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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Achim Geisenhanslüke, Die Sprache der Infamie. Literatur und Ehrlosigkeit

    Katrin Trüstedt
    …Buchbesprechungen Achim Geisenhanslüke, Die Sprache der Infamie. Literatur und Ehrlosigkeit, Paderborn: Wilhelm Fink Verlag 2014. Mit seiner… …Abhandlung über die „Sprache der Infamie“ stellt Achim Geisenhanslüke die grundsätzliche Frage nach der Darstellbarkeit der Infamie und der Infamen, die derart… …entehrt sind, dass ihnen wesentliche Formen des Auftritts, der Darstellung und Anerkennung verwehrt bleiben. Auf die Möglichkeit einer anderen Darstellung… …Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit einer Geschichte der Infamen, die prominent Foucault aufgeworfen hatte, noch einmal neu, diesmal aus der… …Spuren, die aus der Darstellung ausgeschlossen werden? Welche Rolle können schließlich literarische Texte für die Erweiterung, Vertiefung oder… …Gegenzeichnung der Geschichtsschreibung spielen, und wie wären sie dafür zu lesen? Wenn sich Foucault den von den Infamen hinterlassenen Spuren in Archiven… …literarischen (‚fiktiven‘) Geschichten ab. Es ist das Verdienst dieser Abhandlung, mit dem Entwurf einer Sprache der Infamie die Rolle der Literatur in diesem… …Zusammenhang erneut zu befragen und den Einsatz einer Foucault’schen Gegengeschichte mit den Analysemöglichkeiten und Mitteln der Literaturwissenschaft zu… …vertiefen, in deren Kompetenzbereich gerade auch die Bedingungen und Weisen der Darstellung fallen. Von hier aus lässt sich die Frage nach der… …Unterscheidbarkeit der Quellen (literarisch/nicht-literarisch) sowie nach dem Verhältnis von Geschichts-Schreibung und Narration tiefgreifender problematisieren. Für…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2016

    Einzelsprachen im Werturteil deutscher Sprachdenker des Barock und der Aufklärung

    Thorsten Roelcke
    …EINZELSPRACHEN IM WERTURTEIL DEUTSCHER SPRACHDENKER DES BAROCK UND DER AUFKLÄRUNG Teil 2: Negative Beurteilungen von Thorsten Roelcke, Berlin… …verbunden. In dem zweiten Teil des vorliegenden Aufsatzes werden die negativen Bewertungen der alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch sowie der neuen… …sowie Jahrhunderte aufgearbeitet. Der erste Teil ist den positiven Bewertungen gewidmet und erschien in Heft 3/2015. German thinking on language of the… …ist das Sprachdenken der Zeit entsprechend vielfältig und umfasst diverse sprachphilosophische Ansätze. 2 Darüber hinaus ist das deutsche Sprachdenken… …des Barock und der Aufklärung 1 Vgl. u.a.: Hans Eggers: Deutsche Sprachgeschichte. Bd. 2: Das Frühneuhochdeutsche und das Neuhochdeutsche, Reinbek 1986… …. Claudine Moulin unter Mitarbeit von Dominic Harion, Berlin, Boston 2013; Thorsten Roelcke: Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte. Analysen und… …; ders.: Geschichte der Sprachwissenschaft in Deutschland. Vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert, Berlin, New York 1999, S. 94–229; Gerda Haßler… …: Sprachtheorien der Aufklärung. Zur Rolle der Sprache im Erkenntnisprozeß, Berlin 1984; dies., Cordula Neis: Lexikon sprachtheoretischer Grundbegriffe des 17. und… …18. Jahrhunderts, 2 Bde, Berlin, New York 2009; Ulrich Ricken: Sprachtheorie und Weltanschauung in der europäischen Aufklärung. Zur Geschichte der… …Sprachtheorie des 18. Jahrhunderts und ihrer europäischen Rezeption nach der Französischen Revolution, Berlin 1990. 89 Thorsten Roelcke insbesondere auch durch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Text – Übersetzung – Kommentar. Nach der Münchener Handschrift hg., übersetzt u. erläutert v. Werner Röcke unter

    Gert Hübner
    …Buchbesprechungen Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Text – Übersetzung – Kommentar. Nach der Münchener Handschrift hg., übersetzt u. erläutert v… …ein „Ring“: Der wichtigste Unterschied zwischen Werner Röckes Ausgabe und ihren Vorgängern – nicht schon seit Bechstein, aber seit Wießner 1 – ist eine… …Transkription der einzigen Handschrift (Cgm 9300). Im dreispaltigen Spiegel jeder Doppelseite steht die Transkription links neben einem Abdruck von Wießners… …kritischem Text und einer Prosaübersetzung rechts davon. Übersetzt ist der transkribierte Text, ausnahmsweise auch der konjizierte Wießners – nämlich bei… …denjenigen nicht sehr zahlreichen, in der Übersetzung kursiv markierten und im Sachkommentar erläuterten Stellen, denen kein plausibler Sinn abgelesen werden… …konnte. Ein kritischer Apparat unter der Transkription verzeichnet unsichere Lesungen sowie Korrekturen und Glossierungen in der Handschrift; Wießners Text… …ist ohne seinen Apparat abgedruckt. In der Übersetzung sind außer den eben erwähnten auch alle weiteren im Sachkommentar (S. 441–481) erläuterten… …Stellen kursiviert. Darüber hinaus enthält der Band noch eine editionsphilologische Einleitung (S. IX–XVII), ein kurzes literaturund… …forschungsgeschichtliches Nachwort (S. 483–499) und ein ausführliches Literaturverzeichnis (S. 501–516), aber kein Verzeichnis der Figuren- und Ortsnamen im „Ring“. Mit der… …Transkription bietet die Ausgabe ein ebenso wichtiges wie zweifellos hochwillkommenes Arbeitsinstrument für Forschung und Lehre. Sie wird allerdings trotz der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Die Aufsätze des velarisierten Laterals bei den Gottscheer-Deutschen in der Steiermark und Kärnten

    Thorsten Seifter
    …DIE KONSERVIERUNG DES VELARISIERTEN LATERALES BEI DEN GOTTSCHEER-DEUTSCHEN IN DER STEIERMARK UND KÄRNTEN 1 von Thorsten Seifter Abstract Die Bewohner… …der ehemaligen Sprachinsel Gottschee leben in der Diaspora. Vorliegender Beitrag untersucht die Bewahrung des velarisierten Laterales als Ausdruck der… …Sprachinselmentalität bei den letzten Gottscheern in der Steiermark und Kärnten. In dem Zusammenhang wird die Etablierung einer „dislozierten Sprachinselforschung“ für… …projects. I. Neue Aspekte der Sprachinselforschung Gottschee war eine seit etwa 1330 hauptsächlich aus dem osttirolisch-kärntnischen (und damit… …südbairischen) Raum besiedelte, in der Unterkrain gelegene Sprachinsel, die bis 1941 bestand. 2 In diesem Jahr wurden die deutschen Siedler (bei gleichzeitiger… …gebührt Dr. Joachim Steffen (Kiel) Dank. 2 Erich Petschauer: Das Jahrhundertbuch der Gottscheer, Wien 1980. 3 Hans Frensing: Die Umsiedlung der Gottscheer… …Deutschtum in Gottschee zu verdrängen (vgl. Arnold Suppan: Zur Lage der Deutschen in Slowenien zwischen 1918 und 1938. Demographie – Recht – Gesellschaft –… …Politik, in: Geschichte der Deutschen im Bereich des heutigen Slowenien 1848–1941, hg. v. dems., Helmut Rumpler, Wien, S. 171–240). Nach dem Zweiten… …Weltkrieg wurde sämtlicher Besitz der Gottscheer in ihrer ursprünglichen Heimat konfisziert („AVNOJ“-Bestimmungen); auch sie wurden von den Tito-Partisanen… …, leben die Gottscheer-Deutschen heute in der Diaspora; vor allem in den USA, aber auch in Österreich (überwiegend in der Steiermark und in Kärnten) oder…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    „Klar wie der Tag!“

    Evidenz und Recht in Friedrich Schillers „Maria Stuart“
    Christian Sieg
    …135. Band 2016 · Viertes Heft „KLAR WIE DER TAG!“ – Evidenz und Recht in Friedrich Schillers „Maria Stuart“ von Christian Sieg, Münster Abstract… …uses the theatre as a medium which is not able to express the law discursively on its own. „O sein Verbrechen ist / Klar wie der Tag“ 1 verkündet im… …abhandenkommt. Dies gilt auch für Elisabeths Klarheit, an der sie schon einige Wortwechsel später zweifelt. Motiviert werden diese Szenen durch das juristische 1… …, hier: S. 126; im Folgenden im Text unter der Sigle ‚MS‘ zitiert. 481 Christian Sieg Verfahren, von dem das Stück berichtet. Schiller stellt das… …Taten gehören der Vergangenheit an. Dennoch folgt das Stück, wie schon „König Ödipus“ von Sophokles, einer analytischen Logik und setzt auf Techniken des… …Vor-Augen-Stellens. Die Frage nach der Evidenz des Rechts fungiert in „Maria Stuart“ als Schnittstelle zwischen rechtlichen und literarischen Verfahren. Evidenz spielt… …insofern in vielfacher Hinsicht eine Rolle: Das Stück präsentiert Beweise, die über die Schuld der Protagonistin entscheiden sollen, zeigt wie durch Rhetorik… …Partei der englischen Königin schließlich daran scheitert, die Schuld Maria Stuarts evident zu machen, wird der diskursiv ausgetragene Streit um das… …nicht direkt darzustellen, in einem Brief an Goethe erläutert. Er „sehe die Möglichkeit“, schreibt Schiller in der Anfangsphase der Konzeption des Stücks… …, „den ganzen Gerichtsgang zugleich mit allem politischen auf die Seite zu bringen, und die Tragödie mit der Verurteilung anzufangen“ (MS, S. 209)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f" Ausgabe 3/2016

    Kirstin Casemir (Hg.): Namen und Appellative der älteren Sprachschichten, Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2015

    Barbara Aehnlich
    …Buchbesprechungen Kirstin Casemir (Hg.): Namen und Appellative der älteren Sprachschichten, Verlag Dr. Kova&, Hamburg 2015 (Schriften zur… …vergleichenden Sprachwissenschaft 14), 220 S. Der Band umfasst acht Beiträge der Tagung zum Projekt „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe – Onomastik im europäischen… …vorgestellt sowie seine europäischen Bezüge aufgezeigt. Gemeinsam ist allen Aufsätzen die Hinwendung zu den appellativischen Grundlagen der vorgestellten… …Toponyme. Die Beiträge aus dem Forschungskontext des Projekts thematisieren ausgewählte Phänomene der und Beobachtungen zur Toponymie Niedersachsens und… …europäischen Raum“ das Projekt, seine Ziele und die Umsetzung vor. Der Raum zwischen Rhein und Elbe ist im Gegensatz zu anderen Großräumen Deutschlands… …onomastisch bisher wenig erschlossen – das von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen getragene Langfristforschungsprojekt soll diese Lücke schließen… …16,5 Millionen Einwohnern aus. Hauptziel ist „die flächendeckende Erfassung und Aufarbeitung der Ortsnamen des Untersuchungsgebiets“ (S. 14). Daneben… …weist Casemir aber auf weitere Erkenntnisse aufgrund der Beantwortung der toponomastischen Fragestellungen hin. So können das Wissen über die Verwendung… …Sprachkontakt mit dem Slawischen finden eine Antwort und Theorien zur fränkischen toponymischen Erschließung der Siedlungsräume können profunder beurteilt werden… …zeigt Casemir 14 unterschiedliche Fachgebiete auf, die von der Erforschung des Ortsnamenbestandes im Untersuchungsgebiet profitieren werden. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2016

    Matthias Däumer, Stimme im Raum und Bühne im Kopf. Über das performative Potenzial der höfischen Artusromane

    transcript, Bielefeld 2013 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften 9), 570 Seiten
    Ulrich Hoffmann
    …Buchbesprechungen Matthias Däumer, Stimme im Raum und Bühne im Kopf. Über das performative Potenzial der höfischen Artusromane, transcript, Bielefeld… …gemeinschaftlichen Rezeption gegenüber einer immer schon schriftlich konzipierten und individuell gelesenen Literatur der Neuzeit zu beschreiben, betont man gerne und… …Aufführung wie auch die Unwägbarkeiten schriftlicher Überlieferung – der kulturwissenschaftlich orientierten Mediävistik sind viele, durchaus schwer zu gehende… …angelegte Diskussionen gerade der letzten Jahre. 2 Ein verlockendes, wenn auch stark generalisierendes Beschreibungsmodell bietet Christian Kiening, der die… …vormoderne Literatur „zwischen Körper und Schrift“ ansiedelt, verortet in einer Art „Zwischenraum“, der durch die körperliche Präsenz der Literatur… …beschreibt Kiening den mittelalterlichen Typus von Literatur über drei Momente: den Moment der Wiederholung, insofern Texte an einem Überlieferungsgeschehen… …teilhaben; der Unfestigkeit, insofern sie dabei keine unveränderliche Gestalt bewahren; schließlich der Performativität, insofern sie an Situationen des… …Siehe im Überblick und kritisch gerade hinsichtlich einer kulturtypologischen Differenzierung von Mittelalter und Neuzeit Ursula Peters: ‚Texte vor der… …Literatur‘? Zur Problematik neuerer Alteritätsparadigmen der Mittelalter-Philologie, in: Poetica 39, 2007, S. 59–88. 2 Verwiesen sei lediglich auf die… …Konzept der Alterität, hg. v. Manuel Braun, Göttingen 2013; Die Aktualität der Vormoderne. Epochenentwürfe zwischen Alterität und Kontinuität, hg. v. Klaus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: „Archäologie der Spezialeffekte“. Internationale Tagung an der Universität Basel (Schweiz), 27.–30. Januar 2016

    Maximilian Benz
    …Tagungsbericht Tagungsbericht: „Archäologie der Spezialeffekte“. Internationale Tagung an der Universität Basel (Schweiz), 27.–30. Januar 2016 Selbst… …der letzte Schrei, das Allerneueste hat seine Vorgeschichten, und die spektakulärste Illusion beruht nicht nur auf technischen, sondern auch auf… …Beitrag zur Geschichte des seit jeher an der Grenze von Wissen und Kunst angesiedelten ‚Staunens‘ zu leisten. Die von Nicola Gess (Basel) und Natascha… …die Unschärfe des Begriffs zur Stimulierung eines diachronen, interdisziplinären Austauschs genutzt werden sollte. Der besondere systematische Ort des… …werde auch eine Collage-Technik, eine kaleidoskopische Brechung, zur Evokation des Inkommensurablen und Jenseitigen eingesetzt. Diese Spezialeffekte der… …. So nahm Marc-Aeilko Aris (München) spätmittelalterliche paraliturgische Praktiken am Fest Christi Himmelfahrt in den Blick: Der (aus scholastischer… …Sicht heikle) Moment der Himmelfahrt werde im Spätmittelalter als Mysterium unter Einsatz von Spezialeffekten inszeniert: Aus dem Deckenloch, durch das… …auch im Fall der Wandlung (dort handelt es sich um Glockengeläut) weise der Einsatz des Spezialeffekts auf die Besonderheit des Vorgangs hin und… …staunenerzeugende akustische Phänome- 428 Tagungsbericht ne untersuchte – die Human Harp an der Brooklyn Bridge und die performances Camille Norments im norwegischen… …Pavillon auf der Biennale 2015. Dort und im Film „Transformers“ (2007) würden die akustischen Spezialeffekte erzeugt, um die humanozentrischen Formen der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Tagungsbericht: „Szenarien der Ausnahme in der Populärkultur“, Siegen: 17.–19.9.2015; Organisation und Konzeption: Dr. Matthias Schaffrick, Prof. Dr

    Sarah Maaß
    …TAGUNGSBERICHT Tagungsbericht: „Szenarien der Ausnahme in der Populärkultur“, Siegen: 17.–19. 9. 2015; Organisation und Konzeption: Dr. Matthias… …Schaffrick, Prof. Dr. Ralf Schnell, Prof. Dr. Niels Werber „Szenarien der Ausnahme in der Populärkultur“ – das Tagungsthema vereinte drei bereits… …der Ausnahme heuristische Kategorien zur Bestimmung von ‚Pop‘ und ‚Populärkultur‘ sowie zur Analyse ihrer Verfahren und Formenrepertoires… …(weiter)entwickelt. Zum anderen wurden anhand konkreter Artefakte der unterschiedlichen Künste und Medien populärkulturelle Repräsentationen von Ausnahmezuständen… …der Ausnahme selbst als klärungsbedürftig weil mehrdeutig und konnotationsreich. Den Auftakt bildete ein programmatischer Eröffnungsvortrag der… …Tagungsorganisatoren Niels Werber und Matthias Schaffrick (Siegen), in dem mögliche theoretische Rahmungen des Themas präsentiert wurden. Unter der Überschrift „Die… …Ausnahme des Pop“ aktualisierte Werber eine Bedeutungsvariante des Ausnahmebegriffs, in der dieser als ästhetische, etwa an die Abweichungspoetik Schlegels… …Schmitts Diktum, die Ausnahme sei interessanter als die Regel, an und bestimmte ‚Pop‘ unter Rückgriff auf Jochen Venus’ Begriff der spektakulären… …Selbstreferenz als (Ausnahme)Form des Populären. Während in der wissenschaftlichen Diskussion von Pop und Populärkultur zumeist deren Sekundarität und Tendenz zur… …verstehen. Als synekdochischer Ausnahmefall repräsentiere der Star das Paradigma selbst und erhalte so hyperparadigmatische Ikonizität. Das „Niagara“-Still…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: „Die Versuchung der schönen Form. Spannungen im mittelalterlichen Konzept des ‚Erbaulichen‘“. Interdisziplinäres Kolloquium in Zürich

    Thomas Poser
    …TAGUNGSBERICHTE Tagungsbericht: „Die Versuchung der schönen Form. Spannungen im mittelalterlichen Konzept des ‚Erbaulichen‘“. Interdisziplinäres… …Funktionsmodell der ‚Erbauung‘ eine Schlüsselkategorie vormoderner Kunst ins Zentrum. Ziel war es, das – zumeist als unspezifischen Sammelbegriff gebrauchte –… …Konzept der ‚Erbauung‘ (lat. aedificatio) in gattungs- und disziplinenübergreifenden Zugriffen für die Mediävistik zu schärfen zugunsten einer signifikanten… …Vielschichtigkeit im Begriffsgebrauch und in der (religiösen, ästhetischen) Realisierung von ‚Erbaulichem‘. Dabei sollte bewusst auf vorgängige definitorische… …Stattdessen wurde der Fokus gezielt auf diejenigen Aspekte gelenkt, die sich den Verständigungsversuchen darüber, was ‚Erbauung‘ denn sei, gerade zu widersetzen… …allzu leicht zum Verschwinden gebracht wird. Schließlich: Was ist der zumindest implizite Gegenbegriff zu ‚Erbauung‘? Eine Reihe solcher Spannungen, die… …allesamt den Erbauungsbegriff prägen, hat Köbele gleich in ihrer Einführung benannt: die Spannung zwischen ästhetischem Anspruch und der Verpflichtung zur… …‚Kunstlosigkeit‘, zwischen dem Kompetenz- und Inspirationsmodell von Autorschaft, zwischen der Traditionsbindung von „heiligen“ Stoffen und der Lust am „schönen“… …Textfunktionen wie Tröstung und Mahnung. Hinzukommt auf der Metaebene wissenschaftlicher Reflexion das grundsätzliche Dilemma historischer Abstraktionen: Wenn… …Prägnanz zum einen darum gehen, von Fall zu Fall die verschiedenen Erbauungsbegriffe des Mittelalters und der Frühen Neuzeit möglichst genau zu…
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