Person, die damit bestraft wurde, daß ihr beim… …Sprechen Schlangen und Kröten aus dem Munde kamen, mit jedem Wort eine Schlange oder Kröte. Es stand nicht im Buch, wie sie sich demgegenüber verhielt, aber…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Christine Wulf, Eine volkssprachige Laienbibel des 15. Jahrhunderts. Untersuchung und Teiledition der Handschrift Nürnberg, Stadtbibliothek, Ms. Solg

    Rudolf Kilian Weigand
    …Buchbesprechungen Christine Wulf, Eine volkssprachige Laienbibel des 15. Jahrhunderts. Untersuchung und Teiledition der Handschrift Nürnberg… …berechnet war.“ 1 Diese einleitenden Sätze Karl Stackmanns umreißen den Hintergrund, auf dem vorlutherische Bibeln zu betrachten sind, wenn man über eine… …. 46–148) eröffnet eine gründliche Beschreibung der Handschrift. Bereits anhand der Schreiberhände kann Wulf drei Teile unterscheiden, und mittels der genauen… …n sein kann. Denn der eigentliche Bibeltext der drei Bücher (Untersuchung S. 70–91) gründet, wie der Prolog, ebenfalls auf M, mithin eine Vorlage, die… …eine Traditionskette der Bibelübersetzung, wenngleich es ihm nicht gelingt, die Auszüge zu einem schlüssigen Argumentationsgebäude zu verbinden… …aufgeführt. Es folgt eine Klage über die Torheit, der der Meister überall begegnet sei. Daran schließt sich ein Summarium, das in 39 Abschnitten einen… …Auseinandersetzung mit dem anonymen Mönch begrenzt, es läßt sich nicht sagen, inwieweit sie tatsächlich örtliche Vorbehalte gegen eine Laienbibel widespiegelt. Auch… …markantes Beispiel darstellt. An den Untersuchungsteil schließt Wulf eine kommentierte Edition (S. 153–244) der Vorreden, des Prologes zu Jos., eines Auszuges… …Rezensenten darstellt. Denn insgesamt liefert Wulf eine solide, ja eine vorbildliche, zudem gut lesbare Untersuchung zu einem wichtigen Teilbereich der… …notwendige Vergleichsmaterial fehlt, darf man nicht ihr anlasten. Es wird vielmehr deutlich, daß noch eine ganze Reihe derart detailbesessener Arbeiten zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    , Casimir Ulrich Boehlendorffs Gedichte. Eine stilkritische Untersuchung (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft, Band 201). Königshausen & Neumann, Würzburg

    Holger Gehle
    …. Robert Habeck, Casimir Ulrich Boehlendorffs Gedichte. Eine stilkritische Untersuchung (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft, Band 201). Königshausen &… …Neumann, Würzburg 1997. Im Jahr 1990 annoncierte Frieder Schellhase eine Ausgabe der Werke Casimir Ulrich Boehlendorffs (1775-1825) in (mindestens) drei… …, als Ergebnis solcher Konsultationen, Boehlendorff eine weitere Rezension in der Erlanger „Litteratur-Zeitung“ vom 28. September 1801 über August Wilhelm… …Hölderlins ein Präjudiz bestärkt, das eine genauere Befassung mit Boehlendorffs Werken (deren keines jemals wieder aufgelegt wurde) verhinderte; ihm „das… …durch Beschäftigung seiner Landsleute 3 noch fortwirkenden Kurländer wieder eine wahrnehmbare literarische Gestalt. Der Zugehörigkeit Boehlendorffs zum… …Berlin sollte Boehlendorff eine kurze, erfolglose und für ihn ruinöse Rolle im literarischen Leben spielen. Fünf seiner sieben wichtigsten… …Fernando“ in Wilmans’ „Taschenbuch für das Jahr 1803“, eine „Geschichte der Helvetischen Revoluzion“ in Woltmanns Zeitschrift „Geschichte und Politik“, vor… …Burgerbibliothek erschlossen hat. Dieser anschaulichen Darstellung folgt im zweiten Kapitel eine philosophiegeschichtlich orientierte Analyse von Tagebuchnotizen… …Abgrenzung zu Friedrich Jacobis Glaubenslehre, wird eine Weltanschauung jenseits der spekulativen Systeme erkennbar, die Boehlendorff in enthusiastischem… …, daß Boehlendorffs Dramen über die epigonalen Züge hinaus vor allem im letzten Schauspiel über Franz den Ersten eine vielversprechende Anlage und eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    ‚Theodisca‘. Zur Stellung der althochdeutschen und altniederdeutschen Sprache und Literatur in der Kultur des frühen Mittelalters. Bericht über eine

    Stephan Müller, Klaus Ridder
    …. Bericht über eine internationale Fachtagung in Schönmühl bei Penzberg vom 13. bis zum 16. März 1997 Die intensivere Beschäftigung mit lange vernachlässigten… …angefertigt wurden. 81 Tagungsbericht ‚Pariser Gespräche‘ die Möglichkeit zur Disposition, daß es sich hier um eine ‚Interimsprache‘, eine ‚Zweit-‘ bzw… …Sprachstufen. Aus der Werkstatt seines Katalogs der Glossenhandschriften bot Rolf Bergmann neue Aspekte für eine Typologie der Glossen- und Glossarüberlieferung… …unterschiedlichsten Kontexten erweist – ein Befund, der dem Ringen um ein ‚Heldensagenmodell‘ eine neue Perspektive gibt. Stephan Müller verfolgte die Kombination von… …einem verzerrten Bild zu führen droht. Eine elaborierte Form pragmatischer Zweisprachigkeit stellte Reiner Hildebrandt vor. Anhand einer Reihe von… …Teil verdeckt haben. Mit Hilfe dialektgeographischer Kategorien versuchte Hildebrandt in einigen Fällen eine Rekonstruktion der ursprünglichen… …durchaus eine eigene literarische Qualität des Althochdeutschen. Durch die derzeit entstehenden oder bereits abgeschlossenen Wörterbuchunternehmen zum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Autonomie, Heteronomie und Literarizität in den „Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ und den „Phantasien über die Kunst“

    Jost Schneider
    …weder für eine nostalgische Refunktionalisierung (Malerei als ,Dienerin der Religion‘) noch für eine forciert moderne Entfunktionalisierung (Musik als… …eine ,abgesonderte Welt für sich selbst‘) eintreten. Statt dessen wird in diesen Werken die Literatur exerzit als eine zeitgerechte Möglichkeit zur… …Lösung des aus der Erneuerung der Künste resultierenden Legitimationsproblems vorgestellt, wobei die Herdersche Geschichtsphilosophie eine entscheidende… …theoretical premise of special importance to the literary aesthetics of Wackenroder and Tieck. I. [. . .] die Kunst ist eine Tochter der Freyheit, und von der… …mit dem Legitimierungspotential der Heteronomie verbinden. Vor dem Hintergrund dieser ideen- und ästhetikgeschichtlichen Bemühung um eine verbindende… …gleichgestellt hatte 2 , differenzieren die Verfasser der „Herzensergießungen“ und der „Phantasien“ also zwischen Malerei und Musik. 3 Als Musterbeispiel für eine… …Erziehung des Menschen [Anm. 1], S. 381: „[. . .] es ist eine nothwendige und natürliche Folge ihrer Vollendung, daß, ohne Verrückung ihrer objektiven Grenzen… …, sondern sie sind eine abgesonderte Welt für sich selbst.“ 8 Es nimmt deshalb nicht wunder, wenn der eine solche, modern-autonomistische Ästhetik… …was von keinem Rade des großen Räderwerks getrieben wird, und keines wieder treibt.“ 9 Als eine ,Dienerin der Religion‘, die heilige Gesinnungen… …einflößt, kann eine solche Kunst nicht mehr fungieren, denn diese 4 Wilhelm Heinrich Wackenroder/Ludwig Tieck: Herzensergießungen eines kunstliebenden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Kein Land in Sicht: Heimat – weiblich? Hg. v. Gisela Ecker. Wilhelm Fink-Verlag, München 1997.

    Ursula Töller
    …führt „eine deutlich ödipale Spur durch die Diskurse um ,Heimat‘“ (10). Die einzelnen Beiträge eröffnen eine differenzierte und zugleich weitläufige… …, entwickelt Birgit Erdle am „Motiv der versperrten Rückkehr“. „Eine der Enthüllung des fal- 283 Buchbesprechungen schen Bewußtseins oder Begehrens der Bilder… …gewidmete Ideologiekritik, auch wenn sie historisch argumentiert“, scheint „selbst als eine schützende screen memory zu wirken: sie überlagert die… …, die verbietet, in der „Wiederkehr ein Selbes“ zu sehen. Eine solche Bewegung ist nicht nur „nicht mehr dialektisierbar“ (190), sondern entwickelt auch… …Ursprungsort“ ist gebunden an eine „Gedächtnis-Struktur“, die einem „In- Erinnerung-Rufen“ (201), nicht aber einer Rückkehr gleicht. Dieser Geschichtsbegriff, der… …eine grundlegende binäre Struktur und damit die Polarität zwischen ,Heimat‘ und Heimatlosigkeit hinterfragt, kann als Horizont aber auch als Ziel der… …der Rezentrierung“ (35) steht im Zentrum ihrer Ausführungen. In ihrer differenzierten Untersuchung kann sie zeigen, daß die Achse, als eine… …Eisennägel eine Rüstung bekommt. Die gleichsam immer mittransportierte Bedeutung und Funktion der Benagelung wird aufgezeigt. Über die „patriotisch-populäre“… …Jahrhundertwende, ist eine Idealisierung der dörflichen Welt zu finden, auch wenn „in ihnen sehr dezidiert ,Heimat‘ als Gegenort gestaltet wird und im… …, wenn auch nicht ohne angemessene Polemik, an Martin Walsers Deutung zum Werk von Maria Beig, daß eine weibliche Autorenfigur das Begehren nach einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten „Friedelehe“. Berlin 1993. 195 S. (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 8)

    Heiko Uecker
    …(„Friedelehe und Mutterrecht“) die hauptsächlich auf der Grundlage der altisländischen Sagas beruhende Behauptung aufstellte, es habe bei den Germanen eine… …„Friedelehe“ gegeben, wurde und wird dies weiterhin als sicher nachgewiesene Tatsache ausgegeben. Eine solche Ehe („Konsensehe“), die – allerdings mit Zustimmung… …die Verhältnisse der Schreibezeit, d. h. des 13. Jahrhunderts wieder. Else Ebels Arbeit stellt sich die Frage, ob sich durch eine philologische Analyse… …erweisen läßt, daß „die sozialen Verhältnisse, so wie sie sich in den Sagas darstellen, auf eine vorliterarische ursprünglichere germanische Zeit“… …zurückdeuten (S. 12), daß „die literarischen Denkmäler des Nordens neben der Vertragsehe eine zweite echte ‚freiere‘ Eheform“ (S. 12) belegten. Ihr Ergebnis ist… …negativ, es habe eine solche „Friedelehe“ als eine ‚freie Ehe zwischen zwei gleichberechtigten Partnern‘ nicht gegeben, sondern es handele sich dabei… …Darstellung des Frillenwesens in den genannten Überlieferungsträgern sowie durch eine semantische Untersuchung des „altwestnordischen Wortschatzes im Bereich… …Interpretation schlüssig und überzeugend. Bei H. Meyer und seinen Nachfolgern findet sich die ideologische Konstruktion vom freien Germanen, der eben auch eine… …frühes Anzeichen männlicher Sympathiebekundung der weiblichen Emanzipation zu ver- 89 Buchbesprechungen stehen, sondern eher als eine Gegenposition zum… …Else Ebel vermutet (S. 116; vgl. hierzu Enzenberger, S. 100). Und noch eine kleine Ergänzung sei gestattet: es ist natürlich richtig, daß das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Wernfried Hofmeister, Sprichwortartige Mikrotexte als literarische Medien, dargestellt an der hochdeutschen politischen Lyrik des Mittelalters. Bochum 1995 (= Studien zur Phraseologie und Parömiologie 5).

    Harald Burger
    …Mittelalters. Bochum 1995 (= Studien zur Phraseologie und Parömiologie 5). Die Arbeit hat zwei herausragende Verdienste: Erstens bietet sie eine Methodologie zum… …homogenen Textkorpus, der politischen Lyrik des Mittelalters. Der erste Teil, der an eine ältere Arbeit des Verfassers anschließt (W.H. [1990]… …der Überlegungen ist die – in meinen Augen plausible – These, daß bei älteren Texten die Echtheitsfrage im üblichen Sinn eine untergeordnete Rolle… …zeitgenössischen Sprichwortsammlungen vorhanden sind, ist die Frage, ob eine sprichwortverdächtige Formulierung tatsächlich ein volksläufiges Sprichwort ist, gar… …nicht beantwortbar. Natürlich sind andere Belege mit ähnlichem Wortlaut eine Stütze der Argumentation, aber sie können nicht das einzige und… …eine „Erfahrungsbasis“, sie wurden aus Erfahrungen gewonnen bzw. wollen zumindest diesen Eindruck erwecken. Damit verknüpft sind die Aspekte der… …„Normativität“ und „Kollektivität“ des Sprichworts. Die in der Fachliteratur immer wieder genannte „Lehrhaftigkeit“ ist dann nur eine textinterne… …Redeteile“, sie sind „geschlossene Aussagen“ mit potentieller „diskursiver Selbständigkeit“ (S. 61f.). Sie haben also eine auch kontextfrei noch realisierbare… …Leser/Hörer dazu, den „Mikrotext“ in Beziehung zum Kontext zu setzen. (3) Sprichwörter weisen eine „geschlossene Satzstruktur“ auf, was allerdings nicht… …(mehr als drei- oder vierzeilige Sätze im Lyrik-Korpus kommen nicht als Kandidaten infrage) und prägnant. Für den Autor ist eine Formulierung dann…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Stefanie Golisch, Ingeborg Bachmann zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 1997.

    Ursula Töller
    …, München u.a. 4 1993. 311 Buchbesprechungen Urteil, er verweist auch auf eine Differenz zwischen literarischem, feuilletonistischem und theoretischem… …Schreiben und darauf, daß im literarischen immer eine Vielfalt und Komplexität verborgen ist. In dem Band „Ingeborg Bachmann zur Einführung“ wird ihr Werk… …chronologisch vorgestellt. Dabei soll die Projektion autobiographischen Wissens auf die literarischen Texte ebenso wie eine weitgehend „dogmatische“ (12)… …Rezeption vermieden werden. Ziel ist vielmehr, „eine möglichst vorurteilslose Annäherung an die Bachmannschen Texte zu ermöglichen“ (12). Im Hinblick auf das… …, warum es unmöglich ward, heute Gedichte zu schreiben“ außer acht. Eine Auslassung, die insofern bemerkenswert ist, als an anderer Stelle auf Adornos… …Provokation eingegangen wird, in dem Sinne, daß die Gedichte Celans und Bachmanns eine Antwort auf Adorno darstellen (46). Ein solches Verständnis glättet… …Auseinandersetzung mit den lyrischen Arbeiten nimmt in erster Linie Bewertungen (und es muß von Bewertung gesprochen werden, auch wenn eine anderslautende Zielsetzung… …Kriterien für eine Lesart, noch wird eine wie auch immer formulierte Frageoder Themenstellung dem Werk gegenüber entwickelt. Daß aus einer solchen Indifferenz… …Golisch die Erzählung „Drei Wege zum See“ (II, 394–486), in der eine „kritische Erzähler-Instanz“ (111) völlig fehlt, aber auch die Erzählung „Undine geht“… …sich durch die gesamte Erzählung zieht und die Figur Undines prägen, ein letztes Mal zum Ausdruck. „Ästhetische Distanz“ und eine Erzählweise, die ,nicht…
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