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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Stellvertretung, Verschiebung und Konkurrenz – Zu einigen strukturalen Aspekten in Heinrich von Kleists Erzählung „Der Zweikampf

    Zu einigen strukturalen Aspekten in Heinrich von Kleists Erzählung „Der Zweikampf. Oder: Herzog Wilhelm kehrt zurück
    Walter Delabar
    …stringent verfolgte Richtung: Vom Pfeil, als dessen Eigentümer Rothbart sich bekannt hat, ist vorerst keine Rede mehr, ausdrücklich deshalb, weil Rothbart die… …ins Kloster rückgängig zu machen. Aller familieninterner Treu und Glauben gilt nicht mehr, zumal Littegarde gerade für die fragliche Nacht ihrer Zofe… …gilt Friedrich von Trota definitiv mehr als alle Beweise Rothbarts, und das selbst dann noch, als auch der Ausgang des Gerichtskampfes dafür spricht… …jedoch berichtet unbeirrt für eine ganze Weile nicht mehr von einer Verhandlung des Mordfalls, sondern von der Ehrenrettung Littegardes und von Trotas… …es nicht mehr um eine Frau, sondern um die Macht im Lande: Der Mord an Herzog Wilhelm soll, wie Rothbart am Ende reumütig bekennt, ihm „die Krone… …einiges mehr mitgeteilt: Zum ersten die unheimliche Dominanz des Toten Herzog Wilhelm von Breysach, mit dem die Erzählung mit allem Pomp beginnt, nicht… …nicht mehr, wie Rothbart und seine Söhne wohl gehofft hatten, über Rothbart, und das, obwohl Philipp noch nicht rechtsmündig ist. Dies ist für Rothbart… …lässt sich nicht nur an mehr oder minder deutlichen Hinweisen des Autors erkennen, sondern auch an einem familialen Muster, dessen Regelmäßigkeit, wenn es… …tatsächlich nicht zusammen passen, ist auch dies keine besondere Überraschung mehr. Wie anders aber verhält es sich zwischen Friedrich von Trota und Littegarde… …in diesem Kontext mehr als Ausdruck unbedingter Solidarität zu Friedrich zu verstehen, denn als Abrücken von Littegarde. Die Familien werden dadurch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    „Geltung ohne Bedeutung“ – Zur Architektonik des Gesetzes bei Franz Kafka und Giorgio Agamben

    Zur Architektonik des Gesetzes bei Franz Kafka und Giorgio Agamben
    Susanne Lüdemann
    …hört aber damit auf, „sich in Spuren abzusetzen, sich als abwesend zu erweisen, sie bedarf nicht mehr der Entzifferung durch Zeichen. Aus ihr spricht das… …zum Gesetz weniger sinnfällig macht. Ist es im modernen Verfassungsstaat nicht mehr der Körper des Königs, sondern ein Text (die Verfassung), um den… …gewährleistet werden sollte, ist in dieser naturrechtlichen Überwölbung staatlicher Gesetzgebung nicht mehr normativ gesetzt, sondern nur noch ‚problematisch‘… …Gesetzgebung hat nun der kategorische Imperativ selbst keinen anderen Inhalt oder keine andere ‚Materie‘ mehr als eben die bloße Form einer allgemeinen… …kann ein derart auf die bloße Form seiner selbst reduziertes Gesetz kein Gegenstand möglicher Erfahrung mehr sein. Jeder Empirie und jeder Positivität… …interpretiert zum Beispiel Gilles Deleuze die „kopernikanische Wende“ Kants in der „Kritik der praktischen Vernunft“, die nicht mehr „das Gesetz vom Guten“… …, allenfalls dahin bringen, sich daran gar nicht mehr zu kehren, aber sie zu h ö r e n kann er doch nicht vermeiden.“ Immanuel Kant: Metaphysik der Sitten… …mehr oder weniger guten Gründen. Man hat den Mann vom Lande ebenso als „Anti-Moses“ 21 verstehen wollen wie als „verhinderten Messias“ 22 , den Türhüter… …Kafka und seinen Interpreten) „nicht“ oder „nicht mehr“ gegeben sei, müsse es im Roman selbst notwendigerweise bestimmungslos bleiben. 35 Seine… …nicht (nicht mehr?) gege- 508 „Geltung ohne Bedeutung“ durch die Interpretation würde daher nicht nur der Intention Kafkas, sondern dem im Roman…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Dissoziationserfahrung und Totalitätssehnsucht. ‚Farbe‘ als Vokabel im „Diskurs des ‚Eigentlichen‘“ der klassischen Moderne – Zu Hugo von Hofmannsthals „Briefen des Zurückgekehrten“ und Gottfried Benns „Der Garten von Arles“

    Zu Hugo von Hofmannsthals „Briefen des Zurückgekehrten“ und Gottfried Benns „Der Garten von Arles“
    Antje Büssgen
    …kein Jüngling mehr, sondern ein lebenserfahrener Kosmopolit – als einer existentiell abgesicherten Erfahrung vertraue. Mit Blaise Pascal, auf den… …läßt, es ist kein spleen, es ist – also, wie soll ich es nennen? Es ist mehr als eine Beobachtung, es ist ein Gefühl, eine Beimischung aller Gefühle, ein… …Dissoziationserfahrung und Totalitätssehnsucht de gepflegten Bilder von Deutschland waren, so weiß er nun, „mehr eine Ahnung als eine Gegenwart“, es waren Sehnsuchtsbilder… …zur Anschauung bringen – und ‚Wesen‘ bedeutet hier, wie Erwin Kobel schon 1970 hervorgehoben hat, nicht mehr im scholastischen Sinne die Quiddität eines… …: Farbe wird zu einer selbständigen Bildmacht, die nicht mehr unter dem Primat des Gegenstandes und der ihn konstituierenden Umrisslinie steht. 28 Farbe… …mehr als Lokalfarben, sondern gemäß den Erfordernissen von optischer Wahrnehmung, psychologischer Wirkung und künstlerisch-medialer, flächengebundener… …Ausdrucksmedium, ist nicht mehr Mittel oder Instrument, um deiktisch auf Anderes zu verweisen, sondern ist mit dem Gemeinten selbst je schon identisch. Die im… …treten sie nun im Paradigma des schlechthin nicht mehr miteinander Vermittelbaren auf, also als Paradoxa: Der geschichtsphilosophische Fortschrittsglaube…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    „Ich weiß und du weißt, wir wußten, / wir wußten nicht“ – Gesagtes Gewusstes in Paul Celans „Die Niemandsrose“ (mit Anmerkungen des Verfassers zum Interpretationsverfahren)

    Gesagtes Gewusstes in Paul Celans „Die Niemandsrose“ (mit Anmerkungen des Verfassers zum Interpretationsverfahren)
    Andreas Dittrich
    …Welt-Sachverhalten) andererseits, verhalten. Schon aus den ersten textanalytischen Befunden ist ersichtlich, dass der textliche Fokus in expliziten Metakommentaren mehr…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Die „richtige Frequenz“: Ernest Hemingway und Raymond Carver in Ingo Schulzes Roman „Simple Storys“

    Friedhelm Marx
    …immer wieder, jede Silbe betonend: „Die Arme hoch!“ Harry klang nicht mehr glücklich. Er stemmte sich kurz auf meine Handgelenke, dann sah ich nichts mehr… …lapidar, dass sie Harry Nelson nicht mehr wiedergesehen habe, dass sie ihre Arbeitsstelle verloren, dann andernorts eine neue Arbeit gefunden habe und dass… …die Geschlechterrollen, die den Mann auf Aktivität und die Frau auf Passivität festlegen, nicht mehr so eindeutig verteilt. 17 Hemingway: Up in Michigan… …schlechte Laune“, kommentieren die Nachbarn das Manuskript, „man sollte ihm erklären, daß es so nicht geht.“ 35 Dazu kommt es nicht mehr: Die Nachbarn… …. Umso mehr verrät diese Bemerkung über die dem Roman inhärente Poetik: In ihr offenbart sich tatsächlich die „Spiel- 32 Wenn man will, kann man in dieser… …, Gaddis, Goethe und Arno Schmidt. Vielleicht ist es ein erdrückender Anspruch, doch weit mehr sind es Möglichkeiten, 41 Ebd. 42 „Er [Maik] lachte laut auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 4/2005

    Georg Mein/Markus Rieger-Ladich (Hg.): Soziale Räume und kulturelle Praktiken. Über den strategischen Gebrauch von Medien, transcript Verlag, Bielefeld 2004.

    Achim Geisenhanslüke
    …Achse der Macht zu verbinden und in verschiedenen Konstellationen zu kombinieren. Damit fordert Link ein Mehr an Analyse ein, das die Feldtheorie allein… …Wissenschaftsraum sprechen, als machtpolitische Strategie der Unterwerfung des Subjekts unter die Disziplin – ein Thema, zu dem Foucault vielleicht mehr zu sagen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Stephan Kraft: Geschlossenheit und Offenheit der „Römischen Octavia“ von Herzog Anton Ulrich. „der roman macht ahn die ewigkeit gedencken, denn er nimbt kein endt.“ Königshausen & Neumann, Würzburg 2004.

    Olaf Simons
    …Leibniz reagierten auf das Werk, das zu gar keinem Ende mehr kommen wollte. Der Herzog selbst äußerte sich mit Selbstironie darüber, dass er nun endlich in… …. Diesen Kosmos kann Anton Ulrich am Ende in keinem schriftstellerischen Gewaltakt mehr zusammenfügen. Heliodors Romanschema verliert gegenüber dem… …seinen Roman am Ende bei aller Mühe nicht mehr abschießen konnte. Mit den „Schlußbetrachtungen und Betrachtungen zum Schluß“ (S. 157–171) schlägt Kraft den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Wolf Gerhard Schmidt: ‚Homer des Nordens‘ und ‚Mutter der Romantik‘. James Macphersons „Ossian“ und seine Rezeption in der deutschsprachigen Literatur, 4 Bde, de Gruyter, Berlin, New York 2003/04. Bd. 1: James Macphersons „Ossian“, zeitgenössische Diskurse und die Frühphase der deutschen Rezeption, 2003. Bd. 2: Die Haupt- und Spätphase der deutschen Rezeption. Bibliographie internationaler Quellentexte und Forschungsliteratur, 2003. Bd. 3: Kommentierte Neuausgabe deutscher Übersetzungen der „Fragments of Ancient Poetry“ (1766), der „Poems of Ossian“ (1782) sowie der Vorreden und Abhandlungen von Hugh Blair und James Macpherson, 2003. Bd. 4: Kommentierte Neuausgabe wichtiger Texte zur deutschen Rezeption, hg. v. Howard Gaskill und Wolf Gerhard Schmidt, 2004.

    Rudolf Brandmeyer
    …, kann sie den Leser auch dieses Kapitels der Untersuchung davon überzeugen, dass die Aufarbeitung der Ossian-Rezeption mehr bereithält als eine Geschichte… …nichts mehr von der Reputation des ehemaligen Legitimationstextes. Friedrich Schlegel 618 Buchbesprechungen taugt nicht als Zeuge einer kontinuierlichen… …Schlegel lesen Homer nicht mehr mit Blair und Herder, sondern mit Winckelmann und mit Wolfs „Prolegomena“. Ihre Literatur- und Gattungstheorie baut auf… …literaturtheoretischen Ossian-Diskurs keine Anknüpfungspunkte mehr. Darüber hinaus treten an die Stelle des alten Legitimationstextes die vor allem aus der Romania…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Michael Jaeger: Fausts Kolonie. Goethes kritische Phänomenologie der Moderne, Königshausen und Neumann, Würzburg 2004.

    Fritz Breithaupt
    …Ordnung vorbehalten. Andere Leser Goethes werden bei mehr als einer dieser Einordnungen widersprechen. Jaegers Aburteilung der „satanischen Kräfte des… …, werden mehr als einen berechtigten Einwand provozieren. Wer Walter Benjamins (unerwähnter) Studie zu den „Wahlverwandtschaften“, die gerade die Vermischung… …hilfreiche „ideengeschichtliche Epilog“ und die „Positionen der Forschung“ vermeiden die Diskussion mehr, als dass sie sie suchen. Bloomington Fritz Breithaupt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Ursula Prutsch/Klaus Zeyringer (Hg.): Leopold von Andrian (1875–1951). Korrespondenzen, Notizen, Essays, Berichte, Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2003.

    Dieter Sudhoff
    …(1938–1945) in den Tagebüchern, in Korrespondenzen und Essays entwickelte Konzepte einer kosmisch determinierten Österreich-Utopie haben naturgemäß nicht mehr…
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