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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Jutta Breyl: Pictura loquens - Poesis tacens. Studien zu Titelbildern und Rahmenkompositionen der erzählenden Literatur des 17. Jahrhunderts. Von

    Herfried Vögel
    …Buchbesprechungen Jutta Breyl: Pictura loquens – Poesis tacens. Studien zu Titelbildern und Rahmenkompositionen der erzählenden Literatur des 17… …Romans im 17. Jahrhundert einen Satz Harsdörffers voran, der die Bedeutung des Titelbildes für den Erfolg eines Buches hervorhebt: „Bey dieser Zeit / ist… …vorbildet.“ (S. 11) Das gewählte Zitat bezeugt die hohe zeitgenössische Aufmerksamkeit für Frontispiz und Titelgraphik – die eigentlichen Gegenstände der Arbeit… …–, und es verweist auf eine Grundfunktion barocker Romantiteleien, die hier freilich nicht – wie gelegentlich sonst in der Forschung – als Ergebnis… …, sondern als Ausgangspunkt der Untersuchung markiert ist. Unter der leitenden Frage, wie die Bild- und Textanteile der Rahmenkomposition die Romane dem… …(ebd.), unternimmt Breyl es gleichsam nebenbei, die Geschichte der Gattung im deutschsprachigen Raum aus der paratextuellen Inszenierung der ‚Werke‘ zu… …rekonstruieren. Im Fokus der Analysen und Interpretationen stehen die Paratexte selbst. Breyl unterscheidet hier bild- und textförmige Einheiten (z.B. Titelbild… …Titel-Bild selbst. Breyl vermeidet denn auch den Terminus „Paratext“ zugunsten des weniger elaborierten Begriffs der „Rahmenkomposition“ (M. Bohatcová), der es… …ermögliche, „unterschiedliche Bild- und Textsorten als Einheit zu behandeln“ (ebd.). Auch wenn hier für die Begriffsbildung der Arbeit wenig gewonnen ist –… …Beispiel für die Entwicklung der Titelblattgestaltung vom 16. zum 17. Jahrhundert“) lässt sich zugleich auch als sachliche und methodische Grundlegung lesen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    "Klar wie der Tag!"

    Evidenz und Recht in Friedrich Schillers "Maria Stuart"
    Christian Sieg
    …135. Band 2016 · Viertes Heft „KLAR WIE DER TAG!“ – Evidenz und Recht in Friedrich Schillers „Maria Stuart“ von Christian Sieg, Münster Abstract… …uses the theatre as a medium which is not able to express the law discursively on its own. „O sein Verbrechen ist / Klar wie der Tag“ 1 verkündet im… …abhandenkommt. Dies gilt auch für Elisabeths Klarheit, an der sie schon einige Wortwechsel später zweifelt. Motiviert werden diese Szenen durch das juristische 1… …, hier: S. 126; im Folgenden im Text unter der Sigle ‚MS‘ zitiert. 481 Christian Sieg Verfahren, von dem das Stück berichtet. Schiller stellt das… …Taten gehören der Vergangenheit an. Dennoch folgt das Stück, wie schon „König Ödipus“ von Sophokles, einer analytischen Logik und setzt auf Techniken des… …Vor-Augen-Stellens. Die Frage nach der Evidenz des Rechts fungiert in „Maria Stuart“ als Schnittstelle zwischen rechtlichen und literarischen Verfahren. Evidenz spielt… …insofern in vielfacher Hinsicht eine Rolle: Das Stück präsentiert Beweise, die über die Schuld der Protagonistin entscheiden sollen, zeigt wie durch Rhetorik… …Partei der englischen Königin schließlich daran scheitert, die Schuld Maria Stuarts evident zu machen, wird der diskursiv ausgetragene Streit um das… …nicht direkt darzustellen, in einem Brief an Goethe erläutert. Er „sehe die Möglichkeit“, schreibt Schiller in der Anfangsphase der Konzeption des Stücks… …, „den ganzen Gerichtsgang zugleich mit allem politischen auf die Seite zu bringen, und die Tragödie mit der Verurteilung anzufangen“ (MS, S. 209)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Konrad Kirsch: Die Masse der Bücher. Eine hypertextuelle Lektüre von Elias Canettis Poetik und seines Romans "Die Blendung", Konrad Kirsch Verlag

    Bernd Witte
    …Buchbesprechungen Konrad Kirsch: Die Masse der Bücher. Eine hypertextuelle Lektüre von Elias Canettis Poetik und seines Romans „Die Blendung“, Konrad… …Parallelerzählungen selbst gedeutet. So erzählt er im Kapitel „Ein Irrenhaus“ von der gescheiterten Beziehung des Schmieds Jean Préval zu seiner Frau Jeanne, die mit… …einem jüngeren Mann, dem Sergeanten Delboeuf, durchgebrannt ist. 1 Damit soll das zentrale Geschehen des Romans, die Ehe Kiens mit der Haushälterin There-… …, in einem neuen Licht erscheinen. Denn auch der Wissenschaftler wird durch die Verbindung mit einer Frau aus seiner Bahn geworfen. In ihrer Ratlosigkeit… …verbrennen beide Männer ihr Liebstes, der Irre sein Heimatdorf und der Sinologe seine Bibliothek und sein Haus. Zudem wird die Geschichte des Schmieds im Roman… …mit einer mythischen Folie hinterlegt, indem sie mit der homerischen Anekdote parallelisiert wird, Vulkan habe die ihn mit dem Kriegsgott Mars… …hintergehende Venus in einem fein geschmiedeten Netz gefangen und der Lächerlichkeit preisgegeben. 2 Während die Erzählung von dem Schmied, der durch die Untreue… …seiner Frau wahnsinnig geworden ist, die Anfälligkeit der scheinbar rationalen Existenz des Sinologen für die Unvernunft des Triebes aufdecken soll, taucht… …der Mythos vom Ehebruch der olympischen Götter, der in einem homerischen Gelächter endet, das Unglück des armseligen Dorfschmieds in ein ironisches… …Licht. Konrad Kirsch weist am Beginn seiner gelehrten Studie „Die Masse der Bücher“ auf diese doppelte Parallelerzählung hin und deutet sie als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Gabriel Viehhauser-Mery: Die "Parzival"-Überlieferung am Ausgang des Manuskriptzeitalters. Handschriften der Lauberwerkstatt und der Straßburger

    Bernd Schirok
    …Buchbesprechungen Gabriel Viehhauser-Mery: Die „Parzival“-Überlieferung am Ausgang des Manuskriptzeitalters. Handschriften der Lauberwerkstatt und… …der Straßburger Druck, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2009 (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, 55 [289]), X und 574 Seiten… …Karl Lachmann war bei der Arbeit am „Parzival“-Teil seiner Wolfram-Ausgabe (1833) auf Befunde gestoßen, die so wenig zu seinen textkritischen… …Vorstellungen passten, dass er sich bei ihrer Beschreibung in eklatante (und erhellende) Widersprüche verwickelte, die aus der Inkompatibilität von Gegenstand und… …Werkzeug resultierten. Karl Stackmann hat nämlich gezeigt, dass die Lachmannsche Methode u.a. voraussetzt, dass „am Anfangspunkt der für uns überschaubaren… …Tradition […] ein einziger, fest umrissener Archetypus stehen“ muss. 1 Das ist in der „Parzival“-Überlieferung aber offenbar nicht der Fall, denn die… …den allermeisten fällen die lesart der einen klasse mit der andern von gleichem werth ist“. 2 Offenbar liegt hier das vor, was Stackmann als 1 Karl… …. Mittelhochdeutscher Text nach der sechsten Ausgabe von Karl Lachmann. Übersetzung von Peter Knecht. Mit Einführungen zum Text der Lachmannschen Ausgabe und in Probleme… …der ‚Parzival‘-Interpretation von Bernd Schirok, Berlin/New York 2003, S. XVI, XIX). 127 Buchbesprechungen gleichwertige Parallelversionen3 und Joachim… …eben noch gleichwertig – nun auf einmal „mehr unbezweifelt falsches oder aus falscher besserung entstandenes darbietet“ als *D. 5 Damit war der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2026

    Das Taktgefühl der Uhrmacherin

    Leseszenen in Marie von Ebner-Eschenbachs "Lotti, die Uhrmacherin"
    Dr. Sophie-C. Hartisch
    …Abstract: DAS TAKTGEFÜHL DER UHRMACHERIN Leseszenen in Marie von Ebner-Eschenbachs „Lotti, die Uhrmacherin“ von Sophie-C. H a r t i s c h , Bonn Die… …weiteres (absurdes) Beispiel. Eine Frau liest einem Schriftsteller ihren Text zur Beurteilung vor. Der Schriftsteller konzentriert sich jedoch nicht auf das… …Vorgelesene, sondern nimmt nur ein Gemurmel wahr. Die Szene zieht sich in eine unerträgliche Länge, die Frau hört nicht auf zu lesen. Schließlich erschlägt der… …Schriftsteller sie. Der letzte Satz lautet: „Die Geschworenen sprachen ihn frei“ (Anton Tschechow: Ein Drama [1887], in: Ders.: Das schwedische 187 Sophie-C… …berichtet der Erzähler, fördert ihre Ausführung doch eine beträchtliche Anzahl von Unannehmlichkeiten zutage: namentlich Ameisen, piksendes Gras und vom Wind… …wird diese Beschreibung von der Schilderung, wie Nathanael aus E.T.A. Hoffmanns „Sandmann“ beginnt, Clara vorzulesen, die „etwas langweiliges wie… …dem Ausruf: „Ach, er hat mich niemals geliebt, denn er versteht mich nicht“. 7 Als Nathanael daraufhin der nur „Ach“ seufzenden Puppe Olimpia vorliest… …vermeintlich verständigen Zuhören offenbart sich für Nathanael der Zusammenklang der Gemüter. Dass für diesen Zusammenklang wohl mehr vonnöten ist als ein „Ach“… …, lässt sich dagegen dem tragischen Ende der Erzählung entnehmen. Zündholz. Kurzgeschichten und frühe Erzählungen, hg. v. Gerhard Dick, Wolf Düwel, 3. Aufl… …liest Sonja die Auferstehung des Lazarus vor. Die Erzählinstanz trifft daraufhin folgende Aussage über die Eigentümlichkeit der Szene: „Der Kerzenstummel…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Christoph Grolimund, Die Briefe der Stadt Basel im 15. Jahrhundert. Ein textlinguistischer Beitrag zur historischen Stadtsprache Basels

    Michael Elmentaler
    …Buchbesprechungen Christoph Grolimund, Die Briefe der Stadt Basel im 15. Jahrhundert. Ein textlinguistischer Beitrag zur historischen Stadtsprache… …Basels. Tübingen/Basel: Francke Verlag 1995. [= Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur, 69] Der Mitte der 70er Jahre einsetzende Boom der… …ausgehend, mit Problemen der Einbettung historischer 153 Buchbesprechungen Sprachvarietäten in soziale und situative Zusammenhänge beschäftigen. 1 Dies gilt… …insbesondere für das Teilgebiet der diachronen Textpragmatik im Sinne einer Rekonstruktion der Entstehung und Funktion historischer Textsorten, wie sie etwa von… …, die 1993 an der Universität Basel als Dissertation angenommen wurde, ist in diese Forschungstradition einzuordnen. Sie befaßt sich mit der Pragmatik der… …historischen Textsorte ‚Missive‘ am Beispiel der Stadtsprache Basels im 15. Jahrhundert. Als „Missiven“ oder „Sendbriefe“ werden in der zeitgenössischen… …, bietet diese Textsorte in besonderem Maße die Möglichkeit, die Reichweite und Struktur der Kontakte einer frühneuzeitlichen Handelsstadt wie Basel zu… …erfassen und die Beziehungen zwischen der Textstruktur und ihren pragmatischen Funktionen zu untersuchen. Methodisch lehnt sich der Vf. an die jüngere… …Textlinguistik an, deren Verfahrensweisen er für die Analyse historischer Textformen nutzbar zu machen versucht. Das erste Kapitel der Arbeit (S. 1–24) wird durch… …einen ausführlichen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Stadt und Sprache“ eröffnet. In der neueren soziodialektologischen Forschung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Helmut Tervooren, Van der Masen tot op den Rijn. Ein Handbuch zur Geschichte der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum von Rhein und

    Jens Haustein
    …Buchbesprechungen Helmut Tervooren, Van der Masen tot op den Rijn. Ein Handbuch zur Geschichte der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im… …traditionell literaturgeschichtliche Gesichtspunkte aufeinander zu beziehen sucht. Der Band ist zu guten Teilen von Tervooren selbst verfasst; einzelne, zum Teil… …. Insgesamt ist er vom Paradigma des Raumes begrenzt und nach dem der Gattung geordnet: Größeren Abschnitten über geistliche Literatur (S. 33–88), Epik (S… …ergänzt durch ein Kapitel über Höfe in den Niederrheinlanden und eines über Sprache und Sprachen an Rhein und Maas. Gerade die Stellung der beiden 129… …, die Niederlande und Belgien parzellierte Land zwischen Rhein und Maas, das, wie es schon zeitgenössische Quellen bezeichnen, Land Van der Masen tot op… …den Rijn. Es umfasst die Bistümer Köln und Lüttich, berührt im Norden und Nordwesten Teile der Bistümer Utrecht und Münster und im Süden die… …(S. 23). Der Raum ist damit nicht primär sprachhistorisch, sondern eher vor der Folie einer zeitgenössischen Raumauffassung seit Veldeke… …ebenso mit Blick auf diesem Raum für die Aufarbeitung der lateinischen Literatur noch vieles, manchmal fast alles, zu tun, so dass Kompromisse bei der eher… …worden, sondern auch Literatur, die dort rezipiert wurde“ (ebd.). Damit hat er die neuerdings vielfach erhobene Forderung aufgegriffen, in der… …raumbezogenen Literaturgeschichtsschreibung autor- und textbezogene Fragen mit solchen der Rezeption von Texten und der Produktion von Handschriften zu verknüpfen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2018

    Dorothea Walzer: Arbeit am Exemplarischen. Poetische Verfahren der Kritik bei Alexander Kluge, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Michael Niehaus
    …Buchbesprechungen Dorothea Walzer: Arbeit am Exemplarischen. Poetische Verfahren der Kritik bei Alexander Kluge, Paderborn: Wilhelm Fink 2017… …Walzer versucht in ihrer Untersuchung diese rastlose Tätigkeit und diese gegenseitige Durchdringung mit Hilfe der Kategorie des Exemplarischen zu erfassen… …klassischen Sinne geht. Diese Abkehr vom Exemplum ist freilich, wie Walzer weiß, ein Signum der Moderne, zu dem schon die „Essais“ von Montaigne den Weg weisen… …: „Das Exemplum, durch dessen Allgemeinheitsanspruch sich vormals die Beständigkeit der göttlichen Ordnung manifestierte, geht nunmehr seiner Eindeutigkeit… …erwähnt. Überhaupt nicht erwähnt wird wiederum Koenen, der in „Das rote Jahrzehnt“ [Anm. 2] eine mit erheblichem Materialeinsatz und Quellenstudium… …die philologische Theoriegeschichte zu sein, die Weder schreibt. 9 Vgl. Nikolaus Wegmann: Vor der LITERATUR. Über Text(e), Entscheidungen und starke… …der Verfasserin zufolge in besonderer Weise, und sie erklärt programmatisch: „Kluges Arbeit am Exemplarischen kann, wie ich in dieser Arbeit zeigen… …Theoriedesign in Stellung gebracht, in dem die irreduzible Bedeutung des Singulären gegenüber dem Allgemeinen, des Falls gegenüber der Regel betont wird. Eine… …Forester; Mirjam Schaubs „Das Singuläre und das Exemplarische“; „das ‚problematische‘ Wesen der Idee bei Deleuze“ (S. 20); Giorgio Agamben, der den… …„Paradigmenbegriff des Aristoteles“ (S. 21) aktualisiert und radikalisiert; das Konzept der Problematisierung bei Althusser; usw. Alles, was im Dienste des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2002

    17. Anglo-Deutsches Colloquium: Texttyp und Textproduktion in der Literatur des deutschen Mittelalters Newcastle (Durham), 12.-16. 9. 2001

    Silvia Reuvekamp
    …17. Anglo-Deutsches Colloquium: Texttyp und Textproduktion in der Literatur des deutschen Mittelalters Newcastle (Durham), 12.–16. 9. 2001 Seit 1966… …. Bei der Auswahl der ca. 50 Teilnehmer ist es daher ein besonderes Anliegen, auch den wissenschaftlichen Nachwuchs beider Länder möglichst breit… …Entstehungsbedingungen und Produktionsweisen volkssprachiger Texte und wendete sich damit der Produktionsseite des mittelalterlichen Literaturbetriebs zu. Das Tagungsthema… …schloss an Theoriediskussionen der letzten Jahre (New Philology, Medientheorie, Narratologie, Gattungstheorie, Intertextualität) an, in deren Folge… …grundlegende Kategorien der Produktion und Konstitution gerade mittelalterlicher Texte eine neue Betrachtung erfahren haben (Offenheit der Texte; Problem der… …usw.). Dabei hatte vor allem die Diskussion um eine ‚Neue Philologie‘ für das herkömmliche Autor-Werk-Konzept der Mittelalter-Philologien weitreichende… …sachliche wie methodische Konsequenzen. Deutlich geworden ist nicht allein, wie begrenzt unser Wissen von der Wirklichkeit des volkssprachigen… …Literaturbetriebs, den tatsächlichen Arbeitsbedingungen und Arbeitsweisen sowie der gesellschaftlichen Position und Bildung der Autoren ist. Vielmehr fordert schon… …der in den Überlieferungsverhältnissen begründete ‚Verzicht‘ auf ein autor-zentriertes Werkkonzept einen neuen Zugang zur volkssprachigen… …Bearbeitungen, Fortsetzungen und Neufassungen offene Textproduktion angelegt waren oder doch in bestimmten Grenzen sein konnten. In diesem Rahmen ging es der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Periodisierung und Interesse. Die Mitte des 20. Jahrhunderts im Fokus der germanistischen Sprachgeschichtsschreibung

    Thorsten Roelcke
    …Abstract PERIODISIERUNG UND INTERESSE Die Mitte des 20. Jahrhunderts im Fokus der germanistischen Sprachgeschichtsschreibung von Thorsten Roelcke… …(Freiburg) Die Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte folgt verschiedenen Erkenntnisinteressen. Dies zeigt sich insbesondere in der Diskussion um die… …German linguistics in general. 1. Einleitende Bemerkungen „Die Interessenbasis der Erkenntnis affiziert die Möglichkeit der Erkenntnis als solcher“, heißt… …Periodengrenze besondere Beachtung verdient, da hier neben linguistischen auch zahlreiche weitere Erkenntnisinteressen offensichtlich werden, und der Zusammenhang… …These besteht dabei darin, dass sich diese Interessen im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte immer wieder und immer weiter von der germanistischen… …Gardt: Geschichte der Sprachwissenschaft in Deutschland. Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Berlin, New York 1999. 415 Thorsten Roelcke seits… …Jacob Grimm und Wilhelm Scherer vorgelegt wurden; dabei spielt insbesondere der Gliederungsvorschlag Scherers für die Beantwortung der Frage, ob mit der… …gerufen. 5 In der Vorrede zum ersten Band des „Deutschen Wörterbuchs“ 6 setzt Grimm drei Perioden an, die er insbesondere anhand flexionsmorphologischer und… …überlieferungsgeschichtlicher Merkmale charakterisiert. 7 Diese Dreiteilung entspricht im Wesentlichen derjenigen, die Grimm bereits der ersten Auflage des ersten Bandes der… …„Deutschen Grammatik“ 8 zu Grunde legt. In der zweiten Auflage des ersten Bandes9 problematisiert er hingegen diese Dreiteilung und weist auf eine Lücke…
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