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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Zweimal "Erec" am Anfang des deutschen Artusromans?

    Einige Folgerungen aus den neugefundenen Fragmenten
    Sonja Glauch
    …, Erlangen/München Die vor wenigen Jahren im Stift Zwettl entdeckten Textfragmente bezeugen die Existenz eines mitteldeutschen ›Erec‹-Romans, der offenkundig… …unabhängig von Hartmanns ›Erec‹ entstanden ist. Ältere Thesen über das Verhältnis zwischen der Ambraser und der Wolfenbütteler Überlieferung von Hartmanns… …nicht alle ›Erec‹-Kenntnis auf Hartmanns Version allein basierte. Der Beitrag plädiert dafür, die uneinheitliche und schüttere Überlieferung als eine… …aufschlussreiche Momentaufnahme der frühen Überlieferungs- und Verbreitungsgeschichte der höfischen Epik zu sehen. Fragments of text discovered a few years ago in… …epic. Der Erecroman Hartmanns von Aue gibt mit seiner Überlieferung ein veritables Rätsel auf. Er war aller Wahrscheinlichkeit nach der erste Artusroman… …, der als hochaktuelle Modeerscheinung aus der nordfranzösischen Romania importiert und in oberdeutsche Verse übertragen wurde, 2 gegen 1185 im… …schwäbisch-alemannischen Raum, und als solcher Erstling war der „Erec“ ein maßgebendes Werk, ein Trendsetter, der schnell weithin bekannt und zum Bezugspunkt einer ganzen… …. 3 Jedoch schlägt sich diese Prominenz in der 1 Der Beitrag geht auf einen Vortrag zurück, den ich anlässlich meines Habilitationskolloquiums in… …Erlangen gehalten habe. 2 Die Kontroverse über eine möglicherweise ältere niederrheinische Rezeption der Artusepik als Vorläufer der oberdeutschen übergehe… …ich mit dieser Formulierung vorläufig bewusst. Vgl. unten S. 365 und Anm. 62. 3 Auch die nicht seltenen Zitate und Anspielungen in der höfischen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Performance and Performativity in Minnesang

    James A. Schultz
    …, einer performativen Identität, und dem Sänger, einer Funktion der Performanz. Zusammen erlauben sie es dem Minnesang, Dilemmas der höfischen Maskulinität… …and Armin Schulz, Tübingen 2001, pp. 209–231. 2 Margreth Egidi: Der performative Prozess. Versuch einer Modellbildung am Beispiel der Sangspruchdichtung… …instance – in the more casual sense. Beate Kellner: Ich grüeze mit gesange – Mediale Formen und Inszenierungen der Überwindung von Distanz im Minnesang, in… …“Aspekte der Performativität” in reference to “Stimme” and “Stimmlichkeit” and other aspects of the way texts are realized in performance (p. 110). 373 James… …herzen mich beroubet gar vür alliu wîp. 12 Harald Haferland: Hohe Minne. Zur Beschreibung der Minnekanzone, Berlin 2000 (Beihefte zur ZfdPh 10), pp. 26–37… …getroeste mîn. nu werde schîn, ob rehte staete iht müge gevromen. der wil ich iemer gên ir pflegen, diu ist mir von ir güete komen. B4 C4 Ez waere ein… …wunneclîchiu zît, 43,10 Mich müet, daz ich der lieben quam 43,1 der nû bî vriunden möhte sîn. sô verre hin. des muoz ich wunt ich waene an mir wol werde schîn… …, belîben. dêst mir ungesunt. daz ich von der gescheiden bin, ouch solte mich wol helfen daz, die ich erkôs vür alliu wîp. daz ich ir ie was undertân. ir… …schoener lîp sît ichs began, der wart ze sorgen mir geborn. sô enkúnde ich nie den staeten muot den ougen mîn muoz dicke schaden, gewenden rehte gar von ir… …, daz sî sô rehte habent erkorn. wan sî daz beste gerne tuot. B5 Waere sî mir in der mâze liep, 43,19 sô wurd ez umbe daz scheiden rât. wan ez mir alsô…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Konrad IV. und die "Weltchronik" Rudolfs von Ems: ewiclich memorial und imperiale Agenda vor neuem Quellenhorizont

    Mathias Herweg
    …, Würzburg Im Zentrum des Beitrags steht eine Re-Lektüre des König Konrad-Prologs zum 5. Weltalter in der „Weltchronik“ Rudolfs von Ems. Der rezente Neufund… …von Urkundenmaterial aus der Kanzlei Konrads IV. stützt dabei die These, dass der Dichter in der konkreten Situation des Jahres 1251 über allgemeine… …Auftrags und des dynastischen Erbes Konrads deutet. Das ewiclich memorial der „Weltchronik“ enthüllt sich so auch als aktuelles Memorandum. Im Zuge der… …effektvollen Inszenierung des Herrschers und seiner universalen Stellung reflektiert der Chronist überdies höchst virtuos sein eigenes Tun und seine Rolle als… …nun, wie […] das fünfte begann, nachdem das vierte erloschen war. Ich habe Euch bereits früher gesagt, dass nach der Autorität der Heiligen Schrift ein… …Weltalter nichts anderes darstellt als eine geschichtliche Veränderung, die immer dann eintrat, wenn Gottes Allmacht auf neue Gedanken kam und der Welt etwas… …neues Weltalter, das wahrheitsgemäß gut 430 Jahre währte. Dadurch, dass Gott Könige über sein Volk einsetzte, hielt wieder ein Wandel Einzug, der ein… …neues Weltalter begründete. Wie uns die Schrift berichtet, hielt dieses an, bis der königliche Name niedergelegt wurde und uns das ewige Heil widerfuhr… …, der die höchste Würde enthält, die ein Mensch auf Erden trägt. Ich meine damit jenen ruhmreichen und rühmenswerten Königsnamen, dem alle weltlichen… …Titelträger um des Friedens willen gehorsam sein müssen. So will nun auch ich im Namen Gottes, des Höchsten und des Erhabensten, des Letzten und des Ersten, der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Bildphilologie. Hartmut Kuglers kommentierte Neuedition der Ebstorfer Weltkarte

    Hans Jürgen Scheuer
    …DISKUSSION BILDPHILOLOGIE Hartmut Kuglers kommentierte Neuedition der Ebstorfer Weltkarte Hans Jürgen Scheuer, Stuttgart I. Mit Hartmut Kuglers… …Edition der Ebstorfer Weltkarte1 liegt nach Scott D. Westrems „The Hereford Map. A Transscription and Translation of the Legends with Commentary“ (Turnhout… …ausgestatteten Bände des Akademie-Verlags ein neues, lang erwartetes Standardwerk zur mittelalterlichen Kartographie dar. Der Atlas im Querformat mit beigelegtem… …Faksimile sowie der Begleitband mit Untersuchungen und Kommentar bringen eine mehr als zwanzig Jahre währende Forschungsarbeit zum Abschluss, von der im… …Literaturverzeichnis allein siebzehn Beiträge des Herausgebers, erschienen zwischen 1986 und 2006, zeugen. 2 Abgesehen von der wissenschaftsorganisatorischen Leistung… …prinzipiellen Überlegungen über das Phänomen der mappae mundi und über die Edierbarkeit solch hochgradig verdichteter Text-Bild- Aggregate, die für die… …mittelalterliche Manuskriptkultur ein Höchstmaß diagrammatischer Formalisierung darstellen. Was betrachtet der Leser eigentlich, der, um sich ein Bild von der… …geht es nicht wie bei der Handschriftenüberlieferung um Produkte eines immer neue Unikate hervorbringenden manuellen Kopiervorgangs. Dessen Um- und… …Herausgeber die handschriftliche Tradition bearbeiten möchte, abstrahiert sein Hauptziel, die ‚Textkonstitution‘ (constitutio textus), immer schon von der Mate-… …Bildbearbeitung: Thomas Zapf. Bd. I: Atlas. Bd. II: Untersuchungen und Kommentar, Berlin 2007. 2 Zu den dort genannten Titeln sind inzwischen hinzugetreten der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Eine Vermutung zu Hl. 25 degano dechisto

    Stefan Zimmer, Stefan Müller
    …Forschungsgeschichte bis 1981 hat R. Lühr in ihren monumentalen „Studien“ mustergültig erfasst; aus der folgenden Zeit ist m.E. besonders auf Schwab und Gottzmann… …hinzuweisen. 2 Hier wird nur ein Detail, die Fügung degano dechisto, behandelt, die der Dichter Hadubrant in den Mund legt (Zeilen 20–23 der einzigen… …Handschrift = Verse 24–27 nach Lührs Zählung), der sein indirektes Wissen von dem abwesenden Vater zusammenfasst: 3 her was otachre ummettirri degano dechisto… …war dem Otacher unmäßig zornig, der liebste der Degen, solange (?) dem Dietrich Bedürfnis (?) bestand, er war immer am Ende (= an der Spitze) des Volkes… …Otachres nid fliehen? Überlegungen zum Hildebrandslied. ZfdPh 122, 2003, S. 1–19. 3 Auf Fragen der Verseinteilung ist hier ebensowenig einzugehen wie auf… …verbreitet; als einfachste syntaktische Form gilt direktes Objekt + Verb (also der Typ lat. iudicavit iudicium, auspicat auspicium usw.); Steigerung wird durch… …ostfränk., *dekchi in südoberdt. Lautung) voraus. In der Indogermania finden sich sporadisch ‚Steigerungsformen‘, die direkt von einem Substantiv abgeleitet… …, im Awestischen); hierzulande bekannt ist der (schon seit dem RV bezeugte) Personenname Gó-tama (etwa: ‚der in höchstem Maße Stierhafte‘). Auch im… …Keltischen ist der Typ v. a. aus Personennamen bekannt: altkelt. Cuno-tamos (> kymr. Cyn-daf) ‚Wölfischster‘, Rigo-tamus ‚Königlichster‘, Tonge-tamus… …[Anm. 2], S. 17. 8 Lühr [Anm. 2], S. 527–529. 9 Weiteres ist in den einschlägigen Handbüchern der Syntax und Stilistik zu finden. 10 Auf umfängliche…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    mit sorgen er gap si in gotes phlege. Bemerkungen zum Text von Hartmanns "Erec' (v. 5309)

    Eberhard Nellmann
    …notdürftig geheilt durch die Salbe der Fee Famorgan, hat den Artushof wieder verlassen und hört im Wald die Klagerufe einer Frau. Er hilft Enite vom Pferd… …, befiehlt ihr, auf ihn zu warten und macht sich – nicht ohne Bedenken – auf den Weg in den rûhen walt (v. 5313). „Mit Sorgen empfahl er sie [sc. Enite] der… …Obhut Gottes“, heißt es in der Ambraser Handschrift, unserem einzigen Zeugen für die geschilderte Szene (vv. 5309 f.): mit sorgen er gab sy in gotes… …phlege, als sy der will lerte. Seit der ersten kritischen Ausgabe des Textes durch Moriz Haupt 1 liest man es allerdings anders. Nicht Erec macht sich… …si der wille lêrte. Haupt las also sorge statt sorgen, ergap statt er gap; die Präposition in fasste er als Personalpronomen auf. Spätere Editoren… …nahmen an der Syntax des „verbesserten“ Textes (jemanden der phlege Gottes ergeben) Anstoß 2 und griffen noch entschiedener als Haupt in die Überlieferung… …ein. Es heißt nun: ir sorge ergap si in gotes phlege. So schreibt zuerst Leitzmann; ihm folgen die neuen kritischen Ausgaben. 3 Der Vers meint jetzt… …überlieferter Text, der Erecs nicht unbegründete Sorge um Enite hervorhebt, überraschend einmütig für falsch erklärt wird? Schuld daran ist, soweit ich sehe… …, keineswegs Moriz Haupt, der ein vorzüglicher Philologe war. Haupt hat vielmehr die Ambraser Handschrift gar nicht selbst gesehen; „er 1 Erec. Eine Erzählung… …4, 1859, S. 185– 237, hier S. 218, der auch als erster die Konjektur ir sorge vorschlug. 3 Erec von Hartmann von Aue, hg. v. Albert Leitzmann, Halle…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Transformationen der Lyrik im 13. Jahrhundert. Rothenburger Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft, 30. September - 3. Oktober 2008

    Therese Manz
    …TAGUNGSBERICHT TRANSFORMATIONEN DER LYRIK IM 13. JAHRHUNDERT Rothenburger Colloquium der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft 30. September – 3… …der Forschung immer wieder diskutiert worden, wie sich die Lyrik des 13. Jahrhunderts vom vorhergehenden ‚klassischen' Minnesang unterscheidet und wo… …die Gründe für die Veränderungen zu suchen sind. Eine historische, auf das Historische aber nicht beschränkte Poetik und Pragmatik der Lyrik des 13… …. Jahrhunderts zu umreißen, war das Ziel der Tagung „Transformationen der Lyrik im 13. Jahrhundert“ der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft in Wildbad/Rothenburg… …. Zwar stand der Minnesang im Zentrum der Tagung, jedoch war es gerade die vergleichende Perspektive auf andere literarische und historische Kontexte, die… …in vielen Beiträgen neue Erkenntnisse beförderte. Sie ermöglichte es, die Diversität der Formen und Inhalte zu erschließen. Wenn es richtig ist, dass… …der höfische (‚klassische‘) Minnesang innerhalb der Regeln spielt, dagegen der spätmittelalterliche mit den Regeln selbst, musste es darauf ankommen… …Lyrik. Die Aufgaben und methodischen Schlussfolgerungen für die Rothenburger Lyrik-Tagung lagen damit auf der Hand. Zum einen musste es darum gehen, die… …typologische Vielfalt der Lyrik des 13. Jahrhunderts über Binnendifferenzierungen zu erarbeiten. Zum andern kam es darauf an, das Problem der Verbindlichkeit des… …Spiels mit der Tradition gattungsübergreifend in den Blick zu nehmen, ist doch die Frage nach dem Überschuss der Form nicht abschließend geklärt. Die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Wieland Eins: Muster und Konstituenten der Lehnwortbildung. Das Konfix-Konzept und seine Grenzen, Olms, Hildesheim, Zürich, New York 2008

    Johannes Erben
    …BUCHBESPRECHUNGEN Wieland Eins: Muster und Konstituenten der Lehnwortbildung. Das Konfix-Konzept und seine Grenzen, Olms, Hildesheim, Zürich, New… …mit einem aktuell gewordenen speziellen Problembereich der Wortbildungsforschung. Die immer intensiveren Sprachkontakte haben in vielen Lebensbereichen… …der Nehmersprache, wobei auch mit der „Morphematisierung fremdsprachlicher Lexemsegmente“ zu rechnen ist, Beispiel etwa „das aus Bibliothek gelöste… …der Sprachwissenschaft und auch der vorliegenden Arbeit. „Lehnwortbildungen weisen Besonderheiten auf“ (S. 1), dazu gehört vor allem, dass es… …„unselbständige, bedeutungstragende Lehnelemente“ (S. 23) gibt, also nicht wortfähige (gebundene) Grundmorpheme, die man mit der neuen Kategorie ‚Konfix‘ (< frz… …Begriffsfeldes der Affixe durch Konfix, zu einer uneinheitlichen Anwendung und zu einer „Ausweitung der Kategorie“ (S. 25) geführt, die z.T. sogar auch auf… …indigene Wortbildungseinheiten wie schwieger- oder stief- bezogen wird sowie auf Bestandteile hybrider Bildungen der Umgangssprache: Knasto-(loge) ‚jemand… …, der sich mit Gefängnissen auskennt‘. „Selbst in den Publikationen, in denen der Begriff vorbehaltlos übernommen wurde, unterscheiden sich die dem Konfix… …zugewiesenen Merkmale mitunter signifikant“ (S. 9). Vorliegende Arbeit versucht eine Klärung durch kritische Erörterung der variierenden Auffassungen, wobei der… …auf dem Gebiete der ‚Fremdwortbildung‘ 2 geführt hat. Am Ende gelangt der Verfasser zu „der Überzeugung, dass die Probleme bei der Ermittlung…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Stefan Müller: Zum Germanischen aus laryngaltheoretischer Sicht. Mit einer Einführung in die Grundlagen, Walter de Gruyter, Berlin, New York 2007 (Studia Linguistica Germanica, 88), XIV, 396 Seiten

    Paul Widmer
    …, New York 2007 (Studia Linguistica Germanica, 88), XIV, 396 Seiten Liest man in der germanistischen Literatur Bemerkungen wie „Neuerdings wird der… …ein dringendes Bedürfnis nach einer grundlegenden Darstellung der Verhältnisse rund um die Laryngaltheorie besteht. Diesen Mangel an Wissenstransfer aus… …der Indogermanistik in die Germanistik zu beheben, ist das Ziel von Stefan Müller in dem hier angezeigten Buch, das aus einer in Bonn entstandenen… …Dissertation hervorgegangen ist. Den Anfang bildet eine kurze, aber prägnante und informative Darstellung der Forschungsgeschichte, auf die das Kapitel zu den… …phonologischen Grundlagen der Laryngaltheorie anschließt. Dieses Kapitel zur Phonologie birgt eine Fülle von Informationen über das Indogermanische, und aus der… …Darstellung geht hervor, dass Müller in einer modernen Indogermanistik verwurzelt und in der Regel der aktuellen communis opinio verbunden ist. 2 Dies äußert… …sich auch darin, dass von drei Laryngalen ausgegangen wird, ein Ansatz, mit dem sich die Daten der Einzelsprachen bei maximaler Ökonomie gut vereinbaren… …lassen, und der beim derzeitigen Wissensstand kaum ernsthaft in Frage gestellt werden kann. Im Phonemsystem werden die Laryngale bezüglich ihrer… …Schallfülle zwischen den Sonoranten und den Obstruenten lokalisiert (S. 34). Das dritte Kapitel behandelt in der Folge zuerst Laryngalwandel auf phonologischer… …Ebene (S. 64–143), in dem die Entwicklung der Laryngale vom Indogermanischen zum Germanischen hin dargestellt wird. Hier finden sich auch so grundlegende…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2009

    Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch, hg., übers. und komm. v. Elisabeth Lienert, Reclam, Stuttgart 2007 (RUB 18508), 671 Seiten

    Jan Cölln
    …2007 (RUB 18508), 671 Seiten Zum Wiederbeginn volkssprachiger Literatur im 12. Jahrhundert spielen Alexanderdichtungen eine wesentliche Rolle bei der… …zu erzählgeschichtlich bedeutenden Zeugnissen der deutschen Literatur. Über den Autor der ältesten Alexanderdichtung wissen wir so gut wie nichts… …, außer, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach derselbe geistliche Gelehrte ist, der im Moselfränkischen auch eine Tobiasdichtung verfasst hat. Seinen… …„Alexander“ besitzen wir nicht, aber drei nach dem Aufbewahrungsort der Handschriften benannte, in Wortlaut und Textbestand stark differierende Fassungen, die… …Werken sprechen muss. Die Autorangabe Pfaffe Lambrecht für beide hier edierten Texte, den „Vorauer Alexander“ – die Fassung, die der Dichtung des Autors am… …Glück, dass beide Werke von einer in der Editionspraxis anerkanntermaßen erfahrenen Expertin nun erstmals im verdienstvollen Format der zweisprachigen… …Alexander“: S. 53–153; „Straßburger Alexander“: S. 155–553). Sie gibt in der umfangreichen „Einführung“ (S. 7–52; zur „Textgestalt“ bes. S. 33–51), in einem… …Schriftlichkeit im hohen Mittelalter, 2. Aufl., Tübingen 1994 (Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit, hg. v. Joachim… …ausführlich und nachvollziehbar Auskunft. Die Übersetzung ist textnah und soll zum Verständnis der sprachlich zum Teil nicht ganz einfachen mittelhochdeutschen… …Werke hinführen, bleibt aber dennoch auch lesbar für Interessenten, die des Mittelhochdeutschen (noch) nicht mächtig sind. Der Stellenkommentar stellt dem…
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