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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Verstecken und Verschleiern: Zum Umgang mittelalterlicher Autoren mit ihren literarischen Quellen. Mit einem Beitrag zum Kyot-Problem

    Barbara Haupt
    …eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschung initiiert wird. Als deren Ergebnis steht die Anerkennung einer denkbaren realen Kyot-Quelle – mit… …ein Buch als Quelle bezeugt – wobei der Gebrauch von Singular daz buoch und Plural diu buoch(e) austauschbar ist. 1 Die Fixierung auf eine Buchvorlage… …Geistlichenliteratur von „bookishness“, von einer Buchbesessenheit, sprechen, allerdings hat eine Forschungswende zur Diskussion um das Verhältnis von Mündlichkeit und… …, sondern es kann auch sprechen, und man kann hören, was es sagt. 4 Obwohl Sprechen und Sagen nicht immer klar zu erkennen geben, „in welchem Medium eine… …. Interessant ist die Beobachtung, dass sich die Buchbezeugung keineswegs nur auf eine schriftliche Vorlage im Ganzen bezieht, sondern nicht selten auch auf recht… …zweifellos damit zu tun hat, dass das Christentum eine Buchreligion ist –, ist „[i]n den Jahrzehnten um 1170 […] fast die Regel, danach scheint sie sich zu… …sagent uns vor wâr (21,37; SG.: 147,13 u.ö.). Zudem verwendet Heinrich auch eine stereotype Quellenformel, die wahrscheinlich aus der mündlichen… …heldenepischen Tradition stammt: alsus saget uns daz liet (48,30; 110,30), aber er verweist auch auf eine unbestimmte Überlieferung: als ich die rede hân vernomen… …deutschen Mittelalter. Von den Anfängen bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Eine Einführung, Darmstadt 1985, S. 105. 12 Vgl. Grubmüller [Anm. 1], S. 42… …ergänzend: welsch und latîn (354,37). Besonders aufschlussreich ist eine Passage aus dem ‚echten‘ Epilog: daz is genûgen kuntlîch, als ez dâ tihte Heinrîch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Schriftliche Berührung - Gedruckte Süße

    Zum "bot der gotlichen mildigkeit"
    Beatrice Trînca
    …lateinischen Text eine größere stilistische Nüchternheit auf. 6 Auf die Einteilung in fünf Bücher wurde verzichtet. Der Text weist nicht darauf hin, dass es sich… …um eine Übersetzung handelt. Erhalten sind Handschriften aus dem 15. und 16. Jahrhundert. 7 Der Leipziger Frühdruck, der den Gegenstand der… …eine weitere deutsche Übersetzung gegeben haben, die verloren ging. 9 Beide bezeugen den spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Bedarf an… …sich auch in Gertruds Offenbarungen beobachten. Als eine Besonderheit, der die bisherige Forschung meines Wissens keine Beachtung geschenkt hat, erweist… …sich kaum versprachlichen lassen, auf den Modus des ‚als ob‘ angewiesen ist. 12 Es handle sich um eine Rede mit bild¯ e (Bl. 2v ). 13 Die schriftlich… …fixierte Erfahrung hat den Status eines Gleichnisses, die Zeichen verweisen auf Unaussprechliches, zwischen Signifikant und Signifikat zieht sich eine… …Materialität, zu überschreiten, der Distanz Nähe entgegenzusetzen – wenngleich eine ontologische Trennung zwischen Diesseits und Jenseits bestehen bleibt. 14 In… …setzt auf der Literalebene des Textes ein Nachdenken über Zeichen, Formen der Berührung und Konfigurationen von Nähe und Distanz in Gang, eine Erkundung… …hinstreben und immer wieder um die Metapher des Schrift- oder Buchkörpers, des Text-corpus kreisen. Sie konstituieren eine Form der Reflexion, die aus jeweils… …Retextualisierungen der Johannesapokalypse erweisen, 18 erhält himmlische Schrift eine besondere Signifikanz. Der „Bote“ berichtet, dass Gertrud am Fest des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Preussen als heiliges Schlachtfeld

    Die Sakralisierungsstrategien in der "Kronike von Pruzinlant'
    Hanna-Myriam Häger, Martin Przybilski
    …werden sie hier konstituiert. 5 Räume in der Literatur sind Orte der Handlung und zugleich kulturelle Bedeutungsträger. Eine im Zuge des spatial turns… …zwischen 1311 und 1341 in Preußen, seine vermutete Wirkungsstätte war Königsberg. Neben der „Kronike“ wird ihm eine Lebensbeschreibung des heiligen Adalbert… …, einer der ersten Missionare im Preußenland, zugeschrieben. Die „Kronike“ selbst ist eine Übertragung der lateinischen „Chronica Terrae Prussiae“ des Peter… …entstanden auf Anregung der jeweils amtierenden Hochmeister, was eine Kongruenz zwischen den Zielen der Ordensleitung sowie denen des Autors und des… …Übersetzers nahelegt. Zumindest lässt sich eine gewisse Reglementierung von offizieller Seite während des Schreibprozesses vermuten. Die Übersetzung Nikolaus’… …Land hatte. Diese Fokussierung auf eine Ordensballei wirkt in der ordensgebundenen Historiographie traditionsbildend, es gibt keine… …Preußen umgesiedelt. 10 Eine solche Entscheidung sorgte innerhalb des Ordens für heftige Kontroversen. Die thematische Fixierung der Chronik auf das Wirken… …der preußischen Ordensritter muss als ein Versuch gesehen werden, jene Kritiker auszuschalten. Somit kann das Werk als eine Art Werbeschrift für die… …religiöse Grenzziehung zu einer Bestimmung der Frontlinie. Bei der Missionierung des Deutschen Ordens geht es nicht um eine friedliche Mission, von Anfang an… …des Gebiets als eine vom Krieg beherrschte Landschaft verändert die Wahrnehmung des Raums. Nach Kurt Lewin wird eine Landschaft durch den Kriegszustand…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Die Aufsätze des velarisierten Laterals bei den Gottscheer-Deutschen in der Steiermark und Kärnten

    Thorsten Seifter
    …projects. I. Neue Aspekte der Sprachinselforschung Gottschee war eine seit etwa 1330 hauptsächlich aus dem osttirolisch-kärntnischen (und damit… …wie Berend6 und Wolf. 7 ) Der vorliegende Beitrag versucht, eine Brücke zwischen historischer und – wie man sie nennen könnte – „dislozierter… …Sprachinselforschung“ zu schlagen: Eine Erforschung der sprachlichen Situation in historischen Siedlungsgebieten ist häufig schlicht nicht mehr durchführbar. Soll die… …Gottscheerischen, der Dialekt auf der Vorstufe zum Sprachtod steht. 8 Es handelt sich weder um eine Abwendung von der Fachgeschichte noch um eine rein syn- 4 Für… …, S. 37–50. 6 Nina Berend: Sprachinseldialekte in Auflösung, in: Sprachinselforschung. Eine Gedenkschrift für Hugo Jedig, hg. v. ders., Klaus Mattheier… …Betrachtungsweise des Phänomens Sprachinsel, sondern um eine inhaltliche Anreicherung auf Basis der diachronen Perspektive. 9 II. Forschungsfrage Vor diesem… …Hintergrund soll der Frage nachgegangen werden, ob das im Gottscheerischen typische velarisierte (bzw. zu [u] vokalisierte) [ɫ] durch eine Assimilierung an die… …/l/-Varianten erfolgt sein. In den betroffenen Dialektregionen12 gilt eine retroflexe Artikulation (konservativ) oder [i]- Vokalisierung (modern). III… …wissenschaftliche Beschreibungen und daraus ableitbare Implikationen linguistischer (z.B. für das Binnendeutsche oder auch für eine Komparatistik der Sprachinseln)… …, Köln 1956. 13 Für eine Diskussion des Terminus vgl.: Peter Wiesinger: Sprachinsel versus Sprachminderheit, in: Wortschatz und Sprachkontakt im Kontext…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Diskussion - Überlieferung, Varianz und Autorenkonkretisation.

    Probleme der Editionsphilologie am Beispiel der Lieder Reinmars anhand von Albrecht Hausmann: Reinmar der Alte als Autor. Untersuchungen zur Überlieferung und zur programmatischen Identität, Tübingen 1999
    Claus Sølvsteen
    …Früher war es eine allgemein verbreitete Annahme, dass die große Überlieferungsvariabilität, von der mehrere Minnesangdichter betroffen waren, von den… …eine Konsequenz aus der Entstehung der Schreiber-Theorie ist, dass sich die Anhänger der früher ohne weitere Diskussion angenommenen Autor-Theorie jetzt… …unwidersprochen geblieben ist, ist sie neben Helmut Tervoorens 1991 erschienenen Reinmar-Studien2 eine der wichtigsten Untersuchungen, wenn man Reinmar und seine… …, versucht Hausmann in seiner Dissertation eine rezeptionsästhetische Theorie und Analyse zu entwickeln und durchzuführen. Nur gibt es viele Richtungen in der… …Text T die Aussage XY literarisch formuliert‘, sondern: ‚Der Text T evoziert bei mir im Rezeptionsprozeß eine Aussage XY, als deren Urheber ich mir einen… …nur den letzten Satz des Zitates in Betracht nimmt, eine Vorstellung von einem Autor) schaffe. Meiner Meinung nach ist aber eine solche Hypothese mit… …schreibt, eine angemessene Leseweise implizit vorschreibt, und dass der Leser dieser Leseweise folgen muss, um den Text ‚richtig‘ zu lesen. 15 Diese 10 Ebd… …ganz präzis. Ich nehme an, dass ‚ein Werk‘ im Sinne Ingardens ein ganzes Buch sein kann, wohingegen ‚ein Text‘ eine bestimmte Textpassage in diesem Buch… …genau eine Interpretationsgemeinschaft vorstellt, ist der Forschung nicht klar. 19 Hausmann [Anm. 1], S. 28. 411 Claus Sølvsteen Grundlage für die… …diesem klar zu trennen. 23 20 Ich glaube nicht, dass Hausmann wirklich meint, dass der Text durch eine reine Leser- Leser-Relation ersetzt worden ist, weil…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: "Die Versuchung der schönen Form. Spannungen im mittelalterlichen Konzept des "Erbaulichen'". Interdisziplinäres Kolloquium in Zürich, 4. und 5. November 2015

    Thomas Poser
    …Funktionsmodell der ‚Erbauung‘ eine Schlüsselkategorie vormoderner Kunst ins Zentrum. Ziel war es, das – zumeist als unspezifischen Sammelbegriff gebrauchte –… …allzu leicht zum Verschwinden gebracht wird. Schließlich: Was ist der zumindest implizite Gegenbegriff zu ‚Erbauung‘? Eine Reihe solcher Spannungen, die… …differenzieren; zum andern sind diese Befunde jeweils abzugleichen mit den heterogenen Erbauungsbegriffen der Mediävisten. 1 Vgl. den Versuch, eine grundsätzliche… …Strebens als Reaktion auf eine wie auch immer geartete, z.B. religiöse oder ästhetische, Defiziterfahrung zu öffnen. Von hier aus lassen sich, so Toepfer… …untersuchte die aedificatio an der Schnittstelle von mittelalterlichem (v. a. ekklesiologisch geprägtem) und neuzeitlichem, auf eine ‚individualistische‘… …schon bei Marquard von Lindau auf eine innere Seelendynamik, als deren Verursacher freilich nach wie vor Gott gedacht ist. Mit der Individualisierung des… …Auseinanderklaffen von materiell-äußerlichem und geistig-innerlichem Schmuck komme. Theophilus presbyter dagegen vertrete eine Apologetik des Kirchenschmuckes, die… …geschmückt wie eine Braut dargestellt wird, wie die Diskrepanz von innerlichem und äußerlichem Schmuck durch die Visualisierung des einen durch das andere… …auf die titelgebende ‚Versuchung‘ der schönen Form verglich Marius Rimmele (Zürich) die Minne mit einem Vexierbild, das eine Dynamik von frommem… …v. a. transitiv und reflexiv verwendet: ‚einer erbaue den anderen‘ und ‚sich erbauen im Glauben‘. Eine umfassende Studie zur lateinischen und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: "Archäologie der Spezialeffekte". Internationale Tagung an der Universität Basel (Schweiz), 27.-30. Januar 2016

    Maximilian Benz
    …werde auch eine Collage-Technik, eine kaleidoskopische Brechung, zur Evokation des Inkommensurablen und Jenseitigen eingesetzt. Diese Spezialeffekte der… …eine Christusplastik aus dem Kirchenraum verschwindet, werden Oblaten, Wasser, brennende Elemente unter lauter musikalischer Begleitung geworfen. Wie… …andere Welten. Stellte Koepnicks Vortrag mit seiner Fokussierung des Auditiven eine Ergänzung zu dem Bukatmans dar, der ganz auf Visuelles aus war, so… …nicht Zuschauerraum, sondern eine Extension der diegetischen Welt. Da das volle Potenzial aber nur in besonderen Momenten – in diesem Fall bei… …‚Disapparationen‘ – eingesetzt werde, handle es sich um gezielte Spezialeffekte. Eine Inversion der beiden Sinne – Gehör und Gesicht – erarbeitete schließlich Annette… …Dargebotene würden stets unter Rekurs auf die Semantik des Staunens ausgedrückt. Wie im Amphitheater herrsche dabei auch in der Literatur eine hyperbolische… …‚Commedia dell’Arte‘ entwerfe Gozzi eine dezidiert a-mimetische Dramenpoetik und gebe dem Wunderbaren seinen Ort zurück. In der (später von Wsewolod Meyerhold… …in der Nebenhandlung deutlich explizierte Polemik gegen Goldoni gedacht war, begründe so eine neue Form des Theaters. Dass der Spezialeffekt nicht nur… …eine analytische Kategorie ist, sondern dass es auch eine historische Theorie über ihn gibt, zeigen die Beiträge, die sich mit Emanuele Tesauros… …skalierbaren – Spezialeffekten reden kann, sondern zugleich verdeutlicht, dass jeder Spezialeffekt für sich die Antwort auf eine spezifische Frage ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: Heldris de Cornouailles: "Roman de Silence". Kloster Bronnbach, 04.-06. Oktober 2015

    Inci Bozkaya, Britta Bußmann
    …Mädchens Silence, das fernab aller höfischen Zivilisation als Junge erzogen wird, um dann als Spielmann, Krieger und Âventiureritter eine Reihe… …Geschlecht auch auf Figurenebene enthüllt. Obschon der Text mit der Hochzeit von Silence und König Evan letztlich eine Reintegration der Handlung in… …Literaturwissenschaft, aber auch allgemein der mediävistischen Forschung einzubringen. Dabei sollte einerseits der Text durch eine intensive Lektüre in all seinen… …sorgfältig angelegten Textverbund. Als ursprünglicher Überlieferungsverbund hat nicht der heutige zu gelten, der auch eine größere Anzahl von Fabliaux umfasst… …Silence (Bl. 222v ) fand auch der Illustrator eine unkonventionelle Bildsprache. Seraina Plotke (Basel) fragte nach der Ausgestaltung und der… …Sprecher- 432 Tagungsbericht instanz nur dann mit dem Autor identifiziert werden kann, wenn eine außertextuelle Rahmung vorliegt (z.B. eine Überschrift mit… …demzufolge eine deutliche Trennung zwischen der Autorinstanz, über die in der dritten Person gesprochen wird, und dem sprechenden ‚Ich‘. Dieses Sprecher-Ich… …wird über den gesamten Text hinweg figurenähnlich ausgebaut, indem es eine eigene Meinung und eine eigene Emotionalität gegenüber den Handlungsträgern… …artikuliert, auch wenn ihm eine regelrechte Körperlichkeit fehlt. Andererseits wertete sie die Tatsache, dass der Erzählakt (etwa durch direkte Anreden an die… …Hörer) ausgestellt wird, nicht als eine im Verschriftlichungsprozess angelegte fingierte Mündlichkeit, sondern als Vorgabe, die die tatsächliche orale…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Simone Mengis: Schreibende Frauen um 1500. Scriptorium und Bibliothek des Dominikanerinnenklosters St. Katharina St. Gallen, De Gruyter, Berlin, Boston 2013

    Christian Seebald
    …stehen, sondern eine umfassendere Kategorie – die Bibliothek, in die diese Handschriften gehörten“ (S. 28). Ihr zentrales Anliegen ist die Rekonstruktion… …bildungsgeschichtlichen Voraussetzungen der St. Galler Konventualinnen, zum monastischen Unterrichtswesen, seinen Inhalten und vor allem auch zur Frage der Latinität, eine… …. Präsentiert wird schließlich eine die Ergebnisse der Vorgängerstudie von M. Thoma Vogler kritisch revidierende Bestandsstatistik (erhaltene Zeugen), die „95… …Passus Bl. 131 r (S. 97 sowie Abb. 28). Ich bin sehr skeptisch, was eine Identität beider Hände anbelangt, und offenbar war sich Simone Mengis selbst nicht… …würde und eher an „eine Ausleihe der entsprechenden Vorlagen aus Villingen“ nach St. Gallen denken ließe (S. 236). Ein Vergleich der Schreibhand von Cod… …. Sang. 1869 mit der bislang Angela Varnbühler zugewiesenen Hand (etwa „Konventsbuch“, Bl. 5v ) spricht allerdings nicht zweifelsfrei für eine Identität… …„Buch der Reformacio“ überliefert. Neben diesen beiden Haupthänden hat eine dritte Hand in Md 456 nur die Kapitelüberschriften Bl. 62r , 68rv , 73r , 141v… …. 120. 443 Buchbesprechungen Ms. 5 und Ms. 22 jeweils eine andere Hand neben Cordula von Schönau an, und ich halte keine dieser beiden Hände für identisch… …: Für Ms. 5 wäre eine Herstellung in dem von St. Gallen aus reformierten Kloster Zoffingen nach 1498 nicht auszuschließen, für Ms. 22 (d.h. für den ganzen… …eine prägnantere Einordnung der Darstellung und des von ihr gezeichneten Profils des St. Galler Literaturbetriebs in den übergreifenden Diskurs der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Markus Schmitz: Die legent vnd dz leben des hochgelopten manlichen ritters sant joergen. Kritische Neuedition und Interpretation einer alemannischen Prosalegende des heiligen Georg aus dem 15. Jahrhundert, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2013

    Andreas Hammer
    …. Jahrhunderts und ist mit einer Länge von über 6000 Versen in eine Reihe mit weiteren ‚Legendenromanen‘ zu stellen, welche die hagiographische Literatur dieses… …Jahrunderts gerade im mhd. Sprachraum geprägt haben. Im 15. Jahrhundert erfuhr dieser Text eine Prosabearbeitung, deren Überlieferung in acht vollständigen… …anderen eine inhaltliche Interpretation des Stoffes gegenüber Reinbots Versfassung (Kap. 4: „Interpretatorische Aspekte“, S. 239–386). Bei der Edition des… …in Beziehung setzen kann, da sich stets Widersprüche bilden. Alternativ schlägt er darum die Codierung der Handschriften-Texte vor, d.h. eine… …auf S. 224–229, vgl. auch die Tabellen im Anhang unter 6.3). Dieses Verfahren bestätigt zunächst das Ergebnis, dass eine lineare Überlieferung eben… …eine editorische Entscheidung ist, die den überlieferungs- und rezeptionsnahen „Maximen der New Philology“ (S. 237) verpflichtet ist: Ist es überraschend… …sind, so nachteilig wirkt sich dies auf die Benutzbarkeit aus: Es geht offenbar gar nicht darum, einen Lesetext zu erstellen, sondern vielmehr um eine… …her im Text zu finden. Um es nochmals zusammenzufassen: Schmitz legt eine sehr textnahe und sorgfältige, akkurate Edition vor, die allerdings bisweilen… …Beschreibung von Differenzen und Parallelen, ohne nach deren weitergehender Funktionalisierung zu fragen. Zwar ist es nachvollziehbar, dass der Herausgeber eine… …marginale Zusätze der Prosbearbeitung an (vgl. S. 346f.). Für eine Interpretation ist es freilich völlig irrelevant, ob Georg etwa sofort zersägt wird oder…
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