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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    "Na also, schreib deine Oden selber, Kanallje!" Hans Magnus Enzensbergers frühe Elegien

    Christian Schlösser
    …Magnus Enzensberger gab sein literarisches Debüt mit einer neuen Spielart politischer Lyrik, die dem Publikum eine bisher unerhörte Verbindung von… …Stellvertreter-Kriegen (Korea) 1 Helmut Schelsky: Die skeptische Generation. Eine Soziologie der deutschen Jugend, Düsseldorf, Köln 1957, S. 488. Zur Modernisierung… …seit etwa Mitte der 1950er Jahre eine zunehmend auch militärisch definierte Block-Integration zu beobachten, die sich nach dem „Krisenjahr des kalten… …Verteidigungsminister Franz Josef Strauß forderten in diesen Jahren sogar eine Atombewaffnung der Bundeswehr (später der NATO). Vielleicht wird durch diesen… …Erlebnishorizont begreiflich, dass Enzensbergers frühe Totenklagen nicht auf den bisher dominierenden Erinnerungsraum Zweiter Weltkrieg und eine eindeutige Figur… …zurückgreifen, sondern im Gedicht „Erinnerung an den Tod“ mit der Klage um Alkibiades eine Instanz einführen, die je nach historischem Zusammenhang neu… …einer Klage, die eine Mischung aus Mythos und Alltag, hohem Ton und Schnoddrigkeit realisiert. Die Schlussstrophe von „Erinnerung an den Tod“ lautet… …Suhrkamp Verlag war dem Band auf einem Einlegeblatt eine Art Gebrauchsanleitung mit folgendem Text beigegeben: Hans Magnus Enzensberger will seine Gedichte… …verstanden wissen als Inschriften, Plakate, Flugblätter, in eine Mauer geritzt, auf eine Mauer geklebt, vor einer Mauer verteilt; nicht im Raum sollen sie… …mitreflektiert und, auch wenn das Gedicht die Zeichenhaftigkeit der Schrift als eine prekäre, flüchtige versteht („Er ist es, / für den ich dies in den Staub ritze…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Figurationen der Melancholie. Spuren Walter Benjamins in W. G. Sebalds "Die Ringe des Saturn"

    Anja Lemke
    …Allegorie-Konzeption, bleibt aber gleichzeitig dort erinnerungstheoretisch hinter den von Benjamin entwickelten Konsequenzen für eine „allegorische Geschichtsschreibung“… …die Konstellation der Stunde regierte“. 2 Eine, wie Sigrid Löffler bemerkt, für das Selbstverständnis des Autors durchaus aufschlussreiche „hochgemute… …ist nicht nur eine grundlose Trauer, die den Autor und seine Figuren in diesem ersten und allen folgenden Texten beherrscht, sondern ein durch die… …: Nach der Natur. Ein Elementargedicht, Nördlingen 1988, S. 76. 3 Sigrid Löffler: „Melancholie ist eine Form des Widerstands“. Über das Saturnische bei W… …dichtesten in seinem dritten Erzähltext, dem 1995 erschienenen Band „Die Ringe des Saturn. Eine englische Wallfahrt“, in dem eine Wanderung durch weitgehend… …Elements in jeder Jahreszeit, sind auch die vier menschlichen Säfte je einer Jahreszeit zu- 5 W. G. Sebald: Die Ringe des Saturn. Eine englische Wallfahrt, 4… …Erscheinungsbild durch eine Disposition zur Trauer, Furcht, Niedergeschlagenheit und Wahnsinn bestimmt bleibt. Jean Starobinski hat in diesem Zusammenhang darauf… …verbinden wird, zeichnet sich ebenfalls durch eine besondere Beziehung zum Hundsstern aus, ist es doch der „Mittagsdämon“, der zur Mittagsstunde, wenn die… …ist dennoch eine Überlappung von theologischen und medizinischen Symptomen im Erscheinungsbild der Melancholie zu beobachten, die die acedia am Ausgang… …nasse Eigenschaften auf sich vereinigt, eine ähnliche Ambivalenz aufweist, wie die Melancholie. Als dem mächtigsten unter den Planeten eignet Saturn…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    "Möchte ich ein schwimmender Schreiber sein". Von der "Wortsucht" in Robert Schindels Gedichtband "Wundwurzel"

    Iris Hermann
    …viele der Gedichte kennzeichnen, kristallisiert sich eine Poetologie heraus, die existentiell argumentiert und zudem eine deutliche Sprachkritik… …find a poetology which argues existentially and also formulates a clear critique of language. 1. Eine Poetologie „nach den großen Themen der Leiden“ Als… …sucht eine andere Artikulationsmöglichkeit: Aber erst ein Jahr später übernehmen ihre Hände das ‚Sprechen‘: Ein Gewirk ihrer Hände, eine Textur, mit… …Problematik der ut pictura poiesis aufgreift, plädiert angesichts des Schmerzes, den Philomele erleidet, für eine sorgsame Setzung der Worte. Er entwirft eine… …eine Verwurzelung, eine Herkunft, die nicht unproblematisch ist, die aber als Wurzel die Gedichte hervorbringt. 4 Die wichtigsten Gedichte sind dabei, so… …hervorbringen: „kaleidoskopene“ Bilder. Die Gedichte Schindels gleichen solchen Kaleidoskopen, sie zeigen eine Bildlichkeit in Bewegung, in steten Ambivalenzen… …ihr ein schmückendes Muster, ein „Ornament“, wie es wörtlich heißt, einschreiben, und somit auch eine ästhetisch überzeugende Wahrnehmungsordnung… …ist, aber einer göttlichen Verpflichtung nachkommt. Es ist nichts Geringeres als eine Metaphysik des Dichtens, die hier zum Ausdruck gebracht wird, sie… …eine ethische Dimension hinzu: das Unrecht zu artikulieren, das so vielen angetan wurde, ist unabweisbare moralische Verpflichtung. 7 6 Und zwar in… …sind weich, man kann in ihnen herumjäten, etwas „auslesen“. In welche Korrespondenz das Dichten mit zunehmendem Verstummen tritt, ist eine der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Nicola Gess: Gewalt der Musik. Literatur und Musikkritik um 1800

    Marianne Tettlebaum
    …auf einmal in Betracht ziehen oder aber zwischen ihnen wählen? Gess versucht, eine solche Wahl zu vermeiden, indem sie sich stattdessen auf die „Gewalt… …letztlich doch eine versteckte Wahl dar, die impliziert, dass die „Gewalt der Musik“ nicht nur die wichtigere Hälfte des Titels bildet, sondern auch, dass… …diese Gewalt der Heiligkeit Cäcilias auf gewisse Weise entgegensteht. Gess zufolge kommt nämlich der „Gewalt der Musik“ als Topos um 1800 eine unheilvolle… …Bedeutung zu: In ihm spiegelt sich zum einen die Beobachtung, dass Musik eine unwillkürliche Wirkung auf den Hörer hat, der er sich nicht entziehen kann… …Bewertung der „Gewalt der Musik“ in der Zeit um 1800 stets zweideutig. Ihrer zerstörenden Macht wohnt gleichzeitig auch eine schöpferische Kraft inne. Denkt… …Schöne, und das Erhabene – werden von Gess als Heuristik ihrer Analyse herangezogen. Jeder Kategorie des ästhetischen Urteils entspricht eine bestimmte Art… …oder 45 Hundposttage. Eine Biographie“ und Wackenroders Berglinger-Texte (Kapitel II). Musik „an der Grenze“ des Schönen dagegen regt „die… …nicht Musik per se dafür kritisiert […], sondern nur eine bestimmte Musik. Nicht jede Musik ziele auf Sinnlichkeit und Effekt, sondern nur Rossinis“ (S… …autonomen Subjekts, oder, was in diesem Falle relevanter ist, für seine Idee des autonomen ästhetischen Urteils, eine gehaltvolle Herausforderung darstellt… …, weiterhin einflussreich bleibt. Gess hat aus dem komplizierten und sich oft selbst widersprechenden Zustand der Musikästhetik um 1800 eine interessante und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Günter Saße (Hg.): Schiller. Werk-Interpretationen

    Cornelia Ilbrig
    …Literaturgeschichte, Bd. 216). Das Schiller-Jahr 2005 brachte eine fast unüberschaubare Anzahl an Schiller-Lesungen, Schiller-Biographien und populären sowie… …Anspruch im Schiller-Handbuch des Metzler-Verlags. 2 Norbert Oellers hat bei Reclam eine umfassende Darstellung vorgelegt, die als Summe einer… …Bereiche des Menschlichen vorzudringen versucht. Die Aufsätze kon- 1 Vgl. Peter-André Alt: Schiller. Leben – Werk – Zeit. Eine Biographie, 2 Bde., München… …Schiller. Eine Wanderung, Frankfurt/Main, Leipzig 2004. 288 Buchbesprechungen zentrieren sich vorrangig auf Themen, um die Schillers Arbeiten kreisen und die… …die „Räuber“ (11–34) als anthropologisches Experiment, für das Schiller als Forschungsfeld eine Familie wählt, deren Ordnung aufgrund eines schwachen… …Schaubühne als „ästhetische Versuchsanstalt“ (150) betrachtet und in diesem Rahmen auch der Schau-Lust und dem Sensationsbedürfnis des Zuschauers durch eine… …Argumentation des Textes, der selbst eine Klage ist und gleichzeitig autoreflexiv das Klagelied und dessen Funktion in der Moderne thematisiert (vgl. 230 f.)… …. Achim Aurnhammer unterteilt in seinem Beitrag (243–263) – nachdem er erstens die Gründe für Parodien Schillers und zweitens eine terminologische Klärung… …gelungenen Band ab, der durch differenzierte Textinterpretationen und eine durchdachte Anordnung der Aufsätze besonders der Auseinandersetzung mit Schillers… …doch zugestanden werden, dass wir es mit einem Band zu tun haben, der auf der Höhe der Forschung eine Bilanz der aktuellen Auseinandersetzungen mit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Roland Borgards: Poetik des Schmerzes. Physiologie und Literatur von Brockes bis Büchner

    Sven Kramer
    …physische Schmerz immer als ein kulturell geformter erscheint. Sie entwarf eine Kulturtheorie, in der sie die Erzeugung und Auflösung der Wahrnehmung von Welt… …Jurisprudenz. Als Untersuchungszeitraum wählt Borgards das verlängerte 18. Jahrhundert, für dessen Verlauf er eine grundlegende Verschiebung im Wissen über den… …Hand. An einer Interpretation von Goethes Ode „Prometheus“ arbeitet Borgards dieses produktive Element heraus. Für eine Wissensgeschichte des Schmerzes… …sei der Text von „herausragender Bedeutung“ (S. 82). Mit ihm „entsteht eine neue lyrische Form, beginnt ein neues lyrisches Sprechen, beginnt eine neue… …Poetik des Schmerzes“ (S. 104). Sie betrifft auch das außerliterarische Schmerzwissen, denn in ihr „artikuliert sich zugleich eine neue Positionierung des… …Schmerzes“ (S. 104). Für die semiologische Seite des Schmerzwissens mit Bezug auf die Schmerzzeichen kann Borgards eine Entwicklung in drei Stufen zeigen, die… …eingehend argumentiert Borgards, dass er eine Zwischenstellung markiere, indem er zeichentheoretisch am Repräsentationsparadigma festgehalten habe, während er… …Schmerzes ein eigenes Gefühl zu produzieren“ (S. 269). Die Schmerzrede seines Philoktet könne entsprechend als „eine Rhetorik des Schmerzes, die auf die… …Fiktion einer Natursprache des Schmerzes zielt“ (S. 283) gelesen werden: „Die Rhetorik des Schmerzes inszeniert eine Sprache an der Grenze des Schweigens… …. Jahrhunderts etabliert, produziert Schmerzfiktionen und provoziert eine Schmerzenshermeneutik“ (S. 287). Dies zeigt Borgards zum einen an den Debatten um die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Bernd Neumann: Franz Kafka. Aporien der Assimilation. Eine Rekonstruktion des Romanwerks

    Ulrich Plass
    …Buchbesprechungen Bernd Neumann: Franz Kafka. Aporien der Assimilation. Eine Rekonstruktion des Romanwerks, Fink, München 2007. Der Verfasser dieser… …postmoderner Beliebigkeit“ (S. 11) zumindest rhetorisch eine Abfuhr erteilt wird. Bernd Neumann möchte – und damit steht er natürlich kaum allein – den… …Interpretation, und Neumann stützt sich dabei vor allem auf Hannah Arendts Gedanken zu Kafka als jüdischem Paria. Wer allerdings eine ausführliche Erörterung von… …besonders eine als zweifach minoritär gekennzeichnete Gruppe wie die deutschsprachigen Prager Juden bedroht. Neumanns Anspruch, Kafkas Werk unter dem… …Wirklichkeit, um welches Subjekt es eigentlich geht: Mal liegt das Augenmerk spezifisch auf den böhmischen Verhältnissen, ein anderes Mal geht es wieder um eine… …kontextualisiert, dabei aber zur Ästhetik und Poetik von Kafkas Literatur nichts zu sagen hat. Der im Untertitel angegebene Anspruch, eine „Rekonstruktion des… …. Eine gewagte Formulierung, die aber im Gefüge des bewusst essayistisch gehaltenen Buchs durchaus stimmig ist. Neumanns Versuch, das Verständnis von… …wieder auf eine Interpretation der Texte selbst angewiesen, so dass man, trotz allem erklärten Historismus, gegen die Gefahr des unbewussten… …verliert. Im Prinzip ist ja eine diskursgeschichtliche Werkinterpretation von der verfemten biografischen Methode gar nicht so verschieden: Neumann spricht… …Anstoß zur Niederschrift des Romans habe sich aus der Erschütterung über den Ausbruch des Krieges ergeben. Diese These eröffnet einerseits eine viel…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Hansjörg Bay, Christof Hamann (Hgg.): Odradeks Lachen. Fremdheit bei Kafka

    Oliver Ruf
    …zunächst einmal grundsätzlich fragt, was es denn überhaupt mit dem Kafkaesken auf sich habe. Er eröffnet eine Revision der Duden-Definition des Wortes2… …. Obschon Texte wie die „Forschungen eines Hundes“, der „Bericht für eine Akademie“ oder „Beim Bau der chinesischen Mauer“ eine Ereignishaftigkeit aufweisen… …Romanfragment „Der Verschollenene“ herausarbeiten, wie sich die Hauptfigur Karl Roßmann „selbst noch fremder wird“: „Sämtliche herkömmlicherweise für eine… …Autorin gelingt es aufzuzeigen, wie durch „eine im Erzählakt permanent sich gleichsam selbst erzeugende Alterität“ die „paradoxe Struktur dieser… …, versucht Stanley Corngold eine Lesart – vor allem für „Das Schloß“ – die, selbst vergnügt, das von jeder Seite des Buches ausströmende Vergnügen erkundet und… …die den Witz und die Ironie dieses Werks als eine Angelegenheit des Andeutens begreift [...], die die Art und Weise nachvollzieht, in der jedes seiner… …Menschen in zoologischen Gärten, auf den Bühnen der Varietés und in den Hörsälen der Medizin um 1900. Ihm erscheint Kafkas Fremde als „eine, avant la lettre… …, postkoloniale Ethnographie“ (S. 316) – eine lohnende Richtung, in die auch Gerhard Neumann in seinen Ausführungen über „Kafka als Ethnologe“ weist (325–345)… …des heutigen Menschen im Diskurs-Ensemble seiner Kultur – am Text – zu erforschen, ist eine Herausforderung, der sich die Literatur- als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Burkhardt Lindner (Hg.): Benjamin-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung

    Eva Axer
    …längeren, vollendeten Arbeiten ausgegangen; eine Unterteilung in Haupt- und Nebentexte soll es nicht geben (vgl. S. X). Bislang weniger beachtete Arbeiten… …Benjamins finden daher Eingang in den Band. Das Handbuch solle aber nicht nur eine Einführung und die Bestandsaufnahme kanonisierter Forschung leisten… …, sondern ebenso eine Sammlung ambitionierter und innovativer Forschung sein (vgl. ebd.). Auf den ersten Blick scheint die Unterteilung des Buches in einen… …Ansprüche, die man an eine gelungene Einführung haben kann, werden hier erfüllt: Lebensbeschreibung im zeitgeschichtlichen Kontext, Überblick über die Quellen… …. Der Vorteil solchen Verzichts liegt darin, dass weder entlang der Biographie des Autors noch entlang einer bestimmten Thematik dem Handbuch eine Linie… …so der Dynamik verschiedener Interpretationen zu überlassen, scheint daher eine mögliche gelungene Antwort auf die Vielschichtigkeit seiner… …Leser leichter zu rezipieren sind als eine verschlungene Sammlung. An Benjamins Leben, genauer gesagt an seinen prägenden Beziehungen, orientiert sich das… …Benjamins Überlegungen zu einzelnen Autoren und ihren Werken. – Eine Vorstellung von seinem Verfahren der „philosophischen Kunstkritik“ (S. 475) muss der… …„Messianismus, Ästhetik, Politik“ zeigt sich die Abkehr von Lebensund Werkkonstruktionen, die eine Entwicklung Benjamins vom esoterischen Philosophen zum… …reproduziert als Sammlung von „Sprachphilosophie, literarischem und autobiographischem Schreiben“ eine kanonische Verknüpfung. Damit wurde die Chance vergeben…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Astrid Arndt: Ungeheure Größen: Malaparte - Céline - Benn. Wertungsprobleme in der deutschen, französischen und italienischen Literaturkritik

    Uwe Hebekus
    …nachgerade apriorisch gesicherten Schulterschlusses zwischen ‚hoher‘ Literatur einerseits, Demokratie andererseits ist eine Abwehrgeste gegenüber den soeben… …. Allerdings spricht sich in ihr eine Gewissheit aus, die sich bis auf unsere Tage als äußerst zählebig erwiesen hat. Nach wie vor gehört es zu den Ritualen… …unserer kulturellen Selbstverständigung, ästhetisches Gelingen und eine (sei es auch noch so geringfügige) Verwicklung in den politischen Totalitarismus… …andererseits zumindest in Teilen unleugbar in die Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts verstrickt haben. Insofern hätte Arndts Buch eine Metareflexion über den… …totalitaristischen Vergangenheit, eine Ausleuchtung gewisser ‚blind spots‘ dieses Umgangs werden können. Oder anders: Es hätte ein literaturwissenschaftlicher Beitrag… …„Inkompatibilitäts-Diktums“ besonders detailliert nachzeichnen lassen. Malaparte, der 1922 in den Partito Nazionale Fascista eintritt und Mussolini als eine Reinkarnation… …1933 durch Essays (etwa „Züchtung I“) und ebenso durch seine literaturpolitische Tätigkeit innerhalb der Preußischen Akademie der Künste in eine Phase… …antisemitisch kontaminierten Texten eine „‚ultraliterarische‘ Lektüre“ (S. 152) angedeihen ließ, um sie in ihrer „Polyphonie“ (Bachtin), in ihrem „imaginaire… …weise „die Besonderheit auf, dass die Frage der ästhetischen Qualität in der Rezeption eine geringere Rolle als bei den anderen Autoren gespielt“ habe (S… …Zusammenstoß mit der Realität der Epoche ein heftiges Ungenügen, eine tiefe Verstörung in ihm erzeugte und ihn in fatale Konsequenzen […] trieb (S. 233). Dies…
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