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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Uta Degner: Bilder im Wechsel der Töne. Hölderlins Elegien und „Nachtgesänge“, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2008.

    Lars Meier
    …Buchbesprechungen Uta Degner: Bilder im Wechsel der Töne. Hölderlins Elegien und „Nachtgesänge“, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2008. Eine… …Forschungsliteratur zu beinahe jedem einzelnen von ihnen zwingen zur Konzentration auf bestimmte inhaltliche oder formale Aspekte, besonders wenn man eine größere… …epistemologischen Verschiebung um 1800, nach der Bilder nicht länger nur als Abbilder verstanden werden, sondern eine eigenständige Erkenntnisdimension zugesprochen… …bekommen. Durch diese „Ablösung einer mimetischen durch eine poietische Ästhetik“ (S. 11) wird die Bildproduktion zur zentralen „Funktion ästhetischer… …Schrift „Über naive und sentimentalische Dichtung“ verdanke, wird zunächst eine Lektüre dieses Textes präsentiert, nach der dieser durch den Umbau des… …‚Denkkraft‘ eine Verbindung eingehen. Im Gegensatz zum naiven Dichter ahmt der sentimentalische Dichter die Wirklichkeit nicht einfach nach, d. h. er… …präsentiert nicht ein Objekt, sondern immer ein ‚Objekt im Subjekt‘, so dass nie nur ein Gegenstand, sondern zugleich immer auch eine bestimmte Perspektive auf… …wenn beide in der Idylle übereinstimmen, bleibt das Spannungsverhältnis zwischen ihnen bestehen. Da es sich nur um eine Übereinstimmung im Bild handelt… …bei ihm immer schon über eine mobile Perspektive, d. h. es stellt nicht nur einen Gegenstand und einen bestimmten Blick auf diesen Gegenstand dar… …Blickpunktwechsel nicht nur als zeitliche Abfolge zu verstehen ist, sondern als Wechselwirkung, ist im Bild immer eine Polyperspektive angelegt. Die Elegien…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Christoph Petersen: Ritual und Theater. Messallegorie. Osterfeier und Osterspiel im Mittelalter. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004. (MTU 125), VIII und 268 Seiten

    Ursula Schulze
    …. (MTU 125), VIII und 268 Seiten Die Herkunft des Geistlichen Spiels, speziell des Osterspiels aus der Liturgie des christlichen Gottesdienstes ist eine… …Handlungen, durch die soziale Wirklichkeit konstituiert wird“, Ritualität meint den Handlungsmodus eines Rituals. Theater wird verstanden „als eine Handlung… …, in der eine Person eine andere verkörpert, während ein Dritter zuschaut“, Theatralität meint den entsprechenden Handlungsmodus (S. 12f.). Die folgenden… …der Forschungsliteratur. Gegen eine traditionelle, auf Honorius Augustodunensis gestützte Annahme, dass die rememorative Messallegorie, die in der… …Liturgie das Leben Christi vergegenwärtigen will, eine theatrale Handlung zum Ausdruck bringt, legt Petersen überzeugend dar, dass dabei von Theatralität in… …Petersen eine große Zahl von Osterspielen und entsprechende Teile der Passionsspiele mit dem Blick auf die Variabilität des Szenenbestandes und die damit… …. Wichtig ist laut Petersen, dass rituelle und theatrale Komponenten gleichermaßen im Spiel vorhanden sind. Erst durch die humanistischen Dramen werde eine… …Mittelalter, keine entsprechenden definitorischen Bemühungen gibt. Seine Ergebnisse lassen sich knapp zusammenfassen: ad 1) Die Messallegorese intendiert eine… …außerhalb des Gottesdienstes aufgeführte Osterspiel besitzt eine eigene Theatralität, die – weiterhin auf den Kult bezogen – zu diesem in Konkurrenz tritt… …bedeutungsvermittelnd bleiben sollen. Damit ist das selbstgesteckte Untersuchungsziel erreicht. Insgesamt werden in der Arbeit eine Reihe bereits vorhandener Einsichten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Transformationen der Lyrik im 13. Jahrhundert. Rothenburger Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft, 30. September – 3. Oktober 2008

    Therese Manz
    …. Oktober 2008 Die Lyrik des 13. Jahrhunderts ist eine komplexe Konstellation. Spätestens seit Hugo Kuhn 1952 den Begriff ‚Minnesangs Wende‘ prägte, ist in… …die Gründe für die Veränderungen zu suchen sind. Eine historische, auf das Historische aber nicht beschränkte Poetik und Pragmatik der Lyrik des 13… …Anbindung an die Musik, fest, belegte jedoch fundamentale Differenzen insbesondere in der Ich-Rolle: Eine Ebene des Selbstbezugs, wie sie den Minnesang stark… …prägt, fehlt in der mittellateinischen Liebeslyrik fast vollständig. Während für den Minnesang außerdem das Konzept der hohen Minne eine feste Bezugsgröße… …französischen Lyrik ähnlich darstellt, belegt die enge Verbindung der beiden Literaturen, eine Beobachtung, an die auch Mathias Herweg in seinem Vortrag (Der… …Walthers von der Vogelweide) eröffnet. Er plädierte für eine neue Sicht auf das Walthersche Œuvre, die auf das chronologische Paradigma verzichtet und die… …Baumburg und Wernhers von Hohenberg wies sie exemplarisch eine inhaltliche Funktion der Kontrafakturen und damit das bewusste Anknüpfen an eine bestimmte… …Merkmalsmustern aus anderen Gattungen entsteht. In den Sommerliedern findet sich sowohl eine lineare Auffassung von Zeit, wie im hohen Minnesang, als auch eine… …diskutiert wurden. Für Bleumer sind alle Textmerkmale, die genutzt werden, um im Vortrag eines Minneliedes die narrative Konstellation in eine performative zu… …Rhetorisierung der Textoberfläche beschrieb Braun als eine „Ästhetik des Rauschens“. Die Verse werden verkürzt, die Reimdichte erhöht, wie sich besonders gut am…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Zum lyrischen Umfeld des Mädchenliedes Walther L. 49,25

    Derk Ohlenroth
    …Walther-Überlieferung (vornehmlich L. 49,25, L. 92,9, L. 112,10 und L. 63,8) wird der Versuch unternommen, in bewusstem Verzicht auf eine Unterscheidung zwischen Text-Ich… …Bezüge zwischen einzelnen Liedern machen eine einheitliche Verfasserschaft fraglich. A small number of selected songs attributed to Walther (primarily L… …, ihre Idealisierung aufgrund einer extremen Beschwerung mit Normkonzepten, das Fehlen jeglicher Anhaltspunkte für den Bezug auf eine reale Frau. Dies […]… …klassischen Minneliedes setzen (textintern) in aller Regel eine äußere Situation voraus, die sich räumlich konkretisiert, indem sie den Standort etwa für die… …Minneadressatin wie auch für eine beteiligte und mitintendierte höfische Öffentlichkeit vorgibt. Wo ein Ich im klassischen Minnesang zu Wort kommt, agiert es unter… …integrativer Bestandteil. Für die Beurteilung des Realitäts- (oder Fiktionalitäts-) Status des ‚Ich‘ im lyrischen Text wäre eine Standortnahme des modernen… …textinternem und textexternem Ich (‚Verdoppelung‘ des Ich) sowie auf eine Unterscheidung zwischen ‚Gesagtem‘ und ‚Gemeintem‘ zu verzichten: Die Ich-Aussage… …‚Verdoppelung der Ich-Rollen‘ zu sprechen, eine Formulierung, wie sie Strohschneider (ebd., S. 22) auch selbst wählt. Es handelt sich allerdings um verschiedene… …Vermittlung – eine räumliche Situation, Standortvorgabe für den genuinen Rezipienten. Die Ich-Aussage im Minnesang – schon das Wörtchen ‚ich‘ – tritt stets in… …der Ich-Aussage, eingenommen hat, sollte er sich nicht deutend einmischen. 11 Die Texte selbst geben, wie gesagt, eine Differenzierung zwischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Verloren im Netzwerk. Überlegungen zur Unlesbarkeit der „Römischen Octavia“ Herzog Anton Ulrichs

    Stephan Kraft
    …‚unlesbar‘. Der Beitrag erläutert am konkreten Beispiel von Herzog Anton Ulrichs „Römischer Octavia“ und ihren Netzstrukturen, dass eine solche Form der… …Unlesbarkeit zumindest zum Teil eine historisch bedingte ist, wobei zum einen lesersoziologische und zum anderen mediengeschichtliche Argumente ins Feld geführt… …historischen Unlesbarkeit wird damit auch eine strukturelle. The long baroque courtly novels are regarded as ‘unreadable’ due to their size, the number of… …Bände der „Römischen Octavia“ des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig durchgearbeitet hat, ohne eine ihrer fast 7000 Quartseiten zu überspringen. Ein… …anvisierte Form von Unlesbarkeit ist dabei keine in einem kategorischen Sinne, wie sie etwa von Paul de Man entworfen wurde, sondern vielmehr eine in einem… …ziehen und als widersprüchlich und nicht konsistent zu entlarven, sondern erst einmal darum, überhaupt ein für eine derartige Operation notwendiges… …Vorverständnis zu erarbeiten. Eine solche primäre und dabei eher relative Version von Unlesbarkeit als ‚Unkonstruierbarkeit‘ gegenüber der sekundären der… …unübersichtlicher Personenfülle zu präsentieren, die aus ihnen eine nicht mehr handhabbare und zum baldigen Aussterben verurteilte Textspezies gemacht haben… …Unlesbarkeit dieses Romans ist es also eine recht seltsame Sache: Während Leibniz und Alewyn unverkennbar Probleme mit dem Text haben, scheinen Liselotte von der… …bei der „Römischen Octavia“, anders als es der auf eine Einzelfigur fokussierende Titel zunächst vermuten lässt, um so etwas wie einen ‚Ensembleroman‘…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Cordula Politis, The Individualization of Fortune in the Sixteenth-Century Novels of Jörg Wickram. The Beginnings of the Modern Narrative in German Literature, with a preface by Ingrid Kasten, The Edwin Mellen Press, Lewiston, Queenston, Lampeter 2007, IV und 274 Seiten

    W. Günther Rohr
    …Hintergrund eine Zeit tiefgreifender Veränderungen, entwickelt die Rollen des Humanismus und der Reformation in ihrer Interdependenz und arbeitet die deutlichen… …Individuum mit moralischer Autonomie treffen in der Reformation nicht durchweg auf Zustimmung, sodass sich in Deutschland eine eigene geistige Strömung ergebe… …ihm eine Reputation eingebracht, die zwischen der Hochschätzung als Gründungsvater des deutschen Romans und dem Vorwurf mangelnder Originalität… …des Menschen sei zur Disposition gestellt worden. Dagegen diskutierte man in Italien eine gewisse Autonomie Fortunas und deren Kontrolle durch virtus… …und boesen Nachbaurn“ stelle sich das Verhältnis von Fortuna zu Gott insofern anders dar, als jeweils nur eine Macht die Szene beherrsche. So löse… …„Nachbaurn“-Romans eine sehr prominente Rolle einnimmt. Die Verfasserin betont, dass in der über mehrere Generationen währenden Geschichte das bürgerliche Ambiente… …Buchbesprechungen gensteht. Eine solche Wertung ergibt weder einen Rückfall in die gottgegebene Weltordnung des Mittelalters noch evoziert sie eine Nähe Fortunas zu… …Satan oder macht Wickram gar zum Reformator. Es bliebe aber eine moralische Ordnung, die das dargestellte Geschehen überwölbt. Vielleicht sind die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2009

    Die literarische Darstellung des Holocaust

    Ein semiologisches Modell zum Beschreiben und Erfassen von Typologien
    Christian Dawidowski
    …s k i , Siegen Trotz zahlreicher Publikationen zur Holocaust-Literatur fehlt bislang eine Einteilung dieses Genres, die mehr leistet als eine… …schlichte Periodisierung. Die Disparität der Texte zum Holocaust erschwert eine solche Einteilung unverhältnismäßig; hinzu kommt das im Umgang mit dem… …Holocaust. In jüngerer Zeit war besonders durch den zentralen Stellenwert, den der Holocaust in der Regierung Schröder/Fischer innehatte, eine Festigung… …: arcadia 36, 2001, S. 21–45; Andreas B. Kilcher: Was ist „deutsch-jüdische Literatur“? Eine historische Diskursanalyse, in: Weimarer Beiträge 45, 1999, S… …Repräsentation. Mit einem vortheoretischen Verständnis entsteht leicht der Eindruck, frühe Repräsentationen des Holocaust wären bemüht gewesen, eine Distanz, die… …2002 vehement und wehrte sich gegen die Vorstellung literaturgeschichtlich linearer Abläufe und epochaler Einschnitte. 9 Eine genauere Untersuchung von… …plädiert für eine Orientierung an Bühlers Organon-Modell, dessen Funktionen Ausdruck, Appell und Darstellung jedem Holocaust-Text einbeschrieben seien als… …Zeichengebrauch, eine Art dynamisches Signifikat. Für eine Untersuchung der literarischen Darstellung des Holocaust ist in erster Linie die Relation zwischen… …tauglich scheint für eine Anwendung auf jüngere Beispiele. Huntemanns Textanalysen setzen sich so auch zum Ziel, die Überwindung des traditionellen Modells… …sprachliche Bilder, also Tropen), Diagramme, Beispiele. So erzeugt das Ikon „im Geist eines Denkenden […] eine Repräsentation von allem, was ihm auch immer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2009

    Eilharts „Tristrant“ in den nideren landen?

    Ein polychromes Minnekästchen im Victoria and Albert Museum, London
    Henrike Manuwald, Nick Humphrey
    …identifizieren: Eine weibliche und eine männliche Figur stehen links und rechts neben einer Wasserstelle, über der ein Baum emporragt. In dessen Krone ist (links)… …eine gekrönte männliche Halbfigur zu erkennen, die mit ihrer Linken eine kleine männliche Figur (rechts) am Schopf ergriffen hat und mit dem Schwert in… …, hier Kat.-Nr. 48 (mit weiterer Literatur). 2 Vgl. Ott [Anm. 1], Kat.-Nr. 38–44. Die meisten Kästchen haben proportional eine geringere Tiefe. 3 Vgl… …Humphrey Weise eine größere Distanz zueinander als bei anderen Darstellungen der Baumgartenszene. Die als Quelle zu deutende querovale Wasserstelle und der… …Baum, die sich über die beiden mittleren Felder erstrecken, werden mittig durch das mittlere Beschlagband geteilt. Damit hängt vielleicht eine weitere… …hin, dass die ikonographische Gestaltung der Baumgartenszene eine ungewöhnliche Nähe zum „Tristrant“ Eilharts von Oberg zeige 9 : Dort wird erzählt… …französischen und deutschen in nichts nachgestanden habe, hielt er auch eine englische Herkunft für möglich (vgl. Pollen [Anm. 1], S. 12 f.). 7 Vgl. Kohlhaussen… …als Rezeptionszeugnis für eine bestimmte Textfassung gewichtet, sondern in ihrer neuen Kontextualisierung interpretiert werden soll, muss auch die… …Dreiecksprofil in gleichmäßigem Abstand aufgebracht; alle weisen eine entsprechende Dekoration in regelmäßigem Wechsel auf (rautenförmige Blüten bzw… …geschnitzten, analog gestalteten Tiermasken mit wulstigen Brauen, Hundeohren und Löwenmähnen. Auf die Vorderseite ist eine undekorierte querrechteckige…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Call for Papers: Sonderheft der Zeitschrift für deutsche Philologie, hg. v. Eva Geulen und Stephan Kraft: Grenzen im Raum – Grenzen in der Literatur

    …miteinander verschränkt werden kann. Auffällig ist, dass diese Wissenschaftskonjunktur genau in eine Zeit fällt, in der wirkliche, im Sinne von territorialen… …Staatsgrenzen und sonstige konkret im Raum verortbare Grenzen in der Literatur thematisiert? Wie werden sie erlebt, semantisiert, und was kann eine Beschäftigung… …Begutachtung einzusenden. In ihnen soll ausgehend von konkreten Textlektüren geprüft werden, was eine solche Reaktualisierung des Grenzbegriffs sowohl für die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2009

    Poetik und Ethik der kleinen Form: Franz Kafka, Robert Musil, Heiner Müller, Michael Köhlmeier

    Claudia Öhlschläger
    …Signifikanz ausbildet, Roland Barthes’ Lektüre der japanischen Ding-Kultur, die auf eine „Erschütterung des Sinns“ ausgerichtet ist und Carlo Ginzburgs… …Kleine Prosaform der Moderne transportiert eine Ethik, in der die Bindung des Menschen an das Kreatürliche in einem durchaus irritierenden und verstörenden… …quantitativen Merkmalen orientierten Bestimmung kleiner literarischer Formen aus dem Blick, dass sie ein qualitatives Profil ausbilden, das es erlaubt, über eine… …spezifische Ästhetik des Kleinen nachzudenken. Eine solche Ästhetik des Kleinen in qualitativer Hinsicht wurde in verschiedenen Disziplinen und unter durchaus… …beispielsweise dort, wo Kafka eine kleine, nicht etablierte Schreibweise hervorbringt, in der sich Alterität, Fremdheit, Außenseitertum im Sprachgestus… …materialisieren: Ein Problem der Minderheiten. Das Problem einer kleinen Literatur, aber auch unser aller Problem: Wie kann man der eigenen Sprache eine Literatur… …aufzwingen, die fähig ist, die Sprache auszugraben und sie freizusetzen auf eine nüchtern-revolutionäre Linie? Wie wird man in der eigenen Sprache Nomade… …, Trapezkünstler, Landvermesser agieren, oder gar Tiere, die aus der menschlichen Ordnung herausfallen, asignifikante Laute produzieren oder eine stumme… …deterritorialisieren. Kafka selbst hat vor allem in seinen Tagebüchern immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass eine Möglichkeit des Auswegs in der Verwandlung ins… …Kleine bestehen könne. Eine aphoristische Aufzeichnung lautet: „Zwei Möglichkeiten: sich unendlich klein machen oder es sein.“ 5 In seinem Vortrag über…
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