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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Die Lesegesellschaft

    Ein Grenzobjekt der Spätaufklärung
    Harun Maye
    …ebbt das Interesse der Forschung an der Lesegesellschaft deutlich ab. Es finden sich nur noch lokale Studien zu dieser oder jener Gesellschaft, die in… …Gesellschaften im deutschsprachigen Raum gegründet – stehen keine entsprechenden Daten über deren Lebensdauer gegenüber. 11 Bei vielen dieser Neugründungen dürfte… …stabilisiertes Objekt erscheint. In dieser Sichtweise ist eine Lesegesellschaft kein Ding, das auch unabhängig von Netzwerken und den es realisierenden Praktiken… …unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen, ohne dass vorab gemeinsame Interessen, Werte oder Erlebnisse zwischen den Beteiligten vorausgesetzt werden müssen. Aus dieser… …. Kritik an dieser Verfallsgeschichte wurde selten grundsätzlich geäußert, sondern die Einschätzung lediglich als zu einseitig kritisiert. Entweder mit dem… …Interessen der Aufklärung sich behindern konnten. Andererseits ist dieser Gegensatz im Selbstverständnis des Pastors Hupel aber gar nicht ausgeprägt, man kann…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Versioning Violence

    On Gender, Genetics, and Jealousy in Adalbert Stifter's "Mappe"
    Barbara N. Nagel
    …lässt den Protagonisten Augustinus zu einem ausgeglichenen Mann heranwachsen. Dieser Artikel zeigt, dass Eifersucht eine Kraft bleibt, die Stifters…
  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Unfälle

    Naturalismus und Sozialversicherung
    Markus Steinmayr
    …sich. Das „Zedler-Universal-Lexikon“ verweist auf das verwandte Wort Zufall. 4 Die Entwicklung der Sozialgesetzgebung hat auf den ersten Blick mit dieser… …Arbeiter zu suchen sein. In dieser Beziehung steht die Fürsorge für die Erwerbsunfähigen unter ihnen in erster Linie. Im Interesse dieser hat seine Majestät… …Reflexion von Modernisierung verstanden wird, selbst thematisch. Der Unfall kann in dieser Epoche zu einem Thema werden, mit dem sich soziale Modernisierung… …erzählen lässt. Wenn der Fokus des naturalistischen Schreibens auf dieser sozialen Modernisierung liegt, dann hat dies für die Erzählbarkeit von… …zivilisatorischen Risiken abzielende Ordnung immer schon mit dem Eintritt eines Ereignisses dieser Art ‚rechnet‘. Mit dieser Neudefinition des immer schon… …findet in Lene, seiner zweiten Frau, seine Entsprechung. Dieser Konstellation ist er sich aber nicht bewusst. 26 Mit diesem Fokus auf triebinduzierte… …in die „Irrenabteilung der Charité“ (BT 67) überführt. Die Frage, die sich aus dieser Überführung ergibt, und die sich die Forschung bisher nicht… …strukturelle Elemente eines ‚normalen‘ Lebens zu thematisieren. Mit dieser Darstellung Thiels setzt der Text Hauptmanns seine eigene Modernität ins Bild, indem… …Möglichkeit naturalistischer Darstellung zu erproben. Mit dieser Interpretation des Bahnwärters Thiel als Unfallfigur ist aber noch keinesfalls geklärt, wie der… …des Wärterhauses umsonst überlassen habe“ (ebd.). Die Konsequenz aus dieser Information wird ihm schlagartig klar: Es war ihm plötzlich eingefallen, daß…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Wer war Friedrich Halm? Zum Pseudonym von Eligius von Münch-Bellinghausen

    Martin Wagner, Richard Slipp
    …seines Pseudonyms Friedrich Halm sehr wahrscheinlich auf Karl Holds Roman „Anton Halm und sein Schützling“ (1826). Mit der Beschreibung dieser Quelle wird… …(eigentlich Johann Peter Carl Luck; 1797–1868). 3 Mit der Rekonstruktion des Pseudonyms wird ein Beitrag 1 Die Arbeit an dieser Miszelle wurde mit Fördergeldern… …Hofbibliothek tätig, die Münch seit 1844 als erster Kustos leitete. 6 1854 dann, noch 17 Jahre vor Münchs Tod, bestimmte ihn dieser zum Herausgeber seines… …verkauft wurde. 9 Vieles an dieser Mitteilung bleibt merkwürdig – am meisten vielleicht, dass der 15 Jahre jüngere Freund und Bewunderer Münchs nie versuchte… …herausgegebenen vierbändigen Auswahlausgabe der Werke Friedrich Halms. Schlossar schreibt dort: Es sei gleich an dieser Stelle angeführt, daß Münch, welcher zuerst… …freilich durchaus möglich, dass Schlossars Angabe korrekt ist. Zwar konnte der von ihm genannte Roman von den Verfassern dieser Miszelle nicht gefunden… …bürgerlichen Trägern dieser Kultur, vor ihrer Selbstzucht und inneren Größe legen einige dichtende Zeitgenossen ihr Adelsprädikat ab, um es mit dem Ehrenkleid… …spanische Kleider und zwingt die biedere Kaufmannstochter, spanische Lieder mit ihm zu singen). Dieser eitle und rachsüchtige Konkurrent bekämpft Anton Halm… …wohlverdienten und dauerhaften materiellen Wohlstands erfreuen. Wie sich aus dieser Zusammenfassung von Holds Roman ergibt, bestätigt sich in Münchs Identifikation… …Richard Slipp gegenüber der in dieser Bezugnahme augenfälligen Identifikation mit einer letztlich weniger anspruchsvollen, besseren Unterhaltungsliteratur…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2020

    Hermann Broch und Frank Thiess. Briefwechsel 1929-1938 und 1948-1951. Hg. v. Paul Michael Lützeler, Göttingen: Wallstein 2018.

    Silvio Vietta
    …Inhalt“: „Für mich nämlich schreit der revolutionäre Inhalt nach einer neuen Form“ (ebd.). Genau dieser habe Thiess seinem Stoff verweigert: die neue Form… …. Und sogleich setzt er seinem geistig-literarischen Platonismus noch eine jesuanische Krone auf; „‚mein Reich ist nicht von dieser Welt‘. Unser Reich ist… …faktisch nicht von dieser Welt“ (ebd.). Thiess will sich in einer Art „geistige[n] Souveränität“ gegen den Strom der Zeit behaupten und führt dafür die… …tendiert die Position des „‚unpolitischen und weltfernen Dichters‘ […] in dieser Zeit geradezu zur Absurdität“ (S. 233). Er will literarisch-moralisch wirken… …Nationalsozialismus scheint sich für Broch die Sprache selbst der Dichtung zu verweigern. Beide Autoren kämpfen in dieser Zeit um ihre Existenz: Frank Thiess, der sich… …auch mit einer Begründung, warum er nicht ins Exil gegangen sei. Es begann ihn offenbar „dieser phantastische Wahnsinn auf eine Weise zu fesseln“, wie er… …nicht zu sagen, wie glücklich ich über ihr Lebenszeichen bin“ 5 – wird auch dieser Sachverhalt kommentiert. Vietta schreibt an Broch am 29. Januar 1946…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Vertextung. Zum relationalen Verhältnis von Autor und Werk

    Mit Blick auf das Akteursnetzwerk von Luthers "Sendbrief vom Dolmetschen"
    Daniel Ehrmann
    …Dolmetschen” (1530) are used as an illustration. I. Autorwerk – Werkautor Texte sind der erste Gegenstand der Literaturwissenschaft – und dieser Gegenstand war… …, denn er bezeichnet sowohl den Prozess des Erstellens als auch dessen (meist als ‚Text‘ anzusprechendes) Ergebnis, das im Lichte dieser Begriffslogik aber… …ist. 6 Aus dieser Perspektive werden verschiedene Akteure mit durchaus unterschiedlichen Graden der Autorisierung als in synchronen wie… …, den Autor, konturiert. 27 In Erscheinung tritt damit die relationierende Komplexion von Autorwerk und Werkautor. 28 Die Bedeutung dieser Komplizierung… …von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren lässt sich am besten an einem Text veranschaulichen, bei dem durch partielle Verschiebung dieser… …alledem nicht vergisst, seine ‚papistischen‘ Gegner scharf zu kritisieren und sogar offen als ‚Esel‘ zu bezeichnen. Es handelt sich bei dieser Flugschrift… …in dieser Weise relational, in aufeinander bezogenen Praxisformen zum Erscheinen, können aber kanonisiert werden und fortbestehen, ohne diese Praktiken… …Ganz offensichtlich geht dieser Versuch einer Gattungsdefinition von der Autorseite aus, von einer selbst gattungsbewussten42 und auf ein finales Werk… …gerichteten Praxis des Schreibens – und er geht überdies von einem Urheber aus. 43 Dieser ist noch dazu handlungsmächtig in dem Sinn, dass seine Agency die der… …bestimmten Gebrauch freigegeben, sanktioniert werden. Was dies im konkreten Fall meint, zeigt ein Blick auf die Grenzfälle dieser Gattungsbestimmung. So wird…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Spielräume des Verstehens, Spielräume der Performanz: Pragmatische Inferenzen in der Kürenberger-Strophe wîp unde vederspil

    Maria Averintseva-Klisch, Anna Mühlherr
    …Identifikation eines breiten, aber auch klar abgegrenzten Spektrums von Verstehensweisen für den Vierzeiler ermöglichen. Auf dieser Grundlage lassen sich mehrere… …Kürenberger-Tons nicht ohne Grund sehr zentral; der Eingangsvers dieser Strophe ist auch der Obertitel seines Aufsatzes: „Women and hunting-birds are easy to tame“… …herangezogen. Chinca umreißt den Weg dieser Sinnbildung wie folgt: „The speaker, who insinuates that he is the handsome knight, recollects a past in which he is… …jüngst als „widersprüchlichen Befund“ 9 bezeichnet hat? 10 An dieser Strophe des Kürenbergers erproben wir nun also die Möglichkeit, mit Hilfe… …. Dieser ist in unseren Überlegungen zentral. Bisher steht in der linguistischen Theoriebildung zu literarischen Texten der Blick auf Leser und die von ihnen… …, Objekten und Sachverhalten (referenzielle Kohärenz) entsteht. Auf dieser Ebene spielen insbesondere die von Clark38 beschriebenen ‚autorisierten… …gemacht werden, die den zweiten Satz doch relevant machen. Dieser Schluss ist bekräftigbar (2) und streichbar (3): (2) Ich habe mich nie mit der… …syntaktische und die semantische Struktur von T und zieht beim Lesen aufgrund seines (impliziten) pragmatischen Wissens alle auf dieser Struktur basierten (in… …(ProduzentT-Intern ) und Adressaten (RezipientT-Intern). Mit dieser Modellierung des Textsinns werden wir im Folgenden die hörerbzw. leserseitigen im obigen Sinn… …, die z.B. bei Fabb [Anm. 15] als typisch für die Sprache der Lyrik beschrieben werden. Da dieser Aspekt bisher aber gerade schon sehr stark ins Zentrum…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Der lateinische "Willehalm"-Prolog: Neuedition und -übersetzung, Kommentar und Untersuchungen

    Klaus Pfützenreuter
    …, Halle/Saale Dieser Aufsatz überprüft erstmals die Ergebnisse der bislang maßgeblichen, von Erich Kleinschmidt vorgelegten Arbeit zum lateinischen… …„Willehalm“-Prolog. Dieser, wie der ihm vorangestellte Text in zwei Spalten 8 Ich beziehe folgende Ausgaben ein, die ich durch Siglen abkürze: Lachmann = Wolfram von… …verweise; 17 dieser zeitlichen Einordnung ist wohl zuzustimmen. Der lateinische „Willehalm“-Prolog ist in einer gotischen Schrift verfasst: Die Rundungen von… …sich in eben dieser Zeit durchsetzt. 21 Die seit dem Ende des 12. Jahrhunderts zunehmende Verlängerung des h-Bogens unter die Zeile ist häufig 13 Die… …sich gegen Ende des 12. Jahrhunderts zunehmend gegenüber <&> durchgesetzt hatte; 24 die kreuzförmige Form dieser Note, die nach dem 13. Jahrhundert… …dem Apparat der zugrundeliegende Textabschnitt aus Wolframs „Willehalm“ gemäß Schröders Ausgabe abgedruckt. 31 Dieser steht in mittelalterlichen… …ihm geholfen hast, war dieser Mann immer bereit, begangene Sünden durch Genugtuung zu tilgen. (40) In misslichen Umständen fühlte er, dass Du ihn, der… …erfüllbarer Wunsch der Gegenwart; 79 putare = ‚erkennen als‘. 80 – parentque beata] Dieser Teil des Verses lässt unterschiedliche Lesarten zu. Geht man davon… …dieser Unterschied, weil der Dat. (tibi) auch in der zweiten Vershälfte metrisch unproblematisch gewesen wäre: *Tunc mihi tu pater es, iam tunc puer ipse… …erkennen möge, die sich als beata erwiesen, wäre paradox. Folgt man dieser Auffassung, muss man mit Klein Versausfall annehmen. Meiner Ansicht nach jedoch…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Zu den zwei in St. Gallen geschriebenen Handschriften von Notker Labeos "De dialectica". Die Frage der Priorität

    Petrus W. Tax
    …Notkers kleineren Schriften wurde nahegelegt, dass Z älter sei als S2. Dies hat man kürzlich bestritten und S2 die Priorität zuerkannt. Dieser Beitrag sucht… …weithin übereinstimmt, 3 wurde dieser Text bislang als die echte, sozusagen endredigierte, Fassung Notkers betrachtet, der in S2 als eine irgendwie… …im Vergleich mit dem Ntr-Text in der Ausgabe der kleineren Schriften6 aus mehreren, meist kürzeren und umgeordneten Passagen besteht. Dieser Befund ist… …Fälle auflistet, die non possunt conuerti. Auch an dieser Stelle ist die Überschrift in Z also primär, die in S2 eine sekundäre Präzisierung durch den… …. 60a bis 62b der Handschrift S2 (S. 244, Z. 1–262, Z. 20 der Ausgabe) nachgeliefert. Die Frage ist, ob dieser Nachtrag aus Z oder aus einer anderen, uns… …Kopie von Z ist. 8 Auf S. 249, Z. 5 der Ausgabe, in Z also, wird die Redensart ubi oculus . ibi amor zitiert. Dieser Text erscheint zunächst auch in S2… …Konkurrenz verschiedener Bezeichnungen wird in dieser Interpolation einlässlich erklärt, und deswegen hielte ich es für möglich, dass die Interpolation, die…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2020

    Tagungsbericht: "vita perfecta? Formen der Aushandlung divergierender Ansprüche an ein religiöses Leben", 13.-15. März 2019 in Göttingen

    …, indem dieser formuliere: dû bist ez in den dingen selber, daz dich hindert, wan dû heltest dich unordenlîche in den dingen. 3 Den Auftakt der „Sektion 1… …Figurentypen (den Bischof, den Mönch, den Eremiten, den Herrscher) und auf die aus der Interferenz dieser Typen entstehenden Figurationen legte, bildete mit… …Annahme und beständige Aushandlung dieser Gefährdung in einem Prozess der Konversion und Rekonversion Bedingung der vita perfecta sei. Der Gemeinschaft… …in dieser ca. 1225/30 entstandenen Erzählung werden, wie Prautzsch zeigen konnte, die verschiedenen Lebensformmodelle als einander zugleich… …Verlauf des Lebensweges bedürfe, was sich systemtheoretisch als ‚re-entry‘ beschreiben lasse. Dieser prozesshafte Wechsel zwischen den Lebensformen stelle… …stat) im Rahmen der Gemeinschaft schaffe, dem das Hinaustreten aus dieser entgegengestellt werde. Dabei werde weder die Gemeinschaft als Problem für den… …Unterscheidung deutlich die Unmöglichkeit einer Vermittlung derselben und damit zugleich die Unmöglichkeit der Erlangung einer auf dieser Unterscheidung…
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