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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Jean Paul intermedial

    Phantasie und Exzerptsystem als Medien der Sichtbarmachung
    Annina Klappert
    …als eine Form der Hell- und Scharfstellung, welche die Phantasie vornimmt, um in der Körperwelt mehr zu sehen! I.2 Der „Mond“ der Poesie: Die Phantasie… …mehr Räder in Gang kommen und also mehr gemahlen wird, als ich wollte. – Das körperliche Uhrgehäuse zerspringt, – so viel, daß ich sterbe, ohne mein… …„Gesichtskreis“ spricht, kann das in Bezug auf sein Verfahren ganz wörtlich genommen werden: Je größer die Exzerptsammlung ist, „desto mehr erweitert sich sein… …Gesichtskreis; desto mehr Ideen umfast er, desto besser kan er ihre Verbindungen wahrnehmen und durch Vergleichungen und Schlüsse Wahrheiten erfinden.“ 32 Das… …ganz ausgeklammert werden, sind nicht mehr im Blickfeld. Um etwas erkennen zu können, ist also ein dynamisches Wechselspiel zwischen der Erweiterung von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    „Mittelpunkt deutscher Geschichten“

    Zur politischen Symbolik der „Karte von Schwaben“ in Achim von Arnims „Die Kronenwächter“
    Matthias Buschmeier, Christian Fieseler
    …. Durch die selbst vorgenommene ‚Schwächung‘ der Position des Kaisers mit der Einführung verschiedener Reichsinstitutionen sei dieser nicht mehr in der Lage… …politische Lesarten. Nimmt man den Hinweis auf die „Karte von Schwaben“ ernst, dann wird deutlich, dass sie mehr als nur eine philologische Fußnote wert ist… …Ausarbeitung [und] die Quellen, woher sie genommen werden“, darzulegen. Außerdem wollten sie zum einen nichts mehr veröffentlichen, „es seye denn Gewißheit in… …unterlaufen ist oder ob die falsche Angabe beabsichtigt war, kann philologisch nicht mehr entschieden werden. 45 „Multitudo Statuum in hoc Circulo ob spatii… …: Schon in dieser Entsprechung von Karte und Dichtung erscheint die Karte um so mehr als symbolisches Dispositiv für den Roman. Die Karte eignet sich dabei… …, löst sich aber im Prozess der Verwissenschaftlichung der Kartographie immer mehr von einer ikonischen Abbildungs- oder Ähnlichkeitsbeziehung und wird…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Die Welt als Hasard und Vorstellung

    Schnitzlers Novelle „Spiel im Morgengrauen“
    Markus Lorenz
    …Knotenpunkt eines diffusen Ineinanders ‚oberer‘ und ‚unterer‘ Sphären, wo Zeichen nichts mehr und alles wieder bedeuten. Der gesamte Geschehensablauf der… …angebrochenen Tortenschnitte lag die Banknote, so wie er sie vor eine Weile aus der Hand hatte sinken lassen, und sah nicht einmal mehr sonderlich zerknittert aus… …. Sie hatte begonnen, sich wieder aufzurollen; – es dauerte gewiß nicht mehr lange, so war sie glatt, völlig glatt wie irgendein anderes reinliches Papier… …, und niemand würde ihr mehr ansehen, daß sie eigentlich nichts Besseres war, als was man einen Schandlohn und ein Sündengeld zu nennen pflegt. 13 11 Ebd… …glättendes, keine spezifischen Hinweise mehr tragendes Papier meint sie die blinde Willkür der Zeichen, den egoistischen Nihilismus, die atelische und doch… …Schicksal novellistisch an: „‚kurz und gut, ich komm‘, an unsere alte Freundschaft appellieren – an unsere Kameradschaft darf ich ja leider nicht mehr… …etwas hinzu: daß ich seit ein paar Monaten nicht das geringste Glück in der Liebe habe. Also vielleicht ist auf ein Sprichwort mehr Verlaß als auf die… …aufhörte, so konnte ihm nichts mehr geschehen, und das war gut. Zugleich aber spürte er eine unbändige, eine wahrhaft höllische Lust, weiterzuspielen, noch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Poetik und Ethik der kleinen Form: Franz Kafka, Robert Musil, Heiner Müller, Michael Köhlmeier

    Claudia Öhlschläger
    …kennt. Kaum mehr als durch ihre äußere Begrenzung, ihre gleichsam notwendige Kürze wird sie definiert. 25 Der äußeren Begrenzung gegenüber steht… …wäre: Wenn sich eine Fliege darauf niederläßt – nicht besonders gierig, mehr aus Konvention, weil schon so viele andere da sind – klebt sie zuerst nur… …. Alles ist mystisch, nichts mehr der Vernunft und Logik unterworfen. „Ganz genau so, wie der Verkleidete, der zwischen Mensch und Tiger steht, die Abiponas… …den Blick des Lesers auf das beschriebene Objekt der sterbenden Fliegen richtet, desto mehr löst sich das Detail in der Kumulation von Bildern auf. Die… …, das förmlich einem Wahrnehmungstaumel unterliegt und nicht mehr zu sagen vermag, von welchem Zentrum aus sich die Dinge ordnen. Dieses erzählende Ich… …verkehrtes Gefühl, daß man wirklich nicht mehr recht wußte, ob sich dieses kleine, lebendige, schwarze Auge drehe oder ob sich die ungeheure Unbeweglichkeit… …der Berge rühre. Man wusste nicht mehr: vollzog sich an einem der Wille der Welt oder der dieser Maus, der aus einem winzigen, einsamen Auge leuchtete… …. Man wußte nicht mehr: war Kampf oder herrschte schon Ewigkeit. 48 Das „verkehrte Gefühl“ eines Augenblicks, der in Musils Prosaskizze „Ausgebrochener… …Nibelungensage, an das sich der Beobachter erinnert, weicht einer buchstäblich blutleeren Situation55 , die nur mehr ein zuckendes Etwas zurücklässt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Herr seiner Zeit

    Peter Handkes „Don Juan“ und das heilsame Abenteuer des Erzählens
    Thorsten Carstensen
    …dabei erzählbaren Sinn verneinen, wenden sie sich einem intertextuellen Erzählspiel zu, das Handke in dieser Radikalität kaum mehr praktizieren wird… …zu wollen, arbeitet also mit „dem Licht der Zwischenräume“ (GU 22) und eröffnet immer mehr Leerstellen, je weiter Don Juan in seinem Erzählen… …, was gleich ist; nein, er sieht nicht einmal das Gleiche, er hört überhaupt auf zu sehen; registriert nur noch; oder so: wer nicht mehr staunt, der hat… …den Verdacht, „ein jedes Phänomen an dem Ort sei getürkt“. An das kürzlich eingenommene Abendessen in ihrer Herberge hat sie schon keine Erinnerung mehr… …. Kennzeichnend für diese Erzählhaltung ist das rhythmische Aufeinanderfolgen „ohne ein Ineinandergreifen, Kleines und Großes gleichwertig, nichts Großes mehr, aber… …auch nichts mehr Kleines“. (DJ 41) Die von Don Juan erzählten Geschichten erlangen Geltung nicht als Abschilderungen der Außenwelt, sondern beruhen auf… …Frau in Holland kaum etwas zu erinnern scheint, ist dem Ich-Erzähler gerade recht: „Don Juan brauchte mir davon nicht einmal mehr die Stichworte zu geben… …. Er sah sich noch zu sehr vorkommen in dem Geschehen; erst wenn es nicht mehr um ihn ginge, könnte er damit frei ausholen. (DJ 28) Jeder einzelne… …als wirkungsmächtig erweist; mit seinem Blick gelingt es ihm, das Begehren der Frau freizusetzen: „Es war ein Blick, der mehr und noch anderes erfaßte… …vollkommenen Glücks, nach der „Stunde der wahren Empfindung“, da die gezählte Zeit dem Fluss der Erzählung weicht und es nichts mehr gibt, was „in Zahlen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Cornelia Ilbrig: Aufklärung im Zeichen eines „glücklichen Skepticismus“. Johann Karl Wezels Werk als Modellfall für literarisierte Skepsis in der späten Aufklärung, Wehrhahn, Hannover 2007.

    Roman Lach
    …. Jahrhundert voraus weist, nicht mehr als Ausgeburt einer unausgeglichenen Autorenpersönlichkeit, sondern als einheitliches anthropologisches…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Uta Degner: Bilder im Wechsel der Töne. Hölderlins Elegien und „Nachtgesänge“, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2008.

    Lars Meier
    …Anzahl an Gedichten in die Untersuchung einbeziehen will. Dies gilt umso mehr, wenn man wie Uta Degner gleich zwei größere Gedichtgruppen Hölderlins in den… …Zersetzung der antiken Vorstellungswelt immer mehr, so dass für den Leser keine Möglichkeit der Identifikation mehr gegeben ist. Dadurch werde er gezwungen… …dies als Stützung ihrer obscuritas-Hypothese, da „die Technik der obscuritas vor dem Hintergrund dieser ‚einfachen Oden‘ mehr ins Gewicht [fällt]“ (S…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Konrad Kirsch: Die Masse der Bücher. Eine hypertextuelle Lektüre von Elias Canettis Poetik und seines Romans „Die Blendung“, Konrad Kirsch Verlag, Sulzbach 2006.

    Bernd Witte
    …nicht mehr wie die Heilige Schrift ein kanonischer Text; es sind die Mythen und Erzählungen, die ethnographischen und historischen Berichte aller Völker…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Hadrien France-Lanord: Paul Celan und Martin Heidegger. Vom Sinn eines Gesprächs, Übersetzung von Jürgen Gedinat, Rombach, Freiburg im Breisgau, Berlin, Wien 2007.

    M.E. Auer
    …kannte Celan offenbar schon mehr als ein Jahrzehnt vor ihrer ersten persönlichen Begegnung im Juli 1967. In einem bei France-Lanord abgedruckten Brief an… …seine Freundin Marie Luise Kaschnitz nicht wieder: „Er ist nicht mehr derselbe!“ (S. 93) Auch Celans Frau Gisèle gab ihrer Freude über den gelungenen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Rosa Sala Rose: El misterioso caso alemán. Un intento de comprender Alemania a través de sus letras. Alba, Barcelona 2007.

    Michael Dobstadt
    …fungiert Literatur als Ideologieproduzentin, deren Wirkung auf das Bewusstsein (und mehr noch auf das Unbewusste) ebenso fraglos ist: In besonderem Maße kann… …Dobstadt 7 Vor diesem Hintergrund fällt umso mehr auf, dass Goethe in „El misterioso caso alemán“ nicht nur als die große Ausnahmeerscheinung der deutschen…
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