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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Reimwort- und Tonschemakorrekturen bei Autoren aus der Frühzeit des Minnesangs

    Johannes Rettelbach
    …gingen auf unterschiedliche autornahe Fassungen zurück, fand auf Dauer nur wenige Befürworter. Die Übereinstimmungen werden nach wie vor meist auf eine… …Modernisierung). Der vorliegende Aufsatz versucht die Einheitlichkeit der Bearbeitungstendenzen aufzuzeigen und gibt eine neue Erklärung dafür, dass einige Korpora… …eines oft klar definierten Varianzbereichs ist indes über Strecken so groß, dass eine Vorstellung von *AC und *BC, wie sie seit Karl Lachmann existierte –… …inzwischen ergänzt durch eine noch etwas frühere Stufe *BuBC neben kleineren Zusatzquellen als nicht zu alten Vorläufern der Handschriften Bu („Budapester… …schließt umgekehrt Autorvarianten als Vorläufer von Handschriftvarianten in zahlreichen Fällen aus: nämlich dann, wenn zwei überlieferte Texte auf eine der… …Zwischenstufen zurückgehen und kein hinreichender Grund vorliegt, eine zusätzliche Quelle anzunehmen, die möglicherweise auf den Autor zurückweist. Die meisten… …denen in B vor allem durch eine formal überarbeitete Gestalt. Dies betrifft die Reimwörter, bei denen sich Autoren der ersten und zweiten Generation noch… …Klärung der z.T. unterbliebenen Reimbesserungen. Sie rechtfertigten vielmehr eine seit Karl Lachmann und Moritz Haupt in MF in wechselndem Umfang geübte… …Praxis, bei einigen nur in C überlieferten Strophen, deren Herkunft aus *BC sehr wahrscheinlich ist, unreine Reime zu konjizieren, weil sich so eine… …1948 Henning Brinkmann die These einer Verringerung der Halbreime im unmittelbaren Vorfeld des 3. Kreuzzugs aufgestellt und auf eine Begegnung mit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Schiffbruch mit Zuschauerin. Spielarten der Ironie in Heinrich Heines „Loreley“

    Nikolas Immer
    …Schiffbruch mit Zuschauer, der in Heines Gedicht anklingt, erlaubt eine differenziertere Bestimmung dieses Gehalts. Im Hinblick auf den Schiffer als… …Einschaltung der ironischen Sprecherinstanz eine gezielte Erweiterung dieses ästhetischen Reflexionsmodells. A subject which has been frequently discussed… …gleichzeitiger Gegenrede“, entwickelt jedoch in seinem Kapitel „Arten der Ironie“ 2 eine vergleichsweise offene Reihung ironischer Phänotypen. Diese Offenheit ist… …begegne die Ironie „in den angrenzenden Gedichten des ‚Buchs der Lieder‘ [1827]“, zum anderen sei es als eine Art Ironie der Geschichte zu verstehen, „daß… …Study of „Buch der Lieder“, Oxford 1989. 8 Zu Krummachers Vorlage vgl. Norbert Oellers: Friedrich Wilhelm Krummachers Gedicht „Am Lurleifelsen“ – eine… …rückt eine Sagengestalt ins Zentrum, die wie ein Amalgam aus weiblichen Stereotypen der Romantik wirkt: die Loreley, in der sich das Dämonische einer Hexe… …dessen, was gemeinhin als ‚romantisch‘ gilt“, „erscheint [sie] als eine Figuration des Romantischen überhaupt.“ 12 Mit dieser These Heinz Wetzels erhält… …Eindruck, „als umflösse ihn eine Wolke des Abendroths“, was an den „Abendsonnenschein“ (V. 8) in Heines „Loreley“ denken lässt; und die sexuellen Reize, die… …von den Wellenbewegungen ausgehen – „eine Auflösung reizender Mädchen, die an dem Jünglinge sich augenblicklich verkörperten“ 14 –, können mit der… …konkreter intertextueller Bezüge gehen. Vielmehr ergibt sich aus der allegorischen Zuordnung eine programmatische Aussage über den Stellenwert der Romantik im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    „Was ein Poëte kan! Paul Fleming 1609–1640“. Internationale Fachtagung aus Anlass seines 400. Geburtstages vom 24. bis 27. September 2009 in Erlangen

    Winfried Siebers
    …der populären „Insel-Bücherei“ und einem knappen Gedenkartikel von Klaus Garber fand in Tallinn eine estnisch-deutsche Tagung mit dem Titel „Paul… …raffinierten Wortkombination eine neue Spielart der normüberschreitenden Latinität hervorbrachte. Eine weitere genaue Lesart der petrarkistischen Gedichte… …öffentlichen Vortrag anhand zahlreicher Bildbeispiele aus Architektur und Kunst eine das Zeitalter kennzeichnende „Barock“-Ästhetik des Exzesses zu skizzieren… …, die subversiv verfahre und deren Grundzüge auch in Flemings wohl bekanntestem Gedicht „Wie Er wolle geküsset seyn“ zu entdecken seien. Eine zweite Folge… …(Chemnitz) gab eine weiträumige Einführung in Flemings geistliche Lyrik, die Johann Anselm Steiger (Hamburg) durch eine auslegungshistorisch orientierte… …Bußpraxis geschulten Psalmenübersetzungen Flemings vor, die einerseits einer philologischen Absicherungsstrategie gefolgt seien und andererseits eine… …angenommen hätten. In der Männerfreundschaft zwischen Fleming und seinem Leipziger Mitstudenten Georg Gloger erkannte Claudius Sittig (Osnabrück) eine… …Hamm (Augsburg) exponierte erstmals eine bestimmte Gruppe der lateinischen Reisegedichte als „Dagestaner Epigramme“, die zur Fiktionalisierung und 286… …, auf fehlende Kontaktpersonen und eine gewisse soziale Isolierung in der Stadt zurückzuführen. Dennoch entstanden mit den Freundschaftsdichtungen auf den… …Olearius’ „Beschreibung Der Newen Orientalischen Reise“ (1647). Während Bergengruen in jenen in den Olearius-Bericht eingelagerten Fleming-Texten eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Oswald von Wolkenstein. Die Lieder

    Karl-Heinz Göttert
    …ist die Forschungslage tatsächlich bereits „unübersichtlich“ geworden, und man begrüßt gerne eine zusammenfassende Arbeit, die die Fülle präsentiert… …. Es hat in der Forschung eine nicht immer sinnvolle Alternative von Autobiografischem und Artistischem bei Oswald gegeben. Spicker stellt klar das… …und problematisierender Abschnitt gewidmet wird, viel schlechter untergebracht wäre. Dass die zahlreichen geistlichen Lieder eine ausführliche… …darin, dass Spicker nach Gattungen arbeitet, womit übergreifende Fragen zwangsläufig in eine Randlage geraten oder beinahe unter den Tisch fallen. Gerade… …Literatursprache“ in Interferenz mit den Sprachen (besser: Orthografien) der beteiligten Schreiber, weiter eine etwas eingängigere und vor allem zeitbezogenere… …Darlegung der rhetorischen Mittel, die über eine Charakterisierung wie die hinausgeht, dass der Text „rhetorisch dicht geschmückt“ ist. Um abzuschließen, sei… …verdankt, erteilt Spicker einer modernistischen Lesart eine klare Absage: kein Vergleich mit der Avantgarde des 20. Jahrhunderts oder gar der Postmoderne…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Silvia Schmitz: Die Poetik der Adaptation. Literarische inventio im „Eneas“ Heinrichs von Veldeke, Niemeyer, Tübingen 2007 (Hermaea. Germanistische Forschungen. N. F. 113), VI und 385 Seiten.

    Martin Baisch
    …. Wolframs aggressiv-polemische Invektive gegen eine auf Buchgelehrsamkeit hoffende statt auf ritterliche Erfahrung setzende Autorposition ist hinreichend… …Heinrichs von Veldeke ist als Gegenstand der Arbeit eine an lateinische und französische Vorlagen anschließende und über „authentisch bewahrte historische… …Musterbuch‘). Im Hinblick auf die weitere Thesenbildung zeigt sich aber, dass der in Gottfrieds Literaturexkurs so hoch gelobte Roman eine nicht ausreichende… …Materialbasis darstellt. Abschließend enthält die Einleitung eine knapp gehaltene Darstellung der vor allem von den textkritischen Arbeiten Joachim Bumkes… …bekanntermaßen von einem Handschriftenraub erzählt, sowie die handschriftliche Überlieferung von Veldekes Text sperre sich gegen eine Einschätzung, wonach sich… …Stoff und Inhalt des „Eneasromans“. Hervorgehoben wird das Bildungsinteresse Hermanns I. und seiner Umgebung. Direkte Hinweise auf eine mäzenatische… …der Passage bestehe „in der Identifikation mit seinem Vorbild“, die so weitreichend gewesen sei, „daß eine verbessernde Variation und damit eigene… …dichterische Ziele nahezu ausgeschlossen“ (S. 57) seien. Demgegenüber verfährt Herbort bekanntermaßen anders: Denn dieser entwickle „eine Poetik der Adaptation… …Bearbeitung zurückgreifen kann. Sein Ziel sei eine idealtypische Darstellung. Als Themenschwerpunkte des Romanbeginns werden – nicht überraschend – Herrschaft… …hinter diesem poetischen Verfahren nicht auch eine bewusste Strategie 457 Buchbesprechungen der Exkulpation des Helden verbergen könnte. Auffällig ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2010

    Wiege oder Totenbett der Literatur?

    Peter Brandes
    …eine kaum zu überschätzende Bedeutung zu. Denn das Bett ist nicht nur ein beliebter Ort der Lektüre, sondern ersetzt in manchen Fällen auch den… …Schreibtisch des Dichters. Aus der Perspektive der metapoetischen Literatur scheint das Bett daher eine sehr attraktive Trope zu sein, um den Beginn (Wiege) und… …„Politeia“ wird am Beispiel des Bettes die grundsätzliche Kritik an der Dichtkunst formuliert. Um sich eine Vorstellung von dem Wesen der darstellenden Künste… …des Bettes. Eine klinophile Anthologie, Reinbek 1989. Unter den zahlreichen Beispielen vermisst man allerdings Kafka, in dessen Erzählungen „Das Urteil“… …. trápezai, Anm. P. B.]. […] Aber Begriffe [im Orig. œdéai, Anm. P. B.] gibt es doch nur zwei für diese Geräte, der eine das Bett, der andere der Tisch.“ 2 Das… …eine kontingente Metapher darstellt, die gleichwohl nicht metonymisch hergeleitet ist. Die am Beispiel des Betts diagnostizierte Täuschung des Malers… …damit den Sieg über Alkibiades, der eine Liegeposition zwischen Sokrates und Agathon eingenommen hatte, erringt, wird die philosophische Erotik des Betts… …Höhlengleichnis ist nicht durch eine Ähnlichkeitsrelation gekennzeichnet, sondern durch die Form des Vergleichs. Vgl. hierzu auch Bernhard H. F. Taureck: Metaphern… …, 600e. 490 Wiege oder Totenbett der Literatur? kriminierten dichterischen Repräsentationen des Betts, wie sie sich etwa bei Homer finden lassen. Eine der… …und es allen Göttern Kundmachte? Nicht kehrte ich dann zurück zu deinem Hause, Vom Lager [im Orig. ™c eu' nêß, Anm. P. B.] aufgestanden: es wäre ja eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Axel Dunker: Kontrapunktische Lektüren. Koloniale Strukturen in der deutschsprachigen Literatur des 19. Jahrhundert, Wilhelm Fink, München 2008.

    Daniela Gretz
    …Untersuchungsschwerpunkt im Bereich des Realismus, auch wenn eine systematische Bestandsaufnahme zum Verhältnis von Literatur und Kolonialismus im Realismus nach wie vor… …schlechthin, Kleists „Die Verlobung in St. Domingo“, sowie zu bislang marginalisierten Texten der Romantiker Eichendorff („Eine Meerfahrt“) und Hoffmann… …nicht-weißen Frau (…) eine viel komplexere Position zugeordnet wird als dem Weißen, subvertiert die einlinige Parteinahme der Erzähler-Stimme für die Weißen und… …: „Postcoloniality ever after“: Bemerkungen zum Stand der Postkolonialismustheorie, in: Anglia 118 (2000), S. 1–40. 309 Buchbesprechungen Eichendorffs „Eine Meerfahrt“… …nicht zuletzt von Jenni selbst emphatisch ausgeschlossen wird. Eine solche implizite Subversion des Kolonialdiskurses in der Literatur, die dessen… …„Pankraz, der Schmoller“ und Raabes „Zum wilden Mann“ sowie dessen „Stopfkuchen“, „eine Verkehrung der Kolonialisierungsbewegung“ (S. 92), mittels der es… …notwendigerweise skizzenhaft bleibt und seine ‚kontrapunktischen Lektüren‘ zuweilen allererst noch in eine schlüssige Gesamtdeutung der jeweiligen Texte zu…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Das genetische Opfer. Biologie, Theologie und Ästhetik in Storms „Carsten Curator“

    Maximilian Bergengruen
    …ist und mithin eine Verschlechterung der Erbeigenschaften bis zum Aussterben der Familie zu gewärtigen hat. Wenn sich die Familie durch den letzten… …Annas, die ihre guten Erbeigenschaften selbstlos zur Rettung der Familie einbringt. Eine solch idealistische Geste wird durch einen unübersehbaren Rekurs… …, also der von Napoleon im Jahre 1806 gegen England verhängten Handelssperre, die eine Vielzahl maritimer Schmuggeleien nach sich zog, fast könnte man… …in Hamburg eine überaus „gewagt[e] […] Geschäftsverbindung“ ein, bei der sich die Hoffnung, sie möge einen „hübschen Gewinn“ (486) abwerfen, ziemlich… …, den die anderen den ‚schönen Teufel‘ nannten“ (476); ein Mann, der nur eine gewisse Zeit in Husum weilt und bald wieder, wie die anderen „Fremden“, zu… …haben. Es gibt also auf der mütterlichen Linie vom Großvater zu Heinrich eine eindeutige und deutlich sichtbare Vererbung psychischer Eigenschaften – und… …Generation ein „Selbstmörder“ 9 bzw. Selbstmordkandidat auftritt, spricht schließlich in den Augen der zeitgenössischen Psychiatrie ebenfalls für eine… …Charakterschwächen interessieren, hat man hier eine veritable Erklärung für die Weitergabe von Erbeigenschaften in der großväterlich-mütterlichen Stammlinie Heinrichs… …andere Familienmitglieder sogar „durch ungewöhnliche Geistesgaben auszeichnen“. 13 Eine solche medizinische Beschreibung lässt aufhorchen. Denn genau… …Degenereszenz bei einem Familienmitglied sowie eine starke Steigerung der Intelligenz ohne degenerative Zeichen bei einem anderen – tritt, auch hier vom…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Verhandelte Identitäten. Maxim Billers verbotenes Buch „Esra“

    Volker C. Dörr
    …Verbot nur noch als Paradigma für die Kollision von Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrechten wahrgenommen. Tatsächlich aber erzählt er nicht nur eine… …, wird dadurch erheblich verzerrt und erschwert, ja fast unmöglich gemacht, dass eine seiner möglichen Lektüren inzwischen juristisch festgeschrieben ist… …: Durchgesetzt hat sich in letzter Instanz eine positivistische Lesart; ihr zufolge bildet der Roman zwei Frauen, Billers ehemalige Lebensgefährtin und deren… …Freiraum der Kunst, der dem Autor später verweigert werden wird – eine Pointe, die dem Feuilleton nicht entgangen ist. Und auch wenn man wohl nicht mehr wie… …der Kunst konstatieren 8 – oder doch zumindest eine kategorielle Differenz, die letztlich schon in der aristotelischen „Poetik“ begründet wird: als… …bei der Kontroverse um Persönlichkeitsrechte (und bei dem „Verbot“ des Romans) um eine „vom Roman systematisch provozierte Reaktion“ handele. (Martin… …Fiktion per se „der Justiziabilität […] entzieht“ und „eine kunstspezifische Betrachtung erfordert, die dem Richter im konkreten Fall vielleicht nicht… …der Realität gedeutet werden kann, liegt daran, dass eine Fülle von Details auf die beiden Klägerinnen zu verweisen scheint – und damit ja dann faktisch… …es aus argumentationslogischen Gründen doch wohl notwendig, dass dieser Ich-Erzähler eine ebenso wiedererkennbare Abbildung des Autors ist. 12 Damit… …, die lediglich eine Identifikation seiner Mandantinnen ermöglichen und die deswegen hätten ‚verändert‘ werden sollen, die Tatsache, dass Mutter und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Victoria Kahn, Neil Saccamano, Daniela Coli (Hgg.): Politics and the Passions. 1500–1850, Princeton University Press, Princeton und Oxford 2006.

    Cornelia Zumbusch
    …, von Natur aus zu sozialen Bindungen disponierten Wesen zeichnet sich zugleich eine historische Zäsur ab, mit der sich das 18. vom 17. Jahrhundert… …Hirschmann in „The Passions and its Interests“ insofern präzisiert, als er im politischen Denken des 17. Jahrhunderts eine Dynamik widerstreitender Wünsche… …Beschreibung wird das Nachdenken über politische Affekte in der Frühen Neuzeit als Antwort auf eine Krise lesbar, in der die Macht der Vernunft über die Gefühle… …Montaigne anpassen, indem er sich eine Leidenschaftsfreiheit erwirbt, die sich im Gegensatz zur stoischen constantia durch eine neuartige Flexibilität… …zeigt, nicht auf eine physikalisch-mathematische, sondern auf eine anthropologische Analyse affektiver Bewegung stützt. In Hobbes’ materialistischer… …Prolegomena einer politischen Theorie liest, antizipiert Descartes eine Theorie der Herr- 294 Buchbesprechungen schaft wie auch der Selbstbeherrschung. Indem er… …Pluralität begreift. An eine historische Scharnierstelle gelangt der Band mit dem Beitrag von Nancy Armstrong und Leonard Tennenhouse, der in der… …Wohltaten zu schulden, ließe sich nur durch eine Gesetzgebung umgehen, die jedem das ihm Zustehende zuteilt – in einem derart rigiden Rahmen wäre allerdings… …sich einer Gewalt, die jeder einzelne sich und seinen partikularen Präferenzen auferlegen muss. Der Autonomie des Politischen entspricht deshalb eine… …jeweils markierten Kreuzungspunkten der Diskurse eine Geschichte genuin politisch relevanter Leidenschaften abzeichnet. Zur Anregung für die…
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