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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Rodney W. Fisher: Heinrich von Veldeke, Eneas. A Comparison with the Roman d’Eneas, and a Translation into English (Australian and New Zealand Studies in German Language and Literature, edited by Gerhard Schulz and John A. Asher; Vol. 17), Frankfurt a. M./New York/Paris/Wien 1992

    Ulrike Zellmann
    …erkannt. Eine „angemessene Deutung des ‚Eneasromans‘ im Kontext der entstehenden weltlichen Erzählkunst“, wie sie Dieter Kartschoke 1986 forderte, liegt… …führte bereits Anfang der 80er Jahre das sogenannte „Veldeke-Problem“ einer wohlbegründeten Lösung zu. 2 Als eine der grundlegenden Methoden für eine… …Arbeiten von Hans Fromm zu nennen. 3 Die Untersuchung von Anette Syndikus, die nach den Kategorien fragt, mit denen eine zu Unrecht getadelte Dido eigentlich… …Liebesopfer gleichermaßen, auf Dido, Lavinia und Aeneas. Selbst die sogenannte individuelle Position des Lyrikers Veldeke erfährt hier nebenbei eine neue… …‚Eneasromans‘ mit dem Roman d’Eneas stellt sich Rodney W. Fisher in die Reihe der Untersuchungen, die im kleinschrittigen Textvergleich eine adäquatere… …Buchbesprechungen Erfordernissen im Lehrangebot, das zur Etablierung von „cross-cultural or inter-departmental courses“ tendiere – eine Entwicklung, mit der auch die… …alle guten Übertragungen bereithalten: Sie erweitert die Palette der Möglichkeiten, nach Alternativen der Deutung zu schauen, und ist daher eine… …Kartschokes Wahl umständlich: „und würde da um die Wette der Liebeskampf gekämpft, könntet ihr sehr wohl gewinnen.“ Eine der vielen höfischen… …„legte Ansehen und Glück ganz in eine Hand“, nämlich – wie bei Vergil (vgl. Aen. IV, 165–261) – in die des Eneas, gibt der Diskussion eine neue Richtung… …mehr entspricht (S. 3 f.). Der Darstellung mittelalterlicher Vergilrezeption, die das Antike in die eigene höfische Kultur übersetzt und eine eigene…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Sabine Obermaier, Von Nachtigallen und Handwerkern. ,Dichtung über Dichtung‘ in Minnesang und Sangspruchdichtung (= Hermaea N.F. Bd. 75). Tübingen 1995.

    Martin J. Schubert
    …Stoffülle wartet der Band Sabine Obermaiers über ,Dichtung über Dichtung‘ auf. Eine Menge auseinanderstrebenden Materials vom späten 12. bis zum frühen 14… …zusammengeführt. Das mutige Projekt, die Lyrikuntersuchung nicht auf eine der Hauptgattungen zu beschränken, um differenzierend Gemeinsamkeiten und Unterschiede… …hier eine Gesamtdarstellung der ,Dichtung über Dichtung‘ in der gesamten Lyrik geplant, also unter Einbezug des bislang vernachlässigten Minnesangs (5)… …(59). In Hartmanns Minnesangkritik (MF 218,5) betont Obermaier die formale Neuerung, im Einbezug des Kreuzlieds eine Bewegung „an die Grenze der Gattung… …verzeichnet (89); der Austausch von minnetheoretischen Argumenten verläßt nicht den Rahmen des Minnesangs. Bei Walther selbst stellt Obermaier eine Erweiterung… …Einzelstück im Umkreis der milte-Thematik: indem der Lastervorwurf gegen falsche milte in eine allegorische Gerichtsverhandlung umgesetzt wird, werde das… …Selbständigkeit eine Entwicklungstendenz sei (269, vgl. 277). Der knappe Ausblick auf die spätmittelalterliche Weiterentwicklung der sangspruchdichterlichen Formen… …Klassifizierung des Selbstlobs „als eine ,Anti- Totenklage‘“ (S. 240), da nur der Lobaspekt umgekehrt wird, nicht aber die Klage. 3 Auch nach der Grenzziehung S… …Meistersang wird die hierarchische Abstufung singer – meister konkretisiert (303). Eine Betrachtung der ungeregelten gattungsartigen Termini, der Verwendung von… …Figur des Minnenden, während es sich in der Sangspruchdichtung durch Bezug auf den Literaturbetrieb definiert, was eine größere formale wie thematische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Irene Berkenbusch, Speculum Virginum. Mittelniederländischer Text. Edition, Untersuchungen zum Prolog und einleitende Interpretation. [Europäische Hochschulschriften: Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur; Bd. 1511]. Peter Lang, Frankfurt am Main 1995.

    Geert H.M. Claassens
    …gehalten sind, wird eine vielseitige Auseinandersetzung über den Weg zum Seelenheil in einem Konvent wiedergegeben. Der Autor setzt hierzu verschiedene… …geblieben, wenn sie auch leider nicht alle den vollständigen Text wiedergeben. Zusätzlich ist auch noch eine Handschrift einer altschwedischen Übersetzung… …vorhanden. Eine so breite Überlieferung rechtfertigt ohne weiteres eine nähere Erschließung der mittelniederländischen Übersetzung, zumal diese in einem… …hat: Eine Ausgabe des mittelniederländischen Textes sowie eine Einleitung in das Werk durch eine Interpretation des Prologs, der eine programmatische… …, etc.)? Handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Idiosynkrasie der Handschrift? Dies scheint mir höchst unwahrscheinlich. Wenn letzteres jedoch wirklich… …der Fall wäre, verdiente eine derartige Eigenheit dann keine nähere Erläuterung? 1 Speculum Virginum, hrsg. von Jutta Seyfarth, in: Corpus Christianorum… …nauolchsteren heißen; gedrocken (S. 253, Z. 3) scheint durch gedroncken ersetzt werden zu müssen; sluutsten (S. 229, Z. 9) ist eine Emendation von luutsten, aber… …Mittelniederländischen ausgehend handelt es sich hierbei zumindest um eine sehr bemerkenswerte Form. Und die Form toetten (S. 219, Z. 18) sollte von einem Herausgeber doch… …Wahl der Darmstädter Handschrift als Grundlage für eine Edition. Warum hat man eine ripuarische Abschrift einer mittelniederländischen Handschrift für… …eine Ausgabe gewählt, in der eine Herausgabe des mittelniederländischen Textes angestrebt wird (cf. den Titel des Buches), zumal Handschriften mit einem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Arthur Groos, Romancing the Grail. Genre, Science and Quest in Wolframs’ Parzival, Ithaca 1995.

    John M. Clifton-Everest
    …eine heteroglossale Erzählung: der Dichter erziele seine subtilen Effekte durch eine Vielfalt von ineinanderverschlungenen Erwartungen bezüglich Genre… …Buch zerfällt auf den ersten Blick in eine Reihe von Teilstudien, die oft ganz kurze Textabschnitte zum Gegenstand haben. Doch verweist Groos… …, eine erstaunliche Integrierung gerade in dieser Vielfalt zum Vorschein tritt. Groos macht z. B. deutlich, wie die drei in der Argumentation des Werkes… …Drang, selber Ritter zu werden, bringt den jungen Helden zu einem Artushof, der durch eine Reihe literarischer Anspielungen mit dem idealen Ritterhof… …für die Heteroglossalität bei Wolfram liefern, sondern gleichzeitig eine heilsgeschichtlich positive Rolle für das Rittertum zugestehen, die das… …extreme Skepsis angebracht. Der potentielle Wert solcher Mutmaßungen kann nicht verleugnet werden. Groos verweist z. B. auf eine bemerkenswerte… …. Was die ärztliche Behandlung des verwundeten Anfortas betrifft, bringt Wolfram eine erstaunliche Erudition im Bereiche der mittelalterlichen Heilkunst… …ihren Jargon, auch die deutsche Germanistik. Aber wer für eine internationale Leserschaft schreibt, sollte allgemeine Verständlichkeit anstreben. Was…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Marienlexikon, hrsg. im Auftrag des Institutum Marianum Regensburg e. V. von Remigius Bäumer und Leo Scheffczyk. 6 Bde. St. Ottilien: EOS-Verlag 1988–1994.

    Susanne Fritsch-Staar
    …Fachlexikon handelt, denn die Gottesmutter ist ein Phänomen, das neben seiner religiösen Implikation eine ganze kulturgeschichtliche Epoche, das Mittelalter… …, Ludwig Böer u. a.), von dem allerdings nur ein Band erschienen ist (vgl. Vorwort). Eine Besprechung des Lexikons in einer germanistischen Fachzeitschrift… …Literatur. Wort- und Sacherklärungen sowie Querverweise sind selbstverständlich. Jeder Artikel wird durch eine umfangreiche Bibliographie abgeschlossen, die… …wichtige Publikationen zum Thema enthält und sich auf dem neuesten Stand der Forschung befindet. Allerdings: eine Besonderheit ist die Mariensigle @, eine… …überflüssige technische Spielerei, deren Vorteil der Platzersparnis durch eine eingeschränkte Lesbarkeit erkauft wurde. Dem schnellen Zugriff eher abträglich ist… …unbekanntere ikonographische Darstellungmuster zu zählen sind (z. B. dreihändige Madonna, Madonna del parto, Hostienmadonna oder eine Schreinmadonna). Mit der… …Präsentation einiger Holzschnitte aus der Physiologus-Tradition sowie zahlreicher Gnadenbilder oder der Abbildung von Marienheiligtümern stellen sie eine wahre… …Mitarbeiter bürgen für eine solide, konservative Integrität und fachliche Qualifikation, die gelegentliche fundamentalistische Tendenzen vergessen lassen. Eine… …und Kirche“ 1993 ff zeigt eine Grundausrichtung, in die auch der Artikel „Frau“ von Manfred Hauke (ML Bd. 2 (1989), S. 520–524), übrigens auch Autor des… …Gebiet, die Predigt. Eine Besonderheit aller Artikel ist, daß überall eine Profilierung des jeweiligen Gegenstandes auf Maria angezielt und in gelungenem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 3/1998

    Hans Ruef, Sprichwort und Sprache. Am Beispiel des Sprichworts im Schweizerdeutschen. Berlin, New York 1995 (= Studia Linguistica Germanica 1995).

    Harald Burger
    …Grundlage „eine eigene Sammlung von einigen Tausend Belegen aus schweizerdeutschen schriftlichen Quellen bietet“ (85). Aus dieser Sammlung wurde eine Auswahl… …zugeordnet, z.B. „Geiss“ für die folgenden drei Belege: 1928 Asen e Gitzi git mit der Zit e Geiss (,So ein Zicklein wird mit der Zeit eine Geiss‘), 1897 Fill… …darauf, eine Nennform des Sprichwortes als „Dach“ für die Varianten anzusetzen, was mir angesichts der starken Variabilität der Parömien plausibel… …übernimmt der Verf. die Übersetzung, sofern vorhanden, aus einer Quelle oder er formuliert selbst eine wörtliche Übersetzung. Die Angabe von Bedeutungen wird… …leider sehr restriktiv gehandhabt, was für einen Leser, der des Schweizerdeutschen nicht mächtig ist, eine bedeutende Erschwerung darstellt. Der… …Verbreitung der Sammlung wäre mehr gedient gewesen, wenn alle Sprichwörter (natürlich nicht alle Einzelbelege) eine Bedeutungserläuterung erhalten hätten… …denand bi der lääre Kreapp wohl weniger anfangen kann (eine wörtliche Übersetzung wäre ,Die Pferde schlagen einander beim leeren Futtertrog‘). Da hilft… …Parömiologie, verzichtet auch Ruef auf eine eigentliche Definition des Sprichworts). Um diese Bestimmung zu konkretisieren, diskutiert er zunächst… …gestützt durch die (andernorts gut belegte) Tatsache, daß man sich „häufig bei einem bestimmten Sprichwort an die erste Gelegenheit (oder eine markante… …Kopf in die weitere These, daß es sich beim Sprichwort um eine „natürliche Kategorie“ handle, mit einer prototypischen Struktur (im Sinne der Theorie von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Ingrid Samel, Einführung in die feministische Sprachwissenschaft. Erich Schmidt Verlag: Berlin 1995.

    Heinz Sieburg
    …Begriff geworden. Knapp zwei Jahrzehnte teils hochkontroverser Diskussion und eine fast unüberschaubar großgewordene Vielzahl von Publikationen zu dieser… …Novum 2 , als Monographie jedoch bislang Desiderat. Dabei stellt sich der vorliegende Band in eine ganze Reihe neuerer selbständiger Publikationen, die… …Einleitungskapitel, welches insbesondere eine auch historisch orientierte Hinführung zur Problemstellung leistet, sind es zwei Schwerpunktsetzungen, die den Aufbau des… …gemieden werden, weil sich hierin eine Ungleichbehandlung vermittels der Sprache ausdrücke. Diese, zuerst im Sprachfeminismus vertretene, inzwischen aber… …. 103–107./ Luise F. Pusch: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, doch weiter kommt man ohne ihr – Eine Antwort auf Kalverkämpers Kritik an Trömel-Plötz’ Artikel… …Forschung 2]. 476 Buchbesprechungen kritischen Ansatz ergibt sich die Forderung, über eine ,Entpatrifizierung‘ der Sprache zur Gleichbehandlung der Frauen in… …gleichzeitig der fortschreitende Forschungsgang klar vor Augen geführt wird. Zwar liegen mittlerweile eine Vielzahl von Untersuchungen vor, frühe… …Unterschiede schlicht zu leugnen. Aber die vorgestellten jüngeren Forschungsergebnisse machen deutlich, daß neben der Größe Geschlecht auch eine Reihe anderer… …der „zwei Kulturen“, wonach die Kommunikation zwischen Frau und Mann als eine Form der interkulturellen Kommunikation zu verstehen ist (populär geworden… …dem linguistischen Anfänger erklärt werden – eine notwendige Anforderung an eine Einführung. Wer die betreffenden Abschnitte liest, gewinnt so bereits…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Jürgen Schiewe, Sprachenwechsel – Funktionswandel – Austausch der Denkstile. Die Universität Freiburg zwischen Latein und Deutsch. (Reihe Germanistische Linguistik 167), Max Niemeyer: Tübingen 1996.

    Heinrich Löffler
    …Universität Freiburg i.Br., einer der älteren deutschen Universitäten, deren Geschichte durch eine Reihe vorzüglicher Publikationen gut aufgearbeitet ist… …Deutsch hin abgesucht. Letztere Frage ist zwar hochinteressant und stets aktuell, sie bildet jedoch streckenweise nur noch den Vorwand für eine universitäre… …ersten, theoretischen Teil, der bereits schon eine selbständige Monographie darstellt, wird zunächst die Forschungsaufgabe der universitären… …Artistenfakultät) abgesucht. Dabei wird bewußt auf eine akribische l’art pour l’art-Analyse nach historisch-grammatischen Kategorien verzichtet bis auf wenige Hin-… …der Latinität zur Volkssprache vollzog sich als eine allmähliche Verlagerung der immer schon geübten Sprachenwahl innerhalb der Textsorten, wobei die… …und Ehrendoktorurkunden bezeugen. In der Universität herrschte also von Anfang an eine deutsch-lateinische Diglossie. Es war nicht eine durchgehende… …gewesen wäre. Deutsch war bereits zu Beginn der Universitätsgeschichte eine in ihren Bereichen voll funktionsfähige Sprache und stellte immer schon eine… …Zeugnissen belegen läßt als mit den bislang einseitig zugrundegelegten literarischen Texten, spiegelt gleichzeitig eine Geistes-, Wissenschafts-, und… …Antike über die Kirchenväter tradiertes Weltwissen und eine Schule des Denkens, die es erlaubte, dieses Weltwissen nicht nur zu lernen und… …gleichermaßen lesenswert. Es zeigt eine profunde Belesenheit und Kenntnis der Universitäts- und Bildungsgeschichte(n), der Geistes- und Kulturgeschichte, von der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Jochen Splett, Althochdeutsches Wörterbuch. Analyse der Wortfamilienstrukturen des Althochdeutschen, zugleich Grundlegung einer zukünftigen Strukturgeschichte des deutschen Wortschatzes. Bd. I, 1. 2. Einleitung, Wortfamilien A–Z, Einzeleinträge. LXXVI, 1240 S. (2 Bde). Bd. II. Präfixwörter, Suffixwörter, Alphabetischer Index. 620 S. Berlin, New York: W. de Gruyter 1993.

    Ingo Reiffenstein
    …Hundsnurscher eine geeignete Grundlage für eine Geschichte des deutschen Wortschatzes. Die Schwierigkeiten der Erfassung der mhd., frühnhd. und nhd. Wortfamilien… …Hinzugewinn und Verlust von Wörtern natürlich eine wichtige Rolle spielen muß, aber in jedem Fall mitzubedenken. 1 In: R. Bergmann u. a. (Hg.), Althochdeutsch… …, WINTAN, WIZZAN). Warum vereinzelt auch nur ein Wort eine „Familie“ bilden kann (z. B. BIL, DÔ), verstehe ich nicht. Die Belegdichte der Wortfamilien ist… …keine Wortfamilie anschließbar sind – eine erstaunlich kurze Liste von etwas über 700 Wörtern; das Verzeichnis der Wortfamilien (I, LV-LXXVI) umfaßt fast… …Einzelwörter natürlich völlig verdeckt bleiben. Ob das Konzept der Wortfamilie hingegen eine geeignete Basis für eine Wortgeschichte abgeben kann, ist mir eher… …die von stunta. Warum stân und stantan nicht in eine Wortfamilie gehören, warum zwar stadal unter STANTAN aufscheint, nicht aber stall (das jedenfalls… …auch von idg.* st∂- abgeleitet ist), ist mir unerfindlich. Eine andere, für die Wortgeschichte jedenfalls relevante Frage ist, ob solchen etymologischen… …so eindeutig gesichert (vgl. Kluge/Seebold, S. 115), daß man beide Wörter ohne weiteres in eine Wortfamilie (BERG) stellen könnte; BLEH, das ziemlich… …sicher eine Ableitung von BLÎHHAN ist, steht hingegen in einer eigenen Wortfamilie (mit Querverweis). Kein Zweifel besteht daran, daß nicht nur hî-naht zu… …Einzeleintrag gebucht, obwohl es ganz sicher zu WINTAN (* bî-wunta) gehört. Nicht einsichtig ist mir schließlich, warum WURKEN eine eigene Wortfamilie bilden soll…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Gerhard Härle, Reinheit der Sprache, des Herzens und des Leibes. Zur Wirkungsgeschichte des rhetorischen Begriffs puritas in Deutschland (Rhetorik-Forschungen; 11). Max Niemeyer: Tübingen 1996.

    Ingo Warnke
    …eine präzise Kurzdarstellung des puritas-Begriffs seit der antiken Rhetorik dargelegt. Insbesondere die Zeit von 1500–1800 sei in der bisherigen… …Rahmen seiner literarischen Adaption, der zeittypischen Hygienevorstellungen, der Frömmigkeit etc. zu betrachten, doch entbindet eine solche… …sprachwissenschaftliche Untersuchung verstanden wissen will. Es handelt sich je- 468 Buchbesprechungen doch ebensowenig um eine literaturgeschichtliche wie… …analysiert werden. So vermißt der Leser in manchen Passagen des Buches eine hinreichende Präzision der vorgebrachten Forschungsergebnisse. Der daraus… …nur zu erfahren, was eine sprachliche Norm denn nun im Verständnis des Verfassers eigentlich ist, und insbesondere auch, welche Bedeutung Normierungen… …beabsichtigt der Verfasser mit seinen Schlaglichtern auf Forschungen zur Sprachreinheit bzw. ihrem politischen Mißbrauch eine Gegenstandsbestimmung eigener… …Verständlichkeit der Communicatio ist ein fraglos interessanter und auch wichtiger Gegenstand philologischer Reflexion, doch kann eine adäquate Erörterung weder in… …Reinheitsbegriffs eine Verschiebung von der generellen Reinheit zur Sprachreinheit zu konstatieren ist. Auch der puritas-Begriff sei zunächst in seiner rhetorischen… …, zumal er selbst die Wortfeldtheorie passim erwähnt. Dabei zeigt sich, daß der Verfasser auf eine Bedeutungsbestimmung qua Ermittlung semantischer… …Distinktion zu bedeutungsverwandten Lexikoneinträgen ebenso verzichtet wie auf eine grundlegende Bedeutungstheorie. Wenn auch Ludwig Wittgenstein in der…
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