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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Verloren im Netzwerk. Überlegungen zur Unlesbarkeit der „Römischen Octavia“ Herzog Anton Ulrichs

    Stephan Kraft
    …unvollendete „Römische Octavia“ (6 bzw. 7 Bände, 1677–1707 und 1712–1714, 1762) als Höhepunkte dieser Entwicklung hin zu exorbitanter Kompliziertheit und… …. Jahrhundert durchaus gelesen worden. Für die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel liegen ausführliche Auswertungen der Ausleihbücher aus dieser Zeit vor… …Stadtbewohner zu den Werken des Herzogs: Ärzte, Tapezierer, Viktualienhändler und nicht zuletzt diverse Mademoiselles. Bei einem Großteil dieser Lesergruppen… …Personenfülle zu orientieren, und spiegeln damit gleichsam die Situation des Rezipienten. Bei einer dieser Beobachterfiguren handelt es sich um Nymphidius Sabinus… …Ulrich [Anm. 4]. 7 Zugrunde liegt dieser Darstellung die zweite Fassung des zweiten Teils des Romans: [Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel:] Der… …Nero [dessen Tod romanintern nicht als sicher gilt, SK] / unter dieser großen Gesellschafft / nicht an Persohnen / die ihm anhingen [...]. Er eröffnete… …Unterredung mit Annius Vivianus an, der schon früher zu ihm aufgebrochen ist. In dieser knappen Zusammenfassung konnten nur ansatzweise einige der zentralen… …dieser verwirrenden Oberfläche eröffnen: In einer ersten Näherung scheint man es hier mit einem Erzähler aus höherer Warte zu tun zu haben, der etwa in… …Wissensstand des Lesers: Nur wenn dieser in anderen Zusammenhängen bereits in die geheimen Pläne einer Figur eingeweiht worden ist, können diese auch in einer… …Dorfgemeinschaften darstellen. Vor allem im Fall von modernen Städten bildet hingegen die Analyse egozentrierter Netzwerke die einzig mögliche Umsetzung dieser Technik…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Die „Lokulamente“ des Gehirns

    „Schoenschreiben“ bei Goethe
    Jens Loescher
    …versieht sie mit einem zentralen Modus literarischer Produktivität. Dass Goethe (neben Jean Paul und Lichtenberg) dieser Autorengruppe, also dem… …Quellengelehrsamkeit, die eine Ausnahmepersönlichkeit wie die Goethes verfehlen musste. So wenig nachvollziehbar und überspannt einige dieser George- und… …, Hermann Grimm und der Einzelbandherausgeber Max Morris sind die meistzitierten Gewährsmänner dieser Neuauflage der Quellengenetik. Liest man die Kerntexte… …dieser Forschungsrichtung, besonders zu den Paralipomena des ‚Faust‘, so wird deutlich, dass hinter Datierungs- und Zuordnungsfragen erstens… …Geflohene zu gewinnen: [I]ndem er schrieb, ergriff ihn das Gefühl, sein Höchstersehntes nahe sich, es werde nun gleich gegenwärtig sein. Zu dieser Türe wird… …wird, derart auffällig seine Meinung zum ungeliebten Jünger? In dieser Arbeits- und Lebensphase, 1814–1819, sieht man den Übersetzer des… …suchte. Dem aufmerksamen Leser wird die Einwirkung dieser geistig technischen Bemühungen bey näherer Betrachtung der Gedichte nicht entgehen. 35 Einiges…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Jean Paul intermedial

    Phantasie und Exzerptsystem als Medien der Sichtbarmachung
    Annina Klappert
    …Einstellung zwar unscharf wird, die aber gerade wegen dieser Unschärfe einen Eindruck des Unendlichen erlaubt, so dass die romantische ‚Einstellung‘ in dieser… …Hinsicht den präziseren Blick bietet. Neben dieser Sichtbarmachung eines unsichtbaren Geistigen in einem Körperlichen stellt sich Jean Paul umgekehrt auch… …ist und einheitsstiftend wirkt: „Dieser Weltgeist des Genius beseelet, wie jeder Geist, alle Glieder eines Werks, ohne ein einzelnes zu bewohnen.“ (VÄ… …kristallisiert sich damit auch an dieser Stelle der Jean 8 Vgl. Götz Müller: Nachwort, in: Ders.: Jean Pauls Exzerpte, Würzburg 1988, S. 318–347, hier: S. 327. 9… …dem Witz als Operation Verknüpfungsprozesse vor dem ‚inneren Auge‘ initiiert, wird die Organisation dieser Verknüpfung im Außen durch das Exzerptsystem… …Vorratsraum“ 15 : Ca. 40.000 Seiten, davon 12.600 Seiten Exzerpte, enthält der Nachlass. 16 Götz Müller zeigt, welch eminente Bedeutung dieser Speicher für Jean… …Exzerptverfahren deutlich 19 , ist demnach bei Jean Paul ohne Schreibmaterial nicht nur undenkbar, jenes ist dieser sogar vorgeordnet: „Einbildungskraft tut nichts… …Stücke zu betrachten – wenngleich größeren Umfangs und bereits vorverknüpft. An dieser Stelle möchte ich mich jedoch auf die Funktionsweise des… …Beschränkungen, welche die Medien Phantasie und Exzerptsystem kennzeichnen, und dem Verhältnis von Universalität und Partikularität. Zur Erklärung dieser Spannung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    „Mittelpunkt deutscher Geschichten“

    Zur politischen Symbolik der „Karte von Schwaben“ in Achim von Arnims „Die Kronenwächter“
    Matthias Buschmeier, Christian Fieseler
    …zentrale Funktion bei der Deutung dieser zumisst. Danach werden wir die historischen Begebenheiten innerhalb der Romanhandlung rekonstruieren (III) und daran… …repräsentiert (IV). Die Ergebnisse dieser drei Kapitel werden abschließend zum Roman und zu Arnims politischen Schriften in Beziehung gesetzt (V), um dessen… …zurückzuführen. Parallel zu dieser transzendenten, eschatologischen Dimension wird ein sehr konkreter politischer Kontext aufgerufen. Der Roman entsteht unter dem… …die Romanhandlung zwischen dem 1. Januar 1474 und dem 23. Mai 1519. 20 Zu dieser Perspektive, in der erst der Nationalsozialismus die Fehler des ersten… …zu verhindern. In dieser Perspektive gilt Friedrich I., vor allem im frühen 19. Jahrhundert, als Begründer der deutschen Nation. Bereits im 16… …Morgenroth dem Kämpfen der Freiheitskriege und den Patrioten der deutschen Einheitsbewegung voranleuchten. 21 Zu dieser Idealisierung gehört eine parallel… …. Durch die selbst vorgenommene ‚Schwächung‘ der Position des Kaisers mit der Einführung verschiedener Reichsinstitutionen sei dieser nicht mehr in der Lage… …alle Farben ihres weltberühmten Muschelkastens benutzt, die Grenzen der vielen Staaten augenscheinlich zu machen, auf daß ein jeder in dieser… …erschienen, und auch sein Sohn und Nachfolger Johann Christoph verlegte die Karte bis 1730 in unveränderter Form. Dabei war bei allen Ausgaben dieser Karte… …entworfen worden, der zu diesem Zweck nicht ausschließlich – wie die meisten anderen Kartenzeichner dieser Zeit – verschiedene, bereits gedruckte Karten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Die Welt als Hasard und Vorstellung

    Schnitzlers Novelle „Spiel im Morgengrauen“
    Markus Lorenz
    …, dieser wie die ihn in Bewegung setzenden Ursachen: denn er ist das Medium der Motive. Bei dem allen jedoch wird das Primat des Willens wieder deutlich… …, wenn dieser dem Intellekt, dessen Spiel er, wie gezeigt, sobald er ihn walten läßt, wird, einmal seine Oberherrschaft in letzter Instanz fühlbar macht… …qualvolle oder unwürdige Erschütterung versetzen wird: dieser letztern Erkenntnis gemäß entscheidet er sich jetzt und zwingt den Intellekt zum Gehorsam. Man… …, mithin den eigentlichen Kern, das Wesen an sich des Menschen ausmacht. In dieser Hinsicht würde der Titel ?????????? dem Willen gebühren: jedoch scheint… …derselbe wiederum dem Intellekt zuzukommen, sofern dieser der Leiter und Führer ist, wie der Lohnbediente, der vor dem Fremden hergeht. In Wahrheit aber ist… …eben dieser Wille in seinem konkreten Gerichtetsein Sklave und theatralischer Hanswurst der Soufflierungen des Intellekts, welcher allererst die kompakte… …umgekehrt in einer semiotischen Übersupplementierung begegnender Geschehnisse mit Zeichencharakter. Dem Moment der semiotischen Willkür in dieser… …verhilft. Kasda ist a priori ein Spieler, dieser Wesenszug ist das konstitutive Moment der Novellenhandlung. 6 Das Protagonistenschicksal ist als tragisches… …Erziehungsnovelle bezeichnet werden, die tragisch endet, weil die erkannte Wahrheit dem Erkennenden das Weiterleben verwehrt.“ (Ebd., S. 136.) Wie sehr in dieser… …des erzählerischen Gesamtzusammenhangs lässt sich die Banknote durchaus als „Sündengeld“ und „Schandlohn“ bezeichnen. In dieser Hinsicht stellt sie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Poetik und Ethik der kleinen Form: Franz Kafka, Robert Musil, Heiner Müller, Michael Köhlmeier

    Claudia Öhlschläger
    …dieser quantitativen Prämisse kleine Formen in historischer und systematischer Perspektive vor: Anekdote, Aphorismus, Bispel, Emblem, Fabel… …, Paris 1994, S. 743–831, hier: S. 778.] 8 Vgl. ebd., S. 62. 9 Zu dieser deiktischen Dimension der japanischen Zeichenkultur vgl. Gerhard Neumann: Barthes’… …Tendenz zum Unbestimmten. Dieser Tendenz verleiht Robert Walser in einem seiner kurzen Prosatexte mit dem Titel „Allerlei“ Ausdruck. 26 Das Unspezifische… …Kretschmer in dieser Studie, habe sich an einer Erkenntnistheorie zu orientieren, die neben naturwissenschaftlichen auch ethische, ästhetische Probleme und die… …beleuchten. Und im Rahmen dieser anthropologisch und evolu- 32 Vgl. Béla Balázs: Der sichtbare Mensch oder die Kultur des Films, Frankfurt/Main 2001, S. 22. 33… …Musil ebenfalls in einer Fußnote anführt. Dieser Begriff wird sowohl von Hugo von Hofmannsthal wie von Gottfried Benn in Anschlag gebracht, um die… …Partizipation an den Dingen, die dem Menschen auf diese Weise gleich werden: und im Bilde dieser Welt gibt es weder Maß noch Genauigkeit, weder Zweck noch Ursache… …, gut und böse fallen einfach weg, ohne daß man sich ihrer zu überheben brauchte, und an Stelle aller dieser Beziehungen tritt ein geheimnisvoll… …schwellendes und ebbendes Zusammenfließen unseres Wesens mit dem der Dinge und anderen Menschen. Dieser Zustand ist es, in dem das Bild jedes Gegenstandes nicht… …weiteren kleinen Form Musils, in der den „Bildern“ zugehörigen Prosaskizze „Die Maus“, wird mit eben dieser „Gleichgewichtsstörung des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Herr seiner Zeit

    Peter Handkes „Don Juan“ und das heilsame Abenteuer des Erzählens
    Thorsten Carstensen
    …weitermachen, durfte keinen Umweg unbegangen lassen.“ (Philippe Jaccottet: Der Spaziergang unter den Bäumen.) Abstract Dieser Beitrag untersucht Peter Handkes… …dabei erzählbaren Sinn verneinen, wenden sie sich einem intertextuellen Erzählspiel zu, das Handke in dieser Radikalität kaum mehr praktizieren wird… …, sondern sich fortwährend ermannt, je länger er sich in sein Gegenüber vertieft, dieser Vertiefung zu folgen; daher das Prozeßhafte, das Dramatische seiner… …erneuten Schauen aus der Distanz, gewinnt der Berg die alte Faszination zurück: 14 Überzeugend erläutert wird dieser Kontext von Anne-Kathrin Reulecke: Die… …, werden epischer und theoretischer Diskurs zur Einheit verwoben. 21 In dieser Orientierung an Evidenzen wird, wie von Husserl postuliert, die Deskription… …Norden, wo die neuen Städte der Ile de France lagen, Wohnblöcke um Wohnblöcke, in den Zentren fast nur Bürohäuser, die nächstgelegene dieser Neustädte mit… …Anspruch auf Authentizität gerecht. Mit dieser Art des Schreibens findet Handke Anschluss an den Magischen Realismus Franz Kafkas oder Jorge Luis Borges: Die… …Handlung, indem er die „Weltlandschaft“ in Gang setzt. (NB 33) Anders als seine frühesten Vorgänger im 17. Jahrhundert42 ist dieser Don Juan kein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Cornelia Ilbrig: Aufklärung im Zeichen eines „glücklichen Skepticismus“. Johann Karl Wezels Werk als Modellfall für literarisierte Skepsis in der späten Aufklärung, Wehrhahn, Hannover 2007.

    Roman Lach
    …Austragungsort des Inkommensurablen tritt unter dem Vorzeichen des Skeptizismus seinen europäischen Siegeszug weit über das im Fokus dieser Untersuchung liegende…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Uta Degner: Bilder im Wechsel der Töne. Hölderlins Elegien und „Nachtgesänge“, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2008.

    Lars Meier
    …Schrift „Über naive und sentimentalische Dichtung“ verdanke, wird zunächst eine Lektüre dieses Textes präsentiert, nach der dieser durch den Umbau des… …, sondern das Bild (d. h. das Gedicht) stellt selbst schon verschiedene Blicke dar, die sich gegenseitig kommentieren und reflektieren. Da dieser… …dies als Stützung ihrer obscuritas-Hypothese, da „die Technik der obscuritas vor dem Hintergrund dieser ‚einfachen Oden‘ mehr ins Gewicht [fällt]“ (S…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Konrad Kirsch: Die Masse der Bücher. Eine hypertextuelle Lektüre von Elias Canettis Poetik und seines Romans „Die Blendung“, Konrad Kirsch Verlag, Sulzbach 2006.

    Bernd Witte
    …, „die misogyne Tradition von Humanismus und Rationalismus“) werden dieser „Masse“ zugerechnet (vgl. die Zusammenfassung 490). Statt des methodisch…
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