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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Michael Zaremba: Christoph Martin Wieland. Aufklärer und Poet. Eine Biografie. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2007.

    Jürgen Jacobs
    …Buchbesprechungen Michael Zaremba: Christoph Martin Wieland. Aufklärer und Poet. Eine Biografie. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2007. Für eine… …Michael Zaremba angenommen, der bereits im Jahre 2002 eine Herder-Biografie veröffentlicht hat. Sein neues Wieland-Buch ist nicht ganz ohne Verdienste. Es… …Jahrzehnte erscheinenden „Teutschen Merkur“. Zarembas Absicht ist es, eine „Annäherung an die soziale, geistige und physische Befindlichkeit“ Wielands zu… …seines Geistes und Herzens, und in gewissem Sinne seines ganzen Lebenslaufs.“ (10) Wenn dem so ist, dann müsste eine Darstellung Wielands sich auch… …Individual-Charakter am genauesten bekannt wird“. 3 Eine solche Bemerkung sollte es für einen Wieland-Biografen unumgänglich machen, sich mit den Horaz-Übersetzungen… …Einleitung nicht mehr als eine zufällige Aufzählung einiger Titel. Für Friedrich Sengles große Monografie von 1949 fallen dabei nur sechs Zeilen ab (vgl. 18)… …Gattungsbegriffen tut sich Zaremba offensichtlich schwer. Den Roman „Das Fräulein von Sternheim“ der Sophie LaRoche nennt er eine „Erzählung“ (158), der „Aristipp“… …sich kaum als eine „Autorin ersten Ranges in der europäischen Literatur“ bezeichnen (159). Irritierend sind schließlich die immer wieder auftretenden… …differenziertes Bild entstehen. Nicht streiten möchte man mit Zaremba, wenn er bei Wieland aufgrund von dessen Reizbarkeit und einiger anderer Symptome eine… …Charakterisierungen einfach nebeneinandergestellt werden. So soll er bald Stoiker, bald Kyniker sein (vgl. 292), bald wird ihm eine „klaustrophile Neigung“ zugesprochen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Burkhardt Wolf: Die Sorge des Souveräns. Eine Diskursgeschichte des Opfers, Diaphanes, Zürich, Berlin 2004.

    Marcus Twellmann
    …Buchbesprechungen Burkhardt Wolf: Die Sorge des Souveräns. Eine Diskursgeschichte des Opfers, Diaphanes, Zürich, Berlin 2004. „Eine Diskursgeschichte… …der Untersuchung an, spannt der Obertitel „Die Sorge des Souveräns“ ihren Rahmen auf: Als eine Tatsache, die durch das Reden über sie erst… …totalitäre Durchführung ein Schluss über „Das Opfer ‚nach Auschwitz‘“ berührt. Diese Aufteilung will weder eine historiographische Konvention erfüllen, noch… …den homo sacer, deren Wirksamkeit sich nicht zuletzt einem Verfahren verdankt, das eine Deutung diverser Phänomene der abendländischen Geschichte durch… …den Rückbezug auf eine ursprüngliche, in der Antike entdeckte Figur ermöglicht. 1 Wolfs Diskursgeschichte dagegen nimmt streng nominalistisch eine… …Buchbesprechungen den Blick, ohne sie durch den Bezug auf eine Idee verbinden zu wollen – als gemeinsamer Nenner wird nicht mehr in Anspruch genommen als eben das… …Menschen und den Programmen der Menschenführung auf. Seine Dissertation setzt damit eine Reihe von in der Regel schon zweiten Büchern fort, die in den… …Zusammenstellung mit Ergebnissen anderer Disziplinen erschließt sich deren Tragweite. Das erfordert nicht nur weit reichende Kenntnisse, große Übersicht und eine… …sichere Hand bei der Gewichtung einzelner Befunde, sondern auch eine theoretische Einbildungskraft, die allein deren Vielheit eine anschauliche Einheit… …. Über viele anregende Thesen zur historischen Rede über das „Opfer“ hinaus bietet dieses Buch auch eine Neuzeit-Erzählung, die einige Korrekturen an den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Bernd Neumann: Franz Kafka. Aporien der Assimilation. Eine Rekonstruktion des Romanwerks

    Ulrich Plass
    …Buchbesprechungen Bernd Neumann: Franz Kafka. Aporien der Assimilation. Eine Rekonstruktion des Romanwerks, Fink, München 2007. Der Verfasser dieser… …postmoderner Beliebigkeit“ (S. 11) zumindest rhetorisch eine Abfuhr erteilt wird. Bernd Neumann möchte – und damit steht er natürlich kaum allein – den… …Interpretation, und Neumann stützt sich dabei vor allem auf Hannah Arendts Gedanken zu Kafka als jüdischem Paria. Wer allerdings eine ausführliche Erörterung von… …besonders eine als zweifach minoritär gekennzeichnete Gruppe wie die deutschsprachigen Prager Juden bedroht. Neumanns Anspruch, Kafkas Werk unter dem… …Wirklichkeit, um welches Subjekt es eigentlich geht: Mal liegt das Augenmerk spezifisch auf den böhmischen Verhältnissen, ein anderes Mal geht es wieder um eine… …kontextualisiert, dabei aber zur Ästhetik und Poetik von Kafkas Literatur nichts zu sagen hat. Der im Untertitel angegebene Anspruch, eine „Rekonstruktion des… …. Eine gewagte Formulierung, die aber im Gefüge des bewusst essayistisch gehaltenen Buchs durchaus stimmig ist. Neumanns Versuch, das Verständnis von… …wieder auf eine Interpretation der Texte selbst angewiesen, so dass man, trotz allem erklärten Historismus, gegen die Gefahr des unbewussten… …verliert. Im Prinzip ist ja eine diskursgeschichtliche Werkinterpretation von der verfemten biografischen Methode gar nicht so verschieden: Neumann spricht… …Anstoß zur Niederschrift des Romans habe sich aus der Erschütterung über den Ausbruch des Krieges ergeben. Diese These eröffnet einerseits eine viel…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2008

    Damaris Nübling, Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. In Zusammenarbeit mit Antje

    Norbert Richard Wolf
    …Damaris Nübling, Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels. In Zusammenarbeit mit Antje… …causa causalis im Sinn der aristotelisch-scholastischen Philosophie, gehen, sondern viel mehr um eine Finalität, die causa finalis. Eugenio Coseriu hat… …festgestellt, dass die Frage nach der Kausalität eine Frage der Naturwissenschaften sei, während die Geisteswissenschaften, die es ja mit Kulturobjekten zu tun… …Name Coseriu fehlt im Literaturverzeichnis – m, spielt es in zahlreichen Darstellungen von Sprachwandelvorgängen und deren ‚Begründungen‘ eine wichtige… …einen großen Teil der Darstellung und die Auswahl an Beispiel- und Problemfällen ausmacht, bestimmt: Es ist nicht so sehr eine ‚philologische‘… …noch den Sprachwandel zu einem intentionalen Wesen hypostasieren will), eben eine causa finalis. Deshalb heißt es auch: „Die Silbensprachen tendieren zu… …, ausreicht, eine – möglicherweise erklärungsstarke – These zu widerlegen. Solange aber nicht eine Reihe von Texten, wenn möglich auf der Basis von… …Handschriften, genau analysiert worden ist, bleibt die These nur eine Hypothese, die allerdings zu weiteren Forschungen anregt. Zum Sprossvokal in pereg heißt es… …noch: „Zusätzlich findet eine Vokalharmonie zwischen beiden Vokalen statt“ (S. 23), es werden dazu drei weitere Belege angeführt. Auch diese Bemerkung… …Arbeit leistet nicht die philologischen Analysen, die erforderlich wären. Ich habe nahezu das ganze Buch als eine große Anregung gelesen, Bekanntes und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    , Berlin, New York 2005, CXXXVII und 1075 Seiten sowie eine CD.

    Helmut Tervooren
    …de Gruyter, Berlin, New York 2005, CXXXVII und 1075 Seiten sowie eine CD. In der Minnesang-Forschung stand das Werk immer vor der Person. Das wird sich… …, sowie das aufkommende Interesse an regionaler Literaturgeschichtsschreibung wurden zu einem 127 Buchbesprechungen Treibsatz für eine Forschung, die neben… …Minnesänger des 12. und 13. Jahrhunderts“, nicht „Regesten der deutschen Minnesänger“, mit anderen Worten: Der Herausgeber hat eine Auswahl getroffen (oder… …mit dem Zeitraum abgedeckt sind und für die spätere Zeit die Lebenszeugnisse der Liederdichter immer dichter werden. Aber es wird eine weitere Auswahl… …die Regesten zusammenstellen. Eine solche Auswahl (vgl. die Kriterien S. XVIf.) zu treffen und sie dem Benutzer einsichtig zu machen, ist schwierig… …nicht. Die Zahl der Belege ergibt sich aus ihrem politisch-feudalen Agieren. Bei solchen Zahlenverhältnissen stellt sich die Frage, ob eine Entscheidung… …Überlegungen nicht, dass die Aufnahme von Minnesängern aus fürstlichem Geblüt wie Heinrich III. von Meißen auch eine Funktion erfüllt, welche die oft sparsamen… …festgelegten Schema: 1. Eine kurze Inhaltsangabe der Urkunde usw. 2. Bibliothek bzw. Archiv, wo die Urkunde liegt, Hinweise auf Drucke bzw. frühere Regesten. 3…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2008

    Matthias N. Lorenz:

    Michael Hofmann
    …Vorwort von Wolfgang Benz, Metzler, Stuttgart, Weimar 2005. Kaum eine germanistische Dissertation ist in den letzten Jahren auf eine solche Resonanz… …können, ist im Vorhinein zweierlei zu bedenken: Die Kultur- und Literaturwissenschaft besitzt kein Objektivitätsideal, das eine völlige Überwindung der… …interesselos; es kann aber von ihr erwartet werden, dass sie ihre Voraussetzungen und Interessen selbstkritisch reflektiert. Und: Eine literaturwissenschaftliche… …methodisch einsichtig und kohärent verfolgt zu haben. Um es vorweg zu sagen: Folgt man diesen Kriterien und diesen Ansprüchen an eine germanistische… …Dissertation, dann handelt es sich hier um eine überzeugende und gelungene Arbeit. Mit dieser Einschätzung ist nicht gesagt, dass alle Bewertungen und… …aber unterstellt, dass die Dissertation methodisch und von ihrem Argumentationsaufbau her schlüssig und klar ist und dass sie eine Position vertritt, die… …unmissverständlichen These: „‚Tod eines Kritikers‘ ist ein moderner antisemitischer Roman.“ (S. 213) Von diesem Befund ausgehend, bietet die Dissertation zunächst eine… …umfassende Übersicht über Walsers Gesamtwerk mit Blick auf die im Untertitel der Arbeit angesprochene „Judendarstellung“ und anschließend eine Analyse des… …Teil auch erhoben worden), die ich in aller Kürze diskutieren möchte: 1) Die Fragestellung der Arbeit wurde häufig so aufgefasst, als ginge es um eine… …jede persönliche Polemik vermeidet und sich intensiv um eine Argumentation bemüht, die text- und diskursanalytisch vorgeht. Die Frage des Antisemitismus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2008

    Nanna Fuhrhop, Zwischen Wort und Syntagma. Zur grammatischen Fundierung der Getrennt- und Zusammenschreibung

    Johannes Erben
    …Habilitationsschrift (2004/5). Darin sucht die Verfasserin eine Grundfrage der Grammatik zu beantworten: „Wann sind Verbindungen Wörter, und wann sind es [...]… …zugleich eine Entscheidung für die orthographische Praxis ab, d. h. über strittige Fragen der Getrennt- und Zusammenschreibung im Deutschen. Daher bietet der… …Schlussabschnitt dieser Arbeit einen „Vorschlag für eine Regelung der Getrennt- und Zusammenschreibung“ (S. 181–188). Nach Einschätzung der Verfasserin verträgt sich… …der vorliegenden Arbeit“ (S. 181), nur dass es ihr darum geht, „eine ‚vollständige‘ Regelung darzulegen“ (S. 181) – gegründet auf die Befunde der… …eine Entscheidungshilfe bietet, zumindest ein begründetes Urteil darüber erlaubt, ob eher der Charakter als Wort oder eher als Syntagma ausgeprägt ist… …, ob also eine Art von Wortbildung oder von syntaktischer Verbindung wahrscheinlich ist. Methodisch spielen dabei Tests eine große Rolle, als… …Kompositionserstglieder zu betrachten“ (S. 58), doch bleiben Auffälligkeiten, die eine Zuordnung dieser auf die Verbindung mit wenigen bestimmten Verben beschränkten… …, trennbaren Fügungen zur Komposition nicht ohne willkürliche Vereinfachung erlauben. Jedenfalls wäre eine Substantiv-Verb-Komposition im Deutschen „nicht… …eine angemessene Beurteilung solcher Gefüge, deren semantischer Wert nicht unbeachtet bleiben darf und in vorliegender Arbeit meist auch beachtet wird… …. So ist bei Verben wie eislaufen, radfahren „der Bedeutungszusammenhalt mit dem Verb [...] ein Indiz“ (S. 59). Sie werden, da sie auch eine Analyse als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2008

    Leonhard Fuest: Poetik des Nicht(s)tuns. Verweigerungsstrategien in der Literatur seit 1800, Fink, München 2008.

    Carolin Benzing
    …, in den zivileren Versionen eine Spielart devianten Lebensstils, in radikalen Varianten auch Vernichtungsstrategie, ist spätestens in der Moderne… …Geschehens eine Verweigerung, die bald auf sämtliche Themen und Motive im Text, bisweilen sogar auf dessen äußere Form Einfluss nimmt. Im Zeitalter der… …einen schönen wie treffenden Titel gefunden. Der Band ist ein Überblickswerk, in dem der Versuch unternommen wird, eine Art Motivgeschichte literarischer… …Textauswahl resultiert, der Ansatz, eine auch terminologisch gefasste Typologie der Spielarten literarischer Verweigerungen zu entwickeln. Mit deren Hilfe soll… …nicht zuletzt dem poetologischen Potenzial des „Nicht(s)tuns“ Rechnung getragen werden. Der typologische Ansatz erzwingt dabei eine Begriffsarbeit, die –… …Germanisten, eine prägnante Definition des Verweigerungsbegriffs zu liefern: Verweigerung zeigt sich als Distanzierung von einem als unzumutbar empfundenen… …Objekt. Dieses Objekt scheint sich dem Subjekt aufzudrängen. Und hinter diesem aufgezwungenen Objekt steht eine machtvoll oder als machtvoll empfundene… …Instanz, eine Autorität, eine Norm, ein Gesetz, eine Konvention. (17) 623 Buchbesprechungen Fuest definiert nicht bloß, er benennt auch klar die zentrale… …Radikalität in der Entwicklung der Verweigerungsformen nach. Stellt der Müßiggang in Campes „Robinson der Jüngere“ (1779) noch nicht viel mehr als eine Art… …pädagogisch aufgeladenes Feindbild dar, lässt sich in Schlegels „Lucinde“ (1799) schon eine durchaus radikale Verweigerungstheorie ausmachen, die jedoch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2008

    Erec. Von Hartmann von Aue. Mit einem Abdruck der neuen Wolfenbütteler und Zwettler Erec-Fragmente, hg. v. Albert Leitzmann, fortgef. v. Ludwig Wolff, 7. Aufl. bes. v. Kurt Gärtner, Max Niemeyer, Tübingen 2006 (ATB 39), 324 Seiten

    Eberhard Nellmann
    …Geltung geblieben – eine sehr lange Zeit, wenn man bedenkt, in wie kurzen Abständen frühere Auflagen des ATB-„Erec“ aufeinander folgten (l957, l963, l967… …, l972, l985). Nun endlich hat Kurt Gärtner in der ATB eine verbesserte „Erec“-Ausgabe vorgelegt. Wer eine gründliche Revision des Textes, eine stärkere… …Orientierung an der Ambraser Hs. (A) erwartet hatte, wird zu Recht enttäuscht sein: Gärtner hat nur sehr zurückhaltend geändert und eine „stärkere… …Korrekturen, die von den Rezensenten der Vorgängerausgabe angeregt worden waren (hierher gehört z.B. eine Reihe von Namen in der Liste der Artusritter) 2 ; zum… …schlechterdings nicht zu verstehen. Erec kann hier nicht gemeint sein. 5 Konsequenterweise müsste Gärtner eine Crux vor v. 5517 setzen. Noch eine weitere Neuerung… …abgebrochen; der überforderte Benutzer wird auf die nächste Auflage vertröstet. Bis dahin hat es freilich gute Weile, denn zunächst ist eine umfassende… …, würde der Autor es kaum mit dar nider stîgen ausdrücken. An einer anderen Stelle ist die Entzifferung und Einordnung des Textes durch eine Entdekkung der… …Dame nicht die Rede. Überhaupt hat es den Anschein, dass der mitteldeutsche Autor mit seiner Vorlage hier besonders frei umgeht. Ich füge noch eine Liste… …:lingen (n deutlich erkennbar!). Das Reimwort des nächsten Verses, beginnend mit sp-, kann zu springen ergänzt werden; dagegen ist eine angemessene… …weiter zu kommen: Fast immer lässt sich zumindest eine Seite der Pergamentreste einer bestimmten Szene bei Chrétien zuordnen. Der Text der Rückseite muss…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2008

    Ute von Bloh, Ausgerenkte Ordnung. Vier Prosaepen aus dem Umkreis der Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken: „Herzog Herpin“, „Loher und Maller“, „Huge Scheppel“, „Königin Sibille“

    Bernd Bastert
    …geste-Vorlagen entstandene Prosaepen, genießen in der Germanistik eine gewisse Reputation. Sie stützt sich allerdings weniger auf eine genaue Kenntnis der Texte –… …Charakter, überdies noch verfasst von einer Frau, der Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Das hier skizzierte Bild geht im Wesentlichen zurück auf eine… …ununterbrochener Abstammungslinie auf ein ‚Original‘ zurückzuführen sind, sondern unabhängig voneinander auf eine (oder zwei) deutsche Fassungen zurückgehen (S… …Versromans kennen. Es handelt sich mithin nicht etwa um eine zeitspezifische Erscheinung, die aus dem für die volkssprachige Literatur um 1200… …charakteristischen Medienwechsel von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit ableitbar wäre, sondern offenbar um eine Konstante des vormodernen Literaturbetriebs. Ein… …die frühe Verbreitung der Prosaepen im Umkreis ihrer Verwandtschaft nahe legt, an deren Zustandekommen auf eine nicht mehr genau zu rekonstruierende… …darlegt, jedoch nicht mehr als eine literarische Beglaubigungsgeste, eine „inszenierte Legende“ (S. 32). Wenn auch die Identität des Autors/der Autorin bzw… …entsprechender Passagen kann sie wahrscheinlich machen, dass die vier Prosaepen, die eine durch Vor- und Rückverweise miteinander verbundene Textreihe bilden… …Bloh die Forschung auf eine neue Basis gestellt. Im zweiten Teil der Studie analysiert sie den Erzählgestus, die Narrativik der Prosaepen. Dabei kommt… …, überschrieben mit: „Die entworfenen Ordnungen: Regeln und ihre Überschreitungen“, bildet das Herzstück der Studie von Blohs. Es ist eine souveräne Zusammenschau…
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