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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Der Körper der Königin: Zum Verständnis der Dido-Figur in Heinrichs von Veldeke „Eneasroman“

    Jonathan Seelye Martin
    …. Ursula Hennig, München 1991, S. 26. 5 So Schmitz [Anm. 2], S. 11, 147; Dittrich: Die ‚Eneide‘ [Anm. 2], S. 161. 6 Eine neuere Zusammenfassung der… …Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neue Theoriekonzepte, hg. v. Claudia Benthien und Hans Rudolf Velten, Reinbek bei Hamburg 2002, S. 267–297. Im Hintergrund… …befreundeten Männern. Zur Funktionalität genderspezifischer Co- 2 Der Körper der Königin sen beiden Interpretamenten wiederum durch eine dritte, ihnen gemeinsame… …fruchtbar zu machen, wobei für eine Analyse vor dem Hintergrund von Herrschaftsvorstellungen die Positionen von Anette Syndikus und Ingrid Kasten… …gendered body, weil dies zu sehr die sozialen Instanzen und ihre Wechselwirkung auf das Verständnis von gender ausblende, und fordern deswegen eine nähere… …laut McCracken für die Herrscherin (genauer, die Gattin des Herrschers) unmöglich. Ihre Rolle in der Herrschaftsideologie der Zeit bleibe eine rein… …biologische, auf die dynastische Fortpflanzung bezogene. 14 Darüber hinaus existiere eine „symbolic equation of the integrity of the queen’s body and the… …. Geschlechter- und Machtkonstellationen im „Nibelungenlied“, in: ZfdPh 118, 1999, S. 27–49, hier S. 27–30. 11 Ernst Kantorowicz: Die zwei Körper des Königs. Eine… …Douglas: Reinheit und Gefährdung. Eine Studie zu Vorstellungen von Verunreinigung und Tabu, übers. v. Brigitte Luchesi, Frankfurt/Main 1988. 4 Der Körper… …männlichen Körper. 18 Eine Doppelung des Körpers einer Herrscherin ist also nur ohne einen an ihrer Seite stehenden Mann vorstellbar, da die Körperlichkeit der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Die Lust zu fabulieren

    Märchenhaftes Erzählen im frühen 20. Jahrhundert
    Sophia Könemann
    …bezogen. Das Fabulieren stellt damit eine Kategorie des Wahnsinns oder des noch in Entwicklung begriffenen Denkens dar. Bis heute schwankt die Bewertung des… …Auseinandersetzung mit der Märchenrezeption des 18. und 19. Jahrhunderts bestimmt werden, wobei die Goethe-Philologie eine Art Scharnier für die Verbindung… …der antiken Rhetorik bei Cicero sowie in der Frühen Neuzeit bei Isidor von Sevilla bezeichnet die fabula eine erfundene Geschichte und wird von der… …historia als Tatsachenbericht sowie dem argumentum, dem Erzählen vom Möglichen, unterschieden. 3 Eine systematische Bestimmung des Begriffs und der Poetik… …: Wahrheit und Erfindung. Grundzüge einer allgemeinen Erzähltheorie, Frankfurt/Main 2012; Sabine Kyora: Eine Poetik der Moderne. Zu den Strukturen modernen… …medialen Wandels kulturkritisch zu beleuchten und gegen einen zunehmenden Verlust von Unmittelbarkeit eine Art ‚inszenierter Mündlichkeit‘ zu erproben und… …gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch das Fabulieren unter Rekurs auf den Dichter neu bestimmt. Die allenthalben verwendete Formel, eine Erzählung… …Verwendung bildet geradezu ein Charakteristikum des Begriffs, wobei zugleich ein intuitives Verständnis des Fabulierens vorausgesetzt wird, das eine Definition… …Psychiaters Robert Sommer, der des Dichters Fähigkeit zu fabulieren auf eine Veranlagung der Familie der Mutter Catharina Elisabeth Goethe geb. Textor… …: Goethes Wetzlarer Verwandtschaft, Leipzig 1908, S. 40: „Er selbst hat die Lust zu fabulieren, als eine seiner Haupteigenschaften, und zwar als Erbteil von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Sarina Tschachtli: Körper- und Sinngrenzen. Zur Sprachbildlichkeit in Dramen von Andreas Gryphius, Paderborn: Wilhelm Fink 2017 (= zugl. Diss. Universität Zürich).

    Nicola Kaminski
    …„eine seltsame Gabe, aber eine mit viel Herz (und noch mehr Blut)“, und diese Charakterisierung trifft zu: Es ist ein mit Herzblut geschriebenes Buch… …. Eine Metapher, die am Ende der Untersuchung, nachdem es um reichlich fließendes Blut, eine unter der Folter freigelegte Lunge, geöffnete Herzen, Schnitte… …körperlich-konkret. Dabei handelt es sich bei dieser von Mireille Schnyder betreuten Zürcher Dissertation nicht etwa um eine wissensgeschichtlich kontextualisierende… …Sinnverlust“ zu setzen (S. 19; Herv. NK); eine mögliche Erklärung dafür, warum die auf sprachlicher Ebene evidente motivische Präsenz von Körperbildern bislang… …handelt es sich auch nicht eigentlich um eine motivgeschichtliche Studie). Vielmehr spricht für die Valenz des Postulats einer spezifischen… …„tractatio“ (‚Behandlung‘, ‚Traktat‘). 3 Jedes dem close reading eines Dramas gewidmete Kapitel ist, gerahmt durch eine (nicht eigens im Inhaltsverzeichnis… …Überschriften, Abhandlung für Abhandlung 2 Interferenzen auf dieser Ebene bleiben zwar eher die Ausnahme (die Verfasserin beobachtet eine solche für das… …. 104) liest, tut sich eine abgründige „Diskrepanz zwischen Körper und Gefühl, zwischen Materie und Metaphorik“ auf (S. 118). Besonders eindrücklich bringt… …Anatomie der Arbeit“ (S. 36–38) fast schon eine Aufforderung zur Selbstanwendung. 7 Zitiert nach dem mit eigener Paginierung der Werkausgabe von 1663…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2018

    Astrid Lembke: Dämonische Allianzen. Jüdische Mahrtenehenerzählungen der europäischen Vormoderne, Francke Verlag, Tübingen 2013 (Bibliotheca Germanica, 60).

    Christoph Huber
    …2) sind ins 13. Jahrhundert zurück zu datieren, eine Zeit, in der zahlreiche Feenmärchen der christlichen Mehrheitskultur bereits vorliegen und auf sie… …Buchbesprechungen min Schulz, vgl. S. 22–24; 123–126). Dagegen spielt in den jüdischen Geschichten Erotik kaum eine Rolle (vgl. S. 76; 84 u.ö.). Im Vordergrund stehen… …Dämonin mit der Gabe von Reichtum und Glücksgütern eine positive Spur. Die Geschichten, voran die holzschnittartig erzählten frühen Beispiele, tragen so… …unhinterfragt hin, sondern unternimmt es mit großem Scharfsinn, Gegenrechnungen aufzustellen (programmatisch S. 55). Relativ offen liegt eine Mehrdimensionalität… …in der knappen ,Geschichte von der Dämonin und der Quelle‘ (13. Jh.), die in der ,Geschichte eines Königssohns‘ (15. Jh.) eine umfangreichere… …Quelle in eine dämonische Allianz. Im Kontext der jüdischen Dämonenhochzeiten wird das Prinzip einer exogamen Heirat letztlich abgelehnt; die Verfasserin… …. S. 162) berichtet, wie der Held beim Versteckspiel mit einem Kameraden sich unbewusst mit einer Dämonin verlobt, als er an eine aus der Wiese… …geltend und tötet zwei Bräute, bis eine dritte durch demütiges und frommes Verhalten ihr den Mann stundenweise abtritt. Später findet die Gattin unter dem… …Interpretationsspielraum wird entsprechend als eine „Lust am Text“ bezeichnet (S. 203), die sich wohl nicht auf die Machart, sondern nur auf das vom Text transportierte… …Verdrängte beziehen kann. Eine Variante mit einem negativ exemplarischen Protagonisten, der sich dem väterlichen Gebot und dem göttlichen Gesetz verweigert…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2018

    Frank Kirchhoff: Von der Virgel zum Komma. Die Entwicklung der Interpunktion im Deutschen, Heidelberg (Winter) 2017 (Germanistische Bibliothek, Bd. 61; zugleich Diss. Universität Köln).

    Klaus-Peter Wegera
    …. Zugrunde gelegt werden Originaldrucke mit jeweils einem Umfang von mindestens 12.000 Wortformen. Damit schließt der Verfasser ein Stück weit eine Lakune der… …Zwecke taggen können. Die Texte haben ebenfalls jeweils einen Umfang von 12.000 Wortformen. Der Vorteil dabei wäre eine breitere Textsortenbasis mit von… …solchen Textkorpus doch als recht ordentlich angesehen werden. Bedenklich ist dagegen der zum Teil explizite Ausschluss von Texten, die eine (stärker)… …. Lediglich die sechs ‚Sachtexte‘ könnten exemplarisch für eine größere Menge von Texten stehen, doch ist das Zeitraster wiederum viel zu lückenhaft und wenig… …für das Ergebnis besonders wichtig – nicht-syntaktische Faktoren spielen für die Virgel-/Kommasetzung nur eine geringe Rolle (< 10 %). Trotz der… …zudem eine Ausweitung des Untersuchungsgegenstandes über die „Kernbereiche“ (S. 39 ff.) der (nhd.!) Kommasetzung hinaus. In der Einleitung formuliert der… …(vgl. S. 205). Verschiedene Sprachen haben solche bewussten Festlegungen in unterschiedlicher Weise vollzogen. Aber dies ist eine andere Geschichte. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    Laudine trauert. Identitätskonstituierung durch Trauerperformanz in Hartmanns von Aue „Iwein“

    Mareike Engel
    …germanistischen Mediävistik eine endgültige Akzentverschiebung weg von der Dichotomisierung von biologischem (sex) und sozialem (gender) Geschlecht und der damit… …Körperbilder im Mittelalter: Eine Bilanzierung nach Butler und Laqueur, hg. v. Ingrid Bennewitz, Ingrid Kasten, Münster 2002. 27 Mareike Engel schen Arbeiten die… …. 28 Laudine trauert trägt. 9 Auch der zweite Artusroman hartmannscher Provenienz, der „Iwein“, beinhaltet eine Klageszene. Laudines Trauer über die… …Ermordung ihres Gatten Askalon durch Iwein ist als Movens für Iweins Verliebtheit sowie die schnelle Wiederverheiratung vielfach diskutiert worden; 10 eine… …von allen sozialen Parametern ‚entkleidet‘ und einzig auf die existenzielle Bindung an den Ehemann gegründet. 14 Vorausgegangen ist diesem Ergebnis eine… …Terminus ‚Trauer‘ dabei als heuristische Kategorie Verwendung, die zwar – so Koch – auf der modernen Auffassung von Trauer als Reaktion auf eine… …daran anschließend eine Bestimmung von Trauer als Handeln, spezifischer als „Form sozialer Kom- 14 Koch [Anm. 9], S. 203. 15 Ebd. S. 14. Neben dem „Erec“… …zeichenhaft repräsentiert. 18 Um sowohl dem Handlungs- als auch dem Zeichencharakter sowie der Tatsache, dass eine Emotion in literarischen Texten untersucht… …kulturell bedingte Normen zugrunde. Zwar sei diesen Normen die Möglichkeit ihrer eigenen Subversion inhärent, 28 doch eine solche führe dazu, dass ein… …gleich einer Matrix ein binäres Geschlechtermodell bedingt und umschließt – eine intelligible Geschlechtsidentität ist entweder Mann oder Frau, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2018

    ‚Sprachgeschichte des Deutschen‘ – Versuch einer neuerlichen Diskussion

    Hans-Joachim Solms
    …hinsichtlich ihrer (nicht unumstrittenen) Qualifizierung als Nationalphilologie eine zentrale Rolle gespielt hat (und noch spielt), ist hier die deutsche… …einschlägigen Studiengänge) und einer zugleich an vielen Universitäten stattfindenden Ressourcenverknappung wird die deutsche Sprachgeschichte als eine… …Zusammenhangs kann nur aus dem Fachverständnis selbst heraus und durch eine die Augenscheinlichkeit ablösende, die Erklärungspotenz sprachgeschichtlicher… …Zusammenhänge gerade und besonders für eine aktuelle Urteilsfindung tiefgründig herausarbeitende Analyse gegengesteuert werden. Hier geht es um den Erweis des… …‚auserforscht‘, dann ist eine solche Einschätzung nur denkbar, wenn ein Maßstab vorausgesetzt wird, an dem dies gemessen werden kann. Ein solcher Maßstab kann aber… …Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens Orientierungshilfe erwartet, zu erläutern. Dazu wird hier eine fachinterne Diskussion angeregt, bei der sich… …auszubreiten. Seine große und von erststellig aus der Perspektive der Schriftsprache heraus argumentierende Sprachgeschichte 12 hatte fachintern eine sehr… …Feuilleton 14 eine sehr positive Wertung erfahren. Nicht zuletzt aufgrund dieser kontroversen Einschätzung und im Zusammenhang der hier obwaltenden Intention…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2018

    Werner Michler: Kulturen der Gattung. Poetik im Kontext 1750–1950, Göttingen: Wallstein Verlag 2015.

    Ralf Klausnitzer
    …Bildungsmustern, sondern primär durch Analyse der Begriffsbildung selbst zu lösen sind. Eben darum ist eine Untersuchung, die als Initialisierung einer neuen… …entsteht eine großräumige Kulturgeschichte generischer Praktiken. Im Kapitel „Gelehrtengemeinschaften, Wissensgemeinschaften“ (S. 87–118) kartiert der… …andere Register des Wissens: in eine Biologie der Gattungen, durch Primordialisierung generischen Sprechens in soziale Tiefenschichten wie in solche von… …(S. 412–466), um danach mit dem neunten Kapitel „Literatur, Biologie und Gesellschaft im Gattungsdenken der klassischen Moderne“ (S. 467–554) eine… …gemeinsamer Eigenschaften“ (S. 48, Hervorhebung im Original). Wird eine Gattung so als „Akt“ der Klassifikation bestimmt, der zugleich Teil von übergreifenden… …Michler ein, dass es sich bei „Regeln“ um eine „stets virulente Problematik aller literarischen Gattungstheorie“ (S. 64) handelt (und behauptet hier… …Stabilisierung auktorialen und rezeptiven Handelns sind. 2 Schwerwiegender als der Verzicht auf kategoriale Differenzierung des Regel- Begriffs und eine… …auch eine „spontane Gattungspoetik“, die „als habitusgesteuertes, somatisches Wissen […] jeder Produktion vorausgeht“ (S. 83). Und er apostrophiert ein… …Vorgriff nur tentativ eingeführt werden. Da der Autor aber nach seinen historischen Kapiteln auf eine systematische Zusammenführung verzichtet und nach… …diskutiert bzw. vorabgedruckt (aufgelistet S. 17, Anm. 2), nehmen sie eine solche Fülle von Phänomenen zwischen Früher Neuzeit und Nachkriegsmoderne in den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2018

    Thomas Gann, Marianne Schuller (Hg.): Fleck, Glanz, Finsternis. Zur Poetik der Oberfläche bei Adalbert Stifter, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Wolfgang Hottner
    …Kunst und literarischem Verfahren eine proto-modernistische Poetik der Oberfläche zu konturieren. Dabei stehen vor allem dessen Erzählund… …Darstellungsverfahren im Fokus, die konsequent auf eine Außensicht der Dinge abzielen und dabei die „Verfasstheit von Seh- und Wahrnehmungsvorgängen“ (S. 12) hervortreten… …lassen. Vor allem Erscheinungen des „Leuchtens, Schimmers, Flimmerns, des Wirbelns, Funkelns oder Glänzens“ (S. 11) deuten auf eine „semantische Unruhe“ (S… …. 12) und perspektivische Störungen hin und machen zugleich eine grundlegende Differenz zwischen Stifter und romantischen Figurationen von ‚Tiefe‘… …(S. 194) auszeichnen. Ausgehend von Hegels 630 Buchbesprechungen Theorie der Prosa bzw. des Prosaischen unternimmt Zumbusch eine „chromatische Lektüre“… …Stifters Werk eine singuläre Stelle ein. Mit Blick auf die idealistische Ästhetik Winckelmanns, A. W. Schlegels Ausführungen zum Epos sowie die moderne… …wird als „Ikone und poetologische Visualisierung“ (S. 156) eines epischen Schreibprogramms lesbar. Damit ist zugleich eine Abgrenzung zur Romantik… …moderner Ästhetik erhält durch den Band und seine Beiträge noch einmal eine neue Brisanz, grenzt doch die poetologische Valenz, die Stifter den visuellen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2018

    Dorothea Walzer: Arbeit am Exemplarischen. Poetische Verfahren der Kritik bei Alexander Kluge, Paderborn: Wilhelm Fink 2017.

    Michael Niehaus
    …erwähnt. Überhaupt nicht erwähnt wird wiederum Koenen, der in „Das rote Jahrzehnt“ [Anm. 2] eine mit erheblichem Materialeinsatz und Quellenstudium… …Theoriedesign in Stellung gebracht, in dem die irreduzible Bedeutung des Singulären gegenüber dem Allgemeinen, des Falls gegenüber der Regel betont wird. Eine… …ausführlicher gewürdigt. Es handle sich, so wird unter anderem erklärt, um drei Verfahren der Orientierung, die eine „strukturelle Identität“ (S. 28) aufweisen… …den Titel gibt: Das Essayistische besteht im „probenden Formversuch“, der Kommentar wird als „Gebrauchsform“ bezeichnet und der Dialog als eine… …„unübersehbar fiktionalen Zug“ (S. 75) an den Tag legt. Auch hier macht Walzer Anleihe bei einer ‚kleinen Form‘, der Episode, die sie als eine für Kluge… …den Essay hat Walzer das zweite Kapitel über den Kommentar nicht nur problemorientiert, sondern auch chronologisch aufgebaut, indem sie zugleich eine… …, sondern solche unter einem besonderen Vorzeichen, was ihnen eine gewisse Nähe zum Verhör (wenn auch nur zum Zeugenverhör) verleiht – ein Aspekt, den… …Zeugenschaft entsteht bei Kluge durch die Verschränkung und zeitweise Kulmination“ von „verschiedenen Interviewtypen, wobei eine verhörartige Frageweise alle… …allerdings „mit einer analytischen Kur“ (S. 175) vergleichbar sein soll, erschließt sich nicht so ganz und wirkt in dieser Form eher als eine theoretische… …Buches bietet – wie es sich gehört – noch einmal eine Zusammenfassung. Sie wird angereichert durch eine Lektüre eines kurzen Prosastücks von Kluge mit dem…
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