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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Die bor(a)-Bildungen im Alt- und Mittelhochdeutschen und Mittelniederländischen. Lexikalische Semantik zwischen Etymologie, Syntax, Wortbildungslehre und Stilistik

    Ralf Plate
    …gleich mit anführe) nimis und da es meist in negativen sätzen steht, oft ironisch: gar nicht, nicht allzu“ (S. 550). Anschließend führt er eine Reihe von… …, sondern um eine Form der Litotes. Auf die genauere Analyse der Figur ist unten unter 3. zurückzukommen, im Zusammenhang der Besprechung der sogenannten… …„mittelhochdeutschen Ironie“, die vier Jahre nach Grimm Wilhelm Wackernagel in die Diskussion der bor-Bildungen einführt, und bei der es sich ebenfalls um eine Form der… …(im Wörterbuch zur Boner-Ausgabe 1816) und ist sicherlich eine der bedeutendsten Entdeckungen der frühen historischen Semantik; systematisch und auf… …großer Materialgrundlage untersucht wurde sie 8 Wilhelm Wackernagel: Die mittelhochd. Negationspartikel ne. Eine lexicographisch-syntaktische Abhandlung… …; Wackernagel nennt dies eine „ungenaue Anwendung“ von ne (S. 271). 11 Das Problem der Nicht-Setzung der Negationspartikel bei verneintem Sinn wäre damit gelöst… …eigentlicher Bedeutung an (‚sehr‘ bzw. ‚nicht sehr‘), fügt aber dann den „verneinenden Sätzen“ noch eine Reihe von Belegen an, die zwar nicht verneint sind, aber… …als ungenauigkeit oder als eine art ironie gefaßt werden muß. Doch ließe sich in einigen hierher gehörigen stellen die negationspartikel ne ergänzen“… …Überlieferung im Falle der bor-Bildungen auf eine zuverlässige Beschreibung der Verhältnisse im Mhd. angewiesen ist. Im MNW wird zum Negationsgebrauch der… …Negationspartikel gesetzt ist oder nicht. Eine Erklärung dafür wird nicht versucht, anders als BMZ und Lexer enthält sich das MNW auch jeglichen Hinweises auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Der Wahnsinn hat Methode. Das ‚Andere der Vernunft‘ in E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Das Gelübde“

    Stephanie Catani
    …Mitherausgeber der Hoffmann-Werkausgabe: „Auch sonst findet sich kaum einmal ein positives Wort über diese Erzählung, die oft als eine schlechte Weiterführung des… …ignorieren lässt. Diese erfahren nun jedoch – zumindest aus romantischer Sicht – eine radikale Umwertung, verstehen sich nicht mehr als die von Foucault… …Unbewusste, das nicht selten als Wahnzustand inszeniert wird, der eine „verschobene und gespaltene Wahrnehmung“ zur Folge hat. 8 In „Das Gelübde“ etabliert… …eine Auseinandersetzung mit der Figur eines Wahnsinnigen profiliert, lässt sich weder als enthusiastisches Aufwerten eines pathologischen… …überhaupt betritt: „Schon wieder Fremde, die unser stilles Haus für eine Gastwirtschaft halten…. “ (285) 11 Demonstrativ legt das Familienoberhaupt zur… …Schlafrock als das Charakteristikum des romantischen Philisters, wie es etwa bei Eichendorff oder Brentano stereotyp inszeniert wird, dass bereits eine… …schweren Schleier“, dann durch eine schwache Konstitution, die den Gast als „Kranke“ stigmatisiert, und schließlich auch sprachlich – die Unbekannte macht… …, insbesondere aber „die verschleierte Dame“ (287) oder schlicht „die Verschleierte“. (Ebd.) Die Schleier, die eine anfangs noch unentdeckte Schwangerschaft und… …zudem das Gesicht der Fremden verhüllen, verweisen auf eine Motivgeschichte, die den Schleier um 1800 ambivalent in Szene setzt. Jan Assmann hat darauf… …wie auch Goethes Gedicht „Genius, die Büste der Natur enthüllend“ auf die Gefahr, die eine endgültige Entschleierung und damit die Entzauberung der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Das Echo des Bildes. Narration und poetische Emergenz bei Heinrich von Morungen

    Hartmut Bleumer
    …Namen Heinrichs von Morungen überlieferten Lyrik beschreiben will, kommt an einer Formel nicht vorbei: Es ist offenbar eine ‚Poetik des schouwens‘, die… …Texte Morungens auf eine besondere, sinnlich-intensive Bildwirkung. Diese typische Eindringlichkeit erfährt dort noch einmal eine Zuspitzung, wo Phänomene… …poetische Programm, sie gehören offenbar zusammen und sind doch auch durch eine Differenz bestimmt. Genau deshalb ist am Urteil von Ingrid Kasten festzuhalten… …im Minnesang ohnegleichen sind.“ 5 In diesem Urteil steckt nämlich eine problematische Relation: die zwischen der Eindringlichkeit des strahlenden… …Texte Morungens stünden den Möglichkeiten der neuzeitlichen Lyrik auf eine fast anachronistische Weise nahe. 8 Dieser Eindruck dürfte zum Teil mit jener… …ästhetisches Phänomen das Dasein der Welt gerechtfertigt ist‘, in: Das Neue. Eine Denkfigur der Moderne, hg. v. Maria Moog-Grünewald, Heidelberg 2002, S. 143–… …hat nämlich Volker Mertens die von Ingrid Kasten postulierte ‚Poetik des schouwens‘ in eine ‚Poetik der fragmentierten Narration‘ umgedeutet. 10 Wenn… …: Heinrich von Morungen [Anm. 3], S. 207 „eine starke Bildkraft und eine feine musikalische Begabung“ konstatiert und damit zugleich noch einmal die beiden… …Performanzsituation des Minnesangs ist der Klang des Wortes primär. Das gilt prinzipiell – sowohl für eine aktuelle Aufführung des mittelalterlichen Sängers vor Pu- 14… …würde so eine visuelle Erscheinung hervorrufen, deren ‚Präsenz‘ auf einem Distanzmoment beruht, das gelöscht wird. Aus der alten Unmittelbarkeit des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Freundschaft bei Walther von Breisach und dem Kanzler

    Stefan Seeber
    …grundlegenden Auseinandersetzung mit der amicitia- Thematik bei Spervogel und Walther von der Vogelweide, eine Beschäftigung mit der Freundschaft, die über das… …umfangreichste der drei Schulmeister. „Dieser vortreffliche Dichter“ 7 hat sich sowohl als Minnesänger als auch als Spruchdichter profiliert, 8 wobei eine… …erwartende Pointe des Spruchs aufgegeben, das Ausspielen von guot gegen guot – statt- 10 Eine Ausnahme stellt Lied IV dar, das als klassisches Minnelied das… …würde – eine solche Hierarchisierung nimmt Walther von der Vogelweide vor, dessen Spruch L 79,24 bereits Kuhns Kommentar der „Liederdichter“-Ausgabe im… …eine amicitia gezeigt, die nur auf weltlichen Gewinn ausgerichtet ist und die mit dem Wegfall der Gewinnmöglichkeit erlischt. 350 Freundschaft bei… …amicitia-Beziehung treten hinter die Ich-Reflexionen zurück22 , ohne dass jedoch eine positive Bestimmung dieses Ich geboten würde: Ich ist, was nach Abzug der äußeren… …ist bis heute nicht geklärt, es fällt jedoch eine thematische Vierteilung auf: Am Anfang stehen zwei religiös konnotierte Strophen, die sich der… …, die Einzelpersonen und Personenbeziehungen in den Blick nehmen (I, 3–5). Dann wird eine Strophe mit Erörterungen zu Walthers „Generalthema“ 29 , der… …Aufmerksamkeit steht. Es geht um die Frage, was einem vollkommen getriuwen man (I, 3, V. 5) gleichkommen kann – die Antwort liegt auf der Hand: eine Frau (wîp, I… …, und den guten vom schlechten Freund unterscheidet. Dem praktischen Versagen des Freundes, der sich als Feind erweist, wird damit eine theoretische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Liste eingesandter Bücher

    …: Substantivderivation in der Urkundensprache des 13. Jahrhunderts. Eine historisch-synchrone Untersuchung anhand der ältesten deutschsprachigen Originalurkunden, de…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Christiane Arndt: Abschied von der Wirklichkeit: Probleme bei der Darstellung von Realität im deutschsprachigen literarischen Realismus, Rombach, Freiburg 2009.

    Kathrin Maurer
    …Diskursen – Authentizität, Ordnungsmuster und eine indexikalische Wirklichkeitsreferenz zu suggerieren. Andererseits schreiben sie gleichzeitig (oft mit Hilfe… …folgend – schaffen es die Texte nicht, diese fremdreferentiellen Ordnungsprinzipien auf eine Weise zu implementieren, dass sie Wirklichkeit problemlos… …untersuchten Texten ist gemeinsam, dass sie Rettung, wenn eine solche möglich sein sollte, nicht in den neuen Repräsentationsmöglichkeiten, den neuen Medien der… …theoretisch zu schärfen. Gerade im Zusammenhang mit der Ausbildung von Archivierungs- und Katalogisierungsmethoden des Historismus spielt die Literatur eine…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    Liste eingesandter Bücher

    …als Freunde im Mittelalter. Eine Anthologie, eingeleitet, ausgewählt und kommentiert v. Gabriela Kompatscher zusammen mit Albrecht Classen und Peter…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Theo Buck: „Der Poet, der sich vollendet“. Goethes Lehr- und Wanderjahre, Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2008.

    Safia Azzouni
    …geschichtlich“. 3 Geschichte im Allgemeinen und individuelle Lebensgeschichte im Besonderen wird gemacht. Eine sich daraus ergebende Betrachtung des Werkcharakters… …: „Selbstverständlich bilde ich mir nicht etwa ein, damit eine neue Sicht auf Goethe zu eröffnen.“ (Ebd.) Theo Bucks Darstellung konzentriert sich auf Goethes erste… …vorangeht, sind eine Stärke des Buchs. Hier zeigt Buck gekonnt, wie Goethes zuerst an Vorbildern wie Pindar, Shakespeare und Klopstock geschulte Poetik… …faktischer Authentizität, die eine Zusammenschau von Leben und Werk gemeinhin stellt, letztendlich obsolet ist? Buck bleibt mit seinem Fazit im traditionellen… …Schöngeister wollten eine reine Fiktion aus ihr machen und so den realen biographischen Anlaß der römischen Begegnung in pure Idealität auflösen.“ (262) 304…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2010

    Wielands Briefwechsel. Hg. v. d. Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durch Siegfried Scheibe, Akademie-Verlag, Berlin 1993 2007.

    Hansjörg Schelle
    …zu drucken, damit eine gleichartige Wiedergabe den Umfang des Gesamtwerks nicht über Gebühr erweiterte (vgl. Fb, S. 214). Dieser Zuwachs der Textbände… …im Jahre 1991 wie folgt: Briefe bedürfen in viel stärkerem Maße als Werke der Erläuterung – der Briefschreiber wendet sich an eine Person, die mit den… …kommentieren: Wenn etwa eine bestimmte Schrift erwähnt wird, kann es nur darum gehen, ihren genauen Titel mitzuteilen, eventuell auch die Bedeutung, die sie im… …Zusammenhang mit den Äußerungen Wielands im betreffenden Brief hatte – eine Interpretation dieser Schrift selbst, die Darstellung ihrer Bedeutung für Wieland… …wurde somit über die Erwartungen hinaus eingelöst und mit der Verbindung von Brieftext und Kommentar eine einzigartige, von der Forschung erst noch… …sprachgeschichtlich und stilistisch belangvoll ist, wurde mit Bd. 4 und für alle späteren Textbände aufgegeben. Damit verzichtete man, was Rez. bedauert, auf eine… …modernen Urheberrechts. Auch der seit 1773 vierteljährlich erscheinende „Teutsche Merkur“ war zunächst eine merkantile Spekulation und dessen Fortbestehen… …es vor allem eine geschäftliche Partnerschaft, und dies nicht allein in „Merkur“-Angelegenheiten. Wenngleich er möglichst viele Aufgaben nach seinen… …ist der „Merkur“ in erster Linie eine Zeitschrift für Dichtung und Literatur. Veranlasst durch seine Berühmtheit und andererseits durch seine Rolle als… …de Ladoucette seinen „Philoclès“, eine Imitation des „Agathon“. Zur öffentlichen Ruhmesgeschichte zählt die Aufnahme in die Königlich Preußische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Wege und Irrwege der mittelalterlichen Textausgaben. Ausgewählte Aufsätze, hg. unter Mitarbeit von Richard Louis Hotchkiss

    Heinrich Beck
    …. dem „Altnordischen Elucidarius“. Zweifellos war das „Elucidarius“-Projekt (an dem auch Kaaren Grimstad Anteil hatte) eine Pionierarbeit. E. Scherabon… …wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu präsentieren, als ein philologisch bedeutsames Ereignis gelten. Der Beitrag „Anforderungsprofil an eine Edition mittelalterlicher… …of the glosses to the text glossed etc.” (S. 116) bilden die Perspektiven, die eine Edition bestimmen sollten – beispielhaft präsentiert (S. 117–130)… …Wortindex“. 12 Nur eine Arbeit ist zu nennen, die außerhalb der Notker- Thematik liegt: Die diplomatische Textausgabe des Gottfried'schen „Tristan und Isolde“… …Versuch eine ‚modifizierte‘ Diplomatik pflegten. Die weitere Diskussion wird zeigen, ob mit Hilfe des Computereinsatzes der Grad an Authentizität erreichbar… …sein wird, der dem Begriff einer ‚diplomatischen Edition‘ gerechter zu werden vermag. E. Scherabon Firchow hat auf diesem Weg eine beeindruckende Vorlage…
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