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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Repertorium van het Nederlandse lied tot 1600, samengesteld door Martine de Bruin, Johan Oosterman met medewerking van Clara Strijbosch e. a.

    2 Bde., Gent, Amsterdam 2001 (Studies op het gebied van de Cultuur in de Nederlanden 4), 919 Seiten und eine CD-Rom
    Helmut Tervooren
    …vieles, was dort geschieht, eine allgemeine Tendenz der Mediävistik, so etwa die Betrachtung von Literatur in kulturhistorischen Kontexten oder die… …Quellen und der Versuch einer möglichst vollständigen Erschließung und Inventarisierung aller Quellen, die der herkömmlichen Gattungen ebenso wie die nicht… …, Legenden, Chroniken und spreuke/sproke sind inzwischen inventarisiert und in Nachschlagewerken greifbar. Diese Werke verdienen es, auch in der Germanistik… …bekannt zu werden, nicht nur weil die Anfänge der mittelniederländischen und mittelhochdeutschen Literatur zusammenfallen (Stichwort Hendrik van… …Veldeke/Heinrich von Veldeke), sondern auch, 428 Buchbesprechungen weil in Kontaktzonen, besonders im Rhein-Maas-Raum, es zu Überschneidungen der Arbeitsgebiete… …. Zusammengestellt haben es Martine de Bruin und Johan Oosterman. Für das 12. bis 15. Jahrhundert, d. h. für die Zeit, in der die deutsche und niederländische… …Literatur noch enger verbunden waren und damit auch für die deutsche Literaturwissenschaft wichtigere Zeit, hat Clara Strijbosch die Grundlagen gelegt. Der… …Untersuchungsraum orientiert sich an der historischen Landschaft der nideren lande. Er bezieht damit den ripuarischen Raum ebenso ein wie die Ränder zum… …Mittelniederdeutschen. Das ist eine Entscheidung, wie sie für die früheren Repertorien mit dieser Explizitheit und Konsequenz nicht getroffen ist, sich bei der… …Liedüberlieferung allerdings aufdrängt. Aber es ist zweifellos auch eine richtige und für die Zusammenarbeit der Disziplinen zukunftsweisende Entscheidung. Man hätte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Nationales DFG-Rundgespräch – Im Wortfeld des Textes. Worthistorische Beiträge zu den Bezeichnungen von Rede und Schrift im Mittelalter. Schloss Hirschberg/Beilngries, 15.–18. März 2004

    Armin Schulz
    …tragfähige Gattungssystematik entwickelt – mitsamt der zugehörigen Terminologie, die jedoch den Gegenständen (anders als bei den Werkbezeichnungen im Bereich… …der Neueren Deutschen Literatur) ex post übergestülpt werden musste. Selbst dort, wo, wie etwa im Fall von Märe und Bispel, auf mittelhochdeutsche… …Lexeme zurückgegriffen werden konnte, führt die literaturwissenschaftliche Verwendung zu einer extremen Verengung der Wortsemantik, die von der… …der Termini als Indikator einer historischen Differenz zu begreifen, um so einen Ansatzpunkt zu gewinnen, von dem aus die Eigenart mittelalterlicher… …, philologisches Arbeiten mit den Ansätzen der neueren (kulturwissenschaftlich inspirierten) Theoriedebatte zu verknüpfen. Im Mittelpunkt standen die… …terminologischen Felder, die in den metapoetischen Äußerungen der Texte abgesteckt werden (also besonders in Prologen und Epilogen): Die worthistorische Untersuchung… …diente mithin als Ausgangspunkt der Rekonstruktion der jeweiligen internen Poetik. Angesichts des Forschungsstandes konnte dies nur exemplarisch… …Philologie, Humanismusforschung). Als methodisch klärend erwies sich die Diskussion unterschiedlicher Begriffe, Konzepte und Verfahren der historischen… …; die (wie im „Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft“ vorgenommene) Unterscheidung von ‚Wortgeschichte‘ und ‚Begriffsgeschichte‘, d. h. die… …Profilierung der Differenz zwischen Semasiologie und Onomasiologie (Harald Fricke); korpusgestützte statistisch-linguistische Modelle (Kurt Gärtner, Franz…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    „Ein lebend Glied im großen Lebensringe!“ – Zu Hofmannsthals „Lebenslied“

    Zu Hofmannsthals „Lebenslied“
    Edda Polheim
    …Edda P o l h e i m , Bonn Die Rätselhaftigkeit des „Lebensliedes“ beschäftigte die Forschung immer wieder, was zu Teilergebnissen führte. Der vorliegende… …Aufsatz versucht, alle Strophen und Begriffe des Gedichtes zusammenzufassen, und er kommt zu der Erkenntnis, dass – auf antiker, nicht christlicher… …Grundlage – in sinnhaften Bildern, verdeutlicht durch die Figur des „Erben“, der ewige Kreislauf von Leben und Tod und die Aufgehobenheit des Menschen darin… …verschwenden An Adler, Lamm und Pfau Das Salböl aus den Händen Der todten alten Frau! 5 Die Todten, die entgleiten, Die Wipfel in dem Weiten, Ihm sind sie wie… …das Schreiten Der Tänzerinnen werth! Er geht, wie den kein Walten 10 Vom Rücken her bedroht. Er lächelt, wenn die Falten Des Lebens flüstern: Tod! Ihm… …bietet jede Stelle Geheimnissvoll die Schwelle, 15 Es gibt sich jeder Welle Der Heimatlose hin! 481 Edda Polheim Der Schwarm von wilden Bienen Nimmt seine… …Seele mit. Das Singen von Delphinen 20 Beflügelt seinen Schritt: Ihn tragen alle Erden Mit mächtigen Geberden, Der Flüsse Dunkelwerden Begrenzt den… …Hirtentag! 25 Das Salböl aus den Händen Der todten alten Frau Lass lächelnd ihn verschwenden An Adler, Lamm und Pfau: Er lächelt der Gefährten, – 30 Die… …Gedichte in der ‚Rundschau‘ haben in Wien einen unglaublichen Lärm hervorgerufen durch ihre völlige Unverständlichkeit.“ (KA 291) Gemeint ist die „Wiener… …Rundschau“ vom 15. 11. 1896, in der unter anderem das damals noch titellose und erst 1907 so benannte Gedicht „Lebenslied“ erschienen war. 2 Es erregte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Modell – Fiktion – Sinn: Zu Walter Haugs neuestem Band gesammelter Schriften

    Zu Walter Haugs neuestem Band gesammelter Schriften
    Alois Wolf
    …Wahrheit der Fiktion. Studien zur weltlichen und geistlichen Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Niemeyer, Tübingen 2003 Der vorliegende Band… …Ausführungen. Er erliegt allzu gerne der Versuchung, den Leser zu überraschen und zu provozieren, manchmal auf Kosten des Textes. Was Haug umtreibt, sich… …, Heldendichtung, darüber hinaus Ausblicke bis Goethe und Jean Paul, Wissenschaftsgeschichte und Lage der Geisteswissenschaften – ist eine unbändige und rastlose… …Zentralproblem, Sinngebung durch Fiktion, einzugehen. Hervorzuheben ist der große Abschnitt über Exegese und religiöse Erfahrung (S. 411–601) von Plato über… …Neuplatonismus, Meister Eckhart, Frauenmystik bis zu Nikolaus Cusanus und Giordano Bruno. Darin wird auch Bekanntes neu durchdacht und dem Leser nahe gebracht. Der… …da ist Widerspruch anzumelden. Es beginnt schon bei seinem Bild des Helden. Haug identifiziert ihn ausschließlich mit dem Töter von Ungeheuern. Der… …übermenschliche Held, Sigfrid, tötet den Drachen und wird damit selbst eine Art Ungeheuer – die Hornhaut zeige das an. In der eddischen Dichtung ist von Hornhaut… …Linie als Großdichtung im Spannungsfeld der Literatur um 1200 zu beurteilen ist und nicht in seiner vermuteten Beziehung zu einem notwendigerweise… …verdunkelten, wenn überhaupt vorhandenen, internationalen Erzählmuster. So trägt auch der irische Held Chuchulain wirklich nichts bei zur Interpretation des… …Berücksichtigung. Für Haug offenbar nur Oberfläche, unter der das Eigentliche, das mythische Erzählmuster, aufzuspüren sei. Doch was hat das z. B. mit der 29…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Friedrich Schiller u. Diethard Lübke, Einfach klassisch: Wilhelm Tell, Cornelsen Verlag, Berlin 2003.

    Jürgen Jacobs
    …Buchbesprechungen Friedrich Schiller u. Diethard Lübke, Einfach klassisch: Wilhelm Tell, Cornelsen Verlag, Berlin 2003. Man kennt die Klagen der… …dazu bewegen könnte, trotz aller gelangweilten Ablehnung Werke wie Schillers „Tell“, Goethes „Götz“ oder die „Judenbuche“ der Droste zu lesen. 307… …Buchbesprechungen Hilfe bietet der in pädagogischen Belangen rührige und gut eingeführte Cornelsen Verlag mit einer neuen Reihe handlicher Bändchen, die unter dem… …sich nur allzu klar an der soeben erschienenen Ausgabe von Schillers „Wilhelm Tell“. Auffällig ist zunächst, dass der Textbestand um beträchtliche… …kann.“ Offenbar ist man im Cornelsen Verlag der Auffassung, der gute Schiller habe, wohl um das Honorar zu steigern oder um spätere Schülergenerationen zu… …abgeholfen werden. Es kann ferner nicht dabei bleiben, dass moderne Ohren dadurch irritiert werden, dass der Autor seinen Versen einen bestimmten Schwung und… …Nachdruck gegeben hat, durch die sie sich von der Alltagsrede unterscheiden. So heißt es etwa bei Schiller: Daraus wird in „einfach klassisch“: Da ist der… …Tell, er führt das Ruder auch, Der soll mir’s zeugen, ob die Fahrt zu wagen. Da ist der Tell, der kann gut rudern, der soll mir sagen, ob die Fahrt zu… …das geglättet in: [...] nicht säumen wird der König, Den Tod zu rächen seines Vogts, [...] nicht zögern wird der König, den Tod seines Vogts zu rächen… …alten Mann unter Druck setzen, und niemand ist da, der ihn vor Schaden schützt. Diesen Satz bietet man allen Ernstes für die Schiller’schen Verse an, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Civitas permixta und dritte werilt: Die ‚Programmstrophen‘ des „Annolieds“

    Mathias Herweg
    …Mathias H e r w e g , Würzburg Die Eingangsabschnitte des „Annolieds“ formulieren programmatisch die Quintessenz des Geschichts- und Menschenbildes der… …angesiedelten Welt stellt. Der Begriff und die zugrundeliegende antidualistische Weltsicht leiten als sinnstiftender Faden durch die verwirrende Fülle von Stoffen… …, Bildern und Episoden, die der Text auf engstem Raum entfaltet, und bilden die Folie für seine einzigartige dreiteilige Struktur. The opening sections of the… …al zegiengen. / Nû ist cît, daz wir dencken, / wî wir selve sulin enden. / Crist, der vnser héro gDt, / wî manige ceichen her vns vure dDt, / alser… …noch sulin varin / von disime ellendin lîbe hin cin êwin, / dâ wir îmer sulin sîn (c. 1). 1 1 Der Text wird hier und im Folgenden zitiert nach: Das… …Annolied. Mittelhochdeutsch und neuhochdeutsch, hg., übersetzt und kommentiert von Eberhard Nellmann, Stuttgart 4 1996 (rub 1416). 1 Mathias Herweg 1. Der… …Überlieferung (um 1080). Nach dem Versiegen der althochdeutschen Literatur gegen Ende der Karolingerzeit in Ostfranken (um 900) – das gewaltige Kommentar- und… …auch typen-, funktionsund rezeptionsgeschichtlich neue Ära der deutschen Literaturgeschichte. Das „Annolied“ ist einer ihrer ersten Zeugen… …sub- und vorliterarischen Formen und in mündlicher Tradierung. Der streng selektierende Filter klerikaler Literaturpflege ließ davon wenig aufs Pergament… …gelangen – ein paar verstreute, verschiedentlich schon christianisierte Zaubersprüche, latinisierte Epen wie der „Waltharius“ und Balladeskes in der Art…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2004

    Subjektstudien: Zu Robert Musils Novelle „Die Amsel“

    Wolfgang Rath
    …enthält ein Programm. Es führt vom Neuen Sehen der Wiener Moderne zum Entwurf eines Neuen Erzählens in der Novelle „Die Amsel“. Experimentell ausgewertet… …Umwertung in der Moderne. Schillers Bestimmung, im Menschen sei „etwas, das bleibt, und etwas, das sich unaufhörlich verändert“, „Person“ und „Zustand“, wird… …mit der modernen Erfahrung kontrastiert, dass dem erlebten Zustand ein Gleichbleibendes, gar eine Gleichgültigkeit im doppelten Wortsinn entgegenwirkt… …condition we experience is counteracted by an invariable factor or even an indifference. Robert Musils Novelle „Die Amsel“ ist erstmals im Juni 1928 in der… …„Neuen Rundschau“ erschienen, überarbeitet dann 1935 als Schlusskapitel der Prosasammlung „Nachlaß zu Lebzeiten“ im Züricher Humanitas-Verlag. Wie der… …sarkastische Titel schon anzeigt, ist der Leser dieser Textsammlung in besonderer Weise herausgefordert: Es geht um nichts weniger als um das Vermächtnis… …musilschen Denkens. Der Band ist in vier Kapitel gegliedert. Sie bezeichnen Textsorten. Erstens geht es um „Bilder“ (eine Hommage an Peter Altenberg), zweitens… …viertens um „Die Amsel“. Der Aufbau der Kapitel zeigt eine Steigerung. Literarisch übersetzt wird gleichsam das bildnerische Denken von Paul Klee: die… …, umfassender Text, „Die Amsel“. Gemäß seiner Anlage nach Textsorten gipfelt der Band demnach in einem Genre, das auf die „Geschichten, die keine sind“, folgen… …müsste: „Die Amsel“ wäre also die ‚Geschichte, die eine sein könnte‘. 504 Subjektstudien: Zu Robert Musils Novelle „Die Amsel“ Die These hier lautet: Der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Ulrike Haß-Zumkehr, Deutsche Wörterbücher. Brennpunkt von Sprach- und Kulturgeschichte, de Gruyter, Berlin, New York 2001 (de Gruyter-Studienbuch), IX und 411 Seiten

    Ursula Schulze
    …diversen Quellen herangezogen werden. In dem vorliegenden Buch wird ihnen darüber hinaus primär der Status von Quellen zugebilligt, aus denen sich… …etwa durch einen Blick in einen kurzen Abschnitt aus Jacob Grimms Vorrede zum „Deutschen Wörterbuch“ deutlich, der eine ideologische Position markiert… …: Was ist eines wörterbuchs zweck? nach seiner umfassenden allgemeinheit kann ihm nur ein groszes, weites ziel gesteckt sein. Es soll ein heiligthum der… …sie die Kulturgeschichte zum „roten Faden“ ihrer Darstellung verwendet. Sie orientiert sich an Clifford Geertz, der Kultur als „selbstgesponnenes… …Inhalte der Wörter und um Textsorten geht. Die Zeichen sind sozial festgelegt, im kollektiven Gedächtnis bewahrt (mündlich oder schriftlich), und sie sind… …und der politische Diskurs, hier verstanden als übergeordneter intertextueller Zusammenhang, auf den einzelne Wörterbücher bezogen sind“ (S. 4). Die… …Verlebendigungsversuchen und der Diktion. Es kommt dem didaktischen Zweck zugute, dass Haß-Zumkehr die Terminologie der Lexikografie-Forschung zwar aufnimmt, aber in… …und 16) und aus einem Teil, der bestimmte Aspekte der Lexikografie erörtert, allerdings wiederum im Blick auf diachronische Veränderungen („thematische“… …Kapitel 12–15). Der Durchgang durch die Geschichte der Lexikografie erfolgt zunächst in neun Schritten (der zehnte, die Bedeutung der EDV-Technik für die… …Wörterbücher betreffend, wird erst abschließend vollzogen, Kap. 16). Die auswählende Betrachtung ist an einem Kanon von Wörterbüchern orientiert, der sich im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2004

    Studien zu Frauenlob und Heinrich von Mügeln, Fs. Karl Stackmann zum 80. Geb., hg. v. Jens Haustein, Ralf-Henning Steinmetz, Universitätsverlag, Freiburg/Schweiz 2002 (Scrinium Friburgense 15), 275 Seiten

    Susanne K�bele
    …, Universitätsverlag, Freiburg/ Schweiz 2002 (Scrinium Friburgense 15), 275 Seiten Vor mehr als fünfzig Jahren hat Karl Stackmann der Frauenlob- und Heinrich von… …Stackmann gewirkt haben und nach wie vor wirken. Der Frauenlob-Teil der Festschrift setzt ein mit zwei Beiträgen zum Marienleich. Udo Kühne eröffnet gleich zu… …Beginn eine weite Perspektive. Ihm geht es um die Überlieferungssymbiose von Frauenlobs deutschem Marienleich und seinem lateinischen Gegenstück in der sog… …Buchbesprechungen verschiedenen literarischen Status beider Marienleich-Fassungen zu. Die formal-inhaltlichen Abweichungen der lateinischen Fassung versteht er als… …Konsequenz einer „nicht sprachlichen“, sondern „poetischen Übersetzung“. Diese habe die Funktion eines „poetischen Kommentars“ (S. 7 f.), der das dogmatisch… …Komplizierte und Prekäre in Frauenlobs Marienleich reduziere, nicht auf diskursive, sondern auf poetische Weise, über Konventionen der deutschen und der… …Frauenlobs Marienleich zurück. Zum Ende seines Beitrags hat diese Frauenlob-Legende sich ein für alle Mal verflüchtigt. Weder auf der Ebene der formalen… …Sachverhalt von Frauenlobs Dichtung: der Bildlichkeit. Huber analysiert ausgewählte Minneleich-Passagen unter dem Aspekt einer spezifischen Eigendynamik und… …minnelyrische Verstehensmöglichkeiten „artikulieren sich parallel nebeneinander“ (S. 49). Es gelte, so sein Fazit, der subtilen Vernetzung von Frauenlobs… …Gedichten gerecht zu werden im „Blick auf das sich selbst interpretierende Werk“. Der demgegenüber geradezu minimalistisch anmutende Beitrag von Max…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2004

    Karneval in einer kleinen Stadt – Heinrich Manns Roman „Die kleine Stadt“ im Lichte Bachtins

    Heinrich Manns Roman „Die kleine Stadt“ im Lichte Bachtins
    Stefan Ringel
    …Beitrag zur Demokratisierung der Gesellschaft, welche von Heinrich Mann als Produkt einer Emanzipation des Menschen von der Natur, als Ergebnis seiner… …more democratic society, which in the eyes of Heinrich Mann is a result of man’s liberation from nature, a product of his intellectualisation. Der Roman… …Oper „Die arme Tonietta“ aufzuführen. Die Anwesenheit der Theaterleute sorgt für Unruhe unter der Bevölkerung: Amouröse Phantasien und Abenteuer… …untergraben vorübergehend die gesellschaftliche Ordnung. Über den Einfluss der Schauspieltruppe kommt es zu Konflikten unter den Bewohnern, die aber am Ende… …bereichert wieder zueinander finden. Bei den zeitgenössischen Rezensenten stieß der Roman auf Unverständnis. Entsprach es Heinrich Manns Absicht, dass die… …diese Bevölkerung und ihre politischen Vertreter als komische Figuren? Zweifellos ist „Die kleine Stadt“ ein „hohes Lied der Demokratie“ 2 , wie Thomas… …Mann in einem Brief vom 30. September 1909 den Roman zum Wohlgefallen seines Bruders genannt hat. Ebenso unzweifelhaft ist der Advokat Belotti, wie… …höchsten (wie es vielleicht 1791 und 92 wirklich geschehen ist), und zwar in Jedem aus der Masse, in ihr selbst und in ihren Führern.“ 4 Es musste gerade… …Glauben an die Möglichkeit eines Fortschritts des Menschengeschlechts um so stärker: Wir wollen glauben: an die Zunahme der Menschlichkeit glauben, trotz… …mit den guten Stunden der Geschichte rechnen, in denen das Thier, von einem Funken des Geistes getroffen, wie in dunkler Ahnung vom Menschen, der es…
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