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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Christa Bertelsmeier-Kierst: Kommunikation und Herrschaft. Zum volkssprachlichen Verschriftlichungsprozeß des Rechts im 13. Jahrhundert, Hirzel Verlag, Stuttgart 2008 (ZfdA, Beiheft 9), 250 Seiten

    Ursula Schulze
    …lateinischer wie auch in deutscher Sprache – stark zunimmt, ist eine bekannte Tatsache. Im Bereich des Rechts handelt es sich um eine Veränderung in zweifacher… …Urkunden ist irritierend, dass sie nicht mit dem konventionalisierten, handbuchmäßigen Begriff für die Textsorte operiert, sondern – ohne eine andere… …Überlieferungsbefund, auf den sich eine heutige Beurteilung der Genese gründen sollte. Ob sie dazu noch einmal Eckhardts Modell reproduzieren müsste, ist allerdings die… …Vermittlungsprozess des „Sachsenspiegels“ heran. Ich zögere, das als eine qualitative Veränderung des Rechts zu bewerten, die sich im Verschriftlichungsprozess ergibt… …gründen sich primär auf schriftliche Traditionszusammenhänge. Es handelt sich um „semi-offizielle Rechtsaufzeichnungen“, eine Vorform des gesetzten Rechts… …. Jahrhundert eine Übersicht geben; hinzu kommen Literaturhinweise. Die inhaltlichen Angaben bleiben knapp; bei den Urbaren sind sie kaum aussagekräftig; bei den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Sangspruchdichtung. Gattungskonstitution und Gattungsinterferenzen im europäischen Kontext. Internationales Symposium Würzburg, 15.-18. Februar 2006, hg. v. Dorothea Klein zusammen mit Trude Ehlert u. Elisabeth Schmid, Niemeyer, Tübingen 2007, XIX und 406 Seiten.

    Manuel Braun
    …der vorliegende Band dokumentiert, feiert die (vorläufige) Fertigstellung des „Repertoriums der Sangsprüche und Meisterlieder“, 1 das eine der großen… …Material ist damit auf mustergültige Weise erschlossen. Damit es nun auch wirklich genutzt wird, bedarf es der wissenschaftlichen Neugier auf eine Gattung… …waren: erstens eine gattungsgenetische bzw. gattungssystematische, zweitens eine komparatistische. Erstere schlägt vor, die Spruchdichtung als eine… …eine regional vergleichende Gattungsgeschichte lernen kann, aber eben nichts über die deutsche Spruchdichtung. Entsprechend hätte dieses negative… …im süddeutschen Raum entstanden ist. Sie enthält eine Abteilung dictamina, deren Töne auf volkssprachige Autoren wie „Frauenlob, Regenbogen, Marner… …, Boppe, Rumelant, Meißner und Brennenberg“ (S. 79) zurückgehen. Für sie vermutet Kühne eine um 1300 entstandene Vorlage und schreibt ihr die Funktion eines… …Archivs zu, das „eine Spezialität lateinischer Lyrik möglichst umfassend dokumentiert, nämlich Strophen, die in programmatischer Nachfolge der deutschen… …, beobachtet Kühne eine Konzentration auf solche Themen, die für die Lebensführung von Klerikern von Interesse sind, während die Minne außen vor bleibt. So zeigt… …die Studie, wie die deutsche Spruchtradition ihren Weg in die lateinische Gelehrtenwelt finden konnte – eine aufschlussreiche Ergänzung der üblichen… …die Lieder damit reimintensiver sind als in der Sangspruchdichtung – eine willkommene Bestätigung jener Thesen, die dem Minnesang des 13. Jahrhunderts…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Andreas Nievergelt: Die Glossierung der Handschrift Clm 18547b. Ein Beitrag zur Funktionalität der mittelalterlichen Griffelglossierung, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2007. (Germanistische Bibliothek 28), 968 Seiten, Abbildungen im Text und auf 12 Tafeln im Anhang

    Birgit Meineke
    …erschöpfende Überlegungen zur Handunterscheidung bei Federglossen und Griffelglossen angestellt werden und eine Unterscheidung von Eintragungstypen weiter… …Griffelglossen stellen, hat E. Glaser eine Reihe grundlegender Arbeiten veröffentlicht, in denen für das ganze Forschungsgebiet der Griffelglossen theoretische und… …Würdigung erfährt. (S. 64f.) In Punkt 3.3 „Wesen und Erscheinung einer Griffeleintragung auf Pergament. Eine physikalische Charakterisierung“ werden die… …intendierten plastischen Gestaltens. Sie stellen immer auch eine Abbildung der Hand- und Instrumenthaltung dar. Deshalb haben die Querschnittprofile ihrer… …. (S. 89f.) Zu Kapitel 4. Eine genaue Beschreibung des Codex Clm 18547b, der sich aus drei einzelnen Handschriften zusammensetzt, wird für den ersten… …Teil des Codex nach Feststellung von 18 Schreibern durch eine Übersicht über die Verteilung der Schreiberhände ergänzt (S. 115– 118). Die ermittelten… …eine Edition aller ermittelten althochdeutschen und lateinischen Griffel- und Farbstiftglossen, zweitens eine Edition der althochdeutschen Federglossen… …ergänzenden Kommentierung bedürfen. Auf der Basis dieser beiden Editionen wird drittens eine Edition des gesamten Glossenbestandes in tabellarischer Form… …Handschriftenlesesaal der Bayerischen Staatsbibliothek München ab 2002 eine schwache Taschenlampe [!], deren Lichtkegel sich im Durchmesser variieren ließ: „Auf der… …Qualitätsminderung der Glosseneinträge und verschiedener Störungen, die eine Erkennbarkeit der Griffelglossen beeinträchtigen (S. 147), nimmt der Autor acht [!]…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Hermann Paul: Mittelhochdeutsche Grammatik. 25. Auflage, neu bearbeitet von Thomas Klein, Hans-Jürgen Solms, Klaus-Peter Wegera. Mit einer Syntax von Ingeborg Schröbler, neu bearbeitet und erweitert von Heinz-Peter Prell, Max Niemeyer, Tübingen 2007 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte A. Hauptreihe 2), XX und 618 Seiten

    Ursula Götz
    …als einer tendenziell „überlandschaftlichen Einheitssprache“ (24. Aufl. § 9) festhielt, betont die Neubearbeitung ganz ausdrücklich, „dass es eine… …Argumenten auseinander, die man für eine mhd. Einheitssprache angeführt hat, und macht deutlich, dass sich aus dem „Verzicht auf das mdal. Trennende, die… …tendenzielle Beschränkung auf neutrale Reime“ allenfalls eine „Einheitlichkeit des kleinsten gemeinsamen Nenners“ ergibt (§ E 9). Die „höfische Dichtersprache“… …. Auch die Beschreibungssprache erfährt durch kleinere Eingriffe eine gewisse Modernisierung. Die Kennzeichnung der objektsprachlichen Einheiten wird an… …Verhältnisse eine entsprechende Differenzierung noch dringender erforderlich. Neu ist die Übersicht über die häufiger auftretenden Zeichen der Lautschrift (§ L… …. Durch die chronologische Anordnung wird schnell deutlich, dass hier eine Vielzahl neuerer Publikationen ergänzt wurde. Die Berücksichtigung neuer… …Veränderungen. Eine davon, auf die sowohl auf dem Buchumschlag als auch im Vorwort ausdrücklich hingewiesen wird, ist die „gründlich[e]“ Revision (S. VI) der… …. Stamm- 474 Buchbesprechungen klassen gegliederte Darstellung um eine „synchronische Gliederung“ (20. Aufl. § 133a) ergänzte. Die Neubearbeitung ersetzt… …dieses zweigleisige Verfahren nun durch eine einzige einheitliche Klassifikation nach einem „eher synchron-strukturellen Ansatz“ (§ M 1). Dies hat den… …„eine solche Eingriffstiefe“ nach Aussage des Vorworts „noch nicht möglich, andererseits aufgrund der Stabilität besonders der starken Verbflexion auch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Rolf Thieroff, Petra M. Vogel: Flexion, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2009 (Kurze Einführungen in die Germanistische Linguistik, Bd. 7), 100 Seiten

    Klaus-Peter Wegera
    …der Flexion im Rahmen der Grammatikographie im Allgemeinen zukommt. Umso mehr ist diese Einführung, die damit zugleich auch eine große Lakune füllen… …substantivischen Deklinationsklassen mit Hilfe von Implikationen. Eine solche Klassifikation hat den Nachteil, dass sie nur vom Plural aus sicher funktioniert. Bei… …Fabri, Albert Ortmann, Teresa Parodi, Tübingen 1998, S. 225-243. 477 Buchbesprechungen In ihrer Isoliertheit bringt die raumgreifende Darstellung eine… …gewisse Unwucht in die Gestaltung. Auf Seite 35 findet sich ein fehlleitender Verweis auf eine Darstellung ((50a); recte (54)). Dies schmälert keineswegs…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Liste eingesandter Bücher

    …als Freunde im Mittelalter. Eine Anthologie, eingeleitet, ausgewählt und kommentiert v. Gabriela Kompatscher zusammen mit Albrecht Classen und Peter…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Inhaltsverzeichnis/Impressum

    …INHALT Seite Aufsätze Jennifer Driscoll Colosimo: Mortimers ‚Gothic‘ Vorgänger. Eine potenzielle Quelle für Schillers „Maria Stuart“ in der… …Verfahrens sowie das Recht zur Lizenzvergabe. Dem Autor verbleibt das Recht, nach Ablauf eines Jahres eine einfache Abdruckgenehmigung zu erteilen; sich ggf…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Mortimers "Gothic' Vorgänger. Eine potenzielle Quelle für Schillers "Maria Stuart" in der englischen Schauerliteratur

    Jennifer Driscoll Colosimo
    …Peters · Hartmut Steinecke · Helmut Tervooren 129. Band 2010 · Zweites Heft Abstract MORTIMERS ‚GOTHIC‘ VORGÄNGER Eine potenzielle Quelle für Schillers… …„Maria Stuart“ eine freie Erfindung ohne erkennbares Vorbild in der britischen Geschichte oder Literatur sei. Dieser Beitrag zeigt den englischen… …eine frei erfundene Figur 1 ; die einzige neben dem völlig unbedeutenden O’Kelly in der Geschichtstragödie. Zwar gibt es in der britischen Geschichte… …eine große Anzahl von ‚Mortimers‘, die Schiller bei seinen Geschichtsstudien schwerlich ganz übersehen haben wird. Allerdings hatten diese schon lange… …verewigt. Roger spielt eine zentrale Rolle in Christopher Marlowes Drama „Edward II“ (1594), dessen voller Titel bei der Erstausgabe „The troublesome raigne… …ist dabei vor allem keine Spur von den religiösen und erotischen Manien zu finden, von denen Schillers Mortimer handelt. Eine Familie Mortimer spielt… …auch eine entscheidende Rolle in einem weiteren, ebenfalls bedeutsamen, aber heute wenig bekannten literarischen Text aus Schillers eigenem Zeitalter… …Mellish eine Figur „though not directly authorised by history, yet strictly analogous to it.“ (Vgl. NA 9.1 N, S. 400.) 3 Schillers Mortimer schließt eine… …Tochter Matilda, ist als das perfekte Ebenbild ihrer Mutter gestaltet. Bis sie und ihre Schwester Ellinor herangewachsen sind, leben sie versteckt (und eine… …Schwester Norfolks, einer gewissen Lady Mortimer, aufgenommen werden. Diese Dame erweist sich schon am ersten Abend als eine überaus fanatische Anhängerin der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Der Wahnsinn hat Methode. Das "Andere der Vernunft' in E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Das Gelübde"

    Stephanie Catani
    …Mitherausgeber der Hoffmann-Werkausgabe: „Auch sonst findet sich kaum einmal ein positives Wort über diese Erzählung, die oft als eine schlechte Weiterführung des… …ignorieren lässt. Diese erfahren nun jedoch – zumindest aus romantischer Sicht – eine radikale Umwertung, verstehen sich nicht mehr als die von Foucault… …Unbewusste, das nicht selten als Wahnzustand inszeniert wird, der eine „verschobene und gespaltene Wahrnehmung“ zur Folge hat. 8 In „Das Gelübde“ etabliert… …eine Auseinandersetzung mit der Figur eines Wahnsinnigen profiliert, lässt sich weder als enthusiastisches Aufwerten eines pathologischen… …überhaupt betritt: „Schon wieder Fremde, die unser stilles Haus für eine Gastwirtschaft halten…. “ (285) 11 Demonstrativ legt das Familienoberhaupt zur… …Schlafrock als das Charakteristikum des romantischen Philisters, wie es etwa bei Eichendorff oder Brentano stereotyp inszeniert wird, dass bereits eine… …schweren Schleier“, dann durch eine schwache Konstitution, die den Gast als „Kranke“ stigmatisiert, und schließlich auch sprachlich – die Unbekannte macht… …, insbesondere aber „die verschleierte Dame“ (287) oder schlicht „die Verschleierte“. (Ebd.) Die Schleier, die eine anfangs noch unentdeckte Schwangerschaft und… …zudem das Gesicht der Fremden verhüllen, verweisen auf eine Motivgeschichte, die den Schleier um 1800 ambivalent in Szene setzt. Jan Assmann hat darauf… …wie auch Goethes Gedicht „Genius, die Büste der Natur enthüllend“ auf die Gefahr, die eine endgültige Entschleierung und damit die Entzauberung der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Schiffbruch mit Zuschauerin. Spielarten der Ironie in Heinrich Heines "Loreley"

    Nikolas Immer
    …Schiffbruch mit Zuschauer, der in Heines Gedicht anklingt, erlaubt eine differenziertere Bestimmung dieses Gehalts. Im Hinblick auf den Schiffer als… …Einschaltung der ironischen Sprecherinstanz eine gezielte Erweiterung dieses ästhetischen Reflexionsmodells. A subject which has been frequently discussed… …gleichzeitiger Gegenrede“, entwickelt jedoch in seinem Kapitel „Arten der Ironie“ 2 eine vergleichsweise offene Reihung ironischer Phänotypen. Diese Offenheit ist… …begegne die Ironie „in den angrenzenden Gedichten des ‚Buchs der Lieder‘ [1827]“, zum anderen sei es als eine Art Ironie der Geschichte zu verstehen, „daß… …Study of „Buch der Lieder“, Oxford 1989. 8 Zu Krummachers Vorlage vgl. Norbert Oellers: Friedrich Wilhelm Krummachers Gedicht „Am Lurleifelsen“ – eine… …rückt eine Sagengestalt ins Zentrum, die wie ein Amalgam aus weiblichen Stereotypen der Romantik wirkt: die Loreley, in der sich das Dämonische einer Hexe… …dessen, was gemeinhin als ‚romantisch‘ gilt“, „erscheint [sie] als eine Figuration des Romantischen überhaupt.“ 12 Mit dieser These Heinz Wetzels erhält… …Eindruck, „als umflösse ihn eine Wolke des Abendroths“, was an den „Abendsonnenschein“ (V. 8) in Heines „Loreley“ denken lässt; und die sexuellen Reize, die… …von den Wellenbewegungen ausgehen – „eine Auflösung reizender Mädchen, die an dem Jünglinge sich augenblicklich verkörperten“ 14 –, können mit der… …konkreter intertextueller Bezüge gehen. Vielmehr ergibt sich aus der allegorischen Zuordnung eine programmatische Aussage über den Stellenwert der Romantik im…
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