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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Interdisziplinäre Beweglichkeit - wie weit reicht sie?

    Michael Curschmann
    …DISKUSSION INTERDISZIPLINÄRE BEWEGLICHKEIT – WIE WEIT REICHT SIE? von Michael C u r s c h m a n n , Princeton/NJ Beweglichkeit der Bilder. Text und… …den Prioritäten auch der Altgermanistik 1 und hat mit dem Seitenblick auf die gegenwärtige Medienkultur unlängst noch weiter an Prominenz gewonnen. In… …gelten einem opulent ausgestatteten Band, der das Ergebnis einer Arbeitstagung von Altgermanisten vorstellt, die im Sommer 1998 in Berlin stattfand. Ihr… …Ziel war es, „im Übergang zu einem ikonisch bestimmten Zeitalter“ und im Zeichen der „zunehmende[n] Öffnung der Fächergrenzen […] das Zusammenwirken von… …Text und Bild an einem repräsentativen und zugleich überschaubaren Arbeitsfeld zu untersuchen“. Im Sinn „einer ganzheitlichen Wahrnehmung der Quellen“… …sollen die Literarhistoriker die ‚Zuständigkeit‘ und Aufgaben der Kunsthistoriker mit übernehmen (S. 1), und das Ergebnis sind neben der methodisch… …Zerclaere). Claudia Brinker-von der Heyde: Der „W. G.“ des TvZ: eine (Vor-)Bildgeschichte, S. 9– 32; Norbert H. Ott: Mise en page. Zur ikonischen Struktur der… …Illustrationen von Thomasins „W.m G.“, S. 33–64; Karin Lerchner: Narration im Bild. Szenische Elemente im Bildprogramm des „W.n G.s“, S. 65–81; Horst Wenzel: Der… …Dichter und der Bote. Zu den Illustrationen der Vorrede in den Bilderhandschriften des „W.n G.s“ von TvZ, S. 82–103; Heiko Wandhoff: bilde und schrift… …: Das Mittelalter und die Germanisten. Zur neueren Methodengeschichte der germanischen Philologie, Freiburger Colloquium 1997, hg. v. Eckart Conrad Lutz…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Über den Aufschlusswert älterer deutscher Wörterbücher für die historische Wortbildungslehre

    Johannes Erben
    …MISZELLE ÜBER DEN AUFSCHLUSSWERT ÄLTERER DEUTSCHER WÖRTERBÜCHER FÜR DIE HISTORISCHE WORTBILDUNGSLEHRE von Johannes E r b e n , Bonn Jeder, der am… …einzuschätzen sind, besonders im Zusammenhang mit Fragen der Wortbildung und des Wortgebrauchs. Im Übrigen bietet schon das Vorwort J. Grimms zum „Deutschen… …wenn Adelung die Schrift- und Gesellschaftssprache der oberen Klassen insbesondere der südlichen Chursächsischen Lande in einer Art Leitfunktion sieht… …Wortableitungen bzw. -zusammensetzungen als Möglichkeiten der Wortbildung zusammenzustellen“, dass er „Ableitungs- und Verdoppelungskunst vor allem von ihrer… …formalen Seite faßt, dagegen der Bedeutungsfunktion der Wortbildungselemente nur wenig Beachtung schenkt [...].“ 4 Er war „bestrebt, Wörter als Vokabeln zu… …andererseits als erster „in einzelnen Fällen heute übliche Wörter.“ 7 Es ist offenbar durchaus auch mit der Tatsache zu rechnen, dass Wörterbücher durch ihre… …Verbindung mit Schule und Alltag „bisweilen von Spracherscheinungen Zeugnis geben, die in der zeitgenössischen Literatursprache noch nicht hervortreten.“ 8 Für… …Ebd., Sp. XXIII. 4 Gerhard Ising: Die Erfassung der deutschen Sprache des ausgehenden 17. Jhs. in den Wörterbüchern M. Kramers und K. Stielers, Berlin… …: Zur Geschichte der deutschen Kollektiva, in: Sprache – Schlüssel zur Welt. FS Leo Weisgerber, hg. v. Helmut Gipper, Düsseldorf 1959, S. 227. 105… …angeht, so darf er nach wie vor „als der einflußreichste und produktivste Lexikograph (und Grammatiker) des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts gelten“ 9…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Stephan Elspaß, Sprachgeschichte von unten. Untersuchungen zum geschriebenen Alltagsdeutsch im 19. Jahrhundert, Max Niemeyer, Tübingen 2005 (Reihe Germanistische Linguistik 263), X und 557 Seiten

    Jan Seifert
    …, Tübingen 2005 (Reihe Germanistische Linguistik 263), X und 557 Seiten Der Anspruch des vorzustellenden Buches, einer im Jahr 2003 an der Universität Münster… …angenommen Habilitationsschrift, ist kein geringerer als die Begründung eines Paradigmenwechsels in der Sprachgeschichtsschreibung – der Verfasser wirbt „für… …auf die Füße zu stellen“ (S. 473). Teil I skizziert das Programm: Während die traditionelle Sprachgeschichtsschreibung „von oben“ bislang primär an der… …gesellschaftlichen Schichten, vernachlässigt hat, will Elspaß „Grundformen, Varianten und Entwicklungstendenzen in der neuhochdeutschen Alltagssprache“ unterhalb der… …vermeintlich einheitlichen Schriftsprache beschreiben (S. 20). Damit verbunden ist das Ziel einer Rekonstruktion der Schreibprozesse und Sprachkonflikte vor dem… …vorliegenden Studien zu beziehen sind. Das Korpus, das der Untersuchung zugrunde liegt (vgl. Teil III), besteht aus 648 Texten von 273 Verfassern; es umfasst… …insgesamt ca. 375.000 Wortformen (S. 67 ff.). Ein Teil der Texte lag bereits in edierter Form vor, andere wurden vom Verfasser nach editorischen Standards… …buchstabengetreu transkribiert. Dass hier größtmögliche Authentizität gewahrt wurde, erlaubt einen hochinteressanten Einblick in Selbstkorrekturen der Briefautoren… …, die wiederum Aufschluss über Normenkonflikte usw. bieten (z.B. S. 316: Korrektur der Verbzweitstellung; S. 441: Streichung eines finalen Dentals). Bei… …der Auswahl wurde eine breite Streuung hinsichtlich der regionalen Herkunft der Briefautoren angestrebt, zeitlich erstreckt sich das…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Simone Mengis: Schreibende Frauen um 1500. Scriptorium und Bibliothek des Dominikanerinnenklosters St. Katharina St. Gallen, De Gruyter, Berlin, Boston 2013

    Christian Seebald
    …Gruyter, Berlin, Boston 2013 (Scrinium Friburgense 28; Dissertation Universität Basel), 399 S. Simone Mengis’ Basler Dissertation von 2006, die jetzt in der… …Reihe Scrinium Friburgense erschienen ist, lässt sich einer Reihe von neueren Forschungsarbeiten an die Seite stellen, die dem Phänomen der Schriftkultur… …letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt haben. Für den Bereich der süddeutschen Dominikanerinnenkonvente des 15. Jahrhunderts und den Aspekt der… …Bibliotheksgeschichte und Handschriftenproduktion, der das Zentrum von Simone Mengis’ Fragestellung bildet, sei nur auf einige jüngste Untersuchungen und Monographien von… …für die jeweils untersuchten Konvente recht unterschiedliche Voraussetzungen und Konditionen anzusetzen sind, was etwa die Geschichte der einzelnen… …Häuser, ihre rechtliche Verbindung zum Predigerorden, die Integration in städtische Kommunitäten, was den sozialen Status, die Herkunft und Bildung der… …Konventualinnen, die ökonomische Situation der Gemeinschaften sowie den Einfluss des dominikanischen Reformdiskurses des 15. Jahrhunderts, schließlich was die Größe… …und den Umfang der Konventsbibliotheken und vor allem auch die Existenz und den Aussagegehalt einschlägiger Quellen anbelangt, so entsteht doch nach und… …nach ein zunehmend dichteres Bild vom literarischen, kulturellen und spirituellen Leben weiblicher monastischer Kommunitäten an der Wende vom 15. zum 16… …. Jahrhundert und mithin in einer Periode epochaler medialer Verschiebungen im ,Zeitalter vor der Refor- 1 Johanna Thali: Beten – Schreiben – Lesen. Literarisches…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Disteljäten. Zu Wolframs "Willehalm" 98,18 f.

    Christoph Gerhardt, Ralf Plate
    …MISZELLE DISTELJÄTEN Zu Wolframs „Willehalm“ 98,18 f. von Christoph G e r h a r d t , Ralf P l a t e , Trier Bernhard Schnell zum 65. Geburtstag Der… …eigenwillige Sprach-, Denk- und Erzählstil Wolframs, der durch syntaktisch und lexikalisch ‚krummes Deutsch‘ („Willehalm“ 237,11), ausgefallene Bildlichkeit und… …, die selbst gute Kenner ratlos lassen oder sogar zu krassen Fehldeutungen verleiten können. Dies gilt insbesondere für den „Willehalm“ 1 , der lange… …hinter dem „Parzival“ zurückstand in der Aufmerksamkeit der Forschung, seit den 1960er Jahren aber Gegenstand intensiver editorischer, kommentierender und… …übersetzerischer Bemühungen um Text und Textverständnis geworden ist. Eine prominente Stelle, von der sich Herausgeber, Übersetzer und Interpreten immer wieder… …befragen (auch gegen Festlegungen durch Herausgeberinterpunktion) und die narrative Funktion der betreffenden Stelle zu bedenken; ferner aber auch, wie sich… …., in der eine wichtige Figur in einem paradox erscheinenden Vergleich charakterisiert wird, scheint uns in diesem Sinne ebenfalls näherer Betrachtung… …die gefallenen Helden (93,9 ff.), und beide stellen Überlegungen zur Verteidigung der Stadt an (94,19 f.), deren Belagerung jetzt beginnt: Nû 1 Vgl… …„Willehalm“ 377,4ff., in: ZfdPh 121, 2002, S. 424–432. Zur bislang üblichen Auffassung der Stelle vgl. die maßgebliche Wolfram- Gesamtdarstellung: Joachim Bumke… …Orange auf (97,11ff.). Von der fünften heißt es (98,11–24) 3 : der pflac der künec Halzebier. noch mêr ist ir benennet mier; Amîs und Kordeiz, und der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Arthur Groos, Romancing the Grail. Genre, Science and Quest in Wolframs' Parzival, Ithaca 1995.

    John M. Clifton-Everest
    …Mikhail Bahktins Überlegungen zum Parzival. Der russische Theoretiker, des Französischen beinahe unkundig, war bei der Suche nach mittelalterlichen… …gefunden zu haben. Der repräsentative höfische romancier, Chrétien oder Hartmann z. B., schreibe nach Bahktin nur monoglossal: den unveränderlichen… …eine heteroglossale Erzählung: der Dichter erziele seine subtilen Effekte durch eine Vielfalt von ineinanderverschlungenen Erwartungen bezüglich Genre… …, der zu den Romanen eines Tolstois führe. Der Amerikaner Groos, der sich in den letzten Jahrzehnten mit seinen Studien besonders über die religiösen… …Auswirkungen. Es liegt in der Natur einer solchen Zielsetzung, daß vordergründig keine integrierte und lineare Interpretation des Werkes angestrebt wird. Das… …, eine erstaunliche Integrierung gerade in dieser Vielfalt zum Vorschein tritt. Groos macht z. B. deutlich, wie die drei in der Argumentation des Werkes… …in den frühen von ihm behandelten Episoden (Begegnung mit den Rittern in Soltane, Rittermachung durch Artus, Unterlassene Frage auf der Gralsburg)… …bedient sich Groos eines detaillierten Vergleiches mit den entsprechenden Passagen in der Quelle, Chrétiens, Contes di graal. Aus dieser fruchtbaren… …Gegenüberstellung gelingt es ihm zu zeigen, wie sehr es Wolfram um jene Vorstellung vom Urtyp der Sünde ging, der das mittelalterliche Denken prägte: das Verwechseln… …schon im vergötternden Kniefall Parzivals vor Karnahkarnanz deutlich erkennbar, daß sich die Anbetung auf das Ritterliche bezieht. Der daraus entstehende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch, hg., übers. und komm. v. Elisabeth Lienert, Reclam, Stuttgart 2007 (RUB 18508), 671 Seiten

    Jan Cölln
    …2007 (RUB 18508), 671 Seiten Zum Wiederbeginn volkssprachiger Literatur im 12. Jahrhundert spielen Alexanderdichtungen eine wesentliche Rolle bei der… …zu erzählgeschichtlich bedeutenden Zeugnissen der deutschen Literatur. Über den Autor der ältesten Alexanderdichtung wissen wir so gut wie nichts… …, außer, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach derselbe geistliche Gelehrte ist, der im Moselfränkischen auch eine Tobiasdichtung verfasst hat. Seinen… …„Alexander“ besitzen wir nicht, aber drei nach dem Aufbewahrungsort der Handschriften benannte, in Wortlaut und Textbestand stark differierende Fassungen, die… …Werken sprechen muss. Die Autorangabe Pfaffe Lambrecht für beide hier edierten Texte, den „Vorauer Alexander“ – die Fassung, die der Dichtung des Autors am… …Glück, dass beide Werke von einer in der Editionspraxis anerkanntermaßen erfahrenen Expertin nun erstmals im verdienstvollen Format der zweisprachigen… …Alexander“: S. 53–153; „Straßburger Alexander“: S. 155–553). Sie gibt in der umfangreichen „Einführung“ (S. 7–52; zur „Textgestalt“ bes. S. 33–51), in einem… …Schriftlichkeit im hohen Mittelalter, 2. Aufl., Tübingen 1994 (Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit, hg. v. Joachim… …ausführlich und nachvollziehbar Auskunft. Die Übersetzung ist textnah und soll zum Verständnis der sprachlich zum Teil nicht ganz einfachen mittelhochdeutschen… …Werke hinführen, bleibt aber dennoch auch lesbar für Interessenten, die des Mittelhochdeutschen (noch) nicht mächtig sind. Der Stellenkommentar stellt dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2002

    Sprache, Musik und Rhythmus

    Nietzsche über die Ursprünge von Literatur, 1869-1879
    Christian J. Emden
    …im Bereich der klassischen Philologie haben in der literaturwissenschaftlichen Interpretation – vor allem hinsichtlich seiner Tragödientheorie – bisher… …eine weitgehend untergeordnete Rolle gespielt. Dennoch lassen gerade bspw. seine Vorlesungsreihen zur „Encyclopaedie der klassischen Philologie“ (1871)… …und zur „Geschichte der griechischen Litteratur“ (1874/75) sowie seine Studien zur Rhythmik von 1870/71 weitreichende Rückschlüsse auf Nietzsches… …Verständnis der griechischen Antike zu. Hierbei geht es jedoch nicht um Fragen einer philosophischen Ästhetik, sondern um eine anthropologische Perspektive, die… …den Ursprung literarischer Formen in der Antike in den Zusammenhang von Mündlichkeit, Rhythmik und Ritual stellt. Until very recently, Nietzsche’s… …, his lecture-series, such as “Encyclopaedie der klassischen Philologie” (1871) and “Geschichte der griechischen Litteratur” (1874/75), as well as his… …orality, rhythm and ritual. I. R.J. Hollingdale, sicherlich einer der einflussreichsten Nietzsche-Interpreten, hat einmal mit Nachdruck darauf hingewiesen… …, dass eine detaillierte Untersuchung von Nietzsches Arbeiten im Bereich der klassischen Philologie kaum Wesentliches zutage fördern würde. Nietzsche, so… …für die kritische Durchsicht früherer Versionen. Die Arbeit wurde durch einen Forschungszuschuss des Humanities Research Board der British Academy… …Vorlesungsmanuskripte, Aufsatzfragmente und Notizbücher als Student in Bonn und Leipzig von 1864 bis 1868 und als Professor an der Universität Basel und am dortigen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    Schizophrenie oder Melancholie? Zur problematischen Differentialdiagnostik in Georg B?chners ?Lenz?.

    Harald Schmidt
    …Büchners „Lenz“ gilt gemeinhin als geniale literarische Antizipation der erst von der modernen Psychiatrie abgegrenzten Schizophrenie. Der Rekurs auf den… …: die „Melancholie“. An zwei charakteristischen Symptomkomplexen der Erzählung, dem Versündigungs- und dem Verneinungswahn, zeigt der Beitrag die… …gilt, fast unisono, als geniale literarische Antizipation der bekanntlich erst 1896 bzw. 1908 nosologisch abgegrenzten Schizophrenie, genauer, einer… …ihrer Varianten, der Katatonie. Diese eindeutige diagnostische Zuschreibung, der die meisten Büchnerphilologen gefolgt sind, entstammt einer frühen… …Festlegung der literaturgeschichtlich interessierten Psychiatrie. Nachdem Rudolf Weichbrodts materialreiche Lenz-Pathographie 2 aus dem Jahre 1921 bei dem… …historischen Stürmer und Dränger die katatonische Spielart der Schizophrenie konstatiert hatte, ohne die poetische Wiederbelebung des „Falls“ bei Büchner zu… …aktualisierte Überlegungen aus dem Einleitungsteil meiner Dissertation: Melancholie und Landschaft. Die psychotische und ästhetische Struktur der… …Naturschilderungen in Georg Büchners „Lenz“, Opladen 1994. 2 Rudolf Weichbrodt: Der Dichter Lenz. Eine Pathographie, in: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten… …62, 1921, S. 153-187. 516 Schizophrenie oder Melancholie? sechziger Jahren Manfred in der Beeck und Gerhard Irle auch für die literarische Figur… …Büchners die Schizophreniediagnose. 3 Diese Festschreibung erscheint freilich aus mehreren Gründen fragwürdig – abgesehen von der der Antizipationsthese…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2013

    Dietmar Goltschnigg, Hartmut Steinecke (Hg.): Heine und die Nachwelt. Geschichte seiner Wirkung in den deutschsprachigen Ländern. Texte und Kontexte

    Ritchie Robertson
    …Leistung vollendet – der Versuch, die Geschichte von Heines Wirkung in den deutschsprachigen Ländern kontinuierlich zu entfalten und anhand von zahlreichen… …Dieter Brinkmann, Franz Mon, Günter Kunert, Wolf Biermann, Robert Gernhardt, Harald Gerlach und Peter Hacks stammen. Einige der lesenswertesten Beiträge… …vorgeht, um die Zäsur, die die Wiedervereinigung Deutschlands auch in der Geschichte der Heine-Rezeption markiert, in den Mittelpunkt zu stellen, lassen… …sich verschiedene Stränge der Rezeption unterscheiden. Da ist zunächst die wissenschaftliche Beschäftigung mit Heine. Ein Großteil der Einleitung besteht… …aus einem notwendigerweise sehr selektiven Forschungsbericht, wobei die anerkannten und tonangebenden Hauptleistungen der Forschung, besonders solche… …, die eine Resonanz jenseits der Universität finden, im Vordergrund stehen. Versuche, eine Zwischenbilanz der Forschung zu ziehen, rücken dabei besonders… …„der am häufigsten in deutschsprachigen Dissertationen behandelte Autor“ (91). Ob er diesen Rang beibehalten hat, wird nicht mitgeteilt. Wie Jeffrey… …Sammons wiederholt moniert hat, besteht allerdings bei der Kanonisierung Heines die Gefahr, dass das ehemalige Streitobjekt jetzt – wie schon in der DDR… …Berkeley bis Peking werden vermerkt. Nur in den Nachbarländern Österreich und der Schweiz hat sich wenig Interesse für Heine gezeigt, wobei die 2006 von… …1956 anlässlich der Weimarer Heine-Konferenz vorgeschlagene Projekt einer gesamtdeutschen Heine-Ausgabe fand auf westdeutscher Seite geringe Resonanz und…
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