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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Judas als Held. Formen des Erzählens in der mittelalterlichen Judaslegende

    Jutta Eming
    …JUDAS ALS HELD Formen des Erzählens in der mittelalterlichen Judaslegende von Jutta E m i n g , Berlin Banished from heaven, I found this victim… …ate my flesh. Flayed without hope, I held the man for nothing in my arms. James Wright: Saint Judas 1 Abstract In der reich überlieferten… …mittelalterlichen Judaslegende wird die Geschichte des Judas, wie Evangelien und Apostelgeschichte sie berichten, mit einer Inzesterzählung nach dem Vorbild der… …noch entschiedener zu negativieren. In der folgenden Untersuchung wird dagegen die These vertreten, dass der Protagonist der Judaslegende mittels… …, fictionalised and to a certain extent stylised into a hero by means of a number of narrative strategies. Judas, der Erzsünder und Christus-Verräter, der Anti-Held… …und Gegenheilige, Judas, ein Werkzeug des Teufels, hinterhältig und geldgierig, Judas, der Verbrecher, der mit einem Selbstmord sein Schicksal besiegelt… …– es sind diese Stereotype, die bei der biblischen Figur des Judas Iscarioth wohl jedem, der von der christlichen Kultur geprägt ist, zuerst in den… …Judas“ veröffentlicht. Der erste Teil lautet: „When I went out to kill myself, I caught / A pack of hoodlums beating up a man. / Running to spare his… …Unfähigkeit zu erkennen, dass mit der Reue über seine Tat auch ein Ausweg gewiesen war, verfiel Judas der desperatio an der Gnade Gottes und, so die christliche… …Exegese, der endgültigen Verdammnis. 3 Erst die Neuzeit gilt als Epoche, in der, literarisch mit Klopstocks „Messias“, eine Deutungsrichtung einsetzt, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2010

    "Liebe schenken'. Liebesgaben in der Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit - Kiel, 10.-12. Dezember 2009. Literarizität und Poetologie

    Antje Sablotny
    …TAGUNGSBERICHT ‚Liebe schenken‘ Liebesgaben in der Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit – Kiel, 10.–12. Dezember 2009 Literarizität und… …Poetologie der Liebesgabe – Zürich, 06.–08. Mai 2010 Obwohl das anthropologische Themenfeld von ‚Gabe, Tausch, Geschenk‘ seit vielen Jahren die Aufmerksamkeit… …der Geistes- und Kulturwissenschaften erregt – Mauss und Derrida sei Dank –, ist die Liebesgabe als literaturwissenschaftlicher Gegenstand… …nur einzelne Versuche, beide Phänomene systematisch zusammenzuführen und so das diskursive Konflikt- und poetologische Reflexionspotenzial der… …sich die Kieler Tagung vor allem den kommunikativen, semiotischen und performativen Dimensionen der Liebesgabe widmete, stand der wissenschaftliche… …Dialog in Zürich im Zeichen von Literarizität und Poetologie der Liebesgabe. Vorausgesetzt wurde auf beiden Tagungen ein weiter Begriff von Gabe: Gabe… …nicht nur als konkret materieller Gegenstand, sondern auch als etwas Immaterielles (z.B. die Minne oder der Text als Gabe). Durch diese begriffliche… …Öffnung konnte die Liebesgabe in den insgesamt 23 Vorträgen vielfältig perspektiviert werden. Als wichtige Analysekategorie wurde die Materialität von der… …Immaterialität der Gabe unterschieden, wobei der Text eine Zwischenstellung einnimmt, weil er zugleich in Schrift und Schreibstoff materialisiert und doch in Sinn… …und Intention immateriell ist. Mit Metonymie, Reziprozität und Semantik der Gabe etablierten sich in der Diskussion weitere Stichworte, mit denen die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Ursula Rieke, Studien zur Herausbildung der neuhochdeutschen Orthographie. Die Markierung der Vokalquantitäten in deutschsprachigen Bibeldrucken des

    Ursula Götz
    …Buchbesprechungen Ursula Rieke, Studien zur Herausbildung der neuhochdeutschen Orthographie. Die Markierung der Vokalquantitäten in deutschsprachigen… …Bibeldrucken des 16.- 18. Jahrhunderts, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1998 (Studien zur Geschichte der deutschen Sprache 1) Die Bezeichnung der… …Vokalquantitäten ist ein schwieriger Bereich der neuhochdeutschen Orthographie. Wie sich der heute gültige Gebrauch herausgebildet hat, war bisher nur in Grundzügen… …sowie von , , , und in Bezug auf ihre Verwendung in der neuhochdeutschen Orthographie. Das Corpus umfasst insgesamt 26 Bibeln, die zwischen 1522 und… …Erscheinung nacheinander für jeden der 26 Corpustexte in absoluten Zahlen und in Prozentwerten, mit Angabe der noch nicht konsequent markierten Lexeme und mit… …Ausreißern) linear auf die heutige Rechtschreibnorm zu bewegen. Diese Entwicklung verläuft im Bereich der Vokallängenbezeichnung konsequenter als bei den… …mehr Übereinstimmung mit der neuhochdeutschen Norm. So hohe Werte treten bei den Doppelkonsonanten erst etwa 100 Jahre später, und auch dann noch nicht… …in allen Texten, auf. Eines der Ziele der Arbeit von U. Rieke ist es, „die von W. Besch betonte Bedeutung des Ostmitteldeutschen für die Entstehung der… …nhd. Schriftsprache ab der 2. Hälfte des 15. Jhs. zu überprüfen“ (S. 18). Aus diesem Grund werden auch die Verhältnisse in den verschiedenen… …Sprachlandschaften miteinander verglichen, und zwar für die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, da nur für diesen Zeitraum aus jeder der unterschiedenen Druckersprachen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1998

    Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten "Friedelehe". Berlin 1993. 195 S. (= Ergänzungsbände

    Heiko Uecker
    …Buchbesprechungen Else Ebel, Der Konkubinat nach altwestnordischen Quellen. Philologische Studien zur sogenannten „Friedelehe“. Berlin 1993. 195 S… …. (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 8) Seit siebzig Jahren, seit der Rechtshistoriker Herbert Meyer 1927… …(„Friedelehe und Mutterrecht“) die hauptsächlich auf der Grundlage der altisländischen Sagas beruhende Behauptung aufstellte, es habe bei den Germanen eine… …der Sippe der Frau – aufgrund beiderseitiger Übereinstimmung geschlossen wurde, habe einen gleichwertigen Rang wie die Vertragsehe gehabt. Es habe also… …seit alters her zwei Formen der Ehe nebeneinander gegeben, und zum Beweis zog man flugs die altisländische Saga heran, der man einen hohen Quellenwert… …will, der gehe zu den Sagas.“ Inzwischen hat sich der Wind gedreht: das Zeugnis der Saga gilt nicht mehr für die germanische Zeit, sie spiegelt weit mehr… …die Verhältnisse der Schreibezeit, d. h. des 13. Jahrhunderts wieder. Else Ebels Arbeit stellt sich die Frage, ob sich durch eine philologische Analyse… …zurückdeuten (S. 12), daß „die literarischen Denkmäler des Nordens neben der Vertragsehe eine zweite echte ‚freiere‘ Eheform“ (S. 12) belegten. Ihr Ergebnis ist… …(isländische Familiensaga, historische und sogenannte Gegenwartssagas, Rechtsquellen, Dichtung, Diplomatarien) kurz vorgestellt hat, durch die Untersuchung der… …der nicht-legalisierten Verbindungen“ (insgesamt 12 Wörter). Die genaue Betrachtung dieses Wortschatzes führt zu „für den Norden folgenden…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2005

    Zur Interpretation des "Gürtels" Dietrichs von der Glezze

    Petrus W. Tax
    …Abstract ZUR INTERPRETATION DES „GÜRTELS“ DIETRICHS VON DER GLEZZE von Petrus W. T a x , Durham North Carolina, VS Die Kurzgeschichte „Der Gürtel“… …des Dietrich von der Glezze (Ende des 13. Jahrhunderts) ist im Gefolge der jüngsten gender-Diskussion vor allem wegen ihrer mannmännlich motivierten… …gar zu korrigieren. The Middle High German short story „Der Gürtel“ (The Belt) by Dietrich von der Glezze (end of the 13th century) has been treated… …to be questioned or even corrected. Das wohl zwischen 1270 und 1290 entstandene Märe „Der Gürtel“ Dietrichs von der Glezze hat wegen ihres pikanten wie… …auch delikaten Themas in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit der internationalen Forschung auf sich gezogen. 1 Dieser Beitrag versucht einmal, auf… …einige bisher nicht genügend beachtete Strukturen und Erzählzüge aufmerksam zu machen, und zum anderen, durch eine genauere Gewichtung und Deutung der… …der Glesse (Glezze)“, in: 2 VL 2, 1980, Sp. 137–139; Brigitte Spreitzer: Die stumme Sünde. Homosexualität im Mittelalter, mit einem Textanhang… …Feistner: Manlîchiu wîp, wîpliche man. Zum Kleidertausch in der Literatur des Mittelalters, in: PBB 119, 1997, S. 235–260, hier S. 256 f.; Martin Blum: Queer… …Desires and the Middle Hugh German Comic Tale: Dietrich von der Glezze’s „Der Borte“, in: Queering the Canon. Defying Sights in German Literature and… …Culture, hg. v. Christoph Lorey, John L. Plews, Columbia/S. C. 1998, S. 106–125; Christa Ortmann, Hedda Ragotzky: Minneherrin und Ehefrau. Zum Status der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2005

    Ingrid Hove, Die Aussprache der Standardsprache in der deutschen Schweiz, Max Niemeyer, Tübingen 2002 (PHONAI 47, Texte und Untersuchungen zum

    Werner Besch
    …Buchbesprechungen Ingrid Hove, Die Aussprache der Standardsprache in der deutschen Schweiz, Max Niemeyer, Tübingen 2002 (PHONAI 47, Texte und… …Aussprachenorm, und zwar solche, die über die bisher akzeptierten Varianten des Schweizerhochdeutschen hinausgehen. Die Vorschläge gehen aus der detaillierten… …mit dem Hinweis auf den Status des Schweizerhochdeutschen als schweizerische Varietät der deutschen Standardsprache – neben der österreichischen und… …‚der deutschländischen‘ (= binnendeutschen, vgl. S. 4, Anm. 5). Das Deutsche ist nach nunmehr allgemeinem Verständnis als plurizentrische Sprache zu… …das Schweizerhochdeutsch zu postulieren, ist auch Anliegen der vorliegenden Arbeit, wofür die Aussprache-Ebene sich zwar nur als bedingt tauglich… …erweist (S. 155), aber die statusstützenden Ebenen der Prosodie, des Wortschatzes, der Idiomatik und der Syntax zur Seite hat. Es lohnt sich, für einen… …Moment innezuhalten und auf die gut 100 Jahre seit Theodor Siebs’ Ausspracheregelung für die Bühne (1898) zurückzublicken, die dann erst im Laufe der Zeit… …vielleicht die norddeutschen. Wir wissen, dass das in der Folgezeit nur sehr begrenzt gelungen ist. Muttersprachliches Umlernen ist bekanntlich besonders… …sogar zwei Ebenen: die ‚reine‘ und die ‚gemäßigte‘ Hochlautung. Mit dem Konzept der drei Varietäten der einen deutschen Standardsprache in den 1970er… …Jahren kam ein ganz neuer Gewichtungsaspekt hinzu, nämlich das Recht auf Akzeptation gewisser Sprachkonventionen der Varietäten in die Überdachungsnorm. An…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/1999

    Wilhelm Schmidt, Geschichte der deutschen Sprache. Ein Lehrbuch für das germanistische Studium. 7., verbesserte Auflage, erarbeitet unter der Leitung

    Ingo Warnke
    …Buchbesprechungen Wilhelm Schmidt, Geschichte der deutschen Sprache. Ein Lehrbuch für das germanistische Studium. 7., verbesserte Auflage, erarbeitet… …unter der Leitung von Helmut Langner. S. Hirzel, Stuttgart/Leipzig 1996. Das neu erwachte Interesse an der Geschichte der deutschen Sprache findet in den… …Geschichte der deutschen Sprache, insbesondere seit der 6. Auflage von 1993, die als Ergebnis 4 Vgl. Jürgen Schulz-Grobert: Setzer und Übersetzer. Zum Status… …der potentiellen Bearbeiter des ‚Eulenspiegelbuchs‘ in Straßburg, in: Wolfram-Studien 14 (1996), S. 344–358. 5 Daß sich Tenberg durch eine sehr rigide… …Büchersammlung eines Rostockers im Reformationsjahrhundert, in: Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock 22 (1941), S. 133–153, bes. S. 149. 140 Buchbesprechungen… …der möglich gewordenen Zusammenarbeit renommierter Sprachgeschichtlicher aus Ost- und Westdeutschland schnell Eingang in die Hochschullehre gefunden hat… …um eine mit der 6. Auflage übereinstimmende Publikation. Die Abweichungen in der Neuauflage fallen kaum ins Gewicht, was im knappen Vorwort von Helmut… …Langner auch zum Ausdruck gebracht wird. Insofern ist es auch nicht eigentlich angemessen, auf Desiderate der jetzigen Auflage hinzuweisen, doch gehört es… …zu den Aufgaben eines Rezensenten, zumindest auf Unverständlichkeiten zu verweisen, die in der fraglos zu erwartenden nächsten Auflage des Buches… …berücksichtigt werden sollten. Da die ‚Verbesserungen‘ der 7. Auflage im wesentlichen in der Aktualisierung von Informationen bestehen, beschränke ich mich auf…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/1999

    Joachim Bumke, Die vier Fassungen der ,Nibelungenklage?. Untersuchungen zur ?berlieferungsgeschichte und Textkritik der h?fischen Epik im 13

    Jens Haustein
    …BUCHBESPRECHUNGEN Joachim Bumke, Die vier Fassungen der ,Nibelungenklage‘. Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte und Textkritik der höfischen… …Überlieferungsgeschichte der höfischen Epik und denjenigen zur Überlieferungsgeschichte der ,Klage‘. Erstere sind die Grundlage für letztere, führen aber über diesen Zweck… …auch weit hinaus. Der Begriff der ,Fassung‘ steht im Zentrum beider Teile. Den Anfang des Buches bildet eine Ablehnung der traditionellen Textkritik… …Lachmannscher Provenienz, weil die Voraussetzungen, die für ihre Anwendung nötig sind, im Bereich der höfischen Epik nicht oder nur selten gegeben sind. Denn es… …hat sich herausgestellt, „daß der größte Teil der mittelalterlichen Literatur Überlieferungsbedingungen unterworfen war, die die Anwendung der… …Lachmannschen Methode nicht gestatten“ (S. 3). Die Zahl der Handschriften ist nicht groß genug, die Überlieferung nicht lückenlos oder die Methoden der… …Fehlerbestimmung versagen. Letzteres wird anschließend am freilich reich überlieferten ,Iwein‘ demonstriert. Der Grund dafür, daß es nicht gelingt, Übereinstimmung… …in der Forschung darüber zu erzielen, welche ,auffälligen‘ Reime ,Fehler‘ darstellen (und deshalb nicht von Hartmann stammen können), liegt darin, daß… …ist das Problem der sogenannten ,Mischhandschriften‘ angesprochen. „Die traditionelle Textkritik kennt für Mischhandschriften nur eine Erklärung: sie… …Kontamination eine einzelne Schreibstube als Ausgangspunkt oder Zentrum der Überlieferung anzunehmen sei“ (ebd.). Zunächst freilich folgt eine Destruktion der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2001

    Joachim Bumkes Ausgabe der "Klage". Notizen zu einer bemerkenswerten Neuedition

    Karl Stackmann
    …JOACHIM BUMKES AUSGABE DER „KLAGE“ Notizen zu einer bemerkenswerten Neuedition von Karl Stackmann, Göttingen Abstract Die Prinzipien für die Ausgabe… …der „Klage“ sind streng aus den Überlieferungsbedingungen heraus entwickelt. Die Rekonstruktion eines Originals ist nicht möglich. Bumke gibt daher die… …vier tatsächlichen unterscheidbaren Fassungen in synoptischer Darstellung. Seine Edition wird unter Berücksichtigung der theoretischen Implikationen… …the theoretical implications. „Schwerlich wird jemand dies vom verleger prachtvoll ausgestattete buch ohne ein lebhaftes gefühl von entteuschung aus der… …dürfte, abschließend wenigstens für diejenige richtung, welche der herausgeber vertritt.“ Mit diesen Sätzen leitete im ersten Jahrgang des ‚Anzeigers‘… …Rudolf Henning seine Rezension von Edzardis Ausgabe der „Nibelungenklage“ ein. 1 Heute, 125 Jahre später, ist wieder eine Ausgabe des Gedichtes anzuzeigen… …, auch sie vom Verleger prachtvoll ausgestattet, diesmal von Joachim Bumke veranstaltet. Seine Ausgabe aber legt man mit dem Gefühl der Befriedigung aus… …der Hand. Sie erweist sich als die von Henning angemahnte abschließende Leistung – wenn man denn auf dem Gebiet des Editionswesens überhaupt von einer… …‚abschließenden Leistung‘ sprechen kann. An der Entstehungsgeschichte ist zu sehen, wie gründlich sich Henning täuschte, als er meinte, die „Klage“ bereite dem… …Herausgeber keine größeren Schwierigkeiten. Es bedurfte erst des Anstoßes durch Gedanken der New Philology, damit Bumke eine angemessene Lösung für die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift f?r deutsche Philologie" Ausgabe 1/2004

    Der geformte und der ungeformte Körper - Zur "Seele' literarischer Figuren im Mittelalter

    Zur "Seele' literarischer Figuren im Mittelalter
    Katharina Philipowski
    …Abstract DER GEFORMTE UND DER UNGEFORMTE KÖRPER Zur ‚Seele‘ literarischer Figuren im Mittelalter von Katharina P h i l i p o w s k i , Konstanz… …, ihm aber bereits gegenüber tritt und ihn mit der Formel ‚mîn lîp‘ als ‚seinen‘ ansprechen kann. Das Innere einer Figur ist nicht Zentrum von Identität… …prepare and subjugate the body. It is thus not a matter of ‘psychology’, but rather of control. In der allegorischen Dichtung „die Pilgerfahrt des… …träumenden Mönchs“ 1 (einer Übersetzung der „Pelèrinage de Vie Humaine“, die der Zisterziensermönch Guillaume de Deguilleville zwischen 1330–1332 verfasste)… …aus dem 15. Jahrhundert fragt der Mönch die Allegorie der Redlichkeit, warum er seine Waffen, die ihm stets aus der Hand fallen, nicht tragen könne. Sie… …Körper. Der verwirrte Mönch, der bisher geglaubt hatte, sein Körper sei er selbst, will nun Aufklärung darüber erhalten „Na dem ich myn licham neit byn, /… …. Adriaan Meijboom, Bonn, Leipzig 1925. Vgl. auch die Edition der ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert stammenden Berleburger Handschrift in: Die Pilgerfahrt des… …Ungewöhnliches in der lehrhaften geistlichen Dichtung – man denke etwa an Texte von Bernhard von Morland, Heinrich von Huntington, Stephan von Langton, Alexander… …„The Pilgrimage of the Lyf of the Manhode“ 2 , Bearbeitungen der altfranzösischen „Pelèrinage de l’âme“ und „Le Pelèrinage de vie humaine“ von de… …Deguilleville (ca. 1330–1358) 3 thematisieren das Verhältnis von Körper und Seele und sehen in Ersterem nichts als einen Kerker der Seele, die aus ihm heraus und…
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