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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    „FORT“, DA

    Substitution und Repräsentation in der „Marquise von O….“
    Björn Moll
    …Marquise vor und hält um die Hand der Tochter an. Bei genauerer Lektüre zeigt sich hier jedoch eine Mehrdeutigkeit im Text, denn dem Grafen wurde, wie er… …Björn Moll wurde er in dem „Gefecht[ ] bei P...“. 4 Der Hinweis auf den Sterbeort erlaubt eine weitere Lesart als die des bloßen Versehens: Da es sich bei… …auch um den ebenfalls bei „P[ ]“ gestorbenen Marquis handeln. 6 Eine Reihe zusätzlicher Indizien verstärkt die Ambivalenz beider Figuren: Der Graf ist… …Marquise, dass die Symptome auf eine Schwangerschaft, die sich für sie jedoch nicht erklären lässt, hindeuten, woraufhin ihre Mutter antwortet, „sie würde… …Gerhard Neumann hebt in seiner Interpretation der Stelle hervor, dass es sich um „eine ins Ungedeckte führende Leseregel des Geschehens“ handle. Durch die… …Aufrufung der beiden Namen „Phantasus“ und „Morpheus“ – „[d]er eine repräsentiert die Bewußtlosigkeit des Tiefschlafs, der andere das Spiel der Träume als… …Verdichtungssarbeit des Traums wird im Text zugleich auch an ein Subjekt geknüpft: „[D]aß du eine Träumerin, und nicht recht klug bist“ 14 , beschuldigt die Obristin… …hat Morpheus in der besagten Passage eine ganz bestimmte Funktion: Er vertritt Ceyx, den verstorbenen Ehemann Alcyones. Iuno, die Al- 12 Kleist [Anm. 1]… …Einbruch dieses Realen, der sich als eine traumatisierende Wunscherfüllung vollzieht, wünschen sich doch beide ihre Rückkehr – Alcyone die des lebenden… …Gewand“. 17 Die Ersetzung des Mannes durch eine Repräsentation steht in der „Marquise von O….“ in einem intertextuellen Bezugsrahmen. Es lassen sich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Wirklichkeit über pari

    Zu Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“
    Sven Fabré
    …Wagen einzusteigen und sich in die Stadt fahren zu lassen – es ist gerne geschehen. Doch sein Schicksal nimmt hier eine unverhoffte Wendung. Denn sobald… …Mode vorführt, abhängig – auch wenn dieser Prozess für eine Fülle von Fehlinterpretationen anfällig ist. 2 Denn nicht auf einer göttlichen, mythologisch… …, mittels deren sich erst die Konstitution des Wissensobjekts nachvollziehen lässt. Eine solche, Epistemologie und Ästhetik verknüpfende Poetologie… …die „Leute von Seldwyla“ eine bemerkenswerte poetische Produktivität entfaltet hat und mit dem literarischen Kode in keinem antagonistischen Verhältnis… …dieses Epitheton ernst nimmt, eröffnet es Möglichkeiten für eine Einbettung der Novelle im historisch-diskursiven Rahmen einer Kreditökonomie – denn dazu… …gesprengt“ und die Menschen mit neuen Möglichkeiten zu „neuem Leben erweckt“, doch dabei eine „selbstsüchtige Interessenökonomie geschaffen“ und die… …sittliche Bande.“ 10 Die Kluft zwischen Besitz und Armut wird aufgehoben, eine Umverteilung der Mittel nach sittlichen Kriterien realisiert: „Der moralische… …die ärmeren Bevölkerungsklassen eine bessere Antwort. Wenn auch die Mittellosen „die Vortheile der neueren Zeit [sich zueignen]“, sich von „[dem]… …die daran geknüpft werden andererseits, effizieren schließlich eine eigentümliche Mischung aus modernen Disziplinierungsmechanismen und 14 Ebd., S. 6… …des Kredits, so scheint es, ist nicht nur eine literarische Fiktion. In der Gestalt der Kreditverwaltung und der Solidarhaft findet man zu einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Davide Giuriato: „klar und deutlich“. Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert

    Stefanie Heine
    …Begriff erweist, der stets Überschüsse produziert. Giuriatos bestechende und wohltuende Differenziertheit – und das ist eine der großen Stärken des Buches –… …und wo eine Poetik des Klaren und Deutlichen, die sich immer wieder an verschiedenen Stellen mit dem Dunklen und Verworrenen verzahnt, wirksam bleibt… …. Auch ist die perspicuitas nicht als Gegenbegriff zur obscuritas zu verstehen; im Gegenteil: die Dunkelheit ist eine treue Begleiterin der deutlichen Rede… …Buchbesprechungen schaulichkeit“ (ebd.), die mit affektiver Beschreibung einhergeht, umfasst, weist auf eine innere Spannung hin. Selbst in der deutschen… …, die einer „unendlich fortschreitenden Erkenntnis“ (61) entgegen. Die Sinne spielen bei Leibniz eine zentrale Rolle im Prozess der Erkenntnis und die… …Rhetorik des 18. Jahrhunderts zeigt, wie eine Stilistik, die das Denken gegenüber der Sprache priorisiert und die auf Schlichtheit und „rationale… …rationalen Erkenntnis. Erst im späten 18. Jahrhundert, mit Herder und Kant etwa, wird eine scharfe Trennlinie zwischen Sinnlichkeit und logisch-rationalem… …, hurenden, genießenden, leidenden und verwesenden Körpern“ (247) zentral, sondern auch eine Verbindung von Worten und physischer Wirklichkeit. Diese… …performativen Worten und einer Rhetorik der Deutlichkeit reale Handlungen zu generieren, was in St. Justs Rede in „Dantons Tod“ grausame Konsequenzen hat. Eine… …dort. Trotzdem verfolgen beide eine Poetik der Klarheit und Deutlichkeit. Die Suche nach einer Klarheit in sich selbst und einer Transparenz der Dinge…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 2/2016

    „Niemals aber sagt ein lebendiger Mensch zu einem anderen … ‚Sei mein Erlöser!‘“

    Drei Arten der Fiktionalisierung von weltanschaulicher Reflexion bei Broch, Lukács und Musil
    Benjamin Gittel
    …Essay im Zeitraum von 1890 bis 1933 im deutschen Sprachraum eine Konjunktur erfährt, wurde in jüngerer Zeit auch das eng damit zusammenhängende Phänomen… …vielfältigen Probleme bei der sprachlich-stilistischen Beschreibung des Essays verwiesen: Da es bisher eine ungelöste Aufgabe ist, einen ‚herkömmlichen‘ Essay… …definitionem eine nicht-fiktionale Gattung ist. Vgl. Christian Schärf: Essay, in: Handbuch der literarischen Gattungen, hg. v. Dieter Lamping u. Sandra Poppe… …ein Thema für sich, aber es läßt sich auch nicht übersehen, daß diese beiden Kategorien etwa seit dem Ersten Weltkrieg mehr und mehr in eine… …Dramen stattfindet. Die Beschreibung dieser Bedeutungseffekte ist zunächst eine theoretische Herausforderung. Denn die Fiktionalisierung von Reflexion… …jedoch nicht die fiktionalitätstheoretischen, hermeneutischen und kommunikationspragmatischen Probleme, die eine Beschreibung f-essayistischer Texte mit… …des 19. Jahrhunderts, aber auch 7 Roy Sommer definiert den Begriff „Wirkpotential“ als „eine vom Text her begründbare Annahme über die möglichen Effekte… …. Jahrhunderts, in faktualen Texten der sogenannten „Weltanschauungsphilosophie“ 9 bzw. „Weltanschaungsliteratur“ 10 zirkulierte. Um eine Vergleichbarkeit der… …Wahrheit des prozessierten Wissens nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, obwohl die Überzeugungen der Figuren für den Leser immer auf ihren Anspruch hin… …, spielt der Erlösungsbegriff selbst in parallel entstehenden neomystischen Vorstellungswelten gegenüber der unio mystica eine deutlich untergeordnete Rolle…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Preussen als heiliges Schlachtfeld

    Die Sakralisierungsstrategien in der ‚Kronike von Pruzinlant‘
    Hanna-Myriam Häger, Martin Przybilski
    …werden sie hier konstituiert. 5 Räume in der Literatur sind Orte der Handlung und zugleich kulturelle Bedeutungsträger. Eine im Zuge des spatial turns… …zwischen 1311 und 1341 in Preußen, seine vermutete Wirkungsstätte war Königsberg. Neben der „Kronike“ wird ihm eine Lebensbeschreibung des heiligen Adalbert… …, einer der ersten Missionare im Preußenland, zugeschrieben. Die „Kronike“ selbst ist eine Übertragung der lateinischen „Chronica Terrae Prussiae“ des Peter… …entstanden auf Anregung der jeweils amtierenden Hochmeister, was eine Kongruenz zwischen den Zielen der Ordensleitung sowie denen des Autors und des… …Übersetzers nahelegt. Zumindest lässt sich eine gewisse Reglementierung von offizieller Seite während des Schreibprozesses vermuten. Die Übersetzung Nikolaus’… …Land hatte. Diese Fokussierung auf eine Ordensballei wirkt in der ordensgebundenen Historiographie traditionsbildend, es gibt keine… …Preußen umgesiedelt. 10 Eine solche Entscheidung sorgte innerhalb des Ordens für heftige Kontroversen. Die thematische Fixierung der Chronik auf das Wirken… …der preußischen Ordensritter muss als ein Versuch gesehen werden, jene Kritiker auszuschalten. Somit kann das Werk als eine Art Werbeschrift für die… …religiöse Grenzziehung zu einer Bestimmung der Frontlinie. Bei der Missionierung des Deutschen Ordens geht es nicht um eine friedliche Mission, von Anfang an… …des Gebiets als eine vom Krieg beherrschte Landschaft verändert die Wahrnehmung des Raums. Nach Kurt Lewin wird eine Landschaft durch den Kriegszustand…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Masse/Lessing

    Editoriale Paratextualität bei Friedrich Schlegel
    Christopher Busch
    …Gottlob Heyne, außerdem Freund Lessings und Mitherausgeber einiger Bände von dessen „Vermischten“ und „Sämmtlichen Schriften“, nannte sie eine… …von Essays, keine Fragmentsammlung, weder romantisches Drama, noch romantischer Roman, sondern eine Edition ist, beschreiben kann. Um es kurz zu machen… …: methodisches Rüstzeug für eine solche historische Editionsanalyse liegt nicht bereit. Darüber mag man sich wundern. Weder nämlich fehlt es einer an editorischen… …eine wie die andere Perspektive aber gilt, dass sie privative und idiosynkratische Formen des Edierens nicht in den Blick bekommt. Die gegenwärtigen, im… …allgemein eine Reihe von Richtlinien, die er in einer methodischen „Generalregel“ zusammenfasst: [K]ommentierte nichtwissenschaftliche Ausgaben […] sind stets… …‚Kommentierte nichtwissenschaftliche Ausgabe‘ aber bleibt für eine historische Editionsanalyse ein schwer zu applizierender Begriff; die eigentliche Aufgabe… …Literaturwissenschaft, hg. v. Heinz Ludwig Arnold, Heinrich Detering, 7. Aufl., München 2005, S. 179–203; Bodo Plachta: Editionswissenschaft. Eine Einführung in Methode… …und Praxis der Edition neuerer Texte, 2., ergänzte und aktualisierte Aufl., Stuttgart 2006. Eine Überblicksdiskussion bietet Dirk Göttsche… …vor: „Die Geschichte der Edition ist ein Desiderat […].“ 16 Dort, wo an dessen Beseitigung gearbeitet wird, dominiert indes eine… …wissenschaftshistoriographische Perspektive, die zu ähnlichen Verzerrungen führt wie eine historische Funktionalisierung ausgabentypologischer Ansätze. In den Blick nämlich geraten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Tagungsbericht: „Szenarien der Ausnahme in der Populärkultur“, Siegen: 17.–19.9.2015; Organisation und Konzeption: Dr. Matthias Schaffrick, Prof. Dr. Ralf Schnell, Prof. Dr. Niels Werber

    Sarah Maaß
    …Ausnahme des Pop“ aktualisierte Werber eine Bedeutungsvariante des Ausnahmebegriffs, in der dieser als ästhetische, etwa an die Abweichungspoetik Schlegels… …wurde. Gleichzeitig wies Werber bereits auf eine zweite, die Tagung durchziehende Variante des Ausnahmebegriffs hin und zwar dessen Prägung durch Carl… …Glamourösen für die Pop-Art), ist auch ein Merkmal zahlreicher Gegenstände der Populärkultur – das verdeutlichten eine Reihe der Vorträge, etwa Christian Hucks… …ergänzen kann. Eine hinreichende Bedingung für Pop, so der Diskussionskonsens, ist jedoch auch mit spektakulärer Selbstreferenz nicht gegeben, hob doch… …der Fälle allerdings als eher metaphorischer Begriff für katastrophische oder apokalyptische Zustände und Situationen) sowie eine quasi-normalistische… …eine Reihe von Szenarien des Ausnahmezustands (etwa comicartige Zeichnungen von überfluteten Häuserreihen, ein abgestürztes Flugzeug, den Schattenriss… …hervorgehoben wurde) mit Umberto Eco als ‚Szenographie‘ bezeichnen. Der im Anschluss an Marvin Minskys frame-Konzept entwickelte Begriff bezeichnet zunächst eine… …mentale Datenstruktur, die eine stereotype Situation (oder eben ‚kondensierte Geschichte‘) repräsentiert und angesichts neuer Situationen reaktualisiert… …deutlich: Während der Szenario-Begriff (etwa bei Nicolas Pethes) eine Nähe zum Experiment besitzt, damit prinzipiell ausgangsoffen ist und… …Untergang aufgegriffen worden, um die Ausbildung auf Großseglern in Frage zu stellen. An diesem Umschlag sei eine generelle Entwicklung der Semantik…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Schriftliche Berührung – Gedruckte Süße

    Zum „bot der gotlichen mildigkeit“
    Beatrice Trînca
    …lateinischen Text eine größere stilistische Nüchternheit auf. 6 Auf die Einteilung in fünf Bücher wurde verzichtet. Der Text weist nicht darauf hin, dass es sich… …um eine Übersetzung handelt. Erhalten sind Handschriften aus dem 15. und 16. Jahrhundert. 7 Der Leipziger Frühdruck, der den Gegenstand der… …eine weitere deutsche Übersetzung gegeben haben, die verloren ging. 9 Beide bezeugen den spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Bedarf an… …sich auch in Gertruds Offenbarungen beobachten. Als eine Besonderheit, der die bisherige Forschung meines Wissens keine Beachtung geschenkt hat, erweist… …sich kaum versprachlichen lassen, auf den Modus des ‚als ob‘ angewiesen ist. 12 Es handle sich um eine Rede mit bild¯ e (Bl. 2v ). 13 Die schriftlich… …fixierte Erfahrung hat den Status eines Gleichnisses, die Zeichen verweisen auf Unaussprechliches, zwischen Signifikant und Signifikat zieht sich eine… …Materialität, zu überschreiten, der Distanz Nähe entgegenzusetzen – wenngleich eine ontologische Trennung zwischen Diesseits und Jenseits bestehen bleibt. 14 In… …setzt auf der Literalebene des Textes ein Nachdenken über Zeichen, Formen der Berührung und Konfigurationen von Nähe und Distanz in Gang, eine Erkundung… …hinstreben und immer wieder um die Metapher des Schrift- oder Buchkörpers, des Text-corpus kreisen. Sie konstituieren eine Form der Reflexion, die aus jeweils… …Retextualisierungen der Johannesapokalypse erweisen, 18 erhält himmlische Schrift eine besondere Signifikanz. Der „Bote“ berichtet, dass Gertrud am Fest des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Edition und poetologische Reflexion

    Axel Gellhaus’ Beitrag zur theoretischen Fundierung der Editionsphilologie
    Gunter Martens
    …Wissenschaftler schon damals seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Denn treffender als mit diesen beiden Begriffen „Enthusiasmos und Kalkül“ hätte er eine von ihm… …für seine spätere Beschäftigung mit der poetologischen Theoriebildung zweifellos zugleich eine nicht unwesentliche Vorbereitung. Seine frühzeitige… …Fachwelt große Anerkennung fand. Und wenn einzelne Kollegen eine mangelnde Leserfreundlichkeit der textgenetischen Darstellung kritisierten: die… …ist auch Axel mit seiner Bearbeitung von Band 6, der Edition der „Niemandsrose“, eine herausragende Leistung gelungen; dennoch ist sie von ihm… …, mit der berechnenden und festen Kunstgesetzen folgenden Fixierung seiner Begeisterung, eine Einheit bilden können. Das Streben nach Vereinigung sich… …nun Axel Gellhaus in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Ausbildungsstadien poetologisch-genetischer Reflexion. Eine „Dialektik von Enthusiasmos… …. Athener-Brief, der den ersten Band des Romans abschließt, zitiert der Ich-Erzähler das „große Wort“ des Vorsokratikers Heraklit „das Eine in sich selber… …Vereinigung von ‚harmonisch entgegengesetztem Leben‘ und ‚unendlichem Gesichtspunkt‘ […]. Diese ‚unendliche Einheit‘, verstanden als eine „unzertrennliche… …Einheit des Widerspiels von Entgegensetzung und Einigung ist eine Setzung des poetischen Geistes“ (EK 281), die den eigentlichen dichterischen… …. In Celans Auffassung der Dichtung stellt er nun eine Radikalisierung dieser Differenzierung von Kunst und Poesie fest. „Kunst“ sei auch für den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 3/2016

    Kirstin Casemir (Hg.): Namen und Appellative der älteren Sprachschichten, Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2015

    Barbara Aehnlich
    …Sprachkontakt mit dem Slawischen finden eine Antwort und Theorien zur fränkischen toponymischen Erschließung der Siedlungsräume können profunder beurteilt werden… …. Der Beitrag Blažiene ˙ s bringt die Erforschung der altpreußischen Toponymie ein gutes Stück weiter; wünschenswert wäre eine Untergliederung gewesen… …eine Einschätzung des jeweiligen Typs der Wortbildung vornehmen muss, und zwar sowohl im Bereich des appellativischen als auch des toponymischen… …zur Bildung von Feminina im Altsächsischen und Althochdeutschen verwendet wird, stellt laut Flöer „eine äußerst flexible Möglichkeit zur Bildung neuer… …die Basis des Namens entweder ein nicht überliefertes Appellativum ist, welches auf ein Gewässer referiert, oder ein Gewässername, zu welchem eine… …bei 476 Buchbesprechungen den appellativischen Basen der Ableitungen, die nach den auftretenden Suffixen geordnet sind. Im Anschluss erfolgt eine… …Sprachstufen des Althochdeutschen, Altsächsischen, Mittelniederdeutschen, Germanischen und Indogermanischen deutlich, ohne die eine Rückführung der Toponyme auf… …, Lemgo und Lieme, Hölsen, Wöbbel, Pehlen und Pillenbruch, wie wichtig die Kenntnis der appellativischen Grundlage für eine fundierte Deutung der Ortsnamen… …erläutert. Heinrich Tiefenbach nimmt in seinem interessanten Beitrag „Beobachtungen zu Namen aus Ostsachsen im Werdener Urbar B“ vor, die durch eine Karte… …zur Etymologie der Siedlungsnamen mit -leben zu passen scheinen. Eine mögliche Erklärung, die Tiefenbach überzeugend aufzeigt, wäre der Einfluss einer…
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