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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Peter von Matt, Verkommene Söhne, mißratene Töchter. Familiendesaster in der Literatur. Hanser Verlag, München 1995.

    Ingeborg Harms
    …auf eine Seite oder stellt sie sich der Krise? Zu ihren Waffen, mit denen sie die gesetzgebende Gewalt des Wortes unterwandert, zählt von Matt das Bild… …Rede. Die genaue Lektüre erspürt das Drama zwischen den Zeilen: „Gibt es eine latente Subversion innerhalb der manifesten Entfaltung von Sinn im… …, ihre Verdrängungen überwindet und nach Anzeichen von Gegenstimmen sucht, stellt eine genaue Parallele zum Couchgespräch dar. Doch die „Verkommenen Söhne“… …, sondern das offene Werk. Auch in diesem Sinne klagt er eine Ästhetik des literarischen Entwurfs ein. Sein Textbegriff hat zur Folge, daß er in der Form… …der Frage, ob eine Stelle buchstäblich oder bildlich aufzufassen sei, eröffnet dem Interpreten erst den Zugang zu den unterdrückten Gegenstimmen und… …ist nun einmal eine Veranstaltung, in der es um Leben und Tod geht, sonst taugt sie nichts, sonst fehlt ihr der Nährwert, sonst ist sie gar nicht… …zurückgegriffen haben. Besonders eindrücklich wird das in einer intertextuellen Lektüre des „Prinzen von Homburg“. Von Matt weist auf eine bisher übersehene… …als Mahnung gegen den Ungehorsam daraufhin durch eine Order seines Vaters öffentlich gefoltert und hingerichtet wurde. Für von Matt besteht kein 276… …, formuliert von Matt. In den Hieroglyphen Kafkas findet er so etwas wie eine Galerie literarischer Metabilder, die vom Entkommen aus der Gewalt des mythischen… …, aus der Brust holt. Es waltet hier eine Art von spirituellem Vampirismus. Kafkas Geschichten saugen, was sie bedeuten, dem, der sie liest, aus dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Holger Noltze, Gahmurets Orientfahrt: Kommentar zum ersten Buch von Wolframs ,Parzival' (4,27 - 58,26) (Würzburger Beiträge zur deutschen Philologie, Bd. 13). Verlag Königshausen & Neumann: Würzburg 1995.

    William Henry Jackson
    …zu lassen. So dienen einzelne Stellen zur Erhellung erzähltechnischer Tendenzen, etwa wenn Noltze eine Nebenbemerkung 1 Wolframs von Eschenbach… …8). 426 Buchbesprechungen des Erzählers als Hinweis auf eine Erzählhaltung deutet, „die die materiellen Grundlagen des Handelns erwähnt (17,11), den… …Konsequenzen solcher Erwähnung jedoch gleichsam die Spitze abbricht“ (S. 95, zu 17,21), oder wenn er eine visuelle Sinneswahrnehmung als Anlaß zu breiteren… …Überlegungen über die Figurenkonzeption Belakanes nimmt (S. 112, zu 23,23ff.). Erfrischend ist die Art, wie Noltze zu strittigen Punkten eine Vielzahl von… …historischen Lage, zitiert als historischen Beleg eine Stelle aus der Hennegauer Chronik Gisleberts von Mons zum Jahr 1187 und fügt als literarischen Beleg den… …Protagonisten als unser rîter beschreibt Noltze als „eine im mittelalterlichen Roman seltene, möglicherweise hier zum ersten Mal gebrauchte Formel“ (S. 92, zu… …vorhanden ist. Jedenfalls wären ein paar Worte zur Semantik von mhd. heinlîch nicht fehl am Platz gewesen. Es ist sonst eine Stärke von Noltzes Kommentar, daß… …, so Noltze, weniger auf eine Parteinahme für oder gegen diese Einrichtung als darauf, den Auszug des Helden durch Hereinnahme eines Rechtsfalls des… …geäußerten Bedenken6 zur Vorsicht in der Annahme von Dubys Deutungsangebot (S. 226). Hier könnte eine Untersuchung des Historikers John Freed7 weiterführen… …, der mit beachtenswerten genealogischen Argumenten für eine gewisse Übertragbarkeit von Dubys Hauptthesen bezüglich der Familienstruktur auf deutsche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Utz Maas, Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933-1945. Bd. 1: Einleitung und biobibliographische Daten. A-F. Verlag secolo, Osnabrück 1996.

    Beatrix Müller-Kampel
    …, eine beinahe unüberschaubar gewordene Fülle von historiographischen Überblicks- und Detailstudien (zumal zur Wissenschaftsemigration und zum… …deutschnationaler und nationalsozialistischer Kulturideologie mitgewirkt hatte. Eine akademisch reichlich dubiose Disziplin, entsprach die literatur- und… …1938-1945. Eine Dokumentation, hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, bearb. v. Peter Eppel, 2 Bände, Wien 1995. 2 Zur… …weiteres auf eine akademische Hochschullehrpraxis einschränken“ (S. 10). So sind vertriebene, verfolgte bzw. emigrierte Anglisten, Romanisten, Slawisten… …,Verfolgung‘ zu klären. Überdies bekam die Zusammenstellung durch die Auswahlkriterien eine reichlich makabre Note – nämlich insofern, als sie auch auf die… …dem literaturwissenschaftlich bzw. literargeschichtlich versierten Benutzer eine erste philologiegeschichtliche Kontextualisierung der berücksichtigen… …auf eine „theoretische oder methodologische Auseinandersetzung mit neueren ethnographischen oder auch sprachwissenschaftlichen (insbes[ondere]… …Sprachforschung im universitären System der 1920er und 1930er Jahre wird man das meiste auch woanders nachlesen können, doch ist dieser Teil wohl auf eine der… …entstanden diese systematischer angelegten einleitenden Abschnitte „unter dem Zwang“, sich „selbst beim Umgang mit dem Material eine Orientierung zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Arthur Groos, Romancing the Grail. Genre, Science and Quest in Wolframs' Parzival, Ithaca 1995.

    John M. Clifton-Everest
    …eine heteroglossale Erzählung: der Dichter erziele seine subtilen Effekte durch eine Vielfalt von ineinanderverschlungenen Erwartungen bezüglich Genre… …Buch zerfällt auf den ersten Blick in eine Reihe von Teilstudien, die oft ganz kurze Textabschnitte zum Gegenstand haben. Doch verweist Groos… …, eine erstaunliche Integrierung gerade in dieser Vielfalt zum Vorschein tritt. Groos macht z. B. deutlich, wie die drei in der Argumentation des Werkes… …Drang, selber Ritter zu werden, bringt den jungen Helden zu einem Artushof, der durch eine Reihe literarischer Anspielungen mit dem idealen Ritterhof… …für die Heteroglossalität bei Wolfram liefern, sondern gleichzeitig eine heilsgeschichtlich positive Rolle für das Rittertum zugestehen, die das… …extreme Skepsis angebracht. Der potentielle Wert solcher Mutmaßungen kann nicht verleugnet werden. Groos verweist z. B. auf eine bemerkenswerte… …. Was die ärztliche Behandlung des verwundeten Anfortas betrifft, bringt Wolfram eine erstaunliche Erudition im Bereiche der mittelalterlichen Heilkunst… …ihren Jargon, auch die deutsche Germanistik. Aber wer für eine internationale Leserschaft schreibt, sollte allgemeine Verständlichkeit anstreben. Was…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Kein Land in Sicht: Heimat - weiblich? Hg. v. Gisela Ecker. Wilhelm Fink-Verlag, München 1997.

    Ursula Töller
    …führt „eine deutlich ödipale Spur durch die Diskurse um ,Heimat‘“ (10). Die einzelnen Beiträge eröffnen eine differenzierte und zugleich weitläufige… …, entwickelt Birgit Erdle am „Motiv der versperrten Rückkehr“. „Eine der Enthüllung des fal- 283 Buchbesprechungen schen Bewußtseins oder Begehrens der Bilder… …gewidmete Ideologiekritik, auch wenn sie historisch argumentiert“, scheint „selbst als eine schützende screen memory zu wirken: sie überlagert die… …, die verbietet, in der „Wiederkehr ein Selbes“ zu sehen. Eine solche Bewegung ist nicht nur „nicht mehr dialektisierbar“ (190), sondern entwickelt auch… …Ursprungsort“ ist gebunden an eine „Gedächtnis-Struktur“, die einem „In- Erinnerung-Rufen“ (201), nicht aber einer Rückkehr gleicht. Dieser Geschichtsbegriff, der… …eine grundlegende binäre Struktur und damit die Polarität zwischen ,Heimat‘ und Heimatlosigkeit hinterfragt, kann als Horizont aber auch als Ziel der… …der Rezentrierung“ (35) steht im Zentrum ihrer Ausführungen. In ihrer differenzierten Untersuchung kann sie zeigen, daß die Achse, als eine… …Eisennägel eine Rüstung bekommt. Die gleichsam immer mittransportierte Bedeutung und Funktion der Benagelung wird aufgezeigt. Über die „patriotisch-populäre“… …Jahrhundertwende, ist eine Idealisierung der dörflichen Welt zu finden, auch wenn „in ihnen sehr dezidiert ,Heimat‘ als Gegenort gestaltet wird und im… …, wenn auch nicht ohne angemessene Polemik, an Martin Walsers Deutung zum Werk von Maria Beig, daß eine weibliche Autorenfigur das Begehren nach einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Edith Feistner, Historische Typologie der deutschen Heiligenlegende des Mittelalters von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Reformation (Wissensliteratur im Mittelalter, 20). Dr. Ludwig Reichert Verlag, Wiesbaden 1995.

    Konrad Kunze
    …. Feistner unterscheidet zunächst eine hoch- und eine spätmittelalterliche Phase, insofern in der ersten einzelne Verslegenden dominieren, die zweite (seit… …Heilswirkens, kultische Verehrung, Nachfolge, Inanspruchnahme übernatürlicher Hilfe – eine Umgewichtung von den erst- zu den letztgenannten zur Folge. Wenn… …Feistner bei mehreren spätmittelalterlichen Versionen eine „Instrumentalisierung der Heiligen als Hilfsinstanzen“ (S. 253) feststellt, ist dies nicht nur… …durch Vermittlungsstrategien für intellektuell anspruchslose Rezipienten, sondern durch eine neue Frömmigkeitshaltung aller an Literatur beteiligten… …entsprechenden Texte Grenzfälle zwischen Legende und Bibeldichtung. Feistner grenzt ihr Korpus auf die „postbiblischen Heiligen“ ein, doch vermißt man eine… …Kategorien wird eine Skala von Nuancierungsrichtungen angesetzt. Vor diesem Hintergrund gelingt es zweitens dann auch, so weit ich sehe erstmals, das komplexe… …eine neue literaturgeschichtliche Phase der Gattung. Ein klar konzipiertes, ausgezeichnet formuliertes, von seinem Ansatz her in den Einzelanalysen für…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Wielands Briefwechsel. Hg. v. d. Akademie der Wissenschaften Berlin [Teil 1]/v. d. Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften [Teil 2]/durch Siegfried Scheibe. Achter Band (Juli 1782 - Juni 1785) u. Zehnter Band (April 1788 - Dezember 1790)

    Hansjörg Schelle
    …* gekennzeichneten Briefen nicht H sondern D zugrundeliegt. S. 16 enthält eine Liste von 11 (2) „Innerhalb der Erläuterungen vollständig… …(Faksimile von H) und S. 475 (429) das „Inhaltsverzeichnis“. Datierung. Rez. hat die Datierung eines chronologisch angeordneten Gesamtbriefwechsels eine eigene… …wird. Stammbucheinträge. Was für eine Aufnahme in WBr in Betracht kommt und was nicht, ist in der „Vorbemerkung“ festgelegt (S. 5): „Als Brief gilt, was… …ausgesprochenen Briefcharakter besitzt und von Wieland bzw. von dessen Briefpartner in der vorliegenden Form nicht für eine Veröffentlichung als Werk vorgesehen war… …dort abgedruckten Geschäftspapiere eine Geschäftsbeziehung, geben Hinweise auf des Dichters wirtschaftliche Situation, seine geschäftlichen… …: Wenn schon eine andere Schrift [zur Unterscheidung von deutsch und lateinisch Geschriebenem im Druck verwendet werden soll], dann eine andere recte… …Schrift, die sich eindeutig abhebt [...] aber in keinem Fall eine kursive Schrift. Es sei der Akademie-Verlag, der sich weigere, neben der üblichen eine… …Inhaltsangaben) sind im entsprechenden Schriftgrad kursiv gedruckt.“ Rez. hält es für eine Ermessensfrage, ob ein Text sich leichter liest, wenn die… …werden. 6 Alle genannten Ausgaben verzichten auf eine Beschreibung des Wasserzeichens. Schon 1972 hatte J. Behrens geäußert: Papierbeschreibungen bis hin… …des Papiers, der Tinte o.ä. eine Angabe datiert, muß man sie natürlich nachweisen. 7 Varianten. An die Überlieferung der Briefe schließen sich, „soweit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Irene Berkenbusch, Speculum Virginum. Mittelniederländischer Text. Edition, Untersuchungen zum Prolog und einleitende Interpretation. [Europäische Hochschulschriften: Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur; Bd. 1511]. Peter Lang, Frankfurt am Main 1995.

    Geert H.M. Claassens
    …gehalten sind, wird eine vielseitige Auseinandersetzung über den Weg zum Seelenheil in einem Konvent wiedergegeben. Der Autor setzt hierzu verschiedene… …geblieben, wenn sie auch leider nicht alle den vollständigen Text wiedergeben. Zusätzlich ist auch noch eine Handschrift einer altschwedischen Übersetzung… …vorhanden. Eine so breite Überlieferung rechtfertigt ohne weiteres eine nähere Erschließung der mittelniederländischen Übersetzung, zumal diese in einem… …hat: Eine Ausgabe des mittelniederländischen Textes sowie eine Einleitung in das Werk durch eine Interpretation des Prologs, der eine programmatische… …, etc.)? Handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Idiosynkrasie der Handschrift? Dies scheint mir höchst unwahrscheinlich. Wenn letzteres jedoch wirklich… …der Fall wäre, verdiente eine derartige Eigenheit dann keine nähere Erläuterung? 1 Speculum Virginum, hrsg. von Jutta Seyfarth, in: Corpus Christianorum… …nauolchsteren heißen; gedrocken (S. 253, Z. 3) scheint durch gedroncken ersetzt werden zu müssen; sluutsten (S. 229, Z. 9) ist eine Emendation von luutsten, aber… …Mittelniederländischen ausgehend handelt es sich hierbei zumindest um eine sehr bemerkenswerte Form. Und die Form toetten (S. 219, Z. 18) sollte von einem Herausgeber doch… …Wahl der Darmstädter Handschrift als Grundlage für eine Edition. Warum hat man eine ripuarische Abschrift einer mittelniederländischen Handschrift für… …eine Ausgabe gewählt, in der eine Herausgabe des mittelniederländischen Textes angestrebt wird (cf. den Titel des Buches), zumal Handschriften mit einem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Johann Karl Wezel, Herrmann und Ulrike. Hg. von Bernd Auerochs (Johann Karl Wezel. Gesamtausgabe in acht Bänden. Jenaer Ausgabe. Hg. von Klaus Manger, Bd. 3.) Johann Karl Wezel (1747-1819). Hg. von Alexander Koenina und Christoph Weiß

    Martin-Andreas Schulz
    …einmal dreieinhalb Seiten beansprucht. Eine stichprobenartige Überprüfung der Texttreue ergibt keinen Anlaß zur Kritik. Im Anhang der Ausgabe sind die acht… …wird, darüber hinaus keine Äußerungen des Autors zu dieser Frage bekannt sind, handelt es sich um eine Vermutung, die aus Auerochs’ spezifischer… …Interesses „an literaturanthropologischer Aufklärungsforschung“ zu sehen ist: Wezels „Beteiligung an der zeitgenössischen Diskussion um eine Neubestimmung des… …durchweg hohes wissenschaftliches Niveau sowie die thematische Bandbreite lassen eine Besprechung jedes einzelnen Aufsatzes ratsam erscheinen. Die… …das Groteske eine exponierte Rolle einnimmt, daß also bei ihm die „zentralen Positionen der Aufklärung“ ins Gegenteil verkehrt würden (S. 11). Dabei… …, daß die satirischen und grotesken Elemente in den Romanen durchaus eine Deutung zulassen, die Wezel nicht als pessimistischen Spätaufklärer… …Umkehrung“ der Liebestopoi in der Weltliteratur (S. 43). Erst eine so intensive Lektüre eröffnet dem heutigen Rezipienten die vielen Anspielungen und Verweise… …allegorische Geschichten eingeschaltet seien, aufgrund dieser verschachtelten Konstruktion würden die Erwartungen an eine rasch aufzufassende witzige Satire kaum… …zum Thema, wobei keineswegs eine einseitig männliche Sicht vorherrscht, sondern dem vermeintlich starken Geschlecht ein Spiegel vorgehalten wird. Das… …Stück „Eigensinn und Ehrlichkeit“ beschäftigt sich mit der Problematik unterschiedlicher gesellschaftlicher und sozialer Schichten, führt eine gerissene…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Sabine Obermaier, Von Nachtigallen und Handwerkern. ,Dichtung über Dichtung' in Minnesang und Sangspruchdichtung (= Hermaea N.F. Bd. 75). Tübingen 1995.

    Martin J. Schubert
    …Stoffülle wartet der Band Sabine Obermaiers über ,Dichtung über Dichtung‘ auf. Eine Menge auseinanderstrebenden Materials vom späten 12. bis zum frühen 14… …zusammengeführt. Das mutige Projekt, die Lyrikuntersuchung nicht auf eine der Hauptgattungen zu beschränken, um differenzierend Gemeinsamkeiten und Unterschiede… …hier eine Gesamtdarstellung der ,Dichtung über Dichtung‘ in der gesamten Lyrik geplant, also unter Einbezug des bislang vernachlässigten Minnesangs (5)… …(59). In Hartmanns Minnesangkritik (MF 218,5) betont Obermaier die formale Neuerung, im Einbezug des Kreuzlieds eine Bewegung „an die Grenze der Gattung… …verzeichnet (89); der Austausch von minnetheoretischen Argumenten verläßt nicht den Rahmen des Minnesangs. Bei Walther selbst stellt Obermaier eine Erweiterung… …Einzelstück im Umkreis der milte-Thematik: indem der Lastervorwurf gegen falsche milte in eine allegorische Gerichtsverhandlung umgesetzt wird, werde das… …Selbständigkeit eine Entwicklungstendenz sei (269, vgl. 277). Der knappe Ausblick auf die spätmittelalterliche Weiterentwicklung der sangspruchdichterlichen Formen… …Klassifizierung des Selbstlobs „als eine ,Anti- Totenklage‘“ (S. 240), da nur der Lobaspekt umgekehrt wird, nicht aber die Klage. 3 Auch nach der Grenzziehung S… …Meistersang wird die hierarchische Abstufung singer – meister konkretisiert (303). Eine Betrachtung der ungeregelten gattungsartigen Termini, der Verwendung von… …Figur des Minnenden, während es sich in der Sangspruchdichtung durch Bezug auf den Literaturbetrieb definiert, was eine größere formale wie thematische…
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