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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Geschlossene Formen. Besetzung und Umbesetzung eines literaturhistorischen Sachverhalts, Berlin, 15.–16. Dezember 2000

    Ingo Berensmeyer, Kai Luehrs-Kaiser
    …Essay „Die Unschuld im Indirekten“ wies der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer darauf hin, das 19. Jahrhundert beginne mit dem Satz… …Formlosigkeit, auch die gefühlvollste, hat etwas Unwahres.“ In einer Kooperationsveranstaltung der Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin/Zentrum für… …Literaturforschung (Projekt „Der auktoriale Diskurs in vergleichender Sicht“) und der Heimito von Doderer-Gesellschaft fand in der Zeit vom 15. bis 16. Dezember 2000… …Sachverhalts“ statt. In seinem Einleitungsvortrag wies Kai Luehrs-Kaiser (Berlin/ Wien) darauf hin, der Ausdruck „geschlossene Form“ scheine „an Texten einen… …Aspekt zu unterstreichen, der im Formbegriff bereits impliziert ist: den Sachverhalt einer bruchlosen Kontur“. Demgegenüber schreibe sich das Misstrauen… …gegenüber geschlossenen Formen von einer seit den 60er Jahren hervorgehobenen, scheinbaren Neigung der Form her, „ihre Einheit, sei’s dem Ausdruck zuliebe… …auch in der Romantik zu keinem eigentlichen Bruch in der Behandlung der Formen komme: In der Moderne trete zwar die Selbstthematisierung der Form im… …Kunstwerk stärker in den Vordergrund, lasse jedoch Form eher mit Kritik konvergieren als dieser zum Opfer fallen. In seinem Beitrag „Verzauberung der Form… …. Literaturgeschichtsschreibung bei Walter Muschg“ zeichnete Ralph Kray (Berlin) die Prämissen eines Literaturhistorikers nach, dessen Unabhängigkeit bei der Bewertung… …literarischer Werke ein ‚Systembewußtsein‘ erkennen lässt, das sich vom „Zauber der Abstraktion“ gerade nicht zu einseitigen Kategorisierungen verleiten ließ. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Susanne M. Zantop, Kolonialphantasien im vorkolonialen Deutschland (1770-1870), Erich Schmidt, Berlin 1999, (Philologische Studien und Quellen 158).

    Wynfrid Kriegleder
    …und Quellen 158). Die wichtige Studie der im Januar 2001 auf tragische Weise ums Leben gekommenen amerikanischen Germanistin Susanne M. Zantop… …, „Colonial Fantasies: Conquest, Family and Nation in Precolonial Germany (1770–1870)“, 1997 in der Duke University Press erstmals erschienen, liegt nun auch… …auf Deutsch vor. In ihrem Zentrum stehen die Kolonialphantasien, jenes „latente, diffuse Kolonialstreben“ (10), das schon lange vor dem Beginn der… …, individuellem und politischem Unbewußten einer Gesellschaft“ (13). Phantasien spielen eine entscheidende Rolle bei der Herausbildung einer nationalen Identität… …, die auf der Illusion einer „Familie“ basiert. Die Konzeption von Edward Said erweiternd, betont Zantop die Kategorien Geschlecht und Sexualität in den… …Kolonialphantasien: sie geben die Folie ab, vor der sich der weiße Mann im kolonialen Kontext definiert. Zantop macht ihre Beobachtungen an der deutschen… …, sondern steht zugleich für eine versäumte deutsche Kolonialisierung, da mit dem Scheitern des Kolonialunternehmens der Welser unter Karl V. die deutsche… …tatsächliche deutsche Kolonialpolitik primär auf Afrika konzentrierte. Aber bevor noch der deutsche Kolonialismus mit dem bekannten Telegramm Bismarcks an den… …gliedert sich in vier Teile. Der erste Teil, „Lehnstuhl-Eroberer oder: der Traum von Neu-Deutschland“, geht den Reflexionen der Conquista im deutschen… …Kolonisierungspolitik der Welser, gegen die „tiranos animales o alema- 292 Buchbesprechungen nes“. Doch so sehr Las Casas im Lauf der nächsten Jahrhunderte, insbesondere…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Christian Fischer, Die Stadtsprache von Soest im 16. und 17. Jahrhundert. Variationslinguistische Untersuchungen zum Schreibsprachenwechsel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1998 (Niederdeutsche Studien 43)

    Robert Möller
    …Schreibsprachenwechsel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1998 (Niederdeutsche Studien 43) Der Übergang zur neuhochdeutschen Schriftsprache… …. Jahrhunderts. Es ist jedoch wohl kein Zufall, dass sich nur der Untertitel dieser Potsdamer/Münsteraner Dissertation auf den Schreibsprachenwechsel bezieht… …. Anders als in vielen älteren Arbeiten zum ‚Eindringen der neuhochdeutschen Schriftsprache‘ in niederdeutschen Städten1 schließt sich der hier gewählte… …Kriterien differenzierbares und zu differenzierendes Diasystem“ (S. 8) verstanden, und dementsprechend geht es darum, das ganze sprachliche Spektrum der Stadt… …Soest in der Zeit dieses Umbruchs auszuleuchten (mit der empfindlichen, aber unvermeidlichen Einschränkung, dass dies nur für den kleinen Teil des… …in der neu von ihm herausgegebenen Dissertation von Franz Brox: Die Einführung der nhd. Schriftsprache in Münster, Münster 1994. 449 Buchbesprechungen… …In der Arbeit geht es über die rein sprachhistorische Untersuchung von Sprachen, Varietäten und Sprachwandel hinaus um die Erhellung der… …. (So ist der vorliegenden Arbeit nicht nur im Detail zu entnehmen, wie das ‚Eindringen der neuhochdeutschen Schriftsprache‘ in Soest abgelaufen ist… …der Soester Schreibsprache des 16./17. Jahrhunderts dient in erster Linie ein Korpus aus 124 Texten, die nach den Originalen transliteriert und… …sind. Die Zuordnung zu Schreiberhänden ergibt 56 verschiedene Hände – eine aufwendige Maßnahme, die sich aber in der Analyse als sehr nutzbringend…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Dilemmata: Die Orgeluse-Gawan-Handlung im „Parzival“

    Friedrich Michael Dimpel
    …, führt in Wolframs „Parzival“ die Kampfesund Dienstregeln der Ritterwelt ad absurdum. Der Dienst des ‚Musterritters’ Gawan an Orgeluse wird zusätzlich noch… …durch ein Dilemma belastet: Gawan hatte bei einer Begegnung mit Urjans seine êre der Gerechtigkeit vorgezogen. Sein Minnedienst dient Wolfram zu einer… …Überprüfung der höfischen Konventionen: Die Stärkung der Handlungskompetenz der Minneherrin kann die Widersprüche der Systeme minne und rîterschaft auflösen. In… …stehen scheint. Doch die Faszination, die von der zweiten Gawanpartie ausgeht, ist eng mit dem Charakterbild Orgeluses verbunden. Wolfram hat der Beziehung… …Funktion der Figuren Gawan und Orgeluse im Roman im Hinblick auf die Probleme, die sich bei Gawans Minnedienst ergeben. Orgeluse erweist sich als eine… …‚Minne- und Ritterfalle‘, die die Kampfes- und Dienstregeln der Ritterwelt ad absurdum führt (1). Für die Entwicklung der 1 Walter K. Francke beschreibt… …das Märchen. Erzählstrukturen und Erzählweisen in der Gawan-Handlung, Frankfurt a.M. u.a. 1996 (Europäische Hochschulschriften: Reihe 1, Deutsche… …Rittes mit Orgeluse wird er gezwungen, den Wert êre als seine Handlungsmaxime zu reflektieren; der Minnedienst Gawans dient dem Erzähler zu einer… …Überprüfung der Konventionen der höfischen Welt (3). Werden im „Erec“ und im „Iwein“ unter anderem Probleme thematisiert, die aus den Widersprüchen der Systeme… …der minne und der rîterschaft resultieren, so deutet Wolfram bei Orgeluse eine Lösungsmöglichkeit dieser Widersprüche an: Die Stärkung der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Jan-Dirk Müller, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Max Niemeyer, Tübingen 1998

    Ursula Schulze
    …Buchbesprechungen Jan-Dirk Müller, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Max Niemeyer, Tübingen 1998 Die Bedeutung der… …nibelungischen Texte im Prozess ihrer Verschriftlichung zu erörtern erscheint zunehmend problematisch, seit die Brüchigkeit der Motivationsstrukturen vor allem der… …im Fall von Müllers „Spielregeln“ als in hohem Maße sinnvoll, denn sie schaffen einen Knotenpunkt der auseinander driftenden Forschung und bieten eine… …negativ als unbewältigte Last der Sagengeschichte oder der divergierenden mündlichen Tradition, sondern die Brüche und Lücken gehören für ihn zu den… …für ein adäquates Beschreibungsmodell, das überzeitliche Regeln ausschließt, nicht der Kohärenzbegriff verzichtbar wäre (Müller möchte eine andere Art… …der Kohärenzbildung ermitteln, vgl. S. 17), aber vielleicht erscheint ihm die Alterität gerade in Abarbeitung der traditionellen Begriffe besonders… …als kulturellen Text, wobei er „Kultur als Inbegriff der zu einer Zeit üblichen Zeichensysteme und ihrer Verwendungen, der Einstellungen, Rituale… …auf Komplexe von Welt- und Gesellschaftsbildern, Verhaltensmustern, Normen, Werten und der nibelungischen Anthropologie. Es liegt auf der Hand, dass… …Vielzahl konkurrierender Logiken versteht (vgl. S. 47). „Das ‚Nibelungenlied‘ ruft eine ‚alte‘ Welt auf, wie sie der neue höfische Roman verdrängt, doch… …geschieht das so, daß es sie aus den Konstellationen der neuen hervorgehen läßt“ (S. 58). Dabei ergeben sich die viel berufenen Widersprüche und Brüche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Paul Listen, The Emergence of German Polite 'Sie'. Cognitive and Sociolinguistic Parameters, Peter Lang, New York u.a. 1999 (Berkeley Insights in Linguistics and Semiotics 32)

    Werner Besch
    …(Berkeley Insights in Linguistics and Semiotics 32) Sie als pluralische Anrede (3.pers.pl.) für eine einzelne Person, gekoppelt mit der entsprechenden… …Pluralform des Verbs, ist das jüngste Glied in der sprachgeschichtlichen Reihe der Anredepronomina im Deutschen. Dieses Sie kommt gegen Ende des 17… …frühneuzeitlich aufgekommene Höflichkeits- bzw. Distanzanrede mit Er und Sie der 3.pers.sg. 432 Buchbesprechungen (z.B.: „Der gnädige Herr, hat Er schon gespeist?“)… …. Zum Anrede-Inventar gehört natürlich noch das Du, in der Frühzeit sicher die einzige Form personaler Anrede, dann in sozialer Verteilung festgelegt… …, aber nie in Verdrängungsgefahr wie etwa das englische Thou. Wie dieses Anrede-Inventar in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gesellschaftlich umgesetzt… …wurde, das beschreibt 1782 der angesehene Grammatiker und Lexikograph Johann Christoph Adelung (Umständliches Lehrgebäude der Deutschen Sprache I, S. 684)… …: Du wird nur noch 1. gegen Gott, 2. in der Dichtkunst und dichterischen Schreibart, 3. in der Sprache der engen Vertraulichkeit, und 4. in dem Tone der… …. Excellenz u.s.f. an. Der hier für die 2. Hälfte des 18. Jahrhunders festgestellte Anredegebrauch lässt ganz beiläufig eine gewisse Grundtendenz der… …Gesamtentwicklung erkennen: Jede Zeit sucht heraushebende Markierungen für die ‚Oberschicht‘. Sind solche gefunden, so werden sie mit der Zeit von weniger Vornehmen… …die Abfolge der ehrenden Pronomina Ihr (2.pl.), Sie / Er (3.sg.), schließlich Sie (3.pl.) im Laufe der Jahrhunderte. Dies ist weitgehend gut erforscht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Karen Opitz, Geschichte im höfischen Roman. Historiographisches Erzählen im „Eneas“ Heinrichs von Veldeke, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1998 (Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beiheft 14)

    Reinhard Hahn
    …. Winter, Heidelberg 1998 (Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beiheft 14) Die von Karen Opitz vorgelegte Untersuchung gilt einem auch in der neueren… …Veldekeforschung wenig berücksichtigten Problem, der Dimension des Historiographischen, oder anders, dem Verhältnis historiographischer und narrativer Züge im… …Eneasroman. Hauptziel ihrer Arbeit ist es, herauszuarbeiten, „ob und wie der Erzähler des Eneas 1 auch als Vermittler von Gegenständen auftritt, die man nach… …dessen Verknüpfung mit dem von Vergil her gesehen unhistorischen Thema der Minne ein Problem dar; und bedeutete die isolierende Rezeption der Minnethematik… …methodischen Probleme, die sich mit der Frage nach dem Verhältnis des höfischen Erzählwerks zu historiographischen Genera, d.h. mit einer kategorialen… …Unterscheidung von historiographisch-literarisch bzw. Geschichtsschreiber-poeta verbinden, werden in der Einleitung (S. 5–13) erörtert, aber auch im Folgenden (z.B… …‚historiographisch‘ unbekannt war, erscheint ihr Ansatz doch schon insofern berechtigt, als man in den historischen Grundlagen der Vorlage Veldekes, des „Roman d’Eneas“… …, wiederholt ein Hemmnis für die freie Entfaltung von Autor und Werk zu sehen geneigt war. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Hauptteile. Der erste (S… …Wirkungsgeschichte Homers und Vergils bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts behandelt. Es folgt eine knappe, aber klar konturierte Skizze der Trojaerzählungen des… …sein Umgang mit dem Troja-Aeneas-Stoff vorgestellt, für den Bereich gelehrt-lateinischer Theoriebildung zudem der „Aeneis“- Kommentar des Bernhard von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Sibylle Orgeldinger, Standardisierung und Purismus bei Joachim Heinrich Campe, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1999

    Alan Kirkness
    …häufig und oft recht emotional diskutiert. Die Geschichte des Purismus, insbes. des Fremdwortpurismus, gibt m.E. der Gegenwart manche Lehren auf, die… …Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis früherer Fremdwortpuristen kann aufschluss- und lehrreich sein. Von diesen ist der aufgeklärte Pädagoge und Schriftsteller… …Joachim Heinrich Campe (1746–1818) wohl der bekannteste und erfolgreichste. Nun liegt in der auf eine von Oskar Reichmann betreute Heidelberger Dissertation… …um eine Untersuchung auf der zweiten Metaebene – und durch die Benutzung von Primärquellen, namentlich den vielen Schriften Campes und mit Recht auch… …Gründlichkeit und Sorgfalt der überzeugenden, durch mitunter längere Zitate untermauerten Analyse und des kritischen Kommentars und durch die Konsistenz der dabei… …verwendeten, dem Strukturalismus verpflichteten Terminologie und Begrifflichkeit. Diese wird kurz aber klar definiert in der Einführung (S. 1-30) vorgestellt… …, die außerdem knappe Angaben zum Leben und zur geistesgeschichtlichen Zuordnung Campes enthält und die zentralen Thesen der Arbeit zusammenfasst. Im… …ersten Abschnitt der Untersuchung (S. 31–61) zeigt Orgeldinger die Spannung zwischen Gleichheit (im Allgemeinen) und Ungleichheit (im Besonderen) im… …Weltund Menschenbild und in der Sprachkonzeption Campes auf. Im zweiten (S. 61– 120) geht sie ausführlich auf wesentliche Aspekte des bilateralen… …die Ebene der Lexik, vorzugsweise der Ableitungen und bes. der Zusammensetzungen, ausgerichtet ist: Um der Volksaufklärung zu dienen, muss die Sprache…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Über den Aufschlusswert älterer deutscher Wörterbücher für die historische Wortbildungslehre

    Johannes Erben
    …MISZELLE ÜBER DEN AUFSCHLUSSWERT ÄLTERER DEUTSCHER WÖRTERBÜCHER FÜR DIE HISTORISCHE WORTBILDUNGSLEHRE von Johannes E r b e n , Bonn Jeder, der am… …einzuschätzen sind, besonders im Zusammenhang mit Fragen der Wortbildung und des Wortgebrauchs. Im Übrigen bietet schon das Vorwort J. Grimms zum „Deutschen… …wenn Adelung die Schrift- und Gesellschaftssprache der oberen Klassen insbesondere der südlichen Chursächsischen Lande in einer Art Leitfunktion sieht… …Wortableitungen bzw. -zusammensetzungen als Möglichkeiten der Wortbildung zusammenzustellen“, dass er „Ableitungs- und Verdoppelungskunst vor allem von ihrer… …formalen Seite faßt, dagegen der Bedeutungsfunktion der Wortbildungselemente nur wenig Beachtung schenkt [...].“ 4 Er war „bestrebt, Wörter als Vokabeln zu… …andererseits als erster „in einzelnen Fällen heute übliche Wörter.“ 7 Es ist offenbar durchaus auch mit der Tatsache zu rechnen, dass Wörterbücher durch ihre… …Verbindung mit Schule und Alltag „bisweilen von Spracherscheinungen Zeugnis geben, die in der zeitgenössischen Literatursprache noch nicht hervortreten.“ 8 Für… …Ebd., Sp. XXIII. 4 Gerhard Ising: Die Erfassung der deutschen Sprache des ausgehenden 17. Jhs. in den Wörterbüchern M. Kramers und K. Stielers, Berlin… …: Zur Geschichte der deutschen Kollektiva, in: Sprache – Schlüssel zur Welt. FS Leo Weisgerber, hg. v. Helmut Gipper, Düsseldorf 1959, S. 227. 105… …angeht, so darf er nach wie vor „als der einflußreichste und produktivste Lexikograph (und Grammatiker) des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts gelten“ 9…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Ankündigung eines DFG-Symposions

    …NOTIZ Ankündigung eines DFG-Symposions Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft soll vom 22. bis 25. September 2003 ein Symposion mit dem… …Thema Grenzen der Germanistik. Rephilologisierung oder Erweiterung? stattfinden. Es folgt organisatorisch dem Muster germanistischer DFG-Symposien, deren… …Reihe mit dem Barock-Symposion des Jahres 1974 eröffnet wurde. Die Germanistik der letzten beiden Jahrhunderte war von wechselnden disziplinären… …Teiltheorien) stand in einem Spannungsverhältnis zu diversen Erweiterungen der Literatur- und Sprachwissenschaft, des ‚Literaturbegriffs‘ sowie der sprach- und… …Linguistics); der Besinnung auf philologische Kernkompetenzen stand eine mehr oder weniger ausgeprägte Orientierung an wechselnden Leitdisziplinen (Psychologie… …‚kulturwissenschaftlichen‘ Erweiterung der Germanistik geführt. Dies könnte einerseits lediglich eine weitere Variante der historisch bekannten Entgrenzungen markieren (in der… …Literaturwissenschaft durch allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft, in der Sprachwissenschaft durch Strukturalismus und Kognitionswissenschaften). Andererseits aber… …mehren sich die Zeichen dafür, dass die institutionelle Zukunft der Disziplin und des Universitätsfaches Germanistik auf historisch neue und vielleicht… …Perspektiven der Germanistik neu in Gang bringen und vorantreiben. Ziel ist eine grundsätzliche Reflexion auf Organisation, Leistung und Funktion der Germanistik… …. Erbeten sind sowohl grundsätzliche Beiträge zur Geschichte, Situation und Zukunft des Faches als auch Fallstudien, die der Spannung etwa zwischen…
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