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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Armin Schulz: Schwieriges Erkennen. Personenidentifizierung in der mittelhochdeutschen Epik

    Andreas Kraß
    …Buchbesprechungen Armin Schulz: Schwieriges Erkennen. Personenidentifizierung in der mittelhochdeutschen Epik. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2008… …mittelhochdeutsche Epik des 12. und 13. Jahrhunderts richtet: „Wie und woran erkennt man einander?“ (S. 498). Wenn der Verfasser im Titel von ‚Personen‘ und nicht, wie… …„Zur Theorie der Personerkenntnis in der deutschen Literatur des 12. bis 14. Jahrhunderts“ (1977) prägte. Wie Armin Schulz einräumt, handelt es sich um… …einen „etwas sperrigen, aber schwer verzichtbaren Begriff“, der freilich die Grenze zwischen Realität und Fiktion nicht verwischen soll, denn „Literatur… …, sofern ihre ‚möglichen Welten‘ auffällige Gemeinsamkeiten darin zeigen, welche Vorstellungen von der Welt und von Menschen entworfen werden“ (S. 33 f.)… …über die Wahl der Methode, der Terminologie und des untersuchten Textkorpus. Der weitere Horizont, in dem sich die Studie positioniert, sind Historische… …Anthropologie und literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft. Den näheren Kontext liefert eine Debatte, die in der germanistischen Mediävistik seit Peter… …Czerwinskis Studie „Der Glanz der Abstraktion“ (1989) geführt wird und jüngst durch Hans Ulrich Gumbrechts Buch „Diesseits der Hermeneutik. Die Produktion von… …Schulz vorausschickt, betrifft das spezifische, auf dem Prinzip der Metonymie beruhende Zeichenverständnis des Mittelalters. Metonymische Zeichenrelationen… …sind „solche der Teilhabe, der Berührung, der räumlichen und zeitlichen Nähe. Insofern handelt es sich nicht um arbiträre, sondern um motivierte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Instrumentalität und Referentialität in der Lyrik (Thomas Kling)

    Csongor Lorincz
    …INSTRUMENTALITÄT UND REFERENTIALITÄT IN DER LYRIK (Thomas Kling) von Csongor L ™ rincz, Berlin Abstract Der Aufsatz verfolgt einige Strategien der… …Lyrik Thomas Klings, durch die eine instrumentelle Technizität in die komplexe Dynamik der textuellen Konstellationen übersetzt wird. Hierbei werden vor… …allem visuelle Momente und bildgebende Verfahren dieser Lyrik thematisiert, ferner ihr Verhältnis mit der textuellen Verräumlichung und Synchronisation… …operations in recent German lyric poetry. Das Problem des ‚Werkzeugs‘ in Kunst und Literatur zu thematisieren kann angesichts der möglichen Aspekte dieses… …transformieren ist. Die 1 Heidegger lässt dies offen. Vgl. Die Frage nach der Technik, in: Ders.: Vorträge und Aufsätze, Stuttgart 1954. S. 38–40. 261 Csongor… …Falle der sprachlichen Kunst zu bestimmen, da in ihr die vermeintliche Materie immer schon auch, ja sogar vor allem, Ausdruck ist. Daher wird hier die… …Funktion der Instrumentalität – vornehmlich der Schreibwerkzeuge – immer schon in vermittelter Form zugänglich werden. Man könnte zwar im Fahrwasser der… …Vorstellung ‚Kunst als Verfahren‘ avantgardistisch-experimentelle Texte oder die Konkrete Poesie – der die Lyrik Thomas Klings viel verdankt – etwa als… …Effekte solcher Schreibwerkzeuge, die an historische Zäsuren gebunden sind (die Maschinenschrift etwa), rufen Rezeptionsweisen hervor, die an der… …kann man schwerlich eine probate, referentiell-technisch-philologisch festlegbare Medialität auf der einen und eine ‚metaphorische‘ Botschaft auf der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2011

    Andrea Geier, Jan Süselbeck (Hgg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990.

    David-Christopher Assmann
    …Buchbesprechungen Andrea Geier, Jan Süselbeck (Hgg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990… …, Wallstein, Göttingen 2009. Mit zeitlichem Abstand wächst das Bedürfnis, Bilanz zu ziehen und Ordnung zu schaffen. Der deutschsprachigen Literatur der letzten… …liegt denn auch in 628 Buchbesprechungen der Zwischenzeit der eine oder andere literaturwissenschaftliche Rückblick vor, der sich als Überblick über die… …spezifischen Themen und Schreibverfahren der deutschsprachigen Literatur um die Jahrtausendwende versteht. 1 Dass solche Bilanzen nicht ohne Reduktion von… …Komplexität auskommen, liegt auf der Hand. Um überhaupt etwas sehen zu können, sind Ankerpunkte notwendig, die erlauben Unübersichtliches, wenn schon nicht in… …Direktiven, mit denen sich eine Bestandsaufnahme ihr Profil einrichten kann. Um „Trends im Erzählen seit 1990“ (S. 11) zu untersuchen, schlägt der von Andrea… …zur Erforschung der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart bei. Herausgeberin und Herausgeber interessiert, ob generationenspezifische Erfahrungen… …oder Umbrüche in der Gegenwartsliteratur relevant sind, wie diese thematisiert werden und welche Bedeutung Gegenwartsautoren selbst Zuschreibungen zu… …Süselbeck bereits in ihrer Einleitung deutlich. Denn die Selbstverständlichkeit, mit der in politischen, massenmedialen oder auch wissenschaftlichen Diskursen… …von Generationen die Rede sei, fuße oftmals auf der Annahme, Generationen gleichsam als etwas Natürliches, als „ein unhintergehbares biologisches und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Frank Bezner: Vela Veritatis. Hermeneutik, Wissen und Sprache in der ‚Intellectual History‘ des 12. Jahrhunderts

    Jens Pfeiffer
    …Buchbesprechungen Frank Bezner: Vela Veritatis. Hermeneutik, Wissen und Sprache in der ‚Intellectual History‘ des 12. Jahrhunderts, Brill, Leiden… …erschienene Freiburger Dissertation ist ein gewichtiges Werk: gewichtig zum einen (wie jeder, der das Buch nur beiläufig in die Hand nimmt, gleich feststellen… …wird) aufgrund seines mit beinahe 700 Seiten selbst für die Verhältnisse der schreibfreudigen Philologien beträchtlichen Umfangs; gewichtig vor allem aber… …wegen der in dieser Ausführlichkeit bislang nicht versuchten grundsätzlichen Überlegungen zum Text- und Verstehensbegriff des 12. Jahrhunderts. 4 Christa… …Flüchtigkeiten stören die Lektüre; etwa S. 51 (Übersetzung): „Wissenschaftler“] Wissenschaften; S. 69: „Das Libellus“] Der L.; S. 84: „Jahrhundert“] Jahrhunderts… …(Frank Bezner ist mittlerweiler Assistant Professor of Classics and Comparative Literature in Berkely) nicht mehr erfasst, als eben die Schreibsprache der… …behandelten Autoren, unter denen – ich bin mir der Problematik solch vereindeutigender Zuordnungen bewusst – Philosophen und Theologen ebenso zu finden sind wie… …Naturwissenschaftler und Literaturtheoretiker. Von all diesen dürften nicht viele zum täglichen Umgang derer gehören, die sich vor allem mit der deutschen oder einer… …Mediävisten gleich welcher Couleur ebenso bekannt wie Bernhard von Clairvaux, der zusammen mit seinem Adlatus Wilhelm von St. Thierry an verschiedenen Stellen… …des Buches als der prominenteste Gegner einer ‚rationalen‘ Theologie auftaucht. Auch Wilhelm von Conches, dessen physikalischen Theorien, genauer: den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Gunhild Roth und Volker Honemann: Jammerruf der Toten. Untersuchung und Edition einer lateinisch-mittelhochdeutschen Textgruppe

    Helmut Tervooren
    …Buchbesprechungen Gunhild Roth und Volker Honemann: Jammerruf der Toten. Untersuchung und Edition einer lateinisch-mittelhochdeutschen Textgruppe… …spätmittelalterlichen Textgruppe vor, die in den Literaturgeschichten und Handbüchern gemeinhin unter dem Namen „Jammerruf der Toten“ geführt wird. Sie gehört – wie die… …formal und inhaltlich verwandten Textgruppen der conflictus-Literatur, der vado-mori- und der de contemptu mundi- Dichtungen oder wie die „Begegnung von… …datiert und der Erzähl- und Argumentationsverlauf nachgezeichnet. Es folgt dann die Ausfaltung der breiten (mittelhoch- und mittelnieder-)deutschen Derivate… …. deutschen) Texte ediert werden (S. 25–74). Was in diesem Kapitel geboten wird, ist schulmäßig demonstrierte Philologie. Zunächst wird der (lateinische) Text… …des „Planctus animae damnatae“ nach der Hs. Trier 228 (d.i. der Text der „Analecta Hymnica Medii Aevi“) abgedruckt (Kap. 3.1), sodann in Kap. 3.2 der… …des „Lessus damnati“ nach einer Handschrift der UB Augsburg (Cod.I 2.8° 19). Im Apparat sind die Lesarten der anderen Überlieferungsträger notiert. Das… …Paralleldruckes der beiden (hochdeutschen) Überlieferungsträger. Durch Verweise auf die entsprechenden Strophen des „Planctus“ ist mühelos ein Abgleich mit der… …‚Quelle‘ möglich. Es folgt sodann Abdruck, Beschreibung und Edition der niederdeutschen Überlieferung, d.h. des „Jammerruf 1C“ und des Fragments „1D“ (beide… …wiederum mit Rückbindung an den „Planctus“). Daran an schließt die Zusammenstellung der Quellen und die Edition des gut überlieferten Stranges, der unter dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Die Anwendbarkeit des Kulturraum- Konzepts für die Rhein-Maas-Region und der Fall des „Eneasromans“

    Elisabeth de Bruijn
    …DISKUSSION DIE ANWENDBARKEIT DES KULTURRAUM-KONZEPTS FÜR DIE RHEIN-MAAS-REGION UND DER FALL DES „ENEASROMANS“ * Abstract von Elisabeth d e B r u i j… …n , Antwerpen/FWO Vlaanderen Die Erkenntnis, dass es sinnvoll ist, mittelalterliche Literatur im Rahmen der kontemporären kulturellen Grenzen zu… …erforschen, hat sich in die Mediävistik durchgesetzt, wie es das Handbuch Helmut Tervoorens „Van der Masen tot op den Rijn“ demonstriert. Die Frage, inwieweit… …eine Analyse mittelniederländischer und mittelhochdeutscher Epik, in der der Raum genannt wird. Danach wird ein Blick auf die historische Raumbegrenzung… …geworfen. Drittens wird eine Übersicht über die Verbreitungswege der einzelnen literarischen Werke gegeben. Zum Schluss wird die Vermittlung der Galionsfigur… …manual „Van der Masen tot op den Rijn“. This article discusses to what extent the medieval Rhine-Meuse region can be characterized as a cultural area… …figurehead of the Rhine-Meuse area, as well as its presupposed transfer position are disputed. Die seit einigen Jahren auch in der mediävistischen Forschung… …sprachliche Korrekturen und einige weitere Hinweise danke ich Prof. Dr. Helmut Tervooren. 83 Elisabeth de Bruijn mut Tervoorens „Van der Masen tot op den Rijn“… …. Der Gedanke, das Rhein-Maas-Gebiet sei im Mittelalter ein Kulturraum mit einer eigenen ‚Lebensart‘ und ‚Kultur‘ gewesen, bildete den Ausgangspunkt des… …einer exemplarischen Gruppe, der profanen Epik, überprüft werden. In der Einleitung des Handbuches und in der Einführung zum Kapitel, in dem diese Epik…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Gisela Kornrumpf: Vom Codex Manesse zur Kolmarer Liederhandschrift. Aspekte der Überlieferung, Formtraditionen, Texte.

    Gert Hübner
    …Buchbesprechungen Gisela Kornrumpf: Vom Codex Manesse zur Kolmarer Liederhandschrift. Aspekte der Überlieferung, Formtraditionen, Texte. Bd. I… …mir vor, unter etlichen weiteren, ähnlich organisierten Abteilungen ein gescanntes Faksimile der gesamten deutschsprachigen Liedüberlieferung des… …Mittelalters („ein Corpus von derzeit etwa 280 Überlieferungsträgern aus dem 12. bis 16. Jahrhundert“, S. V) sowie großer Teile der lateinischen. Auf dieser im… …schärfender Kombinationssinn ist darauf spezialisiert, „diejenigen Fragen zu finden, auf die die Überlieferung Antworten bereithält“ (S. 100). Der… …institutionelle Ort dieser Fragesuche – das Projekt „Überlieferung der deutschsprachigen Lieddichtung des Mittelalters“ an der Bayerischen Akademie der… …verdanken sind ihnen viele grundsätzliche und noch viel mehr Detaileinsichten in die Geschichte der Liedüberlieferung. Zehn dieser Aufsätze und eine Rezension… …versammelt der vorliegende Band. Er ist der erste von zwei Teilen; der andere (MTU 134) wird neben zwei zusätzlichen Aufsätzen die seit einiger Zeit… …angekündigte Edition der St. Katharinentaler Liedersammlung enthalten. 1 Ein weiterer Band soll unter dem Titel „Deutsche Strophenkunst in lateinischem Gebrauch“… …erscheinen. Die zehn Beiträge sind nicht nach der Chronologie ihrer Entstehung, sondern nach derjenigen ihrer Gegenstände angeordnet. Als „Bausteine einer… …Überlieferungsgeschichte und -typologie der deutschsprachigen Lieddichtung des Mittelalters“ (S. V) exemplifizieren sie als Fallstudien zugleich das Spektrum methodischer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2011

    Ingo Meyer: Im „Banne der Wirklichkeit“? Studien zum Problem des deutschen Realismus und seinen narrativ-symbolistischen Strategien

    Moritz Baßler
    …Buchbesprechungen Ingo Meyer: Im „Banne der Wirklichkeit“? Studien zum Problem des deutschen Realismus und seinen narrativ-symbolistischen Strategien… …, Königshausen & Neumann, Würzburg 2009. Eine 600seitige Monografie zum deutschen Realismus, das hat es wohl nicht mehr gegeben, seit Hans Vilmar Geppert Mitte der… …Neunziger seine Thesen zum realistischen Weg vorlegte. Bereits ein kursorischer Blick zeigt allerdings, dass sich der enzyklopädische Anspruch dieser… …Leidenschaft Meyers liegt deutlich im Begrifflichen, in der Auseinandersetzung mit den bisher vorgelegten Konzepten von Realismus, der „Sichtung einer… …setzt ein, sobald der Verfasser Strukturalismus oder gar ‚Postmoderne‘ wittert, und das tut er in drei Unterkapiteln vor allem bei Barthes (argumentiere… …theoretischen Totalitarismus“ (189), wogegen man aus der Forschungsgeschichte lernen könne, „dass die perfekte, allumfassende Realismusdefinition […] in weite… …. Sicher lässt sich fragen, ob der aufwändige Peirce’sche Begriffsapparat Gepperts oder manche Luhmann-Anleihe bei Plumpe wirklich nötig sind, um ihre Thesen… …zu entwickeln. Aber Meyer gelingt es an keiner Stelle, die eigentlichen Anliegen oder auch nur die Fragen der semiotischen oder systemtheoretischen… …, die fast nur Forschungsbericht ist, die Chance, aus Forschung zu lernen, und ihre harsche Generalkritik bleibt in der Folge zwangsläufig unfruchtbar, um… …rezeptionspragmatischer Einwand“ gebracht, „der aber, soweit ich sehe, niemals erhoben wurde“, dass nämlich eine auffällige Textur dem Realitätseffekt abträglich, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Der oberdeutsche Klassiker ‚Simplicissimus‘ (1669) und seine alsbald erfolgende sprachliche Abwahl

    Werner Besch
    …Peters · Hartmut Steinecke · Helmut Tervooren 130. Band 2011 · Drittes Heft DER OBERDEUTSCHE KLASSIKER ‚SIMPLICISSIMUS‘ (1669) UND SEINE ALSBALD ERFOLGENDE… …bedeutendster Roman der Barockzeit. Nach einem großen Anfangserfolg geriet er dennoch überraschend schnell in Vergessenheit. Nun erschien 2009 eine vollständige… …Übersetzung ‚in das heutige Deutsch‘. Die Gründe für eine solche Totalübersetzung ‚in das heutige Deutsch‘ lassen sich in einen großen Zusammenhang bringen: Der… …Sprachregionen. Um und nach 1700 war das großregionale Ringen um eine überregionale Schriftsprache weitgehend entschieden. Mit der Neuübersetzung des… …„Simplicissimus“ ist nun auch für uns Heutige der oberdeutsche Text unserer Sprache assimiliert. Grimmelshausen’s ‘Simplicius Simplicissimus’, published in Nuremberg… …angemessen erfasst ist. Wir haben es nämlich im größeren Rahmen mit der Abschlussphase der deutschen Schrifteinigung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts… …zu tun. Da vollzieht sich im Wesentlichen die Abwahl oberdeutscher Schreib- und Sprachtradition zugunsten der Dominanz des ‚mittleren Deutsch‘… …ostmitteldeutscher Prägung. Das ist sozusagen der letzte Akt in dem Ringen der deutschen Regionen um die überregionale Sprachhoheit. Der Gesamtvorgang zieht sich über… …damit Verstehensverlust. So erklärt sich erst eigentlich das rasche Veralten und der Niedergang eines großen Romans. Das ‚zweite Leben‘ erhält dieser… …‚Klassiker‘ dann 2009 mit der Übertragung in das heutige Deutsch – so sieht es die Presse. II. Rezeptionsgeschichte: Früher Erfolg – allmählicher Abstieg in die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2011

    Gabriel Viehhauser-Mery: Die „Parzival“-Überlieferung am Ausgang des Manuskriptzeitalters. Handschriften der Lauberwerkstatt und der Straßburger

    Bernd Schirok
    …Buchbesprechungen Gabriel Viehhauser-Mery: Die „Parzival“-Überlieferung am Ausgang des Manuskriptzeitalters. Handschriften der Lauberwerkstatt und… …der Straßburger Druck, Walter de Gruyter, Berlin/New York 2009 (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, 55 [289]), X und 574 Seiten… …Karl Lachmann war bei der Arbeit am „Parzival“-Teil seiner Wolfram-Ausgabe (1833) auf Befunde gestoßen, die so wenig zu seinen textkritischen… …Vorstellungen passten, dass er sich bei ihrer Beschreibung in eklatante (und erhellende) Widersprüche verwickelte, die aus der Inkompatibilität von Gegenstand und… …Werkzeug resultierten. Karl Stackmann hat nämlich gezeigt, dass die Lachmannsche Methode u.a. voraussetzt, dass „am Anfangspunkt der für uns überschaubaren… …Tradition […] ein einziger, fest umrissener Archetypus stehen“ muss. 1 Das ist in der „Parzival“-Überlieferung aber offenbar nicht der Fall, denn die… …den allermeisten fällen die lesart der einen klasse mit der andern von gleichem werth ist“. 2 Offenbar liegt hier das vor, was Stackmann als 1 Karl… …. Mittelhochdeutscher Text nach der sechsten Ausgabe von Karl Lachmann. Übersetzung von Peter Knecht. Mit Einführungen zum Text der Lachmannschen Ausgabe und in Probleme… …der ‚Parzival‘-Interpretation von Bernd Schirok, Berlin/New York 2003, S. XVI, XIX). 127 Buchbesprechungen gleichwertige Parallelversionen3 und Joachim… …eben noch gleichwertig – nun auf einmal „mehr unbezweifelt falsches oder aus falscher besserung entstandenes darbietet“ als *D. 5 Damit war der…
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