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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2020

    Zeitfiguren des Epischen

    Peter Handkes „Die Obstdiebin“ als Theorie des Erzählens im Erzählen
    Claudia Keller
    …begreift Peter Handkes „Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere“ (2017) gleichzeitig als eine Erzählung und eine Meta-Erzählung über das Erzählen… …dreitägigen Reise in die Picardie auf. Sie ist eine Vielgereiste, aber diese Reise ist „ihre erste wirkliche Reise, von welcher irgendwo geschrieben stand, man… …erfahre daran, 591 Claudia Keller ‚was der eigene Stil sei‘.“ 1 Dabei ringt hier keineswegs lediglich eine „blutjung[e]“ 2 Protagonistin um ihre persönliche… …mit Alexias selbstapostrophierter rhetorischer Frage: „[B]in ich den anderen nur noch ein Medium?“ 3 Die Obstdiebin als Protagonistin ist eine… …Personifikation der Erzählung und „Die Obstdiebin“ als Erzählung eine Metaerzählung über das Erzählen selbst. Der Text stellt die Frage: Wie kann in der Gegenwart… …Konjunktur erfahrenden Poetikvorlesungen, weil er eine solche Vorlesung immer schon geschrieben hat. 4 Seit 1966 fordert er eine Literatur, die Erzählen und… …anderen Seite in Princeton eine Integration der Reflexion in die Literatur mit scharfen Worten einfordert. 5 In der Folge entwickelt Handke ein Erzählen… …‚einfachen Fahrt ins Landesinnere‘ gelesen werden, sie funktioniert als eine zwar programmatisch ereignisarme, doch stringent erzählte Handlung. Gleichzeitig… …einen Stilbegriff, der für „hochgradige Abstraktion“ und für eine „Abbreviatur komplizierter Sachverhalte“ steht, vermag Handke den Krisen… …, worum es der Handke’schen Prosa der Abweichung immer geht. 10 Gemäß seiner etymologischen Herkunft von stilus als Spur einer Bewegung über eine Fläche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Der lateinische „Willehalm“-Prolog: Neuedition und -übersetzung, Kommentar und Untersuchungen

    Klaus Pfützenreuter
    …„Willehalm“-Prolog. Er bietet eine neue kritische Fassung des Textes inklusive einer neuen Übersetzung und eines Kommentars, der die Dichtung lexikalisch, syntaktisch… …Klaus Pfützenreuter nere Beiträge von Ehrismann und Bertau. 4 Erst Kleinschmidt richtete eine mit genaueren Angaben versehene Textfassung ein, fertigte… …die gebotene Textfassung und die Übersetzung als diskussionsbedürftig und fehlerbehaftet. Daher bietet die vorliegende Arbeit eine revidierte kritische… …Textfassung des lateinischen „Willehalm“-Prologs und eine neue Übersetzung, ferner Untersuchungen zu Prosodie und Metrik. Ein Kommentar diskutiert Lesarten… …‚Willehalm‘ Wolframs von Eschenbach. Eine Einführung, Berlin, New York 1998, S. 281; Joachim Bumke: Wolfram von Eschenbach, in: 2 VL 10 (1999), Sp. 1376–1418… …aufbewahrten Handschriften aus Ranshofen sonst noch nachweisbar, so Kleinschmidt. 16 Er verwende eine Notula, die in die Mitte des 13. Jahrhunderts (1240–1270)… …vorgenommen und enthält zahlreiche Abbreviaturen. Ein Indiz für eine Niederschrift im 13. Jahrhundert ist der durchgehende Gebrauch des runden, unikalen , das… …finden. Die hellere Tintenfarbe, in der der Prolog geschrieben ist, kann auf eine spätere Eintragung hindeuten. Der geringere Zeichenabstand und die höhere… …durchgeführt. 22 Auf eine Datierung ins 13. Jahrhundert deutet auch die Form des doppelstöckigen , dessen Schaft noch nicht dem unteren Bogen angeschlossen ist… …häufiger in Erscheinung tritt, ist nicht zu finden. 25 Auf eine Datierung nach 1250 weist womöglich die Form des : Es reicht außer in der ct-Ligatur nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2020

    Das Liebespfand

    Mittelalterliche Liebespoesie vor dem Hintergrund kreditwirtschaftlicher Sozialbeziehungen des Adels
    Ursula Peters (i.R.)
    …Kreditbeziehungen, in denen die wirtschaftsgeschichtliche Forschung der letzten Jahre eine entscheidende Signatur der vorindustriellen Welt sieht. Vor diesem… …30 Jahren in der historischen Gabenökonomie-Diskussion eine große Rolle spielen. 4 Aber im Unterschied zu den Literaturwissenschaften begnügt sich die… …. 413–415. 383 Ursula Peters familie, die oft Auseinandersetzungen beenden und als eine Art ‚Restitutionen‘ an die Kirche firmieren. 14 Dass angesichts dieses… …Gütern mit ihren Nutzungsrechten gegen eine bestimmte Geldsumme, 16 die anderen Rechtsinstrumente des Tauschs von Gütern gegen Geld, wie 14 Zur… …. Eine Kombination beider pfandgestützter Kreditformen bietet eine am 6. Mai 1251 ausgestellte Urkunde des Touler Bischofs Rogier de Marcey… …Erträge ihm eine gewisse Zeit zustehen, sondern darf auch – in vielen Fällen nicht zu Unrecht – darauf hoffen, dass der laienadelige Geschäftspartner, nicht… …: die immense Bedeutung von Schulden und in Verbindung damit der sozialen Praxis von Kreditbeziehungen in der vorindustriellen Welt. Dies ist eine… …gesperrt]); „eine systematische Zusammenstellung der Quellen über die Anwendung des Kreditgedankens [ergibt], daß dieser vollständig zum Wesen des Mittelalters… …lange kaum beachteten Finanzgeschäften und Pfandeinkünften des Adels vgl. etwa die frühe Arbeit von Roger Sablonier: Adel im Wandel. Eine Untersuchung zur… …sozialen Situation des ostschweizerischen Adels um 1300, Göttingen 1979, S. 247 ff., aber auch – auf eine Familie bezogen – Winfried Reichert: Finanzpolitik…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Spielr

    Maria Averintseva-Klisch, Anna M�hlherr
    …, Turn, Turn? Oder: Braucht die Germanistik eine germanistische Wende? Eine Rundfrage zum Jubiläum der LiLi, LiLi 43, H. 172, 2013; Literaturlinguistik –… …Mediävistik vertreten? Eine besondere Chance sehen wir darin, dass uns die pragmatischen Kontexte mittelalterlicher Literatur nicht zugänglich sind. Dies stellt… …. 2 Die Strophe lautet: Wîp unde vederspil diu werdent lîhte zam. swer sî ze rehte lucket, sô suochent sî den man. als warp ein schoene ritter umbe eine… …Jagdvögel) richtig lockt, so suchen sie von selbst den man. So warb ein schöner Ritter um eine gute Dame. Das Lied schließt mit einer Ich-Aussage: ‚Wenn ich… …Gender-Unbestimmtheiten des Kürenberger-Tons II eine entschieden andere Möglichkeit der Sinnbildung: Wer genau aufpasse, der komme zu dem Schluss, dass sich der männliche… …Prahler nicht zu sicher sein könne. 7 Wir greifen dieses eine Beispiel heraus, um an diesem Fall unser grundsätzliches Erkenntnisanliegen zu umreißen: Was… …womöglich bisher in der Forschung noch nicht explizit vorgebrachte Verständnismöglichkeiten eröffnen? In welcher Weise ist für eine (genrehistorisch… …als Aufführungslyrik. Er hält fest, dass wir kaum Anhaltspunkte haben, wie dies in der Praxis konkret aussah, und schlägt vor, nicht eine einzige… …Texte“ entschieden ihre akustisch präzise Verstehbarkeit: Die „Wortverständlichkeit ist durch eine Instrumentalbegleitung, sei sie unisono oder in… …Produzent-Adressat-Situation literarischer Texte einerseits eine rezipientenzentrierte Perspektive auf die pragmatische Bedeutung plausibel macht und dass andererseits zwischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2020

    Oliver Grill: Die Wetterseiten der Literatur. Poetologische Konstellationen und meteorologische Kontexte im 19. Jahrhundert, Paderborn: Wilhelm Fink 2019.

    Dr. Stephanie Langer
    …Buchbesprechungen sehbare, der Einbruch von Unordnung in das, was regelmäßig sein sollte. Entsprechend richtet sich eine Sehnsucht nach Beherrschung und Vorhersage… …gesamten Untersuchungszeitraum hindurch verfolgt Grill „eine Sprache vom Wetter, die eine nicht linearisierbare Unordnung, eine nicht kalkulierbare… …Überkomplexität und eine nicht vorhersehbare Zukunft impliziert“ (S. 11). Grills These lautet, dass „die Diskussion um die Legitimität und die Grenzen der… …verfolgt Grill aber auch einen gegenläufigen Diskurs, wonach das Unterfangen, das Wetter zu kalkulieren, es in eine Ordnung zu überführen oder gar zu… …prognostizieren, unmöglich sei. Aus der Pendelbewegung zwischen diesen beiden Diskursen speist sich, so Grill, eine Ambivalenz, die sich auch auf literarische… …geschuldet, spricht Grill hier von einer „Poetik des Wetters“ (S. 14). Die Kapitel zu Goethe, die am Anfang der Analysen stehen, bilden eine Ausnahme, wenn… …erzählte und erzählerische Ordnung im Fokus, während es im Fontane-Kapitel vor allem um eine ideologische Vereinnahmung des Wetters zur Stiftung einer… …„Wetterseiten der Literatur“. Eine der Stärken des Buchs ist dessen eleganter Aufbau. Drei wissens- und kulturhistorisch angelegte Kapitel zu Wetter um 1800, um… …sein. Grill positioniert sich selbstbewusst gegenüber der wissenshistorisch ausgerichteten Literaturwissenschaft und plädiert für eine form- und… …, ins Verhältnis und reflektieren dabei kritisch ihre eigene Ordnungsleistung. Das Wetter hält im 19. Jahrhundert eine wesentliche Reflexionsfigur für das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Hermann Broch und Frank Thiess. Briefwechsel 1929–1938 und 1948–1951. Hg. v. Paul Michael Lützeler, Göttingen: Wallstein 2018.

    Silvio Vietta
    …(„unbedingte Gültigkeit“), das seiner Meinung nach das „Wesen“ von Dichtung ausmacht. Es handelt sich also um eine Art poetologischen Platonismus, der sich an… …. 138). Das Kompliment dürfte Thiess gefallen haben. Aber Broch schreibt kritisch weiter und moniert an dem Roman eine „Unstimmigkeit zwischen Form und… …nahelegt – für den höflichen Broch eine geradezu penetrante Insistenz. Noch im selben Brief äußert er seine Hoffnung, dass Thiess in seinem Sitz am… …ersten repräsenta- 347 Buchbesprechungen tiven Ausdruck der neuen Dichtung. Eine solche konnte weder ein Döblin noch Brecht, noch sonst einer von jener… …er, Broch habe sich hier „im Gestrüpp der Abstraktion verirrt“, der Autor habe eine „Konstruktion“ gewählt, die „niemals aber imstande ist… …. Und sogleich setzt er seinem geistig-literarischen Platonismus noch eine jesuanische Krone auf; „‚mein Reich ist nicht von dieser Welt‘. Unser Reich ist… …ist eine vergleichbare Einsicht, wie sie Martin Heidegger in Bezug auf den politischen Totalitarismus seiner Epoche hatte. 1 Dem Herausgeber kommt das… …totalitären Systeme auch gefeit gegen eine Idealisierung des stalinistischen Kommunismus, wie sie viele ‚linke‘ Autoren noch lange Zeit betrieben haben. 349… …Resulat war eine Prüfung im Einzelfall, mit der Thiess im „Dritten Reich“ leben konnte. Mit seinem „Weg zu Isabelle“ hatte er 1934 einen betont… …Militärisch-Heldischen auf der Linie des Nationalsozialismus. Aus genau diesem Grunde äußerte Broch allerdings eine tiefe Abwehr gegen diesen (S. 414). Ab 1936 hegen beide…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Unfälle

    Naturalismus und Sozialversicherung
    Markus Steinmayr
    …social cohesion. I. Im Folgenden soll, ausgehend von den versicherungstechnischen Modellierungen der Ereignishaftigkeit des Unfalls, eine alternative… …„Verderben“, eine „Gewalt“, eine „Gefahr“, ein „Unglück“. 3 Er modelliert damit Ereignisse auf eine bestimmte Art und Weise: Begebenheiten, die als Unfälle 1… …. 309 Markus Steinmayr gelten können, sind immer ein Unglück, verursachen ein Verderben, werden ausgelöst durch eine Gewalt oder bergen eine Gefahr in… …. 1881 befasst sich eine Sitzung des Reichstages mit einem Entwurf zum Unfallgesetz. Am Anfang der Sitzung steht die Verlesung einer Thronrede des Kaisers… …Kreisen der Arbeiter wie der Unternehmer gleichmäßig empfundenen Bedürfnis zu entsprechen bezweckt. 5 Die nächste Sitzung wird am 17. 11. 1881 durch eine… …Arbeitgebern und Arbeitern in weitem Umfange der entgegengesetzte Erfolg herbeigeführt und im ganzen eine Situation geschaffen ist, deren Beseitigung im… …Belastungen für die Arbeitnehmer führen dazu, die Arbeiterunfallversicherung neu zu begründen. Der Unfall kann somit als eine Figur, die historische und… …Verständnis der Gesellschaft als ‚Versicherungsgesellschaft‘, die Ewald wie folgt beschreibt: „Die Gesellschaft ist nichts anderes als eine umfassende… …Versicherung gegen die Risiken, die sie durch ihre eigene Entwicklung verursacht.“ 11 Unfälle bekommen daher eine neue Qualität und werden in einer neuartigen… …Steinmayr Im Laufe des 19. Jahrhunderts gewinnt der moderne Unfall12 dabei sein Profil durch eine doppelte Abgrenzung gegen die Naturkatastrophe einerseits…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Vertextung. Zum relationalen Verhältnis von Autor und Werk

    Mit Blick auf das Akteursnetzwerk von Luthers „Sendbrief vom Dolmetschen“
    Daniel Ehrmann
    …und der Unsicherheit über Ausmaß und Aussehen der Texte, die damit eine Doppelgestalt annahmen: Seit der Aristotelischen „Poetik“ wird ihnen eine… …nicht als definitiver Endpunkt, sondern stets als möglicher Einsatzpunkt weiterer 3 Bereits dem offensichtlichen Normalfall des Schreibens scheint eine… …für eine späte Überarbeitung, das so bekannt ist, dass darauf kaum mehr verwiesen werden muss, kann Goethes „Werther“ dienen. 5 Stephen Greenblatt… …black box, als eine im vollen Wortsinn komplexe Oberfläche, die ein bisweilen immenses Ensemble unterschiedlicher Akteure verdeckt. 8 Immerhin ist dem… …produzierten Ergebnissen in Verbindung steht“. 7 Sie stellen Handlungsweisen dar, „in denen Objekte, Subjekte und Zusammenhänge auf eine bestimmte, regulierte… …Weise dargestellt werden“ (Andreas Reckwitz: Praktiken und Diskurse. Eine sozialtheoretische und methodologische Relation, in: Theoretische Empirie. Zur… …eine textuelle Gestalt, durch die sie abgetrennt von ihrer physischen Präsenz als Werk-Autoren zirkulieren können. Die weiteren Akteure, die an der… …drängen sich indes stets auch selbst ans Licht, wenn eine Störung den Autor- Werk-Komplex verunsichert. Herausgeber, Korrektoren oder Drucker lassen dann… …Akteuren, von Verfassern, Texten oder Typographie, auch darüber entscheiden, ob eine Publikation überhaupt wahrgenommen wird und ob sie dabei eine bestimmte… …selbst verändern lassen zu müssen. Diese Reziprozität ist hier zentral, denn sie lässt durch eine habitualisierte Praxisform den Komposit-Akteur aus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 4/2020

    Goethe, Buchholz, die Nation und die Weltpolitik

    Michael Mandelartz
    …. 226–243. 511 Michael Mandelartz publiziert. 3 Dass das Festspiel in der Goethe-Literatur nach 1945 kaum eine Rolle gespielt hat, verdankt sich wohl den… …Interpretationen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die es nutzten, um eine Wende Goethes vom Gegner zum Befürworter der Befreiungskriege zu behaupten. Die… …wolle, bekam er ein Problem und eine Chance zugleich. Iffland, und mit ihm wohl der preußische Hof und die Berliner Führungsschicht, erwarteten nämlich… …eine propagandistische Überhöhung des Sieges über Napoleon: Seit Luthers Reformation ist kein so hohes Werk, dünkt mich, geschehen, als die jetzige… …Begebenheit schreibt. 4 Nun war Goethe zwar „der erste Mann der Nation“ auf literarischem Feld, aber der denkbar ungeeignetste Kandidat für eine Siegesfeier… …es seiner Maxime der Kontinuität der Lebensführung widersprochen hätte. 7 Die Anfrage Ifflands war aber zugleich eine Gelegenheit, sein durch die… …Niederlage Napoleons endgültig gestörtes Verhältnis zur „Nation“ auf eine neue Grundlage zu stellen. Und diese Gelegenheit ergriff er nach anfänglichem Zögern… …, obwohl es sich um eine „bedenkliche Aufgabe“ 8 handelte. Zu Goethes Maximen gehörte aber auch die Anerkennung der politischen Macht, zum einen, weil „mit… …Luden, in: FA Abt. II, Bd. 7, S. 284– 291, hier: S. 288. 513 Michael Mandelartz kennen, ohne dabei seine politischen Überzeugungen aufzuopfern – eine… …wiederholen, daß sie nämlich viele Jahre das Unerträgliche geduldet, sich sodann aber auf eine herrliche Weise von diesem Leiden befreit. Jedermann wird…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Was „Vermögen Reihung und Verbindung“?

    Elisa von der Recke, die Hexe von Endor und der Hofprediger Mauritii im medialen Netzwerk des 18. Jahrhunderts
    Gustav Frank
    …den literarischen Institutionen. Dieses Handbuchwissen spiegelt eine verbreitete Einschätzung wider. Ihr liegt ein ‚schwacher‘ Begriff vom Medium und… …nichts weiter als eine rein quantitative Steigerung. 5 Nur so können in kommunikationswissenschaftlicher Sicht dann auch die periodischen Massenmedien als… …hergestellt und ‚auf den Weg gebracht‘ werden. Vieles an ihnen, von ihren Eigenschaften, ist mithin zurechenbar: Jemand, eine Person, eine Institution, hat… …Botschaft oder Sache sicherstellt, sondern dass dieser Fall eine erklärungsbedürftige Ausnahme ist (Bruno Latour: Die Macht der Assoziation, in: ANThology… …Übermittlung […] ist in einem solchen Modell rar – und falls sie auftritt, erfordert sie eine Erklärung“; zuerst als: The Powers of Association, in: The… …Das Artefakt begründet also eine ganz eigene Erlebnisqualität des körperlichen Umgangs, durch das, was es im Verwendungszusammenhang macht, worunter… …Periodika oder Texte hinauszugehen. 11 Und es stellt eine objektgemäße Alternative dar zur Maßstabsvergrößerung durch ‚Zählung‘ auf der Basis des… …Reihung und Verbindung“? eine spezifische ‚lose Kopplung‘ – Benjamin spricht einmal vom „lockere[n] Hin und Wieder“ 15 – von Elementen, die ein Spektrum von… …sind. 18 Zeitschriften sind mithin Kontaktpolitik, für die knowledge how eine konstitutive Rolle spielt. Erst durch die Reglements der Druckordnung wird… …Frank 3. Die mediumtypischen Netzwerke. Eine Zeitschrift weist eine ‚Familienähnlichkeit‘ mit anderen Zeitschriften auf, wenn zumindest ein…
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