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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Zwei Blendungen in der „Blendung“: Canetti, Platon und Sophokles

    Konrad Kirsch
    …Kien traut den ,Wahrheiten‘ der Bücher mehr als seiner eigenen Wahrnehmung: Durch die Lektüre von Gedichten hat er zwar erfahren, dass Rosen duften, aber… …das charakterisiert, was sie tatsächlich sind: Gucklöcher, die den Blick auf die Welt mehr beschränken, als dass sie ihn freigeben. Das aus diesem… …mehr der Vermeidung von Welt als deren Erkenntnis, da sich mit ihr alles Unerwünschte – in Kiens Fall: Therese – ausblenden lässt. 10 Dass beim… …benahm ihm den Atem. […] Seine Augen tränten; er riß sie weit auf, um zu sehen. Da tränten sie noch mehr und er sah nichts. Eine schwarze Gestalt… …ödipalem Vorzeichen: Initial für die Heirat war, dass er seine spätere Frau „Mutter“ zu nennen beginnt. Mehr noch, er „beschwichtigte“ sie mit „Mutter“ und… …und seiner Mutter nicht geschildert; allerdings macht der Hinweis auf sein väterliches Erbe deutlich, dass der Vater nicht mehr lebt. Vom Vatermord als… …und Blendung ist unterbrochen. Er ist nicht mehr Mythos, sondern nur noch ein mechanisches Handlungsmuster, in dem die Figuren gefangen sind (wie in… …„[b]lendende[n] Möbel“ (DBG, 59), die Therese gekauft hat, nicht mehr sehen zu müssen, gewöhnt er sich an, sich mit geschlossenen Augen durch die Bibliothek zu… …bewegen; um ihr Geschwätz nicht mehr hören zu müssen, wünscht Kien sich „Ohrenlider“ (DBG, 144), und seinen Geist schließlich blendet er mit der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Gebet an der Schwelle der Neuzeit – Fallstudie zu seinem Literaturpotential und seinen kulturellen Zusammenhängen

    Fallstudie zu seinem Literaturpotential und seinen kulturellen Zusammenhängen
    Stefan Keppler
    …implizite Beter. Derartige Aktualisierung des Heilsgeschehens zielt auf mehr als bloße Nachahmung, vielleicht auf mehr als auf zeichenhafte Repräsentanz: Sie… …, bestreitet nicht einmal das Reformationsgutachten des „Wertheimer Ratschlags“ (dazu später mehr). 21 Man suchte, so Hans Belting 22 , den Dialog mit dem Bild… …Denkhorizont einer politisch-theologischen Herrschaftskonstruktion, die fromme Praktiken mehr und mehr als dezidiert öffentliche Angelegenheit be- 26 Johann… …bestimmt. Es wird zum Äquivalent von Lesen und Denken: ich hab auch also offt mehr gelernet inn einem gebet, weder ich aus viel lesen und tichten hette…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Civitas permixta und dritte werilt: Die ‚Programmstrophen‘ des „Annolieds“

    Mathias Herweg
    …Erwartungshorizont seines Publikums eingeht. Mehr noch: Durch sein wiederholtes wir gibt er sich ohne erkennbare Skrupel oder Zerknirschung als (zumindest… …Werks besorgte, redete nicht mehr nur neutral von einem Existenzbeleg, sondern auch von bewusster, im Kontrastpaar singen/dencken (vv. 1/7) ausgedrückter… …inkonsequente ‚Rückfälle‘ in das Stilrepertoire der ungeliebten Rivalen unterstellte), lässt sich angesichts der mageren Vergleichsüberlieferung kaum mehr… …beide gleichermaßen gilt, dass sie im Bewusstsein des frühmittelalterlichen Abendlandes kaum mehr (und wenn überhaupt, dann zumeist nur aus zweiter und… …constat et anima. 35 Haas zufolge begegnet das Bild der drei Welten vor Abfassung des „Annolieds“ in dieser Form nur hier. Mehr noch: Auch Eriugena greift…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Der geformte und der ungeformte Körper – Zur ‚Seele‘ literarischer Figuren im Mittelalter

    Zur ‚Seele‘ literarischer Figuren im Mittelalter
    Katharina Philipowski
    …mehr rein theologische Größe Gegenstand wissenschaftlichen Interesses wird und die Beschäftigung mit der physischen Konstitution des Menschen als Teil… …„Anticlaudianus“ die Natur des Menschen selbst. Venus hingegen ist nun nicht mehr Dienerin der Natur, sondern ist zum Gefolge der Laster degradiert; damit wird der… …übeles iht. mîn lîp von anders niht lebt wan daz ein sêle drinne swebt (vv. 17,17–22). William Langland weiß schon bedeutend mehr über die Seele zu sagen –… …Konzept von ‚Innerlichkeit‘ steht mit dem lîp der Körper gegenüber. Seit Descartes fühlen wir uns in unserer Seele mehr zu Hause als in unserem Körper –… …die formelhafte Rede von min lîp 39 in der höfischen Dichtung legt die Vermutung nahe, dass nicht mehr der Körper ‚ich‘ ist, dieses ‚ich‘ aber noch… …mehr Interesse fand als in der vorausgehenden Zeit. 42 Es wäre daher ein Fehler, den Körper als Gegenstand der Dichtung gegen die Seele auszuspielen und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Überleben schreiben. Zur Autobiographik der Shoah, hg. v. Manuela Günter, unter Mitarbeit von Holger Kluge, Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2002.

    Georg Slotosch
    …„Grundproblem“ der Texte sei, so die Herausgeberin einleitend, „nicht mehr primär eines der Repräsen- 298 Buchbesprechungen tation schlechthin, als vielmehr eines… …Autobiographik verdeutlicht Finnan an den beiden Texten: Sie würden nicht mehr vom Gestus des Zeugnis-Ablegens dominiert, sondern von dem persönlichen Anliegen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Michael Braun, „HÖRRESTE, SEHRESTE“. Das literarische Fragment bei Büchner, Kafka, Benn und Celan, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2002.

    Hildegard Kernmayer
    …, deren Unvollendetheit sich nicht mehr äußeren Umständen ihrer Produktion, Rezeption oder Distribution verdankt, sondern der formalästhetische Offenheit… …Schrift, die mit Gewinn zu lesen ist. Dennoch lässt der Text auch eine Reihe von Fragen offen. Diese betreffen einmal mehr Aspekte der Textauswahl. Sie…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Elizabeth A. Andersen, The Voices of Mechthild of Magdeburg, Lang, Bern 2000, 255 Seiten

    Sara S. Poor
    …Andersens Argument, dass Mechthild mehr aus der Tradition der volkssprachlichen Lieddichtung und der gnomischen Verse übernimmt als aus der Tradition der… …Zitate legen den Schluss nahe, dass in Andersens Buch mehr als nur eine ‚Mechthild‘ enthalten ist: 1. ‚Mechthild‘, die Autorin hinter ihrem Text, und 2…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Heinrich Heine, Säkularausgabe. Werke – Briefwechsel – Lebenszeugnisse, hg. v. der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen sowie dem Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Band 6 K: Reisebilder II 1828–1831. Kommentar. Bearbeiter Christa Stöcker. Akademie Verlag, Berlin 2003.

    Robert Steegers
    …machen, hätten hier beide Kommentare wesentlich mehr bieten können. Zu der erotisch aufgeladenen Szene, als das Erzähler-Ich in der schummrig beleuchteten…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Ena Pedersen, Writer on the Run. German-Jewish Identity and the Experience of Exile in the Life and Work of Henry William Katz (Conditio Judaica, 33. Studien und Quellen zur deutsch jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte). Niemeyer, Tübingen 2001.

    Joseph P. Strelka
    …hilfloser gegenüber standen als die Ostjuden, da sie keinerlei Identitäts- und Zugehörigkeitsgefühl mehr besaßen. Bei allem Lob für diese Pionierarbeit sind…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Judith Klinger, Der mißratene Ritter. Konzeptionen von Identität im Prosa-Lancelot, Wilhelm Fink, München 2001 (Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur 26), 528 Seiten

    Katja Rothstein
    …Verständnis des 437 Buchbesprechungen Romans ist, als sie sich auch in einer nicht mehr auktorialen, sondern multiperspektivischen Erzählinstanz spiegelt: Durch…
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