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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Zeit, Vorzeit und die Narrativierung von Geschichte in der „Kaiserchronik“

    Christoph Petersen
    …Peters · Hartmut Steinecke · Helmut Tervooren 126. Band 2007 · Drittes Heft ZEIT, VORZEIT UND DIE NARRATIVIERUNG VON GESCHICHTE IN DER „KAISERCHRONIK“ von… …Christoph P e t e r s e n , München Abstract Der Beitrag führt die Gestaltungsunterschiede, die in der „Kaiserchronik“ zwischen den beiden Teilen bis bzw… …. nach Karl dem Großen bestehen, auf spezifische Konzeptionen von Zeit und römischer Kaisergeschichte zurück. Gezeigt wird zum einen, wie der… …Geschichtserzählung der „Kaiserchronik“ das Konzept von Zeit als einer Reihe disjunkter Zeitspannen zugrunde liegt, die anhand von paradigmatischen Isotopien… …miteinander verbunden und ineinander geblendet werden können. Zum anderen wird nachvollzogen, wie der Text als Ziel der römischen Kaisergeschichte die… …Trägerschaft der ‚Deutschen‘ profiliert und dass innerhalb dieses Geschichtskonzepts der ‚vordeutsche‘ Teil der Reichsgeschichte als unerfüllte Epoche erscheint… …. Die These ist, dass das in der konzeptuellen Unerfülltheit liegende Sinndefizit dieser Epoche durch eine narrative Sinnproduktion in den einzelnen… …Episoden der ‚vordeutschen‘ Kaiser ausgeglichen wird. This article traces the differences in features which exist in the two halves of the “Kaiserchronik”… …episodes on the ‘pre- German’ emperors. Dass die deutsche „Kaiserchronik“ aus der Mitte des 12. Jahrhunderts den ‚antiken‘ Teil der römischen… …Stichworte. Die Traditionsbindung: Vor Karl d. Gr. zeigt der Text Eingriffe in die überlieferte Kaiserfolge (Umstellungen, Auslassungen, Hinzufügungen), die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Das Theater der Weltgerichtspiele – Tatsachen und Mutmaßungen

    Hansjürgen Linke
    …DAS THEATER DER WELTGERICHTSPIELE Tatsachen und Mutmaßungen von Hansjürgen L i n k e , Köln Abstract Die Studie untersucht, wie in den deutschen… …den Regieanweisungen der Texte gewinnt sie eine idealtypische Vorstellung von deren Aufführung: von der Topographie ihrer Bühne, der Ausstattung mit… …Kostümen und Requisiten, der Inszenierung insgesamt und in Grenzen auch von ihren z. T. unterschiedlichen Ensembles. Die Bewegungs- und Klangmuster der… …inszenatorischen Ordnung erweisen sich als theatralische Versinnlichung der spirituellen Ordnung von Welt und Gesellschaft. This article examines how German Last… …gegenwärtigen Stand unseres Wissens von mehr als 15 Spielnachrichten aus dem Zeitraum zwi- 1 Ich zitiere nach der Edition: Die deutschen Weltgerichtspiele des… …in fast allen Textzeugen vorhanden ist, weise ich sie zur Entlastung des Apparats der Einfachheit halber pauschal nur durch Angabe der Seite in der… …Edition nach, ggf. unter Beifügung von a oder b zur Bezeichnung der Spalte. Bei Nachweisen aus Einzelspielen dagegen bediene ich mich der Textsiglen… …, allerdings nicht der an sich sinnvollen aus Rolf Bergmanns Katalog der deutschsprachigen geistlichen Spiele und Marienklagen des Mittelalters, München 1986… …(Veröffentlichungen der Kommission für deutsche Literatur des Mittelalters der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), sondern der für Belegstellennachweise und einen… …textkritischen Apparat handlicheren der Textedition: B Sog. Berner (eigentlich Luzerner) Weltgerichtspiel (um 1462) Bln Berliner Weltgerichtspiel (1482) C Churer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Die Tiersymbolik und der Mutter-Vater-Komplex in Stifters „Hochwald“

    Christian Dawidowski
    …DIE TIERSYMBOLIK UND DER MUTTER-VATER-KOMPLEX IN STIFTERS „HOCHWALD“ Abstract von Christian D a w i d o w s k i , Siegen Das Rätselhafteste an… …weiter erhellen. Die vorliegende Interpretation füllt diese Leerstellen und erläutert im Vergleich der Fassungen der „Iris“ und der „Studien“ besonders die… …actually a lesser spotted eagle. „Der Hochwald“, Stifters bekannteste Erzählung, erschien zunächst 1841 (im Jahresband für 1842) in der „Iris“, dann 1844 –… …, dennoch finden sich gerade an entscheidenden Stellen Abweichungen der so genannten „Studienfassung“ von der „Journalfassung“. 1 Betrachtet man die… …Korrespondenz Stifters mit dem Verleger der „Iris“, Gustav Heckenast, fällt neben dem Selbstbewusstsein des Autors ein erstaunlicher Vergleich auf. In seinem… …gestellt […] denn das weiß ich mit Gewissheit, 1 „Der Hochwald“ wird mit der Sigle HKG nach der folgenden Ausgabe zitiert: Adalbert Stifter: Werke und Briefe… …. Historisch-kritische Gesamtausgabe, hg. v. Alfred Doppler u. Wolfgang Frühwald, Stuttgart, Berlin, Köln u.a. 1978–2004. In der Regel beziehen sich die Seitenangaben im… …laufenden Text auf die Buchfassung der „Studien“, die 1844 erschien (Bd. 1,4). Die Sigle JF bezeichnet die Journalfassung, erschienen 1841 in der „Iris“ (Bd… …. 1,1). 526 Die Tiersymbolik und der Mutter-Vater-Komplex in Stifters „Hochwald“ daß diese Dichtung innig und warm ist, und warme Herzen ergreifen muß, und… …das weiß ich auch, daß sie, außer Tiek, keiner schreiben kann. 2 Der unvermittelte Vergleich mit Tieck, dessen „Gesammelte Novellen“ seit 1835…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Carsten Jakobi: Der kleine Sieg über den Antisemitismus. Darstellung und Deutung der nationalsozialistischen Judenverfolgung im deutschsprachigen

    Stephan Braese
    …Buchbesprechungen Carsten Jakobi: Der kleine Sieg über den Antisemitismus. Darstellung und Deutung der nationalsozialistischen Judenverfolgung im… …jedoch selbstverschuldet. Wenn der Forschungsüberblick dieser Studie mit der lakonischen Feststellung einsetzt: „Die Forschung hat für die… …Antisemitismusdarstellungen in der Exildramatik bislang keinen Klärungsbedarf gesehen“ (11), so blitzt hier in aller Schärfe eine jener lastenden Hypotheken der Exilforschung… …Vermutung, dass „die starke Fokussierung des ‚antifaschistischen‘ Exils […] unter weitgehender Ausklammerung der Massenvertreibung (und der Massenvernichtung)… …der deutschen und europäischen Judenheit […] eine Art geschichtlicher Deckerinnerung“ 3 sein könnte, wurde durch die selbstkritischen Bestandsaufnahmen… …, die in den Jahren darauf in der deutschen Exilforschung einsetzten4 , eher bestätigt als falsifiziert. Wer heute die deutschsprachige Literatur des… …Systemkonkurrenz gefangen war. Carsten Jakobi hat am Beispiel der Antisemitismus-Darstellung im Zeitstück des Exils eindrucksvoll demonstriert, welche Einsichten die… …geradezu stupende Weise deutlich, wie nicht nur die in der westdeutschen Exilforschung einflussreichste Methode der Grundforschung, sondern auch deren… …, sozialer und historischer Momente der Exilsituation“ (22) und klammert dabei ästhetische Momente aus, sucht eine Kritik wie etwa die Joseph P. Strelkas in… …der vermeintlichen Bemühung, „Exilliteratur als Literatur zu rezipieren, […] Literatur von ihrem konkreten stofflichen Inhalt zu trennen“ (23 f.). In…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Gideon Stiening: Epistolare Subjektivität. Das Erzählsystem in Friedrich Hölderlins Briefroman „Hyperion oder der Eremit in Griechenland“, Niemeyer

    Andreas Dittrich
    …Buchbesprechungen Gideon Stiening: Epistolare Subjektivität. Das Erzählsystem in Friedrich Hölderlins Briefroman „Hyperion oder der Eremit in… …Griechenland“, Niemeyer, Tübingen 2005. Dass Friedrich Hölderlins Briefroman „Hyperion oder der Eremit in Griechenland“ in seiner Gestalt wie in seinem Gehalt… …stark von frühromantischen oder frühidealistischen Strömungen der spekulativen Philosophie beeinflusst ist, gilt als unbestreitbar. An der Frage, wie ein… …hingegen die Geister. In der Vorrede zu seinem einflussreichen Aufsatz „Hölderlins Dichtung im Zeitalter des Idealismus“ unterscheidet Wolfgang Binder drei… …typische Ansätze: (a) Der Ansatz der „geistesgeschichtlichen Relativierung“ sei von der Frage geleitet, „wie sich idealistisches Denken in der Gedankenwelt… …der Hölderlinischen Dichtung widerspiegele“; diesem Zugriff stehe (b) der Ansatz der „unhistorischen Formalisierung“ gegenüber, der Gedankensplitter aus… …Augen zu verlieren“. 1 Eben dieses Paradigma prägt viele der neueren literaturwissenschaftlichen Studien zu Hölderlins „Hyperion“, die sich gleichwohl… …Kommentierung und Interpretation der 1797/99 erschienenen Endfassung des „Hyperion“ (S. 265–486) auf eine akribische Analyse der Vorfassungen gegründet: des… …„Tübinger Fragments“ von 1792/93 (S. 48–60), des „Fragments von Hyperion“ von 1794 (S. 60–123), der „Metrischen Fassung“ (S. 128–164) und des Fragments… …„Hyperions Jugend“ von 1795 (S. 164–218) sowie der zumeist vernachlässigten „Vorletzten Fassung“ von 1795/96 (S. 219–264). Begleitet sind diese Analysen von…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Ulrich Johannes Schneider (Hg.): Kultur der Kommunikation. Die europäische Gelehrtenrepublik im Zeitalter von Leibniz und Lessing, Harrassowitz

    Hedwig Pompe
    …Buchbesprechungen Ulrich Johannes Schneider (Hg.): Kultur der Kommunikation. Die europäische Gelehrtenrepublik im Zeitalter von Leibniz und Lessing… …, Harrassowitz, Wiesbaden 2005. Der zu besprechende Band beschäftigt sich mit praktischen Bedingungen, Konzepten und Projekten der europäischen Gelehrtenrepublik… …zwischen dem späten 17. und mittleren 18. Jahrhundert. Mit seinen 18 Beiträgen geht er auf ein an der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel 2002… …durchgeführtes Symposion zurück. Der Grundtenor aller Beiträge ist es eher, die politische, institutionelle und kommunikative Selbstbehauptung einer europäischen… …‚res publica litteraria‘ zu beschreiben, als deren mögliche Existenz und Strahlkraft im 18. Jahrhundert kritisch zu exponieren. Der historische und… …ideelle Beitrag, den diese „République des Lettres“ (S. 8) in und mit Europa in der Geschichte des Wissens geliefert habe, sei, so Marc Fumaroli in seinem… …Rekonstruktion der für das moderne Denken auf vielfältige Weise wichtigen gelehrten Vorgeschichte stehe dabei in großen Teilen noch aus. Entsprechend bieten die… …‚bürgerliche Gesellschaft‘“ durch die tatsächliche „Praxis des intellektuellen Lebens“ (U. J. Schneider, ebd.) sei das Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit… …als Geschichte der 303 Buchbesprechungen Herausbildung des modernen kritischen Bewusstseins und der Öffentlichkeit, selbst in ihren Grundzügen… …„Medien“, greift konzeptuelle Stichworte der kultur-, medien- und kommunikationshistorischen Debatten auf, neuere Forschungsperspektiven werden in den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    und der Beruf der Wissenschaft, de Gruyter, Berlin, New York 2005.

    Wilhelm Voßkamp
    …Welt des Dichters und der Beruf der Wissenschaft, de Gruyter, Berlin, New York 2005. Im Horizont gegenwärtiger Diskussionen über den Sinn und Zweck der… …Literaturwissenschaft im Zusammenhang der Kulturwissenschaften erhalten vergleichbare Debatten am Beginn des 20. Jahrhunderts im allgemeinen und die durch den… …George-Kreis mitbestimmten Veränderungen der Philologien zugunsten von ‚Geisteswissenschaften‘ eine besondere Aktualität. Dazu gehören nicht nur wiederkehrende… …„Umstrukturierung besonders der philologisch-historischen Disziplinen“ (S. 35) ließen 311 Buchbesprechungen sich ohne Umschweife auf neuere Diskussionen zum… …Selbstverständnis der Kulturwissenschaften übertragen. 1 Angesichts der seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfreulich intensiven Forschungen zu George und… …zum George-Kreis 2 vermag ein Sammelband, der aus Referaten eines Kolloquiums entstanden ist, zwar im einzelnen höchst aufschlussreiche, aber insgesamt… …eher ergänzende Beiträge zu den vorliegenden Monographien zu bieten. Hinzu kommt, dass der Band – ähnlich wie andere gegenwärtig erscheinende Sammelbände… …(D. von Petersdorf), dem „Geheimen Deutschland und der Wissenschaft“ (R. E. Norton), der Zeitschrift des George-Kreises ‚Castrum Peregrini‘ (R… …. Ockenden) und einem Beitrag von G. Mattenklott über Walter Benjamin und Theodor W. Adorno führt eine auf der umfassenden Untersuchung von R. Kolk basierende… …Überblicksdarstellung in den Problemkreis ein, bevor die eigentliche Intention des Sammelbandes deutlich wird in der Charakterisierung einzelner Philologen des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Ursula Kocher: Boccaccio und die deutsche Novellistik. Formen der Transposition italienischer ‚novelle‘ im 15. und 16. Jahrhundert, Rodopi, Amsterdam

    Caroline Emmelius
    …BUCHSPRECHUNGEN Ursula Kocher: Boccaccio und die deutsche Novellistik. Formen der Transposition italienischer ‚novelle‘ im 15. und 16. Jahrhundert… …, Rodopi, Amsterdam, New York 2005 (Chloe, Beihefte zum Daphnis 38). Die Rezeption der lateinischen und volkssprachlichen Werke Giovanni Boccaccios in der… …deutschen Literatur ist seit langem Gegenstand intensiver Forschungsbemühungen in der germanistischen Mediävistik. Insbesondere zur Aufnahme der… …auch die vorliegende, in Tübingen und Berlin entstandene Dissertation zu stellen. Schon der Titel indiziert drei Schwierigkeiten, die sich mit der… …deutschen Boccaccio-Rezeption verbinden: Die erste zielt auf den Begriff der „deutschen Novellistik“. Auch die vorliegende Arbeit teilt die – prominent von… …mittelalterlichen Erzählformen (Kasus, Exempel, Mirakel etc.) bestimmt werden kann und daher für den Bereich der deutschen Literatur vom Mären- oder Schwankerzählen… …dar, durch die sich die Erzählpraxis in der deutschen Literatur allmählich verändert (S. 35–45, Zitat 43). Diese enge Definition einer „deutschen… …Spezifikum der deutschen Rezeption gelten. Einen direkten Zugriff auf den italienischen Text bietet vor allem die erste Gesamtübersetzung des „Decameron“ durch… …den Anonymus Arigo, die ihrerseits vielfach die Vorlage für die späteren Rezeptionszeugen abgibt. Auch dieser Weg der Aneignung verweist also nur… …1988 (GRM-Beiheft 8); Claudia Bolsinger: Das Decameron in Deutschland. Wege der Literaturrezeption im 15. und 16. Jahrhundert, Frankfurt/Main u.a. 1998…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2007

    Dietmar Till: Das doppelte Erhabene. Eine Argumentationsfigur von der Antike bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Niemeyer, Tübingen 2006.

    Eric Baker
    …Buchbesprechungen Dietmar Till: Das doppelte Erhabene. Eine Argumentationsfigur von der Antike bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Niemeyer… …, Tübingen 2006. Ziel der vorliegenden Studie ist es, das heutige Wissen um die Wirkung Longins, die bisher hauptsächlich als Appendix zum ästhetischen Diskurs… …des 18. Jhs. untersucht worden ist, auf ihre übersehene prämoderne und frühneuzeitliche Geschichte hin zu ergänzen. Die Einleitung der Untersuchung… …beginnt mit der obligatorischen Stellungnahme zur gegenwärtigen Forschungslage. Skizziert wird die vor allem aus Frankreich herrührende ‚postmoderne‘… …Renaissance des Erhabenen, und deren deutsche Aufnahme u.a. durch Welsch, Pries, und Begemann. Der resümierende Überblick markiert aber keinen Ausgangspunkt… …, sondern vielmehr einen Bruch: „Das vorliegende Buch knüpft an diese Debatten nicht an“ (S. 4), heißt es lapidar. Stattdessen geht der Verfasser „im Gegenzug… …vom blinden Fleck der postmodernen Erhabenheitsdebatte aus: ihrer Geschichtslosigkeit. Die historische Dimension des Begriffs möchte die Studie… …programmatisch zurückgewinnen“ (ebd.). Es ist der altbekannte Zwist: die Altphilologen und Literaturhistoriker werfen der postmodernen Literaturtheorie… …bekannte Polemik nichts Gutes. Hier aber scheint sie nicht ganz unberechtigt zu sein, denn wie Till zu Recht konstatiert: „Mit Ausnahme der Rezeption von… …Boileaus Traité du sublime (1764), der ungemein wirkungsmächtigen Übertragung von peri hypsos ins Französische, ist die Geschichte des Erhabenen vor Burke…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Karl der Große in den europäischen Literaturen des Mittelalters. Konstruktion eines Mythos, hg. v. Bernd Bastert, Max Niemeyer, Tübingen 2004, XVIII

    Bernd Schneidmüller
    …Buchbesprechungen Karl der Große in den europäischen Literaturen des Mittelalters. Konstruktion eines Mythos, hg. v. Bernd Bastert, Max Niemeyer… …, Tübingen 2004, XVIII und 253 Seiten Karl der Große – idealer Herrscher, Identifikationsfigur, Stein des Anstoßes, oft benutzt, beständig verformt… …, Heidensieger, Kreuzfahrer, Verkörperung des Abendlands, Vater Europas, bald eher Mythos als Mensch. Selbst in einer Zeit, in der ältere Vergangenheitsschichten… …zunehmend verblassen, taugt der große Karl immer noch für Fragen in TV-Ratespielen. Die Instrumentalisierung des Frankenherrschers und Römerkaisers begann an… …auf den Vater Europas. Schon zu Lebzeiten ein literarischer Held, trat Karl der Große über 1200 Jahre seine vielen Karrieren an, xxxxx 3 Ingeborg Glier… …: Artes amandi. Untersuchung zu Geschichte, Überlieferung und Typologie der deutschen Minnreden, München 1971 (MTU 43); Franz Viktor Spechtler: Hugo von… …Spätmittelalter begann der Streit der Nachfahren um das Erbe. Politisch wurde der Held zerteilt und existierte nebeneinander als Römerkaiser wie als französischer… …, und bis heute dauern die sorgfältigen Analysen der Philologen an. Mit analytischem Geschick und innovativer Kraft präsentiert der anzuzeigende… …Literatur). Die hohe Qualität der Beiträge macht den Sammelband zu einem Standardwerk, das seinen besonderen Wert durch die Einbettung in moderne… …Theoriedebatten um Identität, Ritual und Mythos gewinnt. In seiner Einleitung präsentiert Bastert den Rang Karls des Großen in der europäischen „Mythomotorik“ und…
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