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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Karneval in einer kleinen Stadt – Heinrich Manns Roman „Die kleine Stadt“ im Lichte Bachtins

    Heinrich Manns Roman „Die kleine Stadt“ im Lichte Bachtins
    Stefan Ringel
    …diese Bevölkerung und ihre politischen Vertreter als komische Figuren? Zweifellos ist „Die kleine Stadt“ ein „hohes Lied der Demokratie“ 2 , wie Thomas… …. 474. 2 Thomas Mann/Heinrich Mann: Briefwechsel 1900–1949, hg. v. Hans Wysling, Frankfurt/Main 1995, S. 143. Heinrich Mann greift diese Formel begeistert… …Stadt vokat, Kirchthurmpolitiker, Topfgucker und Wichtigthuer, und doch …“ 3 Gerade diese Bevölkerung, gerade diese Politiker mit ihrem begrenzten… …diese Provinzbevölkerung sein, um aufzeigen zu können, wie machtvoll dieser Prozess ist. Das Komische diskreditiert nicht das Ideal, sondern nährt den… …zur Aufrechterhaltung der physischen Existenz – dem Tierischen. Unter anderem in Zolas Roman „La Terre“ findet Heinrich Mann diese Idee vorgestaltet: In… …diese gefräßige und undankbare Erde. Denn was gibt sie zurück, für so viel Arbeit, so viel Leidenschaft? Was stillt sie, von allen Hoffnungen auf ein 3… …und seine Formen und Gebräuche bezogen, so ist er selbst späterhin nicht mehr die Quelle der Karnevalisierung: „Diese Wirkung geht fortan von der… …bestimmte Strömung innerhalb der Literatur sind also nach Bachtin Erben karnevalistischer Traditionen. Diese Ansicht bildet eine Lizenz, einen literarischen… …besonderen Gesetzen und solange diese Gesetze in Kraft bleiben. 16 Zweitens seien Gesetze, Verbote und Beschränkungen während der Zeit des Karnevals aufgehoben… …. 18 Ebd., S. 49. 19 Ebd. 230 Karneval in einer kleinen Stadt Diese inhaltlichen Kategorien wirken sich auch auf das diskursive Erscheinungsbild…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Der Untergang utopischer Heimat – Die Reflexion von Kunst und Kitsch in Gertrud Kolmars „Asien“

    Die Reflexion von Kunst und Kitsch in Gertrud Kolmars „Asien“
    Silke Nowak
    …die späten 30er-Jahre nicht verändert habe. Anhand der Interpretation des Gedichts „Asien“ aus Kolmars lyrischem Spätwerk „Welten“ (1937) soll diese… …, weil diese Gedichte einen auffälligen Bruch innerhalb der ästhetischen Gestaltungsweise Kolmars markieren: Kolmar bedient sich hier erstmals der Technik… …, 4 Shafi [Anm. 2], S. 160. 5 Ebd., S. 162. 6 Diese ‚Fluchtthese‘ erklärt sich unmittelbar aus dem biographischen Entstehungskontext der Gedichte. Als… …ist. 16 8 Mattenklott [Anm. 2], S. 86. 9 Hermann Kasack hat diese Anordnung für den Erstdruck 1947 ignoriert und die Gedichte nach eigenem Empfinden neu… …Gegenbegriffs und täuscht mit Hilfe einer geheuchelten, aufgesetzten, ‚pseudoasiatischen‘ Sprache nur äußerlich deren Kunstwert vor. Diese Spannung von Echtem und… …Wendung „Mutter, / Die du...“, zitiert die formelhafte Anrufung Gottes, die in den „Psalmen“ als Strukturprinzip vorgegeben ist. 24 In diese stilistischen… …, letztendlich aber mit der zweiten Strophe wird die hymnische Du-Ansprache zum Stilprinzip: „Du hast – Dein ist – Du bist – Um dich – Du sitzest“. Diese… …„Haar“ umspinnen auch sie sich gegenseitig zum ‚Gesicht‘ Asiens. Auch an den Augen lässt sich diese vexierhafte („jetzt [...] / Dann wieder“)… …Urwaldblumen“ (12) von Asien stehen zwar nicht wie die ‚blaue Blume‘ symbolisch für eine spezifisch romantische Dichtungskonzeption, doch nimmt die „Mutter“ diese… …. Diese rätselhafte Bestimmung erweist sich nun weniger vor dem Hintergrund fernöstlich-buddhistischer Philosophie als vor dem Hintergrund zeitgenössischer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Lesen als Utopie der Freiheit – Alfred Anderschs „Sansibar oder der letzte Grund“

    Alfred Anderschs „Sansibar oder der letzte Grund“
    Günther Stocker
    …und medientechnisch zu ‚manipulieren‘“ 2 , sehr genau – und das schon seit Jahrhunderten. Diese These eröffnet eine Forschungsperspektive, die der… …seinen Titel gab, geht über diese psychologischen und sozialen Motive hinaus, indem er eine größere Sehnsucht anspricht, eine Hoffnung auf ein anderes… …fremden Menschen und Welten. 8 Doch diese imaginäre Flucht ist ihm bald nicht mehr genug. Immer mehr wird ihm klar, „daß man es auf irgendeine Weise genauso… …Haus stammt und mit ihrer gegenwärtigen Situation nicht zurechtkommt. All diese Kommunikationsstörungen sind durch dogmatisches Denken und gegenseitige… …, deren Namen jeweils als Überschriften dienen und aus deren Perspektive erzählt wird. Auf diese Weise 11 Rhys Williams: Alfred Andersch, in: Heinz Ludwig… …dadurch den Kontakt zu Gott – und damit das Wesen seines Priesterberufs – verloren hat. Vergeblich hofft er auf ein Zeichen. Andersch beschreibt diese… …Wand schreibt. 15 Für den König und seine Gelehrten sind diese Zeichen unlesbar, erst der aus dem Kreis der gefangenen Juden herbeigerufene Daniel vermag… …die Schriftzeichen zu entziffern und diese verheißen das Ende von Belsazars frevlerischem Königtum und gleichzeitig das Ende seines Lebens. Daniel liest… …die Zeichen wie folgt: So heißt die Schrift denn, die hier steht geschrieben: ‚Mene, mene, Tekel, Pharsin.‘ Und es bedeuten diese Worte: Mene: Gezählt… …Tinte, nur für mich zu entziffern“ (S. 89). Er hat dafür zwar eine theologische Erklärung parat, doch ist diese nur wenig tröstlich. Als Anhänger des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Auch in eigener Sache – Ansichten auf Carl Zuckmayers Geheimreport

    Ansichten auf Carl Zuckmayers Geheimreport
    Georg Guntermann
    …in Schutz genommen, zumal diese – insbesondere das zeittypische „Motiv der Zeugenschaft“ (420) – im Nachhinein von ihm selbst problematisiert worden… …verdeckt-oppositionelles Schreiben im ‚Dritten Reich‘“ (272) vor sich haben zu wollen. Kaum verwunderlich, dass Zuckmayer diese eigentümliche Freundschaft nicht ohne innere… …(351). Genaue Sprach- und Stilanalyse, die der Text wahrhaftig verdient, fördert auf diese Weise erhellende Korrespondenzen zutage; die Auseinandersetzung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Doerte Bischoff, Ausgesetzte Schöpfung. Figuren der Souveränität und Ethik der Differenz in der Prosa Else Lasker-Schülers, Niemeyer, Tübingen 2002.

    Magnus Klaue
    …unterwerfen“ (ebd.). Inwiefern diese Reflexion einer „Krise von Besitzökonomie und Repräsentationsdenken“ (16) in Lasker-Schülers Text tatsächlich spezifisch…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Überleben schreiben. Zur Autobiographik der Shoah, hg. v. Manuela Günter, unter Mitarbeit von Holger Kluge, Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2002.

    Georg Slotosch
    …Roman „auf das Defizit der Sprache, eine ganzheitliche Repräsentation zu erzeugen, aber auch auf ihre Fähigkeit, diese Differenz zu markieren“ (S. 134 f.)…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Michael Braun, „HÖRRESTE, SEHRESTE“. Das literarische Fragment bei Büchner, Kafka, Benn und Celan, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2002.

    Hildegard Kernmayer
    …Begrenzung des Textcorpus liegt einer der großen Vorzüge der Arbeit. Denn tatsächlich gibt diese einer Auseinandersetzung mit dem einzelnen Text Raum, die weit… …Schrift, die mit Gewinn zu lesen ist. Dennoch lässt der Text auch eine Reihe von Fragen offen. Diese betreffen einmal mehr Aspekte der Textauswahl. Sie… …einsetzt, den Blick auf ein halbes Jahrhundert Fragmentproduktion freigegeben, die Braun in seiner Studie völlig ignoriert. Diese ist freilich nicht im… …vernachlässigbares Detailproblem. Insgesamt hätte vielleicht eine unterschiedliche Gestaltung und vor allem Ausweitung des Textcorpus diese ‚Vorstudie‘ zu einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Friedrich Schiller u. Diethard Lübke, Einfach klassisch: Wilhelm Tell, Cornelsen Verlag, Berlin 2003.

    Jürgen Jacobs
    …wagen ist. Diese Änderung mag noch relativ harmlos erscheinen. Wohin aber dieses Verbessern des Textes führt, wird in folgendem Beispiel auf instruktive… …vollend ich’s“ am Rand durch „führe ich es aus“ zu erläutern. Erschrocken über diese Kühnheit greift man jedoch unverzüglich zum Rotstift und streicht die… …, so sollten verantwortungsbewusste Pädagogen dafür sorgen, dass diese Machwerke keinesfalls in die Hände von Jugendlichen geraten. Köln Jürgen Jacobs…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Anika Davidson, Advocata Aesthetica. Studien zum Marienmotiv in der modernen Literatur am Beispiel von Rainer Maria Rilke und Günter Grass (Literatura. Wissenschaftliche Beiträge zur Moderne und ihrer Geschichte; Bd. 12), Ergon Verlag, Würzburg: 2001.

    Joseph A. Kruse
    …, vor allem aber auch der Frömmigkeitsgeschichte, wie sie durch die Literatur am greifbarsten gestaltet und damit fest gehalten wird, obwohl diese den… …Zeilen zu lesen und diese Leseerfahrung als fachwissenschaftliche, gleichzeitig ebenso kundige wie distanzierte, verständlich formulierte, aber dennoch auf… …Meditation privatreligiöser Herkunft mit ästhetisierendem Gestus halten konnte, erfährt durch diese Arbeit eine Aufwertung, die dem Prager weltläufigen Dichter… …gewesen. „Zu guter Letzt ging es wohl um ‚Gott‘ (Rilke) und die Welt (Grass).“ (S. 398) In einem Grass-Gedicht, das den Epilog beendet, kommt eben diese…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Civitas permixta und dritte werilt: Die ‚Programmstrophen‘ des „Annolieds“

    Mathias Herweg
    …fortdauernde Vitalität und Verbreitung jenseits der Schriftlichkeit. Auch der Wortlaut des Annoliedprologs bezeugt diese Existenz und wirft darüber hinaus von… …Disqualifizierung jedweder profanen Überlieferung. 10 Diese Sichtweise galt auch noch, als Wolfgang Stammler hundert Jahre später die Diskussion über die… …Signalwort ‚König Artus‘ hin aufwacht und sofort die Ohren spitzt. Anders als das Wunschpublikum des Annodichters wussten diese Hörer nicht hinreichend… …„Annolieds“ nung“ in der Wertung und Darstellung frühmittelalterlicher Dichtungsgeschichte forderte. Man habe diese, so sein Kritikansatz, bislang zumeist… …S.13) suggerierten. Obwohl die gewählten Stoffe (Babel, Alexander, Troja, die Thüringer etc.) diese Sicht zum Teil implizieren, macht sie sich der Dichter… …, sondern zwischen, ja über diesen beiden eine eigene, dritte Welt konstituiere. Diese durch den Hinweis auf die besondere Engelsnähe des Menschen… …Taufe al in vrîe gezalt (c. 4). Die Mirakelerzählung um Volpreht, Kern des eigentlichen Legendengeschehens nach Annos Tod, bestätigt diese Aussage: Sogar… …Plato, Xenophon, Stobaeus, Sextus und Photius); die folgenden Editoren und Kommentatoren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts übernahmen diese Angaben… …dankbar aufgreifend, auf die Homilie zum Prolog des Johannesevangeliums des Johannes Scotus Eriugena. 34 Wie das „Annolied“ definiert diese Schrift den… …Quellenlücken überzeugend und konsensfähig zu schließen vermochte, so geht sein eigentlicher Erkenntniswert weit über diese gennin philologische Dimension hinaus…
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