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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    male bonding in der "Rolandslied"-Bearbeitung des "Karlmeinet". Heldenepische Konstruktionen von Männerfreundschaft im Kontext von Konflikt und Klage

    Anne-Katrin Federow
    …MALE BONDING IN DER „ROLANDSLIED“-BEARBEITUNG DES „KARLMEINET“. Abstract: Heldenepische Konstruktionen von Männerfreundschaft im Kontext von Konflikt… …und Klage von Anne-Katrin Federow, Dresden Der Beitrag untersucht die Freundschaftskonstellationen Roland – Oliver und Roland – Karl als Formen von male… …bonding i.S. Sedgwicks im „Rolandslied“ des „Karlmeinet“, das bislang von der Forschung vernachlässigt wurde. Hierbei wird im Vergleich zur „Chanson de… …Roland“, zum „Rolandslied“ des Pfaffen Konrad und zu Strickers „Karl“ v.a. nach Präsentationsmodi und Funktionen der Freundschaft für die… …Figurenprofilierung und den Erzählverlauf sowie grundsätzlich nach dem Stellenwert von Freundschaft innerhalb der „Karlmeinet“-Kompilation gefragt. The article… …general. Mit der „Rolandslied“-Bearbeitung 1 in der „Karlmeinet“-Kompilation 2 liegt ein Text vor, der in der älteren wie gegenwärtigen Forschung in… …mehrfacher Hinsicht keinen guten Stand hat: Wird der Text überhaupt einmal in den Blick ge- 1 Zitiert nach: Karl Meinet, zum ersten Mal hg. v. Adelbert von… …Keller, Stuttgart 1858. 2 Der „Karlmeinet“ ist eine in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in ripuarischem Dialekt verfasste Kompilation. Aachen oder… …gesamte Zeitspanne von 1315–1470 als Entstehungszeitraum in Frage käme, weil eine der wesentlichen Quellen des dritten Abschnitts der Kompilation, der… …„Spieghel historiael“ des Jacob van Maerlant erst 1300/1310 fertiggestellt wurde und weil das Original der Kompilation gegebenenfalls auch nur wenig älter als…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Schach auf Schanpfanzûn. Das Spiel als Exempel im VIII. Buch des "Parzivâl" Wolframs von Eschenbach

    Hans Jürgen Scheuer
    …VIII. Buch des „Parzivâl“ stellt seine modernen Leser vor besondere Verständnisprobleme: Es wird in der Forschung als divertissement, karnevaleske… …. Der vorliegende Beitrag möchte dem entgegenhalten, dass im dinglichen Requisit des Schachspiels gleichwohl ein Anknüpfungspunkt für eine Neumodellierung… …von Ordnung gegeben ist. Von ihm aus und vor dem Hintergrund der Umschrift, die Wolfram mit seiner Vorlage, der entsprechenden Sequenz in Chrétiens… …„Perceval“, vornimmt, lässt sich die Schachmetaphorik in den Zügen der einzelnen Figuren weiterverfolgen. Das Erzählen des VIII. Buches wird so als metaphora… …metaphora continua: as an allegory poetically using an example to develop the conditions of a hitherto unknown morality. I. Wenn es etwas gibt, das in der… …Wahrnehmung heutiger Leser die mittelalterlichen, im Kontext der Adels- und Klerikerkultur entstandenen litterae von der bürgerlichen, sich emphatisch auf… …Kunstautonomie berufenden Literatur trennt, dann ist es die durchgehende Moralisierung, von der vormodernes Dichten getragen wird. In Verlängerung der „Ars… …didaktische Werke, sondern genauso für die formal avanciertesten Produkte höfischer Dichtung: für den Minnesang wie für den Roman aus dem Stofffundus der… …von Straßburg in der vielzitierten Episode, in der Tantris, der Spielmann, alias Tristan als Lehrer Isoldes vorgestellt wird. Alles, was er ihrer… …Besserung in den artes hinzufügt, könnte doch nichts zur Vervollkommnung seiner Schülerin beitragen, wäre es nicht begleitet von einer besonderen Kunst der…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Allegorische Vermittlungen. Zugänge zum Gralstempel in Albrechts "Jüngerem Titurel"

    Katharina Mertens-Fleury
    …Gralstempel in Albrechts „Jüngerem Titurel“ soll die Analyse letzterer erstmals vertieft werden, wozu die Handlungen, Textstrategien und der Erzählfluss näher… …Funktionen, denn sie dient der Verhüllung, unterstützt das Lernen wie das Memorieren von Inhalten und befördert das Verständnis von Sinnkomplexen, die… …sprachlich nicht direkt ausgesagt werden können. 2 Die dritte Funktion ist vornehmlich in der philosophisch-anthropologischen Tradition zu verorten, welche den… …Menschen in der Welt als ein Wesen beschreibt, das sich der rhetorischen Fülle bedienen muss, um mit dem Mangel an Wahrheit fertig zu werden. 3 1 Die hier… …Annäherung an die Aktualität der Rhetorik, in: ders.: Wirklichkeiten in denen wir leben. Aufsätze und eine Rede, Stuttgart 1999, S. 104–136, hier: S. 105… …Udo Friedrich: Weltmetaphorik und Wissensordnung in der Frühen Neuzeit, in: Enzyklopädistik 1550–1650. Typen und Transformationen von Wissensspeichern… …und Medialisierungen des Wissens, hg. v. Martin Schierbaum, Berlin 2009, S. 193–248, bes. S. 201. 47 Katharina Mertens-Fleury Hans Blumenberg, der die… …seit der Antike bestehende Tradition aufgreift, sieht die Rhetorik als Möglichkeit des Menschen, sich im Fall des Fehlens von Evidenz und Wahrheit in der… …Welt dennoch zu orientieren. 4 Aus dieser Perspektive wird die Rhetorik und damit auch die Allegorie zu einer Möglichkeit der Annäherung an die Dinge und… …Regelhaftigkeiten der Welt und sie kann insofern als ein Verfahren aufgefasst werden, das in Situationen der Handlungsnotwendigkeit5 eine vorläufige Möglichkeit des…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    vnd machet ?ie mit ge?ehenden augen blind. Zum Problem von Editionen als Datenquelle für sprachhistorische Untersuchungen

    Klaus-Peter Wegera
    …. Anhand von „Iwein“ B (v. 7058) werden der Informationsverlust bei der Verwendung von Editionen und die damit verbundenen Auswirkungen auf das… …doch erstaunlich, dass in der sprachhistorischen Forschung immer noch weitgehend unreflektiert auf Editionen zurückgegriffen wird – häufig mit der… …Begründung, diese oder jene Edition sei durchaus textnah. Editionen haben in der Wissenschaft eine wichtige Funktion. Sie erschließen ein ansonsten schwierig… …zugängliches Material, bereiten es auf und machen es so für die weitere Forschung verfügbar. Dabei geht es in der Hauptsache um inhaltliche Erschließung; eine… …Beantwortung auf der Basis von Editionen denkbar ist, Editionen werden aber nicht (auch nicht in zweiter Linie) zum Zweck sprachlicher Auswertungen angefertigt… …. 77 Klaus-Peter Wegera Grundsätzlich sollte bei der Nutzung von Editionen als Grundlage bedacht werden, dass sie ‚Übersetzungen‘ darstellen, d.h., dass… …die Sprache der den Editionen zugrunde liegenden Handschriften und Drucke immer durch die jeweils zeitgenössische Sprache der Editoren überlagert wird… …, und dies selbst im Falle diplomatischer Transkriptionen. 1 Der Beitrag möchte diese Problematik anhand eines kleinen Beispiels (einer einzigen… …dient vielmehr eine sogenannte formelhafte Wendung, 2 von der man annehmen könnte, dass gerade sie ohne größere Probleme anhand von Editionen gewonnen… …werden kann. I. Der „Iwein“ Hartmanns von Aue stellt einen für das Mittelhochdeutsche zentralen Text dar und wurde entsprechend häufig ediert. 3 Dabei…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Zu einer umfassenden Untersuchung der Schreibsprache Hans Rieds im Ambraser Heldenbuch

    Susanne Homeyer, Inta Knor
    …MISZELLE ZU EINER UMFASSENDEN UNTERSUCHUNG DER SCHREIBSPRACHE HANS RIEDS IM AMBRASER HELDENBUCH von Susanne Homeyer (Halle/S.) und Inta Knor… …(Halle/S.) Das sog. „Ambraser Heldenbuch“ zwischen 1504–1516/7 entstanden, stellt in mehrfacher Hinsicht eine zentrale Quelle der hochmittelalterlichen… …Literatur und ihrer Rezeptionsentwicklung zur Neuzeit dar. Durch die Vielzahl der dort sowohl unikal als auch mehrfach überlieferten Texte, gilt es als ein… …exklusive Situation, dass der germanistischen Forschung mit Kaiser Maximilian I. und Hans Ried zumindest Auftraggeber und Schreiber sowie mit Bozen auch der… …Schreibort der Handschrift hinlänglich bekannt sind. 1 In Kenntnis dieses glücklichen Umstandes waren auch Untersuchungen zur Schreibqualität Hans Rieds vor… …dem Hintergrund seiner Vorlagen immer wieder Gegenstand der bisherigen Forschung; denn seit Leitzmanns Versuch2 die jüngeren, für die Zeit Rieds (um… …1500) fassbaren sprachlichen Neuerungen festzustellen, hat in der Forschungsliteratur das Interesse an der Vorlagenproblematik im „Ambraser Heldenbuch“… …(Schreib-)Haltung Rieds gegenüber seinen Vorlagen und bewertet diese als ein entscheidendes Kriterium zur Bestimmung der hohen Qualität seiner Abschriften vor dem… …81, 1962, S. 52–82. 4 Edward Schröder: Der Ambraser Wolfdietrich. Grundlagen und Grundsätze der Textkritik, in: Nachricht von der Gesellschaft der… …„Ehrfurcht“ und „Treue zur Vorlage“ 6 kopiert, noch ganz in der Tradition eines mittelalterlicher (Ab)-Schreibers, der Form und Inhalt zu bewahren versucht, 7…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Nochmals zu: Wat den bin ic?

    Norbert Kössinger
    …diesem Ort vorgestellt habe. Der Text von 1,1 lautet in der Handschrift: Wat den bin ic ein spile men. 1 Ich habe den Vers als zweifache Frage aufgefasst… …und ihn so interpungiert, wie auch aus der Übersetzung hervorgeht: ‚Was bin ich denn? Etwa ein Spielmann?‘ Wat den ist bei mir ursprünglich also im… …, wat den) mit der konzessiven Bedeutung ‚obschon, obgleich‘ handeln könnte. 2 1,1 f. wäre demnach ein Satzgefüge aus Neben- und Hauptsatz und zu… …wat dan mit den Bedeutungen ‚was ist es denn?, was schadet es?, was liegt daran?; einerlei; freilich, allerdings‘ handeln. 3 Der Text könnte dann a) als… …bin?‘. b) Er könnte syntaktisch auch einen Aussagesatz bilden, im Sinne von ‚Was soll’s, / Einerlei, ich bin ein Spielmann!‘. Was am Ende der plausibelste… …zu sein, denn 1,1 bildet nun in jedem der zwei Fälle eine sinnvolle syntaktische Einheit. Ein solches Verständnis ändert jedoch nichts Substantielles… …danne kommt in der letzten Auflage der Mhd. Grammatik offenbar nicht vor. Vgl. Hermann Paul: Mittelhochdeutsche Grammatik. 25. Auflage neu bearb. v… …Bemerkungen gleichzeitig zum Anlass, um zwei Versehen zu korrigieren: 2,2 ist zu lesen: der vorsmat min dinest. Bei dem hochgestellten Zeichen nach dem ersten d… …übersetzen ist 2,2 also im Sinn von ‚der ist mein Dienst verächtlich‘. Und in 2,4 ist aus sprachgeographischen und -diachronen Gründen über wurde nicht die… …Umlautbezeichnung durch e, sondern durch o als Lesung wahrscheinlicher. Ich bin jederzeit dankbar für weitere Hinweise, die zur Lösung der philologischen und…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    der Frühen Neuzeit", Tagung vom 2. bis 4. Mai 2014, Schloss Mickeln, Düsseldorf

    Katharina Prinz, Hannah Rieger
    …Mittelalters und der Frühen Neuzeit“, Tagung vom 2. bis 4. Mai 2014, Schloss Mickeln, Düsseldorf Vom 2. bis zum 4. Mai 2014 fand in Schloss Mickeln, Düsseldorf… …Kurzerzählungen des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ statt, die von Dr. Pia Doering (Münster) und Jun.-Prof. Dr. Caroline Emmelius (Düsseldorf)… …unterschiedlicher Gattungszugehörigkeit bildeten dabei die zwei großen Interessenschwerpunkte der Beiträge: So wurden die Texte zum einen daraufhin analysiert, welche… …von Heisterbach, dem „Decameron“ von Giovanni Boccaccio und der Fallsammlung „Schimpf und Ernst“ von Johannes Pauli als die richtungsweisenden der… …Tagung herausgearbeitet hatten. I. Erzählen vom Recht in der Novellistik Bernd Kannowski (Bayreuth) stellte in seinem Vortrag „Giovanni Boccaccio und die… …der Zeit. Er untersuchte, inwiefern juristisches Fachwissen in die Novellen eingeflossen ist. Dabei zeigte er Abweichungen zu realhistorischen… …Gesetzeslagen und Strafbemessungen. Zu erklären seien solche Umdeutungen der Rechtspraxis mit dem Anspruch von Boccaccios Novellen, für die gesellschaftliche… …Anerkennung bestimmter rechtlicher Auffassungen einzutreten. Der rechtshistorische Kontext von Boccaccios Novellen spielte auch in Pia Doerings (Münster)… …Vortrag „Glauben und Wissen. Juristische Wahrheitssuche im ‚Decameron‘“ eine wichtige Rolle: Anhand der Novelle VIII, 6 zeigte sie 107 Tagungsbericht auf… …, inwiefern dort das in der Theorie überwundene Beweismittel des Gottesurteils als Instrument der Wahrheitssuche problematisiert wird. Zu diesem Zweck stellte…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Von der "Ungefährdung' von Sinn. Zu Justin Vollmanns "Krone'-Buch

    Florian Kragl
    …BUCHBESPRECHUNGEN Von der ‚Ungefährdung‘ von Sinn Zu Justin Vollmanns ‚Krone‘-Buch 1 Nicht lange nach der Mitte des Romans führt Heinrich von dem… …Türlin seinen Helden Gawein auf die Burg Karamphi, deren Burgherr Angaras ist. Gawein spielt mit der Schwester des Burgherrn – der noch auf der Jagd weilt… …wehrlosen Gawein tatsächlich zu erschlagen, was der „Krone“ ein einigermaßen jähes Ende gesetzt hätte, findet man einen Kompromiss: Gawein, der gerade eben… …als Gast der Frau S lde dem Artushof ewiges Glück gesichert hat, möge für Angaras Gral und Gralslanze suchen. Gelingt ihm dies nicht binnen Jahresfrist… …: Heinrich hat sie – als Teil der so genannten ‚Gauvain/Gawan-Partie‘ – aus Chrétiens „Perceval“ oder (weniger wahrscheinlich) aus Wolframs „Parzival“… …übernommen, wo der Burgherr Guigambresil bzw. Vergulaht heißt. Doch nicht die Übernahme ist erstaunlich, sondern wie Heinrich die Szene in seinen Roman… …einpasst. War sie bei Chrétien und Wolfram ein randständiges Glied der Roman-übergreifenden Motivationsstruktur, wird die unscheinbare, viel kürzer als bei… …Chrétien oder Wolfram erzählte Episode bei Heinrich zum handlungstragenden Moment der verbleibenden beiden Fünftel der „Krone“: Nachdem nämlich Gawein… …Gasoein – der Ansprüche auf Ginover erhoben hatte – mit dem Artushof versöhnt, dann dessen immerwährendes Glück in Gestalt eines Rings von der… …dieser ihm mit der Verpflichtung zur Gralsfahrt jene Aufgabe aufträgt, die Gaweins Weg bis ans Ende des Romans leiten soll. Umso irritierender freilich ist…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Hartmann von Aue: Der arme Heinrich. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch, herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Nathanael Busch und Jürgen Wolf

    Kay Malcher
    …Buchbesprechungen Hartmann von Aue: Der arme Heinrich. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch, herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Nathanael… …letzten „Erec“-Ausgaben (Manfred Günter Scholz/Siegfried Held 2004, Kurt Gärtner 2006, Volker Mertens 2008) einer weiteren, wie der von Andreas Hammer… …, Victor Millet und Timo Reuvekamp- Felber angekündigten bedarf. Sicher: Es lässt sich immer eine Perspektive einnehmen, nach der zentrale philologische… …, editorische Lösungen auf einer Ebene zu diskutieren, die hermeneutisch besser zu kontrollieren ist, als jene, auf der die klassische Textkritik ihre Argumente… …auszutauschen pflegt: Die Pluralität der Editionsereignisse erdet in wünschenswerter Weise die Arkanräume von Theorie und Methode. Und man darf unter den… …editorischer Transformation der zeitgenössischen Zielkultur einzuschreiben bemüht. Die Ausgabe ersetzt im Verlagsprogramm den abverkauften „Armen Heinrich“ von… …Grosse/Rautenberg. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Anhang mit Hinweisen zu den Grundsätzen der Ausgabe, Apparat, Stellenkommentar, Literaturhinweisen und… …literarhistorisch unterrichtendem Nachwort leicht verschlankt. Dagegen wächst der Umfang des Textabdrucks um die Hälfte an. Das ist der Entscheidung geschuldet, den… …konzipiert, ich bespreche sie deshalb mit Blick auf Praxistauglichkeit. Zugrunde lege ich zunächst Erfahrungen aus der Arbeit 1 Bei Studierenden weit… …Diese Beschränkung ist pragmatisch motiviert: Der Leser soll „von unnötigen Redundanzen“ (S. 149) befreit werden. Freilich kann man auch einen anderen…
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  • eJournal-Artikel aus "Zeitschrift für deutsche Philologie" Ausgabe 1/2015

    Florian Kragl: Heldenzeit. Interpretationen zur Dietrichepik des 13. bis 16. Jahrhunderts

    Elisabeth Lienert
    …Teildruck „Die Geschichtlichkeit der Heldendichtung“ (Wien 2010), seine Wiener Habilitationsschrift von 2010 vollständig vor. Die Arbeit zielt mit pointierten… …Textanalysen und einem theoretischen Zugriff, in dessen Zentrum ein sehr umfassendes Zeitkonzept steht, auf eine „Poetik“ (S. VII u.ö.) der, wie mittlerweile… …üblich, als „Textreihe“ (S. 473 u.ö.) aufgefassten Gattung Dietrichepik. 136 Buchbesprechungen Die Arbeit enthält ein theoretisches Kapitel „Das Medium der… …. 257–321), „Virginal“ (VIII. „Aventiure historisch“, S. 323–383), „Rosengarten“ (IX. „Summa heroica“, S. 385–432) und „Wunderer“ (X. „Die Zeit der Allegorie“… …stoffgeschichtlich auf ein heroic age – eine ‚Heldenzeit‘ – verweisen“, S. 1) und mit zeitgenössischen „Zitate[n] des Heroischen“ (S. 2–20): Der Marner thematisiere… …, bei „Indifferenz gegenüber der Historizität“, die „Konkurrenz zu medial Vergleichbarem“, d.h. mündlich Vorgetragenem (S. 10); Rudolf von Ems grenze die… …‚unhistorischen‘ Stoffe um Artus und Dietrich von Bern von der Historizität Alexanders des Großen ab und „verdrängt das Heldenepische aus dem Kreis des Historischen“… …(S. 19), in der auch die Anonymität der Heldendichtung gründe, lasse keine Schlüsse auf Historizität zu. Heldendichtung als „Tradition des Eigenen“… …wäre allerdings nach Schlussfolgerungen aus der Trennung der Stoffkreise und ihres Personals bis weit ins Spätmittelalter hinein; noch in Wittenwilers… …„Ring“ nehmen bekanntlich Sagenhelden am Dörferweltkrieg teil, während die Helden des höfischen Romans sich dispensieren.) Der „mediale Sonderstatus“…
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