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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Psychoanalyse, Historische Emotionsforschung, Literaturwissenschaft: ein schwieriges Verhältnis. Überlegungen eines Mediävisten

    Rüdiger Schnell
    …ein historischer Zugang zum Gegenstand der Psychologie erst in den 1980er Jahren etabliert zu haben. Gerd Jüttemann spricht 1988 (1994) im Blick auf die… …, S. 264 f., setzt die Anfänge dieser Forschungsrichtung in die 1980er Jahre. Emotionsforschung scheint auch in der Medizin erst spät zum… …Forschungsgegenstand avanciert zu sein. Im September 2007 tagte an der Fachhochschule Potsdam zum dritten Mal die „Wissenschaftliche Summer School“ der Deutschen… …Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG). Dort konstatierte der klinische Psychologe Cord Benecke (Universität Innsbruck), die klinische Emotionsforschung stehe noch… …ziemlich am Anfang (Potsdamer Neueste Nachrichten vom 19. 09. 2007 unter der Rubrik „Potsdam-Campus“). Die Psychoanalyse als mögliche Pionierin kommt… …entschieden von der angeblich ahistorisch-biologistisch verfahrenden Psychoanalyse ab. 4 Zugleich verweist sie auf zahlreiche Vorläufer und Wegbereiter aus der… …betrachteten (Karl Lamprecht, Norbert Elias, u.a.). 5 Außerdem sieht sich die Historische Psychologie in der Traditionslinie der französischen… …Mentalitätsgeschichte, wie sie von Marc Bloch und Lucien Febvre schon ca. 1930/40 angestoßen wurde. Dieser Richtung schwebte eine Geschichte der kollektiven Mentalitäten… …vor, in der – im Unterschied zur Ereignisgeschichte – die vielfältige wechselseitige Durchdringung sozialer, religiöser, psychischer und geistiger… …Prozesse ihren Platz finden sollte (Ziel einer histoire totale). Demnach ist das einzelne Individuum nur im Zusammenhang der jeweiligen gesellschaftlichen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Über die Bedeutung des Wortes pulleohti im deutschen Abrogans

    Lorenzo Lozzi Gallo
    …MISZELLE ÜBER DIE BEDEUTUNG DES WORTES PULLEOHTI IM DEUTSCHEN ABROGANS von Lorenzo L o z z i G a l l o , Bari 1. Problematik Der Abrogans muss hier… …‚apulisch‘ von pullohti übernommen hat, 3 ist diese Ansicht schon seit längerem fraglich geworden; 4 meiner Meinung nach ist es an der Zeit, sie vollständig zu… …verwerfen. Ich hoffe hier zu zeigen, dass der gängige Bedeutungsansatz ‚apulisch‘ höchst unwahrscheinlich ist und durch einen anderen ersetzt werden muss. 2… …Bernhard Bischoff: Die „Abrogans“-Handschrift der Stiftsbibliothek St. Gallen. Das älteste deutsche Buch. II. Kommentar und Transkription, St. Gallen 1977… …Wortschatz oder Wörterbuch der althochdeutschen Sprache. Etymologisch und grammatisch bearbeitet von Hans Ferdinand Massmann, Band III, Darmstadt 1963)… …. Adjektivbildungen auf der Basis von Eigennamen in der älteren Überlieferung des Deutschen, Göttingen 1996 (Studien zum Althochdeutschen 31), S. 206–207, erwähnt den… …Handschrift des 6./7. Jahrhunderts, mit den Synodenakten Galliens, wird in der Liste der Teilnehmer der Synode von Arles (314) ein Bischoff namens Pardus oder… …Pandus erwähnt, der aus Pulia stammen sollte: Pandus (v. l. Pardus) episcopus Criscens diaconus de ciuitate Alpensium prouincia Pulia. 9 Woher der Bischof… …der –li̯, hier wird speziell Puglia als Beispiel zitiert), S. 479 (§ 342, Diskretion des Artikels – als z.B. in La Magna für Alamagna „Alamannien… …, apulischem Salento). 9 In der Hs. Paris, Bibliothèque Nationale de France lat. 12097, die die Konzilien in Gallien beinhaltet, hrsg. von Charles Munier…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Jan-Dirk Müller: Mediävistische Kulturwissenschaft. Ausgewählte Studien

    Stefan Seeber
    …BUCHBESPRECHUGNEN Jan-Dirk Müller: Mediävistische Kulturwissenschaft. Ausgewählte Studien, de Gruyter, Berlin, New York 2010, VIII und 308 Seiten Der… …die „Nibelungenlied“-Analyse hat sich als prägender Meilenstein der mediävistischen kulturwissenschaftlichen Forschung erwiesen, 1 das um „Erzählkerne“… …aufgebaute „Kompromisse“-Buch setzt ähnliche Maßstäbe. 2 Mit den „ausgewählten Studien“ legt Müller nun eine Art komplementäres drittes Buch vor, das in der… …neuen Auflage kleinerer Arbeiten in zweierlei Hinsicht die Lücke zwischen den anderen Bänden schließen soll: zum einen, indem der Fokus der Betrachtung… …auf andere Gattungen (bei aller Problematik des Terminus, der auch Gegenstand der Überlegungen ist) ausgeweitet wird, zum anderen dadurch, dass die… …Autor im Vorwort (S. V) angenommen, als bereits verblassendes Phänomen, seine Aktualität wird vielmehr durch einen der wichtigsten Impulsgeber in der… …„Narrenschiff“) des Faches einverleibt erscheinen. Ich möchte stattdessen den roten Faden der neuen Zusammenstellung nachvollziehen, denn Müller strebt mit seinem… …Buch an, eine „vorläufige Bilanz“ (S. V) des kulturwissenschaftlichen Paradigmas zu ziehen. Der Band ist in drei Sektionen untergliedert, die je fünf bzw… …Kulturwissenschaft“ (1999), die den Rahmen des Dargebotenen skizzieren: Die Rolle der Germanistik in einer neuen kulturwissenschaftlichen Ausrichtung der… …Geisteswissenschaften ist nicht hinter den Spezifizierungen der Grenzen des Faches zu suchen, die Transdiziplinarität des Ansatzes kann nur auf der Basis vollwertig 1 Vgl…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Jürgen Wolf: Buch und Text. Literatur- und kulturhistorische Untersuchungen zur volkssprachigen Schriftlichkeit im 12. und 13. Jahrhundert

    Christoph Fasbender
    …. Jahrhundert, Niemeyer, Tübingen 2008 (Hermaea 115), X und 482 Seiten Die Geschichte der volkssprachigen Schriftlichkeit von ihren Anfängen bis ins ausgehende 13… …angenommen. Das Genus Habilitationsschrift kam der 8 Zu denken wäre an die Auseinandersetzung mit Ebenbauer, die etwa Müllers Beitrag zur Gedenkschrift… …u. Armin Schulz, Tübingen 2001. 431 Buchbesprechungen Absicht, einmal alles aus der Vogelschau zu präsentieren, entgegen. Auch der fachgeschichtliche… …Zeitpunkt schien günstig, versprach doch die von der ‚Neuen Philologie‘ hervorgerufene Fokussierung von Handschriften oder Handschriftengruppen einiges… …Verwertbare. Herausgekommen ist, soviel vorweg, ein gut gegliedertes, gut ausgestattetes und gut lesbares, dabei weit ausgreifendes Buch über Innovationen der… …Forschungsgeschichte gerät hier in den Blick: Lachmann, Burdach und das Wolf bestens vertraute Handschriftenarchiv der Berliner Akademie, „New Philology“, die Semiotiker… …der Buchgeschichte und die quantitative Methode, deren immer neue Berechnungsvorschläge auch Wolf, dessen Datenbasis die „Marburger Repertorien“… …darstellen, nicht begeistern (S. 22 f.). Einen ersten Akzent setzt der Abschnitt über die lateinische Schriftkultur, in der Wolf zu Recht die Basis der… …Feld für die volkssprachige Schriftkultur bereiten.“ (S. 45). Dies wird, wie sich zeigen soll, der Cantus firmus der Studie bleiben. Ein erstes… …Großkapitel ist mit „Manuskriptkultur“ überschrieben. Es gibt eingangs eine nützliche Typologie für eine Bestimmung der Anteile in gemischtsprachigen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Frank Bezner: Vela Veritatis. Hermeneutik, Wissen und Sprache in der "Intellectual History' des 12. Jahrhunderts

    Jens Pfeiffer
    …Buchbesprechungen Frank Bezner: Vela Veritatis. Hermeneutik, Wissen und Sprache in der ‚Intellectual History‘ des 12. Jahrhunderts, Brill, Leiden… …erschienene Freiburger Dissertation ist ein gewichtiges Werk: gewichtig zum einen (wie jeder, der das Buch nur beiläufig in die Hand nimmt, gleich feststellen… …wird) aufgrund seines mit beinahe 700 Seiten selbst für die Verhältnisse der schreibfreudigen Philologien beträchtlichen Umfangs; gewichtig vor allem aber… …wegen der in dieser Ausführlichkeit bislang nicht versuchten grundsätzlichen Überlegungen zum Text- und Verstehensbegriff des 12. Jahrhunderts. 4 Christa… …Flüchtigkeiten stören die Lektüre; etwa S. 51 (Übersetzung): „Wissenschaftler“] Wissenschaften; S. 69: „Das Libellus“] Der L.; S. 84: „Jahrhundert“] Jahrhunderts… …(Frank Bezner ist mittlerweiler Assistant Professor of Classics and Comparative Literature in Berkely) nicht mehr erfasst, als eben die Schreibsprache der… …behandelten Autoren, unter denen – ich bin mir der Problematik solch vereindeutigender Zuordnungen bewusst – Philosophen und Theologen ebenso zu finden sind wie… …Naturwissenschaftler und Literaturtheoretiker. Von all diesen dürften nicht viele zum täglichen Umgang derer gehören, die sich vor allem mit der deutschen oder einer… …Mediävisten gleich welcher Couleur ebenso bekannt wie Bernhard von Clairvaux, der zusammen mit seinem Adlatus Wilhelm von St. Thierry an verschiedenen Stellen… …des Buches als der prominenteste Gegner einer ‚rationalen‘ Theologie auftaucht. Auch Wilhelm von Conches, dessen physikalischen Theorien, genauer: den…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Germania Litteraria Mediaevalis Francigena (GLMF). Handbuch der deutschen und niederländischen mittelalterlichen Sprache, Formen, Motive, Stoffe und

    Ursula Peters
    …Buchbesprechungen Germania Litteraria Mediaevalis Francigena (GLMF). Handbuch der deutschen und niederländischen mittelalterlichen Sprache, Formen… …Band hat ein gewichtiges mediävistisches Großunternehmen seine erste Gestalt gewonnen: ein „Handbuch der deutschen und niederländischen mittelalterlichen… …Sprache, Formen, Motive, Stoffe und Werke französischer Herkunft (1100–1300)“, das der Niederlandist Geert H. M. Claassens und die Germanisten Fritz Peter… …Knapp und René Pérennec in insgesamt acht Bänden unter dem Titel „Germania Litteraria Mediaevalis Francigena (GLMF) konzipiert haben. Dass mit der… …Erschließung und Dokumentation der von 1100 bis 1300 so reichen literarischen Ausstrahlung Frankreichs auf die angrenzenden germanischen Sprachlandschaften nicht… …der Forschung eine Reihe neuer Wege eröffnet werden, steht außer Frage. Denn dieses Handbuch wird ja nicht nur die nach Joachim Bumkes Überblick über… …Mittelalter liefern und damit die germanistische Erforschung einer Reihe von Texten auf eine neue Basis stellen. Es wird zugleich mit der Erschließung des… …französischen Einflusses in der niederländischen Literatur die beiden ‚germanischen‘ Litera- 1 Joachim Bumke, Die romanisch-deutschen Literaturbeziehungen im… …Medioniederlandistik und Altgermanistik voranbringen und damit eine Vielzahl von neuen Fragen im Bereich der Literaturlandschaft des Rhein- Maas-Gebiets im Mittelalter… …eröffnen. 2 Für das Gesamtunternehmen des Handbuchs, das für den Zeitraum 1100 bis 1300 „die enorme Ausstrahlungskraft der Kultur Frankreichs dokumentieren“…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Hans Wellmann: Deutsche Grammatik. Laut. Wort. Satz. Text.

    Norbert Richard Wolf
    …betont Hans Wellmann, dass er das ‚Wort‘ für die zentrale sprachliche Einheit halte. Schon am Anfang der „Einleitung“ heißt es: Die Grammatik „basiert auf… …dem Wortschatz der Standardsprache von heute“ (S. 15). Etwas später lesen wird dann: „Die Grammatik unserer Sprache wird tatsächlich weit mehr, als… …Theoretiker der Syntax mit Harris (1951), Chomsky (1957) u.a. annehmen, durch die Grammatik der Wörter gesteuert und durch ihre Semantik, d.h. die semantisch… …seine Elemente und Komplemente“ (S. 19) und das zweite mit „Funktionsklassen der Wortarten“ (S. 63) überschrieben ist. Auf S. 60 finden wir dann unter der… …Informationen das Wörterbuch enthält. ad 2: Der erste Satz der „Einleitung“ lautet „Diese Grammatik ist für das Studium der deutschen Sprache gedacht“, worauf der… …Hinweis folgt: „Lehrerfahrungen aus der Vorbereitung auf das zentrale Examen in Bayern und aus der 454 Buchbesprechungen Lehre im Ausland fließen ein und… …bestimmen den Rahmen, die Schwerpunkte und Art der Darstellung mit.“ (S. 15) In der Tat, wir haben eine besondere Grammatik vor uns: Das ganze Buch ist leicht… …kommen nur sehr selten vor. So fällt im Kapitel „Funktionsklassen der Wortarten“ (S. 63) die Klasse „Adnomen“ auf, die in Anlehnung an ‚Adverbien‘ geprägt… …‚echten‘ Texten und nicht selbstkonstruierten Beispielen vermittelt. Wellmann scheint die Grice’schen Maximen der Modalität und der Quantität geradezu… …. Diphthonge und Affrikaten werden ohne Diskussion monophonematisch gewertet, Phonotaktik als Syntax der Phoneme wird nicht behandelt. Bei den Graphemen werden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Uli Ring: Substantivderivation in der Urkundensprache des 13. Jahrhunderts. Eine historisch-synchrone Untersuchung anhand der ältesten

    Klaus-Peter Wegera
    …Buchbesprechungen Uli Ring: Substantivderivation in der Urkundensprache des 13. Jahrhunderts. Eine historisch-synchrone Untersuchung anhand der… …ist aus einem von Peter O. Müller und Horst Haider Munske geleiteten DFG-Projekt „Wortbildung in der deutschen Urkundensprache des 13. Jahrhunderts“… …hervorgegangen. Einen Band zur Adjektivderivation aus dem gleichen Projekt dürfen wir noch erwarten. Dass das Erlanger Projekt parallel zu der ebenfalls durch die… …DFG geförderten Erarbeitung der mhd. Wortbildung in Rahmen der neuen Mhd. Grammatik1 verläuft, ist nicht ganz zufällig; bereits sehr früh in der… …Planungsphase waren die zu erwartenden Ergebnisse (auch) als Ergänzung zu der entstehenden Grammatik gedacht. Durch die Konzentration auf eine Textsorte… …(Urkunden), die im Rahmen der neuen Grammatik nur eine untergeordnete Rolle spielt und nur in sehr geringen Umfang als Basis dient, kann die Dissertation als… …vertiefende Studie zu einem begrenzten Bereich dieser Grammatik dienen. Mit der Textsortenwahl ist zugleich der Ausschnitt definiert: Überlieferungsbedingt… …für die Analysen der Suffix-Derivation zugrunde liegt. Bedauerlich – aber forschungspragmatisch wohl gut begründbar – ist der Verzicht auf die… …Präfix-Derivation. Die (Umfangs-)Berechnung des Materials nach Zeilen trägt der Tatsache der sehr unterschiedlichen Länge der Urkunden Rechnung. Das Verfahren… …Anzahl der Wortformen (tokens) gewesen – ein Verfahren, das inzwischen zum weit verbreiteten Standard gehört. Die Makrostruktur des Bandes folgt dem…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Svetlana Petrova: Die Interaktion von Tempus und Modus. Studien zur Entwicklungsgeschichte des deutschen Konjunktivs

    Richard Schrodt
    …subjektive Stellungnahme des Sprechers zum Aussageinhalt, der Konjunktiv als Signal der eingeschränkten Gültigkeit des Ausgesagten definiert. Demgegenüber… …, strukturellen Grundwert des Konjunktivs in der langue; die fast beliebig große Zahl von semantischen Funktionen sind Nutzwerte in der parole, gesteuert durch… …psychologische und außersprachliche Faktoren mit soziolinguistisch beschreibbarer und stilistischer Funktion. Demnach besteht der Grundwert des Konjunktivs… …logisch-semantisch in der Verhinderung (Zurückhaltung) eines Urteils, formal-morphologisch ausgedrückt durch die fehlende Tempusgliederung (Teilaktualisierung), durch… …welche erst die Fixierung der Aussage in der Relation zur Sprecherorigo (Bühler) erfolgt. Diese fehlende Tempusgliederung ist es auch, welche einen… …erklärenden Ansatz für synchronisches Funktionieren und diachronische Entwicklung der Modusformen erlaubt: Alle teilaktualisierten Flexionskategorien wirken in… …bezeichnen (zB. vollaktualisierte Matrixsatzprädikate) oder die semantische Funktion der Einbettung festlegen (z.B. Subjunktionen), zusammenwirken. In einem… …anspruchsvolles Programm gerade bei Korpussprachen nicht immer vollständig durchgeführt werden kann, versteht sich von selbst. Aber der theoretische Ansatz muss… …Schema von Guillaume/Wunderli, das sich formal an der Morphologie des Französischen und damit im Wesentlichen dem indogermanischen Sprachbau orientiert… …, unterscheidet Petrova durch konsequente Anwendung des Prinzips der binären Oppositionen nach der Prager Schule zwischen Korrelation, Tempus (im engeren Sinn) und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2011

    Stefan Rabanus: Morphologisches Minimum. Distinktionen und Synkretismen im Minimalsatz hochdeutscher Dialekte

    Robert Möller
    …deutschen Reichs“ aus dem späten 19. Jahrhundert im Vergleich mit den Daten der ca. 100 Jahre jüngeren Regionalatlanten für eine umfassende empirische Analyse… …morphologischen Wandels genutzt. Es geht darum, die Entwicklung von Distinktionen und Synkretismen in der Verbal- und Pronominalflexion im Einzelnen zu erfassen und… …dessen Argumente in pronominaler Realisierung). Die Arbeit besticht von Anfang an durch Klarheit und Geradlinigkeit der Darstellung und eine enge… …Verbindung von theoretischem und empirischem Zugriff. Zunächst wird kurz das zugrundegelegte allgemeine Konzept von Sprachwandel dargelegt, das der Auffassung… …von Keller1 entspricht: Sprachwandel ergibt sich aus übereinstimmenden Abweichungen einer großen Zahl individueller Sprecher von der Norm, deren… …„Sprachdynamik und permanenter Sprachwandel liegen also darin begründet, dass Sprecher in Anpassung an die Veränderungen der Umweltbedingungen immer wieder andere… …, dass Sprachwandel zur Ersetzung von markierten Einheiten durch unmarkierte tendiert, und dass – aus der Sicht der Natürlichen Morphologie – Wandel von… …Synkretismen in der Verbal- und Pronominalmorphologie im Wandel ‚des‘ Deutschen vom Althochdeutschen bis zum Neuhochdeutschen betrachtet, was angesichts der… …dabei hintanzustellen- 1 Rudi Keller: Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache. 2. überarb. und erw. Aufl. Tübingen/Basel 1994. (u. ö) 464… …Buchbesprechungen den Breite der Variation in den historischen Sprachstufen (vgl. den berechtigten Vorbehalt S. 60) wohl vor allem als Hintergrund und Hinführung zum…
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