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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Bilder und Gegenbilder des Philologen zwischen Aufklärung und Romantik

    Alexander Košenina
    …Alexander K o š e n i n a , Bristol Joachim Wohlleben (1936–2004), dem passionierten Philologen, zum Gedenken. Abstract Die Etablierung der (Alt-)Philologie… …als eigenständiges Universitätsfach und ihre Nobilitierung durch die Philosophie der Romantik geht um 1800 mit neuhumanistischen Reformbestrebungen des… …, weltfremden Buchstabenphilologie. Dieser selbstkritische Zug mag als lebenswichtige sechste „Macht der Philologie“ Hans Ulrich Gumbrechts fünf philologischen… …Philology” (2002): collecting, editing, annotating, historicising, teaching. Die kürzeste Geschichte der klassischen Literatur und Philologie umfasst kaum… …jemandem im Theater dürfte auffallen, dass es in dieser kleinen Szene um eine Historia in nuce der philologischen Disziplin geht. Sie eröffnet Goethes… …altfränkischen Habit des gelehrten Humanisten, angetan mit Schlafrock und Nachtmütze, betritt er Fausts „Kerker“ (V. 398) oder „Museum“ der Forschung (V. 530) und… …Trauerspiel? In dieser Kunst möcht’ ich was profitieren, Denn heutzutage wirkt das viel. (V. 522–525) Der Dialog nimmt seinen Ausgang von der Renaissance und dem… …Barock, als das fünfte Officium der Rhetorik (actio und pronuntiatio) auch im Schulunterricht noch eine Bedeutung hatte. Deklamationsübungen und… …Schultheater waren zu dieser Zeit wesentlicher Bestandteil der philologischen und altsprachlichen Ausbildung 2 , die auch auf die Wirkung des allmählich… …verfertigten und nachfolgend deklamierten Wortes zielte. Die von Faust an dieser Tradition sogleich hervorgehobene Gefahr der Histrionik („wenn der Pfarrer ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Letale Liebe und das Phantasma idealer Mütterlichkeit in Grillparzers Trauerspiel "Des Meeres und der Liebe Wellen"

    Brigitte Prutti
    …LETALE LIEBE UND DAS PHANTASMA IDEALER MÜTTERLICHKEIT IN GRILLPARZERS TRAUERSPIEL „DES MEERES UND DER LIEBE WELLEN“ von Brigitte P r u t t i… …, Seattle Abstract Mein Essay behandelt die familiäre Genese und die Struktur der Liebesbeziehung in Grillparzers moderner Version der hellenistischen… …Phantasma idealer Mütterlichkeit und erörtert den weiblichen Tod auf der ikonographischen Folie des neoplatonischen Amor-und-Psyche-Mythos im Todesdiskurs der… …Goethezeit und mit Bezug auf einige andere berühmte literarische Küsse um 1800. Der letzte Abschnitt des Essays untersucht das Mütterlichkeitsphantasma des… …essay examines the play’s phantasm of ideal motherhood in autobiographical terms as a symptom of nostalgia on the part of its author. „Des Meeres und der… …Liebe Wellen“ (1831) zählt zu jenen Stücken, in denen Grillparzer bekannte Stoffe der griechischen Mythologie und legendäre weibliche Figuren in der… …und der Trilogie „Das goldene Vließ“ (1821); die Daten bezeichnen das Jahr der Uraufführung am Wiener Burgtheater. Der erste Plan für das Stück stammt… …aus den Jahren 1820/21; im Februar 1829 wurde es von Grillparzer zur Abschrift gegeben und in der Folge noch mehrfach überarbeitet. Für genauere… …Phantasma idealer Mütterlichkeit abgesetzt. 2 Das langsame Tempo des vierten Aktes und der trostlose Schluss waren offensichtlich das Problem, wie Grillparzer… …Sestos zu Ehren Aphrodites verliebt sich der aus Abydos, vom kleinasiatischen Ufer des Hellespont stammende Jüngling Leander in die griechische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Schreiben gegen die Katastrophe - Oskar Baums "Das Volk des harten Schlafs" (1937) und Franz Werfels "Die vierzig Tag des Musa Dagh" (1933)

    Oskar Baums "Das Volk des harten Schlafs" (1937) und Franz Werfels "Die vierzig Tag des Musa Dagh" (1933)
    Axel Stähler
    …in zwei historischen Romanen jüdischer Autoren, entstanden zwischen 1932 und 1935 angesichts des abzusehenden Scheiterns der ‚deutsch-jüdischen… …religiös-mystisch begründeten und über das bloß Nationale hinausweisenden (allerdings nur vage definierten) neuen „Mensch-an-sich-Seins“ auf der einen Seite (Werfel)… …und – als pragmatischere Alternative – das Beharren auf der Formierung einer nationalen Identität in einem souveränen jüdischen Staat auf der anderen… …Vorjahr erschienenem Roman „Die * Die im Titel vorweggenommene nicht-chronologische Abfolge der hier besprochenen Romane ist begründet mit der… …entsprechenden Argumentationsstruktur dieses Beitrags: Die literarische Reflexion der erzwungenen Erfahrung von Differenz und die Darstellung individueller und… …kollektiver Identitäten in der Literatur sollen hier vergleichend am Beispiel zweier Romane deutsch-jüdischer Autoren beleuchtet werden, die nahezu zeitgleich… …(zwischen 1932 und 1935) entstanden, zu einer Zeit, da in Deutschland die Lage der Juden immer prekärer, ihre Bedrohung durch den Nationalsozialismus immer… …unmittelbarer wurde. Beiden Romanen ist gemein, dass sie eine durch ‚Selbstwehr‘ erzielte ‚Volkswerdung‘ als Lösung des ‚jüdischen Problems‘ suggerieren. Der… …zionistische Kontext, der den allgemeinen Hintergrund dieser Erörterung bildet und vor dem insbesondere Oskar Baums „Das Volk des harten Schlafs“ gelesen werden… …muss, wird aus der Gegenüberstellung mit Max Brods Rezension des Romans und dessen allgemeinem Zionismusbegriff entwickelt. Da derselbe Hintergrund…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    "Todesfuge" - "Todesorgel": Zu Paul Celan und Robert Schindel

    Martin A. Hainz
    …insgesamt) wurde Anerkennung unter der Prämisse zuteil, er bediene sich der Sprache affirmativ, weshalb an dem Text, dessen Trauer polemische Züge hat, der… …„hohe Ton“ gelobt wurde, Celans Kritik an der totalen Kultur und ihrer Konzeption von Meisterschaft jedoch ungehört blieb. Robert Schindels Werk versucht… …Robert Schindel is tempting among other concerns to revive the poetry of Celan. Wenn ich eine Melodie pfeife […] und in der Mitte unterbrochen werde, und… …erkannt worden zu sein. Seine Mutter erklärt ihm, das Judentum sei eine Religion: „Wir aber sind ohne Bekenntnis, daher keine Juden.“ 2 Der Junge ist somit… …, Frankfurt/Main 1991, S. 69. 2 Robert Schindel: Gott schütz uns vor den guten Menschen. Jüdisches Gedächtnis – Auskunftsbüro der Angst, Frankfurt/Main 1995, S. 12… …lachen.“ 3 In der Tat ist die Identifikation irrig; die Pointe ist, dass der Jude stets gemacht wird. Sogar dort, wo das Indiz – die krumme Nase – sozusagen… …richtig erkannt worden zu sein scheint, ist das so, denn die Geschichte gab der Nase ihre Form: „Gerty, also meine Mutter, […] wurde mit mir gefoltert. Man… …schlug meinen Kopf gegen den Schreibtisch des Verhörenden, ich war damals fünf Monate alt, brach mir die Nase, deshalb noch heute der Knick an der Wurzel.“… …verwandt zu betrachten, ohne auf die Objektivierung dieser Erfahrungen einzugehen, sei doch auf Ähnlichkeiten der Lebensläufe hingewiesen, gehören Celan und… …Kleinbürgertum geboren. Hochproblematisch ist alsbald sein Verhältnis vor allem zum Vater, der „eine streng orthodoxe Erziehung erhalten [hatte]“ 5 – Celans Abkehr…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Tradition, Traditionsbruch und das alte Medium Gedicht - Zu einem Text von Hans Magnus Enzensberger

    Zu einem Text von Hans Magnus Enzensberger
    Jürgen Brokoff
    …Abstract TRADITION, TRADITIONSBRUCH UND DAS ALTE MEDIUM GEDICHT Zu einem Text von Hans Magnus Enzensberger von Jürgen Brokoff, Bonn Ausgehend von der… …Bestimmung des Traditionsbegriffs untersucht der Aufsatz das komplexe Verhältnis von Traditionsbewahrung und -fortschreibung am Beispiel des Gedichts „Altes… …Medium“ von Enzensberger. Es wird gezeigt, dass das untersuchte Gedicht in seiner poetologischen und medientheoretischen Selbstreflexion sich sowohl der… …Zwischenraum, der von den Theorien der Tradition bislang weitgehend unbeachtet geblieben ist. This article defines the concept of tradition and examines the… …Weitergabe, das Überliefern. Folgt man dem „Deutschen Wörterbuch“ von Jacob und Wilhelm Grimm, so ist der passivische Gebrauch der „gewöhnlich[e]“; 1 ihm… …gegenüber ist der aktivische Gebrauch „weniger entwickelt“ 2 , d.h. seltener. Dass unter Tradition in erster Linie das Gegebene und Überlieferte verstanden… …wird, zeigt auch der Blick auf einige Theorien der Tradition, die nach 1945 entstanden sind. 3 In diesen theoretischen Bestimmungsversuchen wird vor… …allem anderen die Gegebenheit der Tradition betont. Tradition ist das „Überlieferte“ 4 , das „Überkommene“ 5 , das „Vergange- 1 Art. Tradition, in: Jacob… …sich im deutschen Sprachraum in den ersten beiden Jahrzehnten nach 1945 eine gewisse Häufung von Theorien der Tradition feststellen. Dass dies kein… …historischer Zufall ist, sondern mit Versuchen der Wiederanknüpfung an Tradition(en) nach dem Zweiten Weltkrieg zusammenhängt, liegt auf der Hand. 4 Josef Pieper…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Über das Unsagbare in der Literatur - Zur Poetik von W.G. Sebald und Günter Grass

    Zur Poetik von W.G. Sebald und Günter Grass
    Peter Philipp Riedl
    …Abstract ÜBER DAS UNSAGBARE IN DER LITERATUR. Zur Poetik von W.G. Sebald und Günter Grass von Peter Philipp R i e d l , Regensburg W. G. Sebalds… …Prosabuch „Austerlitz“ und die Novelle „Im Krebsgang“ von Günter Grass entwerfen Modelle der Erinnerung, die sich gleichermaßen mit dem Problem des Unsagbaren… …in der Literatur und seinen poetologischen Implikationen auseinandersetzen. Der Aufsatz analysiert diese Poetik des Unsagbaren im Spannungsfeld der… …Erwartung von Authentizität einerseits und der Unmöglichkeit ihrer Kommunizierbarkeit andererseits. W. G. Sebald’s text „Austerlitz“ and Günter Grass‘s… …sprachlosen Staunens nicht nur in der Panegyrik eingesetzt. 1 Wenn demgegenüber Dichter der Moderne einen Verlust der Worte beklagen und ihre Unfähigkeit… …beteuern, den eigenen Empfindungen oder ihrer Wahrnehmung der Wirklichkeit einen sprachlich angemessenen Ausdruck zu verleihen, res und verba miteinander in… …Einklang zu bringen, dann wurden diese aufgezeigten Grenzen der sprachlichen Möglichkeiten zumeist überaus kreativ und literarisch produktiv überwunden. Das… …eigene Verstummen artikuliert sich mehr oder weniger innovativ im Medium der Sprache und signalisiert so bereits den Aufbruch zu neuen poetischen und… …steht das Problem des Unsagbaren in der Literatur seit 1945. Die extremen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs sowie der nationalsozialistischen Verbrechen… …, insbesondere der Shoah, stießen zwangsläufig an die Grenzen von Erzählbarkeit. 2 Das Problem 1 Vgl. Ernst Robert Curtius: Europäische Literatur und lateinisches…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Hansjürgen Blinn, Wolf Gerhard Schmidt (Hg.): Shakespeare - deutsch. Bibliographie der Übersetzungen und Bearbeitungen. Zugleich Bestandsnachweis der

    Christine Roger
    …BUCHBESPRECHUNGEN Hansjürgen Blinn, Wolf Gerhard Schmidt (Hg.): Shakespeare – deutsch. Bibliographie der Übersetzungen und Bearbeitungen. Zugleich… …Bestandsnachweis der Shakespeare-Übersetzungen der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2003. In seiner 1993 erschienenen… …Bibliographie „Der deutsche Shakespeare. Eine annotierte Bibliographie zur Shakespeare-Rezeption des deutschsprachigen Kulturraums (Literatur, Theater, Film, Funk… …der Übersetzungen und Bearbeitungen der Shakespeare’schen Werke angekündigt (S. 13). Dieser wurde nun in Zusammenarbeit mit Wolf Gerhard Schmidt… …bibliographischer Nachforschungen zu den deutschsprachigen Übersetzungen und Bearbeitungen der Werke des englischen Dichters von den frühen Aufführungen der… …, Theaterwissenschaftler und -praktiker unentbehrliches Grundlagenwerk geschaffen. Die Bibliographie bringt unbeachtete Aspekte der deutschsprachigen Shakespeare-Rezeption… …Leserschaft stoßen. Es entsteht eine facettenreiche, weit verzweigte bibliographische Landschaft der Shakespeare-Verdeutschungen, die zeigt, dass die berühmte… …Schlegel-Tieck’sche Shakespeare-Übersetzung ihren Klassikerstatus vor allem dem unermüdlichen Wirken der Schulmänner, Literaturhistoriker und Shakespeare-Philologen der… …zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdankt. Das Kompendium verzeichnet rund 1880 deutschsprachige Übersetzungen, Bearbeitungen, einschließlich der… …Verfilmungen und Vertonungen der Shakespeare’schen Werke, wobei jedoch, angesichts der Materialfülle, keine Vollständigkeit angestrebt wurde (vgl. S. 8). Zudem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Andrea Gnam: Sei meine Geliebte, Bild! Die literarische Rezeption der Medien seit der Romantik, Iudicium, München 2004.

    Volker C. Dörr
    …Buchbesprechungen Andrea Gnam: Sei meine Geliebte, Bild! Die literarische Rezeption der Medien seit der Romantik, Iudicium, München 2004. Der… …prägnanten Studie geht es darum, den Zusammenhang von Kunstreflexion und Literatur anhand der Lektüre paradigmatischer Texte aus der Zeit vom späten 18… …Lebenswelt und Medienrealität der Kunst“ thematisiert und problematisiert (S. vii) – wobei die Grenze häufig in ihrer Übertretung sichtbar gemacht wird. Unter… …den Bedingungen der im 18. Jahrhundert erreichten Kunstautonomie begegnen um die Wende zum 19. Jahrhundert vermehrt Erzählungen über Kunstrezeption, die… …19. Jahrhundert omnipräsente Historisierung, die etwa – so in Tiecks „Sternbald“ und in E.T.A. Hoffmanns „Elixieren des Teufels“ – die Frage nach der… …Herkunft des Helden klärt. Bei Wackenroder und wiederum bei Tieck wird dann am inneren Bild (des Malers wie des Betrachters), das als Produkt der Phantasie… …in Konkurrenz zum bloßen toten Artefakt des (oft misslungenen) Porträts tritt, das Moment der „psychischen und moralischen Gefährdung“ diskutiert: die… …dem Kunstwerk entwickeln, führt zu einer (ersten) Form der Ununterscheidbarkeit von Lebenswelt und Medienrealität. Kellers „Grüner Heinrich“… …thematisiert die Grenze zwischen Kunst und Realität vor allem in den Passagen, die bei der Umarbeitung zur zweiten Fassung gestrichen 288 Buchbesprechungen… …, das stärkere „Evidenzerlebnis“ (S. 53). Dabei negiere der Vergleich der „gewaltsamen Formung des zum Objekt gewordenen menschlichen Körpers“ mit dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Stefan Willer: Poetik der Etymologie. Texturen sprachlichen Wissens in der Romantik, Akademie Verlag, Berlin 2003.

    John T. Hamilton
    …Buchbesprechungen Stefan Willer: Poetik der Etymologie. Texturen sprachlichen Wissens in der Romantik, Akademie Verlag, Berlin 2003. Wie zu erwarten… …, beginnt Stefan Willers Studie über das poetologische Potential der Etymologie bei dem Wort „Etymologie“. Zu ihrer antiken Definition als „Lehre vom Wahren“… …und ihrer geläufigen modernen Deutung als „Erforschung der Herkunft der Wörter“ tritt eine weitere Interpretation, nämlich das von Max Pfister… …formulierte „Suchen nach dem jedem Wort innewohnenden Wahren“ (S. 1). Der logos („Lehre“) vom Wahren (etymon) gilt demnach auch als das Wahre des logos („Wort“)… …begegnet man dem „Eigentümlichen der Sprache, daß sie sich bloß um sich selbst bekümmert“ (Monolog). Denn dass sich die „Wörtlichkeit“ der Sprache nicht… …auflösen lässt, ist für die Romantiker ja kein Problem, sondern vielmehr die Grundlage, in der das dichterische Potential der Sprache beschlossen liegt. Die… …Romantik ist denn auch die Epoche, der sich Willer zuwendet, um die Wissenschaft der Etymologie besser zu verstehen – Etymologie freilich nicht im Sinne… …einer Subdisziplin der Sprachwissenschaft, sondern als eines privilegierten Bereichs, in dem sich die „Performativität des Sprachdenkens“ (S. 2)… …analysieren lässt. Soweit sie sich auf die Darstellungsweisen einer Epoche bezieht, mag Willers „Poetik der Etymologie“ eine Poetik des Wissens genannt werden… …Etymologie wird durch ihr Interesse an der Wörtlichkeit gekennzeichnet, die den Primat des Begriffs notwendigerweise einschränkt. Dass die Sprache vor allem in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    E.T.A. Hoffmann: "Meister Floh". (1) Faksimile des Handschriftenteils des Märchens "Meister Floh" aus dem Geheimen Staatsarchiv, Preußischer Kulturbesitz Berlin. (2) Bernhard Schemmel: E.T.A. Hoffmann "Meister Floh". Die "Knarrpanti-Episode", ICH-Verlag Häfner & Häfner, Nürnberg 2003.

    Hartmut Steinecke
    …Fragmente. Das einzige Teilmanuskript eines Buches – des „Meister Floh“ – verdanken wir dem obrigkeitlichen Eifer der preußischen Behörden. Anfang 1822 kam… …dem Innen- und Polizeiminister von Schuckmann durch Spitzelberichte zu Ohren, dass der neueste Roman Hoffmanns politisch brisante Stellen, Interna aus… …der „Königlichen Immediat-Untersuchungs-Kommission“ zur Ermittlung „hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe“ enthalte. Er ließ… …den Druck stoppen, obwohl dieser in Hessen erfolgte und der Verleger Wilmans in Frankfurt saß, und die wesentlichen Unterlagen zur Prüfung… …einzuleiten – die „Meister Floh-Affäre“ wurde zum ersten großen Literaturskandal der Restaurationszeit. Die Forschung hat die Vorgänge umfassend dargestellt… …. Zeitlich parallel lief das Zensurverfahren. Ursprünglich sollten etwas mehr als neun Seiten der Handschrift einbehalten werden (in Hoffmanns… …„Augenpulverschrift“ 292 Buchbesprechungen [Brief vom 21. 5. 1820] umfasst jede etwa sechs Druckseiten). Auf Protest des Verlegers, der mit einer Schadenersatzklage… …vollständig, mehr als die Hälfte von Kap. 5). Dort fand sie der Hoffmannforscher Georg Ellinger über 80 Jahre später und veröffentlichte 1906 die von der Zensur… …nicht nur die gestrichenen) Teile. Da die Handschrift zahlreiche Streichungen, Korrekturen, Hinzufügungen in der Zeile und am Rande aufweist, entsteht ein… …wurde. In diesem Fall haben wir einen der ganz seltenen Einblicke in mehrere sprachlich-stilistische Arbeitsstufen Hoffmanns. Bernhard Schemmel hat in…
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