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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Stephanie Altrock: Gewitztes Erzählen in der Frühen Neuzeit. Heinrich Bebels Fazetien und ihre deutsche Übersetzung

    Klaus Kipf
    …Buchbesprechungen Stephanie Altrock: Gewitztes Erzählen in der Frühen Neuzeit. Heinrich Bebels Fazetien und ihre deutsche Übersetzung, Böhlau, Köln… …erstmals gedruckt wurde, wurde in der (insgesamt überschaubaren) Forschung zu der erfolgreichsten Sammlung unterhaltender Kurzerzählungen des deutschen… …der der Forschungsstand zu Bebels Fazetien lückenlos referiert und die Schrift im Œuvre des Tübinger Dichterhumanisten kontextualisiert wird, widmet… …sich ein weiteres einführendes Kapitel („licentia facetiae – ‚Anstößigkeit‘ und Erzähllizenz der Fazetie“, 29–52) in Anlehnung an Wilfried Barner2 den… …Strategien, die Bebel und zwei seiner Vorläufer3 einschlagen, um das Sammeln und Verfassen der in Themen und Tendenzen oft bedenklichen Schwänke zu… …rechtfertigen. Altrock stellt fest, dass „[d]er Diskurs über die ‚Anstößigkeit‘ und Lizenz fazeten Erzählens […] die Rezeption der literarischen Form Fazetie in… …den Paratexten herausarbeiten. Förderlich ist dabei einerseits die Berücksichtigung der begleitenden Empfehlungsgedichte zu Bebels Fazetien von Schülern… …und Freunden, die die komiklegitimierenden Argumente der Widmungsbriefe aufnehmen und variieren, die aber in den zitablen Ausgaben4 nicht aufgenommen… …Sprachhandeln. Fs. für Gustav Bebermeyer, hg. v. Jochen Möckelmann, Hildesheim, New York 1974, S. 89–114. Antony bietet lediglich einige „Rückübersetzungen“ der… …lateinischen Fazetien in den schwäbischen Dialekt und einen Vergleich derselben mit den „Geschwenck“ von 1558 sowie den modernen Übersetzungen der „Facetiae“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Sibylle Peters: Der Vortrag als Performance

    Peter Brandes
    …Buchbesprechungen Sibylle Peters: Der Vortrag als Performance, Transcript, Bielefeld 2011. In Zeiten der allgemeinen Exzellenzwerdung… …wissenschaftlicher Forschung und Lehre ist der Vortrag keineswegs ad acta gelegt, sondern nach wie vor eine der wichtigsten Formen der Wissenspräsentation. Ein Blick… …auf die durch gängige Mail-Verteiler verschickten Tagungsprogramme genügt, um sich von der Omnipräsenz des Vortrags in der Wissenschaftsszene zu… …überzeugen. Dass sich Wissen in der Form des Vortrags abbilden lässt, ist dabei die unhinterfragte Prämisse des wissenschaftlichen Diskurses. Die Problematik… …der Darstellung, die ja gerade in den Geistes- und Kulturwissenschaften immer wieder Gegenstand der Forschung ist, wird in diesem Zusammenhang kaum… …reflektiert. Die hier zu besprechende Monographie von Sibylle Peters geht genau diese für das Selbstverständnis der Wissenschaften zentrale Frage an – und zwar… …, um das gleich vorwegzunehmen, mit ausgesprochenem Gewinn! Zunächst erscheint die These, die der Titel des Buches andeutet, nicht besonders spektakulär… …. Dass jeder Vortrag, der gehalten wird, immer schon eine Performance ist, wird wohl jedem Vortragenden und jedem Zuhörer unmittelbar einleuchten. Dass… …aber der Vortrag als theatrale Situation nicht nur ein schon vorgängiges Wissen abbildet, sondern selbst Wissen generiert, ist eine nicht so weit… …verbreitete Annahme, die allerdings Peters in ihrer Arbeit zu plausibilisieren sucht. Dabei will sie nicht nur einen „Beitrag zur Wissenschaft der Künste“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Jürgen Brokoff: Geschichte der reinen Poesie. Von der Weimarer Klassik bis zur historischen Avantgarde

    Cornelia Zumbusch
    …Buchbesprechungen Jürgen Brokoff: Geschichte der reinen Poesie. Von der Weimarer Klassik bis zur historischen Avantgarde, Wallstein, Göttingen 2010… …Fayet: Reinigungen. Vom Abfall der Moderne zum Kompost der Nachmoderne, Wien 2003; Un/Reinheit. Konzepte und Praktiken im Kulturvergleich, hg. v. Anxxxx… …(Fortsetzung der Fußnote auf S. 310) 309 Buchbesprechungen bildet dabei Mary Douglas’ sozialanthropologische Untersuchung „purity and danger“, in der soziale… …implizit abzuweisen. Denn wie Douglas selbst angedeutet habe, sei eine absolute, und damit zu Sterilität und Leblosigkeit tendierende Reinheit nur in der… …Kunst, niemals aber in der kulturellen Praxis herstellbar. Mit dem Hinweis, die reine Poesie betreibe gerade die strategische Distanzierung vom… …Lebendig-Organischen, verlässt Brokoff noch in der Einleitung den Schauplatz kultureller Praktiken und widmet sich einer literarischen Geschichte der reinen Poesie… …. Dabei geht es um die Genese eines Konzepts, das sich erstmals im Umkreis der Weimarer Klassik formiert, im Verlauf des 19. Jahrhunderts weiter entwickelt… …und schließlich in der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts vollendet wird. Unter dem von Paul Valéry entlehnten Namen der poésie pure verfolgt… …Brokoff die Vorstellung von einer Verssprache, die sich im Zeichen der Kunst von einer Prosa der Wirklichkeit abzuheben versucht. Der enorme, von Wieland… …Rekonstruktion des Verhältnisses von Rhetorik, Poetik und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert setzt. Zwar ist eine reine – und das heißt im Umkreis der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2013

    Stephan Kraft: Zum Ende der Komödie. Eine Theoriegeschichte des Happyends

    Alexander Honold
    …Buchbesprechungen Stephan Kraft: Zum Ende der Komödie. Eine Theoriegeschichte des Happyends, Wallstein, Göttingen 2011. Die Komödie hat ihre… …Latenzzeiten, Lücken und Leerstellen. Wo andere europäische Literaturen von der Prägekraft eines Aristophanes, eines Plautus, eines Shakespeare oder Molière… …zehren, da formulieren Goethe und Schiller auf dem Höhepunkt der Weimarer Klassik – eine Suchanzeige. Die „Dramatische Preisaufgabe“ des Jahres 1800 setzte… …hohen Kriterien nicht genügen, die „Systemstelle der klassischen Idealkomödie blieb auch weiterhin unbesetzt“ (176). Während die Bühnen von den ephemeren… …Theorie und Poetik der Komödie hervor. So avancierte das schwierige Nachdenken über das Leichte und Lustige zu einer Spezialität der deutschen Ästhetik von… …Lessing bis Hegel. Von solchen Konstellationen handelt die vorzügliche Studie Stephan Krafts zum „Ende der Komödie“. Mit ihrer epochenübergreifenden Anlage… …und komparatistischen Perspektive bietet diese Abhandlung ein Füllhorn literarhistorischer Gelehrsamkeit und zeigt sich gleichwohl der unterhaltsamen… …Leichtfüßigkeit des Gegenstandes durchaus gewachsen. Kraft spannt den Bogen seiner Studie von der antiken Komödie bis in die Gegenwart, und er verbindet dabei die… …Geschichtsschreibung der Komödientheorie und -poetik mit der gelegentlichen, auf ausgewählte Stationen konzentrierten Detailauslegung von Werkbeispielen. Der Autor… …belegt eindrucksvoll Aktualität und Ergiebigkeit gattungspoetischer Fragestellungen – und nicht zuletzt die offene Zukunft der Komödie selbst. So…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Frühneuhochdeutsche und mittelniederdeutsche Syntax im Kontrast

    Die Abfolge des akkusativischen und dativischen Personalpronomens in der ältesten Luther- und Bugenhagen-Bibel
    Jürg Fleischer
    …FRÜHNEUHOCHDEUTSCHE UND MITTELNIEDERDEUTSCHE SYNTAX IM KONTRAST: die Abfolge des akkusativischen und dativischen Personalpronomens in der ältesten… …beiden Bibeln eine enge textuelle Abhängigkeit besteht. Der Vergleich erlaubt es deshalb nicht nur, einen wichtigen syntaktischen Unterschied zwischen… …Bugenhagen-Bibel nicht einfach den Luther-Text in mittelniederdeutsche Lautung umsetzt, sondern an die grammatischen Strukturen der Zielsprache anpasst. The oldest… …Nominalphrasen die dativische Nominalphrase der akkusativi- * Die Sammlung des in diesem Artikel diskutierten Materials wurde teilweise schon vor längerer Zeit… …durchgeführt und auf Vorträgen präsentiert. Die elektronische Suche und die Identifikation der Belegstellen in der Luther-Bibel von 1545 (vgl. Abschnitt… …„Datengewinnung“) habe ich selbst unternommen, den Vergleich mit der Luther-Bibel von 1534 und der Bugenhagen-Bibel Lea Schäfer, der an dieser Stelle für ihre genaue… …vorangeht, aber auch die umgekehrte Stellung auftreten kann, steht bei zwei Personalpronomen in der Regel der Akkusativ vor dem Dativ (vgl. Duden Grammatik… …Abfolge belegt (vgl. z.B. Behaghel 1932: 73–75, Ebert et al. 1993: 437, Ebert 1999: 119–120). Die folgende aus der ältesten Vollbibel Luthers stammende… …Stelle (Gen 42,37) zeigt, dass bei der Kombination des Akkusativs der 3. Pers. Sg. m. (jn) mit dem Dativ der 2. Pers. Sg. (dir) beide Abfolgen auftreten… …: zwischen althochdeutschen und altniederdeutschen Texten des 8./9. Jahrhunderts gibt es klare Unterschiede in Bezug auf die Abfolge der Pronomen (vgl…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Queer Studies in der Mediävistik: Anspruch und Wirklichkeit - Teil 2

    Rüdiger Schnell
    …DISKUSSION QUEER STUDIES IN DER MEDIÄVISTIK: ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT – TEIL 2 * von Rüdiger S c h n e l l (Basel/Tübingen) B: Weibliche Homoerotik… …(Poststrukturalismus, Dekonstruktion, Psychoanalyse), andererseits bilden diese auch die theoretische Grundlage von nicht-queeren Studien. Insofern begründet der… …Texten versucht Kłosowska, sogenannte Subtexte aufzuspüren 68 , in anderen begnügt sie sich mit der Analyse der Oberflächenhandlung. Das heißt, in einem… …Fall ist das im Text explizit Gesagte der Gegenstand des queer reading, im anderen Fall das hinter bzw. in dem Gesagten aufzuspürende Nichtgesagte. 69… …Wer oder was aber bestimmt darüber, dass das eine Mal das eine, * Der erste Teil dieses Beitrags erschien in Heft 3 der ZfdPh 131, 2012. S. 431–454. 68… …. 69 Dies ist auch der Gegenstand von Michaelis’ Monographie; vgl. Beispiel E. 103 Rüdiger Schnell das andere Mal das andere Lektüreverfahren angewendet… …wird? Mein Eindruck ist, dass Kłosowska dort, wo ein Text ein same sex desire an der Oberfläche präsentiert, auf die Suche nach dem Subtext verzichtet… …dieses in einem Subtext nachzuweisen sucht. Dieses zwiespältige Analyseverfahren – und der dadurch unterstellte zweifache literarische Befund! – verwundern… …. Deshalb hat sie die These aufgestellt, in der Literaturgeschichte sei infolge der Homophobie das Homoerotische verdrängt und nur noch als Subtext ‚erhalten‘… …diese in diesen Fällen deshalb als überflüssig? 4. In einem weiteren Punkt weicht Kłosowskas queer reading von der ‚reinen Lehre‘ der queer theory ab…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f?r deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Friedrich Michael Dimpel: Die Zofe im Fokus. Perspektivierung und Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen

    Regina Toepfer
    …Friedrich Michael Dimpel: Die Zofe im Fokus. Perspektivierung und Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen… …Dimpel einzuordnen, die im WS 2009/ 2010 von der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Habilitationsschrift… …angenommen wurde. Sie rückt die Figur der Zofe in den Fokus der Aufmerksamkeit und fragt, auf welche Weise Nebenfiguren vom Typus der Confidente zur… …Entwicklung der Handlung, zur Bewertung der Protagonisten und zur Sympathielenkung beitragen. 2 Mit der Fokussierung auf die Zofe hebt sich Dimpel grundsätzlich… …von der verbreiteten Auffassung ab, dass Nebenfiguren in der mittelalterlichen Literatur kaum Relevanz besitzen, auf ihre Rolle als Funktionsträger zu… …reduzieren sind und kein Eigenleben entwickeln. Diese Ansicht wird man nach der Lektüre der Studie kaum noch vertreten können. Die Monographie ist in acht… …Vorüberlegungen“ (S. 17) zur Perspektivierung, Sympathiesteuerung und Figurenkonzeption dar. Zunächst setzt er sich mit der von Gérard Genette eingeführten und von… …Gert Hübner für die mittelalterliche Literatur präzisierten Kategorie der Fokalisierung auseinander, die punktuell, etwa um den Aspekt einer… …„potentiellen Wahrnehmbarkeit“ (S. 38), ergänzt 1 Vgl. z.B. Sonja Glauch: An der Schwelle zur Literatur. Elemente einer Poetik des höfischen Erzählens, Heidelberg… …‚Tristan‘, Tübingen, Basel 2004 (Bibliotheca Germanica, 44). 2 Obwohl der Figurentyp der Confidente weiter gefasst ist und auch Vertrauenspersonen einschließt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Monika Unzeitig: Autorname und Autorschaft. Bezeichnung und Konstruktion in der deutschen und französischen Erzählliteratur des 12. und 13

    R�diger Schnell
    …Buchbesprechungen Monika Unzeitig, Autorname und Autorschaft. Bezeichnung und Konstruktion in der deutschen und französischen Erzählliteratur des 12… …zur Vorsicht. In diesen Forschungstrend zur Historisierung und Pluralisierung der Kategorie Autor stellt sich auch die vorliegende Monographie von… …und „aus der Perspektive der Sprachwissenschaft argumentierend(en)“ (S. 342) Studie zu tun. Ganz bewusst engt die Studie ihren Gegenstand auf die… …Textpassagen ein, an denen der Autorname genannt wird. Untersucht wird der „Autordiskurs im Kontext der namentlichen Autornennung“ (S. 343). „Ausgangspunkt ist… …der Autorname im Text“ (S. 1). Dieses eng begrenzte Textkorpus ermöglicht jedoch sehr prä- 1 Vgl. etwa Belázs J. Nemes: Von der Schrift zum Buch – vom… …Ich zum Autor. Zur Text- und Autorkonstitution in Überlieferung und Rezeption des ‚Fließenden Lichts der Gottheit‘ Mechthilds von Magdeburg, Tübingen… …(wohltuend) knappen Einleitungskapitel (S. 1–19) skizziert die Verf. die Forschungsdebatte und den Forschungsstand zu Autor und Autorschaft in der… …Erkenntnisziel sei „die Beschreibung der Diskurse zu Autor und Autorschaft“ (S. 11). Freilich bleibt die Bestimmung dessen, was die Verf. unter ‚Diskurs‘ versteht… …, recht blass (was im Fortgang der Studie zu mancherlei terminologischen Unstimmigkeiten führt, s.u.). Ihr Diskursbegriff ist „wesentlich ‚nur‘… …sprachbezogen“ (S. 15 Anm. 55), zugleich aber „inhaltlich durch die namentliche Autornennung als Autordiskurs bestimmt“ (S. 15). Der Autorname wird somit zur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2013

    Monika Costard: Spätmittelalterliche Frauenfrömmigkeit am Niederrhein. Geschichte, Spiritualität und Handschriften der Schwesternhäuser in Geldern

    Helmut Tervooren
    …Buchbesprechungen Monika Costard: Spätmittelalterliche Frauenfrömmigkeit am Niederrhein. Geschichte, Spiritualität und Handschriften der… …Costard entstehen heute in der Regel nicht in einer ‚Gelehrtenstube‘, sondern in öffentlich geförderten Forschungsgruppen an Universitäten oder Akademien… …. In einschlägigen Kreisen hatte man von dieser Arbeit aufgrund vieler verstreut erschienenen ‚Vorarbeiten‘ der Verfasserin schon lange gewusst und auf… …ein opus magnum. Sie gilt dem Buchbesitz zweier kleiner niederrheinischer Schwesternhäuser, die knapp 10 km auseinander liegen: der Bibliothek des… …Schwesternhauses Nazareth in Geldern (gegründet 1418), das „eines der umfangreichsten Handschriftenbestände besaß, die aus einem Frauenkonvent der devotio moderna… …erhalten sind“ – und der des Andreas-Konvents im benachbarten klevischen Sonsbeck (gegründet 1457). Diese Häuser, deren Blütezeit die 2. Hälfte des 15… …. Jahrhunderts war, lagen im südlichen Einflussbereich maßgeblicher Devotenhäuser der östlichen Niederlande und waren bis vor wenigen Jahrzehnten trotz ihres… …diesen Bibliotheken, Germanisten kannten sie dagegen kaum. Die Gründe dafür liegen an der geographischen Lage der 4 Vgl. dazu jetzt auch die Dissertation… …von Julia Weitbrecht: Aus der Welt. Reise und Heiligung in Legenden und Jenseitsreisen, Heidelberg 2011, deren Titel die Auseinandersetzung mit dem… …Komplex im ersten Teil der Analyse nicht zu erkennen gibt. 156 Buchbesprechungen Häuser: Der Niederrhein nördlich von Köln ist ein Gebiet, das viele…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2012

    Klopstocks Probleme: Der doppelte Anfang der deutschen Hymne

    Dirk Werle
    …Norbert Oellers und Hartmut Steinecke 131. Band 2012 · Viertes Heft Abstract KLOPSTOCKS PROBLEME: Der doppelte Anfang der deutschen Hymne* von Dirk Werle… …, Leipzig Für die Gattungsgeschichte der deutschen Hymne lassen sich zwei Prototypen identifizieren, beide aus der Feder Friedrich Gottlieb Klopstocks: „Die… …man adäquat über religiös-metaphysische Gegenstände sprechen kann. Klopstocks Probleme, die zur Erfindung der deutschen Hymne führen, stellen… …spezifische historische und individuelle Ausformungen des überindividuellen Problemzusammenhangs dar, der auf allgemeiner Ebene als Primärkontext der Geschichte… …der deutschen Hymne zu vermuten ist: Wie ist ganzheitliche dichterische Rede vor dem Hintergrund funktionaler Ausdifferenzierung und Beschleunigung… …gehen auf einen Vortrag zurück, den ich am 20. Januar 2010 im Institutskolloquium des Instituts für Germanistische Literaturwissenschaft der… …1. Gattungsgeschichte als Problemgeschichte Im Jahr 2004 fragte Dieter Burdorf in der „Zeitschrift für Germanistik“: „Gibt es eine Geschichte der… …deutschen Hymne?“ Und er beantwortete die Frage konzise: „Es gibt eine Geschichte der deutschen Hymne, sie muss nur noch geschrieben werden.“ 1 Hintergrund… …der Frage war eine Polemik gegen Norbert Gabriels „Studien zur Geschichte der deutschen Hymne“ 2 von 1992. Dieses Buch ermangele, so Burdorf, einer… …seinem Beitrag. 4 Dabei hält er sich an das methodische Prinzip der historischen Explikation, wie es unter anderem von Lutz Danneberg für die…
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