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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Reflexion und Inszenierung von Rationalität in der mittelalterlichen Literatur

    Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft Blaubeuren, 27. September - 1. Oktober 2006
    Ulrich Barton, Diana Lemke
    …TAGUNGSBERICHT REFLEXION UND INSZENIERUNG VON RATIONALITÄT IN DER MITTELALTERLICHEN LITERATUR Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft… …Blaubeuren, 27. September - 1. Oktober 2006 Das Schlagwort von der ‚Renaissance des 12. Jahrhunderts’ und Max Webers Diktum von der ‚Entzauberung der Welt‘… …Schwerpunkten im 12. und 16. Jahrhundert vorausgesetzt wird. Das Colloquium „Reflexion und Inszenierung von Rationalität in der mittelalterlichen Literatur“ der… …Wolfram von Eschenbach- Gesellschaft (in Zusammenarbeit mit der Mediävistischen Abteilung des Deutschen Seminars der Universität Tübingen) hatte es sich… …daher zur Aufgabe gemacht, zu untersuchen, inwieweit Rationalisierungstendenzen in der Literatur des Mittelalters fassbar werden. Die Analyse der… …Beziehung zwischen gesellschaftlichen Rationalisierungsprozessen und Formen ihrer ästhetischen Repräsentation stand somit im Blickpunkt der Tagung. Es sollte… …konzeptualisieren sind. Zum anderen sollte der Frage nachgegangen werden, inwieweit ein produktives Spannungsverhältnis zwischen historischen… …eröffnete die Tagung mit der Warnung vor allzu großer Naivität in der Anwendung des Begriffs ‚Rationalität‘ und der programmatischen Forderung nach… …historischer Kontextualisierung: Wenn ‚Rationalität‘ als literaturwissenschaftliche Kategorie handhabbar sein soll, dürfe der Begriff nicht mit zu stark… …Konstellationen gibt, aufgrund derer der Begriff allererst an Kontur gewinnt. Frank Bezners Vortrag („Wissensmythen? Lateinische Literatur und Rationalisierung im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Karl der Große in den europäischen Literaturen des Mittelalters. Konstruktion eines Mythos, hg. v. Bernd Bastert, Max Niemeyer, Tübingen 2004, XVIII

    Bernd Schneidmüller
    …Buchbesprechungen Karl der Große in den europäischen Literaturen des Mittelalters. Konstruktion eines Mythos, hg. v. Bernd Bastert, Max Niemeyer… …, Tübingen 2004, XVIII und 253 Seiten Karl der Große – idealer Herrscher, Identifikationsfigur, Stein des Anstoßes, oft benutzt, beständig verformt… …, Heidensieger, Kreuzfahrer, Verkörperung des Abendlands, Vater Europas, bald eher Mythos als Mensch. Selbst in einer Zeit, in der ältere Vergangenheitsschichten… …zunehmend verblassen, taugt der große Karl immer noch für Fragen in TV-Ratespielen. Die Instrumentalisierung des Frankenherrschers und Römerkaisers begann an… …auf den Vater Europas. Schon zu Lebzeiten ein literarischer Held, trat Karl der Große über 1200 Jahre seine vielen Karrieren an, xxxxx 3 Ingeborg Glier… …: Artes amandi. Untersuchung zu Geschichte, Überlieferung und Typologie der deutschen Minnreden, München 1971 (MTU 43); Franz Viktor Spechtler: Hugo von… …Spätmittelalter begann der Streit der Nachfahren um das Erbe. Politisch wurde der Held zerteilt und existierte nebeneinander als Römerkaiser wie als französischer… …, und bis heute dauern die sorgfältigen Analysen der Philologen an. Mit analytischem Geschick und innovativer Kraft präsentiert der anzuzeigende… …Literatur). Die hohe Qualität der Beiträge macht den Sammelband zu einem Standardwerk, das seinen besonderen Wert durch die Einbettung in moderne… …Theoriedebatten um Identität, Ritual und Mythos gewinnt. In seiner Einleitung präsentiert Bastert den Rang Karls des Großen in der europäischen „Mythomotorik“ und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Monika Schausten, Suche nach Identität. Das "Eigene' und das "Andere' in Romanen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, Böhlau, Köln, Weimar

    Armin Schulz
    …Buchbesprechungen Monika Schausten, Suche nach Identität. Das ‚Eigene‘ und das ‚Andere‘ in Romanen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit… …„Friedrich von Schwaben“; darüber hinaus mit der „Melusine“ sowie dem „Fortunatus“. Galt das Interesse der jüngeren Forschung im Wesentlichen der internen… …Poetik der späthöfischen Romane, ihrer hybriden Verfasstheit, so zielt Schausten auf eine thematische Lektüre: Es geht ihr um die narrative Konstruktion… …männlich-adeliger Identität, es geht ihr darum, wie das ‚Eigene‘ in der Konfrontation mit einem externen ‚Anderen‘ konstituiert und profiliert wird. Als gemeinsamen… …Nenner der von ihr behandelten Texte sieht sie die Verbindung zwischen Brautwerbungshandlung und genealogischer Perspektive, ohne dabei die jeweiligen… …massiven intertextuellen Referenzen aus dem Auge zu verlieren. Schausten entwickelt ihre Leitfragen aus der jüngeren kulturwissenschaftlichen Theoriebildung… …historisieren möchte. Die Denkfigur der Differenz leitet so alle Interpretationen: Ausgangspunkte sind Simon Gaunts Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Gattung… …Hinblick auf ihre Verhandlung der Identitätsproblematik zum ‚Sprechen‘ […] bringen“ (S. 240). Dies mag konservativere Leser zunächst verstören und darüber… …bestechend: Sie geht von der älteren „Konzeption heldischer Identität in den Artusromanen“ aus, die „die narrative Profilierung einer als ‚Eigenes‘ zu… …die Texte in einem je spezifischen Zusammenschluss von gender- und topographischem Diskurs konkretisieren“, indem nämlich die „Anverwandlung der Räume“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Erika Timm unter Mitarbeit von Gustav Adolf Beckmann: Historische jiddische Semantik. Die Bibelübersetzungssprache als Faktor der

    Gernot Heide
    …Buchbesprechungen Erika Timm unter Mitarbeit von Gustav Adolf Beckmann: Historische jiddische Semantik. Die Bibelübersetzungssprache als Faktor der… …erhärten. Sie untersucht dazu in erster Linie solche Elemente der deutschen Komponente des heutigen (Ost)jiddischen, die schon in (sehr) alten jiddischen… …Quellen nachweisbar sind und bei denen das Deutsche und das Jiddische semantisch oder in der Wortbildung verschiedene Wege gegangen sind. Diese Entwicklung… …des Jiddischen ist, so Timms zentrale These im Gefolge Weinreichs, der Elementarbildung im Cheder zu verdanken und damit Ergebnis des Bibelstudiums, zu… …, das sie zu Beginn der Arbeit in den Mittelpunkt gerückt hat. Aus den rund 13000 Belegen sind ca. 300 Wortfamilien, die von sprachgeschichtlicher… …der Grundlage von MM hat die Verfasserin die übrigen Dokumente durchgesehen und durch weiteres sprachgeschichtlich relevantes Material ergänzt, da MM –… …Traditionslinie bis in die Gegenwart zu verfolgen, werden ihre Ergebnisse durch jiddische Wörterbücher der Gegenwart belegt. Zugleich werden, um die… …Ausgabe der vorlutherischen hochdeutschen Bibeldrucke, die Luther-Übersetzung und die üblichen deutschen Wörterbücher herangezogen. Die Verfasserin hat… …ihrer Analyse ca. 120 jiddische Quellentexte unterschiedlichen Umfangs bis ungefähr 1750 zugrunde gelegt (S. 698–707), wobei auch Texte aus der jiddischen… …Erzählprosa berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden 13 jüdischfranzösische Dokumente (S. 708) herangezogen. Da der allergrößte Teil der Quellen in einer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Der große Mogol oder der Vater der Lügen des Schelmuffsky - Zur Parodie des Reiseberichts und zur Poetik des Diabolischen bei Christian Reuter

    Zur Parodie des Reiseberichts und zur Poetik des Diabolischen bei Christian Reuter
    Maximilian Bergengruen
    …Peters · Hartmut Steinecke · Helmut Tervooren 126. Band 2007 · Zweites Heft DER GROßE MOGOL ODER DER VATER DER LÜGEN DES SCHELMUFFSKY Zur Parodie des… …Christian Reuters „Schelmuffsky“ als eine Parodie der zeitgenössischen Indien-Reiseberichte (Olearius, Mandelslo, Andersen, Iversen, aber auch Laet, Tavernier… …in der oft erzählten Geburtsszene des Protagonisten. In der hier vorgeschlagenen Lesart ist der als Ratte gekennzeichnete Vater niemand anderes als der… …Teufel, der Vater aller Lügen – und somit auch der, die Schelmuffsky erzählt. Im Falle der Mogol-Episode handelt es sich jedoch nicht um beliebige… …teuflische Täuschungen. Der Erzähler, so sein Anspruch, lügt, um die Lügen, Erfindungen und Projektionen seiner Vorgänger-Texte wahrhaft aufzudecken. In this… …texts. I. Agra oder die wahre Seite der Lüge Es fällt dem Leser von Christian Reuters Roman „Schelmuffsky“ (Editio princeps 1696/1697) nicht ganz leicht… …in der „Reise-Beschreibung“ gedacht wird (Schelm., 9 f.) 1 , nicht ganz mit rechten Dingen zugeht: Ohne jemals Unterricht erteilt bekommen zu haben… …, ficht der Protagonist des Romans wie ein Meister dieser Kunst; nur einer immensen Überzahl von „100“ Seeräubern – und auch das nur in einer Art von Remis… …(er hat „weder Hieb noch Stich davon getragen“; Schelm. 115) – muss er sich ergeben. Bei jeder Tanzveranstaltung springt er, der niemals das Tanzen… …sahen sie mir alle auf die Beine, weil ich sie so artig setzen kunte!“ (Schelm. 87; ähnlich auch 45 ff.) 2 Überhaupt die Damenwelt: Diese kann der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Das Artikulierte und das Inartikulierte - Zum semantischen Wandel der Artikulation in der "Sattelzeit'

    Zum semantischen Wandel der Artikulation in der "Sattelzeit'
    Markus Wilczek
    …Abstract DAS ARTIKULIERTE UND DAS INARTIKULIERTE Zum semantischen Wandel der Artikulation in der ‚Sattelzeit‘ von Markus W i l c z e k , Baltimore… …Dieser Artikel vollzieht die semantische Rekonfiguration des Paradigmas der ‚Artikulation‘ um 1800 nach. Ausgehend von einer Lektüre der Schriften… …Verhältnisses vom Artikulierten zum Inartikulierten um 1800 die Entwicklung der Artikulation zur zentralen Denkfigur strukturalistischen Denkens möglich machte… …relationship of the articulate to the inarticulate which took place around 1800. [1] Ein ‚Begriff der dritten Art‘ On pourrait appeler la langue le domaine des… …son devient le signe d’une idee. (Ferdinand de Saussure) 1 Dass die Sprache die Domäne der Artikulationen sei, gehört zu den mittlerweile klassischen… …Versuchen, das Wesen der Sprache zu bestimmen. ,Klassisch‘ heißt in diesem Fall allerdings nicht, wie so oft in der Geistesgeschichte, ‚folgenlos‘ im Sinne… …eines allseits respektierten, gleichwohl zu den Akten gegebenen Befundes. Denn wenn Claude Lévi-Strauss 1945 in dem für die Theoriebildung der… …de linguistique générale, hg. v. Tullio de Mauro, Paris 1972, S. 156. Freilich legt der Verweis auf eine „Seite 26“, der gewiss nicht den Vorlesungen… …niederschlägt. Für den vorliegenden Zusammenhang bleibt indes ausschlaggebend, dass es der von Bally und Sechehaye konstituierte Text des „Cours“ war, der zum… …gesellschaftlichen Ordnungssystem gerade auf der Artikuliertheit beider Systeme. 2 Signifikante Einheiten der Sprache wie der Gesellschaft konstituieren sich dieser…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Ursula Kocher: Boccaccio und die deutsche Novellistik. Formen der Transposition italienischer "novelle' im 15. und 16. Jahrhundert, Rodopi, Amsterdam

    Caroline Emmelius
    …BUCHSPRECHUNGEN Ursula Kocher: Boccaccio und die deutsche Novellistik. Formen der Transposition italienischer ‚novelle‘ im 15. und 16. Jahrhundert… …, Rodopi, Amsterdam, New York 2005 (Chloe, Beihefte zum Daphnis 38). Die Rezeption der lateinischen und volkssprachlichen Werke Giovanni Boccaccios in der… …deutschen Literatur ist seit langem Gegenstand intensiver Forschungsbemühungen in der germanistischen Mediävistik. Insbesondere zur Aufnahme der… …auch die vorliegende, in Tübingen und Berlin entstandene Dissertation zu stellen. Schon der Titel indiziert drei Schwierigkeiten, die sich mit der… …deutschen Boccaccio-Rezeption verbinden: Die erste zielt auf den Begriff der „deutschen Novellistik“. Auch die vorliegende Arbeit teilt die – prominent von… …mittelalterlichen Erzählformen (Kasus, Exempel, Mirakel etc.) bestimmt werden kann und daher für den Bereich der deutschen Literatur vom Mären- oder Schwankerzählen… …dar, durch die sich die Erzählpraxis in der deutschen Literatur allmählich verändert (S. 35–45, Zitat 43). Diese enge Definition einer „deutschen… …Spezifikum der deutschen Rezeption gelten. Einen direkten Zugriff auf den italienischen Text bietet vor allem die erste Gesamtübersetzung des „Decameron“ durch… …den Anonymus Arigo, die ihrerseits vielfach die Vorlage für die späteren Rezeptionszeugen abgibt. Auch dieser Weg der Aneignung verweist also nur… …1988 (GRM-Beiheft 8); Claudia Bolsinger: Das Decameron in Deutschland. Wege der Literaturrezeption im 15. und 16. Jahrhundert, Frankfurt/Main u.a. 1998…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Ulrich Johannes Schneider (Hg.): Kultur der Kommunikation. Die europäische Gelehrtenrepublik im Zeitalter von Leibniz und Lessing, Harrassowitz

    Hedwig Pompe
    …Buchbesprechungen Ulrich Johannes Schneider (Hg.): Kultur der Kommunikation. Die europäische Gelehrtenrepublik im Zeitalter von Leibniz und Lessing… …, Harrassowitz, Wiesbaden 2005. Der zu besprechende Band beschäftigt sich mit praktischen Bedingungen, Konzepten und Projekten der europäischen Gelehrtenrepublik… …zwischen dem späten 17. und mittleren 18. Jahrhundert. Mit seinen 18 Beiträgen geht er auf ein an der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel 2002… …durchgeführtes Symposion zurück. Der Grundtenor aller Beiträge ist es eher, die politische, institutionelle und kommunikative Selbstbehauptung einer europäischen… …‚res publica litteraria‘ zu beschreiben, als deren mögliche Existenz und Strahlkraft im 18. Jahrhundert kritisch zu exponieren. Der historische und… …ideelle Beitrag, den diese „République des Lettres“ (S. 8) in und mit Europa in der Geschichte des Wissens geliefert habe, sei, so Marc Fumaroli in seinem… …Rekonstruktion der für das moderne Denken auf vielfältige Weise wichtigen gelehrten Vorgeschichte stehe dabei in großen Teilen noch aus. Entsprechend bieten die… …‚bürgerliche Gesellschaft‘“ durch die tatsächliche „Praxis des intellektuellen Lebens“ (U. J. Schneider, ebd.) sei das Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit… …als Geschichte der 303 Buchbesprechungen Herausbildung des modernen kritischen Bewusstseins und der Öffentlichkeit, selbst in ihren Grundzügen… …„Medien“, greift konzeptuelle Stichworte der kultur-, medien- und kommunikationshistorischen Debatten auf, neuere Forschungsperspektiven werden in den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    und der Beruf der Wissenschaft, de Gruyter, Berlin, New York 2005.

    Wilhelm Voßkamp
    …Welt des Dichters und der Beruf der Wissenschaft, de Gruyter, Berlin, New York 2005. Im Horizont gegenwärtiger Diskussionen über den Sinn und Zweck der… …Literaturwissenschaft im Zusammenhang der Kulturwissenschaften erhalten vergleichbare Debatten am Beginn des 20. Jahrhunderts im allgemeinen und die durch den… …George-Kreis mitbestimmten Veränderungen der Philologien zugunsten von ‚Geisteswissenschaften‘ eine besondere Aktualität. Dazu gehören nicht nur wiederkehrende… …„Umstrukturierung besonders der philologisch-historischen Disziplinen“ (S. 35) ließen 311 Buchbesprechungen sich ohne Umschweife auf neuere Diskussionen zum… …Selbstverständnis der Kulturwissenschaften übertragen. 1 Angesichts der seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfreulich intensiven Forschungen zu George und… …zum George-Kreis 2 vermag ein Sammelband, der aus Referaten eines Kolloquiums entstanden ist, zwar im einzelnen höchst aufschlussreiche, aber insgesamt… …eher ergänzende Beiträge zu den vorliegenden Monographien zu bieten. Hinzu kommt, dass der Band – ähnlich wie andere gegenwärtig erscheinende Sammelbände… …(D. von Petersdorf), dem „Geheimen Deutschland und der Wissenschaft“ (R. E. Norton), der Zeitschrift des George-Kreises ‚Castrum Peregrini‘ (R… …. Ockenden) und einem Beitrag von G. Mattenklott über Walter Benjamin und Theodor W. Adorno führt eine auf der umfassenden Untersuchung von R. Kolk basierende… …Überblicksdarstellung in den Problemkreis ein, bevor die eigentliche Intention des Sammelbandes deutlich wird in der Charakterisierung einzelner Philologen des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2007

    Carsten Jakobi: Der kleine Sieg über den Antisemitismus. Darstellung und Deutung der nationalsozialistischen Judenverfolgung im deutschsprachigen

    Stephan Braese
    …Buchbesprechungen Carsten Jakobi: Der kleine Sieg über den Antisemitismus. Darstellung und Deutung der nationalsozialistischen Judenverfolgung im… …jedoch selbstverschuldet. Wenn der Forschungsüberblick dieser Studie mit der lakonischen Feststellung einsetzt: „Die Forschung hat für die… …Antisemitismusdarstellungen in der Exildramatik bislang keinen Klärungsbedarf gesehen“ (11), so blitzt hier in aller Schärfe eine jener lastenden Hypotheken der Exilforschung… …Vermutung, dass „die starke Fokussierung des ‚antifaschistischen‘ Exils […] unter weitgehender Ausklammerung der Massenvertreibung (und der Massenvernichtung)… …der deutschen und europäischen Judenheit […] eine Art geschichtlicher Deckerinnerung“ 3 sein könnte, wurde durch die selbstkritischen Bestandsaufnahmen… …, die in den Jahren darauf in der deutschen Exilforschung einsetzten4 , eher bestätigt als falsifiziert. Wer heute die deutschsprachige Literatur des… …Systemkonkurrenz gefangen war. Carsten Jakobi hat am Beispiel der Antisemitismus-Darstellung im Zeitstück des Exils eindrucksvoll demonstriert, welche Einsichten die… …geradezu stupende Weise deutlich, wie nicht nur die in der westdeutschen Exilforschung einflussreichste Methode der Grundforschung, sondern auch deren… …, sozialer und historischer Momente der Exilsituation“ (22) und klammert dabei ästhetische Momente aus, sucht eine Kritik wie etwa die Joseph P. Strelkas in… …der vermeintlichen Bemühung, „Exilliteratur als Literatur zu rezipieren, […] Literatur von ihrem konkreten stofflichen Inhalt zu trennen“ (23 f.). In…
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