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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Zufall und Methode. Aus der Werkstatt der mediävistischen Dramenforschung

    Hansjürgen Linke
    …117. Band 1998 · Erstes Heft ZUFALL UND METHODE Aus der Werkstatt der mediävistischen Dramenforschung von Hansjürgen Linke, Köln Abstract Der Zufall… …paßt nicht ins System der Wissenschaft. Gleichwohl gibt es ihn auch in ihr, und er ist dort sogar willkommen, sofern er die nach Ausschöpfung aller… …methodischen Möglichkeiten fortbestehende Ungunst einer Sachlage positiv verändert. An Beispielen aus der Erschließungsgeschichte des Dramas aus dem… …spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Deutschland wird gezeigt, wie beide – der blinde Zufall und die zielgerichtete Forschung – ineinandergreifen: wie einerseits… …miteinander zu tun. Zufall – das ist der Eintritt eines unerwarteten und unvorhergesehenen Ereignisses und damit das konstitutive Element von Abenteuer in… …seiner Grundbedeutung als vulgär- oder mittellateinisches adventura: das, was einem unvermutet begegnet. Methode hingegen ist, als Werkzeug der… …Wissenschaft, in allem das Gegenteil: das Instrument der zielstrebigen und planvollen Suche nach etwas noch Unbekanntem sowie die überlegt konzipierte und… …. Deswegen hat der Zufall in der Wissenschaft eigentlich keinen Platz; weder läßt er sich domestizieren noch experimentell herbeiführen. Aber da er schließlich… …überall möglich und daher unvermeidbar ist, ereignet er sich natürlich auch in ihr. Wer sich mit der Wissenschaftsgeschichte – beispielsweise der… …Germanistik – beschäftigt, wird alsbald auf die Tatsache stoßen, daß er insbesondere in der Editionsgeschichte des 19. Jahrhunderts eine nicht unbeträchtliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Epilog(e). Zum Abschluß der historisch-kritischen Meyer-Ausgabe

    Peter Sprengel
    …EPILOG(E). ZUM ABSCHLUSS DER HISTORISCH-KRITISCHEN MEYER-AUSGABE von Peter Sprengel, Berlin Abstract Aus Anlaß des Erscheinens des letzten Bandes der… …historisch-kritischen Ausgabe werden die Gedichte betrachtet, die C. F. Meyer in unterschiedlichen Phasen der Arbeit an seiner Gedichtsammlung als Epilog-Gedicht benutzt… …oder vorgesehen hat. Insbesondere werden Entstehungsgeschichte und Struktur des Gedichts „Ein Pilgrim (Epilog.)“ untersucht, das seit der 4. Auflage… …(1891) als Abschluß von Meyers „Gedichten“ diente, bis der 1. Band der HKA (1963) aufgrund einer inzwischen vom Herausgeber revidierten Entscheidung einen… …Werken“ 1 ist eines der größten und ehrgeizigsten philologischen Unternehmen zu Ende gegangen, die die Germanistik dieses Jahrhunderts hervorgebracht hat… …. 1958 erschien als erstes Teilstück Band X („Jürg Jenatsch“), herausgegeben von Alfred Zäch, der die Edition des erzählerischen und versepischen Œuvres… …übernommen hatte. Nach seinem Tod (1975) wurde dieser Teil der Ausgabe 1985 mit dem von Rätus Luck betreuten XV. Band abgeschlossen. Die Edition des lyrischen… …eigenen Lebenswerks wurde. Beim Erscheinen des Textbandes der „Gedichte“ (1963) 37 Jahre jung, darf er als Siebzigjähriger den Abschluß einer editorischen… …Anstrengung feiern, an deren Größe er selbst nicht ganz schuldlos ist. Sie ergab sich vor allem aus dem Willen zur Genauigkeit der Dokumentation der… …handschriftlichen Überlieferung und der genetischen Zusammenhänge zwischen einzelnen Textstufen, deren Zuordnung zu einer bestimmten ,Endfassung‘ aufgrund der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Das literarische Ich als Seismograph oder von der Objektivität der Subjektivität. Zu Börnes früher vormärzlicher Erzählprosa

    Bernhard Budde
    …DAS LITERARISCHE ICH ALS SEISMOGRAPH ODER VON DER OBJEKTIVITÄT DER SUBJEKTIVITÄT Zu Börnes früher vormärzlicher Erzählprosa Abstract Von Bernhard… …Budde, Münster Bisher wenig beachtete frühe Texte Börnes weisen literarische Erneuerungen auf, die das aufklärerische europäische Erbe während der… …Restaurationsperiode bewahren. Der Aufsatz hebt ein von den eingeschränkten Publikationsmöglichkeiten geradezu erzwungenes Kunst-Mittel hervor: die Konstituierung einer… …mit der Person des Autors nicht voreilig zu identifizierenden Subjektivität. Diese reibt sich satirisch an den gesellschaftlichen Hemmnissen, erfährt… …events of everyday life. Die Signatur der Epoche nach der dann von Heine für beendet erklärten „Goetheschen Kunstperiode“ läßt sich an der beweglichen… …Repression und Zensur. Innovative Strategien operativen Schreibens und der Einsatz überkommenener literarischer und quasi-wissenschaftlicher Genres zu… …veränderten Zwecken ergaben sich aus der Forderung des Tages – und doch ließ die Provokation durch die Aktualität auch literarische Texte entstehen, nicht nur… …journalistische. Freilich hat der dezidierte „Zeitschriftsteller“ 1 Börne sich – neben den meist kurzlebigen und nicht sehr regelmäßig erscheinenden Periodika… …vermitteln 1 „Ankündigung der Wage“ (1,668). Zitiert wird mit Band und Seitenzahl nach: Ludwig Börne: Sämtliche Schriften, neu bearb. und hg. von Inge und… …Peter Rippmann, Dreieich 1977, Bd. 1–5. 210 Das literarische Ich als Seismograph oder von der Objektivität der Subjektivität und artistische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Wîpliche man, manlîchiu wîp. Zur Konstruktion der Kategorien Körper und Geschlecht in der deutschen Literatur des Mittelalters. Internationales

    Ricarda Bauschke
    …TAGUNGSBERICHTE Wîpliche man, manlîchiu wîp Zur Konstruktion der Kategorien Körper und Geschlecht in der deutschen Literatur des Mittelalters… …. Internationales Kolloquium der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft und der Gerhard-Mercator- Universität Duisburg, 8.–10. Oktober 1997 in Xanten Im… …wissenschaftlichen Diskurs der letzten zwanzig Jahre haben die in den Vereinigten Staaten inzwischen etablierten gender studies auch im deutschsprachigen Raum… …; gerade in der germanistischen Mediävistik werden die unterschiedlichen Chancen, welche die gender studies für die Textinterpretation bieten, nur partiell… …genutzt. Um dieses Defizit abzutragen, fand vom 8. bis 10. Oktober ein von der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft und der Gerhard-Mercator-Universität… …Konstruktion der Kategorien Körper und Geschlecht in der deutschen Literatur des Mittelalters“ statt, das allgemein sehr großen Zuspruch gefunden hat. Da alle… …Teilnehmer stets in der gleichen Zusammensetzung tagten – auf eine Sektionseinteilung wurde bewußt verzichtet –, die Anzahl der Vorträge auf sechszehn begrenzt… …. Die Beiträge konnten einerseits durch die Rückkoppelung der methodischen Diskussion an die mittelalterliche literarische Praxis neue Denkanstöße für ein… …theoretisches Konzept der gender studies vermitteln: immer wieder wurden leitmotivisch das von Laqueur (,Making sex‘, 1990) postulierte Ein-Leib-Modell kritisch… …beleuchtet und Butlers These (,Gender Trouble‘, 1990) von der sex-gender-Interdependenz angesprochen. Andererseits gelangen durch die Applikation des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Christoph Grolimund, Die Briefe der Stadt Basel im 15. Jahrhundert. Ein textlinguistischer Beitrag zur historischen Stadtsprache Basels. T

    Michael Elmentaler
    …Buchbesprechungen Christoph Grolimund, Die Briefe der Stadt Basel im 15. Jahrhundert. Ein textlinguistischer Beitrag zur historischen Stadtsprache… …Basels. Tübingen/Basel: Francke Verlag 1995. [= Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur, 69] Der Mitte der 70er Jahre einsetzende Boom der… …ausgehend, mit Problemen der Einbettung historischer 153 Buchbesprechungen Sprachvarietäten in soziale und situative Zusammenhänge beschäftigen. 1 Dies gilt… …insbesondere für das Teilgebiet der diachronen Textpragmatik im Sinne einer Rekonstruktion der Entstehung und Funktion historischer Textsorten, wie sie etwa von… …, die 1993 an der Universität Basel als Dissertation angenommen wurde, ist in diese Forschungstradition einzuordnen. Sie befaßt sich mit der Pragmatik der… …historischen Textsorte ‚Missive‘ am Beispiel der Stadtsprache Basels im 15. Jahrhundert. Als „Missiven“ oder „Sendbriefe“ werden in der zeitgenössischen… …, bietet diese Textsorte in besonderem Maße die Möglichkeit, die Reichweite und Struktur der Kontakte einer frühneuzeitlichen Handelsstadt wie Basel zu… …erfassen und die Beziehungen zwischen der Textstruktur und ihren pragmatischen Funktionen zu untersuchen. Methodisch lehnt sich der Vf. an die jüngere… …Textlinguistik an, deren Verfahrensweisen er für die Analyse historischer Textformen nutzbar zu machen versucht. Das erste Kapitel der Arbeit (S. 1–24) wird durch… …einen ausführlichen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Stadt und Sprache“ eröffnet. In der neueren soziodialektologischen Forschung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    Der „schreckliche Zug“. Lesarten des Irrationalen bei Goethe

    Ulrich Schödlbauer
    …Abstract DER „SCHRECKLICHE ZUG“. Lesarten des Irrationalen bei Goethe von Ulrich Schödlbauer, Hagen Die Bestimmung des ‚Irrationalen‘ ist ein Produkt… …der rationalen Kultur, ‚Irrationalismus‘ die Entscheidung gegen die rationale Interpretation von Kultur. Historisch betrachtet, kontrahiert der… …Irrationalismus zwei wohlzuunterscheidende Stränge von aufgeklärter Kritik: die Neubewertung der vorbewußten Motivregion und die immanent zu leistende… …Grenzbestimmung der Vernunft. Die verschiedenen Stränge verbinden sich in der von Goethe vorgetragenen poetischen Kritik der Französischen Revolution. Im Vergleich… …für Steigerungen, für Steigerung der Einschränkbarkeit, für Aufbau von Ordnung durch Reduktion von Komplexität. Zeitweise war diese Einsicht in der Form… …von natürlicher Selbstliebe, in der Form von sich selbst begründender Vernunft oder dann in der Form des Willens zur Macht, also in anthropologischen… …Zerfall der Rationalitätssemantik zu kompensieren versucht. 1 Diese ‚Rationalitätssemantik‘ nennt der Systemtheoretiker ‚alteuropäisch‘, sie sei dort zu… …verschiedene Weise geknackt. […] Man verlagert zum Beispiel das Rationalitätsurteil aus den Prinzipien in die Richtung des historischen Prozesses, der dann als… …auf den Wechsel, den der Verfasser damit gegenüber von ihm früher vertretenen Positionen vollzieht – durchaus goutieren: die Deutung von Rationalität… …als Reduktion von Komplexität galt seit „Zweckbegriff und Systemrationalität“ als eine zentrale Leistung der Systemtheorie. 4 Die spätere Auslegung hält…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/1998

    Die verlorene Heimat in der Fremde. Franz Kafkas „Ernst-Liman“-Fragment

    Hartmut Vollmer
    …DIE VERLORENE HEIMAT IN DER FREMDE Franz Kafkas „Ernst Liman“-Fragment von Hartmut V o l l m e r , Paderborn Abstract Kafkas im Frühjahr 1913… …vorgestellt noch von der Forschung erschlossen. Die hier vorgelegte Analyse der unvollendeten kryptischen Erzählung gewährt Einblicke in die Existenzproblematik… …und den Schaffensprozeß Kafkas. Die Untersuchung zeigt, daß der Abbruch der Erzählung als Konsequenz unüberwindlicher Existenz- und Schreibgrenzen… …Schon in der Nacht vom 2. zum 3. März muß er Felice bekennen: Es ist 1 Uhr vorüber, ich bin, Liebste, inzwischen von meiner Geschichte fast gänzlich… …rätselhafte „kleine Geschichte“, um die Kafka erfolglos kämpfte, ist als „Ernst Liman“-Fragment von der Kafka-Forschung registriert, aber nur sehr 1 Franz Kafka… …: Briefe an Felice und andere Korrespondenz aus der Verlobungszeit, hg. v. Erich Heller u. Jürgen Born, Frankfurt/Main 1976. Die Zitate dieses Bandes werden… …erzählerischen Scheitern eine gültige ,Wertlosigkeit‘ und Unbedeutendheit zuschrieb. Die genaue Betrachtung der unvollendeten kryptischen Erzählung gewährt jedoch… …einer schweren Schreib- und Lebenskrise des Autors. Mit der Niederschrift seiner Erzählung „Das Urteil“ in der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 hatte… …Schreibstroms, „nur in einem solchen Zusammenhang, mit solcher vollständigen Öffnung des Leibes und der Seele.“ (X, 101) 2 Wie „eine regelrechte Geburt mit… …Schaffenserlebnisses trug ihn schon kurz nach dem „Urteil“ zu weiteren bedeutenden Erzählwerken: er begann die zweite Fassung des Romans „Der Verschollene“, von dem bis…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten „Friedelehe“. Berlin 1993. 195 S. (= Ergänzungsbände

    Heiko Uecker
    …Buchbesprechungen Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten „Friedelehe“. Berlin 1993. 195 S… …. (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 8) Seit siebzig Jahren, seit der Rechtshistoriker Herbert Meyer 1927… …(„Friedelehe und Mutterrecht“) die hauptsächlich auf der Grundlage der altisländischen Sagas beruhende Behauptung aufstellte, es habe bei den Germanen eine… …der Sippe der Frau – aufgrund beiderseitiger Übereinstimmung geschlossen wurde, habe einen gleichwertigen Rang wie die Vertragsehe gehabt. Es habe also… …seit alters her zwei Formen der Ehe nebeneinander gegeben, und zum Beweis zog man flugs die altisländische Saga heran, der man einen hohen Quellenwert… …will, der gehe zu den Sagas.“ Inzwischen hat sich der Wind gedreht: das Zeugnis der Saga gilt nicht mehr für die germanische Zeit, sie spiegelt weit mehr… …die Verhältnisse der Schreibezeit, d. h. des 13. Jahrhunderts wieder. Else Ebels Arbeit stellt sich die Frage, ob sich durch eine philologische Analyse… …zurückdeuten (S. 12), daß „die literarischen Denkmäler des Nordens neben der Vertragsehe eine zweite echte ‚freiere‘ Eheform“ (S. 12) belegten. Ihr Ergebnis ist… …(isländische Familiensaga, historische und sogenannte Gegenwartssagas, Rechtsquellen, Dichtung, Diplomatarien) kurz vorgestellt hat, durch die Untersuchung der… …der nicht-legalisierten Verbindungen“ (insgesamt 12 Wörter). Die genaue Betrachtung dieses Wortschatzes führt zu „für den Norden folgenden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1998

    Edith Feistner, Historische Typologie der deutschen Heiligenlegende des Mittelalters von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Reformation

    Konrad Kunze
    …Buchbesprechungen Edith Feistner, Historische Typologie der deutschen Heiligenlegende des Mittelalters von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur… …grundlegende Arbeiten bereichert. Sie betreffen die überlieferungsgeschichtliche und editorische Erschließung breitenwirksamer Quellen (M. Brand u.a. [Hg.], Der… …Gattungsdiskussion. Ihr werden durch den Neugermanisten H.P. Ecker von der Kulturanthropologie her in Hinblick auf ein interkulturelles Material völlig neue Horizonte… …eröffnet (Die Legende, Stuttgart/ Weimar 1993), während Feistner in ihrer altgermanistischen Würzburger Habilitationsschrift (1993) sich der… …Binnendifferenzierung der mittelalterlich-christlichen Legendentradition annimmt. Diese ist für Feistner aufgrund ihrer vielfältigen lebenspraktischen Verankerung in… …Fragestellungen für die Gattungsbeschreibung überhaupt zu illustrieren“ (S. 20; bisher wurden pragmatische Aspekte eingehender nur bei der Untersuchung der… …Geschichte einzelner Legenden wahrgenommen). Prämisse der Untersuchung ist die Beobachtung, daß die mittelalterliche Legende auf der Ebene der erzählten… …Geschichte (histoire) ebenso stark schematisiert und konstant ist, wie sie sich auf der Ebene der Vermittlungsweise (discours) in den einzelnen Versionen durch… …besondere Variabilität auszeichnet. Als Ausgangsbasis wird daher in Teil I zunächst die morphologische Struktur der histoire anhand lateinischer Beispiele… …. laienorientierte/hierarchische/popularisierende/exoterische Vermittlung. Als Beispiele dienen der ,Christophorus‘ Walthers von Speyer bzw. ,Remigius‘ in der ,Legenda aurea‘ und in ,Der Heiligen Leben‘…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/1998

    Andreas Kilcher, Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma. Die Konstruktion einer ästhetischen Kabbala seit der Frühen Neuzeit

    Stefan Willer
    …BUCHBESPRECHUNGEN Andreas Kilcher, Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma. Die Konstruktion einer ästhetischen Kabbala seit der… …. In dieser Untersuchung, entstanden in Basel und Jerusalem, behandelt der Verfasser, ausgehend von den hebräischen Quellen des Mittelalters, die… …Transformationen des kabbalistischen Sprachparadigmas in der Frühen Neuzeit und der deutschsprachigen Romantik. Zwischen die Betrachtung dieser beiden Epochen ist… …ein eher exkursartiges Kapitel zur Aufklärung geschaltet. Ein Ausblick auf „Variationen der ästhetischen Kabbala nach 1900“ und eine äußerst… …und zielgerichtete Disposition. Dieser Zugriff macht sich schon in den einleitenden Überlegungen zur „Hermeneutik und Rhetorik der Kabbala-Rezeption“… …Rezeption von vornherein aufeinander zu beziehen: Sie sind ineinander übersetzbar, denn „Kabbala bedeutet wörtlich ‚Empfang‘ und entspricht der lateinischen… …,receptio‘ “ (7). Und sie bilden gemeinsam eine Trope: „,Rezeption‘ und ,Kabbala‘ sind zwei strukturell vergleichbare Kategorien. Kabbala weist die Form der… …Rezeption auf, denn Rezeption ist der Modus, in dem Kabbala sich zu der Schrift verhält“ (7). Sowohl für die jüdische Tradition wie für ihre späteren… …Bearbeitungen unterscheidet Kilcher zwei gegenläufige Rezeptions-Konzepte: Entweder soll ein Sinn, eine Substanz tradiert werden – das entspricht der… …in der Sprache stattfinden kann. So werden im semiotischen Kabbala-Begriff des Poststrukturalismus, den Kilcher am Ende seines Buches erörtert, Kabbala…
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