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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Der Zeitgeist als übersteigerte Zeitwahrnehmung. Über den Modernisierungsprozess in der Literatur um 1900

    Peter Duesberg
    …mehr nachkommen kann. Somit gerät die Moderne in eine Krise und die Diskussion über ihr Ende beginnt, verbunden mit dem Lebensgefühl über eine die… …mehr in Frage gestellt werden, die einst nicht zuletzt den Kapitalismus für den arbeitenden Menschen legitimiert haben und somit wesentlich zu seiner… …die Kunst von allen Bevormundungen durch Religion, Politik, Moral – später durch die Ideologie – in deren Dienst sie nicht mehr steht. Zum Gründungsakt… …von Dienstfunktionen aller Art: Vernunft, Theologie, Moral, politische Ideologie können nicht mehr irgendeine Art von Vormundschaft über die Literatur… …. Der Künstler um 1900 empfindet die Natur nicht mehr als Unendlichkeit, sondern lediglich im Garten oder Park domestiziert – in der Moderne gefangen… …industrialisierten Gesellschaft, das sich nicht mehr in der Natur, sondern häufig in der Großstadt abspielt. Er nimmt es weniger mit der Seele auf, sondern mit ihrer… …Wahrnehmung mit einer Übersteigerung der Subjektivität verbunden, die keine einheitliche Sichtweise der Zeiterscheinungen mehr erlaubt und zu einer… …. Die Sprache vermag den Zeitgeist aufgrund dieser Verschwommenheit nicht mehr zu beschreiben, andererseits verfügt sie oft nicht über die notwendigen… …nicht mehr zur Projektion des Erlebens in die lineare Unendlichkeit, sondern in die Verschlungenheit des poetischen Zeichens des Ornamentes, das in seiner… …Sphäre des eigenen Lebens. Kaum eine Lebensregung ist mehr ohne äußere Stimulation möglich. Die Jagd nach Erlebnissen kann aufgrund der Reizabhängigkeit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001
    Steffen Martus
    …Zeichen. 2 Anders als etwa in der nicht minder scharfsinnigen Kritikkultur des Humanismus dient der Tadel nun nicht mehr der poetischen Ausbildung und… …wendet sich damit auch nicht mehr von Anfang an ins Positive 3 , sondern wird als eine Qualität sui generis anerkannt. 4 Die so etablierte… …Abhängigkeit. Wenn man – anders als in einer rhetorischen Kultur – allmählich nicht mehr akzeptiert, „Effekt“ zu sein und „Wiederholung zu variieren“ 25 , steht… …. So bemerkt ein Aufsatz „Von Unleserlichen Schrifften“ (1705): Dieweil auch eine Schrifft gemeiniglich was mehr auf sich hat / als eine Rede / auch… …selbige dauerhafftiger seyn / und von vielen / und mehr als einmahl / und zu einer Zeit gelesen werden soll / erfordert sie desto mehr Deutligkeit. 28 Die… …, durch die in eins mit der Steigerung der Gewaltmöglichkeiten die Zumutungen der Kritik gemindert werden können, denn wer mehr „Fehler“ sieht als der… …Normalleser, kann auch mehr „Schönheiten“ sehen. Bereits Gottsched hatte die Kritiker durch ihre Kompetenz fürs Unsichtbare definiert: „Sie lassen sich nicht… …Natur übersteiget, je mehr Behutsamkeit und Bescheidenheit muß man in den Urtheilen darüber gebrauchen. 53 Es verwundert kaum, dass man im „Zeitalter der… …Vorschriften ist unübersehbar, dass der literarische Diskurs nicht einmal mehr konzeptionell festen Regeln folgt. Gerade die Kritik, also jene Institution, von… …empfehlenswerter Werke kann kaum mehr benannt werden (sodass Qualität, Affektivität, Unverständlichkeit und Unaussprechlichkeit koalieren). Wenn daher Johann…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 2/2001

    Vom Scheitern und der Notwendigkeit des Entwurfs gegen die „Diktatur des Indikativs“. Die konfigurale Projektion in Alfred Anderschs Roman „Winterspelt“

    Bernhard Budde
    …. Die unvermeidlich ironischen Brechungen der Figuren erlauben freilich auch keine Illusion von Geschichtsmächtigkeit des Individuums mehr; stattdessen… …. Reinhold plädiert dafür, dass Anderschs Sicht auf Jünger „nicht als mehr oder weniger entschuldbare Entgleisung verstanden werden“ soll, „sondern als eine… …Idee ist Käthe Lenk angelegt, sondern, wie jede andere zentrale Figur, als ein an einen Typus angenäherter Charakter. Mehr noch als für sich selbst ist… …umgekehrt die Existentialisten immer auch etwas ins Marxistische“ (Mehr als „Polyphon umgrenztes Weiß“. Alfred Andersch: Winterspelt, in: Zu Alfred Andersch… …katholischen Erziehung“, für einen wahrscheinlich „durch das Emsland bedingten Reflex“ (56) hält. Damit die Projektion eines mehr als instrumentellen, nicht nur… …nicht mehr zu gewinnenden Krieges. Der Roman zeigt aber, dass das, was der verantwortungslosen politischen Führung nicht begreiflich zu machen ist, auch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2001

    Christian Kassung, EntropieGeschichten. Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ im Diskurs der modernen Physik. Fink, München 2001.

    Albert Kümmel
    …einer systemisch vernetzten Umgebung, deren Teil er auch als ihr Beobachter bleibt. Mehr noch: Welche Ergebnisse er zutage fördert, wird wesentlich… …reversibel. Makroskopisch jedoch fällt kein Apfel den Baum hinauf, wird die zersprungene Tasse nicht mehr ganz und wer einmal tot daliegt, nicht wieder… …Literaturwissenschaft auch dort von der Physik lernen, wo es um ihre eigenen Gegenstände geht. Um es knapp und in Bezug aufs erste Romankapitel, das nun doch mehr als ein…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Jan-Dirk Müller, Spielregeln für den Untergang. Die Welt des Nibelungenliedes, Max Niemeyer, Tübingen 1998

    Ursula Schulze
    …Grundprinzip nibelungischen Erzählens besteht im wiederholten Ansetzen zu einer nicht zielgerichteten Bewegung, die zunächst in einem ambigen Schwebezustand mehr… …dieses Prinzips erscheint die Hortforderungsszene am Schluss nicht mehr als mögliche Konzession an die Publikumserwartung o.Ä., sondern sie bestätigt die… …Worte gelten mehr als Fakten. Der Mord an Sivrit erfolgt abgerückt von der allgemeinen Wahrnehmung und löscht seine Sichtbarkeit aus. Die spannende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2001

    Susanne M. Zantop, Kolonialphantasien im vorkolonialen Deutschland (1770-1870), Erich Schmidt, Berlin 1999, (Philologische Studien und Quellen 158).

    Wynfrid Kriegleder
    …in Nord- und Südamerika kann die Kolonie nicht mehr im Bild eines irgendwann einmal mündig werdenden Kindes symbolisiert werden; die Perpetuierung der… …Diskurse“ (237) folgenlos. Die Untersuchung wird durch ein Literaturverzeichnis sowie einen Anhang abgeschlossen, der chronologisch mehr als 900 Titel in…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Robert Peter Ebert, Verbstellungswandel bei Jugendlichen, Frauen und Männern im 16. Jahrhundert, Max Niemeyer, Tübingen 1998 (Reihe Germanistische Linguistik 190)

    John Ole Askedal
    …gelernt wurde (S. 163). Allgemeiner formuliert dürfte dies bedeuten, dass die Privatbriefe etwas mehr sprechsprachliche, in diesem historischen Kontext wohl… …anbahnende neue schriftsprachliche Norm mit von anderen sprachlichen Faktoren nicht mehr beeinflusster kontinuierlicher Linksdirektionalität den Anschluss…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Karen Opitz, Geschichte im höfischen Roman. Historiographisches Erzählen im „Eneas“ Heinrichs von Veldeke, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1998 (Germanisch-Romanische Monatsschrift. Beiheft 14)

    Reinhard Hahn
    …angevinisch-normannischen Hofs Heinrichs II. letztlich auf Hypothe- 1 Nachdem in der neueren Forschung die Werkbezeichnung „Eneide“/„Eneit“ mehr und mehr durch „Eneasroman“…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2001

    Joachim Heinzle, Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999 (de Gruyter Studienbuch)

    Walter Kofler
    …Dietrichs erfolgreiche Rückkehr aus mündlicher Überlieferung übernommen habe (vgl. S. 49). Viel mehr spricht dafür, dass er Dietrichs Biographie nach einem… …‚Windhagensche/Windhager Handschrift‘ (vgl. S. 59) vermieden werden. Zum einen befinden sich diese Textzeugen schon seit einer kleinen Ewigkeit nicht mehr an den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Christian Fischer, Die Stadtsprache von Soest im 16. und 17. Jahrhundert. Variationslinguistische Untersuchungen zum Schreibsprachenwechsel vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 1998 (Niederdeutsche Studien 43)

    Robert Möller
    …durchgehend kennzeichnend ist – wobei es im 16. und 17. Jh. eben nicht mehr primär die ripuarischen Formen sind, die übernommen werden, sondern vielfach… …nach dem gleichen oder verschiedenen Stellenwert dieser beiden Merkmale im Rahmen des ‚Hochdeutschen‘). Im Fall dieser beiden Quellen ist jedoch mehr…
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