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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Der Vormärz als "ausgelesenes' Buch.

    Grabbes historische Dramen als "zum Theater gewordene Tragödien'
    Sientje Maes, Bart Philipsen
    …Kontingenz, die eine eschatologische oder auch immanent-teleologische Perspektive der Geschichte zutiefst problematisiert, befindet sich der Dramatiker… …Napoleons hat sich laut Grabbe eine ‚posthistorische‘ Spektakelgesellschaft durchgesetzt, in der die Geschichte (mit Walter Benjamin gesprochen) ‚in den… …weniger gehören, nicht ausgeschlossen. Und was soll man da hoffen? Was wenigstens bei unsren Landsleuten? Eine Recension, von irgend einem Laffen… …zusammengeschrieben, ist ihnen oft mehr werth als das recensirte Buch, denn – es ist eine Recension, – eine Pflanze lernen sie eher aus Linnés System kennen, als in der… …Gnade und Ungnade ihm überliefert. Das heißt: eine Bedeutung, einen Sinn auszustrahlen, ist er von nun an ganz unfähig; an Bedeutung kommt ihm das zu, was… …‚ausgelesenes‘ Buch sondern als eine frustrierende ereignis- und zukunftslose Epoche, in der auf Sinn und Größe nur zurückgeblickt werden konnte. Nach dem… …Deutschen Bund eine deutliche Verwandtschaft mit Niethammers Gegenwartsdiagnose auf: „In posthistoire, it is not the world which declines, but rather interest… …sinnstiftenden, allegorischen Modellen und dem Einbruch der Kontingenz, die eine eschatologische oder auch immanent-teleologische Perspektive der Geschichte… …Moderne, hg. v. dems., Bielefeld 2013, S. 23-47, hier: S. 32ff.: „Im Kontext ihrer historischen Verortung erweist sich Kontingenz um 1800 insofern als eine… …das ‚Zufällig- Wirkliche‘ als ‚das Gemeine‘ ab und sieht es dort allenfalls ästhetisch integrierbar, wo der Mensch ‚dem Zufall eine Form zu geben‘…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    Moosbrugger oder die Möglichkeiten der Paranoia

    Psychiatrie und Mystik in Musils "Der Mann ohne Eigenschaften"
    Maximilian Bergengruen
    …Weibern der andere Mann“ steckt. In einem letzten Schritt wird untersucht, inwieweit diese Persönlichkeitsstruktur die Voraussetzung für eine, mit Ulrich… …Moosbrugger, which is parallelised with Ulrich (IV). I. Versuch einer Systematisierung (zur Moosbrugger-Forschung) Eine Auseinandersetzung mit der Figur… …mit seiner psychiatrischen und juristischen Klassifizierung bzw. der Sperrung dagegen, seit den frühen Anfängen des Spion-Projekts eine Art von Alter… …auch eine Katz sein oder so. ,Sie fragten ihn dann jedes Mal recht schnell: ‚Wieviel ist vierzehn mehr vierzehn?‘ Und er antwortete ihnen bedächtig: ‚So… …jetzt ein Hase oder eine Katze oder ein Fuchs‘. Sogar in der Mathematik ist 16+16‚ so ungefähr 32 bis 34‘“. 8 Auch bei der Schizophrenie nimmt Musil keine… …239) hört. Eine ganz ähnliche Formulierung findet sich in Bleulers „Lehrbuch“: „Die Patienten Schizophrenie-Lehre hatte bereits Renate von Heydebrand… …, bei denen qualvoll beängstigende Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen gewiß eine Rolle spielen, können Minuten bis Wochen dauern“ (MoE 1368; erste… …kriminalistischer-psychiatrischer Beitrag zur Lehre vom Lustmorde“. 11 Dieser Aufsatz versucht eine psychiatrisch-forensische Diagnose Voigts und zeichnet sich dadurch aus, dass er… …Eigenschaften‘ und sein Modell, in: Musil-Forum 10, 1984, S. 105–169. Vgl. auch ders.: Robert Musil. Eine Biographie, Hamburg 2003, S. 880–891. Neuerdings hat Mark… …historische wie zeittypische Belege, als eine Hinwendung zur zeitgenössischen apophatischen Mystik (als dem metaphysischen Ort dieses ausgeschlossenen Dritten)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Im Banne Roms

    Zur literarischen Darstellung des Ausnahmezustands in Christoph Ransmayrs "Die letzte Welt"
    Ole Hinz
    …des Dichters Ovid durch Kaiser Augustus ist bis heute eine Leerstelle der römischen Geschichtsschreibung. In Christoph Ransmayrs „Die letzte Welt“ wird… …nicht das Ende dieser Welt, so doch zumindest ein sich ankündigender Niedergang Roms zur Darstellung kommt. Spricht man von „Welt“, und sei es nur eine… …„letzte“ oder das Ende ebendieser Welt, hält man noch an der Vorstellung von einer Welt fest, die seit jeher eine römische ist. Wenn der römische Kaiser… …eben in seiner Funktion als Refugium für Ausgestoßene noch Teil des Römischen Reiches und darin Schauplatz für eine literarische Darstellung all jener… …Roms eine im Anschluss an Ovid entwickelte Vorstellung souveräner Dichtung entgegenzusetzen. Tomi nicht als bloßen Gegensatz, sondern vielmehr als… …Ransmayr, Würzburg 2004; Fred Wagner: Echo – eine postmoderne Nymphe?, in: Viribus Unitis. Österreichs Wissenschaft und Kultur im Ausland. Impulse und… …, eine „Apotheose Julius Caesars“ und ein „Lob des Augustus“, adressiert also jene beiden Herrscher, die im ersten vorchristlichen Jahrhundert das römische… …in der Residenzstadt des Imperators Augustus eine Anmaßung gewesen, eine Aufwiegelei in Rom, wo jedes Bauwerk ein Denkmal der Herrschaft, das auf den… …gebüßt.“ (LW 43f.) 248 Im Banne Roms Szene, in der Naso eine Rede zur Eröffnung des Stadions ‚Zu den Sieben Zufluchten‘ hält, in der er zu Ehren des Kaisers… …eine parabolische Erzählung aus den „Metamorphosen“ vorträgt. Diese bietet letztlich den Anlass für den Staatsapparat, den Dichter als Feind des Regimes…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 4/2016

    "Klar wie der Tag!"

    Evidenz und Recht in Friedrich Schillers "Maria Stuart"
    Christian Sieg
    …exemplifiziert, wie sowohl juristische als auch literarische Verfahren Evidenz generieren und nutzt eine katholische Bilddramaturgie. Letztere zielt darauf ab, die… …Zusammenhang zwischen Evidenz und Recht. Schiller problematisiert diesen Nexus in zahlreichen Szenen, in denen eine scheinbar erreichte Gewissheit immer wieder… …insofern in vielfacher Hinsicht eine Rolle: Das Stück präsentiert Beweise, die über die Schuld der Protagonistin entscheiden sollen, zeigt wie durch Rhetorik… …entspricht eine mediale. Recht und Gerechtigkeit vermitteln sich in „Maria Stuart“ letztlich nicht diskursiv, sondern visuell. Das Theater selbst wird damit… …zuvor gegenüber Goethe als besonders nachahmenswert bezeichnete: „Der Oedipus ist gleichsam nur eine tragische Analysis. Alles ist schon da, und es 2… …, dass das Stück kein „analytisches Drama“ sei, sondern eine „wirklich tragische Handlungsentwicklung“ in Szene setze (Arbogast Schmitt: Wesenszüge der… …verhält (Bernhard Greiner: Die Tragödie. Eine Literaturgeschichte des aufrechten Ganges. Grundlagen und Interpretationen, Stuttgart 2012, S. 44.). 4 Yvonne… …schließlich eine Entscheidung zu treffen, die zwar den Konflikt nicht wirklich löst, ihn aber beendet.“ Fritjof Haft: Juristische Rhetorik, 5. Aufl… …Szenen die präsentierte Evidenz: Was die eine Partei als Beweisstück akzeptiert, wird von der anderen ganz unterschiedlich interpretiert. Mit der… …eine Technik des Vor-Augen-Stellens begriffen. II. Die Gerichtsbarkeit der Bühne Die Verwandtschaft von Bühne und Gericht erkennt Schiller bereits in…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Zensur wird Literatur: Fiktionale Fußnoten in Irmtraud Morgners Lügenroman "Die wundersamen Reisen Gustavs des Weltfahrers" (1972)

    Christine Weder
    …männlich dominierte Literaturgeschichte der Herausgeberfiktion einführen. Zugleich betreiben die nachträglich hinzugefügten Fußnoten eine Literarisierung der… …beispielsweise eine ‚gekreuzte‘ Definition aus den Bestimmungen in: Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie, hg. v. Ansgar Nünning, 2. Aufl., Stuttgart… …. eine zentrale Differenz in der buchstäblichen Gestalt von literarischen und wissenschaftlichen Texten: Literatur ist normalerweise eine fußnotenfreie… …diese Geisteshenker machen uns selbst zu Verbrechern, und der Schriftsteller, der wie eine Gebährerinn während des Schreibens gar bedenklich aufgeregt ist… …Sonderfall, der besonders im 18. und 20. Jahrhundert begegnet, 10 erfordert indes für die wissenschaftliche Beschäftigung nicht notwendig eine masochistische… …Morgners „Gustav“ problematisieren poetisch-verspielt eine real existierende Rolle der zeitgenössischen Literaturwissenschaft und relativieren so den allzu… …tragischen Ursprünge der deutschen Fußnote, aus dem Amerik. v. H. Jochen Bußmann, Berlin 1995; summarisch Mainberger [Anm. 10], S. 338ff. 15 Für eine… …insgesamt die „formative influences exerted by the constraints on all expression in the GDR“ akzentuiert (ebd., S. 17); für eine Lektüre von „Gustav“ (wie… …logischen Scharfsinn und ihrer versierten Rhetorik. Ähnlich wie im „Goldnen Spiegel“ setzt in Morgners „Gustav“ die mehrstufige Vermittlungsinstanz eine in… …von Scheschian. Eine wahre Geschichte, aus dem Scheschianischen übersetzt, in: ders.: Sämmtliche Werke, Leipzig 1794, Bd. 6 (1. Teil), Bd. 7 (2. Teil)…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2016

    Vom Ende des Tauschs

    Natur und Gesellschaft im spätmittelalterlichen "Veilchenschwank"
    Monika Schausten
    …für die Tat seines Kontrahenten fassen, zugleich eine Kluft zwischen dem zivilisatorischen Anspruch der imaginierten höfischen Gesellschaft und deren… …Schule Neidharts. Eine Stiluntersuchung, Berlin 1908, S. 153: „Es sind von vornherein zwei Hauptfassungen der beliebten Geschichte zu unterscheiden, von… …metrisch zum Teil unterschiedlich gebauten Strophen, wobei Überschriften und Bildbeigaben eine Untergliederung in vier zusammengehörige Lieder nahelegen: Die… …Jahreszeit, deckt er ihn mit seinem Hut ab und eilt, die auf die blühende Natur erpichte Hofgesellschaft herbeizuholen, seinen Fund als eine Art Geschenk zu… …den Kot und beschuldigt den erschrockenen Finder öffentlich, ihr eine besonders schwere Schmach zugefügt zu haben. Dem bloßgestellten Neidhart wiederum… …zwischen Gesellschaftsgeschichte und Kulturanthropologie, in: Nach der Sozialgeschichte. Konzepte für eine Literaturwissenschaft zwischen Historischer… …unmittelbar gekoppelt ist und den Erfahrungen des Textsubjekts mit den Dörpern voraufgeht.“ 4 Vom Ende des Tauschs ländlichen Welt ist bekanntlich eine als… …obskure Objekt weiblicher Begierde darstellt, leitet eine descriptio der winterlichen Jahreszeit überwiegend höfisch konnotierte Werbungsversuche des… …gerinnen, zu einer Serie, die eine „offene[ ] Folge von Situationen, Handlungsabläufen, emotionalen Äußerungen“ erzeugt. 20 Jan-Dirk Müller hat zu Recht… …13. Jahrhundert den Boden für eine Episierung der angedeuteten Figurenkonstellationen und -konflikte. Insgesamt entstehen hier sukzessive sechzehn…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 2/2016

    Achim Geisenhanslüke, Die Sprache der Infamie. Literatur und Ehrlosigkeit

    Katrin Trüstedt
    …aufgezeichnet wurden, ‚Geschichten‘ produziert. Foucault verwendet diese ‚Geschichten‘ für eine alternative Geschichtsschreibung, grenzt sie aber scharf von… …aber, positiv „stellvertretend denen eine Stimme zu geben, die nicht für sich selbst sprechen konnten“ (17)? Von welchem Standpunkt aus, auf welche Weise… …, mithilfe welcher Autorisierung wäre es möglich, „dem Schweigen, dem Fehlen, der Abwesenheit eine Stimme zu verleihen“ (18)? Die Literatur drängt sich hier… …der Entehrung durch die Institutionen im Medium der Literatur eine Art Gegen- Ehre entstehen: infame Helden, wie sie etwa bei Villon, Sade und Genet… …diesen Versuch, „dem Schweigen, dem Fehlen, der Abwesenheit eine Stimme zu verleihen“ mit einem Anspruch auf historische Wahrheit. Damit versucht sie auf… …Geschichte macht und in eine Position einrücken lässt, deren problematischer Ausschlusscharakter gerade der Ausgangspunkt der Analyse war. Geisenhanslüke macht… …dagegen nun ein „Eigenrecht des Ästhetischen“ im „Diskurzusammenhang der Moderne“ stark und betont die besondere Möglichkeit der Literatur, den Infamen eine… …, scheint nicht zufällig. Literatur wird als Gegengewicht zum Recht ins Spiel gebracht – ein Gegengewicht, das zugleich eine Art eigenes Recht oder… …. Geisenhanslüke untersucht dagegen das Potential dieser modernen Gattungen, Infamie zur Sprache zu bringen und eine Gegenrede zum Recht zu entwickeln. In diesen… …Schriften von „Infamen“ (Genet, Mesrine, Althusser). Diese Gattung scheint auf den ersten Blick eine geradlinige Antwort auf die Frage nach der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: Heldris de Cornouailles: "Roman de Silence". Kloster Bronnbach, 04.-06. Oktober 2015

    Inci Bozkaya, Britta Bußmann
    …Mädchens Silence, das fernab aller höfischen Zivilisation als Junge erzogen wird, um dann als Spielmann, Krieger und Âventiureritter eine Reihe… …Geschlecht auch auf Figurenebene enthüllt. Obschon der Text mit der Hochzeit von Silence und König Evan letztlich eine Reintegration der Handlung in… …Literaturwissenschaft, aber auch allgemein der mediävistischen Forschung einzubringen. Dabei sollte einerseits der Text durch eine intensive Lektüre in all seinen… …sorgfältig angelegten Textverbund. Als ursprünglicher Überlieferungsverbund hat nicht der heutige zu gelten, der auch eine größere Anzahl von Fabliaux umfasst… …Silence (Bl. 222v ) fand auch der Illustrator eine unkonventionelle Bildsprache. Seraina Plotke (Basel) fragte nach der Ausgestaltung und der… …Sprecher- 432 Tagungsbericht instanz nur dann mit dem Autor identifiziert werden kann, wenn eine außertextuelle Rahmung vorliegt (z.B. eine Überschrift mit… …demzufolge eine deutliche Trennung zwischen der Autorinstanz, über die in der dritten Person gesprochen wird, und dem sprechenden ‚Ich‘. Dieses Sprecher-Ich… …wird über den gesamten Text hinweg figurenähnlich ausgebaut, indem es eine eigene Meinung und eine eigene Emotionalität gegenüber den Handlungsträgern… …artikuliert, auch wenn ihm eine regelrechte Körperlichkeit fehlt. Andererseits wertete sie die Tatsache, dass der Erzählakt (etwa durch direkte Anreden an die… …Hörer) ausgestellt wird, nicht als eine im Verschriftlichungsprozess angelegte fingierte Mündlichkeit, sondern als Vorgabe, die die tatsächliche orale…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Konrad von Megenberg (1309-1374): ein spätmittelalterlicher "Enzyklopädist' im europäischen Kontext. Unter redaktioneller Mitarbeit von Nina Prifling hg. von Edith Feistner. Reichert, Wiesbaden 2011

    Thomas Bein
    …, wenn auch Georg Luff und Georg Steer 2003 eine neue Textausgabe herausgegeben haben, die, was die text- und überlieferungsgeschichtliche Fundierung… …letzte Beitrag dieses höchst verdienstvollen Mittellateiners vor, der 2012 verstorben ist und sein letztes großes Werk, eine Edition von Thomas III, an der… …Brunetto Latini widmet. Rund 100 Jahre vor Konrad, aber etwa zeitgleich mit Thomas Cantimpratensis, erarbeitet Brunetto eine gewaltige Enzyklopädie des… …Argumentationsmuster finden. Denn alle Versuche, die spezifischen Leistungen Konrads zu beschreiben, könnten noch gewinnen, schlössen sie parallel eine Betrachtung der… …seiner [Konrads] Naturdarstellung“ (S. 76) motiviert sind. Gleichfalls eine kunsthistorische Perspektive nimmt Oliver Jehle ein. Er fokussiert insbesondere… …von einer gehörigen Portion Humor und Hintersinnigkeit geprägt sind. Rihas Beitrag zeichnet sich im Wesentlichen durch eine annotierte Sammlung von… …Werk des Megenbergers eine grundlegende Innovation des Ordnungswissens findet“ (S. 130). Im Fokus stehen Texte im „Buch der Natur“, in denen Analogien… …Schluss, dass der Megenberger nicht wirklich Innovationen zu bieten habe. Mit Blick auf Stellen, an denen Megenberg z.B. nicht einschwenkt in eine im… …Schnell führt eine paradigmatische Quellenstudie vor, wobei er sich auf die Kräuterkunde-Texte im „Buch der Natur“ bezieht. Zum einen richtet er den Blick… …vielen Übereinstimmungen auch nicht wenige charakteristische Differenzen aufweisen. Den Gründen für das eine wie das andere nachzuspüren, ist eine wichtige…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 3/2016

    Tagungsbericht: "Archäologie der Spezialeffekte". Internationale Tagung an der Universität Basel (Schweiz), 27.-30. Januar 2016

    Maximilian Benz
    …werde auch eine Collage-Technik, eine kaleidoskopische Brechung, zur Evokation des Inkommensurablen und Jenseitigen eingesetzt. Diese Spezialeffekte der… …eine Christusplastik aus dem Kirchenraum verschwindet, werden Oblaten, Wasser, brennende Elemente unter lauter musikalischer Begleitung geworfen. Wie… …andere Welten. Stellte Koepnicks Vortrag mit seiner Fokussierung des Auditiven eine Ergänzung zu dem Bukatmans dar, der ganz auf Visuelles aus war, so… …nicht Zuschauerraum, sondern eine Extension der diegetischen Welt. Da das volle Potenzial aber nur in besonderen Momenten – in diesem Fall bei… …‚Disapparationen‘ – eingesetzt werde, handle es sich um gezielte Spezialeffekte. Eine Inversion der beiden Sinne – Gehör und Gesicht – erarbeitete schließlich Annette… …Dargebotene würden stets unter Rekurs auf die Semantik des Staunens ausgedrückt. Wie im Amphitheater herrsche dabei auch in der Literatur eine hyperbolische… …‚Commedia dell’Arte‘ entwerfe Gozzi eine dezidiert a-mimetische Dramenpoetik und gebe dem Wunderbaren seinen Ort zurück. In der (später von Wsewolod Meyerhold… …in der Nebenhandlung deutlich explizierte Polemik gegen Goldoni gedacht war, begründe so eine neue Form des Theaters. Dass der Spezialeffekt nicht nur… …eine analytische Kategorie ist, sondern dass es auch eine historische Theorie über ihn gibt, zeigen die Beiträge, die sich mit Emanuele Tesauros… …skalierbaren – Spezialeffekten reden kann, sondern zugleich verdeutlicht, dass jeder Spezialeffekt für sich die Antwort auf eine spezifische Frage ist…
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