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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Mathias Herweg: Ludwigslied, De Heinrico, Annolied. Die deutschen Zeitdichtungen des frühen Mittelalters im Spiegel ihrer wissenschaftlichen Rezeption und Erforschung

    Brian Murdoch
    …größtenteils gelungene Arbeit bietet mehr als eine Zusammenfassung der jeweiligen Sekundärliteratur. Auf die Sackgassen und auf die (manchmal geradezu grotesken)… …Irrwege der Forschung wird zwar verwiesen wie auch auf verschiedene Aspekte, bei denen sich eine communis opinio nachweisen lässt; doch das alles könnte man… …ja etwas kürzer in einem Metzlerband finden. Da Herweg gerade jetzt eine Stagnation in der Forschung an den drei Texten registriert, sieht er nun die… …Schwerpunkten der Kritik bestimmt, doch es ist ebenso wichtig anzudeuten, wo die Forschungslücken sind. Eine weitere (und vielleicht wichtigere) Vorfrage wäre… …könnte eine Memorialfunktion die drei Werke zusammenbinden. In der Präsentation des „Ludwigsliedes“ wird selbstverständlich das Heilsgeschichtliche betont… …„Ludwigslied“ ist und bleibt eine Gedenkschrift de piae memoriae. Nach dem jähen Tod des Königs so kurz nach Saucourt kann man bestenfalls an einen… …dem „De Heinrico“ kann man sich einem zwîvel schwer entziehen. Auch hier lässt sich eine Memorialfunktion vermuten, die aber nicht bestimmt werden kann… …lange durch einen Lesefehler beinträchtigt (Z. 7 bringit her statt früher bruother); beim „Annolied“ fehlt überhaupt eine handschriftliche Überlieferung… …„genotypischen verwertbaren Zusammenhänge“ postuliert. Eine zukünftige Untersuchung der beiden Texte (also nicht „De Heinrico“!) „schüfe aber womöglich… …des „De Heinrico“. Stirling, Schottland Brian Murdoch 5 Eine neue Ausgabe des „Annoliedes“ mit vollständigem Text, den Anmerkungen von Opitz und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Alison I. Beach: Women as Scribes. Book Production and Monastic Reform in Twelfth-Century Bavaria

    Jürgen Wolf
    …gleiche Schicksal teilen eine Reihe weiterer Schreiberinnen, Buchbesitzerinnen, Leserinnen und Auftraggeberinnen aus den Klöstern Wessobrunn, Admont und… …. 25–31). Beach macht im beginnenden 12. Jahrhundert eine entscheidende Zäsur aus, die einerseits in einer stark ansteigenden Buchproduktion fassbar wird 3… …„nun-scribes“ von Wessobrunn (S. 32–64) gewidmet. Eine kurze Geschichte des Klosters Wessobrunn unter besonderer Berücksichtung der im 12. Jahrhundert schnell… …Wessobrunner Skriptorium erkennen, und zwar eine Arbeitsteilung, die sich über das Männer- und das Frauenkloster erstreckte: Man arbeitete gemeinsam an den… …eine gewichtige Rolle. Das Bildungsniveau scheint insgesamt sogar noch höher gewesen zu sein, wofür die Einflüsse der Hirsauer Reformation und die… …1152 und 1154 erstmals Frauen im Kloster nachweisbar. Im späteren 12. Jahrhundert übte das Kloster eine große Anziehungskraft auf Frauen aus. Bücher… …gezeichnete „Introduction“ (S. 1–31) und die „Conclusion“ (S. 128–134) zusammen, verfügt man über eine durch die wertvollen Detailstudien zum exemplarischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Rüdiger Schnell: Sexualität und Emotionalität in der vormodernen Ehe

    Ingrid Kasten
    …Norbert Elias, nach welcher der Prozess der Zivilisation durch eine entscheidende Zäsur im späten Mittelalter markiert wird, die eine zunehmende… …eine mögliche „Schnittstelle zwischen prädiskursiven Positionen und diskursiv erzeugten Auffassungen“ (S. 6) verraten. Dabei versucht Schnell… …erklärtermaßen, zwischen ‚Essentialismus‘ und ‚Konstruktivismus‘ einen mittleren Weg einzuschlagen. In einem ersten Kapitel erfolgt eine die einleitenden… …. Schnell betont vielmehr selbst die Vagheit seiner Begrifflichkeit, indem er mit Blick auf den Terminus Emotionalität erklärt: „Eine Differenzierung von… …demnach das Gesamtbild, das ein Text, ein Autor, eine Institution oder eine wissenschaftliche Disziplin vom sexuellen Begehren bzw. Tun eines Menschen bzw… …wiederum auf die Person des zweiten Mannes, der der sexuell unbefriedigten Frau zugestanden wird“ (S. 220). „Es scheint dem Menschen eine prädiskursive Macht… …dieser Kategorien von denen der Moderne unterschieden. Die These, dass die Relationen von sex und gender sich in der Vormoderne durch eine Pluralität… …. Dabei ist es ihm durchaus klar, dass die Literatur eine andere, in mancher Hinsicht sogar reichhaltigere Fundgrube für dieses Problemfeld bietet. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Susanne Köbele: Frauenlobs Lieder. Parameter einer literarhistorischen Standortbestimmung

    Gert Hübner
    …der poetischen Verfahrensweisen nichts Geringeres als eine Überschreitung der ‚Substanzenontologie‘ – der Ordnung der Welt in Dinge und Eigenschaften… …, die die Metapher als Vergleich versteht. Profiliert wird dagegen eine der Metapher „auch mittelalterlich eigene Komplexität“; „aus der unbestimmten… …Referenz“ beziehe sie „ihre paradoxe Qualität“ (S. 142). Eine ideengeschichtliche Verortung ermöglicht die „geistige Kontinentalverschiebung“ (S. 19) infolge… …führt zu der Einschätzung, für Lied-, Leich- und Spruchdichtung sei „eine hypothetische Autoridentität beschreibbar zu machen“ (S. 34). Die sieben in die… …Göttinger Ausgabe aufgenommenen Minnelieder ergeben „eine Art ‚Werkganzes‘“ (S. 38), das an einem autorspezifischen Sprachgebrauch samt Sinnangebot teilhat… …einen säkularen oder transzendenten Heilssinn“ (S. 81) entscheidet. Wie im Marienleich werden beide Referenzsysteme so aufgerufen, dass sich eine… …Naturmetaphern an und besetzt es um, indem er sich Konrads Liedmodell entzieht: An die Stelle des generalisierten, unproblematischen Freudekonzepts tritt eine dem… …unkenntlich wird“ (S. 178): Ein „vom religiösen Paradox aus transformierter, ins Ich verlegter und von dort aus auf eine neue Reflexionsstufe gehobener… …von Lied 1. Wie das Ich und seine Verfasstheit auf eine vielschichtige Weise zur Sprache kommen und wie die Innenweltdarstellung eine die… …Minnesangtraditionen. Referiert Frauenlob wirklich auf das Liedschema Neifens, statt eine (belegbare) Verfahrensweise des östlichen Minnesangs – mit Naturmetaphern auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Thomas Bohn: Gräfin Mechthild von Sayn (1200/03-1285). Eine Studie zur rheinischen Geschichte und Kultur

    Helmut Tervooren
    …Buchbesprechungen Thomas Bohn, Gräfin Mechthild von Sayn (1200/03–1285). Eine Studie zur rheinischen Geschichte und Kultur, Böhlau, Köln, Weimar… …Forschung wichtig sind. Auf diese werde ich im Folgendem kurz eingehen. Eine erste allgemeine Bemerkung zu Bohns Dissertation: Es ist eine ausgesprochen… …tun? Bohn behandelt Werk und Lebensspuren auf fast fünf Seiten und überlegt dabei u.a. ob sein Vorname auf eine Taufe in der Cyriacuskapelle des Bonner… …Rolle des Sayner Hauses in der Gönnergeschichte? Eine Biographie Mechthilds o.a.? Bohn verwendet bei seinen literaturgeschichtlichen Ausführungen die… …, die erst im 19. Jahrhundert in einem völlig anderen Diskurs aufkamen. Historische Landschaften kann man so nicht fassen. Eine Kartierung der… …höfischen Literatur. Als eine Art Vorspiel notiert er breit Heinrich von Veldeke und die ‚Klever Hochzeit‘, die zwei Generationen zurückliegt. Mechthild ist… …bis nach Thüringen eine literarische Infrastruktur vorhanden war und Mitglieder verschwägerter oder verschwisterter Dynastien literarische Interessen… …nicht in einen höfischen Diskurs, und er schreibt Latein. Ihn über eine Anekdote, die Caesarius’ Kenntnis des Artusstoffes bezeugt, in einen Kontext… …nicht zweifelsfrei erwiesen gilt, hängt alles am Namen und der Identifizierung. Dass Bohn wie schon Wissenschaftler vor ihm in Ofterdingen eine… …„Wartburgkrieges“ stammen könnte, liegt bei seinem Anliegen nahe. Zur Untermauerung der These trägt er auch eine Menge neuen archivalischen Materials zusammen. Aber…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Christian Kiening: Zwischen Körper und Schrift. Texte vor dem Zeitalter der Literatur

    Hartmut Bleumer
    …Arbeiten von Christian Kiening sind auf eine höchst eigentümliche Weise erfolgreich: Sie erfreuen sich stets einer sehr großen Aufmerksamkeit und gehen… …: Sie zeichnen sich durch ein spezifisches Bemühen um eine Art intellektuelle Reinheit aus und sie importieren mit einer ungewöhnlichen Geschwindigkeit… …es nach der Überarbeitung mit leichter Kost zu tun. Kiening bietet eine Einführung in einem anderen Sinne. Fast möchte man sagen: eine… …Ordnung, der zufolge auf unterschiedliche Weise die in der Einleitung umrissenen Grundfragen verfolgt werden, zugleich haben die Aufsätze aber auch eine… …mittelalterlichen Texten einfordert. Programmatisch sind diese Forderungen in der Einleitung angelegt, wobei es sich um eine erweiterte Fassung von Kienings… …besteht in einem „multiperspektivische[n] Vorgehen“ (S. 29), das sich im Wesentlichen um eine im weitesten Sinne dekonstruierende Lektürepraxis dreht, die… …gehe darum, „das Feld klarer abzustecken, auf dem sich vorhandene und künftige Ansätze begegnen können“ (S. 39). Gefordert wird dazu eine anthropologisch… …erweiterte, historisch-kulturelle Semantik. Damit verbindet sich die Forderung, dass eine anthropologisch orientierte Texthermeneutik „aufgrund der… …zwei im Titel angezeigten Begriffen, deren Spannung eine semantische Differenz erzeugt. Am Beispiel des Apolloniusromans Heinrichs von Neustadt wird… …Sektion auf die Bahn zu kommen. Es folgen zwei bekannte Beiträge: unter dem Titel „Ansätze literarischer Theoriebildung“ eine auf die literarhistorisch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Rudolph Agricola: Letters. Edited and translated, with Notes by Adrie van der Laan, Fokke Akkerman

    Franz Josef Worstbrock
    …englischen Übersetzung vorzulegen. Freilich sind nach der Recherche der Herausgeber nur 51 Briefe von ihm und vier an ihn überkommen, eine vergleichsweise… …enge Freunde Agricolas, die Brüder Dietrich und Johann von Pleningen, zurück. Sie ließen in den frühen 1490er Jahren eine Handschrift der meist noch… …genannten Stuttgarter Agricola-Codex als „einer bisher kaum benützten Ergänzung“ 20 bis dahin unbekannte Briefe heraus. 1 Eine erste eingehende Heuristik… …Korrespondenz, beantwortet eine Stellungnahme de vniuersali, singulari et uno, die Agricola von Phaselus erbeten hatte (S, fol. 190Ar –190Bv). Die unnötige Lücke… …ist umso bedauerlicher, als dieser bisher kaum beachtete Briefwechsel weiterhin übersehen werden könnte. Er behandelt eine Thematik, zu der Agricola ein… …. 313–327, hier S. 318. 475 Buchbesprechungen z.T. umfangreichen Autographen Agricolas vielleicht eine Rekonstruktion seines orthographischen Usus erlauben… …variants“ dagegen in eine Liste ganz am Ende des Bandes (noch hinter den Bibliographien, Registern und Indices) zu verweisen. Sie behinderten damit den… …eine Anzahl prosopographischer Skizzen, ist kein thematischer Kommentar, der auf die Teilhabe der Briefe an zeitgenössischen Diskursen einginge, sondern… …Ausgabe zählt ihre vielseitige Einleitung. Sie bietet neben kurzer Erläuterung der Editionsgrundsätze nicht nur eine gründliche Beschreibung der insgesamt… …32 zugezogenen Textzeugen, sondern, nach einer knappen Vita des Autors und einer biographischen Revue seiner Korrespondenz, auch eine zusammenfassende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Bibliographie der deutschen Übersetzung niederländischer Literatur (Mittelalter bis 1830)

    …entsteht in einer Zusammenarbeit der FU Berlin mit der Universität Leipzig eine Bibliographie der älteren niederländischen Literatur in deutscher Übersetzung… …Herbert van Uffelen um die früheren Perioden ergänzt. Geplant ist nach Abschluss der Arbeit sowohl eine Veröffentlichung in Druck als auch eine über das… …aus dem großen Bereich der Artesliteratur Berücksichtigung finden. Ziel des Projektes ist eine möglichst vollständige Erfassung aller bis dato…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2006

    Liste eingesandter Bücher

    …, Carmen: Wortbildungswandel und Produktivität. Eine empirische Studie zur nominalen –er-Derivation im Deutschen, Niemeyer, Tübingen, 2005 (Linguistische…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2006

    Inhaltsverzeichnis

    …. Zeitwahrnehmung und Ich- Dissoziation in Thomas Bernhards früher Prosa .............. 248 Jens Loescher: Ein neues Feld, ein alter Habitus und eine Erfindung… …fotomechanischen oder eines anderen Verfahrens sowie das Recht zur Lizenzvergabe. Dem Autor verbleibt das Recht, nach Ablauf eines Jahres eine einfache…
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