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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Konnotationen von Freundschaft und Liebe in Schillers „Philosophischen Briefen“ und Hölderlins „Hyperion“

    Walter Hinderer
    …philosophischen und literarischen Texten illustrieren, verbreitet. In der Aufklärung weitet sich für eine bestimmte Zeit Freundschaft zum Substrat einer Lebensform… …veranschaulicht, wie sehr im 18. Jahrhundert erotische und sexuelle Liebe primär als höfisch galt. Die Idealisierung der Liebessemantik hat hier deutlich auch eine… …diente2 , in einem Essay einer überraschenden Grundsatzkritik unterzog. Auf der einen Seite kritisiert er hier eine „sinnliche Liebe, die bloß auf den… …Körper geht“, als „Beschäftigung kleiner und unfruchtbarer Seelen“, auf der anderen denunziert er eine „geistige Liebe, die sich nur mit den Eigenschaften… …codebildende immer auch codekritische Funktionen, welche auf eine Veränderung der gesellschaftlich sanktionierten Semantik zielen. Was Luhmann an einer… …korrespondierenden Entwicklung in England beobachtet, läßt sich allerdings ebenso für eine bestimmte Phase im deutschen Kontext reklamieren: „Liebe als Pflicht wird in… …auch für die Ehe. Goethes „Werther“ und Jacobis „Woldemar“ (1779) beweisen, daß im 18. Jahrhundert immer noch eine Dichotomie zwischen Ehe und… …empfindsamen Tendenzen eine Zerreißprobe erfährt. Auch Freundschaft kann offenbar nicht auf die Dauer, wie es in Jacobis „Woldemar“ heißt, „die brennende… …, die 1750 erschien und auf die jüngere Generation eine paradigmatische Wirkung ausübte. Vom ästhetischen Erlebnis der Natur bis zur Erfahrung von… …„Hallers Doris“ führt das Gedicht zum Höhepunkt der letzten fünf Strophen, an dem allerdings eine Umbesetzung der Codierung der „vernünftigen Liebe“ erfolgt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Jagd und höfische Kultur im Mittelalter, hg. v. Werner Rösener (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 135), Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997.

    Joachim Bumke
    …vernachlässigte Turnierforschung auf eine neue Grundlage stellte. 1990 folgte der Band „Curialitas. Studien zu Grundfragen der höfisch-ritterlichen Kultur“, in dem… …ganzen Zeitraum des Mittelalters zum Thema. So bleiben für die höfische Zeit im engeren Sinne nur eine knappe Skizze des Herausgebers („Jagd, Rittertum und… …sprachwissenschaftlicher Beitrag. Die Sprache der Jagd ist eine besonders interessante Sondersprache; und im 12./13. Jahrhundert dokumentiert sich der moderne, höfische… …Literatur und Jagdbücher“, S. 407–464). Auf fast 50 Seiten gibt die Verfasserin eine detaillierte Inhaltsparaphrase des französischen Textes, praktisch ohne… …Kommentar und ohne eine historische Würdigung des Werks. Die Altgermanistik ist durch den Beitrag von H. Brackert vertreten („deist rehtiu jegerîe. Höfische… …Zerlegung des Hirschs im „Tristan“ geht es nicht so sehr um die „Beschreibung des faktischen Jagdgeschehens“ als vielmehr um „eine Lehrdemonstration, durch… …höfische Jagd zu erfahren sei. So groß der Erkenntnisgewinn ist, den die Erforschung fiktionaler Strukturen erbracht hat; es wäre sicherlich eine Verengung… …worden. Ein vierter sucht eine Annäherung an die Texte über die Auftragssituation und die Publikumserwartungen an den Fürstenhöfen, für die die Epen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Wilhelm Hauffs ‚opportunistische‘ Judenfeindschaft

    Rolf Düsterberg
    …nur eine marginale Rolle – ein Phänomen, das von der Forschung bisher kaum beachtet worden ist. Der Aufsatz zeigt, daß Hauff in der literarischen… …Darstellung, die eine nähere Betrachtung rechtfertigen. Schon die Titel des Märchens „Abner, der Jude“ und der Novelle „Jud Süß“ zeigen an, daß es hier darum… …kurzen Zeit seiner schriftstellerischen Tätigkeit eine ganz enorme Popularität. Insbesondere der Roman „Lichtenstein“, die erwähnte Novelle vom Juden Süß… …1960 nennt ihn ein Handbuch „einen Lieblingsdichter des deutschen Volkes“. 2 Eine langanhaltende Rezeption mit extremer Wirkung wird der Novelle über den… …Auftrag des Propagandaministeriums besorgten Verfilmung aus dem Jahre 1940/41; zwar müssen die NS-Ideologen das Werk „auf eine antisemitische Lesart… …einebnen“, allein Hauff habe in der Zeichnung des Süß eine finstere „Hauptperson“ geschaffen, die ihn zum „Schöpfer [...] der antisemitischen Süß-Tradition“… …Tatsache, daß Oppenheimer einem Justizirrtum zum Opfer fällt, relativiert würden. 8 Schon der Gebrauch der Begriffe verrät eine wenig differenzierte… …deutschen Staaten zwischen 1862 und 1869) hat sich dann eine ausformulierte antisemitische Rassentheorie herausgearbeitet, die nicht nur Ausdruck der alten… …Sprachgebrauch der Begriff Antisemitismus zum Synonym für eine judenfeindliche Haltung geworden (ebd., S. 144). 12 Ernst L. Ehrlich: Luther und die Juden, in: Die… …ausgeprägte Selbstironie erscheinen dabei wie eine Verteidigung „gegen die eigene Verführbarkeit“ 15 , der er allerdings kaum widersteht. Die auftretenden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Heidrun Alex, Der Spruchdichter Boppe: Edition – Übersetzung – Kommentar (Hermaea N. F. Bd. 82), Niemeyer, Tübingen 1998.

    Susanne Fritsch
    …grundsätzlichen methodischen Reflexion dar. Die Autorin entscheidet sich offensichtlich für eine Edition nach dem Leithandschriftenprinzip; eine ausführlichere… …Meisterliederhandschriften“ (S. 5); diese Gliederung stellt aber nicht in jedem Fall einen endgültigen Hinweis auf eine verläßliche Chronologie des Boppe-Korpus dar. Die… …gibt Rechenschaft über Sekundärliteratur und benutzte Transkriptionen. Eine Edition sollte ebenfalls Rechenschaft über das zugrundegelegte Textkorpus… …überlegen, ob eine Wiedergabe des Sprachstandes der entsprechenden Leithandschrift angemessen wäre. Dem Prinzip „zurück zu den Handschriften“, von dem die… …Akzeptanz und Nichtakzeptanz bzw. Defizienz unterschieden wird, inhaltlich zeigt sich jedoch eine gewisse metrische Großzügigkeit, die vor allem darauf… …verdeutlicht werden: Eine geistliche Sangspruchstrophe (I, 11) vereinigt Inkarnation und Eucharistie: Gott-Natur und Mensch-Natur des Erlöser-Gottes werden als… …in eine nhd. Ruhekonstrukion umgewandelt wurde. Ergebnis ist die folgende Übersetzung: ein Gott, der sich leibhaftig in einem Brot verbirgt. Mein… …noch nicht systematisch ausformuliert ist; der Akzent geht eher dahin zu zeigen, daß Gott sich selbst in eine Hostie verwandelt, nicht aber durch den… …Lösung nicht glücklich. Zumindest eine Gliederung in Quellen und Forschung hätte man erwarten dürfen. So gleicht das Ganze einem eher unstrukturierten… …des RSM für die philologische Erschließung des Sangspruchs (S. 3, Anm. 15, S. 5, Tabelle). Der Schwachpunkt liegt im Reflexionsgrad der Arbeit. Eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Ulrike Haß-Zumkehr, Daniel Sanders. Aufgeklärte Germanistik im 19. Jahrhundert (Studia Linguistica Germanica 35), Walter de Gruyter, Berlin, New York 1995.

    Wolfgang Müller
    …, Berlin, New York 1995. Eine Habilschrift der besonderen Art: auf unzünftig-lesbare und anregende Weise Interesse weckend und mit viel persönlichem… …eine detaillierte Kritik (Das deutsche Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm kritisch beleuchtet). Darin beanstandete er u.a. fehlende… …unterschied zwischen der Schulweisheit und dem lebenstauglichen Wissen. Sein Wörterbuch hatte er entworfen als ein „nicht für eine bestimmte Klasse oder Kaste… …Gegensätze (Güterdampfer/Personendampfer, Handelsdampfer/Kriegsdampfer, Seedampfer/Flußdampfer; Mütze/steifer Hut: jemand, der eine Mütze trägt, z.B. einer aus… …deutschen Sprache mitberücksichtigt. Die sogenannte Schöne Literatur hatte eine dominierende Stellung, auch zahlreiche Erfolgsautoren seiner Zeit… …Wirtschaftsbürgertum mitberücksichtigt. Seine Wörterbücher hatten eine relativ große Resonanz, auch im Ausland, besonders bei den dort lebenden Deutschen. Sanders lehnte… …Orthographischen Konferenz in Berlin eingeladen, wobei er eine Außenseiterrolle spielte, da ihm die Legitimation als institutionell akzeptierter Wissenschaftler… …auf die Bedeutung des Wortes unwiderleglich Licht fällt und die Begriffsbestimmungen in ihr eine sichere, ausgemachte Stütze finden“. Selbständig… …; für Nichtjungfer: eine Jungfer – bis ans Knie; für entjungfert werden: ein [Huf]eisen verlieren; für Bordell: Puff. Sanders’ stille Freude an der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2000

    Lapsit exillis? Jaspis exillix? Die Lesarten der Handschriften

    Eberhard Nellmann
    …wurde wenig später von Janine Delcourt-Angélique aufgegriffen. 3 Ich selber habe mich 1994 für eine „ernsthafte Prüfung“ der Version jaspis exillix… …Folgenden nach Gesa Bonaths Kleingruppen zusammen 6 ; die Gruppierung ist nicht über allen Zweifel erhaben 7 , erlaubt aber doch eine vorläufige Orientierung… …Wolfram von Eschenbach Forschung seit 1945, München 1970, S. 259, Anm. 271. 2 Ebd.; Bumke formuliert sogar, dass eine „bessere handschriftliche Gewähr“ für… …dieser nur sieben Hss. benutzte. 10 Ganz offenbar hat Lachmann mit viel Glück eine repräsentative Auswahl von Hss. benutzt. 11 Die entscheidenden Lesarten… …Titurel“ – jaspis und silix – dürfte auf eine Handschrift zurückgehen, die jaspis etsilix (bzw. et silix) las. 417 Eberhard Nellmann 469,8 der fenix alle… …versuchen, die schon früh einsetzende Variantenbildung zu erklären. Schon Bumke hat lapis als eine Schreiberdeutung erklärt. 17 Gleiches darf auch für das… …seiner Textherstellung inspirieren lassen. Gesa Bonath hat in der Parzival-Überlieferung eine Reihe solcher Reimkorrekturen feststellen können… …dem Reim selbe : velde (93,23f.) werden in Gn, G σ und G ϕ in jeweils unterschiedlicher Weise umgedichtet. 25 Eine große Anzahl weiterer Beispiele…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    Harro Zimmermann, Aufklärung und Erfahrungswandel. Studien zur deutschen Literaturgeschichte des späten 18. Jahrhunderts. Wallstein Verlag, Göttingen 1999.

    Eberhard Hilscher
    …Verlag, Göttingen 1999. Im allgemeinen verstehen wir unter Aufklärung eine westeuropäische Geistesströmung des 17. und 18. Jahrhunderts, die (gemäß… …Gewährsmänner, die eine Besinnung auf die „Tradition des Vernunftzeitalters“ für unverzichtbar halten, wenngleich wir uns vom Bild einer harmonisierenden… …Aufklärung im 18. Jahrhundert verabschieden und „Krisenerfahrungen“ berücksichtigen müßten. Bemerkenswert eine sogenannte dunkle Aufklärung mit Entdeckung der… …neunziger Jahren aus und macht seine Darstellung durch Zwischenüberschriften und Kolumnentitel leserfreundlich. Er bietet eine Fülle interessanter… …fundamentale Arbeit „Was ist Aufklärung?“ (1784). In die Kritik geriet das Journal (von dem 1986 eine Auswahlausgabe erschien), als der Herausgeber Johann Erich… …Biester eine Kampagne gegen Aber- und Wunderglauben, Hexenprozesse, verschwärmte Unwissenheit und den „überall brodelnden Ungeist der Gegen-Aufklärung“… …initiierte (S. 84). Darüber berichtet Zimmermann in einer verdienstvollen Studie, in der wir hören, wie der Berliner Journalist eine Bedrohung durch den… …schätzte an dem Straßburger Gefährten von 1771 den „Enthusiasmus für das Gute, Wahre, Rechte in möglichster Reinheit“, wenngleich er dessen Glauben an eine… …(S. 118). Eine Verbindung von Thron und Altar sollte den „wütenden Volksdespotismus“ zügeln. Ideal: „Droben waltet die erbliche Adelsautokratie… …, dann den nahezu vergessenen Roman „Das Heimweh“ würdigt. Trotz Otto W. Hahns Spezialstudie: gewissermaßen eine Entdeckung, die detaillierte Vorstellung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2000

    „Datenschutt“ und „Unsicherheitsrelation“. Die ästhetische Konstruktion von Wirklichkeit im Dokumentartheater (Hochhuth, Kipphardt, Weiss)

    Hans-Edwin Friedrich
    …von Hans-Edwin F r i e d r i c h , München Das ästhetische Modell des Dokumentardramas der sechziger Jahre wurde entwikkelt, um eine ästhetische Aporie… …Perspektive wird aber deutlich, daß es um eine Verschiebung der Grenze zwischen Kunst und Nichtkunst, also einen Bruch mit tradierten Vorstellungen ging. Ein… …Absurdität des Realen drängt auf eine Form, welche die realistische Fassade zerschlägt.“ 5 „Der Stellvertreter“ markiert die Schnittstelle zwischen… …wechselseitigen Reflexivität von gesteigerter Faktizität und ästhetischer Perspektive in „Trotzki im Exil“ und „Bruder Eichmann“ ermöglicht eine Überwindung dieser… …autonomen Individuums in der verwalteten Welt. Zwar legte er hier den Finger in eine Wunde, denn die Abwesenheit von Individuen impliziert auch die… …, hatten also Welt – und sind demnach objektivere Größen im Guten wie im Bösen, als nur eine Idee sein kann, die sich weder in einem Menschen noch einem… …das Nicht-Geheime, das stets Sekundäre!“ 23 Kipphardt und Weiss haben demgegenüber einen weiteren Begriff vom Dokument; sie präferieren eine am Vorbild… …und Kipphardt aufgrund ihrer marxistisch geschulten Vorstellungen eine untergeordnete Rolle. II „Wir müssen etwas darüber sagen“, notierte Peter Weiss… …. Es handelte sich zunächst um eine Routineangelegenheit mit allerdings überraschendem Ausgang. Kipphardt hat sich nachweislich eng an die Fakten… …etwas einzuführen wäre wie eine ästhetische Unsicherheitsrelation, ob da nicht Mittel zu finden wären, den „objektiven Zufall“ in die neue Dramaturgie…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2000

    Ritual und Inszenierung. Geistliches und weltliches Drama des Mittelalters. Tagung vom 25. bis zum 27.März 1999 an der Universität zu Köln

    Carla Dauven-van Knippenberg
    …verantworten, was den Spielen eine ausdrückliche heilsdidaktische Appellfunktion verleihe. Am „Churer“ und „Berner Weltgerichtsspiel“ illustrierte danach… …Fastenzeit in das Kontinuum des liturgischen Jahres, wobei sie als Medium eine Allmacht der Verkehrung dokumentierten. Ute von Bloh (München) setzte ebenfalls… …bei der für das Fastnachtspiel konstitutiven Verkehrung an, als sie das Spiel „Von der Hölle“ (Keller 56), das sich wie eine Kontrafaktur der visitatio… …sepulchri gebe, auf seine intertextuellen Bezüge hin untersuchte, um so eine Antwort auf die Frage zu finden, wie dieses Fastnachtspiel sich die Osterfeier… …einer Zuordnung zu der Gattung ‚mittelalterliches Schauspiel‘. Um eine Begrifflichkeit, die dem Repräsentatio-Gedanken sowohl der mittelalterlichen… …Liturgie als auch dem mittelalterlichen Theater Rechnung trägt, ging es in Jan Dirk Müllers (München) Beitrag. Müller fordert eine idealtypische… …Rekonstruktion dramatisierter Frömmigkeitspraxis. Erst dann könne eine genaue Typi- 108 Tagungsberichte sierung der Repräsentatio erfolgen. Erst dann sei auch eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2000

    Meister Musil. Eckharts deutsche Predigten als zentrale Quelle des Romans „Der Mann ohne Eigenschaften“

    Brigitte Spreitzer
    …Meister Eckharts eine zentrale Quelle des Romans bilden. Musils Anleihen bei Eckhart beschränken sich nicht, wie bisher angenommen, auf das Konzept der… …eine komparatistische Detail-Analyse des in den modernen Text montierten und integrierten prämodernen Materials. Das Unternehmen eines direkten… …zufolge als von jeglicher Unmittelbarkeit so weit entfernt, daß etwa ein Vorgehen, welches eine Rekontextualisierung der Zitate in den Ausgangsquellen… …zwanzigsten Jahrhunderts eine kuriose Sympathie für geistige Strömungen des vierzehnten Jahrhunderts entwikkelt […]“ 4 , nimmt er Musil vor seiner eigenen… …Studie in Schutz. Eine Ikone der Moderne mit einem Faible für das Mittelalter? Da geraten nicht nur die Musil- Bilder ins Wanken. Vielleicht liegt es daran… …dargestellt werden. Im Rah- 3 Vgl. Goltschnigg [Anm. 1], S. 63f. 4 Jochen Schmidt: Ohne Eigenschaften. Eine Erläuterung zu Musils Grundbegriff, Tübingen 1975, S… …Eckhart innerhalb dieses Denkzusammenhanges noch tiefer greift: Auch das Phänomen des Möglichkeitssinnes findet eine Parallele in den Schriften Eckharts… …) benennt er auch als Finsternis (E/I,6810), welche er folgendermaßen definiert: „Man könnte es […] nennen: eine Möglichkeit und Empfänglichkeit, die… …Göttlichen auf eine Weise in Verbindung, die an dieser – noch expositorischen – Stelle des Romans gar nicht unmittelbar einleuchtet bzw. sich nur dann… …Eckhartschen Vorstellungswelt eine zentrale Rolle: Seine oben dargelegte Auffassung der Möglichkeit als richtungsweisende Dimension eines auf Gott zustrebenden…
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