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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2005

    Die mittelhochdeutschen Gedichte vom „Wartburgkrieg“

    Ludger Lieb, Stephan Müller
    …Kolloquiums zu den Spruchstrophen, die unter der berühmten Rahmenfiktion eines Sängerkriegs auf der Wartburg in überlieferungsgeschichtlich disparater Weise… …versammelt sind, war die Vorstellung und Weiterentwicklung eines von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Projekts. Dieses Projekt erarbeitet unter der… …: Die Texte werden im Wesentlichen in einem synoptischen Abdruck der Wartburgkriegstrophen der Manessischen (C), der Jenaer (J) und der Kolmarer (k)… …Liederhandschrift präsentiert. Die fragmentarische Überlieferung (so der Ratschlag aller Teilnehmer des Kolloquiums) soll darüber hinaus möglichst ebenfalls… …synoptisch beigegeben werden. Diese ganz vom Bild der Handschriften diktierte Wiedergabe enthält sich also zunächst jeder Form der Rekonstruktion bezüglich… …Textbestand (bes. Reihenfolge) und Sprachstand. Solchen, vor allem aber auch weiterführenden Fragen stellt sich der sehr breite und weit ausholende Kommentar… …, der in einem zweiten Band die Texte begleiten soll. Er wird folgendermaßen aufgebaut sein: Einer inhaltlichen Paraphrase folgen… …auf eine endgültige Interpretation, sondern vielmehr auf die umfassende Erschließung der Texte und gehen an zentralen, vor allem kulturanthropologisch… …Wartburgkriegkomplexes, wobei auf der Tagung deutlich wurde, dass sich für die erste Projektphase besonders die vollständige Bearbeitung des „Fürstenlobs“ anbietet. Das… …Projekt öffnete sich im Rahmen des Kolloquiums in dreifacher Weise der Diskussion: Zum einen sollten Vorträge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2005

    Altgermanistik und Universitätsreform, Berlin, 14.–15. 5. 2004

    Albrecht Dröse
    …TAGUNGSBERICHTE Altgermanistik und Universitätsreform Berlin, 14.–15. 5. 2004 Die prekäre Stellung der Geisteswissenschaften, namentlich der… …Altgermanistik, angesichts des gegenwärtigen Strukturwandels ist schon seit längerer Zeit in der Diskussion. Einige wichtige Implikationen dieser Debatte zu… …explizieren und die Chancen und Risiken des Faches abzuwägen, war das Anliegen des unter der Federführung von Gerhard Wolf (Bayreuth) zusammen mit Hans Rudolf… …Velten (Berlin) an der Humboldt-Universität ausgerichteten internationalen Kolloquiums. Das Problem einer drohenden Marginalisierung wurde schon zu Beginn… …in seiner ganzen Schärfe deutlich, als der Vizepräsident der Humboldt-Universität für Lehre und Studium, Heinz-Elmar Tenorth in seinem Grußwort davor… …warnte, sich in der hochschulpolitischen Diskussion auf einen Relevanzdiskurs einzulassen, bei dem die Geisteswissenschaften nur verlieren könnten… …. Eröffnet wurde die Tagung durch Hans Rudolf Velten (Berlin), der einige Leitfragen der Diskussion skizzierte: Welche Konsequenzen sich aus den… …‚Interdisziplinarität‘ war das Grundsatzreferat von Wilhelm Busse (Düsseldorf) gewidmet. Zwar gelte die Mediävistik gemeinhin als der natürliche Ort des Interdisziplinären… …, in der Praxis jedoch werde eine interdisziplinäre Arbeitsweise häufig als Defizit wahrgenommen und mitunter, insbesondere bei Berufungsverhandlungen… …Anspruch genommen werden. Interdisziplinarität bedarf also der beständigen Anstrengung, sie wird als eine Haltung des Mediävisten kenntlich, der sich bewusst…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2005

    Sebastian Coxon, The Presentation of Authorship in Medieval German Narrative Literature 1220-1290, Clarendon Press, Oxford 2001 (Oxford Modern Languages and Literature Monographs), 254 Seiten

    Timo Reuvekamp-Felber
    …(Oxford Modern Languages and Literature Monographs), 254 Seiten In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren ist im Zuge postmoderner Theoriebildung auch in der… …germanistischen Mediävistik Autorschaft zunehmend zum Problem geworden. In der Diskussion um die Infragestellung zentraler literaturwissenschaftlicher Kategorien… …wie ‚Autor‘ und ‚Werk‘, die vor allem durch die Auseinandersetzung mit der ‚New Philology‘ und deren radikalem Postulat einer generellen Instabilität… …der mittelalterlichen Textgestalt angestoßen worden ist, hat sich im Fach die Vorstellung der Notwendigkeit einer historisch adäquaten Bestimmung von… …mittelalterliches Verständnis von Autorschaft konnte dabei ganz verschiedenen methodischen Ansätzen oder pragmatischen Fragestellungen geschuldet sein: der… …nach der Spezifik mittelalterlicher Autorschaft schließt Sebastian Coxon in seiner Dissertation an, die materialreich die 1 Aus der Vielzahl von… …Forschungsbeiträgen sei der Tagungsband herausgehoben: Autor und Autorschaft im Mittelalter, Kolloquium Meißen 1995, hg. v. Elizabeth Andersen u. a., Tübingen 1998. 2… …Rüdiger Schnell: ‚Autor‘ und ‚Werk‘ im deutschen Mittelalter. Forschungskritik und Forschungsperspektiven, in: Wolfram-Studien 15, 1998: Neue Wege der… …. Einige Anmerkungen zum Verständnis vom Autor in lateinischen Schriften des frühen und hohen Mittelalters, in: Der Autor im Dialog. Beiträge zu Autorität… …Textfunktion. Zur Interdependenz von Erzählerstilisierung, Stoff und Gattung in der Epik des 12. und 13. Jahrhunderts, in: ZfdPh 120, 2001, S. 1–23. 7 Ursula…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Peter Pütz: Wiederholung als ästhetisches Prinzip, Aisthesis Verlag, Bielefeld 2004, (Aisthesis Essay, Band 17).

    Eva Geulen
    …dementiert. Nietzsches Lehre von der ewigen Wiederkehr artikuliert die Gegenposition, der zufolge es immer nur Wiederholungen gibt. Aus mindestens zwei Gründen… …Philosophiegeschichte aufzurufen, um zu erkennen, dass es bei der Wiederholung gründlich paradox zugeht. Auf dieses Gebiet hat sich der Bonner Literaturwissenschaftler… …Denken der Wiederholung von Herkalit bis Nietzsche, von Kiergekaard bis Derrida hervorgebracht hat, konnte der Verfasser fast ganz verzichten. Im Aspekt… …der Wiederholung als genuin ästhetischen Prinzips verflüchtigen sich nämlich alle Widersprüche. Denn was andernorts, im Leben etwa, aber auch in der… …begrifflichen Abstraktion, dem Postulat der Widerspruchsfreiheit unterworfen bleibt und deshalb in Antinomien endet, das gelangt im Reich der Dichtung zur… …harmonischen Koexistenz. Im literarischen Werk wandeln sich die Widersprüche zu Übergängen, und Gegensätze fügen sich zu einer dynamischen Einheit. In der… …Gegenwelt der Literatur verwirklicht sich Walter Benjamins Idee des Glücks als einer Erfahrung, in der das erste Mal und das Noch einmal zusammenfallen. Die… …Paradoxa der Wiederholung kommen in der Literatur zu Nuancen und Variationen, Übergängen und Ambivalenzen entschärft zur Geltung. Das Privileg der Literatur… …daher, dass Wandel und Wiederkehr in der Literatur von den zwei fundamentalen Prinzipien der Konstruktivität und der Systematizität gehegt werden. „Sie… …vermeintlichen Opponenten zu konstitutiven Komponenten zusammenfügen.“ (28) Mit großem Gespür für Zusammenhänge, viel Geduld und pädagogischem Geschick ist der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Thomas Weitin: Notwendige Gewalt. Die Moderne Ernst Jüngers und Heiner Müllers, Rombach Verlag, Freiburg im Breisgau 2003 (Rombach Wissenschaften, Reihe Cultura, Band. 34).

    Gabriele Hundrieser
    …Wissenschaften, Reihe Cultura, Band. 34). Wenn die Frage nach Krieg und Gewalt in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts gestellt wird, dann führt sie fast… …zwangsläufig zu zwei Autoren, deren Werk in eindrücklicher Weise von den einschneidenden Gewalterfahrungen in der Moderne zeugt: Ernst Jünger und Heiner Müller… …im Werk beider Autoren hinsichtlich der Gewaltthematik herauszuarbeiten. Ein Vorhaben, so möchte man meinen, das angesichts der unübersehbaren… …Überschneidungen in den Texten Jüngers und Müllers und ihrer belegten biografischen Kontakte von der Forschung als längst abgearbeitet gelten dürfte. Tatsächlich… …liegt aber mit Weitins Studie der bis dato erste ausführliche Vergleichsversuch beider Werke vor, der – wenn auch mit einigen Abstrichen – in bestechender… …entfaltete These, dass Müller die in Jüngers Frühwerk aufscheinenden destruktiven Sinndeutungen der technischen Moderne aufgreift und für die spezifische… …Ausdeutung der proletarischen Re- 303 Buchbesprechungen volution und des Aufbaus des Sozialismus in seinen Dramen fruchtbar macht. Jüngers Bestimmung der… …‚totalen Mobilmachung‘ als Prozess der entindividualisierten und entindividualisierenden Integration des Subjekts in den Funktionszusammenhang eines Ganzen… …werde in Müllers Theaterstücken als ein Mechanismus in Szene gesetzt, der nun „unter den historischen Bedingungen der neuen Ordnung realpolitisch… …greif[e]“ und „ideologisch der Vermittlung mit der Utopie der wesenhaften Menschengemeinschaft des Kommunismus“ bedürfe (S. 9). Während in Jüngers Frühwerk…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2005

    Nicolai Riedel: Ernst Jünger-Bibliographie. Wissenschaftliche und essayistische Beiträge zu seinem Werk (1928-2002), Verlag J. B. Metzler, Stuttgart, Weimar 2003.

    Jan T. Schlosser
    …. Metzler, Stuttgart, Weimar 2003. Nicolai Riedel vom Deutschen Literaturarchiv Marbach hat der Forschung in den vergangenen Jahren schon mehrmals kleinere… …wissenschaftliche und essayistische Sekundärliteratur zu Jüngers Leben und Werk systematisch in einem Nachschlagewerk zu sammeln. Angesichts der über sieben… …Jahrzehnte währenden Autorschaft und einer zunehmend weitverzweigten Wirkungsgeschichte Jüngers ist es um so bemerkenswerter, dass seit der Publikation der… …. Die ‚verspätete‘ bibliographische Beschäftigung der Germanistik mit der Literatur über Jünger ist sowohl in der Debatte über den sich in den zwanziger… …Jahren des 20. Jahrhunderts im rechtsradikalen politischen Spektrum positionierenden und fortan als ‚umstritten‘ geltenden Autor begründet als auch in der… …Tatsache seiner intensiven Rezeption gerade außerhalb der Philologie. Nicolai Riedels Bibliographie bietet der Germanistik nun endlich und erstmals einen… …zuverlässigen und nahezu vollständigen Überblick über die internationale Sekundärliteratur zum Werk Jüngers. Die Bibliographie, für die der 15. September 2002 als… …Redaktionsschluss gilt, gliedert sich in zwei Teile: „Selbständige Veröffentlichungen seit 1934“ und „Unselbständige Veröffentlichungen seit 1928“. Der erste Teil der… …Primärbibliographien und die spärlichen bisherigen Bemühungen, Teile der umfangreichen Sekundärliteratur zu erfassen, sodann die innerhalb der letzten Jahre nach dem Tod… …Jüngers publizierten Register und kommentierten Editionen, wie sein Briefwechsel mit Rudolf Schlichter und Carl Schmitt, sowie die von der Forschung lange…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2005

    Literarische und religiöse Kommunikation in Mittelalter und früher Neuzeit. DFG-Symposium 2006

    Peter Strohschneider
    …NOTIZ Literarische und religiöse Kommunikation in Mittelalter und früher Neuzeit DFG-Symposium 2006 Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft… …Früher Neuzeit“ stattfinden. Es folgt organisatorisch dem Muster der Germanistischen Symposien der DFG, deren Reihe mit dem Barock- Symposion des Jahres… …als ,Literatur‘ kennt (und in der Überlieferung als solche erkennt), funktioniert und profiliert sich im Mittelalter und bis weit in die Frühe Neuzeit… …daher in besonderer Weise dazu, den aktuellen Problem-, Theorie- und Methodenstand der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung exemplarisch… …Sinne) hat es in jedweder Form mit dem Unterscheiden von Immanent und Transzendenz zu tun, also auch mit der Bewältigung oder Herstellung von… …Unverfügbarkeiten. In einer letzten Steigerungsform solcher Unverfügbarkeit mag religiöse Kommunikation sich selbst zum Kriterium der Differenzierung von Immanenz und… …zu haben ist), dann berührt religiöse Kommunikation sich hier mit solchen Formen von Rede, die in der Germanistik als ,Literatur‘ klassifiziert werden… …. Zugleich sind mit Blick auf die ,Ursprünge‘ der Poesie (ihre Ausdifferenzierung gegenüber dem Enthusiasmus) auch in historischer Hinsicht die Nexus von… …, dass ein Richtungssinn sich allenfalls aus der Ferne und auf hohem Vereinfachungsniveau herauspräparieren ließe (er könnte dann unter anderem… …Strukturierungsniveau autologischer gesellschaftlicher Funktionssysteme ,Literatur/Kunst‘ und ,Religion‘ behandelt werden. Diese Felder könnten in der deutschen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2005

    Neue deutsche Sprachgeschichte. Mentalitäts-, kultur- und sozialgeschichtliche Zusammenhänge, hg. v. Dieter Cherubin [sic!], Karlheinz Jakob, Angelika Linke, de Gruyter, Berlin, New York 2002 (Studia Linguistica Germanica 64), X, 415 Seiten

    Péter Maitz
    …, Karlheinz Jakob, Angelika Linke, de Gruyter, Berlin, New York 2002 (Studia Linguistica Germanica 64), X, 415 Seiten In der deutschen… …Sprachgeschichtsschreibung der letzten beiden Jahrzehnte lassen sich (mindestens) drei grundlegende Entwicklungstendenzen erkennen: eine immer stärkere Zuwendung zur jüngeren… …auf einzelne, eher der ‚traditionellen‘ Sichtweise verpflichtete Beiträge – auch in den Aufsätzen dieses Sammelbandes nieder, der aus den gedruckten… …Jahrzehnten stattgefundene ‚wissenschaftliche Revolution‘ (Th. Kuhn) der Sprachgeschichte, die manche Grundsätze der Disziplin vollständig neu definiert und… …zahlreiche neue Forschungsrichtungen ins Leben gerufen hat, legitimiert die Absicht der Herausgeber, mit dem Band – unter anderem – eine Art Bilanz aus den… …Erkenntnissen der Forschung der letzten Zeit ziehen zu wollen. Das zweite, ebenfalls im Vorwort genannte Anliegen des Buches könnte allerdings dem einen oder… …anderen Leser vielleicht sogar schon verwunderlich erscheinen: Trotz der zahlreichen, in jüngster Zeit etablierten oder sich gerade erst etablierenden… …konkurrierenden Erkenntniswege in der Sprachgeschichte soll mit den Beiträgen immer noch nach neuen methodischen Zugängen und theoretischen Konzepten gesucht werden… …(vgl. S. V). Fragt man nun danach, inwieweit der Band diesen beiden Ansprüchen tatsächlich gerecht wird, so muss man feststellen, dass der erste, der… …gerade in Folge des Umstands, dass die Wissenschaftsentwicklung der Sprachgeschichte wegen der Vielfalt der Herangehensweisen besonders in der jüngsten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2005

    Die Enzyklopädie im Wandel vom Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit, Akten des Kolloquiums des Projektes D im Sonderforschungsbereich 231 (29.11.– 1.12.1996), hg. v. Christel Meier, Wilhelm Fink, München 2002 (Münstersche Mittelalter-Schriften 78), 589 Seiten

    Robert Luff
    …Sonderforschungsbereich 231 (29.11.– 1.12.1996), hg. v. Christel Meier, Wilhelm Fink, München 2002 (Münstersche Mittelalter-Schriften 78), 589 Seiten Der Tagungsband zum… …Abschluss eines DFG-geförderten Sonderforschungsbereiches setzt sich zum Ziel, eine Zwischenbilanz zur Entwicklung der Enzyklopädik zu ziehen, welche „eine… …Reihe der neuen Ansätze und Ergebnisse der letzten Jahre in einer repräsentativen Synopse vereinig[t]“, um den Weg zu einer umrisshaften… …Sprache), die den Facettenreichtum der mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen ,Gattung‘ Enzyklopädie 1 aus interdisziplinärer Perspektive beleuchten und in… …einigen Fällen auch den antiken Kontext mit einbeziehen. Forschungsgeschichtlich positioniert Meier den Band in der Nähe des Wiener Kolloquiums von 1992 2… …. Die einzelnen Beiträge sind chronologisch angeordnet und behandeln Aspekte der Enzyklopädik von der Antike (Plinius) bis zum Humanismus (Guillaume… …thematisieren hingegen die an das Ende des Buches gestellten Beiträge von Helmut Zedelmeier, Ulrich Ernst, Heinz Meyer und Christel Meier. Eine Einführung der… …Herausgeberin benennt die Ziele des Bandes und die Grundzüge der meisten Beiträge, die durch ein differenziertes Sach-, Namens- und Handschriftenregister… …vorbildlich erschlossen sind. Die folgenden knappen Ausführungen müssen sich angesichts der versammelten Fülle auf eine Kurzcharakteristik 1 Der Gattungsname… …,Enzyklopädie‘ wird erst in der Frühen Neuzeit gefunden. Im Mittelalter selbst kursieren konkurrierende Termini wie Imago mundi, Speculum u.a. (vgl. hierzu Ulrich…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2005

    Ursula Prutsch/Klaus Zeyringer (Hg.): Leopold von Andrian (1875–1951). Korrespondenzen, Notizen, Essays, Berichte, Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2003.

    Dieter Sudhoff
    …, Wien, Köln, Weimar 2003. In der an Sondergängern reichen Literatur des Wiener Fin de siècle dürfte der Freiherr Leopold Ferdinand von Andrian zu Werburg… …Kraus ganz im Gegenteil als „Kindergarten der Unkenntnis“ 2 verspottete Prosadichtung „Der Garten der Erkenntnis“ (1895), reichte aus, seinen Namen in die… …Literaturgeschichte einzuschreiben, in der er seither mit seinem Freund Hugo von Hofmannsthal als einer der originärsten Vertreter des frühen Symbolismus in Österreich… …Identitäts- und Sinnkrise bis in die Textur hinein abzubilden. Statt realer Gewissheiten vermag diese nur noch subjektive und anzweifelbare Reflexe der… …Wirklichkeit zu vermitteln und setzt den Leser so einer permanenten Verunsicherung aus. Bei allem zeitbedingten Pathos der poetischen Rede und trotz aller… …wegweisenden Subjektivierung eine noch heute beeindruckende Modernität bewahren können. Für Leopold Andrian war der „Garten der Erkenntnis“ der paradoxe Versuch… …Mitteln der Kunst darzustellen und zu überwinden; zugleich sollte ihm die poetische Sublimierung persönlicher Liebes- und Leidenserfahrungen dazu verhelfen… …seltener Konsequenz von der Dichtung, flüchtete nach dem äußeren Erfolg und dem inneren Scheitern in das Reglement einer diplomatischen Karriere und suchte… …gänzlich „der Drang oder die Gabe, in Worten zu schaffen […], verloren gegangen“, 3 an Hofmannsthals zwei Jahre später entstandenen Brief des Lord Chandos… …kostbare Privatdrucke seines Jugendwerkes geduldet; nach seinem Tod gab es mehrere Neuausgaben (1964, 1970, 1990), doch erst 2003 konnte unter dem Titel „Der…
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