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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Leidenschaft als konstitutives Element im Schreib- und Leseprozess von Hamanns "Aesthetica in Nuce"

    Eva Kocziszky
    …seine Muster deutlich zu erkennen, rollst du ihn zusammen, siehst du sie verzerrt oder überhaupt nicht mehr. 1 kaì ¦ gélwß páqoß ™n £donñ2 An der Schrift… …„Aesthetica in Nuce“ werden die Besonderheiten von Hamanns Schreibweise entwickelt. Die Hermetik seiner Texte verdankt sich der systematischen Einbeziehung des… …selbständigen Leser, der sich die Brocken und Fragmente des Textes ‚eschatologisch‘, vom Ende her zusammenzulesen weiß. Hamanns Modell einer leidenschaftlichen… …it marks the boundaries of the discourse of the Enlightenment. 1 Plutarchos: Themistokles, Kap. 29, zitiert nach der Ausgabe: Plutarch: Große Griechen… …und Römer, übers. v. Konrat Ziegler, Zürich, München 1979, S. 399. 2 „Auch das Lachen ist eine Leidenschaft – in der Wonne.“ (Übers. v. E. K.) Longinus… …. Der Text in Handlung Die Literaturwissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten den Leser in den Mittelpunkt der literarischen Interpretation gestellt… …. Ein solcher Paradigmenwechsel kommt dem Verständnis der „Aesthetica in nuce“ Johann Georg Hamanns sicherlich zugute, da es kaum einen anderen… …vorromantischen Autor gibt, der dem Leser so vieles anvertrauen wollte. Man kennt ja Hamanns Äußerung aus den „Sokratischen Denkwürdigkeiten“: Er wünsche sich… …ist, fehlen nämlich alle „Brücken und Fähren der Methode“. 4 Die schwierige Aufgabe, die Hamann dem Leser zumutete, sorgte in der Tat dafür, dass… …Philologen immer wieder von der ,Unverständlichkeit‘ seiner Schriften sprachen. Man glaubte sogar, von einem Prinzip der obscuritas als Grundlage von Hamanns…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Nur Narr? Nur Dichter? - Stationen eines Krisenberufs im 19. Jahrhundert

    Stationen eines Krisenberufs im 19. Jahrhundert
    Olaf Briese
    …. Jahrhunderts – d.h. schriftstellerisch konzipierte Narren als Angehörige der Schriftstellerzunft – sind als künstlerische bzw. intellektuelle Selbstbilder… …, sozialhistoriographisch orientierter Forschungsstrang arbeitet hauptsächlich ihre sozial- und kulturkritischen Dimensionen heraus. Der sich bereits aus dem Mittelalter bzw… …. der Renaissance herschreibende Narr gilt als Spiegelbild einer verkehrten Welt. Als Seitenstrang dieser Linie haben sich, nicht zuletzt im Anschluss an… …Michel Foucault, eine Reihe von Arbeiten der Frage nach literarischen Reflexen sozialrepressiver Ausgrenzung devianten Lebens und Schreibens zugewandt… …an diesem Text erfolgte im Rahmen eines Unterprojekts des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereichs „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der… …Entgrenzung der Künste“ an der Freien Universität Berlin. 187 Olaf Briese Grundsätzlich haben beide Richtungen, sozial- bzw. kulturkritische und… …Status von Literatur und Kunst kommentieren. Diese Leerstelle ist die Folge einer lieb gewordenen kulturellen Konvention, ist Folge der… …Texte gerade wegen ihrer Artifizialität zur Rekonstruktion der Regeln närrischer Gewalt und Gewaltvermeidung besonders gut geeignet sind“. 1 Das… …Gewalt und Gewaltvermeidung in der Narrenkultur des späten Mittelalters, in: Forschungen zur deutschen Literatur des Spätmittelalters. Festschrift für… …. Entwicklungen in der Konzeption der Figur des Narren von L. Tiecks zu F. Dürrenmatts Komödien, in: Der Narr. Beiträge zu einem interdisziplinären Gespräch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Ein "Wiederspiel des Lebens, das wir führen" - Fontane und die Authentizität des poetischen Realismus

    Fontane und die Authentizität des poetischen Realismus
    Robert Vellusig
    …Studie versteht Fontanes Realismusbegriff als Bezeichnung für das ästhetische Gelingen und die Wahrheit der literarischen Darstellung und schlägt vor, dies… …mit dem Begriff der Authentizität zu fassen. Dabei geht es um die Erste-Person-Perspektive des Erlebens, die ein Text gestaltet und die sich dem Leser… …in der Begegnung mit dem Text gültig erschließt. Die Detaillektüre einer Passage aus „Irrungen, Wirrungen“ versucht diese Qualitäten sinnfällig zu… …Figuren In einer unveröffentlicht gebliebenen Rezension eines Romans von Paul Lindau bemängelt Fontane den fehlenden Realismus der zeitgenössischen… …ist in der Realismus-Forschung zum poetologischen locus classicus avanciert. Zunächst wehrt Fontane die Vorstellung ab, ein verständnisvoller Zugang zum… …der Begehrlichkeiten, besonders auch der sinnlichen, ist alles möglich. Unsere Zeitungsnotizen und Prozesse zeigen das Äußerste, mindestens so viel, als… …in den verwegensten Romanen vorkommt. Also 1 Fontanes im August 1886 entstandene Aufzeichnungen zu „Der Zug nach dem Westen“ wurden 1907 von Josef… …Ettlinger aus dem Nachlass herausgegeben. Ich zitiere Fontanes Schriften zur Literatur und Kunst nach der Nymphenburger-, das literarische Werk und die Briefe… …(soweit möglich) nach der Hanser-Ausgabe; hier: Theodor Fontane: Sämtliche Werke, Bd. XXI/2: Literarische Essays und Studien, Tl. 2, hg. v. Rainer Bachmann… …Aufgabe des Romans, Dinge zu schildern, die vorkommen oder wenigstens vorkommen können. 2 Damit wird eine Kategorie problematisiert, die in der Diskussion…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    "Wie haben wir alle gebetet" - Zu einer Leitfigur der klassisch-modernen Lyrik

    Zu einer Leitfigur der klassisch-modernen Lyrik
    Stefan Keppler
    …Abstract „WIE HABEN WIR ALLE GEBETET“ Zu einer Leitfigur der klassisch-modernen Lyrik von Stefan Keppler, Berlin Als zentrales Phänomen der Religion… …und Exponent einer absoluten Rhetorik empfiehlt sich das Gebet zu einem privilegierten Medium der Austauschprozesse zwischen Literatur- und… …Religionssystem. In einer früheren Studie des Verfassers waren dazu die protoästhetischen Strukturen ‚echter‘, pragmatischer Gebetstexte an einem Fallbeispiel der… …, especially lyrical communication. Dass „die Geschichte des Gebets in der deutschsprachigen Literatur noch ungeschrieben“ sei, hat man in der jüngsten Auflage… …des „Reallexikons der deutschen Literaturwissenschaft“ mit um so größerem Recht moniert, als das in mancherlei Hinsicht analoge Projekt einer… …Literaturgeschichte der Predigt durch die Arbeiten von Urs Herzog und Nicholas Saul bereits hohe Standards erreicht hat. 1 In den angelsächsischen Kulturräumen, die… …sich im Durchschnitt sehr viel weniger über das Konzept der Säkularisierung definieren, als dies in Kontinentaleuropa der Fall ist, präsentiert sich die… …liegt auf diesem Terrain ganz besonders deshalb vor, weil das Gebet als eine rhetorische 1 Andreas Kraß: Gebet, in: Reallexikon der deutschen… …Barockpredigt, München 1991, sowie Nicholas Saul: „Prediger aus der neuen romantischen Clique“. Zur Interaktion von Romantik und Homiletik um 1800, Würzburg 1999… …. Hauptsächlich zum Verhältnis von Predigt und Gebet äußert sich Dirk Evers: Gebet, in: Historisches Wörterbuch der Rhetorik, hg. v. Gert Ueding, Bd. 3, Tübingen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Ereignisse. Zeitwahrnehmung und Ich-Dissoziation in Thomas Bernhards früher Prosa

    Magnus Klaue
    …der temporalen Strukturen in Thomas Bernhards frühen Erzählungen, insbesondere von der Bedeutung des Plötzlichkeitsmotivs, wird versucht, die… …monomanische Rhetorik der Texte sowohl als Ausdruck des hybriden Absolutheitsanspruchs der Bernhard’schen ‚Geistesmenschen‘ wie als Reflexion fortschreitenden… …Ich-Zerfalls zu verstehen. Fokussiert werden die Figurationen der Ich-Spaltung und des Doppelgängertums im Frühwerk sowie die Affinität zu Erzählmustern der… …literarischem Schaffen divergieren, in einem Aspekt besteht Konsens: Wie kaum ein anderes Œuvre der Moderne ist sein Werk geprägt von Redundanzen, Tautologien und… …selten wird indes gefragt, welche Konsequenzen dieses ästhetische Verfahren für die temporale Struktur der Texte, die von ihnen implizit vermittelte… …Zeitwahrnehmung und die damit verbundene Konzeption von Subjektivität hat. 2 Diese Perspektive, aus der im Folgenden einige Erzählungen aus den Bänden „Prosa“… …(1967) und „An der Baumgrenze“ (1969) untersucht werden sollen, bietet sich umso mehr an, als am Beginn von Bernhards Prosaarbeiten Ende der fünfziger… …an der ‚Ein-Buch-These‘ vgl. Alfred Pfabigan: Thomas Bernhard. Ein österreichisches Weltexperiment, Wien 1999. 2 Anders als die Raumdarstellung haben… …die temporalen Strukturen in Bernhards Texten wenig Beachtung gefunden. Interessant ist der Beitrag von Alexander Honold: Katastrophen und andere… …Gewohnheiten. Über die Komplizenschaft des Ausnahmezustands mit der Macht der Gewohnheit, in: Österreich und andere Katastrophen. Thomas Bernhard in memoriam, hg…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Ein neues Feld, ein alter Habitus und eine Erfindung: "Gruppen' in der jüngeren, ostdeutschen Literatur

    Jens Loescher
    …Abstract EIN NEUES FELD, EIN ALTER HABITUS UND EINE ERFINDUNG: ‚GRUPPEN‘ IN DER JÜNGEREN, OSTDEUTSCHEN LITERATUR von Jens Loescher, Berlin Diese… …Studie zur ostdeutschen Literatur vor und nach der Wende ist auf den Ordnungsbegriff ‚Gruppe‘ ausgerichtet. Im Gegensatz zur bisherigen Forschung bringe… …„Wahrscheinlich bin ich der Erfinder der DDR.“ (Adolf Endler) 2 Einleitung 3 Bourdieu ist in. Nicht nur die von der Diskursanalyse Enttäuschten und die eine… …Umarmung der Kulturalisten Fliehenden, auch die ehemals politisch Bewegten suchen bei ihm ihr Heil; dies nicht ohne Grund: es gibt wenig moderne Theoretiker… …, Akkumulation von Kapital durch Wertung und Umwertung in den Mittelpunkt ihrer Analysen gestellt haben. Als engagierter Beobachter des Kampfes der Kapitallosen um… …Kapital, also Anerkennung im Feld, sollte Bourdieu auch immer betrachtet werden. Auf der anderen Seite unternahm der frischgebackene Soziologe früh, bei… …generative Herleitung sozialer Ungleichheit (wie bei Marx) sind schlechterdings unmöglich. Mein Plädoyer richtet sich gegen die gängige Ausrichtung in der… …Literaturwissenschaft, den Bourdieu der „Regeln der Kunst“ 4 als den Bourdieu zu lesen. Es gibt in diesem gelehrten, literargeschichtlich breitgefächerten Opus eine… …Hagiographie des Handlungssubjekts, besonders im Flaubert-Kapitel, die der an Weber und Durkheim sowie an Lévi-Strauss geschulte Bourdieu erklärtermaßen… …Häretiker auf den Plan hebt (Baudelaire). Die Werke erhalten, besonders im Schlussabschnitt, eine Aura, die mit dem Begriff der illusio nur schlecht verdeckt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Gertrud Maria Rösch: Clavis Scientiae. Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur, Niemeyer, Tübingen

    Stephan Kraft
    …BUCHBESPRECHUNGEN Gertrud Maria Rösch: Clavis Scientiae. Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur… …, Niemeyer, Tübingen 2004 (Studien zur deutschen Literatur, Band 170). Eine Arbeit zum Thema Schlüsselliteratur stellt, wie der Verfasserin durchaus bewusst… …ist (vgl. S. 38), in der aktuellen Wissenschaftslandschaft eine Provokation dar, hängen doch an diesem Konzept eine ganze Reihe hochproblematischer… …Rösch an die Aufarbeitung dieses Komplexes gemacht hat, der ja innerhalb der Literaturproduktion und -rezeption selbst keinesfalls nur ein Randphänomen… …darstellt. 2 Im Anschluss an eine knappe historische Herleitung zur Geschichte der Steganographie und Kryptographie setzt die Verfasserin an den Beginn ihrer… …Klaus Kanzog im „Reallexikon“ an3 , der Verschlüsselung nicht mehr vordringlich als Textqualität zu fassen versucht4 , sondern vor allem als… …Kommunikationsereignis, das bei der Lektüre eines Textes statthaben kann, jedoch keinesfalls muss. Diese prinzipiell sinnvolle Schwerpunktsetzung führt bei Rösch zu einem… …starken Akzent auf den Paratexten, hier vor allem den außerliterarischen Stellungnahmen der Autoren und natürlich den Leserreaktionen. Schüsselliteratur ist… …zur Textentstehung von Bedeutung ist und mit der, da sie zumeist den Faktenbezug gegenüber dem im engeren Sinne Literarischen privilegiert, oft eine… …Ergebnisse leider nicht (mehr?) in die Studie Röschs eingegangen sind. Vgl. Olaf Simons: Marteaus Europa oder Der Roman, bevor er Literatur wurde. Eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Lucien Calvié: Aux origines du couple franco-allemand. Critique du nationalisme et révolution démocratique avant 1848. Arnold Ruge. Textes traduits de l'allemand et présentés par Lucien Calvié, Presses Universitaires du Mirail, Toulouse 2004.

    Norbert Oellers
    …mittelmäßigen Gaben. Zusammen mit Theodor Echtermeyer war er Begründer und Herausgeber der vermutlich gehaltvollsten deutschsprachigen Zeitschrift um 1840, der… …Abhandlung „Der Protestantismus und die Romantik. Zur Verständigung über die Zeit und ihre Gegensätze. Ein Manifest“. Nach dem Verbot der Zeitschrift Anfang… …als Mitherausgeber der „Deutsch-Französischen Jahrbücher“). Danach waren Zürich, Leipzig und Berlin die schnell wechselnden Schauplätze seines Lebens… …und Wirkens. Bis Oktober 1848 war er als Abgeordneter Breslaus auf der äußersten Linken Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung; dann wurde sein… …Visier genommen, die Literaturwissenschaft kümmert sich kaum um ihn. In der französischen Hegel- und Marxforschung ist er präsent; auch als Freund… …Frankreichs und Bewunderer der Französischen Revolution (deren Terreur ihm nicht so arg war) findet er im Nachbarland hin und wieder freundliche Anerkennung… …Erz- und Erbfeinde sich aufeinander zu bewegen, dass sie befreundete Verbündete werden sollten. 1841-1844 erschienen in Paris die fünf Bände der… …, und zwar mit einem „Vorwort zur Verständigung der Deutschen und Franzosen von einem deutschen Publizisten in der Fremde“. Ruges Vorwort erschien im… …selben Jahr auch als Separatum. 1847 nahm es der Verfasser in den zweiten Band der zweiten Auflage seiner „Sämmtlichen Werke“ (Mannheim: J. P. Grohe) unter… …dem Titel „Ueber die intellectuelle Allianz der Deutschen und Franzosen. Bei Gelegenheit von Louis Blancs Geschichte der zehn Jahre“ auf. In den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Anke van Kempen: Die Rede vor Gericht. Prozeß, Tribunal, Ermittlung: Forensische Rede und Sprachreflexion bei Heinrich von Kleist, Georg Büchner und Peter Weiss, Rombach, Freiburg 2005.

    Thomas Weitin
    …Peter Weiss, Rombach, Freiburg 2005. In einem Aufsatz zur Rhetorik gelangt Roland Barthes zu der für ihn bestürzenden Erkenntnis, dass die gesamte dem… …Rückgriff auf den Signifikanten kodifiziert, entsteht unsere Literatur.“ 1 Den alten Germanisten war der ursprüngliche Zusammenhang zwischen Recht und… …der inzwischen transdisziplinären Korrespondenz wieder an und spüren der wechselseitigen Verwiesenheit literarischer und juristischer Darstellungsformen… …Mittel wie die Erzählung des Tatgeschehens durch Zeugen auskommt. Die Forschung befindet sich dabei in der komfortablen Lage, sowohl in… …„Die Rede vor Gericht“ zeigt, dass kulturwissenschaftliche Innovation und philologische Methodik gewinnbringend zusammenzuführen sind. Ihr Thema ist der… …literarische Prozess, in dem, wie es der Doppelsinn des Titels ankündigt, über die Sprache selbst verhandelt wird. Es geht um die forensische Rede, die als… …greift die Autorin auf ein klassisches Problem schon der antiken Rhetorik zurück (für Quintilian ist das Kreuzverhör der Zeugen ein ‚Nahkampf‘, in dem… …wechselseitigen Beziehungen und die Verbindung der drei in der Versammlung vertretenen Wissenschaften, in: Ders.: Kleinere Schriften. Bd. 7 (1884): Rezensionen und… …Dialog an, in dem der Dorfrichter Adam mit seinem Schreiber Licht darüber disputiert, ob er ‚bildlich‘ oder ‚unbildlich‘ hingeschlagen sei, verhandelt das… …Stück seine eigene Metaphorik, deren Triebkraft die Akteure ein ums andere Mal mit sich fortreißt. Van Kempen zufolge stolpert der gerissene Richter…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Paul Michael Lützeler (Hg.), Freundschaft im Exil. Thomas Mann und Hermann Broch, Vittorio Klostermann, Frankfurt/Main 2004 (Thomas-Mann-Studien, Band 31).

    Hartmut Steinecke
    …(Thomas-Mann-Studien, Band 31). Das Verhältnis von Thomas Mann und Hermann Broch war bisher für die Mann- Forschung nur ein Nebenaspekt im ausgedehnten Geflecht der… …verschiedentlich mit der Thematik beschäftigt, allerdings auf einer relativ schmalen Textbasis. Das Bild, das sich ergab, war das einer großen Asymmetrie: Distanz… …, eine gewisse Herablassung von der einen Seite, von der anderen Hochachtung, gelegentlich zurückhaltende Kritik und eine Spur Neid – so etwa wurde das… …Verhältnis der beiden großen Exponenten der ‚klassischen Moderne’ beschrieben. Paul Michael Lützeler kommt in seinem Buch wesentlich über diesen Befund hinaus… …, weil es ihm gelingt, die Textbasis von Äußerungen der beiden Schriftsteller übereinander deutlich zu erweitern. Zu den bekannten Werk-, Brief- und… …: „‚Optimistische Verzweiflung‘: Thomas Mann und Hermann Broch im Exil“ (S. 9–30). Dabei betrachtet er die Anfangsjahre der etwas herablassenden Distanz von Seiten… …. Das Exil bringt beide näher, vor allem in der gemeinsamen Princetoner Zeit 1938–1941, sowohl persönlich als auch in gegenseitigen Hilfen (wobei Mann… …natürlich eher der Gebende ist) und gemeinsamen politischen Aktionen. Lützeler zeigt die allmähliche Annäherung, verweist auf eine Reihe von überwiegend… …schwankenden Wertungen der Personen könnte man noch zwei Symptome hinzufügen: den Wechsel der Anredeformen und die Sprechweisen in privaten Zeugnissen. Nachdem… …von „Tommy“ sprach. Überhaupt eröffnet die Berücksichtigung der Textsorten und Adressaten weitere Einblicke in dieses diffizile Verhältnis: Teilweise…
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