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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Ulrike Schilling, Kommunikative Basisstrategien des Aufforderns. Eine kontrastive Analyse gesprochener Sprache im Deutschen und im Japanischen, Max Niemeyer, Tübingen 1999 (RGL 204)

    Haruo Nitta
    …komplizierten unbrauchbaren Beschreibung führt. Bei der Arbeit von Ulrike Schilling ist die Wahl eines geeigneten Maßes zum Vergleich zweier ziemlich… …vorbereitenden empirischen Arbeit hat sie ein Raster entwickelt, in dem sprachliche Formen der Aufforderung im Deutschen und Japanischen platziert und verglichen… …deren sprachliche Realisierungsformen in beiden Sprachen sehr überzeugend. Die Autorin stellt fest: Aufgrund der differenzierteren Wahrnehmung sozialer… …Beziehungskonstellationen im Japanischen tritt im japanischen Kontext die Markierung soziativer Bezüge in den Vordergrund. Die Kennzeichnung der aktuell vorliegenden… …spezifischen Intention, die – für beide Sprachen zutreffend – im System der dargestellten Basisstrategien des Aufforderns zum Tragen kommt, spielt im deutschen… …Japanischen. Im deutschen Kontext hingegen ist die Abstufung der Einschätzung sozialer Bezüge weniger rigide und vollzieht sich in gröberen Kategorien wie… …‚fremd – vertraut‘, ‚jung – alt‘ etc. Infolgedessen ist das japanische Sprachsystem differenzierter bei der Kennzeichnung ve rschie den er… …Partnerkonstellationen, auf der Ebene einer Partnerkonstellation dann jedoch weniger vielfältig. Umgekehrt proportional stellt das deutsche Sprachsystem weniger… …offensichtliche Markierungen für soziative Bezüge bereit, bietet aber innerhalb der weit gefassten Kategorien eine große Vielfalt an Realisierungsmustern der… …hauptsächlich durch die Wahl des Wortschatzes markiert werden, sind auch als grammatisch zu bezeichnen. Wenn sie auch meint: „Gerade der Aspekt der Soziativität…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Christian Fischer, Die Stadtsprache von Soest im 16. und 17. Jahrhundert. Variationslinguistische Untersuchungen zum Schreibsprachenwechsel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1998 (Niederdeutsche Studien 43)

    Robert Möller
    …Schreibsprachenwechsel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1998 (Niederdeutsche Studien 43) Der Übergang zur neuhochdeutschen Schriftsprache… …. Jahrhunderts. Es ist jedoch wohl kein Zufall, dass sich nur der Untertitel dieser Potsdamer/Münsteraner Dissertation auf den Schreibsprachenwechsel bezieht… …. Anders als in vielen älteren Arbeiten zum ‚Eindringen der neuhochdeutschen Schriftsprache‘ in niederdeutschen Städten1 schließt sich der hier gewählte… …Kriterien differenzierbares und zu differenzierendes Diasystem“ (S. 8) verstanden, und dementsprechend geht es darum, das ganze sprachliche Spektrum der Stadt… …Soest in der Zeit dieses Umbruchs auszuleuchten (mit der empfindlichen, aber unvermeidlichen Einschränkung, dass dies nur für den kleinen Teil des… …in der neu von ihm herausgegebenen Dissertation von Franz Brox: Die Einführung der nhd. Schriftsprache in Münster, Münster 1994. 449 Buchbesprechungen… …In der Arbeit geht es über die rein sprachhistorische Untersuchung von Sprachen, Varietäten und Sprachwandel hinaus um die Erhellung der… …. (So ist der vorliegenden Arbeit nicht nur im Detail zu entnehmen, wie das ‚Eindringen der neuhochdeutschen Schriftsprache‘ in Soest abgelaufen ist… …der Soester Schreibsprache des 16./17. Jahrhunderts dient in erster Linie ein Korpus aus 124 Texten, die nach den Originalen transliteriert und… …sind. Die Zuordnung zu Schreiberhänden ergibt 56 verschiedene Hände – eine aufwendige Maßnahme, die sich aber in der Analyse als sehr nutzbringend…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Ursula Rieke, Studien zur Herausbildung der neuhochdeutschen Orthographie. Die Markierung der Vokalquantitäten in deutschsprachigen Bibeldrucken des

    Ursula Götz
    …Buchbesprechungen Ursula Rieke, Studien zur Herausbildung der neuhochdeutschen Orthographie. Die Markierung der Vokalquantitäten in deutschsprachigen… …Bibeldrucken des 16.- 18. Jahrhunderts, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1998 (Studien zur Geschichte der deutschen Sprache 1) Die Bezeichnung der… …Vokalquantitäten ist ein schwieriger Bereich der neuhochdeutschen Orthographie. Wie sich der heute gültige Gebrauch herausgebildet hat, war bisher nur in Grundzügen… …sowie von , , , und in Bezug auf ihre Verwendung in der neuhochdeutschen Orthographie. Das Corpus umfasst insgesamt 26 Bibeln, die zwischen 1522 und… …Erscheinung nacheinander für jeden der 26 Corpustexte in absoluten Zahlen und in Prozentwerten, mit Angabe der noch nicht konsequent markierten Lexeme und mit… …Ausreißern) linear auf die heutige Rechtschreibnorm zu bewegen. Diese Entwicklung verläuft im Bereich der Vokallängenbezeichnung konsequenter als bei den… …mehr Übereinstimmung mit der neuhochdeutschen Norm. So hohe Werte treten bei den Doppelkonsonanten erst etwa 100 Jahre später, und auch dann noch nicht… …in allen Texten, auf. Eines der Ziele der Arbeit von U. Rieke ist es, „die von W. Besch betonte Bedeutung des Ostmitteldeutschen für die Entstehung der… …nhd. Schriftsprache ab der 2. Hälfte des 15. Jhs. zu überprüfen“ (S. 18). Aus diesem Grund werden auch die Verhältnisse in den verschiedenen… …Sprachlandschaften miteinander verglichen, und zwar für die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, da nur für diesen Zeitraum aus jeder der unterschiedenen Druckersprachen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Albrecht Hausmann, Reinmar der Alte als Autor. Untersuchungen zur Überlieferung und zur programmatischen Identität, A. Francke, Tübingen, Basel 1999

    Gert Hübner
    …Buchbesprechungen Albrecht Hausmann, Reinmar der Alte als Autor. Untersuchungen zur Überlieferung und zur programmatischen Identität, A. Francke… …Stelle der ‚Echtheit‘ tritt die ‚Überlieferungswirksamkeit‘, die aus den überlieferten Korpora mittels der Kategorien Konstanz und Mutanz abgeleitet wird… …. Die Koinzidenz von Überlieferungshäufigkeit und Tongruppierung konstituiert ‚Überlieferungsreihen‘ und lässt auf die ‚historische Relevanz‘ der Texte… …in ABCE bildet eine Überlieferungsreihe x1 aus den Tönen (in der MF-Zählung) I, III-VI, VIII-XV sowie Rugge XI. Zweitgrößte Relevanz kommt einer… …Überlegungen, die zumeist eine Differenz zwischen *BC, *AC und *AE-Fassungen begründen. Ein erster Interpretationsteil stellt das programmatische Konzept der… …Souveränität‘, das den Mann durch den Verzicht auf die prekäre Erfüllung vom weiblichen Wohlwollen unabhängig macht. Das Normproblem wird dabei verinnerlicht, der… …mit der typischen Liebender-Sänger- Rolle entspricht ein Gegensatz zwischen ‚Erzählfiktionalität‘ und ‚Rollenspielfiktionalität‘: Der… …Sprecherrollenwechsel signalisiert den Fiktionalitätskontrakt; da das Ich der Frauenstrophe nicht mit dem Sänger identifizierbar ist, geht das auch bei der Männerstrophe… …nicht. Im ‚Manneslied‘ dagegen wird der Fiktionalitätskontrakt nicht vertextet. Ein zweiter interpretatorischer Teil entwickelt die Aporie des Programms… …„Erosion der Beziehungshaftigkeit von Minne“ und einer „Entsubstantialisierung der Frau“ (S. 193). Der „frivol gefärbte Witz“ des Kussraubs (X) und des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Ricarda Bauschke: Die "Reinmar-Lieder' Walthers von der Vogelweide. Literarische Kommunikation als Form der Selbstinszenierung, Universitätsverlag C

    Gert H�bner
    …Buchbesprechungen Ricarda Bauschke: Die ‚Reinmar-Lieder‘ Walthers von der Vogelweide. Literarische Kommunikation als Form der Selbstinszenierung… …und diffiziles Problem der Walther-Philologie und auch der Reinmar-Forschung“ vor (S. 11); ihr Buch ist, wie der Titel ankündigt, Walther- Philologie… …. Der erste Teil der Untersuchung bietet neben dem Forschungsbericht die Erläuterung von Zielsetzung und Vorgehensweise, der zweite Analysen von 12… …Liedern Walthers, der dritte eine Bilanz. Bauschke erhofft sich neue Erkenntnisse durch den Rückgriff auf die Überlieferung und ediert die behandelten Texte… …, hinreichende Dienste geleistet. Die Cormeau-Ausgabe ist für den Druck eingearbeitet.) Dass im Mittelpunkt der methodischen Überlegungen der Begriff… …unterscheidet dies von ‚Systemreferenz‘ als Benutzung der Gattungstopik. Intertextuelle Bezüge müssen ‚markiert‘ und ‚sinnstiftend‘ sein. Beide Kriterien werden… …nicht so weit erläutert, dass man klare Identifizierungskriterien fassen könnte; aus der interpretatorischen Praxis lässt sich schließen, dass… …Verständnis durch die Kenntnis des Prätextes beeinflusst wird. Das Textkorpus ergibt sich aus der Forschungstradition: Interpretiert werden alle Lieder, die im… …Zentrum der ‚Fehde‘-Konstruktion stehen, und eine Auswahl der Lieder, die die ältere Forschung in deren Zusammenhang stellte. Die Liedanalysen sind nach… …einem festen, an Kuhn und Tervooren orientierten Raster aufgebaut: Beschreibung der Überlieferung, Strophenform, Paraphrase in Gestalt einer erläuternden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    The Arthurian Bibliography, hg. v. Caroline Palmer, Bd. III: 1978?1992, Author listing and subject index, D. S. Brewer, Cambridge 1998

    Rüdiger Schnell
    …1998 Der hier anzuzeigende Band besitzt eine lange Vorgeschichte. Nachdem Cedric E. Pickford und Rex Last im Jahre 1981 (Author listing) und 1983… …(Subject index) die ersten beiden Bände der „Arthurian bibliography“ herausgegeben und dabei den Berichtszeitraum von 1922 bis 1978 abgedeckt hatten, wurde… …vom Verlag für Juli 1985 das Erscheinen eines Fortsetzungsbandes (als Arthurian Studies XV) angekündigt, der – von Rex Last besorgt – die Jahre 1979 bis… …1983 erfassen sollte. Dieser Band ist jedoch nie erschienen (die Bandzahl XV der Arthurian Studies erhielt stillschweigend das Buch von Merritt R… …einige Computer-Probleme beim Erfassen, Speichern und Redigieren des riesigen Materials. (Bei einem ‚computer crash‘ drohte einmal der gesamte Verlust der… …gespeicherten Daten). Auch der häufige Wechsel des mit dem Bibliographie-Projekt befassten Personals habe zu einigen Problemen geführt. Schließlich wird nicht… …. Sicherlich werden alle an Artusstoff und Artusdichtung Interessierten dankbar sein, dass Ihnen mit diesem Band, der die einschlägigen Publikationen im ersten… …Indices zu den Erzählmotiven in der Artusdichtung von Anita Guerreau-Jalabert (Genf 1992) und von Elaine Ruck (Cambridge 1991), mit der „Arthurian… …Geoffrey Ashe (New York, London 1988) und schließlich mit der kommentierten Bibliographie „Arthurian Legend and Literature“ von Edmund Reiss, Louise Horner… …dritten Band der Arthurian Bibliography nicht erwarten, dass er tatsächlich alle einschlägigen Arbeiten erfasst. Dies liegt daran, dass bereits das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Der Ritter mit dem Bock. Konrads von Stoffeln "Gauriel von Muntabel", neu hg., eingeleitet und kommentiert von Wolfgang Achnitz, Max Niemeyer

    Joachim Bumke
    …Buchbesprechungen Der Ritter mit dem Bock. Konrads von Stoffeln „Gauriel von Muntabel“, neu hg., eingeleitet und kommentiert von Wolfgang Achnitz… …, Max Niemeyer, Tübingen 1997 (Text und Textgeschichte 46) Die späteren höfischen Romane sind in den letzten Jahren zu beliebten Objekten der… …herzählen. Außer dem Großprojekt der kritischen Ausgabe des „Jüngeren Titurel“ (W. Wolf und K. Nyholm, 1955-1995) sind nur die Neueditionen des „Wilhelm von… …Wenden“ von Ulrich von Etzenbach (H.-F. Rosenfeld, 1957), des „Lohengrin“ (T. Cramer, 1971), des „Garel“ vom Pleier (W. Herles, 1981), des „Wigamur“ und der… …„Tristan“-Fortsetzung von Heinrich von Freiberg (D. Buschinger, 1987 und 1993) sowie der „Willehalm“-Vorgeschichte von Ulrich von dem Türlin (W. Schröder, 1999) zu nennen… …. 465 Buchbesprechungen Umso willkommener ist jetzt der stattliche Band (664 Seiten) von Wolfgang Achnitz, der die kleine Feengeschichte von Konrad von… …ersetzt, es wird auch ein ganz neuer „Gauriel“ bekannt gemacht, der 1500 Verse mehr zählt als in Khulls Ausgabe. Der erste Teil der Arbeit (S. 1–232)… …umfasst eine ausführliche Beschreibung der erhaltenen Handschriften und Fragmente und eine Erörterung des Handschriftenverhältnisses; ferner die Darlegung… …der Editionsprinzipien; eine Untersuchung der Autorfrage und des Datierungsproblems sowie die kritische Analyse neuerer Interpretationsansätze. Der… …zweite Teil (S. 233–483) bringt die neue Edition des Textes. Im „Anhang“ (S. 485–650) – der weit mehr ist als ein Anhang – steht ein ausführlicher…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Freimut Löser, Meister Eckhart in Melk. Studien zum Redaktor Lienhart Peuger. Mit einer Edition des Traktats "Von der sel wirdichait vnd

    Christoph Fasbender
    …Buchbesprechungen Freimut Löser, Meister Eckhart in Melk. Studien zum Redaktor Lienhart Peuger. Mit einer Edition des Traktats „Von der sel… …und intensivierend sich wandelnde – Erforschung geistlicher Literatur des späten Mittelalters, stellt sich der Eindruck ein, manche ‚Karriere‘ verdanke… …sich hier in erster Linie einer veränderten wissenschaftlichen Perspektivierung: der allgemeinen Aufwertung 467 Buchbesprechungen sog. ‚rezeptiver‘… …Literatur und der Kompilation als literarischer Erscheinung1 oder der auch in diesem Bereich fruchtbaren Autor-Werk-Diskussion. Und in der Tat sind Namen wie… …(Überlieferungs-, Textund Rezeptionsgeschichte). Wer einen Redaktor erforscht, kann zwei Autoren gewinnen. Diese Option stellen auch Titel und Untertitel der… …gelten sollen. Über diesen Melker Professmönch (1420) wusste man seit der ersten Auflage des Verfasserlexikons das Nötigste und zeichnete es in groben… …geborener, aus Mattsee stammender wappenberechtigter Angehöriger des Ritterstandes“ (S. 31), interessiert nicht als ‚kreativer‘ Autor, der er auch nicht ist… …: „Schon seine eigenen Dichtungen sind Kompilationen aus Prosaabschriften von Werken anderer“ (S. 42). Der Melker Profess verstand sich nach eigener Aussage… …(vgl. S. 56) als Vermittler geistlicher Unterweisung an seine Melker Laienbrüder. Ein wesentlicher Gegenstand seiner Vermittlungsversuche war der… …namhafte Mystiker Eckhart. Anders als über den literarhistorischen Stellenwert der Reimpaarreden herrschte freilich Uneinigkeit über den Umfang des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Britta-Juliane Kruse, Verborgene Heilkünste. Geschichte der Frauenmedizin im Spätmittelalter, de Gruyter, Berlin, New York 1996 (Quellen und

    Thomas Bein
    …Buchbesprechungen Britta-Juliane Kruse, Verborgene Heilkünste. Geschichte der Frauenmedizin im Spätmittelalter, de Gruyter, Berlin, New York 1996… …Seiten starke Buch gliedert sich in 11 Hauptkapitel. Etwa eine Hälfte der Monographie (Kap. 1–8) ist der Darstellung des Gegenstandes gewidmet, die andere… …Hälfte stellen Hss.-Beschreibungen, Texteditionen, nützliche Register und Listen dar. In der Medizingeschichte repräsentiert die Erforschung der… …adäquat beurteilt werden, wenn man die traditionsmächtige Vergangenheit kennt. Auf diese Aufarbeitung der Tradition folgen – auf die deutschen Texte… …zugeschnittene – Untersuchungen zum Aufbau der Traktate und Rezepte und damit im Zusammenhang zur Struktur von Wissensvermittlung und zu den erschließbaren oder… …doch zu vermutenden Adressaten. Kulturgeschichtlich besonders interessant ist das 6. Kapitel, das der ‚Darstellung des weiblichen und männlichen… …Buchbesprechungen jedem Fall zu berücksichtigen und dürften durchaus auch als Interpretamente bei der Analyse fiktionaler Texte fungieren. Aufschlussreich wäre z.B… …. ein Vergleich von Virginitätsproben in medizinischer und poetischer Literatur sowie eine Untersuchung möglicher Einflüsse der einen auf die andere… …Anziehung) vielleicht auch eine Parallele bei Walther von der Vogelweide hat: Halsen, triuten, bî gelegen (61, IV). Natürlich ist der Kontext bei Walther ein… …anderer, die Nähe der Formulierung aber auffallend. Eine Form von ‚erotischer Klimax‘ begegnet freilich auch bereits in den in antiker Liebesdichtung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    , Schmidt, Berlin 1999 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 40)

    Ralf-Henning Steinmetz
    …. Susanne Baumgarte, Schmidt, Berlin 1999 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 40) Die Erforschung von Exempeln und Exempelsammlungen hat… …wissenschaftlichen Disziplinen, sondern auch die literarischen Gattungen. In der Geschichte der großen spätmittelalterlichen Exempelsammlungen kommt dem „Tractatus de… …hinein überliefert, sondern auch in die Volkssprachen übersetzt. In Deutschland entstand so, wohl in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die „Summa… …bonorum“, mit rund 250 meist sehr kurzen Beispielerzählungen eine der umfangreichsten mittelalterlichen Exempelsammlungen in deutscher Sprache. Sie wird… …durch Susanne Baumgartes überarbeitete Münsteraner Dissertation von 1997 erstmals erschlossen. Der erste Teil (S. 11–57) bietet eine… …literaturwissenschaftliche Untersuchung der „Summa“, der zweite Teil (S. 61–107) legt die philologischen Fundamente für die Edition, die im dritten Teil erfolgt (S. 111–282)… …, ergänzt durch eine Reihe von teilweise umfangreichen Registern (S. 285–335). Im ersten Teil untersucht Baumgarte das Verhältnis der deutschen… …wird das kritisieren. Mir scheint die Entscheidung richtig zu sein, hier Abstriche in Kauf zu nehmen und dafür der derzeit intensiven… …Forschungsdiskussion über Exempel und Exempelsammlungen einen weiteren interessanten Quellentext zur Verfügung zu stellen. Übereinstimmungen in der Überlieferung, im… …Titel und im Exempelbestand sprechen dafür, die Vorlage den sog. ‚Summa-donorum‘-Handschriften zuzuordnen, einer der drei bisher erkennbaren Redaktionen…
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