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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Performanz als Kategorie einer kulturanalytischen Lingusitik

    Joachim Scharloth
    …PERFORMANZ ALS KATEGORIE EINER KULTURANALYTISCHEN LINGUISTIK von Joachim Scharloth, Zürich Abstract Dieser Artikel behandelt die Frage, wie der… …Performanzbegriff im Rahmen der Linguistik fruchtbar gemacht werden kann. Im Anschluss an eine Rekonstruktion definitorischer Merkmale des kulturwissenschaftlichen… …verbale Interaktion für das Verstehen kulturellen Wandels haben kann und inwiefern diese Perspektive eine Transformation der Gegenstände der Linguistik… …abgeben, was in solchen Sprechanlässen geäußert wurde: Wie eine Kontrolleurin zu einer Fahrkartenkontrolle aufgefordert hat, was der Kassierer an der Kasse… …im Supermarkt gesagt hat oder wie wir einen Kollegen auf dem Gang begrüßt haben. Es hat den Anschein, als sei hier der Sinn der geäußerten Worte von… …nennen. 2 Ich werde der Frage nachgehen, was die Linguistik aus der Beschäftigung mit solchen Kommunikationsereignissen über einen ihrer Gegenstände, das… …Performative ein besonderer Modus des Sprechens ist, der für Handlungen charakteristisch ist, in denen soziale Ordnung und kulturelle Bedeutung hergestellt oder… …ich zeigen, dass es in der Linguistik Forschungstraditionen gibt, an die sich das kulturwissenschaftliche Performanzkonzept anschließen lässt… …beitragen kann. 2. Der kulturwissenschaftliche Performanzbegriff Der kulturwissenschaftliche Performanzbegriff hat – dies ist zunächst wichtig zu betonen –… …mit der Verwendung des Wortes ‚Performanz‘ im Rahmen der generativen Grammatik nichts gemein. Damit ist der Performanzbegriff freilich noch nicht…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    ‚Vertikalisierung‘ und ‚Leitvarietät‘

    Terminologie-Probleme im Blick auf die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache
    Werner Besch
    …DISKUSSION ‚VERTIKALISIERUNG‘ UND ‚LEITVARIETÄT‘ Terminologie-Probleme im Blick auf die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache von Werner B e… …prestige-dominante Sprachmuster in der sozial-hierarchischen Sprachschichtung eines Landes auf dem Weg zur Spracheinigung. Für England und Frankreich mit ihren frühen… …nicht. Der Einigungsprozess ist hier erheblich verzögert, geprägt durch ein großregionales Nebeneinander, bis im 16. und in der ersten Hälfte des 17… …– und nicht schon um die folgenden Phasen der Sprachsystematisierung und Durchsetzung der neuhochdeutschen Schriftsprache. 1 Man kann von einer… …‚unendlichen Geschichte‘ sprechen: Generationen von Germanisten haben sich darum bemüht, die Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache mit überzeugenden… …Jahrzehnten (1863–1936) nacheinander drei ‚Entstehungstheorien‘ vorgelegt wurden, die sich weitgehend widersprachen und heute in ihrem jeweiligen Ansatz von der… …Fachwelt nicht mehr akzeptiert werden. 1 1 Zu Details vgl. Werner Besch: Die Entstehung und Ausformung der neuhochdeutschen Schriftsprache / Standardsprache… …, in: Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Aufl… …Unterschiedlichkeit zu erfassen. 2 Nur auf einer solchen Grundlage schien es möglich zu sein, die Ansätze und eventuell auch die sprachlandschaftlichen Anteile an der… …die entscheidende Frage, wann, wie und warum aus der territorialen Konkurrenz schließlich doch eine Einheit erwuchs. Andere europäische Sprachen hatten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Reflexion und Inszenierung von Rationalität in der mittelalterlichen Literatur

    Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft Blaubeuren, 27. September - 1. Oktober 2006
    Ulrich Barton, Diana Lemke
    …TAGUNGSBERICHT REFLEXION UND INSZENIERUNG VON RATIONALITÄT IN DER MITTELALTERLICHEN LITERATUR Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft… …Blaubeuren, 27. September - 1. Oktober 2006 Das Schlagwort von der ‚Renaissance des 12. Jahrhunderts’ und Max Webers Diktum von der ‚Entzauberung der Welt‘… …Schwerpunkten im 12. und 16. Jahrhundert vorausgesetzt wird. Das Colloquium „Reflexion und Inszenierung von Rationalität in der mittelalterlichen Literatur“ der… …Wolfram von Eschenbach- Gesellschaft (in Zusammenarbeit mit der Mediävistischen Abteilung des Deutschen Seminars der Universität Tübingen) hatte es sich… …daher zur Aufgabe gemacht, zu untersuchen, inwieweit Rationalisierungstendenzen in der Literatur des Mittelalters fassbar werden. Die Analyse der… …Beziehung zwischen gesellschaftlichen Rationalisierungsprozessen und Formen ihrer ästhetischen Repräsentation stand somit im Blickpunkt der Tagung. Es sollte… …konzeptualisieren sind. Zum anderen sollte der Frage nachgegangen werden, inwieweit ein produktives Spannungsverhältnis zwischen historischen… …eröffnete die Tagung mit der Warnung vor allzu großer Naivität in der Anwendung des Begriffs ‚Rationalität‘ und der programmatischen Forderung nach… …historischer Kontextualisierung: Wenn ‚Rationalität‘ als literaturwissenschaftliche Kategorie handhabbar sein soll, dürfe der Begriff nicht mit zu stark… …Konstellationen gibt, aufgrund derer der Begriff allererst an Kontur gewinnt. Frank Bezners Vortrag („Wissensmythen? Lateinische Literatur und Rationalisierung im…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Otfrid von Weißenburg, Evangelienbuch, Bd 1: Edition nach dem Wiener Codex 2687. Hg. und bearbeitet v. Wolfgang Kleiber unter Mitarbeit von Rita Heuser. Teil 1: Text. S. I–IIr, 1r–189v. Teil 2: Einleitung und Apparat. Mit Beiträgen von Wolfgang Haubrichs, Norbert Kössinger, Otto Mazal, Norbert H. Ott, Michael Klapper, Max Niemeyer, Tübingen 2004, XIII und 312 Seiten, 16 Tafeln

    Stefan Sonderegger
    …Teil eines auf drei Bände berechneten Unternehmens der beiden seit Jahrzehnten in dieser Sache ausgewiesenen Forscher Wolfgang Kleiber (Mainz) und Ernst… …Hellgardt (München) dar, welche zunächst die Texte der beiden ältesten und vollständigsten Handschriften V (Vindobonensis, Österreich. Nationalbibliothek, Nr… …. basierender Ausgabe von 1831 zu Königsberg und 500jähriger Rezeptionsgeschichte seit den humanistischen Teilkenntnissen des Textes und der Editio princeps nach… …Neuausgabe des Textes, zunächst nach der vollständigsten und durch den frühmittelalterlichen Autor selbst korrigierten Hs. V. An dieser Edition kann nicht mehr… …vorbeigegangen werden, da sie durch den kritischen Apparat wie auch sonst der nicht besonders hochwertigen Faksimileausgabe der V-Hs. von 1972 (Graz, unter… …worden sind (S. 13–25). Zunächst geht es um die Begründung der Neuedition auf Grund aller heute bekannten Hss. und deren bisher ungenügenden Beschreibungen… …mit der Zielsetzung eines interdisziplinären Zugriffs auf Otfrids Text, wobei im Falle von V, d.h. des von Otfrid selbst korrigierten und abschließend… …konsequenterweise ergibt. Dies geschieht im Textband (entsprechend erläutert im Einleitungsband) in Form einer Variante des sog. diplomatischen Abdrucks, der aber… …Rustica) sowie Initialen zur Heraushebung von Kapitel-, Strophengruppen und Strophen der Hs. sorgfältig nachgebildet sind, Abkürzungen nicht aufgelöst und… …die (in der Hs. rubrizierten) Marginalien in origina- 425 Buchbesprechungen ler Platzierung in Relation zum ahd. Textvers wiedergegeben werden, bei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Mauritius von Craûn, hg. v. Heimo Reinitzer, Max Niemeyer, Tübingen 2000 (ATB 113), XXXIV und 112 Seiten / Heimo Reinitzer: Mauritius von Craûn. Kommentar, Franz Steiner, Stuttgart 1999 (ZfdA, Beiheft 2), 246 Seiten

    Tomas Tomasek
    …von Craûn. Kommentar, Franz Steiner, Stuttgart 1999 (ZfdA, Beiheft 2), 246 Seiten Der „Mauritius von Craûn“ stellt ein in der Forschung kontrovers… …nur eine längere Durststrecke überwunden, während der für die Seminarbehandlung keine einsprachige Ausgabe verfügbar war, es liegt auch eine ins… …Beilage begründet. 427 Buchbesprechungen In Reinitzers Textherstellung werden die Abweichungen vom Wortlaut der Ambraser Handschrift so weit reduziert, dass… …Übersetzung angefügte altfranzösische Fablel „Du chevalier qui recovra l'amor de sa dame“ (S. 97–111) gewonnen wird. Hinzu kommen ein Faksimile der ersten 250… …optimal ausgestattet ist. Vornehmlich an den Sachkenner richtet sich der 246-seitige einlässliche Kommentarband, der auch ein Wörterverzeichnis (S. 242–246)… …dokumentieren“ (S. 7). Dass der Kommentarband, wie der Verfasser konzediert, „ein gewiß nicht eben leichtes Lesevergnügen darstellt“ (ebd.), liegt einerseits in… …der Natur der Sache, andererseits aber auch an der Präsentation des zuweilen angehäuft wirkenden Materials. Eine unnötige Doppelung ergibt sich dadurch… …, dass die Einträge des Editoren-Apparats im Kommentarband wieder aufgeführt werden, zumal sie sich in der Ausgabe übersichtlich angeordnet finden und dort… …Weise an die Vorgaben der Handschrift hält. In einigen weiteren Fällen, in denen Reinitzer moderat eingreift (wie vv. 37, 63, 358, 1374 oder 1645)… …, scheinen Konjekturen ebenfalls verzichtbar zu sein. Diese wohltuende Zurückhaltung, die sich zudem in der Absatzgestaltung und einer sparsamen Interpunktion…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Hugo von Montfort, Das poetische Werk, hg. v. Wernfried Hofmeister, mit einem Melodie-Anhang von Agnes Grond, Walter de Gruyter, Berlin, New York 2005 (de Gruyter-Texte), XL und 237 Seiten

    Johannes Spicker
    …, Berlin, New York 2005 (de Gruyter-Texte), XL und 237 Seiten Wernfried Hofmeister möchte mit seiner Neuausgabe die Dichtung Hugos von Montfort der… …gegenwärtigen Rezeption zugänglich machen und hierdurch eine intensivere Beschäftigung mit ihr anregen, darüber hinaus soll der Abdruck der zehn überlieferten… …, ist doch Hugos eher randständige Position in der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung und zumal im akademischen Unterricht auch auf die… …unzulängliche Verfügbarkeit der Texte zurückzuführen. Die Crux dieser ‚Studienausgabe‘ wird allerdings bereits in den kurzen Vorbemerkungen deutlich: Schon hier… …verweist der Herausgeber auf die nicht nur als Ergänzung der vorliegenden Edition, 430 Buchbesprechungen sondern zu ihrer Erschließung grundlegende… …elektronische Präsentation der ‚Basistransliteration‘ im Internet; daneben begründet er die ‚Knappheit‘ der einleitenden Kapitel und der Textkommentare mit der… …gewünschten ‚Kompaktheit‘ der Studienausgabe – die Fußnote, die für weitere Informationen die Kommentare des oftmals nicht leicht greifbaren Farbfaksimiles1… …nahe legt, erscheint angesichts der selbst gesetzten Zielsetzung zumindest befremdlich; hier wäre z.B. die Angabe des „Verfasserlexikon“-Artikels… …einschlägigen Lebensdaten und reicht aus. Der ‚bündige, impulsartige Aufriss‘ zum poetischen Werk erfolgt allerdings sehr axiomatisch, indem es als ein… …Kurzbeschreibungen der Überlieferungsträger. Für eine ‚detaillierte‘ Beschreibung des prachtvollen Cod. Pal. Germ. 329 wird wiederum auf den Kommentar zum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Karl der Große in den europäischen Literaturen des Mittelalters. Konstruktion eines Mythos, hg. v. Bernd Bastert, Max Niemeyer, Tübingen 2004, XVIII

    Bernd Schneidmüller
    …Buchbesprechungen Karl der Große in den europäischen Literaturen des Mittelalters. Konstruktion eines Mythos, hg. v. Bernd Bastert, Max Niemeyer… …, Tübingen 2004, XVIII und 253 Seiten Karl der Große – idealer Herrscher, Identifikationsfigur, Stein des Anstoßes, oft benutzt, beständig verformt… …, Heidensieger, Kreuzfahrer, Verkörperung des Abendlands, Vater Europas, bald eher Mythos als Mensch. Selbst in einer Zeit, in der ältere Vergangenheitsschichten… …zunehmend verblassen, taugt der große Karl immer noch für Fragen in TV-Ratespielen. Die Instrumentalisierung des Frankenherrschers und Römerkaisers begann an… …auf den Vater Europas. Schon zu Lebzeiten ein literarischer Held, trat Karl der Große über 1200 Jahre seine vielen Karrieren an, xxxxx 3 Ingeborg Glier… …: Artes amandi. Untersuchung zu Geschichte, Überlieferung und Typologie der deutschen Minnreden, München 1971 (MTU 43); Franz Viktor Spechtler: Hugo von… …Spätmittelalter begann der Streit der Nachfahren um das Erbe. Politisch wurde der Held zerteilt und existierte nebeneinander als Römerkaiser wie als französischer… …, und bis heute dauern die sorgfältigen Analysen der Philologen an. Mit analytischem Geschick und innovativer Kraft präsentiert der anzuzeigende… …Literatur). Die hohe Qualität der Beiträge macht den Sammelband zu einem Standardwerk, das seinen besonderen Wert durch die Einbettung in moderne… …Theoriedebatten um Identität, Ritual und Mythos gewinnt. In seiner Einleitung präsentiert Bastert den Rang Karls des Großen in der europäischen „Mythomotorik“ und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Mireille Schnyder, Topographie des Schweigens. Untersuchungen zum höfischen Roman um 1200, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2003 (Historische Semantik 3), 447 Seiten

    Jan-Dirk Müller
    …Selbstwiderspruch erscheinen, belegte nicht gerade der Umfang, welche Aufmerksamkeit die volkssprachige Epik um 1200 – Hartmann von Aue, Gottfried von Straßburg… …Phänomen des Schweigens in der Zeit um 1200 zu geben. Es ist insofern eine kulturwissenschaftliche und kulturhistorische Arbeit, als sie nach dem kulturellen… …Bild eines Phänomens fragt, nach den Formen seiner Wahrnehmung und Darstellung, wie sie sich nach den Möglichkeiten zeitgemäßer Diskurse in der Literatur… …spiegeln“ (S. 32). Die Arbeit hat einen klaren systematischen Aufriss: Zuerst wird aus der lateinischen Sprachtheorie eine Art ‚Schweigetheorie‘ entwickelt… …dritten und vierten Teil, zentriert um das Problem der Zeit und des Ortes, Interpretationen von Szenen im höfischen Roman, die durch ‚Schweigen‘… …charakterisiert sind. Die Arbeit schreitet also gewissermaßen vom allgemeineren kulturgeschichtlichen Kontext über den Nachweis der Teilhabe 435 Buchbesprechungen… …der Literatur an diesem Kontext zu den besonderen Möglichkeiten fort, die literarisches Sprechen im Unterschied zu anderen Diskursen entwickelt und die… …es zum Medium der Reflexion kultureller Konstellationen qualifiziert. Nicht die gleiche systematische Stringenz hat die Gliederung des ersten großen… …grammatische Phänomen der Rede, die einen Anfang hat, deren Artikulation in der Zeit durch Pausen hergestellt wird und die irgendwann aufhört. In diesen… …Zusammenhang gehört z. B. „Der Körper der Stimme“, ein Abschnitt, in dem die mittelalterliche Theorie der Lautbildung dargestellt wird. Nur locker verknüpft ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Monika Schausten, Suche nach Identität. Das ‚Eigene‘ und das ‚Andere‘ in Romanen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, Böhlau, Köln, Weimar

    Armin Schulz
    …Buchbesprechungen Monika Schausten, Suche nach Identität. Das ‚Eigene‘ und das ‚Andere‘ in Romanen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit… …„Friedrich von Schwaben“; darüber hinaus mit der „Melusine“ sowie dem „Fortunatus“. Galt das Interesse der jüngeren Forschung im Wesentlichen der internen… …Poetik der späthöfischen Romane, ihrer hybriden Verfasstheit, so zielt Schausten auf eine thematische Lektüre: Es geht ihr um die narrative Konstruktion… …männlich-adeliger Identität, es geht ihr darum, wie das ‚Eigene‘ in der Konfrontation mit einem externen ‚Anderen‘ konstituiert und profiliert wird. Als gemeinsamen… …Nenner der von ihr behandelten Texte sieht sie die Verbindung zwischen Brautwerbungshandlung und genealogischer Perspektive, ohne dabei die jeweiligen… …massiven intertextuellen Referenzen aus dem Auge zu verlieren. Schausten entwickelt ihre Leitfragen aus der jüngeren kulturwissenschaftlichen Theoriebildung… …historisieren möchte. Die Denkfigur der Differenz leitet so alle Interpretationen: Ausgangspunkte sind Simon Gaunts Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Gattung… …Hinblick auf ihre Verhandlung der Identitätsproblematik zum ‚Sprechen‘ […] bringen“ (S. 240). Dies mag konservativere Leser zunächst verstören und darüber… …bestechend: Sie geht von der älteren „Konzeption heldischer Identität in den Artusromanen“ aus, die „die narrative Profilierung einer als ‚Eigenes‘ zu… …die Texte in einem je spezifischen Zusammenschluss von gender- und topographischem Diskurs konkretisieren“, indem nämlich die „Anverwandlung der Räume“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2007

    Alois M. Haas, Mystik im Kontext, Wilhelm Fink, München 2004, 571 Seiten

    Klaus Wolf
    …Buchbesprechungen Alois M. Haas, Mystik im Kontext, Wilhelm Fink, München 2004, 571 Seiten Der gewichtige Band versammelt vorwiegend bereits… …publizierte, aber auch einige (sechs) unveröffentlichte Aufsätze des international renommierten Mystik-Forschers Alois Maria Haas. Dabei ist schon der Titel… …unter Absehung von allen Akzidentien der religiös-kulturellen Einbindung als ein in allen Religionen letztlich identisches, psychologisches Grundmuster… …seelischer Gipfel- und Einheitserfahrung“ zu inter- 442 Buchbesprechungen pretieren. 1 Wenn Haas sich somit im Rahmen dieser (internationalen) Kontroverse der… …Kurt Flasch4 für eine stärkere Rückbindung der deutschsprachigen Mystik Meister Eckharts an die lateinische Kathedertheologie des Pariser magister… …zentralen Begriffen und Themen der Mystik, beispielsweise zur Unio mystica. 7 Wieder abgedruckt hat Haas weiterhin seine Überlegungen an der Peripherie der… …. Mit einer Edition des Traktats „Von der sel wirdichait vnd aigenschafft“, Tübingen 1999. 4 Kurt Flasch: Meister Eckhart (um 1260–1328), in: Klassiker… …der Theologie, hg. v. Friedrich Wilhelm Graf, München 2005, Bd. 1, S. 145–173. 5 „Meister Eckharts Predigt 12: Qui audit me (Eccli. 24,30)“ (S. 203–215)… …. 6 „Nikolaus von Kues als mystischer Theologe“ (S. 262–278), „Nikolaus’ von Kues Konzept der Paradiesesmauer“ (S. 279–291), „Jan van Ruusbroec“ (S… …. 355–373), „Hadewijchs poetische Botschaft: Zum Werk der niederländischen Mystikerin“ (S. 374–381), „Teresa von Ávila – Subjektivität und Mystik“ (S. 332–354)…
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