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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Der Zeitgeist als übersteigerte Zeitwahrnehmung. Über den Modernisierungsprozess in der Literatur um 1900

    Peter Duesberg
    …mehr nachkommen kann. Somit gerät die Moderne in eine Krise und die Diskussion über ihr Ende beginnt, verbunden mit dem Lebensgefühl über eine die… …mehr in Frage gestellt werden, die einst nicht zuletzt den Kapitalismus für den arbeitenden Menschen legitimiert haben und somit wesentlich zu seiner… …die Kunst von allen Bevormundungen durch Religion, Politik, Moral – später durch die Ideologie – in deren Dienst sie nicht mehr steht. Zum Gründungsakt… …von Dienstfunktionen aller Art: Vernunft, Theologie, Moral, politische Ideologie können nicht mehr irgendeine Art von Vormundschaft über die Literatur… …. Der Künstler um 1900 empfindet die Natur nicht mehr als Unendlichkeit, sondern lediglich im Garten oder Park domestiziert – in der Moderne gefangen… …industrialisierten Gesellschaft, das sich nicht mehr in der Natur, sondern häufig in der Großstadt abspielt. Er nimmt es weniger mit der Seele auf, sondern mit ihrer… …Wahrnehmung mit einer Übersteigerung der Subjektivität verbunden, die keine einheitliche Sichtweise der Zeiterscheinungen mehr erlaubt und zu einer… …. Die Sprache vermag den Zeitgeist aufgrund dieser Verschwommenheit nicht mehr zu beschreiben, andererseits verfügt sie oft nicht über die notwendigen… …nicht mehr zur Projektion des Erlebens in die lineare Unendlichkeit, sondern in die Verschlungenheit des poetischen Zeichens des Ornamentes, das in seiner… …Sphäre des eigenen Lebens. Kaum eine Lebensregung ist mehr ohne äußere Stimulation möglich. Die Jagd nach Erlebnissen kann aufgrund der Reizabhängigkeit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Das "Blumfeld"-Fragment: Vom Unglück verwirklichter Hoffnung. Noch einmal zur Frage der Komik bei Franz Kafka

    Serena Grazzini
    …Schade daß Blumfeld nicht ein kleines Kind ist, zwei solche Bälle wären für ihn eine freudige Überraschung gewesen, während jetzt das Ganze einen mehr… …Ansatzes aufzulösen. 5 Die grundsätzliche Undeutbarkeit von Kafkas Werk ist zu einem Schlagwort geworden, das mehr oder weniger explizit jede Deutung… …Deutung mehr zu einer Subsumierung des Werkes unter das jeweils vertretene System geworden ist. 209 Serena Grazzini Kafkas (seines Werkes und seiner Person)… …Dimension des Textes. In den meisten solcher Untersuchungen herrscht mehr oder weniger latent die Tendenz, die Analyse des Komischen unter die Absicht zu… …, die versteht, daß der Mensch mehr ist als sein Scheitern […]“. 11 Walter Benjamin sieht in den komischen Figuren der Gehilfen das Prinzip der Hoffnung… …bedrükkenden Seiten des Werkes bewahren kann. Auch die nunmehr durchgesetzte und kaum mehr hinterfragte Auffassung der Komik als anarchischer Kraft, die vor… …betrachtet, sondern gleich mit bestimmten Inhalten verbunden wird: Es wird nicht von ungefähr von Anarchie gesprochen, wobei mehr oder minder verschwiegen an… …Gegenstand der Untersuchung ist dabei aber kein spezifisch literarisch-ästhetischer mehr, sondern ein soziologischer, nämlich die Frage, worüber in den… …seine Freunde hätten bei der Lesung seines Werkes sehr gelacht, auch wenn sie wenig später nicht mehr verstehen konnten, warum es ihnen zum Lachen zumute… …Widerspruch keiner mehr wäre und das Lächerliche aufhören würde, lächerlich zu sein. 27 Der Ton des Erstauntseins, mit dem in der Kafka-Literatur immer wieder…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Vom Scheitern und der Notwendigkeit des Entwurfs gegen die "Diktatur des Indikativs". Die konfigurale Projektion in Alfred Anderschs Roman "Winterspelt"

    Bernhard Budde
    …. Die unvermeidlich ironischen Brechungen der Figuren erlauben freilich auch keine Illusion von Geschichtsmächtigkeit des Individuums mehr; stattdessen… …. Reinhold plädiert dafür, dass Anderschs Sicht auf Jünger „nicht als mehr oder weniger entschuldbare Entgleisung verstanden werden“ soll, „sondern als eine… …Idee ist Käthe Lenk angelegt, sondern, wie jede andere zentrale Figur, als ein an einen Typus angenäherter Charakter. Mehr noch als für sich selbst ist… …umgekehrt die Existentialisten immer auch etwas ins Marxistische“ (Mehr als „Polyphon umgrenztes Weiß“. Alfred Andersch: Winterspelt, in: Zu Alfred Andersch… …katholischen Erziehung“, für einen wahrscheinlich „durch das Emsland bedingten Reflex“ (56) hält. Damit die Projektion eines mehr als instrumentellen, nicht nur… …nicht mehr zu gewinnenden Krieges. Der Roman zeigt aber, dass das, was der verantwortungslosen politischen Führung nicht begreiflich zu machen ist, auch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Eine "irenische Provokation'. "Novemberland" von Günter Grass und der "Niedergang der politischen Kultur"

    Andreas Meier
    …andererseits le- Als würden sie dich bald mit Gaben reich bescheren, so nahmen sie dich ein, die heute dich verheeren. Geschlagen bist du mehr denn je in einer… …Berliner „Wochenpost“ erschienenen Meldung. Da die „Wochenpost“ nicht mehr existiert und der Ausschnitt im Steidl- Verlag ‚o.D.‘ überliefert ist, ließ sich… …das exakte Datum nicht mehr ermitteln. 21 Thomas Zirnbauer: Sonette im November. „Novemberland. 13 Sonette“ von Günter Grass, in: Passauer Neue Presse… …Kaisers36 , Marcel Reich-Ranickis37 oder Peter Härtlings38 auf mehr als nur das konkrete Gedicht39 zu zielen: „Der Gedichtband ‚Ausgefragt‘ von Günter Grass… …Grass abgesteckt: „Je weiter man in Grass’ Bilderwelt eindringt, desto mehr erweist sich das einzelne Gedicht als ‚Bruchstück einer großen Konfession‘… …mitgeteilten Anekdote zu relativieren, er habe 1954 „eigentlich mehr aus Jux, ein paar Gedichte an den Süddeutschen Rundfunk geschickt, der einen Lyrikwettbewerb… …hinterher nichts mehr gehört.“ Grass in einem Gespräch mit Peter-André Bloch, in: Gegenwartsliteratur. Mittel und Bedingungen ihrer Produktion. Eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Geschlossene Formen. Besetzung und Umbesetzung eines literaturhistorischen Sachverhalts, Berlin, 15.-16. Dezember 2000

    Ingo Berensmeyer, Kai Luehrs-Kaiser
    …„Mynona“ 1922 publiziert), in dem Filmproduktion und Lebenswirklichkeit, reale und ‚virtuelle‘ Realität einander mehr und mehr durchdringen und schließlich… …polyperspektivisches Ebenenmodell mehr sein kann als ein künstliches – nicht mehr ein künstlerisches – Problem (R. Kray), scheint wiederum nur über einen initialen Akt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Katrin Kohl: Friedrich Gottlieb Klopstock, Metzler, Stuttgart, Weimar 2000 (Sammlung Metzler 325).

    Stefan Elit
    …Anspruch und noch mehr die genannte Teleologie mochten zumindest in Teilen der Klopstock-Forschung schon länger verdächtig gewesen sein. Eine 289…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Susanne M. Zantop, Kolonialphantasien im vorkolonialen Deutschland (1770-1870), Erich Schmidt, Berlin 1999, (Philologische Studien und Quellen 158).

    Wynfrid Kriegleder
    …in Nord- und Südamerika kann die Kolonie nicht mehr im Bild eines irgendwann einmal mündig werdenden Kindes symbolisiert werden; die Perpetuierung der… …Diskurse“ (237) folgenlos. Die Untersuchung wird durch ein Literaturverzeichnis sowie einen Anhang abgeschlossen, der chronologisch mehr als 900 Titel in…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Jerry Schuchalter, Narratives of America and the Frontier in Nineteenth-Century German Literature, Peter Lang, New York, Washington, D.C. 2000 (North American Studies in Nineteenth-Century German Literature 25).

    Wynfrid Kriegleder
    …zähmenden Wildnis, abhängt, dass mit dem Ende der „frontier“ die unvermeidliche Europäisierung des amerikanischen Paradieses nicht mehr aufzuhalten ist, diese…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Jan Christian Metzler, "Mir ward es seltsam kalt". Weiblichkeit und Tod in Heinrich Manns Frühwerk, Argument Verlag, Hamburg, Berlin 2000 (Argument Sonderband. Neue Folge 275).

    Jörg Löffler
    …, dass der Autor durch Studien wie diese wieder mehr ins Bewusstsein der Fachöffentlichkeit rückt. Münster Jörg Löffler 300…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Franz Kafka, Der Process. (Historisch-Kritische Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte, hg. v. Roland Reuß in Zusammenarbeit mit Peter Staengle). Stroemfeld Verlag, Basel, Frankfurt/Main 1997. (Beiliegend: Franz Kafka-Hefte 1, 1997). / Franz Kafka, Beschreibung eines Kampfes. Gegen zwölf Uhr [...] (Historisch-Kritische Ausgabe sämtlicher Handschriften, Drucke und Typoskripte, hg. von Roland Reuß in Zusammenarbeit mit Peter Staengle). Stroemfeld Verlag, Basel, Frankfurt/Main 1999. (Beiliegend: Franz Kafka-Hefte 2, 1999).

    Ansgar M. Cordie, Sylvia Cordie, Uwe Cordt
    …konstruieren, der aufgrund des vorliegenden Materials nicht (mehr) eindeutig erkennbar ist. Im Falle der „Process“-Entwürfe sind diese editorischen…
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