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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Enterbung und Gotteskindschaft. Zur Problematik der Handlungsmotivierung im "Willehalm" Wolframs von Eschenbach

    Regina Toepfer
    …Konfliktsituation erhält so eine theologisch-anthropologische Dimension, die die Grundposition des Menschen vor Gott kennzeichnet. Taking the motivation deficit of… …kündigt Wolfram von Eschenbach im Anschluss an seinen Prolog eine bemerkenswerte Geschichte an: Sie handelt von dem Grafen Heimrich von Narbonne, der alle… …Guillaume-Zyklus entlehnt. 2 Der Übernahme des Motivs muss somit eine Gestaltungsintention zugrunde liegen. Ungeachtet dieser Bedeutung bleibt der Zusammenhang… …Tybalts Land und Frau hätte rauben müssen. 5 Bumke versteht Heimrichs Erbentscheid demzufolge als einen willkürlich-gewaltsamen Initialakt, der eine… …Mittelalters in zweisprachigen Ausgaben 20). 3 Da es keine Hinweise auf eine ältere deutsche Fassung der Geschichte gibt, fehlt eine befriedigende Erklärung. Vgl… …umstrittenen Phänomen mittelhochdeutscher Epik, Tübingen, Basel 2006, S. 227f.; John Greenfield, Lydia Miklautsch: Der ‚Willehalm‘ Wolframs von Eschenbach. Eine… …Erzähler unbesetzt gelassen hat7 , und überführt die chronologische Folge beider Ereignisse in einen ursächlichen Wirkungszusammenhang. Eine solche Rezeption… …sich ein Geschehen in eine Geschichte8 , weshalb die Handlungsmotivation, unter der alle Beweggründe, die das Handlungsgeschehen beeinflussen, zu… …narratologischen Prämisse für eine Geschichte erhebt: „We have defined a story as a narrative of events arranged in their time-sequence. A plot is also a narrative… …empfiehlt, eine in sich geschlossene und ganze Handlung nachzuahmen, die aus einem Anfang, einer Mitte und einem Ende bestehe und bei der die einzelnen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Reimwort- und Tonschemakorrekturen bei Autoren aus der Frühzeit des Minnesangs

    Johannes Rettelbach
    …gingen auf unterschiedliche autornahe Fassungen zurück, fand auf Dauer nur wenige Befürworter. Die Übereinstimmungen werden nach wie vor meist auf eine… …Modernisierung). Der vorliegende Aufsatz versucht die Einheitlichkeit der Bearbeitungstendenzen aufzuzeigen und gibt eine neue Erklärung dafür, dass einige Korpora… …eines oft klar definierten Varianzbereichs ist indes über Strecken so groß, dass eine Vorstellung von *AC und *BC, wie sie seit Karl Lachmann existierte –… …inzwischen ergänzt durch eine noch etwas frühere Stufe *BuBC neben kleineren Zusatzquellen als nicht zu alten Vorläufern der Handschriften Bu („Budapester… …schließt umgekehrt Autorvarianten als Vorläufer von Handschriftvarianten in zahlreichen Fällen aus: nämlich dann, wenn zwei überlieferte Texte auf eine der… …Zwischenstufen zurückgehen und kein hinreichender Grund vorliegt, eine zusätzliche Quelle anzunehmen, die möglicherweise auf den Autor zurückweist. Die meisten… …denen in B vor allem durch eine formal überarbeitete Gestalt. Dies betrifft die Reimwörter, bei denen sich Autoren der ersten und zweiten Generation noch… …Klärung der z.T. unterbliebenen Reimbesserungen. Sie rechtfertigten vielmehr eine seit Karl Lachmann und Moritz Haupt in MF in wechselndem Umfang geübte… …Praxis, bei einigen nur in C überlieferten Strophen, deren Herkunft aus *BC sehr wahrscheinlich ist, unreine Reime zu konjizieren, weil sich so eine… …1948 Henning Brinkmann die These einer Verringerung der Halbreime im unmittelbaren Vorfeld des 3. Kreuzzugs aufgestellt und auf eine Begegnung mit…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Ein gemaltes Tagelied des 14. Jahrhunderts? Zur Ikonographie des Wandbilds aus dem Rinegg'schen Domherrenhof in Konstanz

    Christian Nikolaus Opitz
    …Miniaturen der Manesse-Handschrift herleiten lässt. Die Szene darüber wird hingegen als Abschied der Liebenden im Morgengrauen gedeutet und bildet damit eine… …, Umbrüche und Neuansätze, hg. v. Walter Haug, Tübingen 2000, S. 378–470; Norbert H. Ott: Literatur in Bildern. Eine Vorbemerkung und sieben Stichworte, in… …der Mitte des 13. Jahrhunderts ausgebildeten spezifischen Bildformeln“. 8 Wenn sich eine derart große Unabhängigkeit der Bilder von der literarischen… …. Lediglich eine Aquarellkopie von Theodor Mader, die den Bestand vor der Zerstörung dokumentiert, erlaubt es, sich ein Bild von der einstigen Gesamtdisposition… …bildete eine Minneszene, die formal wie inhaltlich eine große Nähe zu einigen Miniaturen der Manesse-Handschrift aufweist – ein Umstand, auf den noch… …. Über einen ähnlichen, mindestens seit 1474 nachweisbaren Fischkalender an der zum Markt gelegenen Fassade des Rathauses von Zürich berichtet eine Quelle… …eines Profanraumes auf eine einzige Wand beschränkt. 11 Wurde der Großteil der in Maders Aquarell festgehaltenen Wanddekoration wie erwähnt kurz nach… …Repräsentationsraum des zweiten Obergeschosses am Beginn des 14. Jahrhunderts wie es scheint zunächst nur eine der Wände mit den berühmten Weberinnenfresken bemalt… …wurde. Der an der gegenüberliegenden Wand angebrachte, wohl zwischen 1310 und 1320 entstandene Parzivalzyklus hingegen dürfte erst eine nachträgliche… …Ergänzung darstellen. Eine Ergänzung zwar, die auf die schon vorhandenen Wandbilder Bezug nimmt, die aber keineswegs zwingend schon im ursprünglichen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Emblematik vor der Emblematik? Der frühe Buchdruck als Experimentierfeld er Text-Bild-Beziehungen

    Seraina Plotke
    …mehrfach aufgelegt, bearbeitet und übersetzt. Es wurde richtungsweisend und bildete das Modell für eine wahre Schwemme von Emblembüchern, die im 16. und 17… …liber’ von Andreas Alciatus (1492–1550). Eine Untersuchung zur Entstehung, Formung antiker Quellen und pädagogischen Wirkung im 16. Jahrhundert, Hildesheim… …1986, S. 14–24; Vera Sack: ‚Glauben‘ im Zeitalter des Glaubenskampfes. Eine Ode aus dem Straßburger Humanistenkreis und ihr wahrscheinliches Fortleben in… …später typische Form, nämlich die Inanspruchnahme einer ganzen Blattseite, erhielt, wurde richtungsweisend und Vorbild für eine wahre Flut von… …beigegeben wurden, stellt keineswegs eine Seltenheit dar. Wie gerade im 15. Jahrhundert besonders schöne illustrierte Handschriften entstanden sind, so haben… …auch die ersten 100 Jahre des Buchdrucks eine reiche Buchillustration hervorgebracht. Mit Bildern ausgestattet wurden Bücher verschiedensten Inhalts und… …Werk zeichnet sich dadurch aus, dass es in über hundert Kapitel eingeteilt ist, von denen jedes eine Überschrift, einen Holzschnitt und einen in zwei… …Sebastian Brant im Jahr 1501 eine mit 330 Holzschnitten versehene Aesop- Ausgabe heraus (Esopi apologi sive mythologi cum quibusdam carminum et fabularum… …additionibus Sebastiani Brant, [Basel: Jacob Wolff von Pforzheim 1501]), die sich bereits in eine Tradition illustrierter Aesop-Ausgaben einreiht. 10 Die… …Übersetzung von Jacob Locher, die ebenfalls noch vor 1500 mehrfach aufgelegt wurde. 13 Mit der Frage, ob bzw. inwiefern Brants „Narrenschiff“ eine emblematische…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Gerhard Kettmann: Wittenberg - Sprache und Kultur in der Reformationszeit. Kleine Schriften, hg. v. Rudolf Große. Peter Lang, Frankfurt a.M. 2008, 213 Seiten.

    Werner Besch
    …. dann auch in anderen Druckereien im ostmitteldeutschen Raum nachgespürt, dies im zeitlichen Ablauf. Bei allem Unterschied im Einzelnen ist eine klar…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Wege und Irrwege der mittelalterlichen Textausgaben. Ausgewählte Aufsätze, hg. unter Mitarbeit von Richard Louis Hotchkiss

    Heinrich Beck
    …. dem „Altnordischen Elucidarius“. Zweifellos war das „Elucidarius“-Projekt (an dem auch Kaaren Grimstad Anteil hatte) eine Pionierarbeit. E. Scherabon… …wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu präsentieren, als ein philologisch bedeutsames Ereignis gelten. Der Beitrag „Anforderungsprofil an eine Edition mittelalterlicher… …of the glosses to the text glossed etc.” (S. 116) bilden die Perspektiven, die eine Edition bestimmen sollten – beispielhaft präsentiert (S. 117–130)… …Wortindex“. 12 Nur eine Arbeit ist zu nennen, die außerhalb der Notker- Thematik liegt: Die diplomatische Textausgabe des Gottfried'schen „Tristan und Isolde“… …Versuch eine ‚modifizierte‘ Diplomatik pflegten. Die weitere Diskussion wird zeigen, ob mit Hilfe des Computereinsatzes der Grad an Authentizität erreichbar… …sein wird, der dem Begriff einer ‚diplomatischen Edition‘ gerechter zu werden vermag. E. Scherabon Firchow hat auf diesem Weg eine beeindruckende Vorlage…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Sprichwort und Sentenz im narrativen Kontext. Ein Beitrag zur Poetik des höfischen Romans

    Ricarda Bauschke
    …Einführung in den Gegenstand (Kap. 1, S. 7–39) gliedert sich sinnvoll in eine Erläuterung der terminologischen Grundlagen, welche die historische Semantik von… …abgrenzende Definitionen von 148 Buchbesprechungen ‚Sprichwort’ und ‚Sentenz’ vornimmt, sowie in eine Profilskizze der im höfischen Roman benutzten Sentenzen… …nicht ohne zugleich eine partielle Umcodierung zu erfahren. Reuvekamp führt unter anderem vor, wie für Hartmanns Enite der Vergleich mit dem in der Esse… …das Buch daher nicht allein für die Forschung zu Sprichwort und Sentenz werden, sondern auch für eine Poetikgeschichte des mittelalterlichen Romans…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Oswald von Wolkenstein. Die Lieder

    Karl-Heinz Göttert
    …ist die Forschungslage tatsächlich bereits „unübersichtlich“ geworden, und man begrüßt gerne eine zusammenfassende Arbeit, die die Fülle präsentiert… …. Es hat in der Forschung eine nicht immer sinnvolle Alternative von Autobiografischem und Artistischem bei Oswald gegeben. Spicker stellt klar das… …und problematisierender Abschnitt gewidmet wird, viel schlechter untergebracht wäre. Dass die zahlreichen geistlichen Lieder eine ausführliche… …darin, dass Spicker nach Gattungen arbeitet, womit übergreifende Fragen zwangsläufig in eine Randlage geraten oder beinahe unter den Tisch fallen. Gerade… …Literatursprache“ in Interferenz mit den Sprachen (besser: Orthografien) der beteiligten Schreiber, weiter eine etwas eingängigere und vor allem zeitbezogenere… …Darlegung der rhetorischen Mittel, die über eine Charakterisierung wie die hinausgeht, dass der Text „rhetorisch dicht geschmückt“ ist. Um abzuschließen, sei… …verdankt, erteilt Spicker einer modernistischen Lesart eine klare Absage: kein Vergleich mit der Avantgarde des 20. Jahrhunderts oder gar der Postmoderne…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Rüdiger Schnell (Hg.): Konversationskultur in der Vormoderne. Geschlechter im geselligen Gespräch

    Anja Becker
    …gleichsam aus dem Nichts heraus. Denn vor der ‚dialogischen Renaissance‘ war das ‚monologische Mittelalter‘ 1 , eine angeblich gänzlich sprachund humorlose… …Konversation‘. Ihr ambitioniertes Ziel ist es, „eine Geschichte der Konversation zu schreiben“ (S. 6), die nicht erst in der Frühen Neuzeit ansetzt, sondern die… …aus der Feder des Herausgebers. Eine weitere Publikation der Forschergruppe ist: Zivilisationsprozesse. Zu Erziehungsschriften in der Vormoderne, hg. v… …Jahrhunderte“ (S. 4). Wie lässt sich eine Definition finden, die offen genug ist, um verschiedene historische Ausprägungen integrieren zu können, die zugleich… …ausgehend von modernen Konversationsvorstellungen eine Definition als heuristische Basis angesetzt, die durch die historischen Studien stets zu verfeinern sei… …. Konsequenterweise steht am Beginn des Bandes eine großangelegte worthistorische Studie von Seraina Plotke (Conversatio/Konversation: Eine Wort- und Begriffsgeschichte… …es in dieser Zeit auch in Deutschland eine fazete Geselligkeitspraxis gegeben habe. Diese sei jedoch in andere Funktionszusammenhänge und… …zuweilen verstellt ist“ (S. 151). Ein wichtiger Hinweis und eine Warnung davor, kulturgeschichtliche Studien auf eine allzu enge, auf die höfische Literatur… …Schnell8 stellen die Erforschung der Konversationspraxis im Mittelalter auf eine ganz neue Basis und bieten auch für die frühneuzeitliche… …Sammelband noch eine weitere wichtige Dimension in die Diskussion vormoderner Konversationskultur ein: Dezidiert wird das Thema stets auch aus…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2010

    Jakob Ruf: Leben, Werk und Studien, konzipiert und hg. von Hildegard Elisabeth Keller

    Karl-Heinz Göttert
    …zugeschriebene) sind ediert und kommentiert, es gibt eine ausführliche Biografie mit Seitenblicken auf zeitgeschichtliche Hintergründe und, wem dies immer noch… …ein klares Ja. Allerdings spielt dabei auch ein Grund eine Rolle, der in den fünf Bänden eigenartig unangesprochen bleibt. Zunächst zur Biografie… …eine Lehre als Scherer, also Haar- und Bartscherer, was damals auch mit Wundbehandlung zu tun hatte. Ruf vertiefte diese medizinische Seite seiner… …begann eine Karriere, die sich ganz offensichtlich dem Können verdankte. Ruf operierte erfolgreich Blasensteine und Hodenbrüche, damals außerordentlich… …selbst schreiben. Auf diese Weise entstanden eine „Augenheilkunde“ und ein „Tumorbüchlein“, beide nur handschriftlich erhalten. Vor allem aber verfasste… …erschienene Werk begründet seinen Ruhm, wird in Europa aufgenommen und erscheint noch im 17. Jahrhundert in einer englischen Übersetzung. Dabei bietet es eine… …Embryologie, eine Anatomie der Gebärorgane (beides mit zahlreichen Abbildungen, die den aufgeschnittenen Leib einer lebenden Frau zeigen), Angaben zur… …Durchführung der Geburt mit Behandlung von Fehllagen (und wieder Abbildungen vom Gebärstuhl bis zur Wochenstube), eine Instrumentenkunde, etwas zu… …. Jahrhundert). Ruf bewegte sich also in Zürich in einem Humanistenkreis, der schon vor seiner Zeit in der Lage war, eine antike Tragödie auf Griechisch zu… …darstellt (der sich fast ausschließlich an Quellen des 18. Jahrhunderts hielt). Weiterhin zu nennen ist eine Passion (1545), die in für Ruf ungewöhnlicher…
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