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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Stefani Kugler: Kunst-Zigeuner. Konstruktionen des ‚Zigeuners‘ in der deutschen Literatur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Andrea Polaschegg: Der andere Orientalismus. Regeln deutsch-morgenländischer Imagination im 19. Jahrhundert

    Klaus-Michael Bogdal
    …Universitäten, und eine beträchtliche Anzahl von Einzelstudien ganz unterschiedlichen theoretischen Designs entstand. Um die Grenzen und Möglichkeiten dieses… …Autorin behauptet, es handle „sich um eine spezifische Denkfigur der Alterität und zugleich um einen zentralen Topos der ästhetischen Moderne, der in der… …aus dem Jahr 1968 ist bis heute ein Meilenstein der Erforschung genau dieses Zusammenhangs. Eine ähnliche Fehlleistung ist die unzureichende Darstellung… …der Dissertation „Ortlosigkeit des Fremden“ (1998) von Claudia Breger, eine literaturtheoretisch ambitionierte, das Thema der Zigeunerdarstellungen um… …1800 erschließende Studie, hinter deren Ergebnissen Kuglers Arbeit deutlich zurückbleibt. Vorwürfe gegen Breger, „eine reichlich verwirrende und… …Arbeit gestattet. So spricht sie von „deutschen kolonialen Hoffnungen in Übersee“ (S. 44) um 1800, als es eine politische Einheit mit derartig gelagerten… …bezeichnen, da sie weder durch Grundbesitz, Bauern und Kirche gekennzeichnet ist, noch eine vergleichbare Ständeordnung kennt. Allenfalls könnte man darüber… …spekulieren, ob durch die Herrschergenealogie so etwas wie eine archaische Gentilordnung ins Spiel gebracht wird. Ohne Gespür für die historische Situation ist… …Leere. Ethnische oder rassische Distinktionen anhand von Differenzmerkmalen zu treffen, ist eine wesentliche Operation jeder anthropologischen… …. Statt dessen wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht und eine lineare Entwicklung von sozialen zu ethisch-rassischen Konstruktionen um 1800 be- 2…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Matthias N. Lorenz:

    Michael Hofmann
    …Vorwort von Wolfgang Benz, Metzler, Stuttgart, Weimar 2005. Kaum eine germanistische Dissertation ist in den letzten Jahren auf eine solche Resonanz… …können, ist im Vorhinein zweierlei zu bedenken: Die Kultur- und Literaturwissenschaft besitzt kein Objektivitätsideal, das eine völlige Überwindung der… …interesselos; es kann aber von ihr erwartet werden, dass sie ihre Voraussetzungen und Interessen selbstkritisch reflektiert. Und: Eine literaturwissenschaftliche… …methodisch einsichtig und kohärent verfolgt zu haben. Um es vorweg zu sagen: Folgt man diesen Kriterien und diesen Ansprüchen an eine germanistische… …Dissertation, dann handelt es sich hier um eine überzeugende und gelungene Arbeit. Mit dieser Einschätzung ist nicht gesagt, dass alle Bewertungen und… …aber unterstellt, dass die Dissertation methodisch und von ihrem Argumentationsaufbau her schlüssig und klar ist und dass sie eine Position vertritt, die… …unmissverständlichen These: „‚Tod eines Kritikers‘ ist ein moderner antisemitischer Roman.“ (S. 213) Von diesem Befund ausgehend, bietet die Dissertation zunächst eine… …umfassende Übersicht über Walsers Gesamtwerk mit Blick auf die im Untertitel der Arbeit angesprochene „Judendarstellung“ und anschließend eine Analyse des… …Teil auch erhoben worden), die ich in aller Kürze diskutieren möchte: 1) Die Fragestellung der Arbeit wurde häufig so aufgefasst, als ginge es um eine… …jede persönliche Polemik vermeidet und sich intensiv um eine Argumentation bemüht, die text- und diskursanalytisch vorgeht. Die Frage des Antisemitismus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Michael Niehaus, Claudia Öhlschläger (Hgg. ): W. G. Sebald. Politische Archäologie und melancholische Bastelei

    Bettina Mosbach
    …Authentizitäts- und Verunsicherungseffekten spielt. Neben der Fokussierung auf historische und biographische Katastrophen durchzieht Sebalds Texte eine intensive… …. Insgesamt hätte man sich eine konzentriertere Arbeit an den programmatischen Begriffen von „Melancholie“ und „Bastelei“ gewünscht, deren Funktion innerhalb… …Öhlschläger Sebalds literarische Kombinatorik emphatisch auf Benjamins Bild der historischen ‚Konstellation‘ abbildet, betont sie eine unauslotbare ‚Tiefe‘ des… …Band. 311 Buchbesprechungen stimmen sucht, richtet den Blick dagegen auf ihre „Oberfläche“ (S. 173) und verzichtet bewusst auf eine Entfaltung von… …Aussagesubjekt bzw. auf dessen ‚Empfindungsweise‘ hin durchlässig, wobei in Sebalds Texten eine Äquivalenz aller montierten Stimmen durch die topische Gestaltung… …Begründung der Melancholie in „Austerlitz“ durch eine psychologische ersetzt werde, wodurch es zur Selbstaufhebung der sentimentalischen Form in der Fiktion… …entwickelt sie eine „Ästhetik des Vagen“ (S. 128), die durch eine „raffinierte Verschränkung von Realismus- und Unschärfe Effekten“ (S. 139) evoziert werde… …Alexandra Tischel im Hinblick auf „Austerlitz“ vorschlägt, bezweifelt Lethen dabei. Versucht Tischel eine systematische Differenz einzuführen zwischen der… …Bildtheorien – das Verhältnis von Text und Bild als eines der Transkription; „Evidenzeffekte“ würden demnach nicht durch eine auratische Medialität der Bilder… …literarischer „Bastelei“, der ihrem politischen Anspruch eine Grenze setzt. Dagegen betont Anne Fuchs Sebalds prinzipielle Verpflichtung auf einen kritischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Kai Bremer, Fabian Lampart, Jörg Wesche (Hgg.): Schreiben am Schnittpunkt. Poesie und Wissen bei Durs Grünbein

    Stefan Elit
    …erstarrt. 1 Ein Gegenwartsautor als eine Art Midas der Dichtkunst, dazu verdammt, in der von ihm selbst veredelten Welt erhaben zu vereinsamen? So jedenfalls… …. Die Reihe der knapp fünfzehn Einzelbeiträge bildet dabei eine überzeugende Linie der Annäherung: Nach „einführenden Überlegungen“ der Herausgeber zu… …seiner „‚klassizistischen‘ Umorientierung“ (ebd.) nicht zuletzt eine Distanzierung etwa von jeglichem Literaturszenebezug (‚Prenzlauer-Berg-Connection‘… …u.a.) vollzogen hat. Lampart plädiert daher hinsichtlich „Autor und öffentlicher Autorrolle“ überzeugend für eine „Trennung der Perspektiven“. Die… …der öffentlichen Wahrnehmung Grünbeins (erklärter Skopus ist dabei der Zeitraum bis zum frühen Höhepunkt der Büchnerpreisverleihung, eine an sich… …als ‚zugänglich’ erhalten, als sein Werk „Gefahr [lief] durch eine Aura gelehrter 314 Buchbesprechungen Geschlossenheit für die Leser unattraktiv zu… …, dass dem Autor auch in ihrer der ausländischen Literatur generell aufgeschlossenen Heimat in den 1990er Jahren eine umfassende Repräsentativität… …Interesse seit Mitte der 1990er Jahre ebenfalls selbst befördert: Seine Zuwendung zur römischen Antike bedeutete den italienischen Lesern wohl geradezu eine… …Grünbein, Raoul Schrott und Botho Strauß“ (S. 171–190) ist der Aufsatz Torsten Hoffmanns betitelt, der strukturanalog zu Grünbeins Geschichtsdenken eine… …Grünbein wie Strauß zu sein, „eine Legitimation der Dichtung [sc. als überlegener, da integrierender Denk- und Darstellungsform, S. E.] aus den Ergebnissen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Liste eingesandter Bücher

    …. Meinberg, Anne: Von der Liebe will ich erzählen. Liebe und Sexualität im Erzählwerk von Adolf Muschg. Eine vergleichende Textanalyse ausgewählter Erzählungen…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Inhaltsverzeichnis

    …sowie das Recht zur Lizenzvergabe. Dem Autor verbleibt das Recht, nach Ablauf eines Jahres eine einfache Abdruckgenehmigung zu erteilen; sich ggf. hieraus…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Jahresinhaltsverzeichnis 2007

    …Babenberc. Eine Minimalvariante im „Parzival“ (227, 13) und ihr Hintergrund .............................................. 99–110 Tagungsberichte: Ulrich… ….................................................................................................. 439–442 Scherer, Carmen: Wortbildungswandel und Produktivität. Eine empirische Studie zur nominalen -er- Derivation im Deutschen (Sandra Waldenberger)… ….............................................................................................. 447–453 Till, Dietmar: Das doppelte Erhabene. Eine Argumentationsfigur von der Antike bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts (Eric Baker)… …Lars, Friedrich: Die Topophobie der Handschrift. Zu Franz Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“… …Hunde. Eine literaturwissenschaftliche Kynologie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Zu den Quellen von Veldekes „Servatius“

    Jan Goossens
    …, Leuven Abstract In der Forschung wird angenommen, die Quelle von Veldekes „Servatius“ sei die sog. Vita, eine gekürzte Fassung der Gesta von ca. 1130. Die… …„war laut Walter eine in nicht ganz entsprechender Gestalt überlieferte Fassung der Vita S. Servatii, vielleicht die Vorlage der aus dem Servatiusstift… …nicht einheitlich. Friedrich Wilhelm9 gliederte die ‚Handschriftenmasse‘ in zwei Gruppen, eine bayerische und eine niederländische. Die erste, die weniger… …Kapitel (55) enthält, galt als die offizielle Lesung des Servatiusstifts. Boeren stellt neben diese beiden Versionen noch eine dritte, die er „franco-belge“… …nennt. 10 Sie ist mit 68 Kapiteln, drei mehr als die niederländische, die längste. Koldeweij11 erstellt eine Liste der 66 Gesta- Handschriften und… …Vita-Handschriften. Die Gesta ihrerseits sind eine gründliche Überarbeitung des „Actus Sancti Servatii“, der zwischen etwa 1066 und 1088 von einem französischen Mönch… …unsere Zwecke keine Bedeutung. Eine Übersicht über die Entwicklung der Legende, die mit den summarischen Angaben in der „Historia Francorum“ und dem „Liber… …Trierer Kloster S. Maximin (2. Hälfte des 13. Jahrhunderts) herausgegeben (T), allerdings auf eine sehr besondere Art. Der größere Teil, nämlich jener, der… …der richtigen Reihenfolge zu lesen, die Hinweise über diese Reihenfolge auf S. 278 im Auge behalten. Eine jüngere dritte Vita-Handschrift (ca 1400… …festgestellt, dass die Unterschiede minimal sind und keine Schlüsse im Hinblick auf eine größere oder kleinere Nähe von A oder M zur Veldeke-Fassung erlauben…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Das ‚verstrickte‘ Gottesurteil. Praktische Überlegungen zur mittelalterlichen ‚Präsenzkultur‘

    Florian Kragl
    …Bild 3 , Hören und Lesen 4 , Körperlichkeit 5 , Performanz/Performativität 6 , Mythos 7 . Die genannten Schlagworte rufen eine Gruppe hochaktueller… …mit der Formulierung der „Produktion von Präsenz“ herausgestrichen. 11 ‚Präsenz‘ stellt dabei ab auf eine räumliche Relation. „Was ‚präsent‘ ist, soll… …definiert: 1. Es entsteht eine „neue Konfiguration des Selbstbezugs, bei der sich die Menschen als im Verhältnis zur Welt exzentrische Wesen zu sehen beginnen… …ergo sum – beginnt sich eine Zweiteilung in ‚Geistiges‘ und ‚Materielles‘ durchzusetzen. „Ihre ganz elementare binäre Logik ordnet den menschlichen Leib… …stehen. Es geht also, pointiert gesagt, um eine Epistemologie ‚zweiter Ordnung‘. Doch auch unter diesem Aspekt – der zweite, praktische Kritikpunkt –… …gestaltet sich eine historische Perspektivierung schwieriger als in Gumbrechts Mittelalter-Neuzeit- Schema. Mit einem Beispiel: Alleine die Existenz von… …Neuzeit eine Verschiebung von sehr starren, kanonischen Relationen hin zu arbiträren, re- 18 Und nicht nur er, vgl. etwa ganz ähnlich Aleida Assmann… …einem Nachw. v. Peter v. Polenz, Berlin 1967, S. 83). – Es mag ein typischer Zug wissenschaftlicher Theoriebildung sein, dass eine These in ihrer… …derartige Gerichtskämpfe funktionieren auch eine Reihe anderer Gottesurteile (wenigstens im weiteren Sinne), wo die Wahrheit zwar konkret über andere Wege… …eine List ein: Sie schickt nach Tristan und lässt sich am Gerichtstag von Tristan, der als Pilger verkleidet ist, an Land tragen, wobei sie ihm…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Held in Mönchskleidern oder Mönch im Heldenkostüm? Zur Wahrnehmung Ilsans im „Rosengarten zu Worms“

    Andreas Hammer
    …dem Kämpferpaare der Nibelungen und der Dietrichmannen aufeinandertreffen. Inszeniert ist diese Folge von Zweikämpfen als eine Art Schaukampf zum… …Weise eine Alternative zum dramatischen Schluss des „Nibelungenliedes“ aufzeigt, wird die Beliebtheit des Rosengartenstoffes ausgemacht haben. Davon… …. Ylsam erhält Dietrichs Gunst wieder, damit er ihm mit 1100 bewaffneten Mönchen in der Schlacht zur Hilfe kommt, und kehrt somit eine Zeitlang wieder in… …beachtet werden muss, dass es sich um eine Ausformung des Stoffes handelt, die nicht unbedingt der uns geläufigen verschriftlichten (mhd.) Fassung… …, verlangt Ilsan sofort nach seinem Harnisch, Schwert und Helm und ist willens, sich gegen eine Überzahl von Angreifern zur Wehr zu setzen. Die Rüstung liegt… …, Ilsan aus dem Kloster zu holen, ließe auf eine strenge Klausur schließen – zumal ja auch Ilsan selbst das Kloster seit Jahren nicht mehr verlassen zu… …, was wiederum eher an Predigerorden wie die Dominikaner oder Franziskaner erinnert. Es geht also offenbar gar nicht um eine konkrete Ordenszuweisung… …, sondern vielmehr um eine Ironisierung (wenn nicht Diskreditierung) der monastischen Lebensweise insgesamt. 5 Ilsan hat Hildebrand und Dietrich allerdings an… …Überblendung äußerlich, und zwar in Ilsans Kleidung, konkretisiert, wenn er aus dem Klostertor vor Dietrich und Hildebrand tritt: dô truoc er ob den ringen eine… …sich um eylff hondert man, / dye aber den liechten ringen drugen swartz kotten an (vv. 1838f.), und damit ebenfalls um eine Überblendung von Helden- und…
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