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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Queer Studies in der Mediävistik. Anspruch und Wirklichkeit - Teil 1

    Rüdiger Schnell
    …DISKUSSION QUEER STUDIES IN DER MEDIÄVISTIK. ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT von Rüdiger S c h n e l l , Basel/Tübingen (Teil 1) „Während der queer turn in… …der nordamerikanischen Mediävistik längst vollzogen wurde, übt sich die deutsche Mediävistik immer noch in Zurückhaltung. Dabei tut die perspektivische… …Korrektur, die Entideologisierung des hermeneutischen Blicks auch hierzulande Not. Ideologisch ist ja nicht eine Forschungsrichtung, die die Prämissen der… …Heteronormativität in Frage stellt, sondern eine solche, die sie in der Lektüre fraglos reproduziert. Die Notwendigkeit des queer turn ist eine Frage nicht nur der… …politischen, sondern auch der akademischen correctness, sie ist ein Gebot der wissenschaftlichen Integrität“. 1 Deshalb mahnt Andreas Kraß nun „die… …heteronormativitätskritische Erweiterung des [mediävistischen, R. S.] Forschungshorizonts“ an. 2 Damit fordert Kraß political correctness gegenüber ‚der‘ politischen queer… …Bewegung ein und im gleichen Atemzug die akademische Anerkennung und Rezeption ‚des‘ wissenschaftlichen queer Ansatzes. In dieser Parallelisierung der… …kritischen Sicht zu unterziehen. Denn sie müssen sofort mit dem Vorwurf rechnen, sie ließen es am nötigen Respekt gegenüber den politischen Bemühungen der… …queer Bewegung(en) fehlen. Erschwerend kommt hinzu, dass aus zahlreichen queeren Studien ein starkes persönliches Engagement der jeweiligen… …Geschichte und Konzept der queer theory macht klar, wie viele ‚Köche‘ bei deren Produktion beteiligt waren und weshalb es so schwierig ist zu fassen, was queer…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Caroline Emmelius: Gesellige Ordnung. Literarische Konzeptionen von geselliger Kommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit

    Anja Becker
    …Gruyter, Berlin, New York 2010 (Frühe Neuzeit 139), 425 Seiten. Die Göttinger Dissertation führt zwei aktuelle Forschungsstränge der Mediävistik zusammen… …den programmatischen Begriff der geselligen Ordnung verknüpft, welcher die beiden Aspekte der Geselligkeit, die Interaktion auf sozialer sowie… …kommunikativer Ebene, anspricht. Ausgangspunkt der Studie ist eine Grundparadoxie geselliger Gruppenkontakte: Während die Voraussetzung für die Konstitution von… …Geselligkeit in der Gleichrangigkeit der Teilnehmer begründet liegt, benötigt sie als stabile soziale Form – oder auch als ‚Institution‘ – zugleich eine… …ordnungsgebende Struktur, die die Verstetigung der Interaktion und damit ihre – wenn auch nur temporäre – Stabilität in der Zeit sichern helfen kann. Indem diese… …Ordnungsstruktur als hierarchische praktiziert wird, tritt sie in Konkurrenz zur Konzeption der Gleichrangigkeit und hebt diese partiell wieder auf. (S. 50) Diese… …Muster geselliger Ordnungen – und das ist die Hauptthese – seien bereits in der höfischen Literatur des Mittelalters auffindbar. Gegen die gängige… …Forschungsmeinung, in der Renaissance sei eine neue Konversationsund Geselligkeitskultur gleichsam aus dem Nichts entstanden1 , verweist die Autorin auf literarische… …und soziale Kontinuitäten, auf denen das sog. ‚Zeitalter der Konversation‘ aufruhe. Literarische Inszenierungen von geselligen Gesprächen werden in der… …einem methodischen Zweischritt vor: Zunächst wird nach Mechanismen der Etablierung, Stabilisierung und Verstetigung der sozialen Ordnung gefragt, dann…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Hanna Sofia Hayduk: Rechtsidee und Bild. Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in Rechtsbüchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert

    Henrike Manuwald
    …Buchbesprechungen Hanna Sofia Hayduk: Rechtsidee und Bild. Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in Rechtsbüchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert… …, Reichert Verlag, Wiesbaden 2011. VIII und 252 Seiten, 112 Tafeln (115 Abb.). Anders als es der Titel vermuten lässt, ist das aus einer Tübinger Dissertation… …. Einleitung: S. 1–11) erfolgt im ersten Hauptteil eine Neuinterpretation des Bildprogramms dieser Handschrift (II. Behem-Kodex: S. 13–95). Der zweite Hauptteil… …befasst sich mit bebilderten Rechtsbüchern im Allgemeinen (III. Illustrierte Rechtsbücher: S. 97–199), wobei die Leitlinien der Untersuchung vom… …„Behem-Kodex“ abgeleitet sind; es soll ausdrücklich nicht um „einen lückenlosen Überblick über die Geschichte der Rechtsbuchillustration“ (S. 8) gehen. Die… …. 207–251) 2 und einem umfangreichen Tafelteil, der Abbildungen in hervorragender Qualität bietet (Tafel 1–112: Abb. 1–115). Der „Behem-Kodex“, benannt nach… …dem Krakauer Stadtschreiber Balthasar Behem, der die Handschrift 1505 dem Rat der Stadt schenkte, ist stadtrechtlichen Texten gewidmet: Er enthält… …restlichen Miniaturen jedoch ursprünglich nicht von Text umgeben waren. 3 Wie Hayduk ausführt (S. 2f.), standen bei der Erforschung dieser deutschsprachigen… …Stil der Miniaturen wegzukommen, werden in Kap. II zunächst die Texte charakterisiert und die Per- 1 Dem Vorwort ist zu entnehmen, dass die… …interdisziplinär angelegte Dissertation von zwei Kunsthistorikern begutachtet wurde. 2 Das Handschriftenregister („Register der Rechtsbücher“, S. 248–251) ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Dorothee Ader: Prosaversionen höfischer Epen in Text und Bild. Zur Rezeption des "Tristrant' im 15. und 16. Jahrhundert

    Monika Schausten
    …Eilharts Tristrant im 15. und 16. Jahrhundert ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Sie gilt damit demjenigen höfischen Roman, dessen je verschiedene… …Prosaauflösungen in der frühen Neuzeit am häufigsten gedruckt worden sind, liegen doch nicht weniger als 11 selbständige Inkunabeln und Drucke aus Augsburg, Worms… …, Straßburg und Frankfurt vor. Wenngleich diese Anzahl der Textzeugen nicht mit den deutlich häufiger gedruckten zeitgenössischen Romanen wie Melusine oder… …Amadis konkurrieren kann, so deutet die „kontinuierliche Neuauflage“ des Tristrant in den ersten 150 Jahren der Druckgeschichte aus Sicht der Verfasserin… …doch auf einen „kleinen, aber konstanten Abnehmerkreis“ (S. 8), dessen je spezifische soziale Zusammensetzung jedoch, dies die These der Arbeit, im… …Hinblick auf jeden einzelnen der Drucke variiere. Dass bezüglich des Publikums gerade keine „lineare Entwicklung der gedruckten Prosahistorien zum… …. Zudem müsste man prüfen, ob deren vermehrtes Auftreten vor allem mit sich wandelnden thematischen Schwerpunktsetzungen bei der Rechtsillustration oder… …eher mit sich verändernden Darstellungskonventionen für abstrakte Konzepte zu tun hat. 20 So gibt es etwa im Bildprogramm der Brüsseler… …Tristan-Handschrift (Brüssel, Königl. Bibl., ms. 14697) Ansätze zur Darstellung eines Ständepanoramas. Vgl. dazu Lieselotte E. Saurma-Jeltsch: Der Brüsseler Tristan… …an der Justus-Liebig-Universität Gießen, hg. v. Xenia von Ertzdorff, Amsterdam/Atlanta (GA) 1999, S. 247–301. 463 Buchbesprechungen detaillierte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Matthias Teichert: Von der Heldensage zum Heroenmythos. Vergleichende Studien zur Mythisierung der nordischen Nibelungensage im 13. und 19. / 20

    Joachim Heinzle
    …Buchbesprechungen Matthias Teichert: Von der Heldensage zum Heroenmythos. Vergleichende Studien zur Mythisierung der nordischen Nibelungensage im 13… …. und 19./20. Jahrhundert, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2008 (Skandinavistische Arbeiten, Bd. 24), 414 Seiten. Thema der vorliegenden Arbeit –… …einer Tübinger skandinavistischen Dissertation von 2006 – ist das Verhältnis von Mythos und Heldensage, wie es sich in der nordischen… …Nibelungen-Überlieferung des Mittelalters und deren Rezeption in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts darstellt. Mit den Stichworten Mythos und Heldensage… …ist ein Arbeitsfeld bezeichnet, auf dem in letzter Zeit viel geschehen ist. Als besonders fruchtbar hat sich dabei ein Mythos-Begriff erwiesen, der auf… …die Funktion traditioneller Erzählungen als Orientierungswissen abhebt. So haben der Altphilologe Walter Burkert und der Ägyptologe Jan Assmann, bei… …jeweils eigener Akzentsetzung, mit Hilfe dieses Konzepts die Überlieferungen der alten Hochkulturen in Ägypten, Israel und Griechenland unserem Verständnis… …neu erschlossen. 1 Heldensage – traditionelle Erzählungen von bewegenden Ereignissen der Vergangenheit, die aus den Taten außerordentlicher Menschen… …erwachsen – lässt sich in diesem Erklärungsrahmen als spezifische Form des Mythos verstehen, die aus der Erinnerung an historisches Geschehen erwachsen ist –… …Konzept, das sich gerade auch für das Verständnis der germanisch-deutschen Heldensage als hilfreich erwiesen hat 3 , nicht die Rede; die grundlegenden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Ruth Kunz/Maria Vòllono, "Nordwörter' und "Südwörter' im Saar-Mosel-Raum. Alte Wortschichten in Toponymen eines exemplarischen Interferenzraums

    Rudolf Post
    …Interferenzraums, Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung e.V., Saarbrücken 2009 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische… …Landesgeschichte und Volksforschung 42), X und 551 Seiten. Die vorliegende Arbeit präsentiert Ergebnisse des an der Universität des Saarlandes durchgeführten… …Saar-Mosel-Raumes innerhalb der Westgermania.“ Es handelt sich hierbei um eine wort- und namensgeographische Studie zur Aufhellung sprach- und… …siedlungsgeschichtlicher Gegebenheiten in einem Kontaktraum zwischen Germanisch und Romanisch einerseits und nördlichen wie südlichen Sprachräumen der Germania andererseits… …an dieser Studie ist ihr kombinierend historisch-geographischer Ansatz, der anhand einer großen Datenfülle in größtmöglicher historischer Tiefe und in… …Lokalisierbarkeit und ihrer relativ hohen Frequenz aussagekräftige zeitliche Schichtungen und räumliche Verbreitungen erkennen lassen. Als Materialbasis der… …Untersuchungen diente das seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts unter der Leitung von Wolfgang Haubrichs an der Universität des Saarlandes aufgebaute… …. Ausgehend von diesem Datenbestand, der über eigens konfigurierte Datenbankabfragen genutzt werden konnte, wie auch der Hinzuziehung einer Fülle von… …namenkundlichen und sprachhistorischen Arbeiten wurde für diese Monographie ein Corpus herausgearbeitet, das zur Aufklärung der oben genannten Frage geeignet… …erschien. Gemäß der Zielsetzung der Arbeit, nämlich den Zusammenhang des untersuchten Gebietes mit dem Norden bzw. Süden der Westgermania herauszuarbeiten…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2012

    Liste eingesandter Bücher

    …LISTE EINGESANDTER BÜCHER Die Begegnung der drei Lebenden und der drei Toten. Eine Edition nach der maasländischen und der ripuarischen Überlieferung… …, hg. v. Helmut Tervooren und Johannes Spicker, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2011 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 47). Heinrich… …Wittenwiler: Der Ring, Nach der Münchener Hs. hrsg., übers. und erl. von Werner Röcke. Unter Mitarb. von Annika Goldenbaum. Mit einem Abdr. des Textes nach… …Quellen 8). Dimpel, Michael: Die Zofe im Fokus. Perspektivierung und Sympathiesteuerung durch Nebenfiguren vom Typus der Confidente in der höfischen Epik… …. Oktober 2006, Saarbrücken 2006 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung 43). Jaeger, Stephen C.: Enchantment… …. On Charisma and the Sublime in the Arts of the West, University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2012. Knapp, Fritz Peter: Grundlagen der… …zur Geschichte von Wort und Konzept ‚bekehren‘, insbesondere in der deutschen Sprache des Mittelalters, Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 2012… …. Siller, Max (Hg.): Kaspar Goldwurm Athesinus (1524–1559). Zur 450. Wiederkehr seines Todesjahres. Akten des 6. Symposiums der Sterzinger Osterspiele…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Inhaltsverzeichnis/Impressum

    …............................................................................. 211 Antje Wessels: „Daphnisches Unternehmen“ – über das Verhältnis von Kunst und Politik in den Debatten der 60er Jahre und bei Günter Kunert… …Schrift bei Peter Handke – Beobachtungen zur Genese des erzählerischen Werks anhand der Reisetagebücher 1975–1990… …: Der poetische Text als Bildkritik (Stefan Greif) ....................................................................... 306 Jörg Kreienbrock: Kleiner… …00 85-275 Berliner Bank AG BLZ 100 708 48 Kto.-Nr.: 512 203 101 IBAN: DE 31 1007 0848 0512 2031 01 BIC(SWIFT): DEUTDEDB110 Bezugsbedingungen: Der… …. Manuskripte: Auch als Bernhard Fischer / Norbert Oellers (Hg.) Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe 2011, 204 S., € (D) 49,80, ISBN 978-3 503-12255-4… …Beiheft 14 zur Zeitschrift für deutsche Philologie Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe wurde 2009 erstmalig nach den Prinzipien einer… …historisch-kritischen Edition veröffentlicht. Auf einem aus diesem Anlass im Oktober 2009 in Weimar veranstalteten Symposion gelang es, nicht wenige Missverständnisse der… …der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor dem Verlag das ausschließliche Verlagsrecht und das Recht zur Herstellung von Sonderdrucken für die… …Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts. Eingeschlossen sind auch die Befugnis zur Einspeicherung in Datenbanken, der Verbreitung auf elektronischem Wege… …urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlages. Das gilt…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Hohe Kunst und Zeitungswaren

    Christian Meierhofer
    …M e i e r h o f e r , Bonn Der Beitrag untersucht die beiden journalistischen Projekte Kleists, den „Phöbus“ und die „Berliner Abendblätter“, in Bezug… …Verschiedenartigkeit der bedienten Gattungsmuster bezwecken nicht nur eine vordergründige Unterhaltung beim Lesen, sondern auch die kritische Reflexion… …beiden Periodika geworfen werden, der die publizistischen Kontexte um 1800, aber auch weiter zurückreichende Traditionslinien der Nachrichtenprosa… …berücksichtigt. Das scheint notwendig, weil das von Kleist explizit formulierte Ziel, „das Volk von dem zu unterrichten, was in der Welt vorfällt“ 4 , nicht… …Verfahren und Absichten der Beiträge zu erklären. Es lassen sich grundlegende Diskrepanzen zwischen augenscheinlicher Schreibintention und textueller… …wird wohl den ganzen Vorrat seiner Tätigkeit brauchen, um die Sonnenpferde zu füttern.“ 6 Die Lakonik, mit der hier Goethe Anfang 1808 den soeben von… …Monatsschrift mit ausreichender Materialfülle zu betreiben, zum anderen die notwendige Qualität der gesammelten Beiträge, um im Wettbewerb mit anderen Journalen… …zu bestehen. 7 In der Tat ist die zeitgenössi- 2 Michael Rohrwasser: Eine Bombenpost. Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben, in… …: Heinrich von Kleist, hg. v. Heinz Ludwig Arnold, Text + Kritik Sonderband 1993, S. 151–162, hier: S. 151. 3 Klaus Dieter Zimmermann: Kleists „Der neuere… …(glücklichere) Werther“, in: Ebd., S. 163–169, hier: S. 163. 4 Heinrich von Kleist: Lehrbuch der französischen Journalistik, in: Ders.: Sämtliche Werke und Briefe…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2012

    Zur Dynamik von Gerüchten bei Heinrich von Kleist

    Elke Dubbels
    …ZUR DYNAMIK VON GERÜCHTEN BEI HEINRICH VON KLEIST von Elke D u b b e l s , Bonn Abstract Der Artikel geht der kommunikativen Dynamik von Gerüchten in… …in den „Berliner Abendblättern“ publiziert hat. Der erste Teil des Artikels analysiert, wie Gerüchte in Kleists Drama „Die Familie Schroffensein“… …produziert und verbreitet werden. Hierauf baut der zweite Teil auf, der die kommunikative Dynamik von Gerüchten, ihre Form und ihre Funktion in den „Berliner… …function within the “Berliner Abendblätter”. Heinrich von Kleist ist wie kaum ein anderer der Macht von Gerüchten literarisch auf der Spur gewesen. Allem… …erweist sich in Kleists gleichnamigem Dramenfragment nicht als Herr des Gerüchts, das ihn bezwingt. 1 Das Gerücht ist bei Kleist aber nicht nur Ausdruck der… …Grenzen von Herrschermacht. Im Unterschied zu Robert Guiskard repräsentiert Hermann einen Herrscher, der Gerüchte für sich arbeiten zu lassen weiß. Er… …Staengle, Bd. I/7, Frankfurt/Main, Basel 2001, Akt III, Szene 2, S. 56–60. Im Folgenden wird die Brandenburger Kleist-Ausgabe mit der Sigle BKA zitiert. 191… …, die nicht selten die Schrecken der Gerüchterede noch übertreffen. 3 Zudem mag Kleists literarische Aufmerksamkeit für Gerüchte durch seine Sensibilität… …multiautoritative Form der ungesicherten und ungeprüften Informationsweitergabe“ 4 dar. Die Quelle des Gerüchts ist unbekannt, dubios oder vage, auf jeden Fall… …institutionell nicht gesichert. Der Wahrheitsgehalt des Gerüchts ist daher obskur. Gerüchte gehorchen keinem einfachen Entwederoder. Wahrheit und Lüge…
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