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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Performanz als Kategorie einer kulturanalytischen Lingusitik

    Joachim Scharloth
    …PERFORMANZ ALS KATEGORIE EINER KULTURANALYTISCHEN LINGUISTIK von Joachim Scharloth, Zürich Abstract Dieser Artikel behandelt die Frage, wie der… …Performanzbegriff im Rahmen der Linguistik fruchtbar gemacht werden kann. Im Anschluss an eine Rekonstruktion definitorischer Merkmale des kulturwissenschaftlichen… …verbale Interaktion für das Verstehen kulturellen Wandels haben kann und inwiefern diese Perspektive eine Transformation der Gegenstände der Linguistik… …abgeben, was in solchen Sprechanlässen geäußert wurde: Wie eine Kontrolleurin zu einer Fahrkartenkontrolle aufgefordert hat, was der Kassierer an der Kasse… …im Supermarkt gesagt hat oder wie wir einen Kollegen auf dem Gang begrüßt haben. Es hat den Anschein, als sei hier der Sinn der geäußerten Worte von… …nennen. 2 Ich werde der Frage nachgehen, was die Linguistik aus der Beschäftigung mit solchen Kommunikationsereignissen über einen ihrer Gegenstände, das… …Performative ein besonderer Modus des Sprechens ist, der für Handlungen charakteristisch ist, in denen soziale Ordnung und kulturelle Bedeutung hergestellt oder… …ich zeigen, dass es in der Linguistik Forschungstraditionen gibt, an die sich das kulturwissenschaftliche Performanzkonzept anschließen lässt… …beitragen kann. 2. Der kulturwissenschaftliche Performanzbegriff Der kulturwissenschaftliche Performanzbegriff hat – dies ist zunächst wichtig zu betonen –… …mit der Verwendung des Wortes ‚Performanz‘ im Rahmen der generativen Grammatik nichts gemein. Damit ist der Performanzbegriff freilich noch nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2022

    Montierte Zeit

    Synchronizität und Simultanität in Rudolf Brunngrabers Epochenroman "Karl und das zwanzigste Jahrhundert" (1932)
    Sylwia Werner
    …zentralen, von der bisherigen Forschung allerdings vernachlässigten Aspekt hin: Die Organisation der Erzählung durch die Konstruktion synchroner und… …developed by Brunngraber for this purpose. I. Montagen kennzeichnen als Verfremdungstechniken zahlreiche Werke der modernen Kunst und Literatur. Im… …aus organisiert. In der Literatur der Moderne ermöglichten Montagen aber auch die Parataxe und serielle Verfahren neue Ordnungsmuster, die simultan… …ablaufende Geschehen zugleich darzustellen erlaubten und so mit dem klassischen Erzählprinzip des Ausspinnens fortlaufender Handlungsstränge brachen. 1 Der… …Film mit seinen Überblendungstechniken wurde in der Literatur zum Modell der Kontrast- und Parallelmontagen und führte zur Entwicklung des sogenannten… …Kinostils bzw. der filmischen Technik. 2 Insbesondere konnte durch den Einbau von Zeitungsberichten, wissenschaftlichen Texten, Werbeslogans oder… …Politikerreden das allgemeine Weltgeschehen mit der Wirklichkeit der Protagonisten parallel geschaltet werden. Objektiver Weltlauf und individueller Lebenslauf… …der Zeitschrift Kunstforum 151, 2000, hg. v. Sven Drühl, Birgit Richard; Philipp Hubmann: Simultaneität. Modelle der Gleichzeitigkeit in den… …verdeutlicht werden soll, noch weiter zwischen Formen der simultanen Parallelmontage, die gleichsam Momentaufnahmen von Wahrnehmungseindrücken oder… …Sachkonstellationen darstellen, und der Synchronizität langer Handlungsperioden differenziert werden, bei denen auf verschiedenen Ebenen liegende Verlaufs- und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2006

    Sylvia Heudecker, Dirk Niefanger, Jörg Wesche (Hg.): Kulturelle Orientierung um 1700. Traditionen, Programme, konzeptionelle Vielfalt, Niemeyer, Tübingen 2004 (Frühe Neuzeit, Bd. 93).

    Florian Gelzer
    …Schärfe nimmt und sie in fließenden Abtönungen verschwimmen lässt. 617 Buchbesprechungen Vor einem guten Jahrzehnt hat einer der Herausgeber des… …abwechslungsreiches Gelände, geprägt von umfassenden kulturellen ‚Orientierungsbemühungen‘. Ausgehend von dieser These widmet sich der Band einigen zentralen, bis heute… …eingebettet in grundsätzliche Neueinschätzungen des Übergangs zum 18. Jahrhundert aus der Sicht verschiedener Disziplinen. Daraus ergeben sich gewichtige… …Fragestellungen, darunter etwa das Problem, wie man vor der Zeit des Historismus mit Hilfe der Kategorien ‚alt‘ und ‚neu‘ das Verhältnis zur Tradition jeweils… …fügen sich so zu einem vielseitigen Panorama der Zeit um 1700 (wobei das ‚um‘ ca. 1680–1730 bedeutet). Von mündlichem Vortragsduktus ist kaum mehr etwas… …Detailfreude entsteht der Eindruck thematischer Geschlossenheit, der durch einen konzisen Überblick und ein Register abgerundet wird. „Die Orientierung um 1700… …löst die Systematisierung im Barock ab“ (S. 21) – so spitzt Dirk Niefanger in der anregenden Einleitung noch einmal die Konzeption des gleitenden… …grundsätzlich positiv besetzte Begriffe sind, kaum jemand der etwas forcierten Aufwertung der „polygenetischen Diversität um 1700“ (S. 17) widersprechen wollen… …. Die meisten der Beiträge hätten solch suggestiver Rhetorik jedoch gar nicht bedurft. Denn das von – 1 Dirk Niefanger: Sfumato. Traditionsverhalten in… …Paratexten zwischen ‚Barock‘ und ‚Aufklärung‘, in: Lili, Themenheft ‚Barock‘, 98 (1995), S. 94–118, hier S. 96. 2 Thomas Borgstedt, Andreas Solbach (Hg.): Der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2023

    KYBELE oder das Dunkle in Karl Philipp Moritz' "Götterlehre"

    Martin Disselkamp
    …kleinasiatische Gottheit Kybele eine klassizistische Formkultur weit hinter sich. Moritz begreift stattdessen, im Kontext zeitgenössischer Philosophie und der… …eigenen Erfahrungsseelenkunde, die Phantasiewelt der griechischen Mythologie als Tor zu amorphen, rationaler Begrifflichkeit verschlossenen psychischen… …foundation of beauty itself. I. Götter in der „Götterlehre“ In der Dramaturgie der „Götterlehre“ 1 (1791) von Karl Philipp Moritz spielen die Kapitel, die… …unter der Überschrift „Die menschenähnliche Bildung der Götter“ versammelt sind, eine Sonderrolle. Moritz widmet ihnen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und… …Gestaltungswillen. Die Götterkapitel sind es auch, die Moritz bald nach dem Erscheinen der Erstausgabe aus der „Götter- 1 Karl Philipp Moritz: Götterlehre, in: Ders… …„Mythologischen Almanach für Damen“ 2 zugrunde zu legen. Nachdem der Schriftsteller zuvor – gemäß dem Modell von Hesiods „Theogonie“ – das uranfängliche Chaos, die… …ersten Göttergenerationen, die Vielzahl der Ungeheuer und Monster und die Erschaffung der Menschen hat Revue passieren lassen, zeigen sich nunmehr die… …Gegenstand der Kunst die menschliche Gestalt sei. 3 Wenn in der „Götterlehre“ der Schönheitsbegriff, den Moritz in Beiträgen zur ästhetischen Theorie… …aus antiken Dichtungen mit Mythologiebezug. Bei der Arbeit an den Götterkapiteln stützte er sich in erster Linie auf die homerischen Epen und auf… …griechische Hymnen, die vom Handeln der Götter berichten und in denen letztere als individualisierte Personen angerufen werden. Er paraphrasiert Auszüge aus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Leidenschaft als konstitutives Element im Schreib- und Leseprozess von Hamanns "Aesthetica in Nuce"

    Eva Kocziszky
    …seine Muster deutlich zu erkennen, rollst du ihn zusammen, siehst du sie verzerrt oder überhaupt nicht mehr. 1 kaì ¦ gélwß páqoß ™n £donñ2 An der Schrift… …„Aesthetica in Nuce“ werden die Besonderheiten von Hamanns Schreibweise entwickelt. Die Hermetik seiner Texte verdankt sich der systematischen Einbeziehung des… …selbständigen Leser, der sich die Brocken und Fragmente des Textes ‚eschatologisch‘, vom Ende her zusammenzulesen weiß. Hamanns Modell einer leidenschaftlichen… …it marks the boundaries of the discourse of the Enlightenment. 1 Plutarchos: Themistokles, Kap. 29, zitiert nach der Ausgabe: Plutarch: Große Griechen… …und Römer, übers. v. Konrat Ziegler, Zürich, München 1979, S. 399. 2 „Auch das Lachen ist eine Leidenschaft – in der Wonne.“ (Übers. v. E. K.) Longinus… …. Der Text in Handlung Die Literaturwissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten den Leser in den Mittelpunkt der literarischen Interpretation gestellt… …. Ein solcher Paradigmenwechsel kommt dem Verständnis der „Aesthetica in nuce“ Johann Georg Hamanns sicherlich zugute, da es kaum einen anderen… …vorromantischen Autor gibt, der dem Leser so vieles anvertrauen wollte. Man kennt ja Hamanns Äußerung aus den „Sokratischen Denkwürdigkeiten“: Er wünsche sich… …ist, fehlen nämlich alle „Brücken und Fähren der Methode“. 4 Die schwierige Aufgabe, die Hamann dem Leser zumutete, sorgte in der Tat dafür, dass… …Philologen immer wieder von der ,Unverständlichkeit‘ seiner Schriften sprachen. Man glaubte sogar, von einem Prinzip der obscuritas als Grundlage von Hamanns…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2003

    Im Namen des Vaters

    Romaneingänge bei Stifter und Keller
    Elsbeth Dangel-Pelloquin
    …Roman insgesamt erlaubt. Der am Anfang stehende „Name des Vaters“ evoziert sowohl die biblisch-trinitarische Tradition als auch den „nom du père“ bei… …Lacan, die Romaneingänge inszenieren jeweils gegensätzliche Arrangements der Abgrenzung und Vermischung gegenüber der Alltagswelt, sie lassen sich… …. Jahrhundert. Beide gelten als Bildungsromane, beide erzählen in der Ichform die Entwicklungsgeschichte eines jungen Mannes namens Heinrich, beide stehen… …einander zeitlich nahe: „Der Nachsommer“ von Adalbert Stifter von 1857 und „Der grüne Heinrich“ von Gottfried Keller in seiner zweiten Fassung von 1879/80… …, die wie Stifters Roman durchgehend in der Ich-Form erzählt ist. 1 Erste Sätze eines Textes sind wie Zaubersprüche, wie ein „Sesam öffne dich“, das über… …Genette: Seuils. Dt. Paratexte, Frankfurt/Main 1989: „Schwellen sind zum Überschreiten da.“ (S. 391). Dem Paratext und der Verbindung von Paratext und… …Textanfang gilt vermehrt das Interesse der neueren Forschung, so z.B. in der textlinguistisch orientierten Arbeit von Annette Retsch: Paratext und Textanfang… …. Romananfänge bei Stifter und Keller stelle, an der sich das konkrete Gebilde von der allgemeinen Rede löst, sie evozieren in wenigen Worten einen ganzen… …polyphonen Bedeutungskosmos, sie können die Pfeiler sein, die das ganze Romangerüst tragen. Aus produktionsästhetischer Sicht ist der erste Satz – das Incipit… …– der riskante Moment, wo Perspektive und Stilebene getroffen, wo die Grundlagen für die Konstruktion des Ganzen gelegt und die Weichen für den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    "Das Höchste wäre: zu begreifen, dass alles Factische schon Theorie ist"

    Walter Benjamin liest Goethe
    Uwe Steiner
    …University, Houston* 1 In memorian Hans-Georg Rappl (1927–2001) Nach wie vor herrscht die Auffassung vor, dass Benjamins Selbstverständnis als Kritiker der… …Frühromantik verpflichtet sei. Ähnlich wie das der Romantiker scheint sich sein kritisches Interesse an Goethe auf ästhetische Fragen zu beschränken. Gleichwohl… …produktive Aneignung goethescher Gedanken im Medium der Kritik. As a critic, Benjamin is in general regarded to be indebted to German Early Romanticism. Like… …. I. „Jedes in diesem Jahre über Goethe eingesparte Wort ist ein Segen“ (GS III, 352) 1 – nicht nur vor zwei Jahren, als der 250. Geburtstag Goethes… …weltweit begangen wurde, dürfte so mancher dieser Bemerkung heimlich zugestimmt ha- 1* Der vorliegende Text geht auf Vorträge zurück, die der Verf. auf… …Einladung der Evangelischen Akademie, Tutzing sowie in erweiterter Form als Gastprofessor im Frühjahr 2000 an der University of California, Irvine und im… …Herbst 2000 als Max Kade Distinguished Visiting Professor an der Indiana University, Bloomington gehalten hat. Mein Dank gilt Herrn Dr. Jochen Wagner in… …, hg. im Auftrage der Grossherzogin Sophie von Sachsen, 143 Bde, Weimar 1889–1919 (Nachdruck München 1987). 265 Uwe Steiner ben, der ihr zugleich… …gegeben (an Scholem, 22. 4. 1932, GB IV, 82). So konnte er denn den Großteil des Jahres fern der offiziösen Feiern im warmen Süden auf Ibiza verbringen… …bereits im Mai 1932 auch ein „Gebot der Vernunft, die Eröffnungsfeierlichkeiten des Dritten Reichs durch Abwesenheit zu ehren“, obwohl über deren Termin…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1999

    Heiner Müller, Die Gedichte (= Heiner Müller. Werke 1. Hrsg. von Frank Hörnigk). Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main 1998.

    Norbert Otto
    …für (oft auch gegen) das Theater mit der ihnen eigenen Form der Grenzüberschreitung zwischen den Gattungen und Medien immer wieder sowohl die Kritik… …zum einen damit zu tun haben, daß Müller selbst sich in seiner literarischen Produktion nach dem Fall der Mauer weitgehend auf die Lyrik konzentriert… …Schaffens ermöglichte. Mit dem ersten Band der vorläufig auf sieben Bände projektierten „vollständigen Werkausgabe“ (S. 331) sind Müllers Gedichte nun nahezu… …Kenner des Müllerschen Werkes, der dem Band auch ein anregendes Nachwort beigegeben hat, das erste Hinweise gibt zur Einordnung von Müllers Lyrik in den… …Gestus der Objektivität hat und in der schonungslosen Subjektivität einer Poetik der Selbstentblößung endet. Schlicht gehaltene epische Gedichte, die den… …Strophenformen. Früh schon 624 Buchbesprechungen wird der vor allem die Gedichte der fünfziger Jahre bestimmende, zum Teil aber noch in den sechziger Jahren… …vorherrschende Gestus eines vorwaltenden Wissens, der sich pädagogisch-didaktisch, d.h. in der Vermittlung einer mehr oder weniger dezidierten Lehre Ausdruck… …der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre beginnen die Gedichte Müllers teilweise brüchig zu werden, auch wenn die in den späteren lyrischen Arbeiten zur… …Gewißheit geronnene Auszehrung der Utopie in dieser Phase noch weitgehend in der Schwebe gehalten wird durch die Denkfigur einer sozialistischen Spielart… …stoischer constantia, die Geschichte und Subjekt, Theorie und Praxis noch miteinander zu vermitteln in der Lage ist. Ihr Fluchtpunkt ist die lakonische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Poetische willekür

    Historiographie zwischen Inspiration und rhetorischer Produktion in Rudolfs von Ems "Weltchronik"
    Moritz Wedell
    …Inspiration und rhetorischer Produktion in Rudolfs von Ems „Weltchronik“ von Moritz W e d e l l (Berkeley) Der Beitrag diskutiert die Autorentwürfe in Rudolfs… …rekonstruiert. Es wird die These entwickelt, dass der spannungsreichen rhetorischen Anlage des Prologs insgesamt ein profanes Verständnis von Autorschaft… …Rudolf von Ems in seiner „Weltchronik“ entwickle. 1 Herwegs Argumentation setzt bei einer Aufarbeitung der engen Verflechtungen zwischen Rudolfs Chronik… …und den politischen Interessen seines Auftraggebers, König Konrad IV., an. Sie führt dann von dem besonders dringlichen publizistischen Anspruch der… …Überschüssen“, die Konrads Poetik aufweise. 2 Seine bis zu dem Punkt primär historiographische Analyse verbindet Herweg abschließend mit der… …, habe setzen wollen. Dabei wendet sich Herweg dem Eingangsprolog zu und argumentiert vor allem mit dem Topos der Inspiration, durch die Rudolf sich… …Ambition einer zeitlosen memoria auch in eigener Sache“. 4 Hier will ich mit dem vorliegenden Diskussionbeitrag anknüpfen. Denn mit der suggestiven… …Zuspitzung der auktorialen Selbstreflexion im Begriff des poeta recreans wird Rudolf nicht nur ein denkbar hoher auktorialer Anspruch in den Mund gelegt. Der… …Begriff suggeriert auch ein doppeltes Versprechen. Erstens lässt er erwarten, dass der literarische Akt (die Verfertigung einer Erzählung über die… …Erschaffung der Welt durch Gott) mit dem Schöpfungsakt (der Erschaffung der Welt durch Gott) auf eine Ebene gehoben und von dieser Parallele her gedeutet werden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2008

    Ein Plädoyer für Dalila? Bemerkungen zur geistlichen und weltlichen Rezeption bei Gottfried von Admont und Jans von Wien

    Maria E. Dorninger
    …. Dorninger, Salzburg Dalila aus dem „Buch Richter“ galt in mittelalterlicher geistlicher und weltlicher Didaxe als Negativexempel für die Macht der Frauen und… …die Wirkung der Liebe auf den Mann. In Spätmittelalter und Früher Neuzeit verschärfen sich dann die misogynen Tendenzen, und Dalila wird zur… …modify traditional assessments and to a certain extent rehabilitate Delilah or absolve her from guilt. Als eine der bekanntesten und wohl unumstritten… …kontinuierlich negativ beurteilten Verführerinnengestalten der Literatur gilt die im „Buch Richter“ geschilderte Frau aus dem Tal Soracte, Dalila. Die Geschichte… …abschreckendes Exemplum zur Warnung vor zu großem Vertrauen in der Liebe und vor der Macht der Frauen allgemein dienen. 1 Damit wurde diese Erzählung, in deren… …Zentrum der Verrat einer Frau an einem Mann steht, ebenso zu einer Folie für einen möglichen Antagonismus wie auch allgemein für die Beziehung der… …, durch die Emotionen bzw. die Sinne und Sinnlichkeit deutlich. Die Schilderung der Bibel, die keinen Zweifel an der Schuld der Protagonistin lässt… …, beeinflusste nachhaltig die Darstellung und Interpretation Dalilas in der weltlichen und geistlichen Literatur. So erhält im Mittelalter auch Dalila indirekt im… …Topos vom Frau- 1 Vgl. dazu Richter 16. Im Folgenden werden die Namensformen von Samson und Dalila nach der „Vulgata“ zitiert. Zitate aus der „Vulgata“… …richten sich nach der Ausgabe von Christophorus Plantinus: Biblia ad vetustissima exemplaria castigata, Antverpiae 1565. Zur Macht der Frauen in der…
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